Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 19 (8.3.1921)
- Date
- 1921-03-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 9 ז Ffi Fritz Mordech'ii Kaufmann Der Generalsekretär des Arbelterfilrsuf\׳e Amtes der jüdischen Organisationen Deutschlands, FriU ־׳)tordechal '1(a 0 f m a n n, ist am 3. März plötzlich aus dem Leben «esebieden. ■Vi׳.i der Reise erreicht midi die Nachricht, .!aß . Mortkcha‘ Kaufmann gestorben ist. ütv.-ao .'■!miloses, etwas schlechthin Fürchterliches ist ge■ -.Dielten. Cs ist einer von uns fcirtßcgaiHjeii, den wir nicht misse» körnten, ftir de» Kein anderer kommen wird. Liin Mensch, der tuis nah war, der uns Bruder war und der allen Bruder war. L'r war dvr Feinsten einer, von einer Sensibilität des Empfinden», die ihn Jeu Dichter» zu Genossen machte, von ei;,er Stärke de׳; Willens, die ihn den großen Organisatoren einer Gründlichkeit des l)»׳n'ce!1>, die enden Wäsiteiiseiiaftler stempelte, von dal! er einer de!■ zion:.־•!'^•hen vc'n.T <>יי'׳-־!׳ impf;»,'. vu ,1» dem wir ״\■׳: h.itteii. t 1' v *uw vrsvh’v;•. gern :;e!; ׳b', die vor. ,Ir ,.׳' rum■,;!י,׳ :oh ausspeien. uv ':!men '!•:;־ te r ganz Uliei einer von »nkommen o.k.r Li /.ugeseJLe v«vj ihn /!, einem fithrei einer Kiikn'ici, der Gedankens, Freiesten wurde, die unter uns leben. Eiirltcn war er bi י /!>,.! letzten, überzcugimgstreu bis zur äußerste» 1 lirH'a!'• .״ ,׳ml fiebenswördi;! war er, verzeihend, Freund sviivvr b'iUers.vn <1v.:;ue,׳. Er stand nicht ia unseren heu R11:׳;11'״' iind er machte kein Hehl aus rf ahw, iehenden Ansicht, aber wir alle;u־ eine» von \ms, als den von uns. :1,:1 •״d zuerst die Bürgerkrone gereicht ׳ der Typus eines Juden, vvk• wir ihn :;ltv.) darum haben ihn alle Juden so :1׳ meisten die Armen, am meisten die, ■׳׳,•» k'HuM. .;us den Ländern des Juden- >,■!:! H-i'emieii des Ostens, die ihre Juden ,•r.n sie >1c nicht in Blut ersticken. Zu er;.ו! geseilt; er, der rheinische Jude, ndc■r in meinem Tempenanent, war;.:an/ u lUh.'e n gevv.irdeit, die aus Warschau;;׳,;■. V'/!in;1 ,)•der;ms Odessa. Huren Rhythmus hatte er 1'1־l;u1־:rht, ihre Melodien hatte er in sich aufgvuotunien. Kr .rar unter deutschen Juden der feinste t!:nl beste Kenner des ostjüdLchcu l.iedes. Er kannte die Juden in ihrer Freude, und wie gern freute er skh mit ihnen. Fr kannte sie in ihren Sorgen und hat ihre I eidei» mri sich :;ei•.»»’;!;.!!!. So wurde er, der Folklo!i-1. der Lieder־,־u׳t;nl< r. vier Sprar!1 forscher, zum Schöpfer der ׳;rollen »׳iivbiKV.c'ucn!. );•';amsatian des J ü tl i sehen A rb e; t e r - F ü rso 1 t■; e ג tn t e s Von seiner Arbeit dort erzählen, liielie. das f p.i, singen von den! Flemi der jüdi ehen FHiehd'nge in Deutsch- Jand und von dem Kampf, den Fritz Mordcch.v! Kauf■ mann für sie führte, siegreich führte, mit letzter Hin• gäbe, so lange, bis sein Leben daran /.erbrarb. Line der ganz großen Schöpfungen jüdi eUer SolHavbät. eine der wenigen werktätigen Verkörpert;,acj>n besten Sozialismus ist an den Namen von Fritz Mordechai Knut■ mann geknüpft. Und wenn uns das Schicksal dieser Menschen geschlagen hat, so hat es auch dieses Werk geschlagen. Wir hadern mit dem Verhängnis, wir können uns nicht trösten, es bat uns einen genommen, den wir nicht hergeben wollten, den wir brauchen der 1ms lieb war und der uns liebte. Wieder ein:!::: fühlen wir die ganze feindliche Macht des Schicksals das sich uns Juden entgegenstemmt. Es war eine! da, der ein bißchen Farbe in unser Leben brachte etwas Frohes, etwas Starkes, etwas Gesundes. Et ist nicht mehr da, wir müssen weiter arbeiten und der Gesang wird uns fehlen. Es wird lange dauern, bis_ ־,v' wieder froh arbeiten. Julius Berger.' Was erreichen wir dadurch? 