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Jüdische Rundschau · 1921-02-25 · Heft 16 (25.2.1921) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 16 (25.2.1921)
Date
1921-02-25
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Seite 112 partein aebrtebten Tagung der ThQringer Zionisten Am 13. Februar fand in Erfurt eine Tagung der Thüringer Zionisten statt, zu der die Ortsgruppen Erfurt, Gotha, Meiningen, Nordhauscn, Sondersliausen, Dessau, Oera (neu begründet) Vertreter geschickt hatten,. Außerdem fanden sich noch einzelne Zionisten aus kleineren Gemeinden Thüringens wie Arnstadt, Weimar, Vaclia, Uersfeld ein: im ganzest 40 auswärtige und zahlreiche Erfurter Gesinnungsgenossen. Die Leitung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland war durch R.-A. Rose ח h I ü t h - Berlin vertreten. Dieser hatte das Referat über die politisclve Ei ge imd den Keren Hajcssod übernommen. Er ging von dem soeben ver- «iffentlicliteii englischen Mamlatscutwurf uns und sehilderte, ohne seine Mängel zu verschweigen, die grollen Möglichkeiten, die er der Arbeit in Palästina eröffnet, und betonte andererseits die unbedingte Notwendig• keit, nun auch wirklidi mit einer groll angelegten, rasch fortschreitenden Arbeit zu beginnen, um aus bloßen Möglichkeiten greifbare Tatsachen zu machen. Die Voraussetzung dafür sieht er in ziclbcwußlcr Tätigkeit für den Keren Hajcssod, dessen Förderung durch persönliehe Opfer und Propagierung unbedingte Pflidit emes jeden Zionisten sei. In der Aussprache, die dem zweistündigen, von jeder Schönfärberei und agitatorischen Phrase sich freihai- . tenden Vortrag folgte, stimmten alle Redner den Aus- | fiihrungen über den Keren Hajcssod bei, erklärten aber als Vorbedingung für die 1 ieran/ichung von Nicht- Zionisten in der Provinz die Schaffung einer Keren Hajessod-Zentrale in Berlin unter Mitbeteiligt״^ von neutralen Persönlichkeiten. — Bezüglich der politischen Leitung kritisierten Dr. N o a c k - Gothaund Dr. Wolfheim •Erfurt in temperamentvoller Weise die mange I ude Fürsorge für die C11 a I u /. II e w e - gung, sowie die Nichtbeachtung für das innere zionistische Leben wichtiger Delcgicrtentagsbcschlüsse. .Ferner warnten sie vom sozialistischen Standpunkt aus vor zu großer Rücksichtnahme auf den amerikanisch-kapitalistischen Zionismus. Der Nachmittag wurde durch das Referat _ von Sandbank- Arnstadt über A I i j a h F r a g e n eiligeleitet. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: ״Di4 Tagung der Thüringer Zionisten, am 13. Februar 1921 fordert, daß schnellstens Mittel von der Zionistischen Organisation für die Förderung der Clialiiz-Bcwegung und der Alijah zur Verfügung gestellt werden, und beschließt, auch aus eigenen Kräften für die in Thüringen lebenden Ciialuzim zu sorgen“. Der wichtigste Erfolg der Tagung besteht in der Begründung einer Zentralstelle der lliüringer Zionisten in Erfurt, deren Notwendigkeit zur Zusammenfassung der in zahlreichen kleinen thüringischen Gemeinden lebenden einzelnen Zionisten Dr. Nuack-Gotha begründete. Nach einer Aussprache über die Aufgaben der Gejneimlepo'.itik, in welcher Dr. Wo I f ltc im Erfurt, Assessor II11 r w i 1 z -1 )ersau, Voll 111 a 1111 - Meiningen imd R.