Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 51 (28.6.1921)
- Date
- 1921-06-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 51 J U EDI SCH E RUNDSCHAU Seite 365 Ü urch 'mein gen. ber teils Vordie gen, ׳der fcht, der traft beber- :neu und »ge zem sen. clier nucl t c n Fasde“ au“ wie e: ' aten sehr ern, i s. ung gen. ge• gen itraiter. ird Ute ge ent• ört■ die die de• von ,der die bergte: d n 7, ksc ssc. soll 25. Aorika, rik:1 *sch e n, ein Ziel lent aily ngs an• 7»n tcrhin• 6ahl i n iese icxv 1to- ,che der tem amder hes nud eine Das eronn talder stcr- •isi- 5aden jt•• Der J&dische Nationalfonds im Jahre 1920 Von Dr. Erwin Michel Das Hauptbüro des Jüdischen Nationalfonds int Haag gab vor kurzem einen Rechenschaftsbericht über den Spcndenertrag des Jahres 1921) heraus, der sämtlichen /joni*tischen Organisationen als vorbildlich gelten sollte. Abgesehen davor*, dal! eine ausführliche Darstellung der geleisteten Arbeit und ihrer Ergebnisse an sieh schon erfreulich ist, legt der vorliegende Bericht Zeugnis ab von einer straffen, zentralistischen Organisation, die in sämtlichen von ihr erfaßten Oebieten initiativ und Riehumg gebend arbeitet. D.1Ö das Hauptbüro hierbei an seinen Unterorganen, den einzelnen Landcsstellen und N.-l;.-Konu11issioncn eine durchaus nicht immer günstige Kritik übt, das beweist seine Objektivität und darf mit Befriedigung festgcstcllt werdem Die Sammlungen des Jahres 1920 haben insgesamt (! (!37 000 franz. Francs ergeben, also den Ertrag van 10P>, da sich auf 5 551 300־ Francs belief, erfreulicherweise um 71 überschritten. Das Hauptbüro ist mit diesem Resultat jedoch nicht zufrieden, da weder das von l>r. Wei/mann im Februar 1920 aufgestelite Ziel von 1 Miläon .C, noch das vom Hauptbüro selbst geforderte Kontingent von!3 Million .0 für 1920 erreicht wurde. Der geringere Erfolg wird mit der schweren Wirtschaftliehen Zerrüttung gerade in den Ländern, m denen die Mehrzahl des jüdischen Volkes lebt, sowie mit der Valutaentwcrlung in den Ländern Zcntraleuropas überzeugend begründet. Es sei noch bemerkt, daß in dem angeführten Gesamtergebnis des Jahres 1920 nicht die 20 ",0 enthalten sind, die dem Jüdischen Nationalfamls aus den Erträgnissen des Keren Hajessod zu stehen. Trotz der vorhandenen Schwierigkeiten hat der N.-F, auch in* verflossenen Jalire sein territoriales Arbeit*• gebiet erweitert. Die vom Hauptbüro veranstalteten l’ropagan.Iareisen zur Erschließung ferngelcgcner, dem N.-F. bisher nicht zugänglich gewesener Länder zeigen in den Rubriken ״China, Australien und Neu- Seeland“ bereits die ersten ziffernmäßigen Erfolge. Auch der übrige Orient, so Mesopotamien, das alte Arant Naluraim und vor allem Erez-lsrael weisen eine erfreuliche Vennehrung ihrer Nationalfonds״ spenden auf. Sämtliche Ergebnisse sind in einer Tabelle zusammeugefaßt, von der hier aus Raummangel nur die ersten 0 von ■12 Ländern wiedergegeben werden können. Die verschiedenen Währungen der einzelnen Länder sind in dieser Tabelle in C bzw. Frcs, umgerechnet. J. N.-F.•Spenden 1919 und 1920, verglichen nach Ländern Land 1920 Anzahl der Juden 1920 Spenden '״ £ | Francs 1919 Spenden in Francs 1920 ¬ו¬ bzw.