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Jüdische Rundschau · 1921-05-17 · Heft 39-40 (17.5.1921) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 39-40 (17.5.1921)
Date
1921-05-17
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 280 J U E DI SC H E RUNDSCHAU^ Nr. 39/40 Die Debatte Kurt Blumcnfeld (lebhaft begrüßt): ־ Es ist nicht nur notwendig, in Fragen der Palästinaarbeit genau abzuwägen, sondern ebenso ist es notwendig: in Fragen der zionistischen Arbeit in Deutschland zu Einzelheiten zu kommen. Seit zwölf Jahren habe ich regelmäßig aut dem Dclcgicrtcntag das Referat über zionistische Arbeit in Deutschland gehalten, und ich freue mich, daß ich heute nicht Referent war, weil ich dann vielleicht auch dazu gekommen wäre, ein Referat zu halten, mit dein Sie alle durchaus einverstanden gewesen wären, weil nämlich, wenn man die Dinge nur in gewissen eirund* linicn ansieht, die meisten glauben, man müsse ja auch dafür sein, und dann stellt sich heraus, daß tu zahlreichen Fragen bei der Durchführung tiefste Gegensätze vorhanden sind. Diese Referate, die ich hielt, waten immer eindeutig und klar, und alle Fragen wurden in einer kaum mißzuvcrstelicnden Form behandelt, mul dennoch beschäftigen sich heute nur wenige so eingehend mit den Fragen, daß sie sich 1111 Ernst der I endenz der dargelegten Anschauungen bewußt "1!'1™״׳i Ich spreche nicht als Vertreter einer Fraktion, obwohl der Einheitsblock und der Hapoel-Hazair wahrschciniich in dieser Frage geschlossen Vorgehen werden, sondern ich spreche als einer der träger dieser Arbeit in Deutschland und glaube, daß cs weniger duniuf* »mkoninit, wer hinter einem 8te!u, sondern darauf, von neuem die ganzen Fragen unserer zionistischen Arbeit zu durchdenken und stell treizumachen von iriwiidweichen Vorurteilen und Stiinmmigen die durch die I’arleikiiinpfe erzeugt worden sind'. Hei der Frage der Arbeit von Zionisten mul Nidil/iomsk'ii hören Sie das Wort von »ler Bündnis- Politik, »las Ihnen jetzt vertraut geworden ist und daß ich 1017 unter dem Widerspruch meiner Freunde brauchte Diese Vorstellung geht auf die Erkenntnis /״rück, daß innerhalb der Judcnhcit notwendig zwei!.aper vorhanden sind. Vielfach wird verlangt, da!' mau :׳cwisse Forderungen fallen lasse, um zu Kompromissen zu kommen mul den nichtzionistischen Kreisen ungefährlieber zu erscheinen. Dies hat sich als falsch erwiesen. Erreichen kann man mir etwas, wenn man stark bleibt, ja, die Nichtzionisten selbst müssen uns zwingen, diesen Weg des Kompromisses zu vermeiden. Wir verhandeln bei dieser Politik ausschließlich über die Aufbringung von Mitteln. Die zw eite Sache ist aber, die Aufbringung von Menschen, und diese Sache liegt bei u n s, und nun möchte ich Ihnen sagen, daß alles, was ich hier »larlcge, kein System ist, das irgendwie ausgedacht wurde, sondern daß es sich in »len Erfahrungen dieser Jahre absolut bewährt hat. (Zwischenruf des H. Block-Hannover.) Als z. B. hier in Hannover einer unserer Vertreter die Biimlnispolitik empfahl, wurele von Nichtzionisten gesagt: Mit Ihnen können wir verhandeln, aber mit diesem