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Jüdische Rundschau · 1921-03-23 · Heft 23-24 (23.3.1921) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 23-24 (23.3.1921)
Date
1921-03-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nt. :!3/34 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seile 161 tlcr Gemeinde zu bekümmern. Er machte Vorschläge-.׳ für tine ftcdeählichc Zusammenarbeit der Rabbinate und : der weltlichen Organe der Gemeinden. AnsdilieUcsul an die Rede des Rabbiner Markus sprach Rabbiner Kuk über die erfreuliche‘Tatsache, daß die Regierung für die Legalisierung und Stärkung der Rabbinate sorgt und;rab dabei der Hoffnung Ausdruck, daß die Rabbinate der Zeit alle Erscheinungen des jüdischen Lebens umfassen würden, so daß z. ü. jeder Autor eines Buches dessen Drucklegung um׳ eine Begutachtung jc, Rabbinats nachsuchcu wird. Diese sonderbare Auffassung von der Tätigkeit der Rabbinate rief bei *Un anwesenden Laien scharfen Protest hervor, insbesondere ist die Rede von Dr. Klausner hervorzuheben, d'r KCK0״ die Machtgelüste der Rabbiner im Namen der gemäßigten Linken Verwalirung einlegte. ^,(iui das Rabbinat sich auf seinen Inferessenkreis btsclirä/ik«״ wird, ist sein Erfolg und sein Einfluß auf (ljs leben sidier. Wenn es sich aber auf alle Erseheinungen des Lebens erstrecken will, wird der Bogen iwkJ überspannt sein. Wir könne« Rabbiner Kuk nicht darin zusammen, daß es im Judentum keine Grenzen *wischen dem Profanen und dem Religiösen gibt, daß hei uns alles Religion ist. Was rm Mittelalter noch Möglich war, ist heute nicirt mehr zu halten. Vielleicht is; es gerade die Bevormundung der Rabbiner gewesen, dk den Unglauben so gefördert hat. Wir, die gemäßigten Linken, wünschen das Wiederaufleben des Judentums, j inner keinen Umständen aber werdet» wir eine Bevorinumlung des Lebens durch das Judentum dulden.“ Im Verlauf der sich daran anschließender» Ausein- .«»•,lersetzung zwischen den Laien und den Rabbinern wollte Rabbiner Kuk seine Aeußerunge» so aufgefaßt wissen, daß im'olgc der wachsende» Religiosität des Volke» jeder Autor eines religiösen Werkes sich, an dar Rabbitwt freiwillig wenden werde, daß er aber nviits gegen die Preßfreiheit in ni ch t reli g i ö se a Büchern zu unternehmen gedenke. Seitens der Laien wurde darauf hingewiesen, daß doch nach der Meinung der Rabbiner eine Grenze zwischen dem Religiösen iiral dc!n Profanen nicht existiere. In der vierten Sitzung spricht der Sekretär des Jerusalemer Rabbinates, Josef Paniesel, über die u künftigen Aufgaben des Rabbinates. Er schildert die IXsorganisatiou der Standesämter, des Schacht• wcsciis, ferner die Wichtigkeit der Schaffung eines Ap;>cl!ation$ger:cl1ts, welches zur Hebung des Ansehens der Rabbinatsgerichte viel beitragen könnte. Hierauf v, .:de zur Wahl einer Wahlkonimission geschritten. Auch da wurde u jeder die Frage derKompetcnzderLaien aufgeworfen. Die Laien forderten, daß ihre Vertreter (drei gegen acht Rabbiner) gleichberechtigte Mitglieder des Uaäbmatsgerichts sein sollten, während die Rabbiner sic nur ״im Bedajtsfal'e zu Rate ziehen wollten, in den A- :clegenhciten, die das Gesetz nicht tangieren“. Die Laien schlugen einen Kompromiß vor, und zwar wollten die letzten Worte folgendermaßen geändert sehen: ״in Angelegenheiten, die das rituelle Gesetz איסור והיחס) nicht tangieren“. Die