— In % 1920 per Kopf cts. 1. Verein. Staaten 3 300000 40029 2391 700 1 332000 I- 80 72?. England 300 000 19 610 1171700 755 500 55 391 3. Argentinien 110 060 15 364 918 100 303100 203 835 4. Ch1n«(Shanghal) 2 500 12 700 758800 6400 •11762 30351 S. Mesopotamien 60000 10396 621 200 — nea 1035 6. Deutschland 600 000 8275 4914C0 418 700 + 18 82 Im ganzen ergaben sich bei einer geschätzten Gesamtzahl von 15 Milüoncn Juden für das JaJir 1920 161 320 £ -000 647 9 ־ Francs Einnahmen, d. b. auf den Kopf 64 cts; gegen das Vorjahr, das mit 5 551 500 Francs abschloß, also eh* Mehr von 74 0/0. So erfreulich und zweifellos interessant diese Gegen■ Überstellungen und Errechnungen auch sind, so muß doch bei der Bewertung dieser Statistik erhebliche Vor• sicht empfohlen werden. Wenn man aus den Ziffern- ,mäßigen Gegenüberstellungen der Ergebnisse in den beiden Jahren Rückschlüsse auf die Bewertung der Arbeit in den einzelnen Ländern ziehen wollte, so käme man zu falschen, zumindest irreführenden Rcsultaten. Bei der Umrechnung der Erträge in Franc9, die lediglich das wirtschaftliche Ergebnis der Sammlungen im Auge hat, kann naturgemäß die in den einzelnen Ertragsjahren sieh stark verändernde Valutaentwicklimg nicht die notwendige Berücksichtigung finden. Infolgedessen vernachlässigt die Gegenüberstellung der Spendenertrage 1919 und 1920 vollkommen die Tatsache, daß Im Jalire 1919 bei der Umrechnung in Francs ein ganz anderer Umrechnungskoeffizient in Frage kam als im Jahre 1920, daß also z. B. die Mark gegenüber dem Franc im Vorjahre wesentlich günstiger bewertet wurde. Die für Deutschland angegebenen Zahlen zeigen deutlieh, welche Verzerrung durch die vorliegende Statistik entstehen mußte. Die Umrechnung in Francs ergibt für Deutschland nämlich nur einen Spendcnzuwaclis von IS 0/0 gegenüber 1919, während ein Vergleich der MarkcrträgiiMsc zeigt, daß der deutsche Spendenertrag iin Jahre 1919 1 Million, i!m Jahre 1920 rund 1,7 Millionen betrug, also um 70 °/0 zugenommen hat. Wenn man auch zugeben muß, daß für das Hauptbüro des Natior fotvds lediglich der wirtschaftliche Endeffekt maßgebend sein darf, der sich nur in der Umrechnung auf eine Währung erkennen läßt, so dürfte es doch zur Bewertung der in den einzelnen Ländern geleisteten Arbeit angebracht sein, die zweite Tabelle des Berichtes, welche die Erträgnisse von 1920 in den Landeswährungen aufführt, ebenfalls durch Gegenüberstellung zweier Ertragsjahre und Angabe der prozentualen Steigerung oder Verminderung zu erweitern. Ich bin mir wohl bewußt, daß auch eine derartige Statistik eine ähnliche Fehlerquelle aufweist, wie die des Hauptbüros; denn die innere Kaufkraft des Geldes in den einzelnen Ländern läuft mit den Valutanotierungen nicht parallel. Dem kritischen Leser würde aber die Vorlage beider Statistiken eine Bewertung der tatsächlich in den einzelnen Ländern geleisteten Arbeit wesentlich erleichtern. Die in der Tabelle auf geführte Kopfquote ist zweifellos sehr interessant, und ihre Errechnung sollte auch in den späteren Berichten fortgesetzt werden. Trotzdem darf auch diese Rubrik nur mit Vorsicht bewertet werden, da die Quotenberechnung durch große Einzelspeiulei* zu recht irreführenden Resultaten fuiiren kam*. So liat z. B. die Kopfquote für China, die mit 30 353 Cent, auffällig hoch ausgefallen ist (worauf das Hauptbüro übrigens besonders hinweist), ihren Grund nur in •einer unverhältnismäßig großen Einzclspcndc, Immerhin ist diese Rubrik schon deswegen sehr wertvoll, weil sie zeigt, daß dem J, N.