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Jüdische Rundschau · 1921-04-27 · Heft 33-34 (27.4.1921) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 33-34 (27.4.1921)
Date
1921-04-27
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 228 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 33/34 gebracht werden ist die Stellung der Organisation gegenüber der Regierung Residiert. Sie wird dann nn Einvernehmen mit der Landesregierung 111 reu Ein» fitiß dahin geltend machen können, daß diese Anleihen entsprechend’ den Bedürfnissen der jüdischen Kolonisation verwendet werden. Damit werden wir auch den Interessen der anderen palästinensischen Bevölkcrungs schiebt eit am besten dienen, denn die Aufgaben, an die wir hier denken, gehen alle gemeinsam an. Es ist vor allem die Aufgabe der Sanierung des Landes, der Aufforstung und der Erschließung des Verkehrs. Es ist gar nicht notwendig, die palästineitsische Regierung auf die Identität ihrer und unserer Interessen aufmerksam zu machen. Noch ehe die erste palästinensische Anleihe vom jüdischen Volke übernommen werden konnte, hat die palästinensische Re* gicrung erhebliche Summen für die Verbesserung der Verkehrswege des Landes zur yerfü״ trng gestellt, die, wie Sie wissen, fast au s s ch 11 e ill i eit den jüdischen Einwanderern zugute kommen. Ohne diese Arbeiten, die gegenwärtig die palästinensische Regierung übernimmt, wäre die jüdische Immigration in dem Moment z.usammcngcbroehen, als sie eben begann. Aber wir würden uns einer gefährlidtcn Illusion hingeben, wenn wir annehmen. würden, daß die gegenwärtige Beschäftigung unserer Pioniere beim Straßenbau schon irgendwie das An sied‘ Jungs pro bl cm auch nur berührt habe. Wir können nicht erwarten, daß die Begeisterung, mit der unsere Cliahizim sich der schweren Arbeit des Steine* kiopfeus unterziehen, wobei sie in Zelten unter den primitivsten Bedingungen leben, durch Jahre hindurch andauern kann wenn wir nicht in der Lage sind, ihnen die Aussicht auf einen wirtschaftlichen Aufstieg zu geben. Wir müssen etwa ein Viertel von ihnen in feste landwirtschaftliche Siedlungen führen, zwei weitere Viertel müssen von Gewerbe und Industrie übernommen werden, dann kann das letzte Viertel weiter im öffentlichen Dienst bleiben und gleichzeitig durch neue Zu wände rer sich ergänzen. Wir haben freilich in einem viel größeren Umfange als bisher diesen Gruppen kooperativen Kredit zur Verfügung zu stellen, der es ihnen ermöglichen soll, sich mit den notwendigen Maschinen auszurüsten und Tatsächlich kon kurren/fähige Untcrnehmcrgruppen zu werden. Die l-'ragc des kooperativen Kredits, in der bereits durch die Bildung der Ar beiter bank der erste Schritt erfolgt ist, erfordert unsere ernsteste Aufmerksamkeit. Dieser kooperative Kredit mul) auch bei der Vorbereitungsarbeit zur laiulwirtsdhaftlicheii Au• Siedlung angewendet werden, denn nur auf Kredit und nicht aut Subventionen kann in Zukunft unsere Kolonisationspolitik beruhen. Es war ein schwerer Fehler, der sich bitter rächte, daß wir bisher die landwirtschaftliche Ansiedlung in i der Weise durchführten, daß wir von vornherein den j Charakter der Siedlung bestimmten, in Gebäuden und sonstigen festen Einrichtungen große Kapitalien in- ) vestierten, anstatt mit Arbeitsinvestitutionen zu bc- 1 ginnen. Es kann nicht bei uns wie im Märchen gehen,! wo dem Ansiedler von vornherein das Haus entsteht, j in dem er wohnen wird, der Stall und die Kuh 1m Stall, das Arbeitsgerät vor der Tür und der Mchlkasten in der Küche. Darum haben wir bisher in unseren Pionieren noch nicht die Eigenschaft