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Jüdische Rundschau · 1921-05-24 · Heft 41 (24.5.1921) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 41 (24.5.1921)
Date
1921-05-24
Page
– (sequence 7)
Language
German
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f41 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 291 Nr. 41!feien (ßricht pittag Statut atu.ig ihre jrlc.lt. . Der twurf erim. n<omdes bcali- *Öllig JtHch SRC״• set/t fü״,e nicht al /n noch u er-!Iien, das da 11 ^ge ausende ־einiiieneich. C\־ltundien jlied eine eien der tcht. iben das •tenent- Mitdem eänr es und .vorder Sitz dem :hüll ttvJe or- Mitdaß deshme ereit aus itio- Die i 13 feer seit. WHest- •irk- 11 eh /erriiKi mV ueb aus nun bis- ■11er heit :iou lem e r. für pne elcags pen es itrnen iE an pen Tt«״ 11׳ nden 11־€1 )di. g־״ uch Mm pen um Vite in Eenjurz :zuttet *er- M 11 vn ler Die Schlußsitzung ,Beginn S Uhr. Vorsitz: Rosenblütli. Den Bericht des Hauptausschusses erstattet Dr. Mantke. , .. Hantke: Der 1 hiiptausschuß hat in einer Marke ton I') Mitgliedern heute und gestern getagt. Zu Abstimmungen ist es nicht gekommen. Ich glaube daher, daß der Hauptausschull den Anspruch erheben darf, daß seine Beschlüsse auch vom Plenum akzeptiert werden. Es waren itu Hauptausschuß alle Gruppen ihrer Stiilkc nach vertreten, wenn es diesen Vertretern gelungen ist, sich in allen Punkten zu einem einheitliehen Beschluß durch zuringen, dann bitte ich auch das Plenum, kleinere Meinungsverschiedenheiten im Inter-! esse der Allgemeinheit zurückzustdleu. Der Referent verliest sodann die einzelnen Antr:i״e die einhellig angenommen werden. Wir haben ihren’Wortlaut bereits an anderer Stelle wiedergegeben. H a n t k c: Weiter ist ein Antrag überreicht worden, daß ׳zur Wahrung des demokratischen Charakters das Direktorium des jüdischen Nationalfonds aus mindestens zwei aktiven Mitgliedern bestehen muß, die alljährlich von der Exekutive zu wählen sind. Dieseit Antrag können wir hier nicht zur Abstimmung bringen. Auf dem Kongreß wird ■ohnedies ein neues Direktorium gewählt werden. Ein Antrag der Ortsgruppe Dortmund über bordemag der Genossenschaften in Palästina wird vom Referentei» als iiherfliissig bezeichnet, weil ein gleicher All• nag bereits vom vorigen Delcgiertentag angenommen und dieser Beschluß noch in Geltung ist. Der Geschäftstührendc Ausschuß soll ihn im Sinne der Beschlüsse des vorigen 1 )elegiertentages behandeln. Hantke: ich glaube nicht, daß wir hier in der Eile des Delegiertentages über den Antrag Kaplun-Kogan Altstimmen können, der ein ganzes Kolomsatioiisprogiamm enthält. Ich mache den Vorschlag, diesen Brief dem Gesdiäftsführcnden Ausschuß zum Studium zu über- ״che». (Dr. Kaplun-Kogan ist einverstanden.) — Ferner liegt ein Antrag vor über den alljüdischen W e 11 k o 11 - grell. Dieser Antrag rührt au die entscheidendste und wichtigste organisatorische Frage, mit der sich die zionistische Oeffemlichkeit im nächsten Jahre bcscliiif• tigen muß. Schon die Jahreskonferen/. hat zu dieser Frage in vorsichtiger Form Stellung genommen. Weil sie so außerordentlich wichtig ist, lind weil die meisten von uns sic gewiß schon positiv entschieden haben, können wir diese Frage mit allen Einzelheiten hier mcht lösen, sondern wir müssen sie der Diskussion bei den Wahlen ztnn Kongreß überlassen. Wir bitten Sie um Zustimmung, daß dieser Antrag dem Gcschäftsführeiulert Ausschuß übergeben wird mit dem Vorschlag, diese Frage in unseren Ortsgruppen und der Presse rechtzeitig zur Diskussion zu stellen, damit die Kongreß- Kandidaten dazu Stellung nehmen können. (Zustimmung.) Ich komme nunmehr zu den Pc r so n a 1 vor- Schlägen. In dem Statut, wie cs von der Gesamt- Organisation auf der Jnhrcskonfcrcnz angenommen wurde, bat jeder Landestm:l Sonderverband das Recht, eine Anzahl von Mitgliedern in das Große Actkms-Comite zu entsenden, und das Recht der Wald ist den Dclc- ״iertentageii übertragen worden. Der deutsche Landesverband darf zwei Vertreter in das A.