-F. eine Jahrescinnahme von etwa 160 Millionen franz. Francs zuflicßcn würde, wenn die Juden aller Welt 90 viel spendeten, wie es diejeivigcn Australiens im Jahre 1923 getan haben. Der Bruttodurchschnittsertrag pro Kopf der jüdischen Gesamtheit beziffert sich in französischen Centimes auf 64, so daß sich Deutschland mit seiner Kopfquote von 82 Cent.־ trotz seiner ungünstigen Valuta nicht uuerheblich über diesem Durchschnitt bewegt. Der Bericht enthält ferner ein interessantes Diagraittm, in welchem die Jahreseingänge des J. N.-F. von 1902—1920 dargcstcllt sind. Unverkennbar ergibt sich ezr:::׳. Setzt die Schekelsammlung mit aller Energie fortl Die Zionistische Vereinigung für Deutschland muss mindestens autbrlngonl ans der Betrachtung der Kurve die unaufhaltsame Aufwiirtsenhvicklimg der Einnahmen, die sogar durch Katasitrophen wie die Uganda-Krise 1903, Herds Tod 1904, ja selbst den Ausbruch des Weltkrieges nicht beeinträclv tigt wurde; ebenso augenfällig kt der besonders steile Aufstieg seit der Balfour-DckLaration. Ein zweites Diagramtn stellt die Gesainstmnme aller seit 1902 aufgebrachten Nationalfond »■Spenden, addiert am Ende jedes Jahres, dar; cs schließt mit einem Totale von mehr als 27 Millionen Francs, beredinet bis zum Schluß des Jahres 1920. Erwähnt wurde bereits eine weitere Tabelle, die die Nationalfonds-Spcndei* der einzelnen Länder in den Währungen dieser Länder enthält. Die Tabelle zeigt die außerordentlichen fiuauztcchnisehen Schwierigkeiten, welche die Nationalfond »•Zentrale durch die Vielfältigkci<t der Währungen zu überwinden hat. Eine bildmäßige Gegenüberstellung der Kopfquote einiger Länder In Form des alten jüdischen Schekels, die dein Bericht außerdem beigegeben wurde, ist zum mindesten intcr• essant. In einem vierten Diagramm werden ferner die Leistungen der einzelnen Erdteile statistisch dargcstellt; an dem Gesamterträgnis sind 1920 beteiligt: Amerika mit36°/0; Afrika mit 3 °/0; Asien mit 17 0/0; Australien mit 2°/0; Europa mit 42 ";0. Endlich gibt noch ein letztes Dia gramm mit entsprechender Tabelle einen bemerkenswerten Ueberblick über den Anteil der einzelnen Sammelmittel an dem Gesamterträgnis, berechnet sowohl in absoluten Zahlen nach Ländern geordnet, wie in prozentualer Beziehung, An der Gesamtsumme des Jahres 1920 waren beteiligt: Allgemeine Spenden mit 4100׳; Land spenden mit 33 ״/o; Büchsen mit 7 0/0; Bautnspenden mit 6 %; Goldenes Buch mit 6 0/0; Sclbstbestcucrung mit 5 °/0; Marken und Telegramme mit 2 0jo, In sehr ausführlicher Weise beschäftigt sich dann der Bericht des Hauptbüros mit der Arbeit in den einzclnen Ländern, zu denen er kritisch Stellung nimmt. Er weist hierbei auf den teils organisatorischen, teils methodischen Mangel der Arbeit in den einzelnen Ländern h:1* und macht praktische Abänderungsvorschläge. ־ Zusammenfassend kann man feststellen, daß der Rechenschaftsbericht das hält, was er mit seinem Namen verspricht: er gibt wirklich Rcchenscliaft über die Arbeit des Berichtsjahres, *und man kann die Leistung, die ln der Herausgabe eines solchen Berichtes Legt, nur in durchaus günstigem Sinne beurteilen. Blldcrbroschüre ״Das neue Palästina“. Außer