railikalen Herrn Blöd; geht es schwerer. (Heiterkeit.) Wenn man Konipromißpolitik macht, erscheint man nämlich viel ärger, als aut dem anderen Weg. Ich möchte Vertreter der Ortsgruppen aufrut'cn, um über Ergebnisse /u berichten, denn hier können wir uns über Einzelergeb• nisse unterhalten. Alle Erfahrungen sind Einzelerialirungen, die in immer erneutem Versuche gemacht werden. Sollten andere Erfahrungen bestehen, werden wir die ersten sein, aus ihnen zu lernen. An einer Reihe von Orten haben meine Erfahrungen den Beweis gebracht, daß cs gelingt, wirklich für die Palästinaarbeit zu interessiereti, wenn wir in voller Ocffcntlichkcit die Schwere dieser Aufgabe erörtern, wenn wir den politischen Erfolg, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und den Bedarf an Menschen darlegen und sagen: Wir sind bereit, uns auf den Aufbau Palästinas zu beschränken, aber wir verlangen, daß Ihr einmal hört was das heißt. Wir erziehen doch die Menschen dafür. Was müssen sie können? Arabisch? Selbstverständlich. Müssen sic auch Hebräisch können? Da kam. wohl nicht anders als ja geantwortet werden. Müssen es beruflich vorgebildetc Menschen sein, die in voller Erkenntnis der schweren Aufgabe dort hmgehen? Und welche Menschen kommen in Frage, da Palästina doch nicht unmittelbar dem Wirtschaftlichen Interesse des Einzelnen dient? Doch wohl solche, die wirklich radikale sind, d. h. Anforderungen an sich selbst stellen, die wirkHch Idealisten sind? >t'hr richtig. Wie kann man diese Menschen schalten? Durch nationale Erziehung im Galuth, Nur der nationale Gedanke bringt sie naclt Palästina. —- Ich habe keinen Kreis von Nichtzionisten gefirnden, die das nicht verstehen. . Auch die Nichtzioristen wissen, weil w׳ir es ihnen offen sagen, daß heute ein großer Teil der Mittel in die Hände der Araber fließen muß, weil wir keine produzierende Juden haben. Es handelt sich darum, der Jugend ein neues Berufsideal zu geben, das es in Deutschland 11icht geben kann, so daß alle Versuche zur Berufs- »unschichtung durch Nichtzionisten mißlungen sind. U11sere stärkste Wirkung aut' Nichtzionisten ist dieses wirkliehe Pioniertmn und die Tatsache, daß ein Kreis von Menschen ztmädist gemeinsam mit anderen die Mittel aufbringt, dann aoer das Pioniertum erzeugt, unterstützt und fördert. Es kommt bei allen Dingen darauf an, wie sie dargelegt werden, und wir hatten nur eine Schwierigkeit, nämlich die Angrifte, die von hinten her aus ziomsüsehen Kreisen bei dieser Arbeit gegen uns gemacht worden sind. (Hört, hört!) Wir wollen uns darüber gar nicht aufregen, sondern uns die Tatsache nur zum Bewußtsein bringen, weil wir die Dinge kennen müssen. Oft haben Nichtzionisten zu uns gesagt: Solange die Zionisten ihren häuslichen Streit nicht erltaigi haben können sie nicht verlangen, daß wir ueia gehen. Diese Meinung ist ja ganz verständlich, um jemanden zum Gehen zu veranlassen, dazu gehören '״’,m!״״ '־d v־'inc ungeheure Arbeit. Um aber ii'rh H..