-A. W a r b u rg-Nordhausen ihre Erfahrungen schilderten, schloß die Tagung, Sie hat die Zionisten Thüringens einander persönlich genähert, ihren orgamsatorischen Zusammenschluß angcbnlint und das zionistisclie Leben im Herzen Deutschlands aufs Fruchtbarste angeregt. Kulturkommission der Z. V, f. D. Am 17, Februar fanden sich die vom G. A. cingcsetzten Mitglieder der Kulturkommission mit einer Reihe cingcladencr Herren im Zentralbüro in Berlin zusammen. Dr. W e 11 s c 11 namens des G. A. eröffnete die Sitzung und führte aus, daß der Zweck des Abends sei, eine arbeitsfähige Kulturkommission zu organisieren. Dr. K r o j a 11 k e r skizzierte alsdann eine Reihe von Aufgaben, welche der Kulturkommission oblägen. Von den Anwesenden wurden weitere Anregungen und Vorschlüge vorgebraclit. Es wurde beschlossen, einen Arbcitsausscliuß des Kulturdezcrnats zu bestimmen, welcher zu regelmäßigen Sitzungen znsammentreten und die Berichte der zu wählenden Spczialkommissioncn cntgegennelimcn soll, in diesen Ausschuß wurden Dr. Jacobson. Dr. Bucliholz, Dr. Baumgart, Dr. Kro- ]mikcr, br, Kazenelson, Dr. Marx, Referendar Rau und Olitzki entsandt. An Eiiizelarbciten wurde zunächst die Herstellung eines Leitfadens für den nationaljüdisehen und zionistischen Unterricht beschlossen, aut der Grundlage eines vorgelcgten Entwurfs. Die Rcdaktionskoinmisslon bestellt aus den Herren Dr. Baumgart, Dr. Kazenelson Dr. Marx und Olitzki. Man hofft, durch den herauszugenenden Leitfaden einem seit lange fcstgcstellten Bedürfnis der zionistischen Vereine und Korporationen abzuhelfen. Weiterhin wurde die Sammlung von Material über das moderne hebräische und jüdische Schulwesen beschlossen und mit dieser Aufgabe die Herren Dr. Baumgart und Dr. Bucliholz mit dem Recht der Kooptation betraut. Die Mitglieder des Kuratoriums der Sprachschule wurden gleichzeitig als Kommission für aas hebräische Schulwesen bestimmt; die Sprache soll durch Aufnahme des Lesens von. Talmudtexten und phi.osophischcn Schriften zur Kulturschule erweitert werden. Dr. Krojanker wurde ersucht, die Vorarbeiten! zur Schaffung von Ferialkurse« zur Fortbildung zionistisclier Studenten zu organisieren. Anwesend waren 2?*? ״ uerrcn .^bbiner Emil Levy, Bosdiwitz, Dr. Tschernowitz und Hammerstern.. JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. lü Berliner Kalender Bfiroi Berliner ZlonMIicha Vereinigung, Berlin C t», SaydtMr. 3. Telefon! Zentrum >414/1» Po»t»cfc«Akanlo No. 12004 Berlin NW % KateenverweUung der B. Z V. Hcbr9l!cha Letehelle dee Kullurdenernele der B. Z. V. Dragoner»22 .״ (Holl. — OeOdnel Mailet» eon 4-1• Uhr. — Teil eile hebrOiehen Zeitungen und Monel.hetle der Well liegen eue. — AuikundttleUe Idr hebr«l*ehe Angelesenhellen. — Hebrdliehe Lehrer* varmllllung. — Treffpunkt aller Freunde der hebrAltchen Sprach•. Ein Irl II frei. Sonnabend, den 29. Februar abend» I Uhr HapoZI Harelr, In den Rlumen der Agudelh Athlm, Oormennilr. 29, Oeneralvar tammlung. Mlliwoth, den 2. M8r» abende Uhr Oruppo O*», In den Union •S91׳n (Sll«ung1»»al|, 01 •lf!»alder Slrabe 222, Vuil'ng von Herrn La»aru» ßnrlhi ״Der Mlirachl beim Aufbau Pall.lln••.