1. Die Schule ward wirklich eint׳ Grundschule werden, der Unterricht wird niclit lästig sein, die Lehrer werden beliebt sein, und th'e Kinder werden ״artig“ sein. Alles wird aus Liebe zur Sache lernen und lehren. 2. Die Kinder werden ausschließlich hebräisch sprechen. 3. Die Feiertage werden jüdisch s׳׳in. 4. Die Kinder werden der Natur nicht entfremdet werden. Sie werden ebenso fleißig sein wie die Ameise, die sie emsig arbeiten sehen, mul weiden von der Henne, die ihre Küchlein füttert, mehr Humanität lerne1,׳ als auf ״humanistische“ Gymnasien. 5. Die Kinder werden gesünder sei. <1. Die A'.iittier werden längere Zeit mit den Kindern zusammen sein und gemeinsam mit ihnen arbeiten. Dadurch werden auch die Mütter eher hebräisch lernen als zu Hause bei den .,vorzüglichsten Lehrern“. Die Folgen sind klar. Solch ein Kind wird der Vater nicht dadurch zun; Zionisten machen müssen, daß er ihm einen Schekel kauft, w׳enn cs noch in den Windeln lügt. Dieses Kind, das in der Natur erzogen wurde, wird von seihst den Zug zum jüdischen lande empfinden. Diese meine Gedanken waren immer begleitet von der Erkenntnis der Schwierigkeiten, die sich ihrer Verwirkiiehung cntgege.nstellen (die politische Seite habe!sh hier außer acht gelassen). Ich habe selbstverständlieh über die Schwierigkeit nachgedaeht, die eine Entfernung־ der Kinder aus der Familie mit sielt bringt. Auer, unter uns gesagt: die Eltern, die einen Weg für ate Rettung ihrer Kinder suchen, werden sich dazu entschließen müssen, wenn sie nidu ihre Kinder vollständig der unbewußten Assimilation verfallen lassen wollen, oder was noch schlimmer ist, sie die Generationen von Vermittlern, Spekulanten und Wucherern fortsetzen zu lassen. Haben sie das Red«, ihre Kinder zu Krüppeln zu machen, um sich nachher darüber zu ärgern, daß die Welt da» Krumme nicht für gerade hält? JUED19CHB RUNDSCHAU Die Ostjudenfrage vor dein Völkerbund H. K. Baris, 1. Mb/, geiangle die Seite 131 Ver- Be•'־ vi'oa Heute, am I. Marz, gelangte die Frage der 4<:־• alizluchen FT.idnlingc!n Wien wiederholt zur liattd'uag vor dem Völkerbund, ln An.wes.te.hv!Klinischen Vertreters Aazkeriazy und d«s Österreich Vertreters Eichhoff, beschloß der Völkerbuadsrat, morgen früh eine eigene Konferenz unter dem V,.-: ixt. Ualfours einzuberufen, die die beiden w4derrtfe'.twr!«1 Standpunkte miteinander versöhnen soll. (onf i tnz der jfidischen Landwirte in Litauen Ko v.-ito, 22. Febr, (J. C. B.), Auf Veranlassung des jüdischen Xationafrates für Litauen ist gestern hi! r eine Konferenz der jüdischen Landwirte Litauens zu-;iitnmengutreieu, die sich mit allen juristischen, öton.v tuschen ttml fachlich.