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Jüdische Rundschau · 1921-02-25 · Heft 16 (25.2.1921) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 16 (25.2.1921)
Date
1921-02-25
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Nr.!6 Seite 108 JUEDISCHE RUNDSCHAU Jeck• Gemeinschaft hat das Recht, Schulen ja ihrer, Sprache zu unterhalten. Die englische, arabische und hebräische Sprache sind als Landessprachen glcichbercclitigt. Die Religionsfreiheit ist dahin erweitert, daß die Feiertage der verschiedenen Rcligionsgcsellscliaften als gesetzliche Feiertage für ihre Angehörigen gelten. Auf die besondere religiöse Bedeutung Palästinas Ist durch einen genau geregelten, Sclrntz der heiligen Stätten Rücksicht genommen. Diese Bestimmungen bedeuten noch keine kulturelle Autonomie der Nationen. Der Mandatsentwurf sagt nichts über Vcriretungskörperschaften der einzelnen Nationen für die Verwaltung ihrer kulturellen Angelegen• beiten. Der Begriff des nationalen Katasters wird nicht erwähnt. Hier zeigt sich, daß die kulturelle, von einer selbständigen politischen Organisation unabhängige Bcilcutung der Nation als eigener politischer Wert in der englischen Staatslehre noch kaum bekannt ist. Die Vor- Schriften des Entwurfs müssen iin Sinne der Bedürfnisse Ausgestaltet werden, die für das Leben eines modernen Staates mit gemischt-nationaler Bevölkerung bestehen. Die Ergänzung wird sich in der Richtung zur kulturellen Autonomie bewegen müssen. Zum mindesten müssen die Gedanken verwirklicht werden, die heute zum Schutz nationaler Minderheiten durch das Völkerrecht (vergleiche den Vertrag von St. Gcrmuin) bereits anerkannt sind, Diese Forderungen entsprechen unserem politischen Intercssc, nicht nur, weil für die Errichtung der jüdischen Heimstätte auf kulturelllem Gebiete besondere Garantien nicht gegeben sind, und wir uns daher an diese allgemeinen Möglichkeiten zu halten haben, sondern auch, weil wir das dringende politische Bedürfnis haben, daß die in Palästina wohnenden Nationen reibungslos uud harmonisch miteinander leben. Es erscheint zweckmäßig, daß die Erfolge der klugen Verwaltung Herbert Sa* mucls in organischer Form sichcrgcstcllt werden. Dazu können die aus den Erfahrungen der Nationalitäten- Staaten Europas gewonnenen Ergebnisse verwertet werden. Für die Regelung der wirtschaftlichen Beziehungen wird der Gedanke der Gleichheit der Nationen in ausreichender Form anerkannt, In Uebcreinstimmung mit den Vorschriften des Völkerbundstatutes über die Mandate wird (im Art. 18) vollständige Wirtsclmftsgleichheit für die Angehörigen aller dem Völkerbund Atigeliörenden Staaten festgesetzt. Diese Bestimmung, die erhebliche Bedeutung gewinnen kann, wird (bei einer entsprechenden Ausdehnung des Völkerbundes) dafür sorgen, daß die Wirtschaftssysteme der Staaten in Palästina nach ihrer wirtschaftlichen Bedeutung zur Geltung kommen, ohne daß einzelnen Vorzugsstellen eingeräumt werden. Sie wird ergänzt durch die Verpfüchtmig der Mandatarmacht, in der Rechtspflege die Interessen der Ausländer zu schützen. Damit werden Rückfälle in die mittelalterliche, heute in Europa wieder beliebte Methode vermieden werden, die dem Fremden Rechtsbeschränkungen auferlegt. Wenn auf diese Weise eine verschiedene Behandlung der einzelnen in Palästina lebenden oder an Palästina Wirtschaft’«.