Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 37 (10.5.1921)
- Date
- 1921-05-10
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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I Nr. J U E Dl SC H E RUNDSCHAU Seile 257 XVII. Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland am 13., 1516 ״. Mal in Hannover, im Volksheim, Nicoiaistr. 10, Büro des DelegSertentagcs. ,, ... Das Büro des Dclcgiertentages befindet sich in Hannover, Volksheim, Nikolaistr. 10. Delegiertenlegitimationen. Diejenigen Delegierten, denen die Ausweise wegen verspäteter Meldung der Wahlen nicht mehr zugestellt werden können, bekommen dieselben vor Beginn der Tagung im Büro des Delegiertentag es, im Volksheim, Hannover, Nikola»* straße 10. Zionistisches Sekretariat Hannover. Das Sekretariat der Zionistischen Ortsgruppe Hannover befindet sich in Hannover, Herscliels t r a fl e 35 (Fernsprecher Süd 50S4). Bahnhofsdienst. Ab 11. Mai, abends 8 Uhr, wird am Hauptbahnhof Hannover ein Bahnhofsdienst errichtet, wo Qiiartierzettcl und im voraus bestellte Gastkarten ausgehändigt werden. Bestellungen erbitten wir an das Ztoaistischc Sekretariat Hannover, Herschel. straße 35. Gastkarten. Es werden eine beschränkte Anzahl von Gastkarten zum Preise von 15.— M. für Erwachsene und 5.— M. für Jugendliche bis zu 18 Jahren ausgegeben, die vor Beginn der Tagung an der Kasse im Volksheim, Nikolaistr. 10, zu haben sind. Verpflegung. Die Delegierten und Gäste werden gebeten, an. zngeben, ob sie auf koscheres Essen reflektieren. Veranstaltungen. Am Donnerstag, den 12. Mai, abends 8 Uhr, treffen sich die Delegierten und Gäste im ״Königlichen H o f“ (gegenüber dem Bahnhof). Freitag Abend und Sonnabend Vormittag findet ein Festgottesdienst statt. Sonnabmd, nachmittags 3V? Uhr, Führung durch Hannover. Sonnabend, nachmittags 5 Uhr, Treffpunkt in der Stadthalle, Sonnabend Abend, 8V4 Uhr, findet eine Propagandavcrsamtnhmg statt. Dienstag Vormittag ist eine Besichtigung der Gartcnbausdutle in Ahlem angesetzt. Abfahrt der Teilnehmer um 101/2 Uhr. 1y Das Walilresultat in Berlin. Die Wahlen zum Delegievtentag der Z. V, f. 1), z.el• liglen in Berlin folgendes Resultat: Es wurden abgegeben rund 701) Stimmcn,~~Ztt-wühlen waren 35 Delegierte. Es entfielen auf: Liste 1 (Natio- Haler Einhcitsblock) 12 Delegierte; Liste 2 (Gruppe Ost) 2 Delegierte; Liste 3 (Gruppe fraktionsloser Zwnisten) 5 Delegierte; Liste 4 (Misrachi) 10 Delegierte; Liste 5 (Hapoel-Hazair) ö Delegierte. Gemeldete Delegicrtenwahlen. Berlin; Liste 1 (Nationaler Einhcitsblock): Dr. Arthur H a n t k e, Dr, Victor Jacobson, Dr. Egon Roscnbcrg, Hugo Wolfermann, Dr. Siegfried M o s c s, Julius Berger, Max W o 11 s t c i n e r, Georg Straus s, Wolf S c h e p s, Walter S a 11111 e I, Anneliese Hohenstein, ür. Moritz Bileski, Berlin. Liste 2 (Gruppe Ost): Hugo Wolfermann, Chajim Brunner, Berlin. Liste 3 (Gruppe fraktionsloser Zionisten): Prof. Dr. Dr. Heinrich Locwc, R.