Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 41 (24.5.1921)
- Date
- 1921-05-24
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 41 Seite 2;0 JUEDiSCKE RUNDSCHAU anerkennen. Es ist unnötig, unterhalten. Wir haben, prakstammen von denen, die die nicht von den Kleinmütigen, die wagten und von Anfang an Erfolg stellt sich nur ein. ווו a Das ■hat darum müssen wir es sich über Methoden zu -tische Ergebnisse. Sie Arbeit getan haben, , sich nicht an die Arbeit nur eine Million erwarteten. wenn man an ihn glaubt. ׳ , . Es ist gesagt worden, daß die Mißstände dadurch entstanden, daß" die Herren der Leitung dem B1»;a» Haare* nicht genügend cntgegcngckommcn sind, rst nicht wahr. Gerade Herr R.-A. Roscnbluth mit einer Selbstüberwindung sondergleichen immer wieder eine Verständigung herbeizuführen versucht. Mail sagt, daß die zionistische Arbeit in Deutschland gehemmt ist durch die Iveren Hajessod-Arbeit. Das Kann nicht sein, •wenn intensiv dafür gearbeitet wird, im Gegenteil, der Keren Hajessod trägt riese Arbeit, Hel jedem Zionisten müssen wir heute ungeheuere Arbeit finanziell und zionistisch verlangen. Man hat gesagt, die Leitung gäbe de» Ortsgruppen zu wenig Anregung, aber die meisten Ortsgruppen reagieren nicht auf solche Anregungen. Wer es tut, hat das befriedigende ücfuhl, in entscheidender Stunde für sein Volk mitgearbeitet zu haben. ... Artur Rau (Misrachi): Ich spreche über die Jugendfrage des Misrachi. Es ist ein Irrtum, daß in den Problemen der Gegenwart für die Misrachisten etwas anderes gilt als für die übrigen Zionisten. Die Entwicklung im Misrachi geht der allgemeinen zionistischcn Entwicklung parallel. Gemeinsam, ist uns allen die Beschäftigung mit der Arbeiterfrage im Nationalismus, in der tiebraisierung. Letztere verlangen wir auch in Deutschland. Die notigen Lehrer müssen geschaffen werden. Dabei können wir nicht verzichten auf religio-־!' Dinge, mit denen wir uns selbst aufgeben wurden. Das ist der Unterschied, der immer bleibt zwi-rhen Misrachisten und den anderen. Wir sind daran!hm. UUi;er Leben in radikaler Weise regeln v.ni ixv!,mmt •n zu lassen. Das wollen w.r libertra: V( 11 «־,isst ■1r n; if den ganze 11 Zionismus. iX*r Radikal smu> י dt’l r Lk 0 וסg:e muß begleitet sein von einem RnJ:i xUÜSJV ms d c ן¬ Tu, sonst wird er zu e iuem Radikal י der Phr.'i Nk\ Wi r fordc ru eine tfatu amiero Strenge iu kUt Ausü m .j d ior zionistischen und reu- Erfolg ge- Lebens giösen Pfl ehten. Außerhalb der Tagesordnung fordert Rechtsanwalt Gronemann zum Abonnement der Zeitschrift ״Der ,lüde“ auf. deren Existenz sonst gefährdet ist. Brünn er (Berlin): Ich vertrete hier die Gruppe Ost in Berlin. Wir wollen eine andere Schattierung in den Zionismus bringen, wir haben den Willen, einen Delegiertem,•!״ zu schaffen, der stumm ist und arbeitet, der praktische Vorschläge gibt. Wir wollen eine Garde von Wirischaftspioniercii schaffen. Wir sagen uns los von allen Richtungen, wir wollen nur arbeiten. Wir wollen zeigen: Wir, die arbeiten, wir mache» den Zank nicht mit. Wir haben das Vertrauen zum System verloren. Anstatt sich zu einigen, hat man sich vertddigt oder angegriffen. Unsere Hauptaufgabe ist die Propaganda. Wie kann man tatsächlich die Massen gewinnen? Die Methoden des Misrachi sind nicht für alle anwendbar. Nur die radikale ist die für nlle geltende Methode. Nur der Keren Hajessod-Arbeit Können wir die Propagandamethodcn entnehmen. Wir müssen denen, die Keren Hajessod zeichnen, die Frucht ihrer Zeichnungen zeigen. Das ist doch etwas, wenn sie sehen, wie wir Chaluz.im ausbildcn. Jus Hz rat Bod e 1111 e i nt e r: Der Delegiertentag hat die Aufgabe, eine Einheitlichkeit in der