-C. entsenden. Außer diesen Vertretern der Landes- und Sonderverbände bestellt das A.-C. noch aus einer Anzahl von Personen, welche nicht als Vertreter dieser Verbände, sondern als Personen gewählt sind. Für die zwei Mandate, die der Kompetenz des Delegiertentages unterstehen, bringen wir Herrn Rechtsanwalt Rosenblüth und Herrn Professor Löwe in Vorschlag. Es entspinnt sich eine kurze Debatte darüber, ob die Delegierten der Föderationen berechtigt sind, an dieser Abstimmung teil/iiiiehmen. Der Herr Dr. Arnold Barth gibt die Erklärung ab, daß der Misrachi sich der Stimme enthalten werde, lediglich um der Möglichkeit vorzubeugen, daß ihm dann das Recht der Entsciulung eigener Vertreter in das A.-C, streitig gemacht werden könnte. Er betont ausdrücklich, daß, falls der Misrachi sich an der Abstimmung beteiligt hätte, er ebenfalls für die vorgcsdilagencn Herren gestimmt hätte. Die vorgeschlagenen Herren werden sodann gewählt. Hantke: Wir schreiten jetzt zur Wahl des Vorsi tzenden der Zionistischen Vereinigung für Deutschlaml. Ich schlage Herrn Rechtsanwalt Rosenblüth vor, (Der Vorschlag wird unter großen Ovationen für den Vorsitzenden einstimmig angenommen.) Rosenblüth: Ich danke Ihnen für die Wahl, die ich annchmc. Ich werde midi bemühen, meine ganze Kraft in den Dienst der zionistischen Sache zu stellen. Ich werde versuchen, soweit cs an mir liegt, in diesen ernsten Zeiten unserer Bewegung unsere Sache in Deutschland vorwärts zu bringen. Sk halten durch die Beschlüsse, die Sie heute angenommen haben, dem Geschäftsführern!«« Ausschuß ein Programm gegeben, mit dem ich in jeder Weise einverstanden hin und das, wie ich glaube, einen festen Boden schafft, auf dem sich unsere Arbeit im nächsten Jahr in einer bestimmten Richtung bewegen wird. Es ist dies die Richtung, die ich in meinem Referat bereits angegeben habe, die will, daß der deutsche Zionismus seine Hauptaufgabe in der Erziehung seiner Mitglieder zu zionistischen Persönlichkeiten, sieht, die den Zionismus als eine persönliche Forderung an sich selbst betrachten, ö>". glaubt, daß diese Gesinnung durch praktische Handhmgmt eines jeden einzelnen zum Ausdruck gebracht weiden muß. Auf dieser Grundlage werden wir zu Erfolgen gelangen, die überzeugend wirken werden auf unsere Gegner, aber auch vor allen Dingen auf diejemgen unserer Freunde, die wir zu unserem großen Bedauern auf diesem Ddegiertentag nicht gesellen naben. Diese praktische Arbeit wird der beste Boden für die Verständigung mit diesen unseren Freunden sein, die ich auf das Innigste wünsche und anstrebe. (Lebhafter Beifall.) Nach Vornahme der Wahlen in den Gcschäftsführenden Ausschuß, in das Zentralkomitee und in den Finanzausschuß ergreift Herr R.-A. Gronemann das Wort. Gronemann: Mein« Damen und Herren! Unser Delegiertentag ist zu Emde, und ich glaube, den meisten von uns wird es 90 gehen, wie es mir geht, wir verlassen den Delegiertentag mit großer Freude und befreit von Besorgnissen. & herrschte in der letzten Zeit auch in Deutschland unter den Zionisten soviel au Mißverständnissen und an Verwirrung, daß es schier unmöglich erschien•, daß wir eine so friedliche, so glückliche Tagung erleben würden. Ich bin überzeugt, daß alle unsere Freunde, die uns hierher geschickt haben und auch die, die an dieser Tagung nicht teilnehmen konnten oder wollten, daß sie dieses Ergebnis gleich uns mit inniger Befriedigung vernehmen werden. Viele meiner nächsten Freunde, die zu dieser Tagung nicht gekommen sind, was ich für einen schweren