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Jüdische Rundschau · 1921-06-28 · Heft 51 (28.6.1921) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 51 (28.6.1921)
Date
1921-06-28
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 364 Nr. 51 JUEDISCHE RUNDSCHAU eine Million Dollarbar cingezahlt sein wird. Die Verwendung dieser Million ist folgendermaßen in Aussicht genommen: 200 000 für N.-F., 200 000 für Ruilienbergprojekt, O.0Ö (JOO iür Agrarbank. Nach dem Kongreß muß eine Delegation, bestehend aus 15 unserer besten Menschen nach Europa und Amerika gehen, die zweifellos sehr große Summen aufbringen wird. Die Sitzung des Zentralkomitees (Aussprache mit Ussischki») wird Montag vormittag fortgesetzt. Eric! aas der Schweiz (Von unserem N. W.-Kora-spondentcn.) Anfang Mai hielt Herr Dr. Erich Marx Vortrag Das Schicksal des ״Juden“ Wie uns der Jüdische Verlag mittcilt, hatte die bisherige Aktion, die die Gewinnung neuer Abonnenten für die von der Gefahr der Einstellung bedrohte Monats- Schrift ״Der Jude״ bezweckte, trotz mancher Einzelerfolge noch nicht jenes Ergebnis, welches allein die Weiteriiihnmg der Zeitschrift sichern kann. Allgemein und übereinstimmend wurde dem Verlag aus den verschicJcncn Liimicrn mitgetcilt, als welch großen und unersetzlichen Verlust man das Eingehen dieser einzigeti Zeitschrift empfindet, die heute dem Zionismus zur Wciterfülirung und Durchbildung seiner Theorie und dem Judentum zur Darbringung eines objektiv einwandfreien Tatsachenmaterials gegenüber der antisemitischen Verhetzung noch zur Verfügung stellt. Leider sind jedoch diesen Kundgebungen des Bedauerns und der Einsicht in die unbedingte Erforderlichkeit der Zeitschrift vielfach nicht die notwendigen Taten gefolgt. Es ist aber fcstzustcllcn, daß andererseits auch eine ganze Anzahl von Ortsgruppen und Einzelpersonen bemüht war, uns wirksam in der von uns unteruommenen Aktion zu unterstützen. In Deutschland sind insbesondere die kleineren Ortsgruppen mit gutem Beispiel vorangegangen, so ist vor allem Erfurt zu erwahnen, von wo der Jüdische Verlag eine bei der Größe des Ortes und der Ortsgruppe sehr beträchtliche Anzahl von Neu-Abonnements erhielt. Uebcrdies sammelte ein Mitglied dieser Ortsgruppe bei dem Kasseler Jugemitag außerdem eine größere Anzahl von Abonnejnents. Auch Hannover, Halberstadt, Halle, Elberfehl, Orteisburg u. a. hatten mit ihren Bemühungen Erfolg. Diese Beispiele und manche andere zeigen, daß es durchaus möglich sein muH, eine größere Anzahl von Abonnenten auch in anderen Städten aufzubringen. Leider kann die Beobachtung gemacht werden, daß insbesondere aus den großen Städten mit ihren zahlreiche Mitglieder umfassenden Ortsgruppen noch die wenigsten Neu-Abomiements eingegangen sind. — Im Auslände zeigt sich ebenfalls ein sehr großes Interesse, das durch die Erkenntnis von dem drohenden Verlust wachgerufen wurde. Aus Böhmen schrieb ein Student dem Jüdischen Verlag, cs wäre ״eine Schmach und Schande", wenn ״Der Jude“ ciugchcn müßte, und er wolle es nicht nur beim Reden bewenden lassen, sondern in seiner freien Zeit im ganzen Lande hcrumreisen, um Abonnenten zu sammeln. In der Tschechoslowakei hat sich auch der Chaluzim-Vcrbaad in den Dienst der Aktion gestellt. Es werden für diesen Staat als Gesamtzahl mindestens 500 