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Jüdische Rundschau · 1921-03-04 · Heft 18 (4.3.1921) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 18 (4.3.1921)
Date
1921-03-04
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Tat |cr nc ja» |־iu |cs Jic ־'1ו frrtior w >11 ndc ein, msden *ts abc des fc־״ Nr. 18 Stellung 11er Juden last überall in schwere Gefahr gebracht. Wo eine Art von nationaler Autonomie besteht, wie z. 11• i״ Litauen, da ist sic in Wirklichkeit keine, ,,;ul da ist den verantwortlichen Führern der transitorische Charakter dieses Schcingcbildcs wohl bekannt. Die in ihrem Prinzip ruhenden materiellen und auch moralischen Schädigimgsmögliehkeiten sind unvergleichbar größer als bei Orientierung nach dem ü b e r a 11 sonst i n d e r W e 11 f ü r d i c n a t i o 11 a 1 c K1 a s s i ־ fikation heute maßgebenden Prinzipcdcr Einteilung nach Gebiets-, Staats- und Kulturzugehörigkeit. Bei selbstverständlicher Betonung der ethnischen Eigenart, zu welcher die Mi- «oritiitsvertrage auch die Möglichkeit gewahren, und bei Regelung der aus psychologischen Gründen (aber nur aus’ diesen!) so schwierigen Bekcnntnisfrage durch eine aus Soziologen und Vertrauensmännern der Partei sich zusanmiciisc'tzcnde Enquete wäre diese für die Partei und die Idee so verhängnisvolle Schwierigkeit durchaus vermeidbar. Hier, wo wir das Problem ausschließlich von der paliistmo-zioiiistischeiv Seite behandeln wollten, wollen wir die unendlich bedeutungsvolle Frage des Pseudonationalismus in der Diasporapolitik nicht weiter unter- Michen. Es sollte nur auf die Art derjenigen schädigenden Momente hingewiesen werden, welche seit Beginn <1 e s Zionismus, unabhängig vom Streite zwischen ״Politikern'‘ und ״Praktikern“; diesen gelähmt haben und welche heute den nationalen Gedanken in die äußerste Gefahr bringen. Denn es steht fest, daß, wenn wir in den letzten zwei Jahren entschlossen die bisherige Ideologie und Taktik revidiert hätten, kein Mensel! heute die Möglichkeit eines anglo-arabischen Palästina auch nur denken könnte. Die Impulse der alten würden dann sicher auch diejenigen der neuen Welt nach sieh ziehen und damit die so arg beschädigte Brücke nach Amerika wiederherstellen! Die verlorene Zeit hat viele Möglichkeiten endgültig vernichtet. Vielleicht ist ein voller Erfolg heute überhaupt nicht mehr erreichbar. Manche Möglichkeiten jedoch — und das sage ich nach sehr reiflicher Beurteilung der Situation, zu welcher Beurteilung ich objektiv die Möglichkeit haln; — bestehen auch jetzt noch. Voraussetzung dafür — und nach der Art des Mnndatsvertrages auch unsere Pflicht — ist die rasche und vorurteilsfreie Prüfung dieses pscudonatiomilcn theoretischen Ballasts, sowie für den Fall, daß sich derselbe als wertlos erweist, Initiative und Konsequenz in der Durchführung dessen, was die Rcvidicruug der Grundbegriffe und der praktischen Methoden als notwendig ergibt. Man zwingt das Schicksal oder wird von ihm geschleift. Man hat auch jetzt schon viel Wasser in den Wein getan, weil die Verhältnisse sieh als stärker erwiesen haben. Man ist den Ereignissen nachgchinkt, statt durch kühne Initiative die Impulse an sich zu reißen und dadurch nicht Objekt, sondern Herr der Situation zu werden. Noch jetzt ist wahrscheinlich die Gesamtheit zu gewinnen, wenn wir nicht durch Unfähigkeit auch den letzten Prestigeverlust selbst verschulden werden. Bei starken Völkern hat stets klare Erkenntnis