Rabbiner wollten auf diese« Koni• promiß nicht eingehen und, da sie die absolute Mehrheit hatten, wurde ihr Vorsclilag angenommen, woraufhin sämtliche Laien den Saal nach Verlesung folgender Erklärung verließen: ״Wir, Vertreter der Städte ur.l Kolonien, sind zur Rabbinerkonferenz gekommen, um das Rabbinat zu stärken, nicht um cs zu schwächen. Wir waren daher zu> jedem Kompromiß geneigt Leider haben wir bei der Gegenseite keine Neigung zu Kompromissen gefunden. Infolgedessen sind wir gezwungen, die Konferenz zu verlassen und jede Verantwortung für ihre Beschlüsse abzulchncn. gez, Dr. Klausner.“ Rabbiner Kuk spricht äußerst erregt über das Bestreben der Laien, das jüdische Oesetz zu reformieren, wozu die Rabbiner sich niemals hergeben würden. Die fünfte Sitzung stand noch im Zeichen der durch das Ausscheiden der Laien hervorgerufenen Er• regung. Dank den Bemühungen des Herrn Be nt wich, der erklar.e, daß der Oberkommissar das neugeschaffene Rabbinat nur dann anerkennen würde, wenn es einersei!» die g e s a m t e jüdische Bevölkerung vereinigt, und andererseits die Laien dauernd beratende Mitglieder des Rabbinats sind und rächt nur ״im Bedarfsfälle“ yon den Rabbinern zu Rate gezogen werden können, ist es gelungen, die Laien, außer Dr. Klausner und Sch. Pen, zur Teilnahme an den weiteren Sitzungen מ! bewegen. ln der sechsten Sitzung fanden die Wahlen ins Dberrabbirat statt. Folgende Rabbiner wurden gewählt; nuk, Jacob Mcir (Vorsitzende), Frank, Rom, ״ernstein (Asclikenasim), Atkuzir, Kuinko, * ilosuf (Sephardim), Von den Laien wurde Df. 11',דs]Generalsekretär des Waad Hazirim), Panicsel Dckretsr des Rabbinates) und Lewnin gewählt Nach den Schlußreden der Herren Be nt wich, Yellitt, "u* w. a. und nach einem Gebet für das Wohl "* *ngllschcn Königs und des Oberkommissar• wurde di« Konferenz mit Absingung der ״Hatikwah“ ge* 5chlossea Morgenthaus Mission. Henry Morgenthau, der vom Präsidenten Wilson zum Vermittler zwischen den Armeniern und Türken ernannt wurde, wird sich erst d*tu» nach dem Nahen Osten begeben, wenn de! Völker• ״und seine Mission endgültig bestätigt haben wird. Protest der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas gegen das Joint. Die Organisation der jüdischen Arbeiter hat in Jerusalem und Jaffa Protestversammlungen gegen den Beschluß des Joint Distribution Committee, die Unterstützungen für den Krankenfonds!und die Hilf»- «sse für Arbeiter unä Emigranten eiazuetcilen, veraa- Statut י Der alljüdische Wellkonjjreß Seine Voraussetzungen und seine aktuelle Bedeutung Von Jakob Hakohcn. Die zionistische Jahreskonfcrenz, die im Sommer vorigen Jahres in London stattgefunden hat, hat einen Beschluß angenommen, der auf die Einberufung eine.» alljüdischen Weltkongresses hinzielt. Der Beschluß ist allerdings sehr vorsichtig formuliert. Die Exekutive soll ein fünfgliedriges Komitee cinsetzen, das sich bemühen soll, ein Kongreßkomitee zu schaffen. Dem Eingeweihten ist bekannt, daß diesem Beschluß zunächst auch nur eine theoretische Bedeutung zugedacht wär. Es ist von außen nicht zu erkennet», welche Gründe für das Plenum der Konferenz maßgebend waren, als es zu dem großen Gedanken des Weltkongresses eine so dilatorische Haltung einnahm. Man kann nur ver- »nuten, daß die Befürchtung bestand, der Weltkongreß könne zu wichtigen Fragen der jüdischen Gegenwart, insbesondere