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Jüdische Rundschau · 1921-03-30 · Heft 25-26 (30.3.1921) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 25-26 (30.3.1921)
Date
1921-03-30
Page
– (sequence 5)
Language
German
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SS Nr. 25/26 Binjan Haarez Von L>r. Max Kollensch'etf, Am 6. März ist zu Berlin der Beschluß zur Gründüng einer neuen zionistischen Föderation gefaßt worden. An seiner Ausführung wird von dem dazu ein- .׳esetzte« Komitee eitrigst gearbeitet. ״ Die Föderation will den möglichst schnellen Aufbau Palästinas als Werk der hierzu geeinten Judenhcit. Der politische Zionismus Ivat in der Baitour-Dcklaration und im Beschlüsse von San Rcmo Erfolge von entsdtei• dender Bedeutung erzielt. Allein das nationale Heim jfs jüdischen Volkes muß noch mehr als ein Völkerrechtlicher Begriff sein, cs muß greifbare Wirklichkeit wersien. Dazu ist crforderlidi, daß das jüdische Volle nicht nur das Objekt der Politik bleibt, sondern audi ihr'Subjekt, ihr Träger wird. Der Zionismus, bisher 1r Geschäftsführer des jüdischen Volkes ohne Aufj.a,y kann jetzt sein beauftragter Führer werden. Das liisc.'cr Programm bietet hierzu die Grundlage — das Programm Theodor Hcrzls in seiner Ursprünglichkeit und*'Reinheit. Das jüdische Volk ist darin durch kein underes Bekenntnis als das zum Volke selbst charaklerisiert; es gibt keine Scheidung nach religiösen, philosophischen oder sozialen Tendenzen, keine Vertie'ung und keine Vergeistigung. Der 90 wieder gclauterte Zionismus kann den Ruf an die Judcnheit aller Länder zum Aufbau unseres Landes wagen. Er 'wird Erfolg haben, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind. Die erste Voraussetzung ist, daß das Werk des Aufbaues im jüdischen Geiste vollbracht wird. Mit der Thora wolle;1 wir mich Erez-Israel zurüdkkehren. Die zweite Voraussetzung ist, daß der Aufbau auf der breitesten Grundlage der Privatwirtschaft geschieht. Die an sich schon schwere Arbeit darf nicht durch Vcrsuche mit nidit erprobten Arbeitsmethoden weiterhin be-!astet werden. Die unserer Gemeinwirtschaft zur Vcrf'ügimg stehenden Produktionsmittel sind unzulänglich; die Heranziehung der privaten Initiative ist dringendstes Erfordernis. ״Die Einstellung auf bestimmte Wirtschaftsformen, die man vuiter Verkennung der Substanz des Sozialismus als entscheidend sozialistisch ansieht, würde dazu führen, die Kolonisation in ihrer produktiven Gestaltung zu hemmen . . . Ebensowenig wie es angängig ist bei einer kolonisatorischen Arbeit ein eng mnrissencs neues Wirtschaftsschema zugrundezu legen, ebensowenig darf man sich der Illusion hingeben, daß diese Kolonisation von allem Anfang an auch nur mit einem sozialpolitischen Apparat ausgestattet sein kann, wie er sich in Europa in Jahrzehnten entwickelt hat. Sozialpoiitische Postulatc sind auch bei der palästinensischen Kolonisationsarbeit sicher stets zu beachten. Aber sic dürfen nicht zu Vereinssatzungen werden, sie dürfen nicht da9 Einsetzen der ganzen Kraft unterbinden, das zu jeder Kolonisation, zu jeder Erschließung neuer produktiver Kräfte notwendig ist.