Fehler hielt und halte, sind nicht gekommen, nicht etwa um!irgendeine Demonstration zu machen, sondern sie haben geglaubt, daß diese Tagung friedlicher verlaufen würde, wenn sie nicht da wären. Ich glaube aber sagen zu dürfen, daß unter ajlen unseren alten zionistischen Freunden, mit denen, wie idv hoffe, wir bald wieder zusammensitzen und tagen werden, daß bei keinem von ihnen irgend etwas existiert, was inan als Fahnenflucht auslegen könnte. Wir wollen es halten, wie cs in den letzten Kriegsjahreu der Fall war, wo inan, nicht mehr von Desertion sprach, sondern von ״unerlaubter Entfernung vom Truppenteil.“ (Lebhafte Heiterkeit.) Wir wollen mit derjenigen Liebe und Freundschaft, mit der wir immer zusanmieiigelialtcu haben, allen unseren Freunden entgcgenkominen. A11 dieser Stelle will ich auch nicht versäumen, unserem Vorsitzenden unseren Dank auszusprechen dafür, daß er nicht nur in seinem Schlußwort, sondern auch während der Verhandlungen alle unnötigen Schärfen nach jeder Richtung hin vermieden hat, und möchte die Hoffnung aussprcchcn, daß cs ihm gelingt, die Einigkeit wieder herzustellen. Ich hoffe, daß wir zum Kongreß geschlossen erscheinen werden. Audi bitte ich Sie, unserem Vorsitzenden unseren Dank auszusprechcn für seine nicht leichten Leistungen während des Delegiertentages. (Lebhafter Beifall.) Bl um eu leid: Es wird Ihnen aufgeiallen sein, daß wir trotz aller Angriffe, die in den letzten Monaten gegen die Zionisten in Deutschland erfolgten, trotz aller Beschlüsse, die man gefaßt hat über Nichtbcteiligung von deutschen Juden am Aufbauwerk, daß wir zu diesen Beschlüssen auf diesem Delcgiertentag gar nicht Stellung genommen haben. Wir sind cs gewohnt, Angritfc mit Würde zu tragen. Wir üben stolze ZurückhalUiug gegenüber diesen Erscheinungen, da wir wissen, daß unsere Idee stärker ist als alles, was andere gegen uns vorzubringen vermögen. Es haben sich Kreise in Deutschland gefunden, die alles daran setzen, um das deutsche Judentum aus dem Weltjudeiittim heraus* zurciücti. Es sind Angriffe jener extremsten Assimilation. die so aussehen wie die, mit denen HcrzI zu kämpfen hatte. Wir setzen uns gegen diese Angriffe nicht zur Wehr, die wie eine Denunziation bei der nichtjüdischen Oeffentlichkeit wirken müssen. Dabei wissen wir eben, daß wir um ein ganzes Stück weiter gekommen sind. Mer/1 dachte noch, sein Werk könne mißlingen lind er meinte, daß wir dann einen ״zweiten Pfeil“ nötig hätten. Wir wissen heute, daß wir diesen zweiten Pfeil nicht mehr brauchen werden, da der erste bereits getroffen hat. Wir haben unser Ziel erreicht, und wir wissen, daß dies alles letzte Versuche sind, um uns in unserem Vorwärtsschreiten zu stören. Ich glaube auf diesem Ddegiertentag sagen zu dürfen, daß wir durch eine konsequente, grolle und einheitliche Linie das erreicht haben, was wir bis heute geschaffen haben. Dieser Ddegiertentag ist der erste seit langer Zeit, der besehlußmäßig unsere Richtung festgclegt hat. Bei allen früheren Referaten über zionistische Arbeit in Deutschland haben wir es vermieden, in einer Resolution noch einmal zusammciigcfalit zu sagen, wie unser Weg aussieht. Heute haben wir es tun können und wir sind alle glücklich darüber, daß wir einen solchen Beschluß fassen konnten, und wir fühlen auch, wir werden nach diesem Delcgiertentag die Kraft haben, ihn durchzusetzen. Dieses sachliche Ergebnis scheint! mir ein wahrer Erfolg dieses Delcgiertcntages zu sein, um so mehr, als nicht nur die Richtung jetzt klar vor aller Angeil liegt, sondern auch, weil cs uns geglückt ist, Menschen zu finden, die der Ausdruck dieser Richtung sind. Denn unsere zionistische Sache kann nur soviel wert sein, als die Menschen, die sie repräsentieren. Wenn unsere Tagungen immer der Geist Hcrzls