״'Kcbcr ',®;anlasscn, dazu gehört nullerordeut- ISnUiiÄ w״Hd1';'ÜCr?tlJ ist’ daß bci dieser nicht• eine Arf Unmrv *dcr Em<jr'tck «weckt wird, daß hier die Bündnk^״«l ״"ffSVCvflhrc" •be8teht und daß dies die 8“"dnispohtik unmöglich macht. Das Korrelat Sfkalisic^iiiP •dle wallre Ra־ u 1 Kai 181 cm5 g des Zionismus rw *sim! der Sache tritt erst zutarrc: *w,!י ג ,r- Tnrt ehrlichen, dem reinen. dießwlrw!chc «ämt/Vf™’ d^m Zionismus gegenübcrstcht, die wir brfüchere^nd öle S ״־ £ringcm Maß* besteht UwT־hM recht wenn er meint, wenn wir jenen nachlaufen, laufen zigstel des bei dieser allein aus sind, dann ungeheuren unopportun sic vor 1ms weg, wen,; wir ihnen laufe״ sie 1ms nach. Nun werden Sie meinen, daegen׳st ״ uriiul Sie irren. Denn es handelt sieh nullt 11111 darum, hier etwas zu beschlichen und zu glauben, man.kan1״ dam gewisse Beschlüsse durchfuhren, d ״ ״R b s aktive Einrichtungen sind. Die Saclw«t «' 1™ erledigt, daß man z, II. bcluilcn oder. Ub^cUn scha.lt, daß man Bedingungen schafft, die wir n 1 fN^1■1 v» haben, sondern die -Sache beginnt erst dann besonihn, schwierig zu werden, wenn cs sich darum handelt eine Gesinnung in das Bc wu IIt sc 1 n d c r M e 11 ־ sehen zu bringe״. Alle objektiven, Eiiinchtuiigen werden dann einen Sinn haben, wenn wir eine bewußt menschliche Erziehung unserer Jugend haben. Die Forderung nach der Alijah ist noch nicht alles. Sie wild nur erfolgen, wenn jene starke Stimmung ui der Bewegung da ist. Die .Dinge, die man plant, werden nicht ausgeführt, weil zu wenig Menschen da sind, die wissen, daß die Dinge absolut notwendig sind, weil wir zu wenig Mensclien mit Staatsgcfuhl und I flichtgefüllt haben. Das Referat von Rosenbliit 1 wird nur dann seinen Sinn haben, wenn wir uns darüber klar werden, daß es in gewissen Dingen absolut anders werden muß als im letzten Jahre. Wir glaubten etwas Acbnlichcs wie ein Teil der Nichtzionisten. Auch wir hatten Momente, wo wir dachten, jetzt ist ein gewisser Abschluß einer Entwicklung. Die einen zogen daraus die Konsequenz, daß sie glaubten, jetzt ist’die Zeit des Verwalten* gekommen, die anderen sagten, jetzt muß sich der fertige Apparat bewähren 11111) deshalb genügt es, wenn wir mit aller Kraft die Keren 1 lajessod-Aktion machen. Nun ist gesagt wor- »len, sie hat nicht die Erfolge gehabt, die sie hatte haben können. Alle Ihre Freunde (zu Dr. Block gewendet) haben uns In »len ersten Sitzungen ein l'tinlimilzwaii- Erfolges prophezeit. Wenn dann bis jetzt nach kleinen Beteiligung 20 Millionen zionistischen Kreisen zusammengekommen soll mau Uodi vor allen Dingen nicht den Fehler machen, der doch wirklich ganz ist, daII man die eigenen Leistungen unter den Scheffel stellt, daß man dann, sagt, das ist gar nichts. Ich glaube, daß die bisherige Arbeit diese Erfolge gebracht hat, die wirklich Erfolge sind, weit unsere Organisation bis zu einem gewissen Grade fertig war, weil es einen kleinen Kreis solcher wirklich erzogener Menschen wirklich schon gab. Unser Irrtum bestand darin, daß wir übersahen, daß miscr Kreis noch zu klein war. Man kann nur sammeln, wenn man zugleich wieder neu erzeugt. Das haben u׳ir zum großen Teil vergessen gehabt. Deshalb habt!וי}!