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Jüdische Rundschau · 1921-05-17 · Heft 39-40 (17.5.1921) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 39-40 (17.5.1921)
Date
1921-05-17
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 39/40 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seile 279 t i o n s 1 c b e n schaffen. Ist der Zionismus die Frcihcitsbewegung des jüdischen Volkes, 90 darf die Zionistische Organisation kein Verein sein wie tausend andere, mit aller Eitelkeit und kleinlichen Eifersucht und Verant• wortungslosigkcit des Vereinslcbens, Sondern sie muh ein Ausdruck der zionistischen Bewegung sein, und es ist keine Spielerei, sondern bitterste Lebensnotwendig* keit, wenn man einen zionistischen Verband mit dem Organisationsgeist eines kämpfenden Heeres oder besser noch eines Staates zu erfüllen sucht. ״Wir organisieren die Judenhcit für ihre kommenden Geschicke“, sagte HerzJ, der in! Kongreß immer das Parlament, in der Organisation das organisierte Volk antizipierte, und die Zionistische Organisation ist sinnlos und wirkungslos, wenn sich ihre Mitglieder nicht als die Oliedcr einer organisch verbundenen Willensgcmeinschaft betrachten. Damm tut uns dreierlei not: Wir müssen erstens als Grundsatz der einheitlichen WillensbiMung das demokratische Prinzip anerkennen und hochhalten. Ist es sdion als Fundament des öffentlichen Lebens m realen Staaten mit obrigkeitlicher Zwangsgewalt unentbehrlich, so ist es geradezu conditio sine qua non für Verbände, die auf Freiwilligkeit beruhen. Denn es ist nicht ein• zuschen, welches Prinzip ihr Leben regulieren sollte, wenn nicht die Unterordnung der Minderheit unter dem Willen der Mehrheit. Wir müssen danach streben, alten aktiven und arbeitsfähigen Kräften die Möglichkeit der Mitarbeit zu gewähren, und die Organisation ist mangelhaft, wenn sie solche Elemente ausschaltet — aber der leitende Einfluß auf die Organisation muß durch Leistung, die eine Mehrheit überzeugt, errungen werden. Jeile Ignorierung des Mchrhcitswillcns ist daher ein ernster Angriff auf die Organisationsmoral einer Bewe* gang, deren Ziel die Bildung eines staatlichen Gemeinwesens ist. Im engsten Zusammenhang damit steht zweitens das Problem der Disziplin überhaupt. Man weiß, daß die Gegner des Zionismus von jeher das Mißlingen unserer Pläne prophezeit haben, weil wir unfähig seien, einander zu respektieren oder gar zu gcltorchen. Die Erfahrungen in den letzten Jahren haben bewiesen, daß in Einzelfällen eine nervöse Un• Zufriedenheit mit der Leitung der Bewegung, sei es in London «der Berlin, genügt hat, um Gesetze der Or• ganisatkm oder ihrer gewählten Vertreter zu mißachten. Das ist eine Erscheinung, die im Propagandastadiiun unserer Bewegung hingehen mochte, die aber im Aufbaustadium unmöglich ist und die gründlich ausgerottet wenden muß. Drittens schließlich muß sich eine Anw'Iiauung über das zionistische Beamtent u m durchsetzen, die bisher noch nicht das Gemeingut aller ist, die aber aufs engste mit jener eben entwickelten Auffassung der Organisation zusammenhängt. Es handelt sich dabei einmal um die persönliche Steltimg und zweitens um die sachliche Bedeutung des Beamtentums. Wir müssen uns daran gewöhnen, in je;lem seiner Aufgabe ergebenen und tauglichen zionistischeu Beamten -- über andere sollte die Organisation nicht verfügen — einen Repräsentanten unserer