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Jüdische Rundschau · 1921-02-25 · Heft 16 (25.2.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 16 (25.2.1921)
Date
1921-02-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Nr. 16 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 111 j ttca witt im die Pta» I die pat, rucH pera Iter-?arul tberw äte, tfgeafür, Mades Die ver- ־ortidit- Miditcs sir.d : als celung t a’s r die J bvedit, |cn“ jiöse chon au»• Iten* neu, teo :fee- An- ז Inan fäK־n Fda- > er i die er cs otca I sie göriitten Jp״•) die Ich - U» g־ Wirt, ,*ein- Re®* ttera Zar europäischen Lage Polen Der Zug der Juden zur Lardwirlschaft ״ 1׳ Von Dr. H. Kadi sch. Es ist eine traurige Tatsache, daß das jüdische Volk gerade in dein Momente in den Besitz des so lange ersehnten palästinensischen Emigrations- und Kulturzentrums gelangte, in dem durch die weit• Katastrophe und die ihr folgenden Ereignisse die Lage des größten Teiles der europäischen Juden ‘׳en Lnpteipunkt der Trostlosigkeit erreichte, Auch der größte Optimist muß konstatieien, dal ein ansehnlicher Teil, besonders der der mittel- und osteuropäischen Juden, entweder in seinem Leben und Eigentum sich bedroht fühlt, ein anderer der wrtscl af - liehen Verelendung anheimgefalien 1st11' ׳^ ‘laß sehhelilieh die allgemeinen europäischen Verhältnisse und eruvie)] der überall um sich greifende Materialismus ethisch deprimierend auf das jüdische Volksleben und nicht i״ letzter Linie auf die jüdische Jugend wirkt. Da eine Masscncmigration der Juden nach Palästina nun derzeit noch für geraiunc Zeit unmöglich ist, so f;dlt 11ns mehr als je die Aufgabe zu, die politische und soziale Entwicklung in den einzelnen Staaten mit besonderer Berücksichtigung ihrer Wirkung auf die Ge- *rtaltimg der Lage der Juden aufmerksam zu verfolgen. Speziell in Mittel- sowie in Osteuropa und am Balkan äußert sich fast jede politische Umwälzung und jede Steigerung der wirtschaftlichen Krise in einem intensiveren Antisemitismus. Man kann diese, für die Juden so traurige Tatsache sowohl in־ Tsdiedio- Slowakien, als auch in Oesterreich, Pole’», Ungarn, Rumänien und in Jugoslawien beobachten. Die sich allüberall vermehrenden nationalen Kämpfe sowie die wachsende Wirtsdiaftskrise bringen es mit «ich, daß selbst vorurteilslose Gruppen jedes Augenmaß für die Judenfrage verlieren. So kann es Vorkommen, daß in Tsehecho-Slov.ukien l B. man den Juden verwirft, daß sic mehr deutsche als tschechische Schulen besuchen und daß sie sich noch immer nicht als waschechte Tsehechoslowaken fühlen, sondern noch immer sich kulturell und seelisch als Magyaren betraditen, während andererseits von den deutschen »rnd magyarischen Chauvinisten die Juden für den Zusammenbruch Oesterreichs und Ungarns verantwortlich gemacht werden. Alan kann als zionistisdier Nationaljude noch so objektiv der kulturellen Entwicklung der kleineren Völker und Staaten gcgemiberstchcn, ihre politische Konsalidicrung und wirtsdiaftliche Rcgcnerieaing wünschen, aller gerade darum darf man sich über die Konsequenzen der bisher;,::en Entwicklung weder vom Standpunkte der richtigen Auffassung der modernen Staatsidee, noch vom Standpunkte der ״Jüdischen Moderne“ irgendeiner Täuschung hingeben. Nur das frommt den Sukzessionsstaaten und ihrer jüdischen Bevölkerung, was auf