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Jüdische Rundschau · 1921-05-06 · Heft 36 (6.5.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 36 (6.5.1921)
Date
1921-05-06
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 248 J UED1SCH E RUNDSCHAU Nr. 36 Späte Erkenntnis Von Heinrich M a r g u I i c s. Ich muß cs aussprechen: seit langer Zeit hat kein Leitartikel der ״Jüd. Rundschau“ so — erfrischend gewirkt wie der letzte: ״Ein Jahr nach San Remo“, Und wenn man auch bei ihm wie bei den meisten seiner Vorgänger ein wehmütiges Gefühl nicht unterdrücken kann, so besagt diesmal dieses Gefühl: wie schade, daß die Einsicht erst so spät gekommen ist! Wie schade, daß erst der Artikel ״Von Pittsburg bis Buffalo“ geschrieben werden mußte, bevor Robert Wcltsch erkannte, man ״müsse bei der Lektüre des amerikanischen Memoran• dttms zugestelK'ii, daß hier ein klarer Wille und eine durchdachte zionistische Auffassung voriiegt“. Wie schade, daß man den Amerikanern erst Drückebergerei und Profitgier «achsagen mußte, bevor man eiiigcstand, daß ״die Amerikaner das Maasserpriuzip (allerdings nur für den Spendciifonds) anerkannt haben“. Wie schade auch, darf ich hinzufügcii, daß ich seihst, als ich dies von den Amerikanern behauptete und mich auf ihre Seite stellte, um gleich ihnen die Maasscridec von den ״investments" zu trennen, in der Z.-K.-Sitzimg der Unkenntnis gezielten und so sehr isoliert wurde, bevor man sich besann, ״auch von den Leitern der Keren Hajessod-Aktion wurde niemals außer acht gelassen, daß neben dein Maasscr auch die Investition von Privat• vermögen in großem Umfang notwendig ist. und nicht m i t d e nt Maasscrprinzipkonfundicrt wer• d c n soll“. Und noch eins: daß cs erst den Treibereien einer bestimmten Gruppe gelingen mußte, Simon zu elimi• nieren, bevor man ungefährdet sagen durfte: ״Vielleicht gibt es in der Tat eine Reihe von Mißverständnissen, denn in seiner Mannheimer Rede hat Simon viele Forde• rungen aufgestellt, die bisher stets nur gegen ihn ausgesprochen worden sind. Viele praktische Maß• nahmen in Palästina, für deren Versagen Simon verantwortlich gemacht wurde, werden jetzt von ihm selbst postuliert,“ Das erfährt man erst jetzt? Angeblich weil ״Simon die öffentliche Meinung im Zionismus bagatellisierte und cs niemals für notwendig hielt, seine Anschauungen zu äußern“, Für diese nicht geäußerten Ansichten wurde er gestürzt, und in Deutsch• ktnd fand man cs begreiflich, weil dort nämlich die ״öffentliche Meinung“ sielt bagatellisiert fand, weil sic zu wenig gioßc Reden hörte — und weil der Redakteur der ״Jüd, Rundschau“, mit Verlaub gesagt, seine eigene Meinung sich gleichfalls auf Grund nicht geäußerter Anschauungen bildete, statt seine Leser über die Vor• gängc in Amerika so objektiv zu informieren, wie er es in seinem letzten, allzu verspäteten Aufsatz zu beginnen versuch». Genug — es raste der Sec, er hat sein Opfcr~geItabt. Vielleicht wird cs das Gute haben, daß man jetzt wieder zu einer sachlichen Aussprache kommt. Simon hat sie in Mannheim eröffnet — hoffen wir, daß er nunmehr wenigstens den Schleier lüftet, der über alle verborgenen Zusammenhänge sorgsam gebreitet wurde. Die Stunde scheint mir somit endlich günstig, um jenes Programm zu veröffentlichen, das ich vor einigen Monaten, von Leopold Landau• Hamburg und Haus Goslar unterstützt, für