Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 18 (4.3.1921)
- Date
- 1921-03-04
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 122 JUEP1SCHE RUNDSCHAU Nr. 18 Ht1ior“ mit . , A Ir' _ V׳״■ Im Leitartikel <ler Nr. IS |K>lc״pier der ״Agudah“, die den ״Strick art״ bellen ßndifg!fassen“ will. ״Der Erfolg des Zionismus, Jäljtf d8r Ag'ud a h keine Rißve. Einerseits bemüht sich '■Sire Presse, die Bedeutung des Mandates herabzuminffCijt» es zu bespotfen mul freut sich über jede Gelegenheit, die Lage Palästinas schief damistcllen, andererseits bemühen sidi die Vertreter der Agudah bei der Zionistischen Organisation um einen Anteil an dem Aufbau, zu dessen Erfolge sie nicht das geringste beigetragen haben. Sie finden natürlich kein Entgegenkommen und wenden sieh an den Völkerbund und an die englische Regierung, ln ihrer Denkschrift au die englische Regierung verlangt die Agudah eine besondere Vertretung in allen Aufbaufrageii, da sie als gesetzestreue Juden nichts gemeinsames mit den Zionisten oder einer ihrer Föderationen (d. h, Misrachi) haben. Erreicht hat die Agudah damit nichts, aber iiuverstäudlidh: ist es, wie sie dazu kommt, solche Forderungen zu stellen. Die llalfour-Deklaraikm, di; Sau Kcmo-Rcsolution, das Mandat setzen eine jüdische Nation voraus, an die sie sieh wenden, auf die sic vertrauen. Die Agudah verleugnet aber beiiarriich diese Nation. Der Sejm-Deputierte in Warschau, ein Rabbiner, und Führer der Agudah, hat sidt im Sejm als Angehöriger der po 111 i s c 11 cii N a t i o 11 eilige trage 11. In der J e s c h iwaii zu Prellburg haben sidi die Hörer, die Mitglieder der Agudah sind, bei der Volkszählung als Magyaren, Slowaken oder Deutsche bezeichnet nur ui eilt als Juden. Das ist eine Schunde, Möge die Agudah wissen, daß alle von der Zionistischen Organisation erlangten Reclitc nur der jüdischen Nation verliehen wurden, nicht aber ״Polen, Deutsehen, Magyaren oder Slowaken mosaischen Glaubens.“ In Groß ward ei 11, der wichtigsten orthodoxen Gemeinde Siebenbürgens, wurde vor kurzem beschlossen, die Gemeinde offiziell der Agudas Jisroel an zu« schließen. Die dort tagende Riibbinerversainuiiimg hat die Zionisten und Misrachistcn in den H a 1111 (Cherem) getan. Inwieweit diese Tatsachen die ganze Gemeinde beeinflußt haben, beweisen die neuerdings stattgefunj denen Waiden in die orthodoxe Gemeinde, wo samtliehe Repräsentanten Misrachistcn sind. Ans der Agudah ist nicht ein einziger Repräsentant gewählt. . Die Agudah in der Slow a k e i strengt alle ihre Kräne an, um die Arbeit des Misrachi zu stören, 111 Transsylvanien hat die Agmiah ein von vielen Rubbinern unterzciehnetcs Verlöt der Beteiligung an der /׳iottislisehen oder misraeliistiseiieu Arbeit erlassen. Viele von den imter/eiclmeteii Rabbinern haben öffentlich erklärt, daß ihre Unterschrift gefälscht ist. Oie polnische Verfassung ignoriert den Minoritätenschutz Krakau, 17. Februar. (J,C, B.) Der jüdische Deputierte Hartglas fallt im ״Nowy Dzicnnik" die vorsätzlichen Unterlassungen in der bisher in zweiter Lesung erledigten polnischen Verfassung gegenüber den Mimn'dätensdiidzkiauseln des FriedensveiTrages, zusammen. Während der Friedeusvertrag schon in § 1 die polnische Regierung verpflichtet, den vollen Wortlaut der Paragraphen zwei bis acht in die Stautsvertas&ung eiitzuverleiben, hat sowohl die Verfnssungskommisson als auch die