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Jüdische Rundschau · 1921-08-12 · Heft 64 (12.8.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 64 (12.8.1921)
Date
1921-08-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
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I Seile •(SS ___ sische Regierung■ bzw. die Jewish Agcrvcy (die Zio «astische Organisation) ausschließliche Eigx'ivtürnerm des Instituts sein würde. Die wirtschaftsge- «tclii chili die n 'ErfaJmm.״eu /.eigen aber, daß alle bis• Svcrigeu reinen Staatsbanken notwendigerweise biinokr.ihseh, alter nicht kaufmännisch operierten» »0 daß sogar das Recht der Notenausgabe in sämtlieiten Staaten Europas privaten oder gemeinwirtschaftlielieii Unternehmungen erteilt werden mußte. Die russische Staatsbank der Zarenzeit war die einzige Ausnahme. Dagegen liat sich die gemisclrtwirtschaftliche Organisation durchaus bewährt, ihr Wesen beruht darin, daß der Staat, die Stadl oder sonst eine öffentlich-rechtliche Person einen Teil der Aktien bzw. Anteile eines Wirtschaftheben Unterivclvm.ens erwirbt. Der Rest der Aktien ist im Besitze von einzelnen Privatleuten oder Konsortien, kann aber hei einigen gemischtwirtschaftlichen Unternehder Die den gewie vormutigen jederzeit zum Tageskurs in den Besitz, beteii'gten olfentlicb-reduliehen Person übergehen, gemischtwirtschaftliche Organisationskmn ist für Zionismus nichts neues. Das Institut einer die samte Kolonisation umspinnenden Zentralbank ist, vieles andere, vom■ genialen Sehcrbhck Herz. 1s gesehen worden; er ist der Gründer des J.C. T. (Jewish Cokmial Trust), der allerdings durch die kleinlichen Verhältnisse des Vorkriegs/iouisimis an jeder• Weiterentvvickiung gehemmt wurde, lieber seine Organisation berichtet Navratzki״ :('־Der Zionistischen Organisation ist die Kontrolle über die Bank dadurch gesichert, daß 100 Grunderaktien, die nicht dividemlenbercchtigt sind .., im Besitze des Aufsichtsrates der Bank sind, der mit -der Leitung der Bewegung eng liiert ist.“ Dieses Vcrliältnis von Zionistischer Organisation und B.tnk müßte ausg'ebaut werden, wenn der J. CI. T, die Aufgaben der Zentralbank übernehmen sollte. Der Besitz von hundert Grunderaktien ist durchaus ungenügend, um dann, wenn der J. C. T. endlich aus einer ziemlich unbedeutenden Partcwnstitutton zu einem 6kom>misclt״n Machtfaktar wird, der Zionistiselten Organisation die Möglichkeit 7.11 geben, die Bank politik des J.C.T. in g e tu e i 11 w i r t s c h a f 11 i c h e m Sinne zu b c - eintlussen, Denn der erste Schritt zum Ausbau des J. C. T. wird eine immense Kapitalvermehrung sein müssen. Wenn diese nickt gelingen sollte, ist die Kolonisation von vorhinein zum Mißlingen verurteilt; denn durch Spenden allein wird Palästina nicht aufgebaut werden können; die brauchen wir für die Schaffung eines ״tonds perdu“. vor allein aber für die Aufrcclvtcrhaitung und den Ausbau unserer kulturellen Institutionen, solange der jischuw nicht steuerkräftig genug ist, tun sic aus eigenen Kräften zu erhalten* 1,) Wirtschaftliche Unternehmungen aber brauchen nicht Spenden, sondern Kredit. Den kann aber nur eine leistungsfähige Bank geben. Und das muß unter allen Umständen der j. C. T werden falls er die Rolle der Zentralbank übernehmen sollte. Cie Kapitalvermehrung des J. C, T. verlangt aber eine •“■) ״Die jüdische Kolonisation Palästinas'•, München 1 •i 14, S. 218. ׳>) Dali ein Teil der Kreditmittel des JCT. ans Maasser-liekleni des Keren I lajessod stammen wird,!tat nichts oaitnt zu tun, im Momente, wo der Keren Hajesstod