die wirtschaftliche Annäherung dieser Staaten hinzielt, was die nationalen, konfessionellen Rassen* und Klassengegensätze mildert; aber alles schädigt diese Staaten, was die kuttureVc und wirtschaftliche Absperrung vermehrt und die Gegensatze verschärft. Die patentierten!,achter der Staatsideen, die Extremnationalen schwärmen allüberall, nicht nur für Fremden- und speziell für — Judenausweisungen, sondern sie schädigen auch dadurch, — daß sic den inneren Frieden untergraben, — den eigenen Staat, dessen angebliche Hauptstützen sie sind, um überdies noch äußere Ver- Wicklungen heraufzutwschwören. Die verschiedenen Friedensverträge haben, wie es sich immer deutlicher zeigt, keine einzige der vielen nationalen Fragen, welche der Weltkrieg heraufbesclnvoren, gelöst. Wenn matt sich die mitteleuropäischen mvd osteuropäischen Verh:!•nässe näher betrachtet, so muß man die traurige T,׳־:sache konstatieren, daß der deutsch-tschechische Gegensatz, der polnisch-ukrainische Antagonismus, die »״Teniscb-stidslawische Rivalität um die Adria, kurzum, alle uie Konflikte, die vor dem Jahre 1914 bestanden, im Jahre 1921 in verschärftem Maße weiter bestellen, um.! das weiters der allüberall aufgepcitschtc nationale Chauvinismus antisemitische' Orgien feiert, die besonders in Polen, der Ukraine und üi Ungarn immer drastischer zutage treten. Durch die Balkanisierung Europas würde aber auch das jüdische Volk atoinisiert und seine Widerstandskraft gegen den Antisemitismus in S>cträd1tiichem Maße geschwächt. Die Auffassung, daß in den einzelnen Staaten die nationalen ,Minderheiten trotz des in den Friedensverträgen garantierten Miivoritätenschutzcs, der sogenannten ״nationalen“ Staatsidee geopfert wcrd.cn müssen, schafft allüberall Staatsbürger erster und zweiter Klasse und treibt naturgemäß alle National-Unterdrücktcn ins Lager sozialrevolutionärer Gruppen, für deren Tun und Lassen wiederum von antisemitischer Seite bloß die Juden verantwortlich gemacht werden. Wohin unsere Wirtsdiaftsvcrhältiwssc steuern, kann auch der gewiegteste Wirtschaftspolltikcr nicht bestimmen, da einerseits das kapilalistisciie Wirtschaftssystem in seinen Fundamenten erschüttert ist, andererseits innerhalb der marxistisch׳ sozialistischen Bewegung die Krise immer schärfer zutage tritt, wie unter anderem auch die Entwicklung im poak-zkmistisehen Lager beweist. Die bisherigen Ereignisse, seit 1914, haben bewiesen, daß die Kultur• mcnschheit weder im Zeichen des Chauvinismus, Antisemitismus und Kapitalismus, noch in dem des 'Marxis■ nius zu höheren Kultur- und Wirtschaftsformen empor■ zusteigen vermag. Aufgabe des jüdisdicu Volkes, sowohl beim Aufbau Palästinas wie in seiner Landcspolitik, muß es nun sein, aus nationalen Selbstcrlwltungsgründen wie mit Rücksicht auf die jüdische Ethik, Die Arbeit für den Keren Hajessod in Polen Warschau, 15. Februar. (J.C.B.) The Arbeit für den Keren Hajessod wird in Polen mit großer Begcistcrung und erfolgreich fortgesetzt. Seit dem Beginn der eigentlichen Tätigkeit, das ist seit fünf Monaten, sind bereits 40 Millionen polnische Mark in barem und in Verpflichtungen cingefiossen. Bezeichnend ist, daß sogar viele bekannte Assi* in i 1 a n t e 11 bedeutende Beträge für den Keren Hajessod anonym abftihren. Die Einkünfte steigen von Monat zu Monat. Auch in der Provinz sind große Erfolge