zur Palästinafrage, eine Stellung einnehmen, die vom nationalen Standpunkt aus nicht befriedigt. Solche an sieh verständliche Bedenken dürften jedoch nicht dazu führen, den Weltkongreß zu verzögern, der gerade vom nationalen Standpunkt aus als ein unermeßlieber Fortschritt erscheinen muß. Was die »m Mandat endgültig erfolgte völkerrechtliche- Anerkennung des historischen Anrechtes des jüdischen Volkes auf sein altes Heimatland in außenpolitischer Beziehung bedeutet — hätte das Mandat nicht mehr gebracht, als diese Anerkennung, so wäre es schon allein deshalb »,in über jede herabsetzende Kritik erhabener politischer Erfolg —, das bedeutet in innenpolitischer Be- Ziehung der Weltkongreß. Und eben deshalb mußten die oben als verständlich bezeichnten Bedenken gegen den Weltkongreß statt zu seiner Verzögerung, dazu führen, daß wir diejenigen Prinzipien formuliere«, über die vom zionistischen Standpunkt aus eine Diskussion auf dem Kongreß ausgeschlossen 9cin muß, deren vorherige allseitigc Annahme für uns also die Voraussetzung für die Anerkennung des Weltkongresses bedeutet. Der Weltkongreßgcdanke hat auch im Lager der Orthodoxie bereits eine Diskussion erfahren. Im ״Israelit“ (Nr. 27/1920׳) ist ein Aufsatz von Dr. Ben Zion Feßler abgedruckt, der die Idee des Weltkongresses in sehr versöhnlichem Geiste diskutiert. Leider befindet sich in der Wochenrundschau derselben Nummer eine redaktionelle Stellungnahme des ״Israelit“, in der der Weltkongreß abgclchnt wird, weil die orthodoxe! Welt- Organisation (natürlich ist die Agudas Jkroel gemeint) noch nicht genügend diszipliniert sei, um auf dem Kongroß als Willcnscinhcit aufzutreten. Soweit in dieser Stellungnahme partei-egoistische Machtgclüste zum Ausdruck kommen, kann dies nicht scharf genug gegeißelt werden. Soweit darin jedoch das Bedenken maßgebend ist, daß der Weltkongreß in Gewissensfragen zu einer Vergewaltigung des gesetzestrcuen Standpunktes führen könne, ist dies Bedenken an sich ebenso verständlich, wie diejenigen Gründe, die — vermutlich — die Jahreskonferenz zu ihrer dilatorischen Haltung veranlaßt habe«. Unberechtigt ist ebenfalls, aus solchen Bedenken heraus den Weltkongreß a priori abzulchncn, bevor nicht festgestellt ist, ob nicht Bedingungen gefunden werden können, die ein Zusammenarbeiten ohne Gewissenszwang■ ermöglichen. Wenn wir nun den Versuch machen, die Voraus- Setzungen zu formulieren, die den Weltkongreß, das heißt das Zusammenarbeiten ailer Juden der Welt an den Aufgaben der Gegenwart, insbesondere am Aufbau Palästinas, möglich machen sollen, so stoßen wir zuerst auf die von Wcizmann gestellte einzige Bedinguug der Zionisten, welche besagt: Palästina muß die nationale Heimstätte werden. Der Begriff des Nationalismus, den wir aus der politischen Terminologie Europas übernommen haben, und der auf unsere jüdischen Verhältnisse nicht paßt, ist leider von einer Unklarheit, die in der politischen Praxis schon zu vielen unheilvollen und unnötigen Kämpfen geführt hat. Es ist unbedingt notwendig, dieses Wort durch seine« klaren Inhalt zu ersetzen. Wenn man von ltnponderabilien absieht, die sich jeder Definition entziehen, ist der nationale Charakter Palästinas meines Erachtens dadurch garantiert, daß erstens Palästina allen Juden der Welt zur Einwanderung geöffnet sein muß, ohne Unterschied der religiösen und politischen