*' Adrowen-Vcraaaaruuaenl Alle MUglledar der B. Z. V. werden gebeten, ran Jeder Veränderung Ihrer Adreies d-rn Büro »oforl MIHellung eil niarhen. Donnertlag, den »• M9r» abend» 9 Uhr Gruppe Charloticnblirg, Im Schlllerieal. am Knie, Blimeidulr. It«. Mu.lkallich - llferarlicher Abend »u Guniirn de» )OdUclien Nellanelfond». Mllwlrkende! Ludwig Harlau, Reillnrioni Prof. Hrlnrld! Loewe, Udnlil dervoilreg ״Pala.tlna'i Frl. Eilt Kur», Oeteng! am FlQgelt Alfred T okay er. Kerlen <u S, 10 und 15 Ma k tlnd erhOll.ch bei: JQd. Nellnnalfond», Secrrlaital fflr Grob-Berlin, Seydelilr. »IIL Zc׳ mm »614/15; ja!. Nollonollond», 'Ir. »! Dr. Beb, •'regenie׳ Sir. J; Bueh irandlui g ״Lwer*. Knerehrrkilrebe »419»; Budthendlung ״Jalkul'‘ Gruppe SQd, Cerlenieal der Neuen Philharmonie, Köpenicker Sir. 99- 97, abend» ■ Uhr Qiilttbead Vorfreg *on Herr nDr. Georg W n 11 e I r I n ו «Der )Odliche Neflonatlaude In •einer Bedeutung für den AuB.au ParStilnea.* Ulnlilll »ur Deckung der Unkotlen Mk. 1.—. Gruppe Nord, In der Kondllorcl Weber, RoarmlraSe )9, abend» 9 Ubr Voil.ag vou,Hrr׳n Or. Alfred Siliwtri! «Die Leitungen und Ziele de» JQdl.cben Nnllonelfond*.“ Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Am Kr. März findet eine außerordentliche Generalversammlung der Gesellschaft zur Förderung der Wisscnscliaft des Judentums i.n der Aula der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, Berlin N, Artilleriestralk* 14, abends 8 Uhr, statt. Eine Einladung gellt den Mitgliedern noch besonders zu. Hebräische Abende des Misrachi-Hazair in Berlin. Jeden Sonntag Abend finden hebräische Diskussionsabende im Jugendheim, Dragoncrstr. 22, statt. Diesen Sonntag, 20. Februar, 7‘/a Uhr abends, wird Herr J. Gold über ,,Die Anfangsentwicklung der neuen hebräischen Literatur" referieren. Wir bitten Chawerim und unsere Freunde, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Hebräische Schreibmaschine gestohlen. Im IV lästina-Amt der Zionistischen Vereinigung für Deutsch- I.iivd, Berlin W 15, Sächsische Str. 8, ist eine Schreib- 111 a s c 11 i n e S y s t e in Jost mit hebräischer Schrift Nr. A. H. 50 863 vor einigen Tagen gestohlen worden. Vor Ankauf wird gewarnt, und es wird gebeten, Spuren, die auf den Diebstahl hindcuten, dem Palästina• Amt der Zionistischen Vereinigung für Deutschland mitzuteilen. Zu der vor kurzem erfolgten Ankündigung des im Rahmen der I’urimwochv des Jüdischen Nationalfonds stattfindenden Kostümballs in Form einer Messe in Merchawja (in den Gesamträumen des Brüdervcrcinsliauscs am 24. März) sei noch nachgetrage«, daß zu dem künstlerischen Teil Herr Ernst Deutsch (Deutsches Theater) und Herr Dr. Schalom Hildes- 11 e i m e r verpflichtet sind. Die Leitung des Ball- Orchesters ,liegt in den Händen des bekannten Musikdirigenten Kermbach. Der ״blaue Saal“ ist als orientalische Mokkadiclc umgcstaltet. Messekarten, die zum Eintritt des Balls berechtigen, sind öl den Büros des Jüdischen Nationalfonds, Scydclstr. 3. und Sächsische Straße 8, sowie im Büro des Zionistischen Jugend Vereins, Heiligegeiststr. 52, zum Preise von 12 M. und Steuer (Abendkasse 18 M. und Steuer) zu haben. Mittwoch» dm 9. Mfi 1 •berd» t Ufer Gruppe Oit, In den Union - S«len, Grelfiwoldrr Str. 222 GSitcabcnd. Votlr*g von Herrn Ur. Albert fteert «Die Orundtagrn de* Aufbau»." Elntiitt »ur Dedtung der Unkosten Mk. 1.