Idee zu sehen und zu respektieren, einen Diener des Zionismus aber nicht der Zionisten. Denn nur dann werden wir den Zustand aufrecht erhalten können, daß Menschen den Beruf des zionistischen Beamten als eine Auszeichnung aivsehen, daß sie ihn aus keinem anderen Grund ergreifen, als weil sie glauben, an dieser Stelle der Bewegung am besten nützen zu können. Ich will über diese aus mehr als einem Grunde brennende Frage an dieser Stelle nicht ausführlicher reden und verweise auf den Artikel, den Berger in der letzten Nummer der. ,Jüdischen Rundschau“ veröffentlicht hat. Wir müssen aber auch rein sachlich den Aufgabenbereich der Bewegung prüfen, der im Verhältnis zur Anzahl ihrer Mitglitder außerordentlich groß ist, und müssen uns fragen, welche Aufgaben ohne den Einsatz einer vollen Arbeitskraft Schaden leiden müßten. Wenn in den letzten Jahren die Institution der Beamten innerhalb der Z. V. f. D. ausgebaut wurde, so geschah es, weil die Dringfichkeit unserer Aufgaben die Methode der halben Erledigung nicht zuläßt. Gewiß wäre die Institution kein Vorteil, sondern ein schwerer Schaden, wenn sie die Mitarbeit freiwilliger Kräfte, auf der unsere ganze Organisation beruht, lähmen würde, statt sie anzuregen. Aber andererseits darf unter der unvermeidlieben Unzulänglichkeit freiwilliger Kräfte, die keineswegs auf schlechtem Willen beruhen muß, die Arbeit siebt leiden. Und auch hier müssen wir uns von Vor- Stellungen freimachen, in denen andere Kreise befangen sein mögen, die aber mit dem Charakter einer Bewegung, die einen Staat baut, unvereinbar ist. Wir müssen verlangen, daß die leitenden Männer unserer Bewegung die volle Verantwortung für ihr Amt übernehmen, und das ist nur denkbar, wenn die Verantwortung mit der tatsächlichen Leitung verknüpft ist. An der Spitze der Organisation müssen geeignete voll verantwortliche Menschen stehen und sie müssen, falls es erforderlich ist, besoldet werden. Wir wollen über diese Dinge offen sprechen und wollen uns gestehen, daß der Instinkt, der sich gegen diese Vorstellung sträubt, nicht aus der freien Atmosphäre unserer Zukunftshoffnungen stammen kann. Eine Zionistische Organisation von dieser Art brauchen wir. Eine Organisation, getragen und mit starkem Willen erfüllt von Men. sehen, die das Judentum aus der Unfreiheit desGotus loslösen und nachPalästina führen wollen, eine Organisation, deren Mitglieder mit Palästina durch Liebe und Leistung verknüpft sind, deren Jugend als höchstes Ziel des Lebens der Aufbau Palästinas durch eigene Arbeit gilt, die *ich mit der Judenheit der ganzen Wett verbunden weiß, in dcrderOrdnungs. und Unterordnungssinn einer kämpfenden und bauenden Gemeinschaft lebendig ist. Und noch eins muß erkannt werden, worauf in diesem Zusammenhänge Blumenfeld oft hingewiesen hat: Es kommt nicht darauf an, daß die Organisation nur Mensehen dieser Art umfaßt, sondern darauf, daß diese Menschen ln der Organisation bestimmend sind und ihr den Stempel ihres Wesens aufdrücken. Eine Zionistische Organisation von dieser Art brauchen wir, eine solche Organisation braucht aber auch die Judenhcit, wenn sie wirklich Palästina aufbauen will — sei es als Führerin oder sogar als Vollstreckerin ihres Willens. Es genügt heute keineswegs, die nichtzionistischen Juden für die Kolonisierung Palästinas zu gewinnen, wenn wir nicht weiter und mehr denn je für die ZIonisierung unserer