einen Teil seiner Gelder dem JCT. zur Vcrfügung stellt, wird ein außerökonomischer Akt (das Spenden) der palästinensischen Nationalwirtschaft Geldmitlel beisteuern., die zum Teil ökonomisch, zum Teil uttökotKuuisch verwendet werden. JUEDISCHE RUNDSCHAU leidiz.ettigc Reformierung des Verhältnisses von Z«v nistisdicr ״Organisation trml der Bank, denn angesichts von tausenden stimmberechtigten Neu-Aktien würden die hundert Grunderaktie» vier Leitung zu einer machtlosen .app.ulie berabsinken. Aut günstigsten wäre cs. wenn die .citung 51 «0 der Aktien zu einem Vorzugspreis erwerben könnte. Vielleicht wird der Keren Hajcssod dies ermöglichen. Jedenfalls aber muß die Leitung unter allen Umständen 51 °0 der Stimmen auf ihre Aktien vereinigen, die in diesem Falle zu Vorzugsnktien mit vervielfachtem Stimmrecht pro Aktie vorwandelt werden könnten. Nur drum, wenn die Leitung über die Majorität der Generalversammlung und des Aufsichtsrates verfügt, ist Gewähr dafür vorhanden, daß» die ungeheure Machtposition einer palästinensischen Zentralbank nicht für privabvirtschaftliche Vorteile ihrer Aktionäre mißbraucht wird, daß sie zum Herz unserer Nationalwirtschaft wird. Aber ebenso notwendig ist die aussichtsreiche Beteiligung von Privatkapital am Unternehmen. Nur daun wird unsere Bank beweglich bleiben und nicht ein bürokratischer Hemmschuh der wirtschaftlichen Entwicklung sein. Denn wir haben heute noch mclrt das nötige Kapital, um die Bank in großem Stile mit den Geldern der Organisation zu finanzieren, wir verfüge 11 a her vor allem heute noch nicht über einen Apparat von Bankfach• Icuttii, die ohne Aussicht a u f individuelle Vorteile durch Tantiemen usw. die Bank zu jener Höhe und reibungslosen Funktion bringen würden, ohne die ein palä sti nensi sclics Wirtschaftsleben undenkbar ist. Aber die gemischtwirtschaftliche Form ist durchaus nicht für die Ewigkeit berechnet. I>ic Zionistische Organisation muß sich das Recht vorbchalten, die Aktien der Bank jederzeit zum Nennwerte erwerben zu können. § •H des Bankgesetzes des Deutsehen Reiches sieht ähnliches für die Reichsbank vor'׳). Der Zeitpunkt der Ucbcniahnie wird voraussichtlich dann eintrefen, wenn die palästinensische Kolonisation aufhören wird, ״Kolonisation“ zu sein, wenn der Jischuw sich in das ausgeb,■ alte ״National Home“ verwandelt. Daun wird die Zionistische Organisation ihre Bank dem Zeutralverband palästinensischer Genossenschaften übergeben. Nach den vorliegenden Bankprojekten beabsichtigt mau ausschließlich die Gründung von Spezialbank e n. Allerdings fordern einige Autoren die Institution einer ״Mantelgesellschaft“, die allen diesen Unternehmungen übergeordnet sein soll. Eine ״Mantelgeseltschaft“ kann aber ebensogalt eine formale, juristische Vereinigung mehrerer Unternehmungen sein. Was wir aber brauchen ist ein Bankinstitut, dessen sämtliche Abteilungen miteinander im engsten ökonomischen und o r g a n i s a t o r i - sehen Zusammenhang stehen, das nicht von einer formale«, sondern von einer faktischen, einheitlichen Direktion geleitet wir d. Neue jiddische Wochenschrift. In Kowno erscheint eine neue jiddische Wochenschrift ״Jidi scher Leben“, die die Interessen ries orthodoxen Juden- 111ms in der Richtung der Agiulath Jisroel vertritt. ״Das Reic! sämtlichen Anteile erwerben.