Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 64 (12.8.1921)
- Date
- 1921-08-12
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite 457 Nr. 64 Erfahrt!!׳# ttnd guter Wille seitens der Leitung. Wir ocsit/eii Kultur genug, tun diesen Anforderungen zu gemigen. Zur Kolonisation nach altem Muster braucht man Milliarden, die wir nicht haben. Die enormen Kesten der alten Kolonien haben sie doch noch nicht selbständig gemacht. Kur durch eigene Arbeit können wir ׳׳S mache*. Aber mit den neuen Elementen, nie sie unsere Jugend, insbesondere die russische, die duieh alle Entbehrungen durchgegangen ist, darstellt, können wir es getrost wagen״ Die Arbeitslage in den jüdischen Siedlungen in Samaria und Judäa Der wieder unter seinem alten Namen erschienene ״llaiwcl-Hazair“ vom 7. Juli veröffentlicht einen ״rolleren Aufsatz über die A r b e i t s 1 a g c i« d e n i< o•0 11 i e 11 J u d ä a s und S a mari a s, der in kurzem Auszug wiedcrgcgcbcn sei. Die Zahl der in den vor• sciiiedeiien Kolonien beschäftigten jüdischen Arbeiter ist nullt stabil und schwankt ungemein. Der Lohn der Tagelöhner schwankt zwischen -0 und 25 Grosch wahrend eine Anzahl allerer Spezialarbeiter 30 bis •10 Grosch pro Tag erhält. Die neuen Arbeiter hekommen 1!bis 2V. Pfuutl pro Monat atiller Kost, Quartier und Wäselicliesorgimg. Der Tagelohn der arabischen Arbeiter schwankt /wischen 15 bis 20 Grosch und steigt während der Ernte bis 25 tiroseh; größtenteils wird deren Lohn so festgesetzt, dati die Schnitter den fünften und zehnten Teil des Ernteertrags bekommen. Die neuen arabischen Arbeiter pilcccn 3 bis 1 Pfuiul monatlich zu erhalten. Von den größeren Kolonien sind zur B e s c!1 ii 11 i g 11 11 g jüdischer Arbeiter in 1 e t z t e r Z e i 1 ז' c t a c 11* 7 i k w a h 1t 1! d C 11 c d c 1־ a u n «I in ei n e m g cw i s - e n Abstand nach ihnen Re cito bat 11 und R i ■י e 1! o 11 -1 c-Z i u n ü b e r ״ e g a n g e 11, v.'ihictai in den aiidtven Kolonien bisher entweder gar keim• ׳,!der nur ganz geringfügige Aenderungeit trorge* itomu.en wurden. Leber die Einführung des Systems der jüdischen Arbeit wird mit jeder Kolonie einzeln verhandelt; diese Verhandlungen nelimeit überall einen andersartigen Verlauf, 11t P e t a c 11-T i k w a 11 ist die Mehrzahl der Kolonisten für die Beschäftigung jüdischer Arbeiter. Nur ein kleiner Teil der älteren Kolonisten verhält sich indifferent, wird jedoch von den jüngeren überstimmt, die mit der Vergangenheit gänzlich brechen wollen, I'm c'iese!־'rage zu ordnen, wurde durch den Kolonie rat Lee besondere Kommission eingesetzt, die mit dem ■uK'itsamt zu einer Verständigung gelangen soll. Die bisher statlgcfundenea gemeinschaftlichen Sitzungen haben noch zu keiner Regelung geführt; über Arbcits* zeit, Entlohnung■ und Org.nnsationsfragen bestehen nach Differenzen. Außer den landwirtschaftlichen Arbeitern in der Zahl von gegen 500 befinden sich derzeit in Petach-Tikwah noch 31)0 am Bahnhau beschäftigte Ar* beiter, der jedoch der Vollendung entgegeugeht, Die Kolonie verhandelt mit der Regierung zwecks Ueber* Weisung der übrigen mit dem Abschluß dieses Unter* nelimens verbundenen Arbeiten. An zweiter Stelle, was die jüdischen Arbeiter anlangt, kommt Rcchoboth, unter deren 200 jüdischen Arbeitern