“ So schreiben die ״Sozialistischen Monatshefte“ 192t, Seite 214. Für soziale Gerechtigkeit sorgen die jüdisehen Lehren in unseren Gesetzen und in unseren Herzen. Die dritte Voraussetzung muß die unbedingte Sicherheit dafür sein, daß die staatsbürgerliche Stellung der Juden in den einzelnen Ländern nicht angetastet wird. Die Mehrheit des jüdischen Volkes wird in der Diaspora verbleiben. Darum gilt cs, diese Juden hier nicht zu entwurzeln, vielmehr die Zusammenhänge nicht nur mit dem wirtschaftlichen Leben der Staaten und Länder zu mehren, sondern auch — unter Berücksichtigung »llcrrtings der historischen Verschiedenheiten — mit deren politischen, geistigen und sozialen Interessen. Der Satz der Balfour-Dcklaration und des-vorlicgcnden Entwurfes zum Mandafsvertragc, daß nichts getan werden solle, was die Rechte und die politische Stellung beeinträchtigen würde, deren sich die Juden in irgendeinem Lande erfreuen, enthält nicht nur eine Völkerrcditüdie Bindung der englischen Mandatarmacht, sondem auch e.ne, von uns überzeugungsgemäß gern übernommeiic rechtliche und hohe moralische Verpflichtung des Zionismus. Sind diese Anschauungen berechtigt, so muß der Pcrsonenkreis, der sie vertritt, die Möglichkeit haben, seine Anhänger organisatorisch zusammenzufassen. Dns Statut der Zionistischen Organisation erkennt dies an und gibt ״Schekelzahlern, welche besondere Anschauun- Sen innerhalb der Zionistischen Organisation vertreten“, das Recht, sidi zu Sonderverbänden (Föderationen) ,kusammcnzuschüeßen. Von diesem ihm zustchcnden Rechte macht Binjan Haarez Gebrauch. Der deutsche Landesverband hat ebensowenig wie' irgendeine andere zianistischc Landsmannschaft ein Recht, sich dieser Orgnnisicrung zu wiJcrsetzen. Binjan Haarez wird eine iiterterritoriale Föderation, die schon jetzt Mitglieder in vielen Landsmannschaften fiat und deren Anschauungen ihr Anhänger in allen Ländern bringen werden, in denen e!i jüdisches Leben gibt. Es muß endlich das längst als berechtigt anerkannte Prinzip audi tatsächlich durchgeführt werden, daß nicht der Wohnsitz unabänderlieh die Zugehörigkeit zu einem zionistischen Verbände begründet, sondern daß sich über die Landcsgrenzen lünvvcg interterritorial nach gesinntmgsgemüßcp Diffcrenzierungen die Verbände bilden, aus denen die ziomstische Weltorganisation sich zusammen setzt. Von der. Landsmannschaft zur Föderation! Das ist die Parole für eine Gesundung unserer Parteiverhältnisse. Gerade die Periode der politischen und kulturellen Ncuerstchung und des wirtschaftlichen Aufbaues kann des befruchtenden Ringens der Gesinnungsparteien um die Vorherrsehaft nidit entraten. Ihnen den Weg verschließen, hieße JUEDISCHE RUNDSCHAU unpolitische Sdiablone an die Stelle färbenreidien Lebens und Strebcns setzen. Da aber kommt gegen uns der Vorwurf (vgl. Rosenblütli, ״Jüd. Rdsdi.“ S. 159), wir hätten keine ״gemeinsame Weltanschauung zur Durchführung des Baseler Programms im besonderen Sinne“. Aber das Baseler Programm enthält keine Weltanschauung. Es ist die Forderung nach politischer Einheit und Selbständigkeit — aber nidit die Formet einer philosophisdien Welt- Anschauung. Das Organisationsstatut spridit auch mit Redit nur von Ansdiauungcn und nidit von Weltan Behauungen. Daß wir besondere Anschauungen in diesem Sinne haben, erscheint mir nach den vorstchenden Ausführungen, die leider innerhalb des Zionismus nicht allgemein anerkannt werden, für erwiesen. Audi die Gegenpartei gibt dies dadurch unumwunden zu, daß