die Keren Hajessod-Aktion Ätisgearbcitet habe. Damals bereits als Vcrst imligungs• Ziele noch nicht klar, aber im instinktiven Erfühlen neuer jüdischer Möglichkeiten hat vor zehn Jahren eine Gruppe junger jüdischer Menschen, voran Hugo Zucker mann und Egon Brecher und mit ihnen einige andere, die alle bezeichnenderweise aus dem jüdischen Westen stammten, ein jüdisches Theater zu schaffen versucht. Der Versuch konnte damals, in da Atmosphäre eines auf Selbstvernichtung gerichteten jüdischen Uebergangcs, keinen Erfolg haben. Aber als der jüdische Charakter Wiens in und nach dem Kriegt sich fester formte, führten diese Bestrebungen zum Erfolg, Die ״Freie jüdische Volksbühne“ entstand und sie hat seit einem halben Jahr ein eigenes Heim. Es ist mehr als bescheiden. Aber was an jüdi• scher dramatischer Kunst dort darstellerisch gcstaliei wird, ist nicht nur sorgfältig herausgearbeitet, sondert )tat eine ganz bestimmte, eigenartige Prägung, ist Neues Eigenwertiges. Die Leitung der ״Freien jüdischen Volksbühne' haben der aus dem Westen stammende Egon Breche: und der Oestier Isak Deutsch ittne. Das Enscmbh besteht, abgesehen von einigen wenigen bereits frühe int jiddischen Theater tätigen Schauspielern und Schau Spielerinnen, zumeist aus jungen darstellerischen Kräften welche erst jetzt ihre Bühnenlaufbahn begonnen haben Und mit diesem jeder Routine baren Apparat kamci VorstcUungcn zustande, wie die von Pinskis ״Jekel de Schmied“, Aschs ״Gott der Rache“ und Scholen Alejchems ״Zcsejt in zesprejt“, welche im Ensemble spiel vortrefflich, in der Dialogführung lebendig un in der Charaktcrgestaltung echt sind. Aber cs wohn diesen Darbietungen noch etwas anderes innc; de Ansatz zu einem spezifisch-jüdischen TheaterstiL Di Wilnaer Truppe hatte ihn, als ich sie vor ein pa: Jahren zu sehen Gelegenheit hatte, noch nicht: il Theater war eigentlich das russische. Ob säe ihn heul ich "fcht. Steher ab t? *J*fuhru.t^c" der ״Freien jüdischen Volk c T m“ ‘hrcr Herausarbeitung der eh »״me-^״rTmgen in dcr Darstellung auf de SrLr Zdt J^rChC״.drama״l8Chen Stil ln überraschet l 5*^r vorwärts gekommen sind Der klLt ^W Cn״U!faT% dramatisch<« Geschehe: kann wohl nur in der Zeriegung ln die die Schkksa Programm gedacht, wird cs vielleicht jetzt, vor den» Dclcgicrtcntag, diese Rolle erfüllen können. Es hatte folgenden Wortlaut: ״Die Ursache für die bisherige Ergebnislosigkeit aller Beratungen über die Struktur des Keren Hajessod liegt in der technischen Schwierigkeit, für ein im Sinne der Londoner Beschlüsse gleichermaßen Spcndcnduraktcr wie Erwerbscharakter tragendes Gebilde eine Form zu finden, welche sowohl rechtlich wie wirtschaftlich zulänglich ist. Zweifellos ist der amerikanische Be- Schluß, der — nach den bisherigen Vcröffcntlidnrngen — eine grundsätzliche Trennung der Spenden von den Investitionen verlangt, auf die Erkenntnis dieser Schwieriglecit wie auf das Bedürfnis, einen praktischen Ausweg zu finden, zu rück zu führen. Solange dieser Beschluß edoch nicht im Wortlaut voriiegt, ist eine definitive Stellungnahme zu ihm nicht möglich. Wir beschränken uns daher darauf, ttnnbhänglg von ihm unsere eigene Anschauung zu präzisieren, Wir begrüßen die in den Londoner Beschlüssen zuin Ausdruck gebrachte Idee der Schaffung eines cinheitliehen Fonds, welcher — mit dem Charakter eines Staatsschatzes — der Repräsentanz