umschwebt, so ist die ständige Mahnung, die HcrzI an uns richtet, die, diesen neuen Mensclientyp in unseren Reihen zu schaffen und solche Menschen zur Ausführung von Beschlüssen zu bestimmen, die die Gewähr geben, daß sie einen solchen neuen jüdischen Menschen darstellcn. Deshalb begrüße ich die zum ersten Male nach einem schweren Jahre vollzogene Wiederwahl unseres Vorsitzenden. Ich glaube, daß diese Wahl uns die Garantie gibt, daß der zionistische Geist auch durch einen Repräsentanten dieses Geistes im nächsten Jahre in die Tat umgeset/t wird. Wir haben es gelernt, unsere Erfolge nicht zu überschätzen. Wir wissen, daß wir kritisch all dem gegenüberstehen müssen, was wir erreichen. Aber wir können heute sagen, das war ein guter Delcgiertentag, ein Delegiertentag, wo auch Gleichgesinnte gerungen haben um den Fortschritt und die Entwicklung unserer Sache, und dieser Delegiertentag wird auch unsere ewige Uebcrzeugung stärken, daß wir auf dein rechten Wege nach Äon sind. (Beifall.) Dr. A 11 ro 11 Barth: Gestatten Sie mir bei dieser mm wirklich letzten Schlußrede eine Anknüpfung an den letzten Delcgiertentag. Da waren die Meinungen in scharfer Form aufeinander geprallt, das Frnktions- und Parteiwesen war zum erstenmal in die Erscheinung getreten, und nicht wenige von uns sahen dies mit Furcht und glaubten darin den Verfall zu scheu. Dair.nls habe ich am Schluß der Tagung ausgesprochen, daß diese wachsende Differenzierung ein Zeichen der Gesundheit sei, daß wir weiter gekommen sind, daß wir nicht mehr an einer Stelle stehen, wo wir den Blick auf ei« fernes Ziel gerichtet haben, sondern daß wir unmittelbar vor der Verwirklichung unseres Zieles stehen. Ein Zeichen dafür Ist, daß wir uns so gruppieren mußten, daß sich die zueinander geseilen, die besonders eng zueinander gehören, sich dadurch aber von den anderen naturgemäß entfernen. Wenn etwas den Beweis für die Richtigkeit meiner damaligen Auffassung erbracht hat, so Ist es der diesmalige Delegiertentag. Genau dieselben Parteien sind heute vertreten. Wenn eine Gruppe noch nicht den Weg zur gemeinsamen Arbeit gefunden hat, so liegt das daran, daß sie als Gruppe noch zu Jung ist; wir sind mvs doch alle darüber einig, daß man seine Ziele nur wirklich verfolgen kann in der geschlossenen Einheit der Gesamtorganisation. Wenn wir uns über den heutigen Ddegiertentag Rechenschaft geben, so können wir sagen, daß es einer der Defcgicrtentage ist, die wirklich unter dem Zeichen sachlicher Arbeit standen. Zwei Dinge sind kennzeichnend für ihn: 1 Xis eine ist der Sabbath, der eingeschaltet war, das andere der morgige Tag. Der Sabbath hat uns gezeigt, wie wir Zusammenleben, wenn wir einen jüdischen Tag zusammen verleben, er hat uns gezeigt, was cs bcdeutet, wenn Sabbath über uns liegt. Und die Art, wie das liier bei dieser Tagung von dem größten Ted der Delegierten empfunden wurde, ist schon ein Schritt weiter auf dem Wege, den wir zu einem wirkliehen Zion gehen. Das zweite ist der morgige Tag, daß wir den Tag abschlicßen mit der Besichtigung .von Ahlem, einer Stätte• der beruflichen Vorbereitung unserer Jugend. Es ist dies ein Zeichen, daß wir umnittelbar von der Rede zur Tat übergehen wollen. Wenn diese beiden sich miteinander verbinden, dann können wir auch mit der Uebcrzeugung von diesem Delcgiertentag scheiden, daß die Zionistische Organisation, die uns zur Erreichung unseres Zieles dient, nicht nur um ein Jahr älter geworden ist, sondern daß auch die Wegstrecke kürzer geworden ist. und daß wir bald da stehen werden, wo wir stehen wollen, alle vereint in Erez-Israel. (Lebhafter Beifall.) Rosenblüth: Bevor ich diesen Delcgiertentag schließe, möchte ich in unser aller Namen unseren lieben Gesinnungsgenossen von Hannover für die glänzende