-A, Sammy Grone* mann, Dr. Israel Auerbach, Dr. Paul Michaelis, Ch. Zu i Klötzel, Berlin. Liste 4 (Misrachi): Lazarus Barth, Arthur Rau, A-chcr Strom, Dr. Abraham Locb, Arthur Schragen heim, Max Kober, Fischei OoldhammeT, Isaak Boschwitz., Dr. Aron Barth, Dr. Gabriel K ז o 11 c r, Berlin. Liste 5 (Hapoel-Hazair): Dr. Robert Welt sch, Dr. Max ät ratiss, Georg Landauer, Dr. Albert Buer, Alwin Loewcnthal, Frau Siddy Wronski, Berlin. j T a r n o w i t z.: R.-A. Wunderlich, Oppeln, Dr. Elias Fischer, Berlin, Delegierte; R.-A. Block, Hannover, Ersatzdclegicrte. Hamborn: L. Krummholz, M, Diengott, Hamborn, Delegierte; B. Hirsch, N. Fuchs, Hamborn, Ersat/.delegierte. Breslau: Z.-A. Hugo Schachtel, Dr, Kap- 11111 - Ko gam, Referendar Berthold Cohn-Vohßcn, Max W. Kober, R.-A. Jacobsohn, Delegierte; R.-A. B i h o, Referendar Polke, Ersatzdelcgierte. Mannheim: Dr. E. 1. Lesser, Artur Beer* '«ann, Mannheim, Delegierte; Dr. Julius Moses, Hans ',Muend, Mannheim, Ersatzdelcgierte. Mannheim: Misrachi; Samuel Haar- Puder, Berlin, Delegierter; Frau Lina Wagner-Tauber, Berlin, Ersatzdelcgierte. Nordhausen: R.-A. Artur War bürg, Nordhausen, Delegierte; Enoch Barenholz, Nordhausen, Er- ^:/delegierter. Hildeslicim; Referendar Dr. Schönbach, (-Ule, Delegierter, Tilsit: David S e g a II, Tilsit-Dresden, Dciefiierter. Elberfeld: Kurt B J u 111 e n f e 1 d, Berlin, Dr. Grüneberg, Elberfeld, Delegierte; Aenne Pomer«nz, Isidor Fuchs, Elberfeld, Ersatzdelegierte. Halle a. S.: M. Woskin, Dr. rodor, Halle, Delegierte; R.-A. Nemann, stud, jur. Rothenberg, Halle, Ersatzdelegierte. Hamburg: Leopold Landau, Br. Felix Dan* *iger, Boris Lcibo witsch, Dr. Ernst Kalmus, Dr. Walter Weigert, Hamburg, Delegierte; Dr. Mar* Roth, Dr. Percy Zadik, Hamburg, Bonn, Dr. Koopmann, tiu Auerbach, Erich Ersatzdelegierte, .. .H b.u Misrachi-Ortsgruppe: Alexander Adler Carl Michaelis, Frau Hedwig Dr° LC, 1’ 5 ״- ״ ° U f>. Hamburg, Delegierte; Z.-A. (/elegierte* M°Rcr> Emil David, Hamburg, Ersatz* ,, >{ *1-.a 1”*י .u.r S: , M i s ra c h i J u g e n d g r u p pe: KU. Dn Erich Michaelis, caiid. med. K a t z, Hambürg, Delegierte; Paul Möller, Hamburg, Ersatzdelegierte!.׳ 1 ״ a e יי• D. Rovinski, R.-A. Löffler, Plauen, Delegierte; A. Lutzki, Plauen, Ersatzdelegierter. Lubc ck: Zahnarzt Hugo Rothschild, Dr. Hans N a 111 u 11, Lübeck, Delegierte; Hugo Meyer, Dr. Leo Landau, Lübeck, Ersatzdelegierte. Gelsenkirchen: Dr. Fritz Löwen st ein, Berlin, M, Schapiro, Wanne, Delegierte; Dr. Sackneun, Oelscnkirchcn, Georg Landauer, Berlin, Ersatzdelegierte. München: Dr. Elias Straus, Dr. Aron I s s c r- 11 n, Josef Sch ach no, Paul Grün bäum, München. Delegierte; Wuirei Falk, Elisabeth Mahler, Dr. Joseph Schäler, München, Ersatzdelcgierte. Bonn: Max Goldreich, Beuel b. Walter Laskcr, Bonn, Delegierte; Paul Frau Dr. Edelstein, Bonn, Eisatzdclcgicrtc. Mainz: 1. Epstein, A. Metzger, Mainz, Delegierte; J. Nitckmann, Mainz, Ersatzdelcgierter. Leipzig; Ortsgruppe: Dr. R. Chamizer, Wilhelm Du bin er, Jacob Ne u m an n, S. Preczep, Beer S u do w i c z, Louis Tu in po w sk y, Leipzig, Dele* gierte; H. Kreistmann, Frau Jacob Neumann, J. Katzenelleiibogcn, Frl. Bambus, Elias Sachs, Berthold Zülzer, Leipzig, Ersatzdelcgierte. Leipzig: J ugc nd vc re in: Emst Moritz Fe 1 - sonstein, Ludwig G o 1 d w a s sc r, Dr. Ludwig Lchrfreund, Sigmund Lehrfreuni, Gottfried Neu mann, Leipzig, Delegierte; hi Reichwald, Frieda Bartfcld, Stcfic Goldwasser, Leipzig, Ersatzdelegierte. Cassel: Dr. Harry Stern, Dr. Prager, Cassel, Delegierte; S. Kaufmann, S. Sternberg, Cassel, Ersatzdelegierte, Duisburg: R.