auch von Krise und Gefahr nur nützlich gewirkt und im entscheidenden Augenbückc ungeahnte Kräfte aufzuhieten vermocht. Auch unser Volk ist stark. Aber es hat ein Recht, sich zu wehren, wenn man es durch unsinnige Ideologien ins Unglück treiben will. Wenn man es aber durch eine gesunde Perspektive richtig zu fassen und zu überzeugen weiß und freimütig die begangenen Fehler bekämpft, dann kann vielleicht trat* all der verlorenen Zeit diese Krise doch noch der Anlaß erst zur ganzen Entfaltung der Größe unserer nationalen Möglichkeiten werden I Erwiderung Der Artikel von Dr. Zollschan scheint uns in entscheidenden Punkten die Entwicklung des Zionismus falsch darzustellen und muß daher auch zu falschen Resultaten kommen. Darüber hinaus aber ist der prinzipielle Aspekt, unter dem Zollschan das Problem sicht, ein falscher. Richtig ist, daß die Partei in ihrem gegenwärtigen Zustand ihrer Aufgabe nicht gewachsen ist und daher schleunigst reorganisiert werden muß. E)cr Grund für diese Unfähigkeit ist aber nicht die Aufnahme der Postulate der Gegenwartsarbeit in das zionistische Program in, sondern die innere Schwäche verschiedener Gruppen innerhalb der Partei, welche im entscheidenden Augenblick zusammengeknickt sind, den Glauben an die Idee verloren zu haben scheinen und ratlos vor der großen Aufgabe stehen. Die Krise ist vor allem eine psychologische; denn wo ein starker Glaube ist, da erzwingt er sich auch die Mittel. Nur die Skepsis und Unentschlossenheit führt auch zu matcridien Schwierigkeiten. Die Tragik der Partei liegt darin, daß der beste Teil des .jüdischen Volkes durch ein jahrelanges, schauderhaftes, höllisches Martyrium zermürbt ist, und daß die glücklicheren Teile des Volkes, <ne äußerlich verschont gebbeben sind, innerlich nicht stark genug waren, um in die Bresche zu springen. , lc sintl m ass>nuiiert oder von Assimilanten geführt; sie haben eine gespaltene Seele; sie sind entnervt und zerrissen durch die Einflüsse der westlichen Zivilisation. Nur in einem Falle ,״• westlicfte Zionismus seine Rolle voll erfüllen können: wenn es gelungen wäre, ihn rechtzeitig aus den Armen der Assimilation zu reißen, wenn er vermocht hätte, schon früher einen entschlossenen JUEDISCHE RUNDSCHAU Anlauf zu nationalem Leben zu nehmen, die nationalen Impulse seiner Seele zu aktualisieren, kurz, wenn man die Bedeutung der nationalen Gegenwart früher erkannt hatte, dann hätte man vielleicht auch in unserer heutigen zionistischen Organ':- satkm mehr Kraft und mehr Mut gehabt. Man hätte energischer gefordert und williger gegeben. Dies scheint mir der ganz einfache Tatbestand zu sein, zu dessen Deduktion man keiner langen Beweisführung bedarf. Und cs gibt nur ein Heilmittel: die endliche Besinnung auf den zionistischen Imperativ, das Zusammcnraffcn und die Konzentration aller nationalen Energien, die Wiedergeburt der zionistischen Idee. Der Zionismus ist ohne radikale Abkehr von der Assimilation nicht denkbar. Es ist eine allzu mechanische Auffassung, daß Zionismus in der Art von Vcrcinstätigkeit gemacht werden könne, durch Mitglieder einer organisierten Partei, die aus irgendwelchen inneren oder äußeren Motiven das Werk unterstützen wollen. Die Verbundenheit solcher Menschen mit der Sache ist allzu gering, und die fortsch nutende Assimilation zwingt die Menschen in andere Interessenkreise hinein. Zionismus setzt also voraus, daß ein Jude auf die Erkenntnis seiner zwiespältigen Situation