zirka 70 Jemeniten sind. Bloß 20 Arbeiter sind alte und der Rest neue Chaluzim, Der Tagelohn. betrügt 20 bis 23 Grosdt, während die älteren Arbeiter bis 50 Grosch erhalten, Die Verhandlungen wegen! £1terariscbe ßKtteüungen Soeben erschien im Verlag Kurt Wo!ff (München) das bereits vor längerer Zeit angekündigte zweibändige Bekcnntnisbuch ״Heidentum, Christentum, Judentum׳• von Max Brod. Der Autor unternimmt es in diesem bedeutsamen Werke, eine Dar- Stellung der religiösen Grundgedanken des Judentums unter dem Aspekte des modernen Denkens zu geben und das Judentum gegen Christentum und Heidentum abzugrenzen. Durch die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Kritikern und Verteidigern des Juden- *.ums wird das Buch ein lebendiger Beitrag zur geistigen Diskussion der Gegenwart. Wir werden auf das Buch,!ms dem bereits an verschiedenen Orten (auch in der ״Jiid. Rundschau“ Nr. 31/32) Bruchstücke veröffentlicht waren, noch seiner Bedeutung entsprechend ausführlich znrüddeornmen. Im Juhheft der ״Neuen Rundschau“ (Verlag S. Fischer, Berlin) ist ein Aufsatz von Martin Bub er über ״Chassidische Lehre“ enthalten. Bubcr zeigt, Wie der Chassidismus zwei Ueberlicferungen, das religiöse Gc»«/. und die religiöse Wissenschaft (Kabbala), durch es•: Prinzip der Verantwortung des Menschen für das Schicksal Gottes in der Welt verschmolz. Seine Lehre, ganz auf die Freiheit des Menschen als Helfer Gottes in der Erlösung der Welt gestellt, ist eine Lehre der •Heiligung des Alltags. Der Essay Hubers gibt in prägiiantcr Fassung und mit erleuchtender Klarheit einen Einblick in das Wesen jüdischer Religiosität und der ohassidischen Bewegung. Unter dem Titel ״Erziehung zu Arbeit und Gemeinschaft“ ist im Verlag des Jüdischen ltv stitutes für Jugendforschung und Erziehung (Wien Kill, Stippcegasse 10) ein von Dr. Siegfried Bernfeld verfaßtes Verzeichnis empfehlenswerter Schriften zur Einführung in die neue Pädagogik erschienen. Ke Flugschrift gibt eine vorzügliche bibliographische Orien* tierung, de enthält ein Verzeichnis von 83 Werken mit Anerkennung des Arbeitsam! sind auch hier noch nicht zu Ende geführt. Die Kolonisten wollen das Arbeitsamt zwar stillschweigend anerkennen, jedoch nicht offiziell, da sie die Verwendung jüdischer Arbeiter ausschließlich als Freiwilligkeit und nicht als Pflicht ansehen wollen. Ein kleiner Teil der Kolonisten ist auch für die gemischte Arbeit (Araber und Juden). Auch Rischon 1 c-Z i0׳ n hat auf die letzten Vorfälle reagiert und beschlossen, jüdische Arbeiter einzus teilen, solange die Kolonie scluitzbedürftig sei. Nachdem die Ruhe langsam eingekehrt ist, begannen einzelne Kolonisten allmählich ihre alten arabischen Arbeiter wieder heranzu ziehen, zum Teil auch solche, die selbst an den Ueherfällcn auf Rcchoboth und Petach-Tikwah sielt beteiligt hatten, was die lokalen jüdischen Arbeiter ungemein erregte. Da diese auf ihre Forderungen der Einführung permanenter jüdischer Arbeit keine Antwort erhieltet», beschlossen sie, aus dem Selbstschutz a 1t s z u 11 e t e 11. Der Zentralrat des Selbstschutzes verwendete sich gemeinsam mit dem Kolonierat für die Rückgängigmachung dieses Beschlusses und versprach, sich für die Erfüllung der Arbeiterforderungen cinzusetzen. Die Verhandlungen