neue Bezieher in Aussicht gestellt. Aus Ungarn überwies ein Budapcster Gesinnungsgenosse sofort den Betrag von 1000 M. und erklärte, mindestens für diesen Befrag Neu-Abonnements sammeln zu können. Wenn in einem solchen valutaschvvaclieu und von permanenten Judenverfoi- Rungen heimgesuchten Lande diese beispielgebende Anteilnahmc an den Bemühungen, den ״Juden“ zu erhalten, möglich ist, dann muß es unverständlich bleiben, warum gerade die Länder mit besserer Valuta und günstigeren äußeren Bedingungen die erforderliche Mindestanzahl an Abonnenten für die repräsentative Monatsschrift des Zionismus und des modernen Judentums überhaupt nicht aufbringen können. Daß auch in nichtzionistischen Kreisen man sich dessen bewußt ist, daß das Eingehen dieser Monats- Schrift einen gesamtjüdischen Verlust bedeuten würde, dafür mag folgende Tatsache als Beleg dienen; Ein hervorragender nichtzionistischer deutscher Rabbiner hat sich bereit erklärt, in seinem Bekanntenkreise Abonnements zu sammeln. Er tat dies in der Einsicht, daß der ״Jude“ kein zionistisches Organ nach der Parteischablone ist, sondern eine freie Tribüne, die auch gegnerischen Ansichten zur Verfügung steht und deren Wert als ein geistiges Repräsentativorgan für das gesamte Judentum unbestreitbar ist. Wie der Verlag uns bekanntgibt, ist jedocli trotz dieser und anderer schöner Teilerfolge erst die Hälfte der unumgänglich notwendigen Neu- Abonnements, nämlich erst zirka 600, gesammelt, Auch wenn vorausgesetzt wird, daß sämtliche früheren Abonnenten ihr Abonnement erneuern, ist infolgedessen die Gefahr der Einstellung noch nicht abgewendet. Es wird daher an alle diejenigen, die an geistigen jüdischen Dingen ein wirkliches und auch ein werktätiges Interesse haben, nochmals der dringende Appell gerichtet, nicht zuzulassera, daß eine Zeitschrift?Cdcutunf! illT Erscheinen einstellcn die der ZiSmS tlÄ.wissenschaftliche Revue, Jerusalc Vorsitz heute noch besitzt, verloren Die Adresse des Jüdischen Verla״s Ab+1«• Jude“, ist Berlin Nw'7, DowheS. 35׳ % geht, ״Der Dr. Eliasch, bis Waad Hazirim־i1 ״Äm™.0«״»»«*retär des ruckgetreten und hat sich ’ anwalt niedergelassen. ' m von seinem Amt zu- Jerusalem als Rechts- Ul Zürich einen Vortrag über den Keren Hajcssod. Das Kartell der zionistischen Studenten ״Hecliawcr“ hat seine Mitglieder, die durch Privatunterricht ihren Unterhalt verdienen, verpflichtet, die Honorare, die zur Deckung des Existenz!״ ininrus nicht mehr nötig sind, an die Verbandskasse für den Keren Hajessod abruliefern. Die Vereinigung jüdischer Forscher, Schriftsteller und Künstler ״Ha r 11 a ch“ hat beschlossen, den Landes- Verhältnissen in der Weise Rechnung zu tragen, daß sie ihren Namen änderte. Sie heißt nunmehr (, Verein!- gung jüdischer Geistesarbeiter in der Schweiz“, was besagen will, daß sie auch gewillt ist, jüdische Aerzte, Advokaten. Techniker, Lehrer, die sonst unorganisiert bleiben, als Mitglieder aufzuuclimen sofern diese den programmatischen Standpunkt der Vereinigung teilen, gegen die wirtschaftliche Geringschätzung und Aus- Deutung geistiger Leistungen dort, wo cs notwendig ist, aufzutreten und solidarisch für die Interessen der Angehörigen intellektueller Berufe eiuzutreten. Unter Mitwirkung der eben genannten Organisation hat sich vor kurzem eine ״Schweizerische