reagiert durch den Willen zum vollen Judcscin, zur Aendernng seines Lebens. Schon die Tendenz hierzu bringt ihn auf völlig andere Bahnen. Es müßte nicht erst betont werden, daß diese ausschließlichc Richtung auf das Judentum keinen Verzieht auf die Teilnahme an dem Kulturleben der anderen Völker mal am Genuß der Kulturwerke der verschiedenen Nationen bedeutet. Die entscheidende Frage ist nicht die, welche einzelnen Inhalte im alltäglichen Leben aufgenommen werden, sondern in welchem Zusammenhang diese Inhalte cingereiht und in welcher Lebensrichtung sie verarbeitet werden. Selbst um Bürger des jüdischen Palästina zu sein, bedarf es einer vorausgehenden inneren Entwicklung, die ein erhebliches Kräfteaufgebot erfordert. Sofern man sich aber über diese Ablehnung der Assimilation in atten Konsequenzen —- die hier kaum angedcutct werden können — klar geworden ist, ergibt sich das Weitere eigentlich miit Selbstverständlichkeit, In den allerersten Anfängen des Flerzlschen Zionismus, als man noch naiv glaubte, den Zionismus mit einem Schlage zu verwirklichen, indem inan das jüdische Volk unter Zuhilfenahme einer feingebauten Orgamsationsmaschinc nach Palästina übersiedelt, als die Idee des politischen Zionismus zum ersten Male in die Massen getragen wurde, da mußte sic zunächst zünden, olmc daß man sich über die Gcgeuwan Rechenscliaft ablcgte. Muß man aber wieder einmal daran erinnern, daß die Masse der Zionisten stets von tV.juilcn gestellt wurde, vom russischen Judentum, das seinem ganzen Wesen nach bewußt national war und auch bereits eine zionistische Vergangenheit hatte? Als cs sich erwies, daß Herzls Annahme einer schleunigen Verwirklichung irrig war, mußte ln dem immer stärker zum Bewußtsein seiner nationalen Individualität erwachenden Volke die Frage nach dem Jetzt auftauchen. Diese Frage gilt noch heute. Denn nicht nur, weil Herzl den Charter nicht bekam, konnte der Zionismus nicht so plötzlich verwirklicht werden, sondern darum, weil ein solches Werk, das gleichzeitig Kolonisntion im׳ ■wirtschaftlichen Sinne und nationale Wiedergebürt eines Volkes ist, übcrliaupt nicht durch einen mecha- »ischen Akt, sondern nur durch organisches Werden, und Wachsen durchgeführt werden kann. Wenn wir daher heute den Charter bekommen und ihn freudig begrüßen, so ändert die» doch nichts an der Tatsoclic, daß uns nichts geschenkt wird, daß die ganze Ent* Wicklung mit ajt ihren Schmerzen von uns durchgemacht werden muß, daß das jüdische Palästina or• gnnlsch wachsen muß*). Wenn aber dieser Prozeß erhebliche Zeit in Anspruch nehmen wird, erhebt sich die Frage, was mit den Teilen des jüdischen Volkes geschehen soll, die noch in der Diaspora bleiben müssen. Nachdem einmal der Prozeß der nationalen Regenerafion eingesetzt hat, kann es kein Zurück mehr geben. Es gibt nur zwei Wege: den Weg der Assi- Inflation und den der nationalen Erziehung. )Limit ist das Problem ׳der nationalen Arbeit in der Diaspora in seinem, vollen Umfang aufgerollt, und es ist eine unbegreifliche Wirklichkeitsfremdheit, wenn man meint, der Zionismus könne dieses Problem ignorieren. Haben einmal z. B. die jüdischen Massen in Galizien aufgehört, sich als Sklaven der polnischen Gutsherren zu allen Zwecken gebrauchen und mißbrauchen zu lassen, sind sie aus jenem׳ eigentümlichen Zustand moralischer Lethargie, der ein trauriges Charakteristikum unserer Ghettoexistenz ist, zum Bewußtsein ihrer Menschcnwürde erwacht, ohne aber