eigenen Bewegung wirken. Wenn wir uns daher jetzt an die Nichtzionisten wenden, so tun wir es in dem vollen Bewußtsein u n ־ sercr besonderen Aufgaben, die eine Aenderung des Charakters unserer Bewegung ausschließcn. Und wir sind durchdrungen davon, daß es nicht nur aus inneren Gründen unmöglich, sondern auch um des beabsichtigten Erfolges willen überflüssig und sogar schädlich wäre, die Bahn unserer bisherigen Entwicklung zu verlassen. Was heute auf deutsche Juden wirkt, ist zweierlei: Einmal die Wucht der Tatsachen, die mit den Namen San Remo und Herbert Samuel verknüpft sind, der Sieg des politischen Zionismus, den man für unmöglich hielt. Und es ist zweitens der Ernst und die Tatbcreitscliaft der zionistischen Bewegtvng, der weder ihr Geld noch ihre Jugend, noch irgend ein Gut zu kostbar ist, um das letzte an ihre Aufgabe zu setzen. Man begreift, daß der Aufbau Paiästinas auf alle Fälle durchgeführt wird, und auch nichtzionistische Juden empfinden instinktiv, daß es eine Schmach für das ganze Judentum wäre, wenn er mißlänge. Man begreift, daß jetzt die schöpferischen und autbauenden Kräfte des Judentums auf eine große Probe von weitester Sichtbarkeit und geschichtlicher Bedeutung gestellt werden, und der jüdische Stolz fordert, daß diese Probe gelingt. Man empfindet es als uner« fraglich, daß man in Zukunft in Palästina von den Leistungen der ganzen Judenheit für Erez-Israel berichten, und daß in diesem Schöphingsbcricht der Name des 'deutschen Judentums fehlen sollte. Man erkennt, daß die ganze Welt kolonisatorische Taten der Gesamtjudenheit in Palästina erwartet, und fühlt, daß es auf die Dauer unmöglich sein wird, die Politik der Emigration nach anderen Ländern durchzufiihrcn, wenn man sich dem Vorwurf aussetzt, eine große kolonisatorische Möglichkeit ungenutzt gelassen zu haben. Alle diese Gründe wirken durch ihr eigenes Schwergewicht, und nur sachlich bcgründctcUcbcTzcugungcndcr Nichtzionisten, niemals ihr taktisches Entgegenkommen und ihre Gefälligkeit, können in ihnen selbst Wirkungen ausüben, die politisch wertvoll und finanziell nicht belanglos sind. Wir haben das teste Vertrauen, daß das nichtzionistische deutsche Judentum die Verpflichtung fühlen wird, sich mit uns zu gemeinsamer Arbeit für Palästina zu vereinigen, Wese Arbeit»- gcmeinschaft wird und kann nicht auf ein Kompromiß gegründet werden. Wir können niemals verleugnen, daß wir, um es noch einmal zu sagen, durch Palästina das Golus überwinden wollen, wir werden aber von niemandem verlangen, daß er den Begriff des Golus anerkennt. Sondern das Fundament dieser Arbeitsge׳ meinschaft ist der gemeinsame Wille, durch den Aufbau Palästinas den Interessen des Judentums zu dienen. Wenn wir darauf vertrauen, daß ein solches Palästinabündnis geschlossen werden wird, so stützen wir uns auf eine ganze Reihe von 'Willensäußerungen nichtzionistischer Persönlichkeiten und Gruppen, die zu gemeinsamer Arbeit bereit sind, und der bekannte Beschluß des Zcntralvereins wird uns in dieser Uebcrzeugung nicht wankend machen. Es ist klar, daß der Beschluß des Zcntralvereins von dem Bestreben diktiert ist, alles ״Nationaljüdische“ abzulehnen, und so wird sogar die Besiedlung Palästinas als ein Ziel ״nationaljüdischer Politik“ verworfen, obwohl inan weiß, daß in Palästina eine jüdische Kolonisation nur auf nationaler Grundlage sinnvoll und ausiülirbar ist. Wir weisen