des jüdischen Volkes diejenigen Mittel zur Verfügung stellen soll, die sie benötigt, um ihrer Verpflichtung zum Aufbau Palästinas gerecht zu werden. Der Charakter des Staatsschatzes schließt den Gedanken des Ocwinnvcrsprcchcns aus wirtschaftlichen Unternehmungen als Anreiz zur Aufbringung der Gelder aus. Beiträge zum Keren Hajessod werden demnach als jüdische Pflichtabgabc erhoben. Zertifikate, welche für die gezeichneten Beträge ausgestellt werden, haben einen praktischen Wert nur dann, wenn die spätere — zumindest teilweise — Um- Wandlung der Keren Hajcssod-Eingünge in eine der paliistincnsischcn Regierung zu gewährende Staatsanleihe ■oder in ein ähnliches zinsgarantiertes Papier möglich ist, so daß alsdann die Zertifikate in Stücke dieses Typs unigetauscht werden können. Da der Keren Hajessod im wesentlichen Aufgaben dienen soll, welche in den Bcreich der Staätsaufgabcn gehören, halten wir eine solche Umwandlung für möglich und erstrebenswert, vorausgesetzt, daß hierbei auch hinsichtlich der Verwendung der Anleihe diejenigen Sicherheiten erwirkt werden können, die wir im nationalen wie sozialen Interesse benötigen. Der Aufbau Palästinas benötigt sowohl nichtrcntiere ade Anlagen als auch die Errichtung wirtschaftlicher Unternehmungen. Im Sinne der Londoner Beschlüsse hat der Keren Hajessod einen Bruchteil seiner Eingänge für letztere zu reservieren. Die eingangs geschilderten Schwierigkeiten geben jedoch auch uns Veranlassung zu verlangen, daß dies nicht in einer Form geschiebt, welche ,den Keren Hajessod selbstzumwirtschaftllchenUnternchmcr macht. Erwerbsgesellschaften werden ihren Geldbedarf grundsätzlich selbständig auf dem öffentlichen Geldmärkte zu decken haben. Um der Gesamtheit jedoch auch bei einer möglichst großen Anzahl dieser Erwerbsgesellschaften denjenigen Einfluß zu sichern, den sic zur Wahrnehmung nationaler wie sozialer Interessen benötigt, wird die Errichtung einer selbständigen Holding Company erforderlich sein, ... wwwyiw■■! wwugmg■.!!..״׳ ע! uu ן um gestaltenden seelischen Phänomene und in ihrer Zurückführmvg auf die einfachsten Elemente, wie sie der jüdischen Auffassung vom Menschen in der Welt ent* spricht, bestehen. Und dieses Neue, dieses neuen jüdischen Möglichkcit die Balm Eröffnende, entsandt in Wien, der Stadt der Kreuzungen und Uebcrgängc, Denn gerade liier mag die Grundlage bestehen für die Erfassung neuer jüdischer Formen. Und gerade durch ein Werk, wie es die ״Freie jüdische Volksbühne“ zustande brachte, wird das Fundament gelegt nicht nur für den jüdischdramatischen Stil, sondern weit darüber hinaus für die allmählich sich bereitende neue Form des jüdischen Weltcrfnsscns, von der jüdisches Drama nur ein Teil ist. Von diesem neuen jüdischen Geiste lebt etwas iin Stil und Wesen des Wiener jiddischen Theaters. Wien, Siegfried Schmftz. C. Z. Klötzel, Moses Piepenbrink. Welt-Verlag 1021. 12.