-A. Harry Epstein, Frau Bertha Epstein, Duisburg, Delegierte; Dr. Fritz Löwenstein, Dr. Walter Moses, Berlin, Ersatzdelegierte, Gießen: Nachwahl: Dipl,-Ing, H. Katzenstein, Treysa, Ersatzdelcgierter. Che in ni t z: Dr. Erich Moses, Moses Liebes, Frl. Dr. Ida Schönberger, Chemnitz, Delegierte; Dr. Max Sichel, Frl. Julie Fleiß, Chemnitz, Ersatzdelegierte. Chemnitz: Jugcndvcrcin: Heinrich Herzog, stud. med, Leo Malbin, Chemnitz, Delegierte; Frl. F, Herzog, F. Scharf, Chemnitz, Ersatzdelegierte. Halberstadt: Dr, Saill Hirsch, Josef Hirsch, Robert Neuberger, Halberstadt, Delegierte; Viktor Buch, Hutborstadt, Dr, Walter Moses, Josef Wahl, Berlin, Ersatzdelcgierte, "T11 ”81 e r b 11 r g: Adolf Kador, Insterburg, Leo Podbiclski, Margrabowo, Delegierte; Frl. Grete Eckstein, Dr. Georg Wollstein, Berlin, Ersatzdelegierte. Anträge Leipzig. Am 4. Mai fand die Delegiertcnwahi der Ortsgruppe statt. Nach einer längeren Besprechung winde die von Herrn Tumpowsky cingcbrachtc Resolution einstimmig angenommen: ״Die Ortsgruppe Leipzig empfiehlt ihren Delegierten beim Delegiertentag einzutreten: 1. Für tatkräftige Palästina-Arbeit; 2. für eine starke, geschlossene Organisation. Als zweckdienliche Mittel hierzu werden angesehen: 1. Die energische Förderung der Immigration durch Arbeit für den Keren Hajcssod, aber ebenso auch durch Ortsaktionen zur Ausrüstung von Chaluzün, 2. Auf- Stellung von Richtlinien für die Ausbildung und Unterbringung von Chaluzim. 3. Die Ausrüstung des zentvalen Palästina-Amtes mit zureichenden Mitteln und Einrichtung von Zweigstellen des Palästina-Amtes. 4. Die Anregung der Privat-Initiative durch Informationen und Bildung von örtlichen und zentralen Industricberatungsstellen. 5. Die energische Förderung der Zionisten- Steuer. 6. Die Zurückweisung aller Sonderbestrebungen 7. Gleichzeitig mit der praktischen Arbeit müssen die kulturellen Aufgaben in der Diaspora und in Erez- Israel intensiv gefördert werden.“ Am vorangegangenen Tage wählte die Jugend-Organisation ima nahm die gleiche Resolution einstimmig an. ,k Ortsgruppe Dortmund stellt zum Delegicrtentag den Antrag: Der Delegicrtentag wolle beschließen: ״Beim Aufbau von Erez-lsrael ist die Bildung von Kwuzoth (Arbeitergenossenschaften) zu fördern, die vorhandenen und noch entstehenden Kwuzoth sind durch Beihilfen, Kreditgewährung, Aibeitszuteilung und in Jeder sonst geeigneten Weise zu unterstützen.