**, Donnrritau» rirn 10. Mir* abend• 8 Uhr Gruppe Weit, Im Zahnfirt'ehau» (Gultmanniaal, POlowtiiake 104 Vortreg v<«n Hmn Dr. Erich Hnrxi ״*Der JÜdliche National• iond• ai» TrÄk«r der Bodenpolitik In faUcilna," Gruppe Noidw»»I, im Tirrga Hnhof, abend» Uhr Voilfflg von Herrn Wdlimanni *Der jüdtichc NalioniHondi, •*In»! Prinzipien und Aufgaben." 60nntag, den 13. Märt nachmittag» yu6 Uhr XlonliionbAll der B. Z. V. In den Gridmlffttuivn de» h» Cid#iverrInihau•*», Kurfyr»l«*n»lr. H3 Eint ififtkntlen •um PrH♦« von MN 30— UM S*euer lin Vorverkauf er• bfiitltch bet: IV 2 V, StydtMr. 3 ZeithUin 3*י4/1וי) / Zion. Vereinigung tQr i>u׳»d)lAnd, 38d1» •di3 •׳lrabe 8 / Duthhnnd ung ,Ewer״, KnestUrck• *11*84 54-55, r.udih. nd uny .,Oitcttag ׳. A1g»l urhrr 51r, 28 / budvand• lang ״Kedem", Uoh ׳«!« חי׳וח b* 8 / t'uchb.-nului g ״U>uU Lamm״, Neue Filtdrldulrafte u 83. Purimwoche de• jQdUchcn Naitonelfond» vom 20. bl• 27. M8rz 1021 S0r»r.14R, dm 20 M.V:, vo׳m 11 י/« Uhr: M«tinrc ten Deutschen Theater. Mittwoch de<* 23 Mfirt, ot.e d* nühr: Gro^e» Puilmkoascrt Im 3ael de Huchuhute (ar Muttk. Fe*anen*t-.l Donnrritoy.■, <)«■(! 24. MA<t. ohmd» 8 uhrt Ball de• ZloH*ti»rhan Juyrintvrr lm,!u Ur» jQdiicl.er Naltunaitond», Im biGder• Vrrrlt.ihiU», KU'tQ »tMUlMlb(! HS Somtribrnd, den 20. Mau, 0b״־׳d1 7 Uhr: PurlmbaU, zu Cumfen de• jGdticben Nn lonallnnd». Im de• Uhrcrv»1«ln#hau»e1, AlexondrrpUU (Gelang, todt ch«‘• Th־׳e»t־׳rj. Karten tm Vorverkaui erhEiiilch beim tödlichen Netlnnilfond•, Sckre• Inriet iQr Grob• Berlin, VydeUtr. J, /«•«*!׳um 3614 13, IVulturdezernal d<!r b. L. V. Hebrfilicher KI1tderg«rlcn CharUillenhc«1 g, Im Rentaurant Berliner Ktn«U, KQttrlutf Mr 6. Von M«mlng ht» F»etteg tO \ Uhr, Hebfrilifhrr Kindergarten Weil, Im OrthopAdtichen TurnlnitMut Fr). Zempetburg, Eiicnacher 6tf. 2 (nahe Mebl.lr.), Von Monlag bli Freitag 10 I Uhr, Hcbrilicher KindcrtplelnadimfHag Chartottenburg, Im Re»taur*nl Berliner Kindl, KüMrtner Sir 6. |ed«n Mtliwoch von H4—V^8 Uhr. HebrAiicher hlndcrtplelnachmlltkg »Üdwe*lllche Vororte, bei Frau Scholern FrMrnau, Wleiandtirobe 4. jeden Monlag und Donnerstag v׳.n Vi3 U7 Uhr Hcbrilicher Ivtnderiplelnachmlllag 0*1, bei Herrn Smll, E1march»tr 27. jeden Montag und Mittwoch »on H6 Uhr HcbrAUcher K)nder*pleln«chmlltag Nordwe»! het Fra« Friedender,!Hp» 21 l״drn id'>nttng find St nnahend »nn *- 5 «ihr. An die Zionistischen Ortsgruppen und Vertrauensmänner! Der 17. Deleglertcntng der Zionistischen Vereinigung für Deutschland wird für Mitte Mai rinberufen werden. Das Wahlrecht der Ortsg uppen zum Dclrgiertcntag ist von der rechtzeitigen Abführung der Lan des bei träge ab• hängig. Wir fordern daher alle Orlsgroppen auf, die rückständigen Landeobeiträge für 1920 nunmehr schleunigst an uns abzuführen. Bi» zum Delegiertentage muß ferner auch die erste Hälfte der Landetbeiträge für 1921 abgeliefcrt werden. Der Landet- ,'beitrag beirägt für die Ortsgruppenmitglicder 5 Mark pro Jahr, für Mitglieder des M srachi und des llapoe. - HazaTr 3 Mtrk, für Jugendmitgiiedcr 2 Mark. Zionistische Vereinigung für