den Beschluß des Zentral Vereins als einen schweren Angriff auf die Solidarität jüdischer Interessen mit Entschiedenheit zurück. Wenn wir dennoch diese Kampfansage nicht mit Kampf er. widern, so tun wir es, weil wir der Politik des Aufbaus durch positive Maßnahmen zur Organisierung der Juden׳ heit auf dem Boden des Keren Hajessod besser zu dienen glauben, und weil wir annehmen, daß der Zentralverein seine Haltung noch einmal mit der Stellungnahme weiter Kreise des deutschen Judentums in Einklang bringen wird! Vor allem auch mit der Entwicklung großer Teile der Jugend, in der Palästina immer mehr zum ent scheidenden Kriterium einer positiven jüdischen Willensrichtung wird. Diese Revision wird jedenfalls schneller erfolgen, als ein Gesinnungswandel in anderen Fragen, die uns ebenfafls angehen. Wer das letzte Heft der Zentralvereins-Zcitschrift ״Im Deutschen Reich“ liest, wild erkennen, daß die Gründung des ״Verbandes nationaldeutschen Juden“ dem Zentralerem Veranlassung gibt, seine antizionistische Gesinnung besonders scharf ins Licht zu rücken. Uns erscheint es wie eine Rache des Schicksals, daß der Zcntralvcrein sich heute genötigt sieht, gegen den Vorwurf aufzutreten, daß er ״national unzuverlässig“ sei, und daß ihm nichts anderes übrig bleibt, als seinen nationaldeutschen Gegnern vorzuhalten, daß man ״die Wohlgesmnthcit der Judengegner zu erwerben sucht, indem man mögltcht weit vom Judentum abrückt, indem man sich seine Wege vollkommen vom Judengegner vorschreiben läßt“. Der Zcntralverciit hat sich heute gegen Vorwürfe zu verteidigen, die er früher selbst gegen uns geschleudert hat — ja er setzt diese Methode fort. Der ״Verband nationaldeutscher Juden“ verlangt von den Zionisten nach dem Bericht des Zcntralvereinsblattes, ,״sie mögen entweder auswandern, oder als Fremde, die sie ja sein wollen, nur die Rechte in Anspruch nehmen, die jeder Ausländer hat“. Der Zentralverein hält es für richtig, hiergegen nur einen Teil der Zionisten in Schutz zu nehmen und identifiziert sich dadurch grundsätzlich mit dem Angriff der Nationaldeustehen, der, wie er an anderer Stelle sagt, ״demmziatorisch wirken muß“. Es dürfte richtiger sein, daß wir Herrn Naumann selbst eine Antwort erteilen, die aber auch der Zentralverein zur Kenntnis nehmen möge. Wir wollen uns mit Herrn Naumann, dessen Gründung wohl die unerfreulichste aller Assimilationsblüten ist, nur insoweit beschäftigen, als er nach altbewährter, vom Zentralverein jetzt ganz richtig erkannten Methode den Versuch macht, seine eigene Gesinnung auf unsere Kosten zu empfehlen. Der Zionismus hat niemals die Auffassung vertreten, daß die Zionisten in den Ländern des Galuth ״Fremde“ sind. Wir sind — insbesondere in Westeuropa — durch Bande geistiger und materieller Art mit unseren Mitbürgern verknüpft. Wir betonen nicht unsere ״Fremd« heit“, sondern unsere ״Besondeiheit“, die um 90 mehr mit einem positiven Bekenntnis zum Staat, mit einer innerlichen und warmen Beziehung zum Staatsleben verknüpft ist, je mehr der Staat erkennt, daß alle Menschengruppen 111 ihm das Recht auf freie Entfaltung ihrer Eigenart haben. Gerade da, wo der Entwicklung jüdischer Eigenart freiester Spielraum gelassen ist, dienen die Juden am freudigsten dem Staatsinteressc und fühlen sie sich am meisten als seine voll mitverantwortlichen Träger. Wir bilden uns nicht ein, daß wir ״bodenständig und