Gesellschaft zur Förderung der jüdischen Nationalbibliothek in :11cm, ״P r o b i b I i o 111 e c a j u d a i c a“ un ter dem de!; Kantvmschulprofessors Arthur Hirsch gebildet. Es ist ihr gelungen, für das Kuratorium eine Reihe angesehener Persönlichkeiten, zu gewinnen, darunter jüdische Universitätsprofessoren in Zürich, Hasel, Bern wie Leon Ashcr, Julius Land mann, Fritz Ephraim, Alfred Stern, Arthur Wreschner, Männer, die sonst keine Gelegenheit haben, am jüdischen Lehen in der Schweiz teitzunehmen, sidi aber vorbehaltlos bereit erklärten, die Bestrebungen zur Schaffung einer jüdischen Bibliothek in. Palästina, die wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werden Raun, zu unterstützen. Zahlreiche Bücherspenden aus akademischen Kreisen sind schon eingelauten. Die Sctnveizerische Gesellschaft ist der Ansicht, daß ehestens eine Arbeitsgemeinschaft mit den das gleiche Ziel vertobenden deutschen, österreichischen, lettischen und in anderen Ländern zu gründenden Komitees liergestellt werden müßte, um eine vernünftige Arbeitsteilung und die Feststellung eines bestimmten Arbeitspensums herbeizufiihrcn. Dali in der Schweiz noch viel geduldige Arbeit zu verrichten ist, tun die latenten Krätte in der hiesigen Judcnheit zu wecken, mag daraus zu ersehen sein, daß die ״jüdische Bibliothek und Lesehalle in Zürich“, die ein dankbares ostjüdisches Publikum besitzt, stets mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat und sich sogar gezwungen sah, ihren Bücherbestand einzulagcrn, da sich keine offizielle Stelle darum be kümmert, für diese Institution ein Lokal zu schaffen, oder zur Verfügung zu stellen. Es muß sich hier erst die Ucbeiv.eugung durchtiiigen, daß ein Judentum ohne geistige Impulse keinen Bestand hat. Dagegen haben die Schweizer Juden für die Angelegenlieitcii traditioneller Hilfeleistung größeres Verständnis. Nach längeren Vorbereitungen gelang es, einen ,Verband d e r J 11 d c« in der Schwei z" ins Leben zu rufen, der sieh in erster Linie die Aufgabe stellt, sein Augenmerk der jüdischen Emigration, soweit die Schweiz davon berührt wird, zu widmen. Diese hat längst aufgehört, ein Eiinvniulemngsgebict für die Ostjuden darzustellen, im Gegenteil lichtet sich wegen der schweren wirtschaftlichen Krise und der abweisen■ den Fremdenpolitik der Behörden die ostjüdische Kolonie zusehends. Hier .einzugrciieii und zu helfen ist ebenso notwendig, als den ostjüdischeu Amerikafahrern, die übe! beraten ihren Weg durch das den Reise Pfennig verschlingende Schweizerland nehmen, zur Seite zu stellen. Der neue Verband, der seine Entstehung der unermüdlichen Aufklärung des Ingenieurs S. Ginsbürg verdankt, hat jedoch weitergehende Ziele, indem er verkündet, nach der Formulierung der Alliance all ״den Juden wirksame Hilfe angedeiheii lassen zu wollen, die in ihrer Eigenschaft als Juden leiden!