Sejmmehrheit die Erfüllung dieser internationalen Verpflichtung abgelehnt. Gleichzeitig sind jedoch auch alle Zusatzanträge der jüdischen Deputierten iiieslvrgentiimnt worden, obwohl sie damit die auch «teil Polen klargewordene Absicht verbunden haben, den MLikierlieitssehutz lediglich durch die polnische Veria.v-mig zu gewährleisten, damit die Notwendigkeit einer Berufung auf dm! Versailler Vertrag, die bei gewissen Teilen des polnischen Volkes .Verstimmung liervomift, entfalle. Die Abstimmung bei der ersten und zweiten Lesung hat erwiesen, daß der Nichtbeachtung der jiidischen Forderungen die Absicht zugrunde lag, in erster Reil 1e die jüdische Minorität in ihren Rechten zu verkürzen und erst im Zusammenhang damit die verhaßten Minoritütskiauseln von Versailles abzuschütteln. Der Ahstinimutig ging übrigens eine Erklärung׳ des Mehrhcits- Sprechers Lutoslawski im Sejm’voraus, daß die Vcriassämg so redigiert wurde, um •es den nationalen Minderheiten' vorweg 1111 m ö g I i c 11 ’z u in a eben, die von ihnen auf Grund des Versailler Traktates geforderten Rechte zu erlangen. , ’ erreicht haben mag — die rechtlichen Anerkennung den Diasporal,imlern ist. wirkt mit Recht in fast Das hebräische Schulwesen in Polen Aus Warschau wird uns berichtet: ln der letzten Zeit erhält das Zentralbüro der Zionistischen Organisatk>11 in Polen, Wolhynien und Litauen alarmierende Nachrichten über die Lage der hebräischen Schulen und Kulturiustitutiunen. An vielen Orten haben die Lehrer in den letzten Monaten die Gehälter nicht erhalten. Viele Sch ulcii mußten schließen, und Tausende von Kirvaern bleiben ohne Uniterricht. Die Ursache ist der bekannte Beschluß des Joint, die Subvention für Kultur- Institutionen cinzustcllen. Von den Summen, welche Peopies Relief und Central Committee nach Polen überweisen, werden die hebräischcn Schulen, m welchen Zehntausende jüdischer Kinder der ärmsten Klassen Unterricht und vielfach auch Ausspeisung erhalten, nicht unterstützt. Die Subvendonen des Joint hatten ohnedies nur einen Teil des Budgets der hebräischen Volksschulen gedeckt. Da diese Subventionen nunmehr unterbleiben, stehen alle hebrätschen Volksschulen in Polen. Lin״.»״ ■ Wolhynien vor einer Katastrophe!^ ־ Der Msndatsverlfig und die Krise Von Dr. Ignaz Zoll schan. (Schluß.) Vorn engeren zionistischen Aktions-Comited stammt das Kopenhagencr Manifest, welches für die Diasporajudenheit die’staatsrechtliche Anerkennung der Nationalität und Gewährung der nationalen Autonomie fordert. Nach dem Kriege stellte sich die erweiterte zionistische Oberleitung in London äm Januar 1910 auf den gleichen Standpunkt, und auf der Londoner Jahreskonferenz vom Juli 1920 wurde ein Antrag angenommen, demnach der Interpretation des Antragstellers die LandcspoUtik als wesentlichen Bestandteil des Zionismus erklärt und ״die Zionisten verpflichtet, an den innerpolitischen Kämpfen aktiv teilzimehmen“. Sokolow, welcher an der Spitze der zionistischen Partei steht, ist gleichzeitig auch Präsident der Pariser Delegation, deren Ziel. — so Gutes sie auch sonst erstrebt und Durchsetzung der verfassungsder jüdischen Nationalität in Gerade diese Forderung aber allen Ländern wie das rote Tuch auf die Mehrheit der Juden oder doch mindestens auf deren führende Schichten, weil sie ihre soziale und rechtliche Steilung auf das ernsteste gefährden muß. Ausnahmslos kam es