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Jüdische Rundschau · 1921-05-24 · Heft 41 (24.5.1921) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 41 (24.5.1921)
Date
1921-05-24
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 41 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 2B7 S i letcn inner ölwt :den.; ein. Ssen, atz Riet. Ge- Iber- $adt. daß den sind than chen verdem wird nten für Die iifen >gar Ziodie tzen :ber* inen; ♦־ f ־;: f: < etär rage •age liiert om• neits eine von• 1 ung W lög- | i Mai Eng• :»dis mter men ׳eise Po* Ar• wiw vorsend dien von An dien die :!bst um kser,!ranand- und ndet riff ing rabi• sehe be• ZM eicht!fahr Verdie ,ahriBlL״ Jlon '1 j i atrott seine und Ver-; zur cken, intcr• :waa- ״Times“ für Aufhebung des Einwanderungsveibotes Ein offener Brief Jabotinskys Jabotinsky veröffentlicht in der ״Times'* 1 in längeres Schreiben, worin er nachweist, Uall es sich um einen, von den Arabern vorbereiteten 11eberfall handelt׳ und dali es falsch ist,• wenn manche Berichte dc:1 jüdischen Kommunisten, deren es nur sehr wenige in Palästina gibt, die Schuld an den Vorfällen geben wollen. Jabotinsky schlagt vor, zahlreiche J u d e n in die e n g 1 i s c h e G a r n 1• son einzu reihen, was, da die Juden sich mit kleinerem Sold begnügen würden, für England eine Ersparnis von 200000׳ Pfund bedeuten würde und geeignet wäre, das Sicherheitsgefühl der Juden wieder aufzurichten. Die ״Times‘* widmet diesem Schreiben Jabo• tinskys einen besonderen Leitartikel, i.11 dem sie zwar den erwähnten Vorschlag ablehnt, da er beleidigend und aufhetzend auf die Araber wirken könnte, jedoch betont, daß England zu fordern hätte, daß die Araber sicli loyal zur Politik eines jüdischen׳ Nationalheims verhalten, das zum Wohle aller Palästinenser, Araber wie Juden, gereichen werde. Es sei dies keine jüdische, sondern eine britische und palästinensische Politik. Falls noch irgend• welche Zweifel bei den Arabern über die Entschlosseiiheit der Regierung, ein nationales Heim zu schaffen, bestehen, dann müßten diese ein für allemal beseitigt werden, und der erste Schritt dazu wäre, die Sistierung der jüdischen Einwanderung nach Pa - 1 ä s t i n a wieder a u f z u 11 e b e 11. Die ״Times“ schlägt noch vor, daß man nicht nur Juden, sondern auch Araber in das englische Militär einreihe, und die Regierung eine Liga von zionistischen und arabischen Führern gründen solle, die verantwörtlich für diese Araber und Juden wäre. Zangwill gegen das heutige System London, Die ״Times“ veröffentlicht einen Brief von Israel Zangwill, in welchem es u. a. heißt: ״Solange man nicht den arabischen Intellektuellen den Eindruck hcigebracht hat, daß das Programm einer ju.lisch-nationalen Heimstätte unwiderruflich ist, wiul Palästina ein zweites Aegypten für England und 1•;1 altes Aegypten für seine unglücklichen Juden sein. Püberdies ist der augenblickliche englisch-zionistische l ׳':an ebenso wirtschaftlich undurchführbar, wie er es politisch ist. Jeucr Qnadrauoll Boden, z. B. muß gekauft werden. Ich habe die Geschichte vergeblich nach einer Kolonisation auf solcher Basis durchforscht. Joseph Chamberlain bot dem Zionismus <>000 Quaaratmcileu in Ostafrika an, aber die äugenblickliehe Regierung iu1d Sir Herbert Samuel verweigern sogar die palästinensischen Kronlümlereieu, obgleich das verfügbare Terrain mir 125 000 Morgen beträgt, also nicht ein Siebentel des Gebiets von Sussex. Selbst wenn dies bewilligt würde, so würde cs noch notwendig will, die Preise für andere Ländereien mindestens die nächsten 25 Jahre lang zu kontrollieren, sonst werden ■de eine unmögliche Höhe erreichen — hauptsächlich zum Wohle der im Auslande lebenden arabischen Großgrundbesitzer.