“. Er wäre auch berufen, das Parlament für Ost- und Wcstjuden in der Schweiz zu werden, eine Stelle, die zur Ausgleichung von Mißvciständnisscn und Verständnislosigkeiten sehr zu begrüßen wäre. Dann wird auch jener Kommentator der Volkszählung in Züridi, das am 1. Dezember 1Q20 655S Juden, d. s, 3,2«0 der Gesamtbevölkerung, belierbergie, nicht recht haben, der neulich in der N, Z. Z, meinte, den weggezogenen Ostjuden werde ״niemand eine Träne nacliweineu, auch der Teil der.israelitischen Einwohnerschalt nicht, der eingesessen ist und sich mit uns assimiliert hat“. Vor einiger Zeit haben sich die Abkömmlinge der Familien, die aus den zwei Stammgemcindm der Schweizer Juden, den aargauischen Dörfern Leng- 11 a u und E n d i n g e n, stammen, zusammengeschlossen zu einem ״Verein zur Erhaltung der jüdis cli en Altertümer in der Schweiz“, der vor allem anderen die Instandsetzung des alten Judenfried־ hofes und der Synagogen der genannten Orte besorgen will. Für den 26. und 27. Juni ist der Delegiertentag des Schweizerischen Zionistenverbandes nach Zürich einberufen. 111 der Hauptsache wird es sich darum handeln, die Keren Hajcssod-Aktion in Intensität und Tempo energischer zu gestalten. Die Wahlen zum Kongrell werden keine großen Leidenschaften ausl&sen. Die Landsmannschaft ist klein, das Gros ihrer Anbänger rekrutiert sielt aus der ersten und zweiten Generation emgewandertcr Schichten, die formal west-!ich orientiert sind. Die Zahl der Delegierten wird nicht groß sein; von einer planmäßigen Schekelpropaganda ist nichts zu merken. In den letzten Monaten haben sich die Turnvereine, die allgemach auch an Mitgliedcrsdiwund litten, voranlaßt gesehen, vor dem Siegeszug des Sportgedankens zu kapitulieren. Sie richteten Sportsektionen ein mit dem Erfolg, daß sich die Zahl der Mitglieder verdoppelt und verdreifacht. In diesem wie in allen anderen Fällen erweist sich die Beobachtung als richtig, daß das Schweizer Judentum aus sich heraus nicht schöpferisch ist. Anlagen, die etwa vorhanden sind, bedürfen der Erweckung durch Anregungen, die durdi Emissäre aus Zentren mit einem stärkeren jüdischen Leben persönlich hierher gelangen. Deshalb ist es auch'zu Iw grüße 11, daß Martin Buber im nächsten Winter der Einladung des Hediawcr-Kartells zu entsprechen gewillt ist, in mehreren Städten Vorträge zu haben. Die Hauptsache bleibt es, in die Dumpfheit Zweifel zu werfen, Bewegung zu erzeugen, damit die Schweizerische Judenhcit die Stagnation zweier Jahrzehnte durch eine rasche Entwicklung ausglcicht, um befähigt zu sein, an den großen Aufgaben der Gegenwart proportional ihrer Zahl und Vcrmögeaskraft nützuwirken. Herbert Samuels Deklaration Richtigstellungen Der palästinensische Mitarbeiter der ״J. P, Z." berichtet; Da der von der Zionistischen Organisation übermittelte Auszug der von Samuel am 3. Juni gehaltenen Rede nur die politischen Aeußerungen Samuels — und uj c 11 hier fehlen einige nicht unwichtige Bemerkungen — übermittelt, sei liier in kurzem nochmals auf manche Ausführungen Samuels hingewiesen. Vor allem nahm es Wunder, daß ein von nichtjüdischcr Seite stammendes Telegramm zu berichten wußte, Samuel hätte auch die ins Luid gelangenden B o 1 s c h e w i s t e n erwähnt und daß dieser Passus in der zionistischen Fassung gänzlich fehlt. Aber auch der ״Jewish Chronide“ und nach diesem die Berliner ״Jüdische Rundschau“ bringen diesen Passus nicht im genauen Wortlaut, wie es Samuel tatsächlich gesagt hat Samuel erklärte: ״Unter denen, die neuerdings nach Palästina gelangten, gab cs eine gewisse Anzahl von Leuten und, wie mir berichtet war, war dies nur eine sehr kleine Zahl im Verhältnis zu allen Einwanderern, die die schädliche Lehre des Bolschewism u s propagieren, Lehren, die allgemeine Zerstörung zur Folge haben in den Ländern, in die sie cindringen. Die Mitglieder dieser Sekte, die in Erfahrung gebracht worden sind, wurden verhaftet. Diejenigen - von ihnen, die Fremde sind und die keiner Bestrafimg wegen Teilnahme an den Unruhen in Jaffa unter, liegen, werden ausgewiesen werden. Man wird ängstlich darauf bedacht sein, daß Leute dieser Art :nicht nach Palästina gelangen.