Stellung und ohne Rücksicht auf das Herkunftsland, und zweitens durch die unbedingte Anerkennung des Primats der hebräischen Sprache in Palästina. Die Diskussion der Welt■ kongreßidee, die eine innerzionistische Notwendigkeit ersten Ranges ist, muß zeigen, ob die Erfüllung dieser beiden Voraussetzungen als genügende Garantie für den nationalen Charakter Palästinas angesehen werde» kann, oder ob noch andere bzw. welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um den nationalen Charakter Palästinas zu sichern. Diejenige Voraussetzung, auf deren Erfüllung das gesetzestreue Judentum berechtigterweise bestehen muß, ist, daß bei allen Maßnahmen, für die der Weltkongreß, ver antwortlich 18 ׳t, das Thoragesetz in seiner vollen Ausdehnung beachtet werden, muß.: Die Berechtigung dieser Forderung ist für die. Zionistische ׳ Organisation schon von H e r z 1 wiederholt anerkannt worden. Neuer* dlngs hat auch W e j z ro a n n erkürt, daß die Zionistische Organisation bereit ist, dieser Forderung der Orthodoxie Rechnung zu tragen. Soweit der deutsche Zionismus in Frage kommt. Ist ferner auf <Ua von der letzten Tagung de» Landcsvorstandcs einstimmig angenommene Recoluibn über die Volksküchen in Jerusalem hinzuweisea. Besteht somit über die prinzipielle Seite der Frage keine Meinungsverschiedenheit, so wird sich ln der Praxis doch sehr bald zeigen, daß der Jnhalt des Bcgriffe» ״Thoragesetz“ sicherlich noch viel weniger klar ist, als der Begriff Nationalismus. "Unmöglich ist, daß noch länger jeder beliebige Rabbiner in Frankfurt oder sonstwo in der Lage bleiben darf, sei cs aus ehrlicher Ueberzcuguiig oder - wie so oft — aus pfäffisclicn» Machtgelüste unter Berufung auf das Thoragesetz wichtige Interessen der jüdischen Gesamtheit zu schädigen. Die Schalfung einer autoritativen Stelle für die Entscheidung religiöser Streitfragen ist sowohl für Palästina als auch für das Galuth geradezu eine Staatsnotwendigkeit Und es ist zu hoffen, daß das oberste ßcth-Din in Jerusalem, dessen Konstituierung soeben gemeldet wird, in Zukunft in der Lage ist, der in rcligionsgcsetzlichcr Be- Ziehung herrschenden Anarchie ein Ende zu machen. Die sozialistisch orientierten Teile unseres Volkes werden mit Recht verlangen, daß auch auf ihre bered»- tigten Forderungen Rücksicht genommen wird. Die entscheidende Frage ist hier diejenige, die aud» auf der jahreskonfcrenz Veranlassung zu einer prinzipiellen Debatte gegeben hat, nämlich die Frage der Vcrgcscll- Schaffung des Grund und Bodens und seiner Schätze als der wichtigsten Produktionsmittel. Prinzipielle Gegner dieses Prinzips dürfte es weder innerhalb noch außerhalb der Zionistischen Organisation geben. Praktisch wird zunächst jedoch nicht mehr zu erreichen sein, afs die Annahme des Prinzips, daß der in Palästina aus Mitteln der Gesamtheit in möglichst großem Umfange zu erwerbende Boden für alle Zeiten Eigentum des ganzen Volkes bleiben muß. Fassen wir nunmehr die Voraussetzungen zusammen, über die auf dem Weltkongreß eine Diskussion nicht mehr zugelassen werden kann, wenn alle Teile unsere9 Volkes sich zu gemeinsamer Arbeit zusammenfinde» sollen, 90 ergeben sich folgende Punkte: 1. Die Einwanderung nach Palästina muß allen Jude» der Welt ohne Unterschied der religiösen und poüti• sehen Stellung und ohne Rücksicht auf das Herkunftsland freistehen. 