— M. Was an diesem Buch gewinnt, ist seine Natürlichkeit. Es ist von einem Menschen geschrieben, der nicht kindlieh sein will, sondern cs auch wirklich noch ist Der Verfasser hat sich alle Ursprünglichkeit und Empfänglichkeit seines Knabenalters bewahrt. Man fühlt, wie er die Abenteuer des Moses Piepenbrink miterlebt, seine Leiden empfindet und über die Erlebnisse, die zwar nicht dem Helden selbst, wohl aber dem Zuschauer hutnoristisch erscheinen, lacht. Dieser allgemeine Vorzug seiner Art kommt bei der Bearbeitung des spezifisch jüdischen besonders zur Geltung. Es ist nichts Gesuchtes tn der Wahl des Stoffes, noch weniger in der Ucbet'• Icitung zum jüdischen Milieu. Klötzel hat nicht die Absicht, im Rahmen einer Erzählung jüdische Gebrauche zu schildern oder Lehren des Judentums zu propagieren. Der Synagogengang und der Freitag-Abend bei einem religiösen Juden (halb Abenteurer, halb Patriarch), die in dem Buch geschildert werden, ergeben sich ganz aus der natürlichen Entwicklung der Vorgänge und sind ein organischer Bestandteil der Erzählung. Und deshalb sind alle Vorgänge und Charaktere so glaubwürdig, selbst das reiche Maß an Güte und Menschentum, das hier enthalten ist, wirkt durchaus überzeugend, Z. H. welche bei den in Frage kommenden Gesellschaften eine ausreichende Akticnnotc erwirbt und verwaltet. Eine solche nationale Treuhänder-Bank betvjtigt außerordentlich große Mittel. Diese können nicht durch einen direkten Appell an die Oeffentlichkcit aufgebracht werden, da der einheitliche und ausschließliche Charak. tcr der Sammelaktion heim Keren Hajessod nicht gt*. fährdet werden soll. Wohl aber kann die beim Keren Hajessod für Inveslitioncn vorgesehene Quote der Eingänge dieser Holding Company als unkündbares Dar. Ichcn zugeführt werden. Diese Form bietet den doppe!. tat Vorteil, daß sie den Keren Hajessod nicht selbst zum Unternehmen macht, und daß sie cs der Heldin? Company ermöglicht, bei einem geringen Aktienkapital mit dein unkündbaren und niedrig zu verzinsenden Dar. leben zu arbeiten und somit auf eine Kapitalwcrbung״ aktion großen Stils vorläufig zu verzichten. Laut vorliegendem Protokoll hat der von der Direk. tion des Keren Hajessod als Rcchts'sachverstämli?« zugezogene Mr. Nathan unter Punkt 4 einen Vorschlag gemacht, der eine rasche und klare Durch■ führung der Aktion in engster Anlehnung an unsere Darlegung ermöglicht. Wir begrüßen diesen Vor• schlag und ersuchen die zionistische Leitung, ihn auch ihrerseits zuzustimmen, was xunso eher möglich sein dürfte, als alle anderen von diesem Sachverständigen erwogenen Rechtsformen für unseren Fall unseres Er• achtens praktisch nicht in Frage komnicn. Indem wir vorstehendes Programm, welches wir insbesondere auch als Verständigungsbasis für die Lei• tung wie für die Amerikaner geeignet halten, der zio• nistischcn Oeffentlichkcit unterbreiten, benutzen wir gleichzeitig den Anlaß, im Zusammenhang hiermit einen weitergehenden Gedanken zur Diskussion zu stellen: Das große soziale Ziel des Gemeineigentums an Produktionsmitteln hat der Zionismus bisher nur inso• weit zu erreichen versucht, als es sich um den Boden handelt. Hierfür allein wurde der umfassende nationale Fonds, der Nationalfonds, geschaffen. Wir propagieren die Idee eines Fonds, welcher in völlig paralleler Weise möglichst viel der für die Industrie und für die industrieil betriebene Landwirtschaft erforderlichen P1v> duktionsmittel (vor allem Maschinen, Motore usw.) auf• kauft und sie den einzelnen Unternehmern, Handwerkergenossenschaftcn u. dgd. pachtweise zur Verfügung׳ stellt. Lediglich die Rücksicht auf den Keren Hajessod hat uns bisher davon abgchalten, die große Oeffentlichkcit für diesen bedeutsamen Gedanken zu gewinnen. Die obenerwähnte Holding Company jedoch kann auch diesen Weg beschreiten. Die Vorteile, die sie dem l'nleriteimter dadurch bieten kann, daß sie ihn von der Notwendigkeit des Ankaufs heute unerschwinglicher Maschinen cmhebt, werden cs ihr ermöglichen, sich auch auf anderem Wege als auf dem des Aktienkaufes den von ihr erstrebten gemeinnützigen Einfluß zu sichern.