“ Die Frage der gemischten Miliz Wie das J. C. B. aus zuverlässiger Quelle erfahren haben will, hat die palästinensische Regierung beschlossen, den Plan für ein gemischtes Landesvertekli■ gungskorps, das aus jüdischen! und arabischen Abteilungen bestehen soll, vorläufig zurückzustellen. Dies ist die Folge der energischen Schritte, die von der Zionistischen Organisation unternommen wurden, um die Rekrutierung einer derartigen Streitmacht zu verhindern, die für die jüdische Bevölkerung Palästinas im Hinblick auf die kürzlichen antisemitischen Exzesse in Jaffa eine Gefahr bedeuten würde. Auch würde es unmöglich sein, jüdische Freiwillige für diese Truppe zu gewinnen. Protestvers&mmlang in Amerika Am letzten Mittwoch wurde in Coopcr Uiiion Hall in New York von den amerikanischen Poale-Zion eine Massenversammlung abgehalten, um gegen das Jaffacr Blutbad zu protestieren. Der riesige Saal war überfüllt. Die Versammlung wurde von dem berühmten jüdischen Schriftsteller David Pinski geleitet. Leon Chazano witsch wies in seiner Rede darauf hin, daß französische Intrigucn indirekt für die Jaffaer Ercignissc verantwortlich seien, weil sie die arabischen Großgrundbesitzer aufgereizt hätten unter dem Vorwand, daß die ueuaiikommeiidcn Juden die Lebenshai* tuitg et sei! werten. - Der berühmte Schriftsteller Schaloin Asch erklärte, daß die meisten Araber auch bereits zu der Einsicht gelangt seien, daß die Rückkehr des jüdischen Volkes nach Palästina auch für die arabische Bevölkerung von großem Vorteil sein werde. Es wurde die einstimmige Resolution angenommen, daß die jüdisdten Arbeiter bereit seien, mit den Arabent zusammenzuarbeiten, die sie als ihre Brüder betrachten. Ein Brie! aus Chcdera j Von Schulim Lerne r, einem jetzt in Che- I dera arbeitenden Chaluz. aus dem Kreis des I Berliner jüdischen! Volksheimcs, i5t ein f rivatbrief an einen Fretmd in Berlin ciugetroffen, der uns zur Verfügung gestellt wird. Wir geben den Brief, der wegen seiner lebendigen linddrasdscheu Darstellung nicht nur bei den engeren Faun• den des Schreibers, sondern bei allen Interesse finden wird, die auf Nachrichten aus Palästina begierig sind, nachstehend wieder. Es sind auch andere deutsche Chahizim darin erwähnt. C h e d e r a, den 8. Mai 21, Ich will versuchen, Euch allen einen Beridit über die augenblickliche Lage in Palästina zu geben. Ihr habt wahrscheinlich schon längst von den Ucberfällcii der Araber in Jaffa gehört, die sich auch auf einige Kolonien, darunter auch auf Chcdera, ausdehnten. Der Verlust der Araber wird auf ungefähr '250 bis 300 Tote geschätzt. Wir Juden habe zirka 40 Tote, die meist in Jaffa gefallen sind, well wir dort ganz unvorbereitet waren. Am 1. Mai haben die jüdischen Arbeiter in Jaffa geleiert. Sie haben mit Erlaubnis der Regierung Straßendemonstrationen veranstaltet und es kam, wie üblich, zwischen der ״Achduth Awodah“ und ״M. P, S. 1.