werden weitergeführt. Die Unterkunftsvcrhiiltnisse sind schlecht und teuer. Ein Nachtasyl wurde geschaffen, wo gegen 20 Chaluzim nächtigen. Die Arbeiter essen in Privatküchen, die billig sind, deren Reinlichkeit jedoch viel zu wünschen übrig läßt. Die Kolonien Neii-Ziona, Gedern und Beer Tobia lösten die Frage der jüdischen Arbeit nur zum Teil, da sie nicht auf einmal mit ihrer alten Vergangenheit brechen wollen. Man betont, daß man des Friedens wegen an der arabischen Arbeit fcsthaltc, wobei es jedoch in erster Reihe auf billige Arbeit ankommt. E i 11 - C h a i und K f a r - S a b a sind ruiniert und belinden sielt deren Bewohner in Petach-Tikwah, wo sie auf die Ermöglichung des Beginnens des Wiederaufbaucs harren, über dessen System noch Uneinigkeit herrscht, Die einen wollen die alte Methode der kleinen Siedlung forlscuett, während die radikaleren eine grolle Siedlung in diesen beiden Kolonien wünschen, um in Stunden der Geiahr sicher daznstelien. Ein weiterer Teil der Kolonien, wie Ekron, Hartow, Kfnr-Uriu, Sicltron Jakob usw־., hat nichts gelernt und nichts lernen wollen. Sie huldigen weiter dem Motto: ״Nur nicht die Araber aufregeii“. So wird z. B. in Hartow der ganze Boden an Araber verpachtet und kein einziger jüdischer Arbeiter in der Kolonie beschäftigt — ja in Kfar-Uria maßen sich die Araber sogar Bcsitzrechte an. Die einzige Kolonie Samarias, bei der eine Aenderung vorgekommen ist, ist Chedera, wo jetzt die ganze Arbeit ausschließlich eine jüdische ist. Zwecks Arheiteiorgunisimmg wurde ein gemeinsames Komitee von Kolonisten und Arbeitern bestellt und schließen alle Arbeiter ihre Verträge durch das Arbeitsamt ab. Von der Gesamtzahl der jüdischen Arbeiter in den Kolonien Judäas und Samarias sind fast zwei Drittel beschäftigt in Petach-Tikwah, Rischon-Ie-Zton, Rcchoboth und Gliedern, was überhaupt gegen die Hälfte aller!andwirtschaftlichen Arbeiter Pnlästinas ausniacheit dürfte. Infolge der Vorfälle der letzten Zeit ist zur brennendsten Frage das Problem geworden, ob der Rodenbesitz der in den Städten oder außerhalb des Landes wohnenden ״Bauern“ den ansässigen Arbeitern tuid Chaluzim zu, übergeben sei. einem Leitfaden zu ihrer Benützung, Die Zusammen- Stellung erfolgte absichtlich einseitig, cs wurden mir Schriften .׳tufgenommcii, die Erziehung auf Wissenschaftliehe Erfahrung gründen wollen und die eine beobachtende, hijifüiilende, die Eigenart jedes Alters hebende und berücksichtigende Einstellung der Erwachsenen zu Kindheit tuid Jugend verlangen. in Kürze erscheint im Verlag von j. Kauffmann, Frankfurt a. M., ein Werk von Abraham Schlesinger; ״Die Einführung in den Zionismus“, Büch erschau Die Rembrandt-ßibci (vollständig in 4 Bünden) — (Bilderschatz zur Weltliteratur Band 4—7). — Mit Abbildungen nach Zeichnungen, Gemälden und Stichen Rembrandts, mit den zu den Bildern gehörigen Bibeltexten, mit einer Einleitung ״Rembrandt als Darsteller biblischer Stoffe“ und ergänzenden Anmerkungen, herausgegeben von E. W. Bredt, Mittu-hen, Hugo Schmidt Verlag. Preis des vollständigen. Werkes 54 M. Kein Künstler ha.t sich so tief in das Seelische aller möglichen Geschichten und Gestalten der Bibel versenkt wie Rembrandt. Die Frucht dieses beispiellosen künstlerischen Schaffens führt diese ״Renibrandt-Bibcl“ vor, indem sie den glücklichen Gedanken, verwirklicht, alle Bilder und Zeichnungen Rcnibrandts zusammenzutragen, und so den Leser und Beschauer durch den Reichtum! verblüfft. Die Bilder, die von den zugehörigen Texten begleitet and, werden audt dem Kundigen noch Neues und bisher Ungekanntes bringen. Allein zur Slmsongcschichtc gibt es 8 Bilder, zur Davidgesciiichte 13; besonders stark hat Rembrandt die Tobiasgesäiichte beschäftigt, der er 17 Gemälde und Zeichnungen widniete. In der Einleitung nennt Bredt Rembrandt mit gewissem Recht den Shakespeare der germanischen Malerei•; der Adel seines Gestaltungswiikns und seine Vergeistigung zeigen steh in Stoffwahl und Behandlung. — Am Schluß des Werkes ist ein vollinlialtUches VerzeicJtnis mit genauen Angaben, über die Bibel-Bilder angefügt. So ist dieses Werk zweifellos eine Bereicherung der Kunstliteratur, die auch dem Bibelfreund wertvollen Genuß bringt. Die Zentralbank VonRohert Wci ß'). Die gcmeinwirtschaitliche Bedeutung der Zentralbank fußt im rechtlichen oder faktischen Monopol der Kreditgewährung. Die Tatsache eines alles beherrschenden Wirisckaftsfaktors wäre keine Neuerst he.־ nt mg in der modernen Wirtschaftsgeschichte: Wer die Entwicklung des modernen Wirtsehuits- Lebens kennt, speziell den Vorbedingungen ues industriellen Aufschwungs seit den 70er Jahren ttadtforscht, der wird die — ökonomisch betrachtet segensreiche Tätigkeit der Banken zu würdigen versichen. Sie waren es, die den oft sehr bedrohten Rücken der wagemutigen und tatkräftigen Industriellen, speziell der Gründerzeit, deckten; ohne die ausreichende Kreditgewährung höcl.stlcistungsfältigcr Institute, v.üre der ungeheure Aufschwung der Epoche des Hodtk.1 pitaäSinus unmöglich gewesen. Wie aber jede Lrsciicimmg des modernen Wirtschaftslebens iure Licht- und Schattenseiten hat, so waren auch liier mit der überaus nützlichen und notwendigen Einwirkung der Banken auf das kapitalistische Wirtschaftsleben, sehr bedenkliche volkswirtschaftliche Folgen verbunden. Ke Banken, speziell die Großbanken, wurden für viele Unternchmutigen, ja sogar für ganze Produktionszweige, zu unumschränkten Diktatoren. Der geringste Widerstand eines abhängigen ,,kreditnörigen“ Unternehmens gegen die Wirtschaftspolitik, speziell Kartellpolitik einer Großbank, hatte oit sofortigen Kreditentzug, ja in einzelnen Fällen organisierten Boykott zur Konsequenz; das letztere dann, wenn die betreffende Großbank Einüull auf die Rohstoff* und Flalbfabrikni-Lietcranten b/.iv, auf den Kundenkreis des eigenbiödlerischcu Unternchmens hatte. Nun ist durchaus nicht einzuschen, warum wir die unzweideutigen und bewährten Vorteile dieses Systems nicht von vorn ine in lür Palästina in Ar» Wendung bringen sollen. Es würde sich ja mit N;11 tt r g e se t z 1 i c h. k c i t in einem a u 1 privat■ kapitalistischer Basis a u f g c b n 111 c n Pal ä s t i n a o h n e 11 i n e n t w i c k e 1 n , nur daß wir dann mit den Vorteilen des Systems auch seine Nachteile in Kauf neiinten müßten, also unsere palästinensisch« Wirtschaft in nie ״Kreditliörigkcit“ einer oder mehrerer privater Groß* bzw. Mitlelbankcn gefesselt wäre, Wenn nun die gleichen Machtmittel f ü r ge nt e i n w i r t s c h a f 11 i c h e Z w ecke von