des sparsamen Hausvaters entwickeln können. Für den landwirtschaftlichcn Kredit, den wir schaffen müssen, sind zwei Faktoren erforderlich die dingliche Sicherung und die persönliche Sicherheit. Die ' p e r sö n 1 i c h e Sicherheit kann mir dann gegeben werden, wenn wir unsere Pioniere dazu erziehen, eine Schuldverpflichtung ihrer vollen Bedeutung nach zu erfassen. Nach dem Beispiel der G r u p!1 c n b i I <111 n g heim Straßenbau müssen wir ihre Gruppenbildim״ bei der ersten!andwirtschaftlichen Vorbereiiungsarheit fördern, wobei ihnen die Möglichkeit gegeben werden 1111111, Ersparnisse zu machen, wenn sie Willens sind, in gleicher Weise wie beim Straßenbau unter Entbehrungen das Höchstmaß an Arbeit zu leisten, und wenn sie neben dieser Grupjicnarbcit es noch verstehen, durch kleine landwirtschaftliche Arbeiten, die keine kapitalistische Investition erfordern, sei es durch Gemüsepflanzung durch Geflügel- oder Bienenzucht weitere Ersparnisse zu machen. Die dingliche Sicherung ist nach unserer Me:- nun״ gegeben, weint wir den Boden aus natio- 11a len Mitteln erwerben, statt mit geschahlidiem Kapital. Ater wenn Sie bedenken, daß zur Ansiedluti״ von nur jährlich 5000 Bauern für Bodenkauf und Bodenvorbereitun״ allein nach den bisherigen Erfahnmgen und ich kann nur Erfahrungen‘berücksichtigen -- 2—3 Millionen Pfund erforderlich sind, dann werden Sie verstehen, weshalb wir so besorgt sind die Mittel möglichst auf rein kolonisatorische Arbeit zu beschränken. Für die öffentliche Sicherheit aber muß die Regierung sorgen. Was hat cs denn sonst für einen Sin«, wenn England das Mandat des Völkerbundes über Ialästma übernimmt? Damit übernimmt England R״Vlr1dlC YerP״icht״״B für heben und Eigennötl׳<- T rC,W01n<'r d<:l ,־anJcs m sorRcn und die dafür L r^יז€ nz^ Lande zu untcrhalten. cimon sc^h)ß seine Ausführungen, die mit itül!!"""1״ aufgenommen und durch viele Zu- Worten"" f unterstrichen wurden, mit folgenden sprodten/'mn "‘1“ ־*״ halten Ich habe mH . '^chtfcrtiguiigsicde zu Ichäfto'mU hme '£,rek‘ Lvihtm^crzianist^lm'ök■! «««HS»'!! Organisation auf Ansiedlun״ und .2"3*1rslredieu gemeingut der ßcsamtek SSisS. K־ jene Männer zur Leitung der w.wnd ditß werden, die die nötige Sad&e^'w berufcn Wißen, sich jn Paläslna dwd1S^Si^״״n1’ .rC״ nött?cn Vertrauen des ganzen Volkes SeTlÄ™ PI3!»53I0n l)r. E. J. Lessor-Man n 11 e i m ergriff als erster das Wort, um folgende Fragen an den Redner zu stellen: Was es mit dem berühmten Telegramm ״Stop Immigration“ auf sich habe, wie die sogenannte Hafensperre zustande kam, und warum die Zionistische Organisation nicht in der Lage war, entsprechend der Bereitwilligkeit der palästinensischen Regierung 8000 Immigranten für Arbeiten beim Eisenbahnbau zur Verfiiguug zu stellen. Sodann sprach der eben aus Palästina zurückgeriiekgekehrte Herr Jakob Wo 1 f - F r a 1t k f u r t. Er erklärte seine tiefe Befriedigung mit den Ausführungen des Redners, doch will er das Schulwerk nicht bcschränkt, sondern eher weiter ausgebaut sehen. Er führte aus, daß von 220(» jüdischen Kindern üt Palästina 15 0(» unsere Schulen besuchen, von denen 11 000 Mädchen sind, was er darauf zurückführe, daß die Orthodoxie der Erziehung der Mädchen nicht mit dem gleichen Interesse gegciuiberstcht, wie der Unterweistmg der Knaben m der traditionellen Lehre. Auch er meine, daß der bisher beschütten« Weg in der Gründüng von Nationalfonds-Fnrmen gründlich verändert werden müsse, Dr. Na hu m Go 1 d m a 11 n* H e i de I bc rg hält cs für unzweckmäßig, in einer Lstienversammhmg schwierige Fragen der Wirtschafts• und Finanzpolitik zu besprechen. Er