seinem monatlich erscheinenden Mitteilungsblatt ״Das neue Palästina“ läßt nunmehr derKerenHajessod, Abteilung für Zentraleuropa, auch eine illustrierte Bio• schüre gleichen Namens erscheinen. Das Heft bringt 12 Bilder aus dem neuen jüdischen Palästina, die ein fesselndes und anschauliches Bild des Lebens im Lande Israels geben. Besonders wirkungsvoll ist die Gegen• übcrstelhmg des neuen jüdischen Jaffa mit einem Bilde aus dem Jahre 1909, welches den Sandhügel zeigt, auf dem sich nunmehr T e l - A w i w erhebt Die weiteren Bilder zeigen namentlich die Entwicklung des jüdischen Lebens auf dem Lande, dann auch die Tätigkeit der Chaluzim beim Wegebau, beim Austrodaien von Sümpfen usw. Der Preis der deutschen Ausgabe der Broschüre beträgt 40 Pfennige, während die binnen kurzem erscheinende Ausgabe in jüdischer Sprache 50 Pfennige kostet. Der Preis ist angesichts des reich* haltigen Bildermaterials erstaunlich billig. Die jüdischen Ingenieure und die Aufbauarbeit des Keren Hajessod Die Friedenskonferenz von San Remo hat dem jüdischcn Volke der Umwelt gegenüber Pflichten auferlegt, die in ihrer Größe mir noch von den Vorpflichtungen übertroffen werden, die der erste Zionisten- Kongreß von 1897 der Zionistischen Organisation dem jüdischen Volke gegenüber auferlcgtc. Während aber der Zionismus durch seine politischen Erfolge es vermacht hat, dem jüdischen Volke die öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte in Palästina zu erringen, liegt es nunmehr dem jüdischen Volke ob, der Umwelt zu beweisen, daß cs auch willig und fällig ist, eine eigene, selbständige und gerechte Wirtsduft aufzubauen und neue Kulturwerte zu schaffen. Aus den Bestimmungen des englischen Mandates über Palästina geht klar hervor, daß der Völkerbund es dem jüdischen Volke anheimgestellt hat, aus Palästina insofern ein jüdisches Land zu madieu, als es dazu aus eigenen Mitteln und Fähigkeiten imstande ist. Sollten diese Mittel und Fähigkeiten versagen, so dürfte das Land naturnotwendig zu einem arabischen werden. In richtiger Erkenntnis dieser Lage wurde der Keren Hajessod geschaffen, über dessen Organisation und Aufgaben an anderer Stelle Näheres genug zu iütden sein wird. Da aber der Keren Hajessod, aus dessen Mitteln der Aufbau Palästinas finanziert werden soll, eine Reihe von großen technischen Arbeiten durdizuiührcn haben wird, wie denn überhaupt der Aufbau der palästinensischen Wirtschaft letzten Endes die Arbeit von Arbeitern, Ingenieuren und Technikern sein wird, sei es gestattet, daß hier auch von technischer Seite dazu Stellung genommen werde. Bis noch vor wenigen Jahren hat es zwar jüdisdie Techniker gegeben, aber noch keine jüdisdie Technikersclvaft. Erst nachdem die Aussichten auf eine praktisdie Arbeit in Palästina sich durch die politisdien Erfolge des Zionismus erweiterten, schlossen sich in den verschiedenen Ländern die Ingenieure, Chemiker, Architekten, diplomierte Landwirte und Techniker zu zionistischen oder jüdischen Technikerverbänden, je nach der Homogenität ihrer Mitglieder, zusammen. So entstanden in Deutschland und in Amerika, Palästina, Galizien, Oesterreich, Tschechoslowakei, Holland, Schweiz und wohl in noch anderen Ländern Vereinigungen von größerer oder kleinerer Mitgliederzahl, von denen die ersten drei Verbände