sie uns den mit einem mehr oder weniger deutliehen Programm ausgerüsteten nationalen Einhcitsblock entgegensetzt. Schließlich muß cs auch ausrcidicn, daß wir unsere Anschauungen im einzelnen und in ihrer Verbindung, so, wie wir sic vortragen und zu verwirktidien suchen, als besondere bezeidinen, dercen Vortrag und Ausführung wir Dritten, die nur die Gegensätzlichkeit betonen, nidit überlassen wollen und können. Uebcr die Besonderheit von Ansdiauungcn müssen ihre Träger mehr zu entsdicidcn haben als die Gegner. Wir haben den Weg der Gründung eines Sonder- Verbandes cingeschlagen, nicht um gegen die zionistischeu Freunde anderer Ridihingen einen Kampf zu führen, sondern gerade, um unbehindert durdi andere Anschauungen im eigenen I<rei9c arbeiten und positive Werte schaffen zu können. Die Föderalisiemng gibt jeder Richtung freie Bahn zum Wohlc des von allen in gleicher Weise geliebten jüdischen Volkes. Darum Icliuen wir den Kampf um die' Macht mit anderen zionistisdien Richtungen innerhalb der gleichen Organisation ab imd fordern von uns und von den anderen friedlidie Arbeit nebeneinander. Es Ist genug Arbeit für alle Hände und für alle Köpfe vorhanden. Wenn schließlich der Vorsitzende der Z. V. f. D. ״kraft der besonderen, gesteigerten Verantwortung des vom Delegiertentagc gewählten Vorsitzenden“ glaubt darauf hinweiseil zu müssen, daß die einheitliche Außenarbeit des Zionismus in Deutschland gefährdet sei, so ist darauf zu erwidern, daß auch bisher sdion vielfach zionistische Arbeiten von mehreren Stellen selbständig ohne Schaden erfüllt sind — z. B. die Jugendarbeit. Vor allein aber hätte nicht verschwiegen werden sollen, daß bei den mit der Z. V. f. D. geführten Verhandlungen wir ein allseits anerkanntes weitgehendes Maß von Entgegenkommen gezeigt haben. Nach unseren Vorschlägen sollten der Z. V. f. D. nicht nur das gesamte Organisationswesen cmschlicßUdi des Verkelirs mit den Ortsgruppen, sondern audi die Herausgäbe der ״Jüdischen Rundschau“, die Verwaltung des Nationalfonds und die gesamte Arbeit für den Keren Hnjcssod überlassen bleiben. Auch die politische Außenarbeit sollte nach unserem Vorschläge unter der Firma der Z, V. f. D. von einem aus Vertretern aller Riehtungen gebildeten Komitee geleistet werden. Hier war also nicht nur ein ״Dachverband mit einer kümmerliehen Sdieinautoritiit“ vorgesdilagcn, sondern eine durchaus starke, mit inneren und äußeren Kompetenzen reich ausgestatlctc Organisation. Diese Vorschläge, mit denen wir im Interesse der äußeren Einigkeit bis an die Grenzen des Möglichen gegangen waren, haben Z. V. f. D. und nationaler Einhcitsblock abgclehnt. Wir überlassen cs dem öffentlichen Urteil, ob wir, wie Roscnbliith sich auszv,drücken beliebt, eine ״konkurricrcndc und daher vcrdcrblidic Sonderbündelei“ treiben oder ob wir in vollstem Bewußtsein der Verantwortiiehkeit in ernstester Zeit den ernsten Versuch unternehmen, alle jüdisdien Kräfte zum Aufbau von Erez-Israel zu sammeln. Bemerkung Dr. K o 11 e n s c h c r weist in seinem Artikel auf einen Orgatiisationsvorsdilag hin, der von seiner Gruppe unterbreitet, von der Z.V, f, D. und dem ״Nationalen Einheilsbloiik“ aber abgclehnt worden sei. Dazu ist zunächst zu bemerken, daß die Z. V. f. D. zu diesem Vorschlag bisher nicht Stellung genommen hat. Es erscheint mir