“ 1 behält sieh das Recht vor... die» der Rcichshauk zum Nennweite 7u Doppelberichten wieder/utinden und kommt bei seiner ganz neuen Untersuchung zu den Ergebnissen: Den biblischen Schriften bis /um 2. Buche der Könige liegen die Darstellungen von Jahvist und Elohisl zugrunde Jahvist wurde unter Hiskijah abgeschlossen und verfolgte die politische Tendenz, die göttliche Institution des davidisehen Königtums und sein sich über Nord- und Süd re ich erstreckendes Herrschaftsrecht aus innen- und außenpolitischen Gründen nachzuweiseii. Elohist ist der ״tltcokratisdie Erzähler mler der Vertreter einer spc/ifiuli theologischen Betraehuingsweise". Seine Sympathien gelten den! Nordreiche. Er schreibt im Interesse der josi,mischen Reform und bringt sein Werk unter Josia, seinem Zeitgenossen, zum Abschluß. — Die Diskussion über diese Fragen ist wohl noch nicht geschlossen. Auch aus Beii/ingeiv■ Schrift spricht der neuerlich in der alttestamcmliehcn Wissenschaft immer deutlicher zutage tretende Zug, an Stelle vieler zerhackte;•, aufgelöster Einzelschritten einheitliche Gntndqucllen zu finden. Ldr. Die kleine Jedem!aanr.-ßScheroi heißt eine Samm- 11mg, in der der Hyperionverlag (München) eine Reihe von Werken der Weltliteratur in reizenden Miniaturausgaben bei vorzüglicher Ausstattung zu dem billigen Preis von כ M. pro Band herausgibt. Es sind in dieser Bücherei bisher u. a. folgende Bücher ersclrieuen: Aristophancs, Lysistrata; Das Lied der Lieder: Goethe; Balladen, Unter- Faltungen; Hafis: Pers. Gedichte; Hein«: Die Nordsce, Hebräische Melodien; Herder: Altengiisdie Balladen; HöWerli»: Enmedoktcs; Legenden v, Franz v. Assisi; Loy«!«: Christi. Hebungen; Psalmen (I -66) in der lumcrkdben Uebvrselzung; Suefon: Kaiser Nero; Richard Wagner: Eine Pilgerfahrt zu Beethoven u. a. Hans von Kiesling. Damaskus. Altes und Neues aus hyiien. Mit 22 Abbildungen, ö M. — Rund u m d e 11 1.1 h a no n, Friedliche Wanderungen während des Weltkrieges. Mit Landkarte und acht Bilderlung”'Leipzig mo!“* ־pict״ridlschc Verlagsbudihand- Der Verfasser war wählend des Krieges Geiimlstabsoitizier bei <10!i/-l'״sdm und hat als solcher den lebcndiir Sri"!.fcH 1״ו' k?'*n .«״״'’•י»‘• Er schildert lUHtHlig und k» v hui Land und Leute, Natur und Kultur -׳ymnis ««d des Libanon. Die Darstellung der -Äa.Tbfe ״”d Nachbarvölker Palästinas zionistische Leser von besonderem Interesse. Nr, 64 Von and Zioafsnias Dr. phil. Rosa Dukas, Freiburg f. Br. Die nachfolgenden Ausführungen stellen אברהם רייכררייך: ארץ ישראל אין אידישען לעבען און ליטיראטוד. פארלאג ״קאנאדע״ ,1021 טאראנסא. Abraham Reinwein. P.iJasliiw rm jüdischen Leben und in der jüdischen Literatur. 115 Seiten. Toronto 1021. Dieses Lujcusbändchen behandelt das Thema: ״Palästina als Motiv der jüdischen Literatur“. Dieses Blich hat keinen Anspruch .־mf Vollständigkeit. Es ist keine wissenschaftliche Arbeit, sondern ist für »•(•bildete l.aicn bestimmt, die sich über den Platz, den Palästina in den jüdischen literarischen Schöpfungen eiuuimmt. imieiTiditen wollen. Die ersten Kapitel sprechen tiber Palästina in der Bibel, in der talmmlischen Literatur, in der mittelalterlichen Poesie und in der neuen hebriiischcii und jiddischen Literatur. Das letzte Kapitel schildert die Rolle, die Palästina indem Leben der letzten Jahre gespielt hat, hin zu den ״Bilu“ (die C.halnzim der 80er Jahre) und den neuesten Chahuim. Zahlreiche Belege und Zitate ans allen Epochen machen die Lektüre dieses Buches äußerst lehrreich, Dies ist die erste Sanun- 11mg dieser Art und!st bestimmt, als ein vornehmes P r o p a g' a n d a in i 11 e 1 zu dienen. Schade nur, daß die Valuta Verhältnisse die weitere Verbreitung tiieses Büch-!eins verbieten. Eine einfachere Ausgabe für den Osten wäre sehr z.u empfehlen. K. eine ״Stimme aus der Provinz“ dar; sie sind