darum nach westeuropäischem Vorbild ihr Judentum preiszugeben, dann ist cs eine völlige Unmöglichkeit, ihnen den freundlichen. Rat zu Seite 123 *) Bei dieser Gelegenheit kann man vielleicht das jetzt auf vielen Seiten so beliebte Argument, ״daß die Gegner Herzls zwar die Parteiherrschaft erobert haben, aber der Herzische Gedanke in San Remo gesiegt“ hat, endgültig zurückweisen. Diese lächerliche Phrase wird stest so vorgebrapht, als ob wir den Charter trotz Weizmann bekommen hätten. Alle Hinweise darauf, daß auch die sogenannten ״praktischen“ Zionisten der Kölner Zeit, zu denen Weizmann gehörte, die praktische Arbeit in Palästina nicht 11ur um ihrer selbst willen, sondern auch als wichtigstes polit i sch es Mittel zur Erzielung späterer politischer Erfolge anstrebten, und daß sie damit au! der ganzen Linie Recht behalten haben, denn nur auf Gruna unserer tatsächlichen Positionen in Palästina haben wir die Baltour-Deklaration bekommen — verhallen in den Wind, wie es bei einer derartigen Diskussionsführung leider bei uns üblich ist erteilen, sich wieder zur polnischen Nation zu bekennen. Wenn Dr. Zollsclian nicht versteht, daß ein solches Vorgehen nicht nur die politischen, sondern auch die mora’.L selten und menschlichen Grundlagen des Zionismus vollkommen zerrüttet und ihn datier in seinem Lebensnerv vollkommen bricht, dann ist ihm wahrhaftig nidit zu helfen. Die Begründung für di׳e Notwendigkeit jüdischer Gegenwartsarbeit und zionistischer Ideologie ist seit dem V. Kongreß so häufig gegeben worden, daß man sie nicht zu wiederholen braucht. Der Zionismus ist eben die alles umfassende nationale Freihcitsbowegung und er kann sein Ziel nicht erreichen, wenn er nicht in allen Lebensäußerungen des jüdtsdien Volkes uin innere und äußere Befreiung ringt. Wenn Zollschan die Aufnahme der Gegenwartsarbeit in die zionistische Tätigkeit als die Ucbcriulune von spaltenden Tendenzen charakterisiert, so hat er vielleicht insofern recht, als tatsächlich in die Fragen der Gegenwartsarbeit sich zahlreiche Differenzen ergeben haben, die den Zionismus mit Leben erfüllten. Aber selbst wenn mau dies bedauert, so kann man es nur als ein neues Merkmal der Tragik unseres Galuthlebens hinnelunen, daß Diftcrenzen, die im Leben aller Nationen selbstverständliclie Erscheinungen sind, bei uns bis zum Zweifel an der Existenzberechtigung der Nation überhaupt führen können. An der eisernen Notwendigkeit dieser Ent- Wicklung ändert aber diese Vorstellung nichts. Der Hauptvorwurf Zollschans richtet sich aber dagegen, daß der Zionismus die Forderung nach nationalen Minderheitsrechten in einzelnen Staaten der Diaspora approbiert hat. Es würde viel zu weit führen, über das ganze Thema der nationalen Politik hier mit Zollschan zu diskutieren. Es müßte dazu auch sein Buch über die Revision des jüdischen Nationalismus herangezogen werden, das sich heute bereits als eine beliebte Agitationsschrift der Assimilanten gegen das Nationaljudentum bewahrt hat. Ich muß mir dies hier versagen und möchte nur auf zwei Punkte hinweisen: I. Zollsclian behauptet, daß die Aufnahme der nationalen Politik der eigentliche Grund war, der die Mehrzahl der Juden verhindert hat, sich dem Zionismus anzuschließen. Dieser Vorwurf übersieht eine Klebrigkeit: daß nämlich die jüdischen Massen aller Länder, wo Massen wohnen, nur dadurch für den Zioni; :1118 gewonnen wurden, daß sie in ihm d i e nationale Bewegung der J'ifkn sahen. Wer etwa