•» Fragen, sowie mit Angdugc■»- teiten der Hilfe für jüdische tandwirte befasse» soll. Auf der Tagesordnung stehen außer Berichte» über die Lage der Landwirte Referate über landwirtschaftliche Kooperation, Kredilorganisationcii, die Chaluzfrage nsvv. Zweck <ler Tagung• ist die Schaffung eines Limdcs jitciisclter Landwirte in Litauen, der mit der landwirtschaftlichen Abteilung des Jüdischen Nationalranss znsamtiu-narbeltcn soll Die Arbeit für den Keren Hajessod io Skandinavien 1.0 n d 0 n, äermig d.:r ‘.־I.!•ehrtiar. (J. C. B.) Die zur Organi- Ketvit Hajessod - Aktion soeln•» ahgeschlosst ue f*1׳opat;.111d־ireisc Dr. Salkimls durch Fk;tm!i!tavic(1 hraelitc überaus befriedigend׳.■ Ergebnisse. Die SammcUätigkcit ist noch im Zau;׳: doch wird bereits auf Grund der bisherige» Zeichlumgen und!‘,areingängv zuverlässigst angenommen, daß in Norwegen einen Gesamtbetrag von 171 001» däiiisehen Kronen, .־icl1״cd1:11 1 500UÜ1) schwedische» Kronen und Finnland I 406000 finnische Mark f!׳r den Keren Hajessod ei!,gehen werden, ln diesen drei Ländern haben selbst die kleinste» jüdischen Gemeinden von kaum 20-■30 Familien namhafte Beträge lür den Keren Hajessod gezeichnet!ind die ersten Einzahlungen bar erlegt. Antisemitische Hetze im litauischen Heer. )11 der litlutschen Arme e hat vor einiger Zeit ein;• 11. r:!• e antisemitische Flnghlattagitatiou eingesetzt. fn den Sohlatenbildiotheken wurden Biichvr uml Broscii'irm antisemitischen Inhalts verbreitet. Au! eine jüdische Beschwerde hat der Cicncralstub einen Zirku'.arbeichl herausgegeben, der die Verbreitung dieser Literatur und Flugblätter iin Heere verbietet. Masaryk und der Nobelpreis. Das Joint I areign Committee hat mit Rücksicht auf die liberale Politik des Präsidenten der tschechoslowakischen Republik, Masaryk, und seiner beharrlichen Bekämpfung des A n ri s e m i t i s nt u s beschlossen, sich an das norwegische Parlament mit einem von den Präsidenten de־ Komitees, Sir Stuart Samuel und Lord R 0 ז h - schild, gefertigten Schreiben zu wenden, in dem die Kandidatur des Präsidenten Masaryk für den Friedens- Nobelpreis wärmstens befürwortet werden soll. Jüdisches Pädagogium In Wien. Schluß des Wintersemesters am 22. März. Beginn des Somraersemesters am 30. März, Die Einschreibungen für das Sommersetnester (nur für Fortgeschrittene) fintier, vom 11. bis 22. März täglich zwischen 9 und 11 Uhr vorm, mit Ausnähme von Samstag, Sonntag und Mittwoch im Sekretariat Wien 11, Obere Donaustr, 91, statt. Roseuberg: (,Wann den Nichtzio- Parteinacbricbten ״Nationaler Eiaheüsbiock“ Her.׳ Dr. Salti Hirsch, ifaiberstadt, Lindenwog 2V, teilt;uv. mit: Itn Hinblick auf die allgemeine Situation im ZioiL-unus und den bevorstehenden Dele- .,׳iertentag de׳•• Z. V. f. D. bat sich eine Gruppe von üesinnungsgetszsse;! za einen; ״Nationalen Einhcitsblock“ zttsanuncngeschiossen. Die Gruppe will die speziLs1 .'־.׳er. Traditionen des deutschen Zionisntuu durch besondere Betonung de» nationalen Clurakter» der Bewegung ii* dm* Weltorganisation wie in der Z. V. f. i>. vertreten. Näitere Veraffentliclmngen עgehen dernnuchat. Taguog der zionistischen Funktionäre Berlins Am Somiubeacl, den 12. Marz, abends 8 Uhr, und am Sonnt*;;, den l'i. März, vormittags ,;210 Uhr, findet im Roten Saale <le> Brüdcrverein»hau»es, Berlin W, Kuriürsleimr. 