wurzeltest“ ~ wie es der Zentralverein von sich behauptet — mit deutschem Erdreich verknüpft sind, aber eine längere geschichtliche Ent- Wicklung hat uns eng genug mit Deutschland verbunden, um uns zu der Forderung zu berechtigen, daß man unsere staatsbürgerliche Zuverlässigkeit nicht in Zweifel zieht. Wir verlangen, daß man diese Fragen im Lichte der Wahrheit geschichtlich, nicht im Lichte antisemitischcr oder antizionistischer Lüge dogmatisch betrachtet. Selbst, wenn der Zionismus das deutsche Judentum in seiner Gesamtheit nach Palästina verpflanzen wollte oder könnte, so wäre dieser Repatriierungsprozeß geschichtlicher Inhalt einer allmählichen Entwicklung, welche die Beziehung zur gegebenen patria rechtlich erst mit seiner tatsächlichen Vollendung auflösen, geistig aber darüber hinaus noch wesentlich länger erhalten würde. Man erweist dem deutschen Volke, zu dem heutzutage Millionen von Volksgenossen als Untertanen anderer Staaten gehören, einen schlechten Dienst, wenn man diejenigen entrechten will, die vom Staat die Respektierung ihrer Eigenart verlangen. Ich kann, um unsere Stellungnahme zu diesem Fragenkom•* plex zu präzisieren, nur noch einmal wiederholen, was Herr Blumenfeld unter allseitiger Zustimmung auf dem XV. Delegiertentag ausgeführt hat: ״Sind wir vom Staate anerkannt, so sind wir ein integrierender Bestandteil des Staatsganzen geworden. Daher glauben wir, daß erst das nationale Judentum in freier Bewegung, in Hingäbe am Fortschreiten lebender Völker und also auch des deutschen Volkes teil nehmen kan n.“ Es ist bedauerlich, daß wir in einer Zeit, in der all unser Denken auf die Arbeit in Erez-Israel konzentriert ist, uns mit Angriffen eines ״Verbandes nationaldeutscher Juden“ auseinandersetzen müssen. Wenn wir an die Solidarität der gesamten Judenheit appellieren, so wissen wir, daß wir mit einer Gruppe nichts gemein haben, die eine interterritoriale Zusammengehörigkeit des Judentums sowohl nationaler wie religiöser Art leugnet. Wir vertrauen aber darauf, daß in den anderen Gruppen der deutschen Judenheit noch soviel ursprüngliches jüdisches Gefühl lebt, daß sie die gemeinsame Arbeit für Erez- Israel als heilige Pflicht empfinden werden. Wenn wir uns mit diesem dringlichen Appell an die deutsche Judenheit wenden, so tun wir es, obwohl wir wissen, daß der finanzielle Beistand der deutschen Juden, so bedeutungsvoll er werden mag, entscheidend nicht ins Gewicht fallen kann. Wir betrachten aber die Haltung des Judentums in dieser Schicksalsfrage als unsere ureigenste Angelegenheit, weil wir selbst deutsche Juden sind, selbst Glieder dieser Gruppe unserer Volksgcmeinschaft, deren Entwicklung im 19. Jahrhundert von so entscheidender Bedeutung für die Entwicklung der gesamten Judenheit war. Als deutsche Juden können wir es nicht zulassen, daß das deutsche Judentum bei dem Aufbau Erez-Israels beiseite steht. Die Arbeit des nächsten Jahres gilt wieder dem Keren Hajessod. Diese Arbeit trägt vielleicht den Keim ־ der Gefahr in sich, daß sie die Organisation mit dem lähmenden Gefühl erfüllen könnte, es komme jetzt alles auf Geld und nur auf Geld an. Es sei der Sinn unserer Tagung, daß wir wieder einmal erkennen; das Schicksal unserer Bewegung ist unserer inneren Kraft anvertraut, die allein uns und die Judenheit in Richtung auf Erez-Israel bewegen kann.

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