die ungeheuren Kundgebungen im Okt. 1918 in Wien und Lemberg gesellen hat, wo viele Zehntausende von Juden unter Führung der Zionisten begeistert für die nationalen Forderungen demonstrierten, wer fesistellen konnte, daß von diesem Termin die Verwandlung des Zionismus aus einer Vereinsangclegenheit größeren o.der geringeren Umfangs tin eine richtige Massenbewegung sich vollzog, der wird dieses Argument unbegreiflich finden. Oder doch be* grciflich, wenn er sicli erinnert, daß Zollschan die mißmutige Gebärde eines aus seiner Ruhe aufgescheuchten Kommerzienrates in Wien oder Berlin oder das Unbehagen eines jüdischen Professors in Paris als wesentlichere Kriterien ansieht. Hätte der Zionismus in den entscheidenden Stunden den Massen gegenüber die von Zollschan geforderte Zurückhaltung bewahrt, batte er den Massen zu erkennen gegeben, daß er sieh um ihre Interessen, um ihr tägliches Leben nicht kümmern will und auch an der Schaffung ihrer nationalen Institutionen kein Interesse hat, dann hätte wahrscheinlich diese Partei wenig Sympathie gefunden und hätte die Herrschaft in der jüdischen Gasse anderen Gruppen überlassen müssen, die das Volk besser verstanden. TatsächUch wissen wir aus der Erfahrung, daß z. B. in Warschau die Partei der sogenannten ״Volkisten“ eine Zeitiang einen bemerkenswerten Vor- Sprung vor den Zionisten batte, weil den Zionisten - nicht ganz mit Unrecht — Verständnislosigkeit für die Lebcnsinteresseiv des Volkes vorgeworten wurde. Ule Zionisten erkannten aber den unlöslichen Zusammen* bang zwischen der Palästinaforderung und dem nationalen Erwachen in der Diaspora, und folgerichtig hat das Kopenhagener Manifest bei der Formulierung unserer politischen Forderungen nach unserer zentralen Forderung, der Pal.istinaforderung, die Forderung nach! Gewährung nationaler Rechte an die Juden in denjenigen Ländern, wo sie dies fordern, aufgestellt. Wenn Zollsclian sagt, daß diese Forderung (sogar: ״mit Recht“!) ״wie die rote Fahne auf die Mehrheit der Juden oder doch mindestens auf deren führende Schichten wirkt, weil sie ihre soziale und rechtliche Stellung auf das ernsteste gefährden muß“, so ist hinzuzufügen, daß sie vor allem die Führung dieser ״führenden“ Schiebten gefährdet. Soll aber ein Zionist wünschen, daß die jüdischen Massen unter der Führung der Assimilanten bleiben, die sie zu Werkzeugen der polnisch-nationalen Politik machen wollen? 2. Unrichtig ist aber auch, daß dieser Punkt 2 des Kopenhagener Manifestes in entscheidendem Maße abstoßend auf Nichtzionisten gewirkt hat. Es muß tatsächlich festgestclit werden, daß z. B. in Deutschland nkhtz.onistische Kreise durchaus die Bercchtmuw^ der Forderung nationaler Rechte für die Juden im Orten d. h, in den Ländern der Massensiedlung, anerkannt habca Sogar der Zcntralvcrcin hat bei den Verband-'' Iungcn in der Kongreßbewegung diese Forderung als Programmpunkt akzeptiert. Bei der Enquete der deutsehen Fricdensdclegat.on anläßlich der Fricdenskon'e;enz wurde von den Vertretern aller jüdischen Parteien gleichfalls dieser Programmpunkt aufgestcllt. Ich möchte noai erwähnen, daß die Forderung der nationalen Autonomie, die vordem nur von einer gewissen Scimle der österreichischen Sozialdemokratie und hn Anschluß daran.^von den Poale-Zion (Max Rosenfeld) und von der jüdisch-nationalen Partei Oesterreichs vertreten wurde — wenn man etwa von den Bestrebungen der

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