“ Noch ein zweiter Passus des ursprünglich veröffentlichten Textes deckt sich nidit mit dem amtlichen Wortlaut von Samuds Rede, und zwar eine Stelle, die uns Juden ganz besonders schmerzlich berührt hat, die Frage der Unmöglichkeit einer M a s s e n e i 11 w a n d c - rung nach Palästina., Die fehlenden wenigen, van uns unter Anführungszeichen gesetzten Worte — der Ton macht die Musik — lassen diesen Passus weniger apodiktisch erscheinen, um so mehr, als ja eben die seinerzeit getane gleichlautende Acußerung Samuels überhaupt keinem Widerspruch begegnet ist. Samuel sagte: Was die Immigration anbelangt, ״so habe ich schon in meiner Begrüßungserklärung vom 7. Juli vorigen Jahres erklärt“, daß man diese den vorhandenen Arbeitsmöglichkeiten anpassen müsse. Rückreise Weizmanns nach Europa Weizmann, der jetzt Westkanada besucht, soll dort bis zum 20. Juni verbleiben und sodann am 25. Juni in Begleitung von Untermeyer, des Vorsitzenden des Keren Hajcssod-Koinitees in Amerika, sich nach Europa einschiffen. Wie Weizmann in Amerika erklärt hat, gedenkt er bald, nicht später ah zu Rosch Haschanah, nach Amerika z 11 r ü c k z 11 k e h r e n, um dort 90 lange zu verbleiben — möge es auch ein Jahr oder mehr dauern — bis er das sich gesteckte Ziel erreicht hat. (J. P. Z.) Englands Orientpalitik. Der Haager Korrespondent des ״Rcrl. Tagcbl,“ berichtet im Anschluß an ״Daily Mail“ über die Konferenz in Chccqucrs, bei der allerdings Chamberlain und Churchill fehlten. ״Sämtliche anwesenden Minister seien Verfechter der von Cur/ön und Lloyd George verfolgten Politik, die auf Unter- Stützung aller intitürkischen Bewegungen im Osten hinausläuft und Indien mit Aegypten durch eine Anzahl autonomer, aber unter englischem Einflu ß stehender Staaten verbinden will. Diese Politik hängt eng mit dem Programm des Großgriedicntums, des Zionismus und einer armenischen Autonomie zusammen.“ Eine Konkordanz der Mischna Während die Bibel-Konkordanzen, die systematische Sammlung des gesamten Wortsclwtz.es des Buches der Bücher, seit langem für die Bibelforschung von größtem Nutzen sind, fehlte es bisher an einer solchen Sammhing für den Talmud, Wie Prof. Ludwig Blau in der ״Deutsche Literaturzeitung“ mitteilt, ist nun ein solches Unternehmen für den wichtigsten Teil des Talmud im Entstehen begriffen. Es erscheint nämlich eine vorzüglich gearbeitete Konkordanz der Mischna. Das gesamte Qucllenmaterial dieses bisher noch wenig erforschten Werkes wird nun in einwandfreier Form dargeboten und damit ein einzigartiges Mittel der talmudischen Studien geschaffen. Den Herausgebern der in Jerusalem erscheinenden Konkordanz steht* ein internationales Fachkomitee zur Seite, dessen Ehrenpräsident der Oberkommissar Palästinas, Sir Herbert Samuel, ist; die wissenschaftliche Leitung liegt in den des Jerusalemer Rabbiners J. Horowitz. Händen

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