2. Oie hebräische Sprache wird als einzige offizielle Sprache der Juden in Palästina anerkannt 3. Bei allen vom Weltkongreß zu treffenden Maßnahmen ist das Thoragesetz in seinem volle» Umfang zu beachten. 4. Der aus Mitteln der jüdischen Gesamtheit in Palästina erworbene und in möglichst großem Umfang noch zu erwerbende Boden muß für alle Zeile» Eigentum der jüdischen Gesamtheit bleiben Wenn wir nunmehr dazu übergehe:!, die Bedeutung des Weltkongresses in bezug auf die gegenwärtige kritische Lage in» Zionismus zu charakterisieren, so muß als Gegenstand der gegenwärtigen Krise zunächst festgestellt werden, daß die Zionistische Organisatio« der Schwere der Aufgabe und der ungeheuren Verantwortung, die auf uns tastet, offensichtlich nicht gewachsen ist. Wenn heute ein Kampf ausgebrochen ist zwischen den Befürwortern der Kulturarbeit in Palästina und denjenigen Zionisten, die im gegenwärtigen!Moment die Kulturarbeit für einen unerschwinglichen Luxua halten, so ist die wichtigste Ursache für diesen Kampf offensichtlich der leidige Umstand, daß das Geld fehlte um alle, auch die kulturellen Bedürfnisse des Jischuw gleichzeitig zu befriedigen, ln der Tat tragen wir heute die Verantwortung für alles, ־was an Möglichkeiten der Kolonisation in Palästina nicht ausgenutzt werde» kann, und für alle physischen und moralischen Verluste, die unser Volk unter dem Druck seiner unsägliche» Notlage erleidet, soweit die Zusammenfassung und Kon- Zentrierung aller Volkskräfte auf die Rettung»- und Aufbauaktion hier Abhilfe schaffen könnte. Wenn hier gegen eingewendet werden sollte, daß das jüdische Volk in feierlichen Manifesten zur Mitarbeit aufgerufe» worden ist, so muß darauf geantwortet werden, daß diese Manifeste durchaus unzulängliche Mittel sind, am die Voikskräfte zu mobilisieren. Es ist naiv zu glauben, daß papierene Aufrufe genügen, um die Mitarbeit des ganzen Volkes auszuiösen, ebenso naiv, wie es in außenpolitischer Beziehung gewesen wäre, die Balfour-Erklärung, San Remo und das Mandat als Resultate einiger Briefe zu erwarten, die man etwa an Lloyd George gerichtet hätte. Und es ist erstaunlich zu sehen, mit welch geringem Verständnis unsere Führer de» Problemen der Innenpolitik gegenübersichen, dieselben Männer, die auf außenpolitischem Gebiet sich so unvergangliche Verdienste um unser Volk erworben haben. Die Verantwortung, die auf uns lastet, muß uns zermalmen, wenn wir sie nicht auf das ganze Volk übertragen, das — wenn überhaupt — nur in seiner Oe* ssmthelt die Mittel und die Menschen aufbringe» kann, die nötig sind, um den Aufbau Palästinas mit der unter Berücksichtigung der furchtbaren Notlage in* Osten und durch die außenpolitischen Gefahren gebotenen Schnelligkeit zu verwirklichen. Es muß Klarheit darüber herrschen, daß die Lösung der Judenfrage nur möglich ist, wenn sie einheitlich und gleichzeitig im Galuth und in Erez-lsrael in Argriff genommen wird. Diese Tatsache, die im Kopenhagener Manifest — dieser zeitgemäßen Erweiterung des Baseler Programms — ihre offizielle Anerkennung voa zionistischer Seite gefunden hat, zwingt dazu, die ver* schiedencn Teile der Volksarbcit zu zentralisieren. Wenn vof heute sehen, daß in, Paris der Waad Haaraaoth als Zentrale zur Wahrnehmung der jüdisch-politische» tatereue» Ins Galuth besteht, daß von London au»

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