־!! interessierten Personen nicht gestattet ist, so werden andererseits die wirtschaftlichen Interessen der Gesamtheit betont. Der Artikel 11 verlangt den wirtschaft'Jchen Schutz der Allgemeinheit. Gegen die zufällige und willkürliche Bereicherung einzelner Personen aus den Quellen des Wohlstandes, die allen Einwohnern dienen können, kann die Vollmacht schützen, die der Verwaltung Obereigentum oder Oberaufsicht über die Naturschätze des Landes und die öffentlichen, Unternehmungeu sichert. In diesen! Zusammenhänge ist auch die vorgesehene Bodenordiuing zu erwähnen, die den Bedürfnissen des Landes dienen soll. Die Bemühungen um die Errichtung einer gerechten Wirtschaftsordnung in Palästina werden an. diese Bestimmungen wirksam anknüpfeu können, Sie werden aber nicht lediglich init allgemeinen Ueberzeuguitgen, sondern mit den In• teressen, also mit den Besonderheiten des Landes bcgründet werden müssen. Die wirtscliaflspoüüscheii Bc- Stimmungen werden mit der fortschreitenden Entwicklung Kategorie B für die Mandatarmächtcgefordert) Es mag aneli gebilligt werden, daß als Verwendungszweck der militärischen Kräfte Palästinas die Erhaltung von Frieden und Ordnung und die Verteidigung des Landes festgcätellt wird. Aber im Artikel 17 des Entwurfes ist der Verwaltung Palästinas das Recht Vorbehalten, auch einer Verwendung zu anderen Zwecken zuzustimmen. Eine politische Auffassung, die lediglich von, der friedlichen Entwicklung palästinensischer Interessen bestimmt ist, wird die Notwendigkeit dieser Ausnahme nicht anerkennen. Adinüchc Bedenken sind gegen das im Artikel 17 dem Mandatar eingeräumte militärische Durcliziigsrecht zu erheben, durch das, wenn auch nicht die Streitkraft, so doch die Lage Palästinas einem auswärtigeu Militärsystem cingegUedcrt wird. Die Ver- Sammlung des Völkerbundes hat -- ohne Widerspruch, also auch nicht gegen die Stimme Englands — den Be- Schluß gefaßt, daß bei den Mandaten der Kategorie A der Mandatarmacht nicht gestattet werden soll, ihre Stellung zur Verstärkung ihrer militärischen Macht zu benutzen. Dieser klaren Forderung widersprechen die erwähnten Bestimmungen, nach denen die Möglidikeit bestellt, daß Palästinas Lage und Palästinas Truppen den militärischen Interessen der Mandatarmacht dienstbar gemacht werden. An dieser Stelle zeigt der Entwurf die Natur eines Kompromisses: die neue, friedliche Auffassung von Politik, die Betonung der ״heiligen Aufgabe der Zivilisation“, die Autorität des Völkerbundes und die Rücksicht auf die Selbständigkeit Palästinas werden zurückgedrängt zugunsten eines materiellen Vorteils für die Mandatarmacht. Das ist schließlich nicht so sonderbar und würde cs nicht rechtfertigen, den toben Wert des Mandats and! für die neue Art von Politik zu leugnen. Wir wissen, daß neue Gedanken sich niemals sogleich in voller Reinheit durchsetzen, und daß sie oft auf ihrem Wege merkwürdige ' Verbindungen cingehen. Wir wissen auch, daß soldie widerstreitenden Tendenzen sich in derselben Person und noch leichter in derselben GesamtpersüiiHchkeit kreuzen können. Es bedeutet durchaus nicht immer eine Verleugnung der einen Auffassung, wenn der entgegengesetzten noch gewisse Konzessionen gemacht werden. Aber trotz alledem muß auf den Mangel der Ueberciiistiminung des Artikel 17 mit den rechtlichen Methoden einer neuen Politik hingewiesen werden. Mit den hervorgehobenen Einschränkungen kann gesagt werden, daß die Grundlinien des Entwurfes