“ zu Reibereien. Die ״M. P. S. I.“ zogen durch die arabischen Viertel und verteilten bolschewistische Agitationszcttcl. Darauf griffen arabische Banden mit starken Knüppeln und Messern bewaffnet, an drei Stellen die Juden an. Sie schlugen, raubten und plünderten. Eine Abteilung von 30 arabischen Polizeileuten haben gemeutert, überfielen das Beth ־ Chaluzim, und haben dort 11 Leute ermordet. Die Chaluziin griffen nach irgendwelchen Wehrgegenständen und verteidigteii sich, so daß auch einige Araber fielen, ln Jaffa ist das schlimmste passiert; cs sind 38 Tote und zirka 2Ü0 Verwundete. Unter den Toten sind auch einige, die der Verwundung erlegen sind, darunter auch Zvvi Gugik vom Berliner JiapoüIrHazai'r. Das Morden hat einige Stunden gedauert. Es hat sich sofort eine starke Miliz von zirka 900 Jungcns gebildet, die zwar ganz wenig Waffen hatte, aber doch viel genutzt hat. Inzwischen ist auch indisches Militär gekommen und der Kriegszustand wurde ausgerufen. Der Miliz wurde versprochen, wenn cs schlimm werden sollte, Waffen zu geben; der General fürchtete sie zu bewaffnen, da er bei der aufgeregten Stimmung der Juden fürchtete, sie könnten über die Araber herfalleii. Wir sind doch in Palästina, und es ist doch kein ״Pogrom“, wo die Juden flüchten, um sich zu retten. Der Ueberfall gab den Arabern ein Signal, sie schrien: ״Jetzt ist Zeit, daß wir die Juden rausschmeißen!“ Der Ueberfall war schon längst von den Etfeudis, d. h, den Großgrundbesitzern und der Intelligenz vorbereitet, die vor einigen Wochen Protest gegen die Balfour-Deklaration bei Churchill erhoben. Wir erfuhren bald, daß die Araber sich um Chedera, das nördlich der großen arabischen Stadt ״Tul* Kami“ und anderen arabischen Besitzungen liegt, sammeln. Dienstagabend wurde sofort eine allgemeine Versammlung im Beth-Hamidrasch einberufen, wo der ״Waad Hagannh“ (Mili/.atisschuß), der schon im vori* geu Jahr bestand, sein Amt übernahm. Es sind noch einige Leute hinz.ugekommen, die im Kriege Offiziere waren, Es sind bald alle alten Gewehre herausgekramt worden und verschiedenes mußte noch repariert wer« den. Mittwochabend wurde schon Wache gestellt und man spürte, daß man am Vorabend eines Gefechtes ist. Donnerstag ging noch der größte Teil zur Arbeit, aber plötzlich gegen lt Uhr wurden wir durch die Wache alarmiert; es hieß, man hätte die Araber eine Stunde hinter der Kolonie gesehen. Ich habe gerade in der Scheune gearbeitet und zog zu meinem Sammet• platz, mit einer Mistgabel bewaffnet. Da die Kolonie sehr breit angelegt ist und es unmöglich wäre, mit so wenigen Menschen und Waffen alles zu verteidigen, wurde von unserm Befehlshaber, Dr. Löbi (ein Arbeiter aus Cbefzi-bah) angeordnet, die Verteidiger in zwei Sammelpunkte zu konzentrieren. Am selbigen Donnerstag sind die Araber nicht weiter vorgegangen uiiU einige Leute nahmen schon an, daß alles nur eia Phautasiegehilde war, trotzdem wurde alles bereit gehalten. Gegen 5 Uhr nachmittags kam ein militärischer Flieger und meldete, daß man die arabischen Kolonie• arbeiter sofort fortschickeu soll, da die Araber annehmen, daß man sie festhält; sonst wollen sie um 6 Uhr die Kolonie überfallen. Die Araber wurden gleich׳ fortgeschickt, trotzdem die Kolonisten! sicli schwer von ihnen trennen konnten. Nachdem man nun