aber überhaupt unzweckmäßig, einen Vorschlag, dessen für die Beurteilung wesentliehen Einzelheiten die Ocffentlidikeit nicht kennt, in die Debatte zu ziehen. Zur Verdeutlichung der von Kollcnsclier gemachten Andeutungen muß jetzt freilieh, tim irrigen Auffassungen cntgcgenzuvvirken, folgendes hinzugefügt werden: Nach dem erwähnten Vorschlag 9011 die Leitung der Z. V. f. D. in Zukunft aus Vertretern aller in Deutschland vorhandenen, auf besonderer zionistischer Anschauung beruhenden Verbände bestellen, als welche zurzeit Binjan Haarez, Misradii, Hapool-Hazai'r, Nationaler Einheitsblock anerkannt werden, Die Leitung soll nicht aus Wahlen eines gemeinsamen Delegicrtentagcs, sondem aus Delegationen der beteiligten Verbände hervorgehen. Die Leitung ist auf die von Kollcnsclier bereits bezeichnet«! Arbeitsgebiete beschränkt. Die Vertrclung der deutschen Zionisten gegenüber der OcSfentliclikeit liegt aber nidit in der Hand dieser ״Leitung“, sondern sic wird ־einem ״PoWischen Komitee“ überlassen. Für die Politik dieses Komitees müssen gcwisse von Binjan Haarez aufgestellten Leitsätze als verbindlich anerkannt werden. Außerdem kann dem Komitee nur angchörcii, wer einstimmig von allen Gruppen gewählt worden ist. Wie gesagt, hat die Z,V. f. D. zu diesen Vorschlägen nodi nicht Stellung genommen. Meine persönliche Meinung geht frei- Seile )73 Sezession Von Dr. Siegmund Kaznclson. Darf jemand, der die Entwicklung des deutschen Zionismus bis vor kurzem nur aus der Ferne verfolgt und von seinen internen Verhältnissen nicht sehr deutliche Kenntnis hat, versudien, an einem entscheidenden Wendepunkt dieser Entwicklung ein Wort mitzusprechen? Vielleicht, daß eben diese Entfernung und diese Unkenntnis, besonders in persönlichen Dingen, erst ein objektives, sachliches und ruhiges Urteil ertnöglicht! Ich sehe in dem Plan der Gründung einer neuen selbständigen zionistischen Föderation ״Binjan Haarcz", wie er in einer der letzten Nummern der ״Jüdiseben Rundschau“ angekündigt wurde, eine Gefahr für der! deutschen Zionismus und auch für den Wcltzionismus, von deren wirklich folgenschwerer Tragweite sich auch seine Initiatoren wohl kaum Rechenschaft abgelegt haben. Von vornherein ist ja wohl weder nach dem Organisationsstatut, das die Bildung von Föderationen zuläßt* noch nach den mit den meisten Föderatior.en in der zionistischen Bewegung gemachten Erfahrungen etwas gegen das Föderationsprinzip einzuwenden. Es erscheint im Gegenteil als das einzige Mittel, die Einheit der Organisation trotz großer Vcrschiedenheiten der Anschauungen zu bewahren. Infolgedessen ist cs auch auf der letzten Jahreskonferenz nochmals bestätigt und anerkannt worden. Sobald die Voraussetzungen des Statuts, eine besondere Anscliauung und die vorgcschriebene MindestanzaEI von Sehekein (zuletzt von 3000 auf 5000 erhöht), erfüllt sind, kann die Anerkennung als eigene Föderation bei der Exekutive, bzw. bei verweigerter Zustimmung dersclben, beim Kongreß verlangt werden. Um nun die wcscntliche Frage im vorliegenden Falle, ob ״Binjan Haarez“ eine besondere Anschauung im Sinne des Statuts vertritt, beantworten zu können, ist cs nötig, sich über den Sinn und die Bedeutung des Föderationsprinzips überhaupt iin Klaren zu sein. Der Zionistischen Organisation, ihrer Leitung und jedem ihrer Mitglieder