beschränke daher seine Ausfüh• rungc» auf zwei prinzipielle* Gesichtspunkte•. Zum ersten die Haltung des Redners zur Schulfrage und dann zur Arbeit der Organisation in der Diaspora. Das Schulwerk könne nicht nur von den Bediirfnissen des palästinensischen Judentums aus betrachtet werden, es sei ein nationales Kleinod, das von hoher Bedeutung sei für das Judentum der ganzen Welt und die Symbolkraft Palästinas müsse im Vordergrund der nationalen Agitation stehen, auf die man seiner Meinung nach nicht verzichten könne. Die Reduktion der zio- «istischcn Subvention mit einem Federstrich auf die Halite sei eine unentschuldbare Leichtfertigkeit. — Was die Erziehungsarbeit׳ in der Diaspora betrifft, so könne sie die Organisation nicht entbehren. Er verstehe wohl, daß sie getrennt zu halten sei von der Kolouisatknis• arbeit in Palästina. Für die letztere sollten alle Kreise des jüdischen Volkes geworben werden, dort könne man auch alle Konzessionen machen, nicht aber in der Frage der nationalen Erziehung in der Diaspora. Herr J, L. Goi t c in F r ג n k f u r t, erklärte sich rückhaltlos mit den Ausführungen des Redners cinverstanden und wandte sich lebhaft gegen den Vorredner. Er wies insbesondere darauf hin, daß die •zionistische Ortsgruppe in Frankfurt den von Herrn Simon vorgeschlagcncn Plan eines hebräischen Schulvereins bereits im kleinen mit gutem Erfolg durchgefülirt habe.! Dr. Isac Straus-München, betonte, daß der Redner sich absichtlich auf die Aufgaben der Zionistij sehen Organisation in Palästina beschränkt habe. Von den Aufgaben der Landsmannschaften in der Diaspora habe er offenbar absichtlich nicht gesprochen. Herr Simon habe nicht beabsichtigt, hier sein Bekenntnis zu einer zionistischen Weltanschauung abzulegcn, besonders da er ja in dieser Hinsicht den Mannheimer Ortsgruppcnmitgücdern gründlich genug bekannt sei. Mit den Ausführungen des Redners zur Kolonisation in Palästina erklärt er sich einverstanden. Dr. E. I. Lcsscr-Mannheim, wandte sich nochmals gegen tioldiiiaiui. Er habe nichts gegen die vorgeschlageue Bildung zweier Organisationen eiii/usvemlcn, der Redner und der Kolonisatoren, — Nicht das jüdische Volk habe Simon zum Rücktritt bewogen, sondern die Tätigkeit einer an sich sehr respektablen Gemeinschaft von Ideologen und Literaten. Ihre Herrschalt müsse gebrochen werden und sie werde gebroehen werden, damit sie nicht im Zionismus das gleiciic Unglück an richten könne, das sie nach Max Webers Urteil in Deutschland wählend des Rcioluitioiiswinters ungerichtet habe. Max Weber hat die Politik als ein langsames Bohren in harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich definiert. Leidenschaft besitzen unsere Ideologen in ausreichendem Maße, das Augenmaß fehlt ihnen vollständig. Sie kennen nur die Schönheit des Pathos und der Geste, die ernsthafte Schönheit eines Mannes, der schweigend seine Pflicht tut, haben sie nicht zu würdigen gewußt. ln seinem Sch lullwort wandte sidi Julius Simon gegen die Auffassung Dr. Gold m tut ns von der Bedeutuug des palästinensischen Schuiwcrks. Dieses Schulwerk dürfe nach keinem anderen Gesichtspunkte betrachtet werden, als dem, ob es der palästinensischen Judei.lieit und der jüdischen Heimstätte dient. Für ein Paradepferd sei die Sache zu ernsthaft. Wenn es sich übrigens herausgestellt hätte, daß im nächsten Schuljahr trotz entsprechender Bcitragsleistuug der palästiiieitsisciien Judcnhcit und trotz ernstester Anstrengungen zur Bildung des Scliulveioins die daraus gewonnenen Beiträge und die zionistische Subvention nicht hinreichten, dann hätte -es jeder