Deutschland. Be! lin W 15, Sächsische Str. 8. Postscheckkonto: Berlin 8091, Zionistische Vereinigung für Deutschland. Bankkonto: Natlnnalbtnk für Deutschland, Depositenkasse Kurfürstendamm 211, Berichtigung. Der Talmud Schiur befindet sich nicht, wie cs irrtümlicherweise in unserem Blatte hie iS, in der Lindenstraßc, sondern in der Li n i c n s t ra 11 c. Warnung Unter fälschlicher Benutzung des Namens von Angestellten des Jüdischen Arbeitsamtes werden Privatpersonen von Schwindlern aufgesuciit mit dein Ersuchen, ihnen Geld für die Weiterreise zu geben. Wir warnen alle, irgend jemand Geld, Kleider oder Lebensmittel zu geben, da jeder, der von uns geschickt wird, ein Begleitschreiben erhält. Jüdisches Arbeitsamt Das Jüdische Arbeitsamt unterhält zurzeit die folgenden Abteilungen: 1. Zentrale und Informationsblatt. Aufgäbe dieser Abteilung ist es, den Verkehr mit und zwischen den Zweigstellen im Reich zu vermitteln, an dieselben über die allgemeine Situationslage zu berichten und von ihnen die erforderlichen Unterlagen zu erhalten. Der Tätigkeit der Zentrale ist es zu danken, daß seit ihrem Besiehe״ zirka 51)00 ostjüdische Arbeiter Arbeit aimelimen konnten. 2. Berliner Vermittlung. Die Abteilung befaßt siel» ausschließlich mit dem Studium des Bcriiner Marktes und der Arbeitsvermittlung iin Rahmen desselben. 3. M ä 1111 liehe Berufsberatung. Die Abteihmg versucht, die zu Beratenden unter Bcrücksichtigung ilirer persönlichen Wünsche und Anlagen besonders m landwirtschaftlichen Berufe« und in den vcrschtcdenen Zweigen des Handwerks unterzubringen. Bei einem großen Teil der Fälle handelt es sicii hier nicht wie in anderen Bcrufsberatungsstcllen um eine Beratung von Jugendlichen, sondern von Erwachsenen. 4. Weibliche Berufsberatung. Die Abteihmg. arbeitet ähnlich wie Abteilung 3 darauf hin, Mädchen in die hauswirtschaftlichen Berufe überzuführc«. 5. Weibliche Stellenvermittlung. Die Abteilung versucht vor allen Dingen häusliche,!andwirtschaftliche und kaufmännische weibliche Angestellte zu vermitteln. Sie hat ihr Arbeitsgebiet in der letzten Zeit mit der zunehmenden Einwanderung von Frauen aus der Provinz Posen und Polen beträchtlich erweitert. 6. Praktikantenbund. Der Bund hat die Aufgabe, jungen Leuten, die landwirtschaftlich oder gärtnerisch arbeiten wollen, und die sich hierfür eignen, Lehrstellen bzw. Praktikantenstellcn zu vermitteln. Fernerhin versucht er, die in den einzelnen Gegenden und in den einzelnen Zweigen der Landwirtschaft gemachten Erfahrungen zu sammeln und auszutauschen. 7. MännlicherAkademikerarbeitsnachweis. 8. Lehrstelfenvcrmittlung. Die Abteilung arbeitet Hand in Hand mit der Bcrufsbcratimgsstellc. Ihre Tendenz geht in ähnlicher Weise auf die Unterbringung von jungen Leuten in landwirtschaftlichen, handwerklichen und kaufmännischen Berufen. 9. Die Abteilung für Handel und Gewerbe ist im Ausbau begriffen. Sie hat die Aufgabe, allgemein nützliche jüdische Unternehmungen zu stützen oder ins Leben zu rufen. 10. Genossenschaften. Die Abteilung für Genossenschaftswesen wurde in Ergänzung der Verdient dem wirtschaftlichen, sozialen and politischen Aufbau Palästinas!

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