Zionistischcn Organisation wiedcrzuschaffen, in der jeder sich als Bruder des anderen fühlen soll. Das Mißtrauen iniili unwiederbringlich verschwinden. Hier herrscht dazu die Stimmung. Ein Irrtum ist es, daß der nationale Gedanke die Trennung ausmacht. Er ist für alle die Qrim.ll.ige. Her/I hat gesagt: In der Fraktionsbildung beruht dir Zukunft unserer Bewegung. Die .Zeit hat die Richtigkeit dieses Ausspruches gelehrt. Nur in ge- ‘iclilosseneii Gruppen konnten die Zionisten wirken. Aber die Fraktionen dürfen keine Gegner sein. Sie sind Weg- und Kampfgenossen, die dasselbe Ziel, den Aufhau des Landes, erstreben. Zu fürchten steht, daß Gegensätze in Palästina sich verschärfen, wenn nicht eine Milteigruppe vorhanden ist. — Der Aufbau setzt voraus, daß der Privatinitiative ebenso Raum gegeben wird wie dem Sozialismus. Es müssen Vereinbarungen im Wirtschaftsleben geschaffen werde», damit jedem möglich ist, sein jüdisches Ideal zu verwirklichen, fern '׳oni Parteikampf. Zwischen Binjan Haarez. und natio- »alrm Einhcitsblock ist kein Unterschied, wie aus den Reden Liehtheims und Roseirblüths zu schließen ist. ln Blimicnfelds limrcißeudcu Worten aber liegt eine Gefahr. Was ist bis jetzt geleistet? Nur ein kleiner Kreis arbeitet mit. Blumenfeld überspitzt seine politisehen Konsequenzen. Die Jugend, die daraus ihre Lehren zu entnehmen vorgibt, schafft etwas ganz, anderes und kein \ü dis dies Ideal, Nicht der radikale Natiouiihsmus, sondern die Art der allein selig machenden Arbeitsform hat den Binjan Haarez zur Föderationshildung gezwungen. Der zionistische Wille ist derselbe. Blnmemeld sagt, der nationale Radikalismus sei‘ das wirksame. Dis ist ein gefährliches Experiment, ich glaube, das wirksame ist das Wort: Palästina, das Heim für das jüdische Volk. Wenn es den sicht, wird cs mitarbeite», Blunienfeld: Ich setze mich nur mit einigen netnerkungen der Diskussionsredner auseinander, erstens: du: Trage: was hat die nationale Propst- ™5•mÜr!t׳‘״ »Xdr!'stet? •K'darf in diesem Kreise keiner x ■ ״/ ״C “I״ ,?'K >k־ hat uns «>« Menschen xi'-i •!״; hf״k> Traecr des zionistischen CIniu/im Ä■" vv1r Jugendbewegung, unsere sie״״ ״ Ä״iK■ «r״*«w*te״ Versuche der Hebraifract was di« > 1,k'r,r•. Justizrat Bodctvheimcr *•»״wä ftfÄÄte Wr Z|Xric״v',A,tS־S V .״״*״״»fa. Sozialdemokratie hingewiesen mul an de״ A״sschh1ß der Revisionisten erinnert. Das Ik.xp.a stimmt n.elit Dort hat die Mehrheit eine Mmdctneit an die Luft ■setze» wollen. Bei uns hat aber . eine Minderhests* gruppe uns erklärt; wir woben mit euch nichts zu tun haben und kommen nicht auf eueren DciCg.ertentag. Drittens: Margtdies und Ltanzjger werfen uns vor, wir hätten darauf verzichtet, die großen Massen zu gewimien Andere wollten die ,״rode Masse, das ganze Volk mit ihrer Propaganda erreichen. Wer das ganze Volk für den Judeustaat gewinnen will, der darf unter keinen Umständen Obstruktion treiben, wenn er sieht, thU die Wimsehe der eigenen Minorität für die Mehrheit nicht maßgebend sind. Dieses Verhalte» scheint mir für einen Mangel an Staatsgefühl zu sprechen. Was hat übrigens die Gegenseite getan und was beabsichtigt sie zu tun, wenn sie von der Gewinnung der jüdische» Massen spricht? Weder in dem Artikel von Kollcnscher, noch ln dem Versuch der Abschaffung gewisser demokralisflier Einrichtungen unserer Organisation, noch in dem Bemühen, den Schwerpunkt der zionistischen. Arbeit in eine neue Notabelivorganisation zu verlegen, vermag ich einen Weg zur Gewinnung der Massen zu erblicken Ferner: Man hat bestritten, daß die Methode» unserer nationalen Erziehung eine über die Grenzen Deutschlands hinausgeheiule ׳Bedeutung besitzen. Man wies darauf hin, daß