ohne den geringsten und mindesten Zusammenhang mit den parteipolitischen Strjmungen und Neubildungen im deiusriven Zianis. mus entstanden, und glauben für sich in Ansjmich nehmen zu können, etwa das zu formulieren und zu jjtdatiklichetn Ausdruck zu bringen, was ein Teil der ״Stillen im Laude“, der ganz außerhalb des Parteilebens stehenden, aber darum nicht weniger treuen Zionisten, stimimmgsmäBig empfindet. (Amn, der Verfasserin.; Die Schwierigkeiten, die der Verwirklichung des Zionismus auf Grund historisch gegebener, vom mensch• liehen Willen unabhängiger Tatsachen cntgegenstchcu, waren tu«! sind so übermenschlich groß, daß nur ein Maximum an Kraftanspannung und günstigen Umständen eüi Mindestmaß an Erfolg erreichen konnte. Ich erhebe die Anklage gegen die radikal-nationaüstischc Richtung im deutschen Zionismus, daß sie diese schon durch die geschichtliche Lage des deutschen Judentums riesengroßen Schwierigkeiten gesteigert und vermehrt, mul daß sic aus mangelnder jüdischer Bruderliebe, aus man ge Indem Gefühl für die innerhalb und außerhalb der Parteibekenntnisse lebendigen jüdischen Gemeiivschaftskräfte unabsehbare historische Schuld auf sich geladen hat. So herzlich ich wünsche, daß die prinzipiellen Auseinandersetzungc-u verlassen und gemeinsam zu den drangenden Aufgaben geschritten wird, so weiß ich andererscits doch, daß die Atmosphäre rächt entspannt tmd die geistigen Bedingungen zu einer lebendigen Weiteren(• wickln»:: nielit vorhanden sein koniven, solange dies», den deutsche» Zionismus im letzten Jahrzeluit bestimmettde Richtung in ihrem Kern und Wesen nicht erkannt, und solange nicht ausgesproclten und begründet ist. dal! der Zionismus in Deutschland zu einem imorganischeu, künstlichen Dasein andt weiterhin verurteilt sein wird, solange diese lebensfeindliche ein inniges, Iebcndi-;:es jüdisches Gemeinschaftsgefühl lUinrigiidunaclu-mie Einstellung irgendwie maßgebend und bestimmend ist. Die Unerträglichkeit der Situation, die Uiiverträglichkcit der radikainattonalisiischen Einstellung mit de» Bedürfnisse!» der Gegenwart erhellt schon aus einigen Feststellungen von der Peripherie her, noch ehe man in eine zentrale Untersuchung eingetreten ist. ־־• Diejeuigeu, die den Zionismus und seine organisatorische Form mitschufen, die sich als.» nicht nur zu ihm bekannten, sondern diese Revolution des jüdisch-politischen Denkens aktiv mitinaugurierten der Zionismus dieser Männer wird von 'einer Generation als zu blaß, zu wenig national, zu kuuipr.nnißleriseU beurteilt, die die zionistische Idee gesdvtiie« und als ein Stück Wirklichkeit vor fanden und die jene Revolution vom Konfession•*- ztnn Nationaljudentum mir n a ch zue m p - finden brauchten. Es gab eine Zeit, in der man weder vom Zionismus n >ch vom Nationaljudentum etwas wußte, und in der cs ein überqueUcnd reiches Maß von jüdischem Volksempfütder, und nationalem Gefühl bedurfte, um diesen ganz als Traum und Idee in die Well tretendem Gedanken in die Wirklichkeit seines Lebens aufzur.ehmen und um der leiden sehn itlichen Bekampfnng und Ablehnung und dem I l.ihngeladiter staiKlzuhalten, die die Genesis der Bewegung begleiteten. Und wen» dieselbe Generation, die diese revolutionäre Umkeil nuig des jüdischen Denkens zur Volksidee und ihre organisatorische Farm fertig v o r 1' :1 ixl, dciien, die diese Tat m i t v o I 11» r a c I) t e n, mangelnde P1ten»itat der nation ״Im Einstellung vorwirit, dann i»t das ein tlinweidarauf, daß an der zionistischen Einstellung eben dieser neuen Generation etwas grundfalsch, unorganisch, unnatürlich