Organisierung des Delegiertentages, für die Gastfrcundschaft, mit der sic uns aufgenommen haben, unseren herzlichsten Dank aussprechen. Wir werden gern ari diesen Delcgiertentag zurückdenken, — aber nicht nur deshalb, weil wir hier in der äußeren Ordimng die Voraussetzungen für eine gedeihliche Grundläge unserer Verhandlungen gefunden haben, sondern auch, weil Sie mit mir das Gefühl teilen werden, daß dieser Delcgiertentag, dem mancher von uns mit bangen Erwartungen entgegensah, uns wieder einmal die Kraft und die Stärke und die Entschiedenheit des deutschen Zionismus hat empfinden lassen. Ich kann für meinen Teil sagen, daß ich glücklich bin über diesen Vcriauf des Delegierten(,iges, der, wie ich glaube, ein Ausdruck sowohl der Stärke wie der Reife des deutscher. Zionismus gewesen ist. Ich habe in meine« E Wunsch ausgesprochen, daß die V,-6.״..״w. 6v,.״Sv>n sein mögen von einer einfachen und reinen zionistischen Begeisterung und Sachlichkeit, und ich glaube jetzt sagen zu können, dieser Delegicrteiitag war der Ausdnick zionistischer Begeisterung und Sachlichkeit! Der XVII. Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland ist geschlossen. Unter lebhafter Begeisterung und Absingung der Hatikwah wird die Tagung geschlossen. Das neue Zentralkomitee tritt noch zu einer Sitzung zusammen. * Herr Kurt Blumenfcld ersucht uns um die Fest- Stellung, daß die Wiedergabe seiner auf dem Delegiertentag gehaltenen Reden in der ״Jüdischen Rundschau“ sehr lückenhaft ist und infolgedessen an mehreren Stellen den Sinn entstellt Indem wir diesem Ersuchen nachkommen, bemerken wir jedoch, daß selbstverständlich der Verhandhuigsbcriclit nur einem Auszug aus den Reden wiedergeben, kann und dieser Auszug niemals den ganzen Gedankengang in der ursprünglichen Form vviederzugeben vermag. Dieselbe Beschwerde wie Herr Blinuenfeld hätten wahrscheinlich auch die anderen Redner an uns richten können. Wir glauben trotzdem, daß in dem Bericht das Wesentlichste aus den Ausführungen aller Redner wiedergegeben ist und daß die Leser verstehen werden, daß derartige Di>kussionsberichte nicht so gelesen werden dürfen wie Artikel, die der betreffende Redner als Autor /ciclmet. Die Beschlüsse des Delegierteotages Die Maasserpflicht der Zionisten Es wird erneut festgestellt, daß jeder Zionist verpflichtet ist, den Maasser für den Keren Hajcssod zu entrichten. Ein Zionist, der sich weigert, seiner Pflicht gegenüber dem Keren Hajcssod nachzuzukommen, darf kein Ehrenamt in der Zionistischen Organisation bekleiden. Erhöhnng der Beitrage Der Landesbeitrag wird auf 20 Mark, für Mitglieder von Föderationen auf 12 Mark, für Jugendliehe auf 5 Mark erhöht. Zum Weltkongreß (Antrag Katzenstein und Genossen, dem G. A. überwiesen.) ״Der Delcgiertentag der deutschen Zionisten fordert von der Exekutive, daß sic im Einverständnis mit dem Zionistcnkongreß den alljüdischen Weltkongreß einberuft, zu dem jeder erwachsene Jude wahlberechtigt sein soll. Die Voraussetzung für die Anerkennung des Weltkongresses seitens der Zionistischen Organisation ist, daß folgende Bedingungen vom Weltkongreß angenommen werden: 1. Die Einwanderung nach Palästina muß allen Juden der Welt ohne Unterschied der religiösen und politisehen Stellung und ohne Rücksicht auf das Her- Jamftsland freistehen. 2. Die hebräische Sprache wird als einzige offizielle Sprache der Juden in Palästina anerkannt, 3. Bei allen Maßnahmen, für die der Weltkongreß verantwortlich ist, ist das Thoragesetz in seinem vollen Umfang zu beachten. 4. Der aus Mitteln der jüdischen Gesamtheit in Palästina erworbene und in möglichst großem Umfang noch zu erwerbende Boden muß für alle Zeiten Eigentum der jüdischen Gesamtheit bleiben.“

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