zionistischen Exekutive — selbst einer Exekutive, in der er gesessen hätte — ruhig j überlassen werden dürfen, durch eine entsprechende Erhöhung etwa national gefährdete Posten zu schützen. Schließlich sprach der Redner seine ernstesten Bcden neu gegen die von' Dr. Goklmann vorgcschlagenc Zweiteilung aus. Wenn die Zionistische Organisation vom tatsächlichen Kolonisationswerk ausgcsdxaltet vvctxie, wenn ihr als einziges Aufgabegcbict das Erziehungsiyerk in Palästina und der Diaspora — bei Dr. Gualmauiis Vorschlag überlassen bleibe, so sei sie zmn Zusammenbruch verurteilt. Aber auch die neue Organisation, die er vorschlug und bei der man alle Konzessionen machen dürfe, würde höchstwahrschembch den demokratischen Charakter der Zkmlstisehen Organisation nicht haben können und damit ucn A1u«c!11uil an die Massen verlieren, die auch das Harmonische Zusammenwirken der zum Aufbau bcrufenen verschiedenen Gesellschaftsklassen in Palästina selbst gefährde. Schließlich •zur Beantwortung der an ihn gestellten Fragen übergehend, erklärte Julius Simon folgendes: e£r?m m, die Immigration zu 1 ®ייpen 1 st nrcht ergangen. Ebenso unwahr ist es, daß die Exekutive jemals eine ״Hafensperre“ verhängt habe. Die palästinensische Regierung hat m! Einvernehmen mit dein Foreign Office. der Zionistischen Organisation gewissermaßen konsularische Vollmachten erteilt. Sie wurde ermächtigt, Zertifikate auszustcUcn, auf Grund deren die englischen Konsule das Visum für Palästina erteilen. Die Ausstellung der Zertifikate involvierte die Verpflichtung der Zionistischen Organisation gegenüber der palästinensischen Regierung, für 11m: Unterbringung und Beschäftigung des Einwanderers während des ersten Jahres zu sorgen. Die Exekutive hatte deshalb gewissermaßen zu prüfen, inwieweit sie derartige Verpflichtungen cinzugchon in der Lage war Was die Ucbcrfulmmg der weiteren, 8000 jüdisehen Arbeiter betrifft, so hat das hohe Budget für die laufenden Ausgaben die Durchführung dieser Maß. nähme verhindert. Die Reorganisationskommission hat inzwischen die laufenden Ausgaben um monatlich 10 €00 Pfund reduzieren können und es steht zu hoffen, daß diese Ersparnis die jetzige Exekutive in die Lage v«. setzen wird, die für die Bildung der nötigen Arbeitergruppen erforderliche Ausrüstung und das erste Br*, tricoskapital zu beschaffen. Das weitere Betriebskapital ist durch die inzwischen gegründete Arbeiterbank gesichert. Mit einer lebhaften Ovation für den Redner des Abends schloß die Versammlung. Häuserbau in Palästina Die Tätigkeit der Habone Der nahezu vollständige Stillstand der Bautaa״- keit während der letzten sieben Jahre 11.1t in Palästina eine noch nie dagewesene Wohiumgs- und Häusernot hervorgerufen. lX*r Bedarf an Wohnhäusern für die ansässige Bevölkerung allein beläuft sich auf nicht weniger als 1000 Wonnhäuscr, abgesehen von den Bedürfnissen der Neuankömmlinge, die wegen der herrsehenden Wohnungsnot größtenteils in Zelten und Hütten nntcrgcbracht sind. Die Habone Bau-Gescilschaft wurde zu dem Zweck gebildet, eine Rcuu■ von Hausern in Jerusalem, Haifa und Jaffa, wo die Häusernot am schärfsten zutage tritt, zu errichten. Die Tätigkeit der Habone erstreckt sich gegenwärtig nur auf die Errichtung von 150 Häusern im ersten Jahre, mit deren Bau im März 1021 begonnen wurde. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist der gewünschte Häusertypiis einstöckig, dessen Baukosten auf ungefähr 650 bis 1030 £ zu stellen kommen. Das gezeichnete KapitaL der Hahonc-Bau-Gesellschaft beträgt gegenwärtig 71003 £, der Bauplan aber, den die Gesellschaft in Händen hat, macht Ausgaben in der Höhe von 170030 C erforüeriidi, wobei Grundstücke, die bereits 1m Besitz von Leuten sind, die ein Haus zu bauen wünschen, nicht miteinbegriffen, die notwendigen Bauvorrichtungen aber einbegriffen sind. Es wird daher, um die erfolgreiche Ausführung dieses Projektes zu sichern, und iuii Baumaterialien im großen kaufen zu können, eine Summe von 1OQ000 £ benötigt. Der geschäftsführende Direktor der Habone Bau- Gesellschaft, Herr E, Grunberg, ging Ende Juli letzten Jahres nach Palästina und begann die Organisierung des notwendigen Bauapparates. Es gelang ihm, in sehr kurzer Zeit tatsächlich mit der Arbeit zu be^ ginnen. Obgleich er mit Aufträgen aus aßen drei erwähnter» Städten faktiscit überhäuft war, erachtete er cs als nicht ratsam, mit der Bautätigkeit im großen Mafistab sofort zu beginnen, mit Rücksicht auf die hohen Preise für das eingeführte Baumaterial an Ort und Stelle und auf den Mangel lokalen Materials und die primitive Bearbeitung desselben, z.u!n Beispiel von Steinmaterial. Um jedoch genau die vorhandenen B.uiverliiillnissc fest/ustellen, legte er im August den ersten Grundstein für ein kleines Haus in lei A\vi\ , und am I. September legte er die Grundsteine von wer Häusern, jedes einzelne aus vier Wohnungen bestehend, gleichfalls in Tel Awiw. Zwei dieser Häuser wurden tatsächlich verkauft, ehe noch mit den Banarbelten begonnen wurde. Diese Häuser sind nunmehr für Wohnzwecke bereits fertiggcstellt. Im Januar legte die Gesellschaft den Grundstein für 21 weitere Häuser in Haifa und für 16 Häuser in Jaffa, welche;׳ n 1. Juli fertiggestellt sein werden. Außerdem hat die Habone-Baugesetlschaft sehr bedeutende Baukontrakte mit verschiedenen Privatpersonen und Gesellschaften abgeschlossen. Inzwischen gelang es der Habone mich, alle notwendigen Maschinerien anzuschaifen, um 1:׳ der Lage zu sein, die großzügige Bautätigkeit im Frühjahr beginnen zu können. Die gesamte Bautiit'.gkeit ist so eingerichtet, daß die Habone mit kleinen Erweiterungen ihres Betriebes ungefähr 63!) Häuser in drei Perioden während eines Jahres bauen kmrn. Um die Lieferung des notwendigen billigen Steinmateriais zu sichern hat die Habone eine Gesellschaft gegründet, das ״Palästinensische Steinbruch-Syndikat'‘ (The Pale st ine Stone Quarries Syndicate), um’ in m<>- dernster Weise die Steinbrüche in Jerusalem und Haifa zu bearbeiten. Das Grundkapital dieser Gesellschaft beträgt 20 000 X, in welches die Habone 5(W0 X investiert hat. Der ■Habone steht die vollständige Ko:'־ trolle dieses Unternehmens zu. Da da!; in •Jaffa erhältliche Steinmaterial für Bauzwecke nicht geeignet ist, ist die Habone als Aktionär in eine Ziegelfahrik, The Silicate Brick and Asbestes Tile Factory, mit einer Kapitalbeteiligung von 3033 £ eingetreten. Der Habone •steht d;is Recht zu, auf 50 Prozent der ■Erzeugnisse* dieser Fabrik Anspruch zu erheben zu Preisen, die niedriger als die Markt* preise sind. So ist die Habone nicht mir in den Stand gesetzt, die für Jaffa erforderlichen Ziege! zu beziehen, sie kam! auch Dachziegel für andere‘Städte erhalten, die bisher aus Frankreich importiert worden sind. Das Betriebskapital der neuen Gesellschaft beträgt 60000 X. Die Ziegelbrennerei wird in» April mit der Arbeit beginnen, während die Steinbrücbe bereits in Betrieb gesetzt worden sind. Der Sekretär der Habone, Herr J. Arshavsky, ward demnächst in Deutschland eintreffen, um eine Gruppe der Habone 11» Deutschland ins Leben zu rufen. Er ־wird mich imstande sein, bereits fertürgcsteUte bewohnbare Hauser zu verkaufen,

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