“ Hapocl-Hazai'r-Konferenz Anläßlich des Dclcgiertentages findet in Hannover am Sonnabend eine Konferenz der sämtlichen an* wesenden Delegierten und Chawerim des Hapocl- Hazair statt. Es wird die Lage in der Partei besprochen werden, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Weltkonferenz und den Zionistenkongreß. Ferner wird die Frage der Organisation in״ Deutschland und der Alijah erörtert werden. Der Ort und die Stunde der Tagung sind im Sekretariat des Delegiertentages zu erfragen. Alle Chawerim, die noch nicht die ״Arbeit“ erhalten haben, mögen dies dem Sekretariat Berlin N 24, Auguststraße 17, melden. Ebendort sind auch SchclTelblock s erhältlich. Binjan Haarez — and dennoch Koalition! Von Dr. Felix Danziger, Hamburg, Wenn der zionistische Leser in der Provinz die Diskussion in der ״J, R,“ verfolgt, wird dun auffallen, wie zahlreich und heftig die Auslassungen der offiziellen Richtung im deutschen Zionismus gegenüber den anderen ansfallen. Absprechen der Existenz- Berechtigung, Vorwürfe des Verrats am zionistischen Gedanken, hageln nur so auf die Köpfe unserer Verbreeher Kollcnschcr. Zwirn, Weil und Klee nieder. Die spezifisch jüdische Leidenschaftlichkeit und die dadurch begründete Kritiklosigkeit lösen eben alle Bande frommer Scheu. Nur der Artikel von Dr. Kaznclson, welcher sich gegen Binjan Haarez richtet, enthält den Versuch dner ruhigen Analyse der Grundnnschauungen beider Parteien. Und da ist die Feststellung interessant, daß das Programm des Binjan Haarez von jedem Zionisten unterschrieben werden könne. Bemerkenswert ist weiter die Behauptung von Kaznclson, daß das Programm des Binjan Haarez ein Minimal-, das des Nationalen Einheitsbloeks ein Maximalprogramm darstcllc. Man muH sich aber zunächst fragen, woher das Kriterium für die Beurteilung genommen werden darf, welches Maximal-, welches Minimalprogramm sei. Dieser Maßstab ist meines Erachtens nur dem von beiden Seiten anerkannten Baseler Programm zu entnehmen, welches als die Aufgäbe des Zionismus eine Leistung für das־ jüdische Volk in Palästina Vorsicht. Demzufolge ist das Kriterium für ein zionistisches Maximalprogramm dasjenige, welches für das jüdische Volk, für die Gesamtheit am meisten verlangt, bzw. die Leistung für die Gesamtheit in den Vordergrund stellt. An diesem Maßslab gemessen ist das Programm des Binjan Haarez ein Maximalprogramm hinsichtlich des nalitischcn Zieles des Zionismus, das Programm des Nationalen Einheitsblocks ein Maximalprograinm vielleicht hinsichtlich seiner Forderungen an den einzelnen Zionisten, das politische Ziel aber tritt liier gegenüber dem individuellen in den Hintergrund. Deshalb hat Kaznelson recht, wenn er sagt, daß eigentlich der Nationale Einheitsblock ein Programm für eine Sonderfödcration aufgesteUt hat. Dabei wird niemand übersehen, daß ebenso wie Binjan Haarez den Zionismus als Individualproblem nicht missen möchte, der Nationale Einhcitsblock das politische Ziel nicht aus dem Auge verliert, Das Entscheidende ist aber, daß der Binjan Haarez richtig erkannt hat, daß die wirksame Hilfe nur kommen kann von der Propagierung der zionistischen Idee als einer politischen. Die traurigste Blüte in diesem innerzionistisehen Streit ist das dauernde Bestreben des Nationalen Eiriheitsblock«, dem anderen die nationale Zuverlässigkeit abzüsprechcn. Sieht man nicht, fürchtet man nicht die Aehnlichkcit mit der Argumentation beispielsweise im deutschen Partcilehen? Richtig kt, daß niemand aus der Gruppe des Binjan Haarez daran denkt, die Grund• läge der