sah, daß die Lage sehr ernst ist, sammelten sich alle Bewaffneten an ihrem Platz, wo sie die ganze Nacht, auf alles gefaßt, dalagen. Am Freitag gegen 10 Uhr erschien wieder der Flieger und meldete, daß in zwei Stunden 12 Soldaten und 1 Offizier zu Hilfe kommen. Dam» kam noch der Vertreter des Gouverneurs von! Haifa und! versprach Militär zu schicken. Aber — gleich, als er weg war, fing die Geschichte an, Eiuige Leute, darunter auch ich, waren noch dabei, das Vieh zu tränken. Wir ließen aber die Hälfte des Viehs draußen stehen, weil es iin Augenblick notwendiger war, Laufgräben zu bauen. Am Oraben arbeiteten Hermann Mahler, Georg Brumm, Dawidowitsch, ich und noch andere, die nicht zu den Bewaffneten gehörten. Es gab sehr erregte Augenblicke. Gegen Val Uhr kam sine Patrouille ange• stürzt und meldete, dali Araber an einer Seite der Kobnie eingedrungen sind. Alles lief jetzt in die Stelhingen und der Kampf fing an, der ungefähr eine Stunde dauerte. Unsere 60—70 mit Gewehren und Pistolen und SO-TCO mit Knüppeln und Eue.istangcn und anderem Mordwerkzeug Bewaffneten, ließe» die Ar:;- ber nicht vor. Von. den Arabern blieben 3 in der Kolonie liegen. Ich habe Patronen in die Stellung gebracht und war selbst mit einem arabischen Knüppel bewaffnet. Vorher war ich ״berittener Meldereiter zu Fuß ohne Waffe“ ־ den Titel!;ab mir Alfred Lehmann. Dann war ich wieder Bcobachtimgspasicu auf dem Dach des Hauses, wo alle Frauen, Kinder und Unbewaffnete Schutz suchten. Eine Kugel hat in die Scheibentiir eingcschlagcn und Dawidowitsch wurde durch den Splitter ein wenig verwundet. Das ist das Blut, das auf unserer Seite geflossen ist. Da es 5QtM) Angreifer sein sollten, wären wir vielleicht alle dranfgegangen, wenn nicht zu unserem Glück drei Flieger gekommen und tüchtig mit Bomben geworfen und Maschinengewchren geknattert hätten. Es folgten noch zwei Panzerautos mit Maschinengewehren, die mit Engländern und arabischer Polizei bemannt waren, sie fuhren aber bald davon, da die arabische Polizei zu plündern anfing. Am Abend kamen 120 indische Soldaten zu Fuß mit zwei Maschinengewehren und zirka 150 indischen Kavalleristen mit einem Extrazug an. Die Schießerei dauerte jetzt noch drei Stunden, während die Araber noch 13 Häuser geplündert und 2 gänzlich verbrannt haben. Die Wohnungen hatten sic schrecklich zugerichtet. Sie zertrümmerten alles, sogar die inedizinischen Apparate des Dr. Brünn wurden zerschlagen, und das Vieh, das in diesen Häusern war, wurde mitgenommen. Auf der Straße lagen eine geschlachtete Kuh, ein totes Pferd und ein Esel, so daß es wie nach einer Schlacht einfach fürchterlich aussali. Die Araber haben ihr Lehrgeld bekomme!». Eine Nachrieht besagt, daß hinter der ״Moschawa“ zirka 50 Tote von den Bomben und vom Maschincngcwebrfcucr waren, die sie noch mit ihren Pferden und Wagen mitzusdileppen Zeit hatten. Eine andere Meldung sagt aber, daß sie nur 14 Tote mitnahmen, während sie 3 Tote bei uns liegen ließen. Die letztere Meldung hat uns der Scheid» und seine Leute, die uns freundlich gesinnt sind, überbracht. Außerdem hatten wir 4 Gefangene. Es stellte sich heraus, daß die meisten Araber, die hier gearbeitet haben, sich an dem Raub beteiligten. Dieses erkennt man aus der von genauer Ortskenntnis zeugenden Plünderung der Wertgegcnstände