ferner in allen Lokal- und Landeskomitees zu einer völligen Verschmelzung der beiden Prinzipiell. Und sogar das Zentralkomitee der ziomstischcn Partei Deutsehkuids, also eines Landes, welches für solche [Politik doch schon aus numerischen Gründen am allerwenigsten in Betracht kommen Kann, teilte nach dem Zusammenbruch nach allen Richtungen telegraphisch mit, daß es sieh als ״Jüdischer Volksrat“ in Permanenz erklärt habe. Fast bei allen jüdischen Parteien war der Gedanke eines alljüdischen Kongresses, der sich auch mit Palästina und der Emigratkmsfrage zu befassen gehabt hätte, als eine Not- Wendigkeit empfunden worden; nach der üalfourscheii Deklaration war die Situation für den Zionismus stimimmgsgemäß ganz außerordentlich günstig. Die Zionisten selbst aber vereitelten den Kongrell, weil sie das ״Bekenntnis zur Nation“ zur unerläßlichen Voraussetzung machten. Damit hat die offizielle Zionistische Organisation als solche den Kampf aufgenommen zur Einführung staatsrechtlicher Unterscheidungen in den Ländern der Diaspora, Bis dahin war die Vertretung dieses Stand- Punktes mir Sache lokaler Parteigruppen und sozusagen eigentlich eine harmlose Spielereivon bloß akademischem Wert gewesen. Selbst in einem Nationalitätenstaate, wo wie im alten Oesterreidi alle Nationen formell gleichberechtigt waren, war der mögliche Schaden einer solchen Politik noch nicht wesentlicher Art, und bei Einführung der personellen Autonomie konnte die dadurch ermöglichte Neutralisierung der Juden in den internen Natioiialitälenkämpfeii noch in politisch-morniischer Hinsicht von Nutzen scheinen. Jedoch in den nach dem Zerfall Oesterreichs, Rußlands und der Türkei neugeschafl'cnen Nationalstaaten, in welche zwar überall frcimlnatianale Volksteile noch eiugeglicdert sind, denen aber von allem Anfang an eine Inferioritütsstelluug aufgezwungen wurde, — in diesen neuen Staatsgebilden also, für die von vornherein der P r j m at d c r Nation über d e n St aa t feststand, war das Postulat nach Anerkennung als SondernatkJii geradezu gleichbedeutend mit dem eigenen Wunsche nach Entrechtung. Zwar haben nicht alle das sofort cingcschcn, und man erging sich zuerst in den wüstesten Vorstellungen über den geradezu unglaublichen Zuwachs sogar von neuen Redilcn, der durch diese Regelung sich ergeben würde. Man lese darüber zum Beispiel nur den Artikel von Glenn, ich glaube im Januarhefte 1919 des ״Juden“. Sehr bald aber merkten die Einsichtigeren, daß aus dieser Politik den Juden kein Vorteil blühen werde. In Polen erblickt man jetzt in ihnen Nationalfeinde, und die Konsequenzen dieser Auffassung sind bekannt. 111 Posen erklären manche Führer der dortigen Nationalratsbewegimg heute offen, daß sic, vor die gleiche Situatioii gestellt, nie mehr eine solche Bewegung cinleiten dürften. Für die Ukraine erklärte Teinkin, wohl der berufenste Kenner dieses traurigen Kapitels, der übrigens in Paris stets gegen die Forderung nach nationaler Autonomie aufgetretcii war, daß das Hinzutreten des aus dieser Forderung stammenden Gegensatzes in dem allgemeinen Unglück dort selbst noch verschärfend gewirkt hat. Demgegenüber wird in der letzten Zeit stets auf die bereits dureligesetzte nationale Anerkennung in der Tschechoslowakei hingewiesen. Hier aber wurde diese van den Juden selbst stammende Forderung nur deshalb begünstigt, weil man auf diese Weise die Deutscheu schädigen konnte. Als möglich erwies sich dabei hier nur die Verwirklichung des negativen Rechts, sicii etwa im deutschen Sprachgebiet statt zum deutschen Kulturkreis zur jüdischen Nation zu bekennen, was in der Folge sicher die Auflösung z. 11. mancher deutschen! Schule nacli sich ziehen wird. Keinerlei positives Recht! aber kann hier, Avo ich 'die Verhältnisse genau kenne, ' dieser negativen Seite der Anerkennung entsprechen.! 