Zionistischen Organisation, die Notwendigkeit des Bekenntnisses zur jüdischen Nation in irgendeiner Weise anzugreifen. Richtig aber ist, daß der Binjan Haarez keinen Wert darauf legt, viele gute Juden, welche ihr jüdisches Solidaritätsgefühl uns langsam zuführt, dadurch abzustoßen, daß man ihnen in aufdringlieber, psychologisch unzulänglicher Weise dauernd die Ihstole des reinen Nationalismus auf die Brust hält. Falsch ist es auch, daß der Binjan Haarez die Jugenderziehung nicht nationaljüdisch gestalten will. Richtig ist, daß der Binjan Haarez die Jugendcrzichung befreien will von all dem unter der Aegide unserer sogenannten Radikalen aufgehäuften Wust von Chauvinismus einerseits, andererseits von der Assimilation an alle nur möglichen, gerade modernen deutschen Zeit- Strömungen, die unsere an sich schon nicht allzu starke Jugendbewegung zeitweise aufs stärkste gefährdet hat. Es ist ein gutes Zeugnis fiir unsere Jugend, ein schlechtes für ihre sogenannten Führer, daß sie sich nach dem letzten verhängnisvollen Delegicrtentag, abgestoßen von ihrer Politisierung durch diese Führer, vom innerzionistisehen Kampf zurückgezogen hat. Falsch ist, daß der Binjan Haarez die zionistische Arbeit gefährdet, wahr ist, daß er es als sittliche Pflicht empfindet, aufzudecken, daß der deutsche Zionismus in Gefahr ist, die Entwicklung von der politischen Bewegung zur Sekte zu nehmen, welche in der Lösung ihres Individual- Problems das Wesen des Zionismus erblickt, und dadurch die Werbekraft der zionistischen idee schwer becinträchtigt hat. Daran eben krankt der deutsche Zionismus, daß er nicht verstanden hat, mit der politischen Entwicklung der Bewegung mitzugehen. Im Leben unserer zionistischen Bewegung muß scharf untersclücdcn werden, wie bei jeder Partei, die Periode, innerhalb deren sie ivoch nicht praktisch wirken kann, die utopistische von der praktischen. Noch auf dem Erfurter Parteitag konnte der alte Bebel den Revisionismus zur Unwirksamkeit verdammen. Heute gibt es nur Revisionisten, da die Sozialdemokratie praktisch zu arbeiten gezwungen ist. Selbst der Lenin von heute arbeitet mit Akkord, mit Arbeltszwang, paktiert mit dem Kapitalismus, während seine Theorie all das verurteilt hat. Die zionistische Bewegung muß erkennen, daß für sie die Zeit der Arbeit nicht nur für, sondern auch ni 11 dein jüdischen Volk gekommen ist. Nun erwidern mit einem gewissen Recht die Radikalcn: das tun wir doch täglich, und verweisen auf die erreichten Erfolge. Gewiß sind jene Erfolge nicht zu unterschätzen, aber ihre Wirkung beschränkt sich auf die Ausschabung sonst sicher eingetretener Gegen- Wirkungen Positiv gewonnen sind dadurch weder Menschen noch Geld. Das sollten wir durch tausend Enttäuschungen hindurchgegangenen Zionisten endlich gelernt haben. Helfen kann nur die Aenderung der zionistischen Auffassung vom menschlichen und jüdischen Wert «.?״?,־׳deren und ihrer Bedeutung *u ז £ a 1 a st 1 na. Längst ist cs Gemeingut aller ein־ geweihten Zionisten, daß die Zionistische Organisation weder das Geld noch die Menschen hat, um ihrer riesenhaften Aufgabe gerecht zu werden. Von