eines Kolonisten, der neben Dawidowitsch wohnt. Unter den Toten ist einer der früheren Arbeiter in der Kolonie und unter den Gefangenen sind! 3, von denen sich noch einer gerade eine Reithose angezogcn hatte. Es gibt den Kolonisten viel zu denken, daß ihre früheren arabischen Arbeiter jetzt gegen sie kämpfen und wir, ihre ״großen Feinde“ jetzt ihre Verteidiger waren, und daß es für sie, wie sie uns selbst zugehen, ohne uns schlimm ausschen würde. Obzwar noch alles im Kriegszustand in und noch nicht in allen Häusern gewohnt wird, hahen wir sofort gestern eine Versammlung gehabt, in der wir beschlossen haben, daß keine arabischen Arbeiter mehr eingestellt werden dürfen, sonst verlassen wir die Kolonie, und davor haben die Kolonisten große Angst. Aber sie selbst sehen jetzt ein, daß sie mit den Arabern nicht mehr arbeiten können, höchstens mit der Schar der ״Treuen“. Dr, Brünn hat heute im Namen der Kolonisten in einer allgemeinen Versammlung (die erste gemeinsame Versammlung der Kolonisten mit den Arbeitem, der ich beigewohnt habe) betont, daß man einen Weg finden muß, um die jüdische Arbeit einzuführen. Es ist sofort ein sogenannter Kolonierat gewählt worden, bestehend aus drei Kolonisten, zwei Arbeitern und dem ״militärischen Oberbefehlshaber“, zu deren Verfügung das ganze lebende sowie tote Inventar stellt. Ucberhaupt wird sich jelzt, meiner Meinung nach, die ganze politische Lage andern. ־ Es muß unbedingt ein großer Strom neuer Einwanderer, wirklicher Chaluzim, hercinkominen. Nur kommen! Man k a n n das , nicht laut genug schreien; die Menschen schaffen dann auch A r b e i t s 111 ö g I i c h י k c i t e 111 In der Kampfstellung hatte sich unser Arbeitgeber Lubin seinem Arbeiter Rudinger, dein ״Abschnittskommandanten“, untergeordnet. Früher waren die Kolonisten die ״militärischen Befehlshaber“ und jetzt sind von ihnen selbst Arbeiter dazu ernannt worden. Es besteht überhaupt hier ein anderes Verhältnis zu einander, als man es sich im Galurh denken kann. Ich erinnere mich an die Aussprache mit Rubaschow im Voiksheim unmittelbar vor der sogenannte!» deutschen Revolution, an der auch der selige Brecher teilnahm, wo ich fragte, ob man mit nichtjiidischen Arbeitern gegen jüdischen Bourgeois gehen darf. Darauf antwortete jemand mit ״Ja“. Jetzt scheu wir aber, daß alle extremsten Sozialisten und Pazifisten mit deu jiklisehen Bourgeois, die wir selbst hassen, zusatttmengingen, ohne darüber zu diskutieren und große Theorien aufzustellen. Es war jedem selbstverständlich, denn wir haben Palästina, das jetzige wie das zukünftige, verteidigt. Uns blutet wirklich das Herz, wenn wir diese Verwüstungen sehen, wenn auch die Kolonisten Sch .... sind, denn es ist doch unsere schwere Arbeit. Dir kann, ich dasselbe noch persönlich sagen; die Fragen, die dich beschäftigen, sind für mich längst keine mehr. Die Hauptsache ist, daß man nicht krank ist und einen Schwachen kräftigt schon die Arbeit. Nur muß man Mut und Ausdauer haben und wissen, warum man herkommt. Allerdings, wenn man sich ausbilden kann, ist es gut, aber wenn ich jetzt in Berlin wäre und die Wahl hätte, zwischen ״Ausbilden“ (z. B. landwirtschaftlich, daß zwei bis drei Jahre dauern muß) oder sofort ״ungelernt“ hinüberzugehen, würde

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