1X13 tschechische Volk hat von seinem Antisemitismus | nichts preisgegeben, die Deutschen aber werden für | das Imstichlassen der bedrohten Kulturintercsscn in der | Stunde der Gefahr doppelt feindselig. Es ist zwar! richtig, daß nun durch diese Art der Regelung gewisse ן Schwierigkeiten umgehen kann, jedoch nur, um dafür i noch größere Ucbel anderer Art ciuzutauschcn und in i der Folge dem Antisemitismus auch juridisch und gesetzlich die Möglichkeiten zu geben, die stets gegen die Juden vorhandene Stimmung nun in die Tat uinzusctzen. Der einzige wirkliche Ausweg aus dieser Tragik ist eben nur der Zionismus. Das Gegenargument, daß in Ungarn ja nie eine starke nationaljüdische Bewegung existiert hat, daß aller gleichwohl dort der gegen die Juden ge. ichicte Terrorismus heute am stärksten ist, ist bei genauerem Zusehen keiu Gegenargument. Demi Ungarn leb! derzeit, wie es dortzulande heißt, in einem ״Ex lcx“-Zustandc, die Notwendigkeit von Brutalität und Terrorismus als Regierungs-Maximcn zur weiteren Bekämpfung des niedergeschlagenen roten Terrors wird mit zynischer Offenheit verkündet. Irgendwann nach der Ratifikation seines Friedensvertrages wird aber auch in die em Lande wieder der Wortlaut seiner Gesetze entscheidend sein. Wenn derselbe eine Unterscheidung zwischen Nation*, genossen einerseits und den Juden als Nationsfremdcn andererseits ermöglicht, wird dem fast überall stets vorhandenen Antisemitismus die Aufgabe sicher noch erleichtert werden, trotz aller Klauseln des Minoritätcnschutzes, der übrigens stets nur vom Gegen• satz mich Rasse, Sprache und Religion und von den Juden als ״Minorito etliuique“ nirgends, aber von ihnen als nationaler Minderheit spricht (eine Unter• Scheidung, welche nach der Mitteilung des Vorsitzenden des Prager jüdischen Nationalrates auf seinen. dttrcU meine Bemühungen angeregten Vorschlag zurückzuführen ist). Man-lese übrigens in den Sitzungsberichten des ungarischen Reichstages die Verhandlungen zum Gesetze über den Numerus clausus, die Reden beider Referenten hierüber und wird fcststcllcn müssen, daß gerade d t e o f f i - ziclle Auffassung der zionistischen Par*y, tei betreffs des hier behandelten Punktes mit als Haupte* moment zur Begründung der rechtlich differenzierenden Bchamllungswcise der Juden verwendet wird. (Wer man lese nur den für die Leser dieses Blattes leichter Zugangliehen Protest der Pariser Delegation, zitiert in der ״Jüdischen Rundschau“ vom 19. 10. 1920, und man wird den hier angegebenen Sachverhalt liestätigt finden. Vielfach erkannte man auch bei den Zionisten selb •t die ״zwangsläufigen Schädlichkeiten“, und daß die politische Notwendigkeit eigentlich dazu zwängen müßte, von diesen Forderungen abzustchcn; aber da inan bisher diesen Standpunkt stets vertreten habe und da die Tatsache der eigenen Nationalität festste!