und verquert ist. — Und an diese Ueberlcgung schließt sielt bald die weitere Frage: Wie sollte, wenn die Pioniere uml ersten Vorkämpfer des Zionismus nicht national genug sind, im deutschen Judentum denn überhaupt eine lebendige, nationale Bewegung• entstehen könne1 ״J Aus welchen Schichten der stark assimilierten deutschen Judcnheit sollte sich eine nationale Bewegung Volksklee in sogar die nationaler tat für Eine internationale Buchaasatellang veranstaltet die ״E w c r“ - Gesellschaft für Buch- und Kuusvliaiitlel >11. b. II. in Berlin gemeinsam mit dem Jüdischen und Welt-Verlag anläßlich des XII. Wehkougresses der Zionisten in Karlsbad. Die Ausstellung wird eine vollständige llebcrsicht über die wichtigsten literarischen PubUkationen in hebräischer, jiddischer und russischer Sprache der letzten Jahre geben, Aus der deutschen, englischen und französischen Literatur werden auf der Ausstellung alle erreichbaren Werke vertreten sein, die sich mit jüdischen Problemen befassen. Ferner wird aus der deutschen lliidierprotluktkm seit 1014 eine reiche Auswahl ausgestellt; von verschiedenen deutschen größten Verlagen werden Kollektivausstclhmgen ihrer Verlagswerkc veranstaltet. Besonders zahlreich werden bibliographische Bücher und Luxusdrucke vertreten sein. Die Ausstellung ist frei zugänglich. uemäß Mit erschreckender Dcutüdikcu Schaden dieser Entwicklung r. k c d j a v Kraft, Spannung und Energie ersten Träger der jüdischen Hinsicht nicht gcnüglen? Die Unmöglichkeit, au! dem r;ulih«t-!1:tn*»n«livt:*1-|!0!1 Wege das deutsche Judentum zu erfassen uml zu ziniiisiereit. wurde von den W-onfuhrern die»er Riclitau; wohl e1nj»fum!en, führte aber statt zur Sclbstcrkenntni•» zur Theorie, daß dys Heut sehe judentxun als solches für den nationalen Gedanken verloren sei, um! nur die Jugend auf Grund einer fruhzeiti;; einsei/omlen Er• zielnuu: in iso'ieiter Ge.»in1111ngs״e111el!1heit oder bes mders prädcstiniiTte Einzelne gewonnen werden könnten. Statt in ernster Sdbstprüfung /uzugebeu, daß mau sich verstiegen und auch die loseste geistige Verbindung*- möglichkcit mit der Judcnheit verloren habe, tröstete und erb aute man sich an der Vorstellung, daß man de« Niederungen der kläglich-philiströsen, materialistischen deutschen Judcnheit den Rücken gekehrt und einen steilen, kompromißlos geraden Pfad erklimme, der nur 1'iir eine begrenzte gesinnungsstarke, zu radiknl-idcalist:־ scher Einstellung fähige Schur beschrcitbar ist. Uml die ethische Gloriole, die man um sich wob, verschleierte die 7uts,idle, daß man mit dem Begriff des Nationale« .schlimmsten Mißbrauch trieb, iiiilcin man das Baml mit der konkreten, lebendigen Judcnheit durch schnitt und sich nofch etwas darauf zugute hielt. Daß diese Auflassung Schule machen konnte und auth unter sehr wertvollen jungen Menschen, wird vcrständbeli, wenn mau bedenkt, daß völlig assimilierte,״ jungen ' Juden, die kein seelische» Band aus Judentum fesselt, dieser Mißbrauch der nationalen Idee gar nicht zu Bevvußtsei» kommen kann und ihrer jugendlich starken Willensrichtaug jene proklamierte, ethisch-idealistische Hm-Inpan- «nng gemäß war. wurde Wirkung und ... ,. . .. fühlbar, als die großen, uidj.scl1.cn Gegcnnvnrtscretgnissc eintraten. Jetzt, wo e» ilf- ״Un;'..',ל. Kräften der gesamten Judcnheit ^ufnb™ ^!״stmas mö|Hdt sei, rnd wo der Einfluß .f , »nisbschen Orgamsatron der Maadalarmndtt gegender ׳UitotLiC|,'W ").rV1mR8v0^e hinter ihr stehentkr .Mitglieder gesichert werden *oll, jetzt wird die

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