zu verzeichnen, jedoch* befindet sich dort die Arbeit im Stadium der Entwicklung, da es oit an geeigneten Arbeitskräften fehlt Wandeibibliotheken für die Chaluzim Das Zentralkomitee des ״Hcclialuz“ hi Polen veröifcntlicht in ״Wazcfirah“ einen Auirut an alle Zionisten, Bücher zugunsten der Wanderbibliotheken für die Chaluzim in Palästina zu spenden. Die Chaluzim in Palästina müssen vieles entbehren, am härtesten trifft sie aber der Mangel au jeglicher geistigen Nahrimg. Sic arbeiten an den Chausseen und kommen mit den Städten in Palästina sehr selten üi Berührung. Dabei verfügen die palästinensischen Städte auch nur über geringen Lesestoff. Erwünscht sind Bücher in hebräischer, jüdischer, polnischer und deutscher Sprache. Es wird geplant, in sechs Wochen 15 kleine Bibliotheken zu schaffen. Die Wiederaufnahme der Vcriaöstütigkeit des ״Achiassaf“ in Warschau Der hebräische Verlag ״Achiassaf“, der längere Zeit neben der ״Tuschjialv“ mit der angesehenste Verlag war, und insbesondere in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts der hebräischen Literatur eine ganze Reihe von wichtigen Werken geschenkt hat, und der noch jetzt den ״Haschiloach“ in Palästina hcrausgibt, hat seine Tätigkeit unter einer neuen Leitung, bestehend aus den Herren Dr. Sch. Poznanski, Dr. Osias Thon und Dr. Grünbaum wieder aufgenommen. Jüdische Handelsrichter in Polen. Der Vorsitzende des Warschauer Handelsgerichts hat die neuernannten sechs jüdischen Richter für Sonnabend zur Eidesleistung eingeladen. Die Richter haben der Eidesleistung Folge geleistet, verweigerten jedodt die Sonnabend-Eides- [eistung und ersuchten, diese auf einen Wochentag zu verschieben. Kurse für zionistische Instrukteure und Beamte. Das Zentralbüro der Zionistischen Organisation für Polen hat in Warschau Kurse für zionistische Instrukteure und Beamte eingerichtet. Es werden dort Vorträge ge-!!alten über: 1. Theorie des Zionismus, Entwicklung und Richtung; 2. Jüdische Parteien; 3. Politische und soziale Strömungen hei anderen Völkern; 4. Grundlagen der zionistischen Gegenwartsarbeit; 5. Grundlagen der zionistischen Kulturarbeit; 6. Palästina im Rahmen der Weltpolitik; 7. Organisationsprinzjpicn der Zionistischen Organisation; 8. die rechtliche Lage der Juden in der Diaspora; 9. Geschichte der jüdischen Kolonisation Pa- Lästinas; 10. EmigrationspolitiK und Palästiuaarbeit; 11. Konstitutionelles Recht und Parlamentarismus; 12. Agitation; 13. Sammlung von statistischen Angaben; 14. Aufgaben eines zionistischen Instrukteurs. Die Dauer der Kurse beträgt 6 Wodicn. in Lettland trat eine neunköpfige Familie zum Judentum über und übersicdelte nach Palästina. Die Volkszählung in Siebenbürgen. ״Curierui Israelit“ zufolge haben der Bürgermeister von Großwardein und der Präfekt aus Kluj anläßlich der bcvorstehenden Volkszählung in Siebenbürgen einen Erlaß des Staatssekretariats durch öffentlichen Maueranschlag bekanntgegeben, wonach die jüdische Bevölkerung Siebenbürgens als nationale Minorität betrachtet wird und sich somit als Angehörige jüdischer Nationalität in die Konskriptionsbogen cinzutragen haben. Von den schwarzen Juden Einer der in Ostafrika lebenden sogenannten schwarzen Juden, der als englischer Soldat in Palästina Kriegsdienste tat, sprach itv einer zionistischen Versammlung in London über den jüdischen