«;, dürfe man nicht der politischen Notwendigkeit, sondern dürfe man aus Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit nur seiner Ucberzeugung folgen. Man übersah, daß von der eigenen Partei selbst diese ״Nationalität" erst hypostasiert wurde und daß ״Nationalität“ in der Staatenpolitik der m o - dernen Zeit, welche fast nirgends mehr reine Rassen, wohl aber überall die Einverleibung besiegter fremder Gruppe», das Prinzip der Naturalisation und die Tatsaehe von kulturell und politisch einheitlichen Staaten auch verschiedenster ethnischer Zusammensetzung kennt, nicht mehr identisch ist mit dein Begriff der ״Nationalität“ zu den Zeiten der Gentilverfassungen. Bei der Art der Konsequenzen, die hiervon abhängig sind, müßte an der Forderung festgchaltcn werden, daß über diese schließlich doch faclnvisscnschnftlidic Frage, ob dieser oder jener Terminus der Wahrheit näher komme, nicht allein die Parteitradition, sondern die hierfür kompetentc Wissenschaft entscheide. Um so mehr als die zweifellos notwendige Wahrnehmung des politischen Kollektiv-Interesses der Judenheit der einzelnen Staaten bei der Art der Formulierung des Gesetzes über deu Minorilätensehutz auf die Verwendung des unzutreffenden nationalen Ornaments gar nicht angewiesen wäre. Die Partei jedoch blieb bei den cingcfalircnen ScliLig- Worten, ignorierte die für die Judenheit resultierenden Gefahren, und der Zionismus fand statt einer linier- Stützung durch die Gesamtheit deren Gegnerschaft. Die theoretische Seite eler Frage, ob wir hierzulande eine Nation sind oder nicht, soll an dieser Stelle nicht ausführlicher berührt werden. Wer da mit mir in eine Polemik cintroten will, den muß ich auf meine ״Revision“ verweisen, welche von soziologisch kompotenter Seite als zuständige Behandlung dieser Frage anerkannt ist. Fest aber steht der grauenhaft wirklichkeitsfremde Charakter dieses Wort - Fetischismus, dieses ewigen scholastischen Disputiercns über eine kere Terminologie, deren politische Notwendigkeit und tiiooretischc Berechtigung bereits in ihr Nichts zurückverwiesen werden können. Es kann nirgends eite Wert- Verringerung sein, wenn man einen Begriff durch seinen Sinn voll ersetzt. Dies aber geschieht durchaus. Und auch die Sdiadenstiftung durch diese Art nationaler, «nler richtiger pscudonationalcr Politik wird jetzt, wenn nicht überall, so doch vielfach bereits cingeschen; ebenso auch die mangelhafte Stichhaltigkeit der theoretischen Begründung. Und. doch, selbst wo infolge der gefahrdrohenden Situation der Wille zur Kritik zur oppositionellen Gruppierung führt und wo mau rein theoretisch die Berechtigung eines solchen rcvLsionisfisehen Standpunktes ganz zugibt und erkennt, daß möglichcrwcisc sogar die Verwirklichung oder Undurchfülirbarko.it des Zionismus überhaupt von der offenen Bloßstellung dieses bisherigen Fehlers abhängt, prallt man doch in heiligem Schreck vor der Begehung dieses Sakrilegs zurück und begnügt sich damit, sozusagen in der Kabine des sinkenden Schiffes darüber zu streiten, ob die Talmudistenschule von Sura oder die von Pumpedita recht hat. Zu einem Zeitpunkte, in welchem die Frage auch praktisch längst entschieden ist! Denn genau “so wie die hier geschilderte zionistische Politik hat auch die nationalistische Politik überall bereits jetzt Sclüffbmch gelitten. Sie ist nirgends von der Gesamtheit getragen, zumeist hat sich die Majorität dagegen ausgesprochen, dem Zionismus hat sie überall geschadet, die rechtliche