“ Finden sich nun endlich Zionisten in Deutschland, welche diese sadtlichc Prüfung fortlühren und die skh endlich — von der Hetzkampagne gegen Amerika Vossagen? Nachbemerkung Zu der Einleitung des Artikels von Heinrich Marg 1 ״ i c s möchte ich fcststcllcn, daß darin eine ganze Anzahl von Aeiißerttiigen der ״Jüdischen Rundschau" verschoben werden. Der letzte Artikel ״Ein Jahr nach San Remo“ steht keineswegs mit früheren Aciißcrungen in Widerspruch. Es wurde in der ״Jini. Rundschau“ den Amerikanern niemals ״Drückebergerei und Profitgier" vorgeworfen, vielmehr ausdrücklich (Leitartikel in Nr, 10 vom 4. Februar), um allen Mißverständnissen entgegenzutreten, ausgesprochen, daß unserer Ansicht nach die Amerikaner ״das Geschäftsinteresse des Privatmannes in den Dienst der zionistischen Aktion stellen“ wollen und damit mehr Geld aufzubringen meinen, als durch den Appel! an das nationale Pflichtgefühl. Diese Anschaumig wurde von uns allerdings als unzwcckmäßig und allen Erfahrungen widersprechend bezeichnet. Wenn wir den amerikanischen Stand• punkt ablehnen, so hat das niemals bedeutet, daß wir ihn gering schätzen; daher ist auch der von Margulics zitierte Passus des letzten Artikels keine Aemiemng unserer Anschamtag. Man konnte auch nicht vorher ״cingestehen“, daß die Amerikaner das Maasscrprinzip für den Spendenfonds anerkannt haben, da dies erst in dem letzten Memorandum geschehen ist. Selbstverständlich hat es nichts mit dem Maasserpriuzip zu tun, wenn etwa ein Mann sein ganzes Vermögen nach Palästina überführt und dort investiert. Dies befreit jedoch nicht von der als allgemein geltenden Verpilichtung zur Maasserabgabc für Keren Hajessod. Der Betreffende hat dann gewissermaßen den Maasscr als jüdische zionistische Steuer zu zahlen und empfängt als Gegenleistung dafür alle die Vorteile, die in den vom Keren Hajessod durchgeführten öffentlichen Maßnahmen liegen. Dies ist doch auch eine Selbstverständlidikci:, über die niemals Zweifel bestehen konnten, und ha', nichts z.tt tun mit der Frage, ob Keren Hajessod nur für wirtschaftlich unproduktive oder auch für produktive Zwecke verwendet werden soll. Was unsere Stellung zu Julius Simon betrifft, so zerfällt die Kritik in zwei Teile. Erstens bekämpften wir die Gesamtauffassung Simons, daß der Zionismus sich ganz und gar auf bestimmte wirtschaftliche Kolonisationsaufgaben beschränken muß, weil wir meinten, daß die zionistische Gcsamtaufgabc nur durch eine umfassende Volksbewegung zu lösen ist Wir haben cs ferner bemängelt, daß Simon und de Licme, statt sich damit zu begnügen, die kolonisatorischen Ressorts zu leiten, auch den ganzen Umfang der organisatorischen Aufgaben beherrschen wollten, 90 daö unter ihrer Leitung das innere Leben der Organisation litt. Oer JTe.1 unserer Kritik betraf die kolonisatorischen Maßnahmen Simons und de Lietnes in Palästina, Da wütwS0• WLr 1*IL* nur *** dic Informationen halten, welche in der Presse verbreitet wurden, insbesondere in der gesamten palästinensischen Presse. Auch die tat-

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