muß die Erhaltung und Erhöhung der Stärke der Organisation oberstes Gesetz sein. Nur aus diesem Gesichtspunkt kann ein Zionist eine Föderationsbildung beabsichtigen und hat das Föderationsprinzip überhaupt seine Geltung. Sein Sinn tkann nur sein, im Interesse der zionistischen Bewegung einen Kristallisationspunkt zu schaffen für alle diejenigen Elemente und Kreise, die über dem zionistischen Minimalprogramm, das allgemeine imd gemeinsame Voraussetzung für alle Mitglieder der Organisation ist, hinaus noch bestimmte fundamentale Anschauungen vertreten, deren Betätigung ihnen innerhalb der allgemeinen Organisation nicht möglich ist So sehen wir im ״Misrachi“ den Zionismus in engster Verbindung und auf der Grundlage des jüdischen Religionsgcsctzcs, dessen Befolgung die allgemeine Organisation von ihren Mitgliedern nidit erzwingen kann, bei den ״Poale Zion“ den Zionismus auf der Grundlage des marxistischen Sozialismus, zu dem die Organisation als solche keine Stellung nimmt, beim ״Hapoel-Hazai'r“ den Zionismus auf Grundlage eines palästinensischen Volkssozialisinus. Die Föderationen vertreten über die zionistischc Minimalfordcrung hinaus Maximalforderungen, auf die die zionistische Organisation als Ganzes nicht festgelegt werden kann. Der tiefere Sinn des Föderationsprlnzips vom Standpunkt der Gcsamtorganisation ist nun, dadurch alle diejenigen Menschen zu gewinnen, denen außer der zionistischen und vielleicht noch mehr als diese eine andere Idee fundamental und aussclilaggebend ist, ohne daß ihnen das allgemeine Programm des Zionismus als Minimalprogramm eine Möglichkeit gibt, beide Ideen zu vereinen, für sie als einem Einheitlichen, Untrennbaren zu arbeiten. So besteht der außerordentliehe organisatorische Wert der Föderationen für den Zionismus darin, daß sie seine Vedetten, seine Vorposten und Avantgarden sind, die der allgemeinen Organisation dauernd vermöge grundsätzlicher Anschartungen fremd gcgcnübcrstchcnde Menschen aus anderen Ideenkreisen in die Organisation liineiazichen. Wie wichtig besonders die beiden älteren Föderationen des ״Misrachi“ und der ״Poale-Zion“ sowohl in dieser organisatorischen wie auch in politischer Beziehung für uns schon waren und noch werden können, braucht nicht ausgeführt zu werden. Ist nun die ncugeplante Föderation ״Binjan Haarez“ in dem gleichen Sinne eine Föderation zu nennen? Mit dem größten Willen zur Objektivität läßt sich in dem in den jüdisdien Blattern mitgetcilten Programm keine neue Idee von solcher auch nur einigermaßen fundamentalen Bedeutung wie bei den anderen Föderationen entdecken- Im Gegenteil: seinem "Wortlaut und seiner offenbaren Absicht nach will dieses Programm lediglich ein Minimalprogramm sein. Tatsädilieh nach wie vor dahin, daß diese Vorsdiläge den Mchrhcitswillcn der deutsdien Zionisten in den wichtigsten Fragen ausschaltenund daher auf die Dauer einen unerträglichen Zustand schaffen, in dem, wie idi in meinem Artikel sdvricb, ״die ihrem Wesen nach selbständigen Föderationen ohne Rücksicht auf Mdirheits- Verhältnisse Kompromisse erzwingen“ könnten. Kornpromisse können unter Umständen nützlich und notwendig sein, erzwungene Kompromisse bilden eine dauernde Bedrohung einer friedlichen und einheitlichen Arbeit. Felix Rosenblüth.

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