die Ostjude» unsere» National;«- mus nicht nötig haben. Auch diese Meinung ist irrig. Auf die Gefahr hin, Widerspruch zu erregen, bemerke ich: drei Stadien gab es i» der Behandlung der Ostjudmfrage: erstens Ablehnung, zweitens Verhimmelung, drittens wirkliche Verbundenheit. Wir sollten uns alle in diesem dritten Stadium befinden, in dem wahre Liebe zu berechtigter Kritik führt. Die Erfahrung hat uns gezeigt, daß die Jude» i» östlichen Ländern der Assimilation nicht weniger ausgesetzt sind, als wir. Und gerade diejenige Assimilation, vor der man sich hier am meiste» fürchtet, ergreift sie am schnellsten. Ich meine die Assimilation an die extrem-sozialistischen Gruppen, in Deutschland sind die Kinder der Ostiudea nicht mehr geschützt gegen die deutsche Assimilation als unsere westjüdische Jugend. Der 'jüdische Nationaiismus hat also hier wie dort die gleiche» Aufgaben. Was nun die Erwachsenen in Deutschland betrifft, so müssen wir zu unserem Bedauern sagen, daß wir bei Ostjulien keine größeren Erfolge erzielt haben, als bei deutschen Assimilante». (Zwischenrufe.) Ich rede nicht, wie ein Zwischenrufcr zu meinen scheint, von der Seele des Ostjudcu, sondern von dem wirklichen Zudaiul der Ostiudcn in Deutschland. Daß wir unsere besten zionistischen Kräfte aus dem Osten erhalten haben, wissen wir gut, cs gehört aber nicht in diesen Zusammenhang. Gerade die führenden Zionisten des Ostens werden jedes meiner Worte unterschreibe». Unser Nationalismus muß den Ostjuden dazu helfen, aus der für sic und ihre Kinder beginnenden Auseinamlersctztmg mit der europäische» Zivilisation als ganze Juden hervorzugehen. Was ferner die zionistische Außenpolitik betrifft, so genügt es, darauf hinzuweisen, daß der aus dem Kreise der praktischen Zionisten hervorgegangene Weiz.- mann zwar den politischen Zionismus in Anfülmnrgsstricheu nie verstanden hat, dafür aber um so besser verstanden hat, durch die jüdisch-nationale Idee zionistische Politik zu machen. San Rcmo, das Ergebnis dieser Politik, ermutigt uns, den Weg, der zu diesem Erfolg geführt hat, fortzusetzen. Es ist nicht ciimisehcn, warum Sie nach diesem Erfolg hier eine Art Bankerottstimmung verbreiten und den Eindruck erwecken, daß es jetzt erforderlich sei, neue Methoden zu suchen. (Zwischenrufe: Herzl!) Sie stellen sich vor Herzl, aber Herzl stellt bestimmt nicht hinter Ihnen. (Heiterkeit.) Schließlich sei darauf hingewiesen, daß ich nie behauptet habe, Erfolge können nur auf meine Weise erzielt werden, daß vielmehr von der anderen Seite betont worden ist, meine Gesinnung verhindere jede» Erfolg, Es müßte also der Beweis erbracht werden, daß wir keine Erfolge erzielen können. Dieser Beweis dürfte mißlingen, da wir, wie mir scheint, manches erreicht haben. Unsere Auseinandersetzungen mit Nichtzionisten verliefen zunächst viel sachlicher, als die Debatten mit manche» Zionisten, Im Zentralvereiii beginnt eine Auseinandersetzung über Palästina, viele Rabbiner sind für uns, die jüdischen Jugcndvcrcine werden sieh, wie ich glaube, durch den Beschluß des Zentralvereins nicht beirre» lassen. Eine Reihe hervorragender Nichtzionisten haben wir für unsere Arbeit gewonnen. In zionistischen Kreisen sind bisher 25 Millionen gezeichnet worden. Sind wir auch mit all diesen Ergebnissen bei weitem nicht zufrieden — wir haben ■oft genug erklärt, daß wir ein Vielfaches der bisher aufgebrachten Summen erwarten —, so steht doch fest, daß wir entschlossen an die Arbeit gegangen Und eine» Weg eingeschlagen hallen, aut dem wir vorwärts gekommen sind. Daher habe» wir ein Recht, die Resolution einzubringen, über die Sie abstimmen werden. In dieser Resolution legen wir die Richtung