Stamm in Dahomcy, der seiner Meinung nach mehr ״israelitisch“ als ״judäisch“ ist. Sie leben ganz abgesondert, kennen weder den kulturellen Entwicklungsgang der jüdischen Geschichte noch den Leidaisweg der Juden in der Diaspora. Das Judentum dieses Stammes ist rein biblisch, den Talmud kennen sie nicht. Der Stamm besitzt einen TempiC? in dem die Opfer dargcbracliit werden, einen Hohepriester und sieben priesterlichc Familien, in deren Händen die religiöse Führung des Stammes liegt. Ihre Gesetze sind in die Wände des Tempels eingeschnitten, ihre Thora ist auf Pergament in altliebriiischcr Schrift geschrieben. Außer dem Pentateuch kennt dieser Stamm kein anderes Buch. Die Nachrichten über die Erfolge des nationalen Gedankens im Judentum ist auch zu ihnen gedrungen und hat bei ihnen reges Interesse hervorgerufen. unentwegt die Idee» der Völkerverständigung und der sozialen Erneuerung energisch zu vertreten, deren Sieg ohne Klärung der Geister, psychische Verinnerlichung und Abkehr vom Materialismus und Mammonismus vollständig unmöglich ist. — Am 5. und 6. ds. Mts. fand in Bialystok eine Konferenz über landwirtschaftliche Angeleg e n h c i t c 11 statt, welche von Vertretern der jüdische* Gesellschaft für Handwerk und Erdarbeit (Ort) sowie einigen Experten auf dem Gebiet der jüdischen Land- Wirtschaft im Verein mit dem Bialystoker Distrikt des Joint Distribution Committee eiaberuien war. Die Berichte auf der Konferenz erwiesen, daß die jüdische Landarbeit in den Städten der Kreise Bialystok, Grodno und Brcst-Litowsk, welche in der Kriegszeit geschaffen wurde, jetzt den Prozeß der Entwurzelung und Fest!- gung durchmacht. Einige Ziffern, welche auf der Konferenz berichtet wurden, illustrieren deutlich diu neuen jüdischen Zug zum itexkn. Von 99 Orlen, welche zum Bialystoker Distrikt des Joint gehören, gibt tu in mehr als 00 verschieden große Gruppen jüdischer Landwirte. So ergab z. B. die letzte Zählung in sechs Orten des Rayons Slonim-Wolkowyjsk 210 Familien, welche sich mit Landwirtschaft beschäftigten, ln Pruzany befasse^ sich 500 jüdische Familien mit der Bodenbearbeihing; sie bearbeiten gegenwärtig 1C0Ö Morgen Landes gegenüber 100 Morgen im Jahre 1916. Es gibt ganze Ortschaften, z. B. Schereschewa mit 400 jüdischen Familien, die ihren Lebensunterhalt aitssdi'icßüch aus der Bodenbearbeitung ziehen. Im ganzen Gebiet bcschäftigen sich jetzt 10000 bis 12000 jüdische Familien mit der Landwirtschaft und ungefähr ein Drittel von ihnen lebt ausschließlich vom Boden. Auf der Konferenz wurde kons'atiert, daß die gegenwärtige Entwicklung der Landwirtschaft bei den Juden iu diesem Gebiet das natürliche Ergebnis der neuen wirtschaftlichen Entwicklung ist. und den Charakter einer lebendigen, nicht künstlich hervorgenifenen Wirt- Schaftserscheinung trägt. Die Konferenz beschloß, um diesen wichtigen Zweig des jüdischen Lebens auszubauen und Material für größere nationalökonoaiische Unternehmungen auf diesem Gebiet zu erhalten, eine genaue Statistik über die jüdische Landwirtschaft in nialystok-Grodno-Brcstcr Kreis aufzustellen, welche von der ökonomisch-statistischen Abteilung des Joint aa»־ zuarbeiten ist. Die Konferenz behandelte auch ausführlich die Frage der Bedürfnisse der jüdischen Landwirtschaft, vor allem der jetzt dringenden Versorgung mit Saatgut und Inventar, da die