ün allgemeinen eine großzügige und freiheitliche politische Auffassung wicdcrgcbcn; sie gestattet den Kräften, die in Palästina wirken — geisugen und wirtschaftliclien — volle Entfaltung. Die besondere Bcdeutung, die Palästina für das jüdische Volk besitzt und die wieder zur stärksten Quelle seiner Kraft werden soll, wird sich in jüdische Leistung uinsetzen können, die im Leben des Landes und des Volkes nach ihrem Werte zur Geltung kommen wird (Schluß folgt) Keren Hajessod Zeichnung in Holland. Eine beträchtliche Keren Hajessod-Zeiciinung ist in Holland zu verzeichnen. Herr A. S. Berg in Amsterdam zeichnete den Betrag von 100 000 Gulden. Skandinavien. Die Reise des Herrn Dr. Salkind durch Skandinavien hat in allen nordischen Ländern die Keren Hajessod-Aktiou lebhaft in Gang gebracht, ln Norwegen wurde ein vercüiigtes Komitee von Zionisten und Nicht/ionisteii gebildet. Die Aktion in Christinnia dürfte lüüOüO Kr., in Dronthcim 70000 Kr., in ganz Norwegen etwa 225 000 Kr. betragen. In Stock- 1101m erwartet man von der dortigen Aktion, die mit dem Namen der Jüdischen Gemeinde verbunden und von deren Präsidenten und Vizepräsidenten geleitet wird, die Summe von U/j Mül, Kr. Auel! 111 I lelslngfor» wird die Aktion von einem Komitee der Jüdischen Oemeiiide durchgeführt. Man erwartet 1 Va Mül. finnische Mark, ferner in Wiborg 000 000 finn. Mark und in Abo 500 000 finn. Mark. In Dänemark wurde die Aktion der Wirrschaft zu ergänzen sein, um einen sozial gcr- ‘hirch einen Vortrag Dr. Salkind» im Hause Prof. rechten Aufbau der Wirtschaft zu sichern. Begünstigung des Genossenschaftswesens, Regelung der Arbeitsbediugungen, Mitbestimmung der Arbeiter bei ihrer Fest* Setzung wie überhaupt bei der Leitung der Untcrnchmungen, Verwendung angemessener Gewinnanteile für soziale Zwecke kommen liier in Betracht. Es soll nicht verkannt werden, daß auf diesem Gebiete Einzclbc- Stimmungen vielleicht verfehlt gewesen Wären, da die palästinensische Wirtschaft noch unentwickelt ist und große Veränderungen in kurzer Zeit erfahren wird, von denen man eine ungefähre Kenntnis haben muß, wenn man die richtigen Maßnahmen treffen will. Aber ein allgemeiner Hinweis auf die soziale Tendenz in der Wirtscliaitsgcstaltiuig wäre auch im Entwurf .־uigcbradit gewesen. Die wirtscliaftspolitisdien Bestimmungen lassen das Bestreben erkennen, den Völkern gleiche Bedingungen für ihre wirtscliaftlidie Tätigkeit in Palästina zu gewähren. Der Grundsatz, daß die Völker im Verhiiltnis zu Palästina gleiche Stellung haben sollen, ist für die militärischen Beziehungen durdibrochen. Das Mandat steht nicht in Einklang mit der Auffassung, daß auch in militärischer Hinsicht Palästina keiner Macht Begünstigungen gewähren soll. Zwar ist für die Organisierung der militärischen Kräfte, die Palästina aufstellen wird, die Dienstpflicht abgelehnt und die Grundläge der Freiwilligkeit anerkannt. Nach dem Entwurf dürfen also zwangsweise Rekrutierungen zugunsten der Mandatarmacht nicht stattfinden. (Dieses Recht würde bei den Verhandlungen über die Mandate zwischen den Hauptmächten von Frankreich zum mindesten bei der Bi 111011 sons eingelcitet. Spanien. Auf Grund der Tätigkeit des Herrn Dr. Be 11 zion in Barcelona erwartet man dort ein Ergebnis von etwa 300 0110 Pesetas. ^Dr. Benzion reiste von Barcelona nach Madrid, wo er zum Vizepräsidenten der neu gegründeten Organisation der sepliardischen Juden ״Casa Universale de los Sephardis“ gewählt wurde. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Scnnor Ignatio Bauer, stellte sich in den Dienst der Keren Hajessod-Aktion. Durch die Bemühungen Dr. Bcnzions wurden die Statuten der Zionistischen Föderation für Spanien und Marokko lega'hicrt. In das Zentralkomitee des Keren Hajesrod für Spanien traten als Sekretäre die Herren Örtcga, Generalsekretär der ״Casa Universaic“, und Ha re wen ein. Es wurden in Madrid bereits namhafte Summen gezeichnet. ßeßarabien. In Kischinew fand die erste Beratuug über die Organisierung der Arbeit für den Keren Hajessod in Bcßarabicn statt. Das Büro bestellt aus den Herren Dr. B c r n s t c i n - K o g a n, Dr. S c b w a r zmann aus London (Odessa) und Cliaim Grünberg, der siel« in den letzten Jahren um die zionistische Arbeit in Südrußland besonders verdient gemacht hat. Das Büro hat seine Arbeit bereits aufgeiiommen, die in allen Schichten des jüdischen Publikums großes Interesse findet Mat» erwartet einen guten Erfolg. Was mit 5 Mill. £ durchgeführt werde! kann In unserer kürzliclien Aufstellung hat sich ein Druckfehler cingcschlichcn. Mit den für den langfristigen Kredit für Häuserbau bestimmten 550 000 £ könnten 10000 Arbeiter (nicht 1000) beschäftigt weiden. Die Arbeit des Mlsrach! in Erez-Israel Interview mit Professor Pick' Herr Professor H. Pick, der Leiter des Büros der Misrachiwc'torganisatism in Jerusalem, der auf seiner Rcis’c nach London in Berlin weilte, hatte die Freundüciikcit, unserem Mitarbeiter über die Lage in Palästina rmd die Tätigkeit des Misrachi eine Reihe von Mitteilungen zu machen. Ueber die Stimmung in Palästina befragt, erklärte Herr Professor Pick folgendes: ״Die Stimmung im Lande ist seit einigen Wochen merklich besser geworden. Besonders durch die Ankunft Wcizmanns und Monds wurden die Gemüter beruhigt und man schöpfte wieder Mut und Vertrauen. Zwar kritisiert der größte Teil des Jischuw noch immer sehr heftig die Tätigkeit und Untätigkeit der Zionistischen Organisation, aber man beginnt die wirtschaftliche Krise als eine Ersehe». 111mg zu verstehen, die heute beinahe in der ganzen Welt auftritt. Eine Lösung erwartet man vor allem vom Keren Hajessod. Man vertraut auf ihn, und dir• Anwesenheit und das Auftreten von Mond hat dieses Vertrauen außerordentlich gestärkt. Mond hat mit einer Bestimmtheit ohnegleichen die Unterstützung der jüdischeu Finanzkreise in Aussicht gestellt und sich nüt starker Zuversicht über die zukünttige Arbeit geäußert. Er ist zweifellos gewöhnt, als englischer Minister scim■ Worte auf die Wagschalc zu legen und ist sich ihrer Tragweite wohl bewußt.“ ״Wie ist jetzt die Stellung des Misrachi zur Zionistischen Organisation lind der Gesamtheit des Jischuw?“ ״Wir halten nach wie vor die Politik für richtig, jeden auf positive Arbeit gerichteten Zusammcnschluß zu unterstützen. Wir sehen die Notwendigkeit der einheitlichen Organisation des jischuw ein und haben daher auch bei der Asscfath iiiwcharim mitgetan, und unsere Vertreter sind in den Waad Lcumi eingetreten. Die Asscfath niweharim hat jedenfalls ein starkes Einhcitsbcwußtscin geschaffen, 90 dal! auch andere Elemente, die nicht mitgcwählt haben, jetzt die Assefah mehr oder weniger anerkennen, und bei einiger Geschicklichkeit ist es zu erzielen, daß bei den nächsten Wahlen bis auf einen ganz kleinen ititransigenten Teil der Orthodoxie alle Kreise sich beteiligen werden,“ ״Wie ist die Zusammenarbeit im Schulwesen?