unserer Arbeit endgültig fest. Unsere Aufgabe kann es nicht sein, selbst die mittlere Diagonale zu ziehen. Wir brauchen nicht dafür zu sorgen, daß die von uns vertretenen Ideen allmählich verwässert werden. Das tut schon die angebetete natürliche Entwicklung, Wir haben überall dort die Juden aus ihrer antizionistischen Richtung hcrauxgebiaehi, wo wir unbeirrt unseren Weg gi»«eu Alle Ortsgruppen, in denen wir gearbeitet haben, werden meine Worte bestätigen, in Berlin sieht es schlechter aus, als überall, weil w i r wegen der vergifteten Atmo- Sphäre dort nicht mitarbeiten konnten. Von besonders großer Bedeutung für die Fortsetzung unserer Arbeit erscheint nur die unzweideutige Stellungnahme des Herrn Lazarus B a r t h , der im Namen des Misrachi erklärt hat, daß er die von uns und insbesondere auch von mir durchgcführlc poülIsche Arbeit In Deutschland billigt unterstützen wird. (Lebhafter Beifall.) L)1e Sitzung wird hierauf geschlossen, Es findet am Tagung der Keren Hajcssod-Vertrauensder N. F.-Kommissäre statt. und Abend eine leute sowie w .m'״ Montag-Vormtttags• und der größte Teil der Nachmlttagssitzung ist der Palils tlnadebattc gewidmet Wir werden diesen Teil des Berichtes in der nächst«, Nummer nachtragen und geben heute nur den Bericht über das Ende der Tagung. Am späten Nachmittag kam zur Verhandlung Das Organisationsstatut Referat Dr. Sally Hirsch: Der vorige Du!■, gierteutag hat sich bereits mit dem Organisationsstatut beschäftigt und hat eine Kommission zur Bcratu.v* dieses Statutes eingesetzt. Die Kommission hat ihr'• Arbeit nicht beendet, sondern sie zur weiteren Erich, gung dem Geschäftsführciulcn Ausschuß überfragen. L)״ Uescliäftsfülircnde Ausschuß hat Ihnen einen Entwurf vorgelegt, worin im wesentlichen prinzipielle Aemlerim. gen des bisherigen Organisatiüiisstaiiites nicht vorgen•״(״!. men worden sind. Eine wesentliche Aendenutg des Organisationsstatuts war von Herrn Dr. Noack beimtragt. Er hat in der ״Jüdischen Rundschau" einen vöiijr abgeänderten Entwurf selbst publiziert, der »״haltüeh ganz vorzüglich ist, aber er gibt für unseren gegen, wärtigen Apparat nicht die adäquate Form. Er set/t eine zionistische Beamtenschaft und eine fcstgcfiigic Organisation voraus, wie wir sie zurzeit noch nicht haben. Es mag sein, daß wir in späterer Zeit einmal zu ähnlichen Verhältnissen kommen. Zurzeit besteht noch nicht die Möglichkeit, diesen Entwurf zum Gesetz zu er. heben. Denn die Entwicklung muß immer so gehen, dab zunächst die Tatsachen vorhanden sind und drs Statut darin die Tatsachen sanktioniert, und nicht, dal; man durch das Statut der Entwicklung neue Wege weist. Deshalb hat die Kommission beschlossen, am-! zugehen von dem Entwurf, den der Geschäftsführende Ausschuß vorgelegt hat. Was die Zionistische Vercini- : gung für Deutschland ist, ersehen Sie aus dem einlciten• den Paragraphen des Organisationsstatuts. Die Ilezcicl:- nung ״Deutscher Landesverband der allgemeinen Wdt■ Organisation“ sagt es bereits. Wir hielten es für ן!!!, angebracht, die einzelnen Aufgaben der Zionistische« Vereinigung für Deutschland zu formulieren. Mitglied der Z. V. f. D. ist nur derjenige, der entweder in «״!