־\ letzten Jahr ganze Gebiete unserer Arbeit brach gclegcTtr־ IX־ r Kreis war zu klein, und cs fehlte ihm zum Teil das Gefühl, daß man gerade jetzt bestimmte Dinge in das Bewußt• sein der Menschen bringen kann. Ein Teil unserer Zionisten ist zu einer gewissen Gleichgültigkeit gckommen. Die Leute hatten das Gefühl, es gibt jetzt keine Gelegenheit für innere Arbeit und eine Reihe unserer Führer haben immer wieder den Fehler gemacht, zu sagen, die Zeit für diese Dinge ist vorbei und wußten nicht, »lall nur diese Arbeit die Tat erzeugen kann. Jetzt handelt es sich um die Methode einer w i r I;- liehen Führung der Z.V. f. I). Noch nie gab es ein Jahr, wo wir alle so auf Führung verzichtet haben, w׳ic dieses Jahr. Das war der größte Fehler, den wir gemacht nahen. Gerade jetzt, wo Angriffe in den eigenen Reihen kamen, haben wir ausschließlich Keren Hajessod-Arbeit gemacht und glaubten, daß sei ausreichend. So erleben wir jetzt ein starkes Mißverstiiiidnis bei Dingen, die man früher einmal schon besser verstanden hat. Deutlich wurde das auch in dem Schlußwort von Lichtheim, bei dem ich das Gefühl hatte, daß die entscheidenden Fragen der innerzionistischen Politik verkannt werden. Dort wird immer wieder der Versuch gemacht, Sachen zu ändern, indem man von außen au sie herantritt. Lichtheiin kritisiert schwere Mißstände in den Kreisen der Arbeiterschaft. Nun handelt es sich aber darum, er will etwas sachlich ändern, es kann ilun doch unmöglich daran liegen, gegen eine Gruppe scharf zu machen. Er will doch diese Menschen verattlassen, etwas zu tun. Durch diese Methode er»eicht er das nicht. Man erreicht das Gegenteil. Es gibt nur die eine Methode, daß man versucht, von innen her zu helfen, Sie haben sich z. B. in der Blau- Weiß-Frage bemüht, über den Blau-Weiß zu schimpfen und haben so bei ilnn eine tiefe Feindschaft gegen die Organisation erreicht. Das war ein ungeheurer Fehler. Weil die Aufgabe einer kämpfenden Bewegung nicht darin besteht, dnll ein Geschlecht seine zufällige Gesiimung als Norm empfindet für alle anderen, sondern daß es wissen muß, daß es darauf ankommt, die neuen Kräfte, die heraufkommende Jugend, der nationalen Sache einzuglicdern. Wir müssen dem Zionismus die Kraft zutrauen, die neu eimlringeiiden Ideen in sich_aufzunehmen. Alle Ideen der Welt dringen auf uns ein und haben uns immer beeinflußt juid die Stärke der Judcnhcit bestand darin, daß der jüdische Geist die Kraft hatte, die fremden Ideen zu verarbeiten, und es wäre ein Zeichen des Todes gewesen, wenn wir gesagt hätten, damit können wir nichts anfangen, sondern Vcrarbeihing ist der einzige Beweis für wahre innere Kraft. In der Jugend kam der Gedanke der Revolution auf und Sie lehnten das ab, und ich und meine Freunde haben kaum eine Unterstützung gehabt, wenn wir die Dinge wirklich zu erkennen versuchten. Hier ist eine kämpfende Jugend, die G. s, D. zu uns will. Wir müssen aber verhindern, »laß sie mechanisch die Ideen übernimmt und daß sie glaubt, Revolution heißt Zerstören. In der nichtjüdischen Welt gilt es eine starke organischunerträgliche Lebensform zu zerstören, und nun versuchte man, dieselbe Methode der Revolution in unserer