Beginn an gebraucht werden, dann halten sich die, nur noclt für einzelne überall•! gcwinnhtmgrigc Unternehmungen pcin• lieh fühlbaren Nachteile der Kredithörigkeit in volkswirtschaftliche Vorteile verwandelt. Mit anderen Worten: Was überall das Machtinstrument einer kleinen fi1v1nzkapitalistisch.cn Clique ist, kann in Palästina ebensogut und von vorhinein der Regulator und Förderer unserer Nationalwirtschaft werden. Dies hat aber eine ״statttswirisciiaitüchc*־ oder ״ge• nt i sc h t w i r t scha 11 Heit e“ Organisation der Zcrv tralbank zur Voraussetzung3). Staatswirtschaftlich or* ganisiert wäre die Zentralbank dann, wenn die patüstmen- ') Siehe vorige Nummer. . J1 Diese leicht verwirrende Häutung der tcrutmologischen Ausarücke: privatwirtschaitlich, Volkswirtschaftheit, nationabvirtschaitlich, gemischtwirtschaftlich, gemcinwirtschaftlich, staatswirt;,chaiuicii... ist mir selusS sehr peinlich. Aber der einzelne Autor vergrößerte durch eigene. Umänderungen eingebürgerter 1 ac.iaus* drücke erst recht die Verwirrung. Wilhelm Jerusalem, Einleitung in die Philosophie, n. 8. AutL Wien H)ll). Willi. Brauntuiler.!,reis 32,40 K. Dieses in neuer Auflage vorliegende Buch des bekannten jüdischen Pliitosopnen ist eine sein׳ gute gemeinverständLiche Einführung in die Proh'.ctttkomplcxe der Piuiosopäiic, der der Verfasser, seinem empiristisehen Standpunkt gemäß, auch die Soziologie anghedert. Das Judentum;st an mehreren Stellen berücksichtigt, so be: der Darstellung der Entwicklung der Ethik, wo die theologische Ethik des A. 1., der fliora und Propheten, erörtert wird. Audi bei der Geschiciitspliilosophie fehlt nicht der Hinweis, daß die ersten Geschichtsphi 10s'ophen die israelitische״ Propheten waren. — Das Buch enthält eine reicue Fülle von Material und ist daher für den Laien ein sehr brauchbares Lehrbuch. Neu hiiv/ugekommca ist, unter dem Eindruck des Krieges, das Kapitel über soziologische Ethik. Jahvist und Elohist in den K ö 11 i g s b ü c 11 e r n, von Immanuel Benzingcr. Berlin. Verlag von W. Kohlhaimr.er, 1921. (Beiträge zur Wissenschaft vom Alten Testament. Neue Folge. Heft 2.) Die bibelkritische Forschung, wenigstens die Christliehe, hat für den erzählenden Teil der fünf Bücher bis mm l. bamuclbuche zwei Qucilschriften erkan die nach der verschiedenartigen darin vorkommend Verwendung des Gottesnamens kurz als ״J ah vis und ״Elohist“ bezeichnet werden. Es ist von wisser Bedeutung, diese Quellschriftcn hinsichtlich i sprunghehkett, Abfassungszeit lind Tendenz zu erkenn belli« hat zuletzt den Abschluß des dem Südreiche a Juda, angchorigcn Jahvisten in den Beginn der Kec rungszeit Salomos verlegt, er wäre danach eine v Standpunkte der südlichen Stämme geschriebene ( schichte bis ztim Tempelbau. Das Werk des Flohis wurde in der letzten Zeit als gegen S00 v. Chr geschlossen betrachtet. Für die folgenden Bücher Kontp nahm man eine größere Anzahl biographisc Quellschrittert aa Hiergegen wendet sielt nun Benzin und sucht darzutun, <faß der Befund in den Koni buchern zu der Annahme berechtigt, daß auch ih fahv!st und Elohist als Quellschriftcn zugrunde gcle naben. Er glaubt die eigentümliche sprachliche A ufe vcrscltiedene Geschichtsauffassung bei Verfasser in einzelnen Partien sowie in neu aufgedeck