• Ortsgruppe oder in einen Bezirksverband cingefre:en ist, Mitglied der Z. V. f. D. kann nur der werden, ikr auf dem Standpunkt des Baseler Programms stetig Was nun die Organe der Z. V, f. D. anbetrifft, so haben wir den Delcgicrtentag, den Landcsvorstand und das Zentralkomitee. Höchste Instanz ist der Delegierten• tag, der über alle wesentlichen Angelegenheiten entscheidet. (§ 7.) Das aktive Wahlrecht haben alle Mit• glieder mit dem IS. Lebensjahre, das passive mit dem 20. Was nun die Ausübung anbetrifft, so ist § ö abgv m• dert worden. Auf dem vorigen Delcgicrtentag war cs so, daß die Mitglieder des Zentralkomitees Sitz und Stimme hatten. Dieses Stimmrecht ist abgeschafft worden, die Mitglieder des Zentralkomitees und auch der Vorsitzende des Finanzausschusses haben nur noch Mtz aut dem Delcgicrtentag, kein Stimmrecht, Mit dem Zentralkomitee und dem Gcschäftsführenden Ausschuß ist aufgeräumt. Wir haben ■für die eigentliche leitende Behörde der Z. V. f. D. den Namen ״Land es vorstand“ vorgesdrlagen. Die Zahl von zehn Mitgliedern reicht nicht aus. Es ist bedauerlich, daii man immer wieder dazu kommt, einen größeren L;m-k- Vorstand zu haben, aber besonders die Küeksk'htnalime auf Fraktionen erfordert cs, daß wir einen größeren Spielraum haben. Der LaiKiesvorstand soll also aus 6—12 Mitgliedern bestehen. Auch der Leiter des Nationalfonds hat Sitz und Stimme im Landesvorstand, Die Bestimmungen über das Zentralkomitee sind im § l'j enthalten. Er ist eine Behörde, von der die Träger der Arbeit in der Provinz ihre Informationen bekommen. Es ist daher nicht erforderlich, die Zahl der Mitgiieder des Zentralkomitees irgendwie bindend festzusetzen. Es wird sich immer dämm handeln, wirkliehe Träger der Arbeit hinein/uwählcn. Wenn auch die Jugend mitarbeitet, so wird man auch ihre Vertretcr wählen. Als weitere Organe der Z. V. f. D. sind vorgesehen der Finanzausschuß, die Revisionskommission und das Ehrengericht Der § 18 bedarf auch einer Abänderung insofern, als der Finanzausschuß aus höchstens 20 Mitgliedern bestellen darf. Was mm die Be z i r k s v c r b ii nde betrifft, so sind sie bisher noch nicht straff genug organisiert worden. Bisher sind nur die Ortsgruppen die Träger der zionistische» Arbeit gewesen. Von den Finanzen der Organisatan handelt der § 30. Sie setzen sich zusammen'aus dem Landesbeitrag und der Z i o »i stc ns tcu er. Der Lamlesbeitrag beträgt fiir Erwachsene 20 M., für Jugendliche 5 M., für Zionisten, die keiner Ortsgrup!» angehören, 10׳ M. jährlich. Das Wahlrecht zum Dolegiertentag hängt von der Zahlung des Landcsbcitrags ab. Die allein strittige Frage war, in welchen Gruppen das Wahlrecht ausgeübt werden soll. Bisher ist es ausgeübt worden in den Ortsgruppe» und in den Sondergruppen. In Zukunft können nun weder die allgemeinen noch die Misräehi-Jugendgruppen das Wahlrecht getrennt ausüben, denn die Kommission hat den Be- Schluß gefaßt, daß zum Zwecke der Wahlen alle an einem Ort bestehenden zionistischen Gruppen zusammen* gefaßt werden, daß nicht die versdüedenen Gruppen getrennt wäählc» sollen. Das Wahlrecht in den Ortsgruppen ist nun so geregelt, daß in Gruppen von mindesiens 300 Mitgliedern Proportioiinhvahlen stattfinde» müsse». Bei Waiden von weniger als 300 Mitglieder« sind diese Wahlen zulässig, aber nicht obligatorisch. Weiter ist sich die Kommission darüber schlüssig geworden, daß 'unter Umständen das Wahlrecht auch ausgeübt werden kan» i» einem Bezirk. Dan« besteht die Möglichkeit, daß kleinere Ortsgruppen in einem Bezirk zusammengefaßt werde» und dann nach dem Proportionahvahlrecht wählen können. Alle Parteien erklärten sich damit einverstanden, mir in den Kreisen des Misrachi galt es Bedenken zu /erstreue», weil er befürchtete, daß er dabei׳ zu kurz kommen könnte. Aus diesem Grunde haben wir zu* gelassen, daß in diesem Falle dem Misrachi gestattet werden kann, seine Stimmen aus der Ortsgruppe her* auszunehmen und sic im Bezirk zusanwrenzufassen. Auf Grund des Referats von Dr. Hirsch wird sodann ein neues Statut nach, den Vorschlägen der Organi- *ationskommhision angenommen, dessen Wortlaut in der ״Jüdischen Rundschau" veröffentlicht werden wird.