Welt und merkte gar nicht, daß es gar nichts zu zerstören gibt, daß diese Jugend eine ungeheure revolutionäre Aufgabe hat, nämlich den konstruktiven Teil der Aufgabe zu erfüllen. Diese Idee in die Jugendbewegung hineinzubringen, das war unsere Aufgabe, damit die Jugend sich nicht den Anforderungen der Umgebung fügt, sondern die wahre Umartung des Menschen, die Fähigkeit des Aufbaues von Erez-Israel allein sich zur Aufgabe stellt. Mit dieser Jugend allein können Sie Palästina bauen, denn die meisten von Ihnen werden nicht hingchen und können daher nicht auf die einzigen Menschen verzichten, die dem Aufbau selbst zu dienen vermögen. Der geistige Kampf ward den andern zeigen, welche > unüberwindlichen Kräfte in uns stecken. Aber die tiefste ־, Quelle unserer Kraft ist die Uebcr/eugimg, daß wir die wirklich jüdische Bewegung sind, daß wir Kräfte haben, aus den Menschen andere Menschen zu machen! Sic können überzeugt sein, daß auf die palästinensischen Arbeiter das Wort eines in Palästina selbst arbeitenden gut geschulten von nationaler Gesinnung erfüllten Ar- Leiters mehr wirkt als die Rede von Leuten, die aullerhalb stehen und Sie müssen dafür sorgen, daß eben in der Arbeiterschaft Menschen mit saldier Gesinnung sind, die wirklich bessernd auf die Mißstände wirkt. Sie müssen sorgen, daß drüben die Zionistische Organjl sation als die wirkliche Mutter empfunden wird. Damm müssen wir für die nächsten Jahre mit voller Deut, lichkeit die Notwendigkeit einer besonderen Propaganda einer besonderen Jugendarbeit kennen und uns ins Be-’ wußtscin bringen. Es wird unsere Aufgabe im nächsten Jahr sein, das mit voller Gründlichkeit und Sachlichkeit zu tun, und dieser Delegierteiltag, der sich von anderen dadurch unterscheidet, daß es hier keine aktuellen!ktsönlichcn Kämpfe gib(, kann große Bedeutung haben, wenn diese Fragen von uns erörtert werden, und wenn auch alle Gegner mit voller Sachlichkeit, unter voUer Würdigung der bestehenden Tatsachen in Palästina ihre Meinung vertreten. Dann wird der Erfolg von ' San Remo seinen Sinn erhalten. Dieser Erfolg ist g«. kommen, weil Balfour Weizmann aut die Frage: ״Gibt es mehr Wcizmanns im jüdischen Volk?“ erwidert»•; ,.Gehen Sie nach Pinsk, da sind die Straßen mit wcizmanns gepflastert.“ Wir wissen, »laß es so niclit ist, aber daß vir mir etwas erreichen können, wenn wir »len Kreis bester Menschen vergrößern. Dies geschicht einmal durch die Schaffung von Einrici1tn11!:»׳n; diese Einrichtungen werden aber nur dadurch ihre Bcdeutung erhalten, daß wir durch nationale Erziehung und starke Führung in unseren Reihen eine bestimmte Gesinnung erzeugen. Daher erscheint mir die Annahme einer Resolution erforderlich, in welcher »lie Kon- Sequenzen aus meinem Referat gezogen werden. Wenn dann diese Resolution im kommenden Jahr in die Tat umgesetzt wird, wird es uns gelingen, den Menschen ein neues Bewußtsein zu geben, das sie txfähigt, den sachlichen und nationalen Anforderungen gerecht zu werden. (Tosender, lang anhaltender, s;d\ stets erneuernder Beifall.) Nach Bluincnfcltls Rede wird die Vormitt igssit/ung geschlossen, ln