die größten sind. Es stellte sich dabei heraus, daß unter diesen organisierten Ingenieuren eine ganze Anzahl von hervorragenden Fachleuten und Praktikern sich befindet, die ein fachliches uni persön« liches Interesse an den verschiedenen technischen Problemen Palästinas haben, und von denen einzelne auch von der Leitung der zionistischen Organisation zur Bearbeitung oder Begutachtung einzelner technischer Aufgaben herangezogen worden waren. ln Anbetracht der Bedeutung der technischen Arbeit für den Aufbau Palästinas und in Hinsicht auf einzelne auf diesem Gebiete bereits gemachten Felder könnte cs nur begrüßt werden, wenn die jüdische Techniker- Schaft der ganzen Welt sich zusammenschließt und sidt dazu anschickt, vor der zionistischen Öffentlichkeit und zum bevorstehenden Zionistcnkongreß Forderungen aufzustellen, durch die erreicht werden soll, daß sie in technischen Dingen mit bestimmen soll und zu einer zweckmäßigen Verwendung des Keren Hajessod mithilft. Die Gefahr liegt nämlich zu nahe, daß der Beamtenapparat, den sich der Keren Hajessod für die Propagicrung seiner Idee und für die Einziehung der Zeich. mmgei! geschaffen trat, allmählich dazu übergeht, auch über den gesammelten Fonds zu verfügen und dessen Verwaltung ganz an sich zu reißen. Demgegenüber muß iestgcstellt werden, daß dieser Beamtenapparat in seiner Gesamtheit bloß der Propagierung der Idee des Keren Hajessod und der Organisation der Fondssammlung zu dienen hat. Bei der Verwaltung dieses Fonds müssen neben Volkswirtschaftlem und den unvermeidlichen Juristen auch Ingenieure herangezogen werden. Die Zuziehung der Techniker zur Verwaltung von Volks- ' vermögen hat sich in den letzten Jahren immer mehr zu einer Notwendigkeit erwiesen, und auch in Deutschland beispielsweise ist man dabei, Ingenieure in leitende Verwaltungsstellen zu berufen und besondere Abteilungen für Verwaltungsingenieure bei den technischen Hochschulen zu errichten. Bei der Verfügung über die Gelder des Keren Hajessod für technische Arbeiten muß ein technisches Zentralamt mit entscheiden. Das bereits bestehende, t aber in seiner Existenz bedrohte Technical Department in Jerusalem muß dazu ausgestaltct werden. Dieses technische Zentralamt hätte die technischen Bedürfnisse des Landes festzustellen, Unterlagen für die Durchführung der verschiedenen Kolonisationsprojekte zu schal fen und Lösungen für die sich ergebenden technischen Probleme zu suchen. Außer dieser Initiativarbeit hätte es Anregungen von technischer Seite in Empfang zu nehmen und auszuwerten. Dieses technische Zentralamt hätte Preisausschreiben zu veranstalten, um die beste technische Lösung für die von ihm gestellten Probleme durch Wettbewerb der interessierten jüdischen wie nichtjüdischen Techniker- Schaft heranzuziehen. Die Ausführung von Projekten hätte ebenso wie es in allen Kulturländern üblich ist, nur nach Berücksichtigung der Stellungnahme der interessierten Technikerschaft zu erfolgen. Daß diese Forderung von sehr aktuellem Wert ist, kann am besten durch Hinweis auf das vielbesprochene Ruthenbergsehe Projekt bewiesen werden. Alle Welt spricht davon; ein prominenter Beamter der Zionistischen Organisationreist umher und erzählt Wunder über die Elektrifizierung fast ganz Palästinas durch die Ausnützung von