110, eint׳ Tagung sämtlicher zion i s t i s c h e r Funktionäre G r «1 ß - B e r 1 i n s statt. T a;ewr d iiung: Sonnabend Abend: 1. be;׳rü111m,;sansprachv von Herrn R.-A, Rosenblütb. 2. Referat *des soeben au» London zurückgekehrteu Herrn Dr. Arihui Haiitke über die zionistische Situation. 3. Aussprache. S o 11 u 1 a g V .»r mir lag: L Re<era: des Herr» Dr. Egon kann die Keren Haje- וי,י־;׳;1\.-1.י unter nisten iHgiufie:! und in weicher Weise soll sie durchgeführt werden.“ 2, Aussprache. Wir erwarten, daß jeder Beiiincr Zionist, der ein zionistische» Amt in Belli:! bekleidet, erscheint. W ir erwarten, daß diejenigen, die etwas zur Keren Haje i ZK( Arbeit zu sagen haben, sich auf dieser Tagung!•üri.tiaUios aui-sprechen. Wir erwarten, daß von dieser Tagung ein neuer ind starker Impuls für die Keren Hajessod-Arbeit in Groß-Berlin angehr. Diejenigen Zionisten, die Funktionäre sind und keine Einladung erhalten haben, werden gebeten, eine Einladung umgehend im Büro, Benin C 19, Seydelstr. 3 HI, zu verlangen. Diejenigen Zionisten, die nicht Funktionäre sind, können als' Gäste an der Tagung teilnehmeti. Süddeutscher Brief (Vnn unserem Korrespondenten.) k. g. Nürnberg, 1. März. Anfangs Februar weilte Herr Kurt Blumenfcld in Süddeutschland und besuchte dort die drei großen Ortsgruppen Nürnberg, München und Stuttgart. In Nürnberg sprach Herr Bl unten leid am 9. Februar vor etwa 300—400 Personen über das Thema; ״Der Aufbau Palästinas“. Der Vortrag war ein großer propagandistischer Erfolg, der um so bemerkenswerter ist, als wir uns in Bayern gegenwärtig in einem heftigen Wahlkampf befinden, der die Gegensätze zwischen Zionisten und Nichtzionisten naturgemäß stark hervor* treten läßt. Es ist wohl der überaus sachlichen und deshalb besonders eindringlichen Art zu verdanken, in uer Herr Biumenfeid das Palästinaproblcm und die Sidiung der deutschen Judc.iheit dazu behandelte, daß sich nach dem Vortrag nicht weniger als zehn neue Mitglieder für die Ortsgruppe und dreizehn Schekelzahfer anmeldeten. Im weiteren Verlaufe seines Nürnberget' Aufenthaltes hatte Herr Biutncnfeld mehrfach Gelegenheit, im engeren KreKe mit Zionisten und Nichtziunisten über den Keren Hajessod zu sprechen und bisiter abseitsstehende Kreise für den Palästinaaufbau JCiterariscbe Aßüteüurigen Jüdische Geschichte von der Zerstörung des ersten Tempels bis zur Gegenwart in Charakterbildern dargestellt von S. Mülle r. Dritte verbesserte und vermehrte Auflage unter Mitwirkung von Bezirksrabbiner Dr. M. Bcennann (Heilbronn). Mit dreizehn Biklnir.s.en. Stuttgart, J. B. Metzlersche Verlagsbuchhandhing. 1921. Die Klagen über den Mangel an wissenschaftlich brauchbaren Werken über die jüdische Geschichte sind in der letzten Zeit dank hervorragender Leistungen aut diesem relativ sehr jungen Forschungszweig mehr uml mehr verstummt. Immer noch besteht aber ein Bedürfnis nach populären, auch dem Verständnis Jugend- Heiter zugänglichen Darstellungen, Was auf diesem Gebiete bisher vor'a״, entsprach sicherlich nicht höheren Anforderungen in bezug auf Darstellung, Art der Stoltauswaiti und Hervorhebung der wesentlichen Tendenzen unserer Volksentwicklung. Ganz besonders