bolschewistische Invasion des Jahre» 1920 den jüdischen Landwirten großen Schaden zugefügt hat. Ungefähr 4000 jüdische Landwirte des Gebietes bedürfen in dieser Beziehung der Hilfe; sie benötigen für Saatzwecke etwa 300 090 Pud Kartoffeln und ungeiähr 100 000 Pud Saatgetreide, ferner Pferde und Maschinen. Diese Hilfe soll laut dem Beschluß der Konferenz in Form von Anleihen erfolgen. Die Hilfsaktion erfordert mindestens 100 Millionen polnische Mark. Es wurde beschlossen, wegen Beschaffung dieser MBtc! an das Joint heranzutreten, welches gemäß seiner Absicht, sich vorwiegend der konstruktiven Hilfe zuzuwenden, wohl die Wichtigkeit der’ Landwirtschaft unter den Juden im Gebiete von Bialystok, Grodno und Brcst-Li'.owvk erfassen sollte. Die landwirtschaftliche Betätigung Lst in diesem Gebiete heute einer der wichtigsten Faktoren zur Festigung der wirtschaftlichen Zukunft der Juden. Die Ostjudenverfolgunsen in Paris. ״Humanite" wendet sich in einem scharten Artikel gegen die Ost- Judenverfolgungen und gegen die sieh daran anschließend den Ausweisungen seitens der Polizeibehörden in Pa;Lg die fast tiig.icii in den jüdischen Stadtvierteln Razzien veranstaltet. Manche Pariser Blätter legen den ״Frcmden“ den starken Rückgang der Hörcranzahl an de« Pariser Hochschulen zur Last. Die Studenten finde* nirgends eine Kleinwolimmg mehr, weil sowohl diese^ als die sogenannten Künstlerwerkstätten von dem Frcmden belegt seien. Ueberdies hätte sich der Mietzin• derart verteuert, daß der Studierende nicht in der Lage sei, ihn zu bezahlen. Schließung der Chadarim in Rußland. Nach Mitteiiungen russischer Zeitungen ist auf einer in Witebsfc abgehaltcnen Konferenz der Bildungskommissarc der bolschewistischen Regierung beschlossen worden, alle Chadarim zu schließen Danzig—Jaffa. (A. W.) Nach einer P. A. T.-Mel* düng hat eine holländische Vcrkehrsgeseiischaft, die ihren Sitz in Amsterdam hat, einen regelmäßige* Passagierdienst zwischen Danzig und Jaffa errichtet. Gründung eines Verbandes zionistischer Arbeiter Der Bund ist ein unpolitischer Fachverband aller Chaluzim, die sid» in Deutschland für die UebersiuJhing nadi Ercz-lsrael vorberciten, soweit sie nidht Land, arbeiter sind und nicht im Praktuantenbundc Lire Zu* sammenfassung gefunden haben. Er stellt eine Parallel• Organisation zum Praktikantenbund dar und ist vom Waad A'.ijah vollkommen getrennt. Dem Bunde liegen folgende Aufgaben ob: 1. Zusammenfassung aller in Deutschland als Handwerker und Handarbeiter sich vorbereitenden Chaluzim, Pflege des Verkehrs unter ihnen, Austausch von Erfahnmgen. 2. Stellenvermittlung im Zusammenhänge mit dem Jüdischen Arbeitsamt und den Arbätsfürsorgcstcilc». 3. Förderung des Zusammenhangs mit den Fachverbänden und Arbeitsämtern in Palästina, zwecks Einlioiung von Instruktionen für die Hachanah in Deutsch- Land. 4. Aufstellung von fachlichem Kwuzoth jeder Art 5. Vertretung der Interessen seiner Angeliörfee» gegenüber dem Waad Alijal». Vorschlagsrecht für aie Alijah nach Ercz-lsrael. 6. Herausgabe von periodischen Nachrichten, Veranstaltungen usw. Wir fordern alle an der Bildung eines solchen Verbandes interessierten Kreise, sowie alle Chaluzim, soweit sie nicht Landarbeiter sind, auf, sich mit uns (Adresse: Auguststr. 17) in Verbindung zu setzen.

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