der Nacbmittagssitzung wird die Debatte über die Arbeit in Deutschland fortgeiührt. Es sprechen zunächst die Redner der Parteien Gerda Arlosoroff, Lazarus Barth, Heinrich Margulies, Dr. Danz.iger 11. a. Darauf wurden Generalredncr gewählt und die Debatte mit einem Schlußwort von Blumcnfeld beendet. Der Bericht über diese Debatte folgt in der nächsten Nummer. Montag wird die Palästina-Debatte durch Referate von Prof. Warburg, Davis Trietsch und Jakob Wolff eingeleitet. Wir werden auch dies«״ Bericht nachtragen, In »ler Nachmittagssit/tmg folgte noch das Referat über das Organisationsstatut. Montag abends wurde dann der Bericht des Permaneiuaus- Schusses von Dr, Hnnlkc erstattet. Wir müssen uns damit begnügen, heute die Wahlen und Beschlüsse W1cd»:rz11geben, indem war eine Darstellung der sehr würdigen und feivrliciien Schlußsitzung uns Vorbehalten Die Wahlen Als Vertreter der deutschen Landesorganisation im großen Actions-Comite werden die Herren Felix Rosenbliith und Prof. Heinrich Loewe einstimmig bestimmt. Zum Vorsitzenden der Z. V.f.D. wird, unter lebhaften Ovationen, Herr Felix Rosenblüth einstimmig wiedergewählt. Der Geschäftsführende Ausschuß erhält folgende 7.usammensetzung: Kurt Blumcnfeld, Dr. A. Hantkc, Dr. Walter Moses, Dr. Siegfried Moses, Dr. Moses Smoira, Dr. Israel Auerbach, Dr. Egon Rosenberg, Max I. Kober, Arthur Rau, Dr. May Strauß. Ferner als Leiter der Nationalfondskomruission Herr Max Wollstein er, Außerdem wird ein Zentralkomitee aus folgenden Mitgliedern gewählt: Zentralkomitee: Alex. Adler; Dr. A, Bär, Berlin; Dr. A. Barth, Berlin; Justizrat Bodcnheiin er, Köln; J. Bo sch w it z, Berlin; Dr. Chamizcr, Leipzig; Dobrzinsky, Bcuthcn; Frau Dr. Dresel, Stettin; Dr. H. Epstein, Duisburg; E. Feist, Frankfurt a. M.; E. Frank; F rä nkel. Marburg; M. Goldreich, Beuel; Grüneberg, Elberfeld; Gronemann, Berlin; Dr. Gün־-burg; Mix Hirsch, Halbe; Dr. Sally Hirsch, Halherstadt; Dr. Jacobsohn, Breslau; Kalmus, Hamburg; Dr. Kaufmann, Frankfurt a. M,; Dr. A. Landsberg, Wiesbaden; Leopold Landau, Hamburg; G. Landauer, Berlin; F. Löwenstein, Berlin; M. N us sbaum , Nürnberg; P rag c r, Cassel; Rosenfeld, Karlsruhe; Dr. Rabin, Breslau; Rothschild, Lübeck; Dr. Frieda Reich mann, Dresden; Dr, W. Stein, Königsberg; H. Schachtel, Breslau; S. ׳Schocken, Zwickau; Sch 1 ei ßnc r, Hannover; Elias Straus, München; Stahl, Berlin; Schneiling; Victor, Hamburg; Jacob Wolff, Frankfurt a. M.; Wolf heim, Erfurt; Zadek, Hamburg. In den Finanzausschuß werden gewählt: Dr Gerson, Hans Goslar, Siegfr. Hirsch, Leopold Laudau, Dr. Alfr. Landsberg, Dr. Walter Pinncr, Berlin, S. Schocken, Zwickau, Alfred Schwarz Berlin, Lieber, Jacob Wolff, Frankfurt a. M״ Leibowitz, Hamburg, Heinrich Meyer, Hamburg. Dr. Walter Moses, Berlin, Dr. Siegfr. Moses, J. Katzensfein. Trcisa, Aron H o f in a n n, M. N u s s b a u in, Nürnberg; ins Ehrengericht: Rechtsanwalt Grone mann, Vorsitzender, Dr. Siegfried Moses, Stellvertreter, Hans Ooslar, Dr. Max Strauß, Dr. Lazarus Barth, ferner Dr. Chone als Ehrengerichtsanwalt.

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