versagten die betreffenden Autoren völlig, wenn sie sich den Problcmen der Gegenwart näherten. Gerade der Zionist aber wird von einem derartigen Buciie verlangen müssen, daß es versteht, die Fragen unserer Zeit der heranwachsenden Generation so vor Augen zu führen, daß der Gedanke der Verpflichtung gegenüber der Zukunft unseres Volkes rächt als eine abstrakte־ Forderung, sondern als eine mit konkreten Anschauungen und lebendigem Wissen erfüllte Aufgabe ihr gegenübertritt. Das vorliegende Buch nimmt sich dieser Fragen mit rühmenswertem Eifer an, was die Mängel, die an diesem Punkte wie auch in den übrigen Teilen sich zeigen, einigermaßen auszugieiclicu geeignet ist So wird über den Zionismus auf Seife 407—410 objektiv berichtet, und der Palästinafrage widmet der Verfasser zwei Abschnitte (Seite 424—426 tmd 444 —450), in denen er die politischen und sozialen Verhältnisse bis zur Ernennung׳ Sir Herbert Samuels schildert, unter besonderer Betonung der Pflicht der fuden aller Länder, ״diese Aufbauarbeit mit allen Kräften zu fördern.“ Zu bemängeln ist eine zu große Vernachlässigung der ostjiidische» Verhältnisse, eine völlige Verkennung des Jiddischen und die Zitierung völlig unmöglicher Vcraübenragungen hebräischer Dichtungen. Diese vercitelu leider zum Teil das begrüßenswerte Streben des Verfassers, möglichst die Quellen selbst sptechen zu lassen. Im ganzen: ein Buch keineswegs ohne Fehler und Mängel, aber in einem □eiste geschrieben, der hoffen läßt,‘ daß es sich von Auflage zu Auflage dein erstrebten Ziele weiter nähern wird. Schon heute aber wird es in Schulen, Familien und Jugendorganisationen von Nutzen sein könne». Heid eiberg. Dr. Franz Meyer. Wir erhielten aus Wirballen die erste Nummer des ’üho״rapi!iscl! hergestditen, einmal monatiieh erscheinenden ״Organs des ״Haschomcr Hazair“ (״Der junge Wächter“, die litauische ßlauweiß-Organisatioii), ״Chasak Weetnaz“. Die Beiträge stammen zum größten Teil von Schülern des unter der Leitung des Herrn Dr. Robinson stehende» hebräischen Gymnasiums. Das Heft stellt über dem üblichen Niveau der Schülerjournale. Hauptsächlich befassen sich die Beiträge, worunter auch ein ziemlich gutes Gedicht ist, mit dem Ideal des Haschomer Hazair — sich zu tapferen Wächtern in Palästina auszubilden. Unautorisierte Ausgaben zionistischer Werke Der Jüdische Verlag ersucht uns initzuteilen, daß die in unserem Blatte vor einiger Zeit angekündigte Herausgabe von Herzis zionistischen Schriften in hebräischer Sprache, die von der Zionistischen Organisation in Polen vorgenommen wird, ohne Autonsation erfolgt, da das Recht zur Herausgabe von Herzis Schriften in sämtlicher, Sprache» beim Jüdischen Verlag liegt. Ebenso wird in dein Schreiben darauf verwiesen, daß der vor einiger Zeit seitens eine» Veriages in Galizien vorgenommene Neudruck des ersten Bandes ״AI Paraschath drachitn“ von Achad Haam uiv berechtigt ist, da der Jüdische Verlag das alleinige Recht zur Herausgabe der neuen Auflage des gesamten Werkes vom Autor erworben hat. Der Verlag bittet uns festzustelle», daß ein derartiges Verfahren von verlegerischer Seite nicht nur unrechtmäßig ist, so»- ueru auch eine Schädigung der genannten Autoren bedeutet. 1fyFjpw«1r