“ ״Wir befinden uns in dem Stadium der Durchführung der Londoner Beschlüsse, die wir nach wie vor für durchführbar halten. Allerdings kann man nach einem knapnen halben Jahre noch kein definitives Urteil fällen Es ist noch nicht gelungen, alle Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen, aber es ist ein ersprießlicher Aus• gang für beide Teile wahrscheinlich. Dem Misrachi unterstehen heule 29 Schulen, von denen nur vier odei fünf schon heute ganz den Anforderungen des Misrachi entsprechen. Das Lehrerseminar des Misrachi entwickelt sich unter der Direktion vonE. M. Lipscliiitz ausgezeichnet und hat etwa 100 Hörer. Die Tachkcmoni-Scluile in Jaffa hat 500 Schüler. Die Talmud-Thora und Jeschibotli wurden zum größten Teil vom Joint unterstützt, und diese Unterstützung dürfte wahrscheinlich nach Auflösung des Joint vom Central Relief Committee, das dein Misrachi überaus nahesteht, übernommen werden.“ ״Hat denn die Agmdas Jisroel kein Schulwesen?“ ״Die Agudas Jisroel unterstützt gewisse Jeschiboth, aber sic hat, soweit mir bekannt ist, selbst kein eigenes Schulwesen. Wenn sie oder ihr nahestehende Gruppen wieder ein Schulwesen machen wollen, werden sie zweite!- los von seiten des Misrachi nicht die geringsten Schwierigkeiten haben, wir sind sogar bereit, ihnen jederzeit diejenigen Schulen .abzutreten, auf die sie glauben Anspruch erheben zu dürfen, wenn sie diese erhalten wollen. Ueberliaupt ist es meiner Meinung nach sicher, daß der Agudas Jisroel, falls sie in Palästina irgend welche Arbeiten unternehmen will, von keiner Seite Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden würden, auch nicht von der Zionistischen Organisation.“ ״Welche Aufgaben hat sich der Misrachi in bezug auf die wirtschaftliche Erschließung d« Lanues gestellt?“ ״Der Misrachi steht jetzt vor allem wir zwei wichtigen Aufgaben: die eine ist die Lösung der Chaluzfrage und die andere ist die Heranziehung des kleinen Mittelstandes, jener Schichten, die sieh allmählich von der alten Orthodoxie ablösen, und denen man wirt• schaftlicli auf die Beine helfen muß. In der Chaluzfragc haben wir jene Chalnzim zu versorgen, die sieh dem Misrachi infolge ihrer religiösen Anschauung zugehörig fühlen und sich bei ihrer Ankunft in Palästina an uns wenden. Ein großer Teil davon sind Mitglieder des Misrachi, während ein anderer Teil aus anderen Gründen, zum Teil auch aus äußeren Gründen zu uns gekommen ist. Die Anfänge einer jüdischen, religiösen, nationalen Arbeitergruppe bereiten sich vor. Ich bin der Ansicht, daß diese Leute sich Innerhalb des Misraclii nach Arbeitergesichtspunkten organisieren sollen. Die Heranziehung des kleinen Mittelstandes ist außerordentlich wichtig. An diese Kreise kommt die Zionistische Organisation nicht heran, wegen der Fülle ihrer Aufgaben. Es sind zum großen Teil Handwerker, die versuchen, stell den neuen Lebcnsverhältnissen anzupassen. Für diese müssen Leihkassen und genossenschaftliche Einrichtungen geschaffen werden. Der Misrachi hat in dieser Richtung schon manche Erfolge aufzuweisen, in Tiberias, Jaffa und anderen Städten bestellen Kassen, die vom Misrachi fundiert sind oder in engem Konnex mit ihm arbeiten. Wir hoffen, daß wir bald Gelegenheit haben werden» ein

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