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Jüdische Rundschau · 1921-02-22 · Heft 15 (22.2.1921) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 15 (22.2.1921)
Date
1921-02-22
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 100 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 15 Es ist leicht, Menschenleben und Institutionen zu ver• nirfren, Es ist leicht, Menschen, die vierzig Jahre ihres Leb־, ns dem Volke ״«opfert lialen, beiseite rt schieben. Respekt vor diesen Menschent Sol:1n״e diese Mlinner mit uns sind, werden sie mit uns arbeiten um!' an' ihren lösten bleiben. (Lauter Ikifali und Rufe ״Jeclsi Ussisch- Lin!•' ״Jeciii wciznmnn!“). Ich habe mich die ganze Zeit bemüht, neue Menschen zu finden; ich habe sic gcfmidui, aber nicht auf Kosten der alten. In unserer Arbeit ist Matz für beide, für die neuen wie für die alten. Sobald wir die neuen zu sehen bekommen, die die Arbeit machen können, werden wir die ersten sein, ihnen den Platz zu räumen. Was ist unser Flau für die nächste Zuknnft? Wir müssen die Vorbedingungen für eine große Ein- Wanderung schaffen. Die Zeit ist kurz und׳ drangt zur Arbeit. Wir dürfen nicht viel Zeit mit Streitigkeilen verlieren. Möglichst schnell müssen wir die Grundlagen für ludustiie und Landwirtschaft legen. Ich freue mich, öffentlich mittcilen zu können, «laß seitens der Regierung alles geschieht, um in allernächster Zutarn ft den Bewässerung*• und E11׳ k t r i f i z ie rnngsplau thirchziiiuhre.!, Aber wir müssen die Ar• beit organisieren und die Mittel f.'mlen,. Audi hierin bin Ich Opümisi. Wir werden die Mittel finden, wir werden an die Türe eines jeden Juden klopfen. Wir werfen uns an alle jüdischen Kreise wenden, Wir werden einen Zustand schaffen, wie er in England während des Kriege* war. Genau so wie man in England Willi• rem!׳ des Krieges jeden verachtete, der kein Khaki trug, m> werden wir jeden Juden fragen: ״Was hast du für dein Volk während unseres Krieges getan?“ Ich bin sicher, daß das Volk seine Antwort erteilen wird. Wir haben auch mit der Regierung über 1 a 11 d - wirtschaftliche Kolonisation verhandelt, und •cli teile mit: Wir heben genügend B icleni wir haben genügend Menschen, wir warten jetzt nur auf die Mitte!. Unsere Arbeit wird die Antwort sei!!. Alfred Mond und seine Freunde werden unsere Finanzen über• wachen. Sie werden die Arbeit organisieren. Unsere Möglichkeiten sind zwar beschrankt, wir sind aber immer noch rcicbcr als einzelne Reich,', unter uns. Unsere Kasse ist das Volk. Icli hörte im Lande manche Klagen. Gewiß ist noch vieles unzureichend. Aber die jetzige Regierung hat noch unter der Erbschaft der alten Regierung zu leiden. Wir haben zum Ob c r ko m ni i ss a r volles! Verhauen und werden ihm durch unsere Arbeit seine Aufgabe erleichtern. Ich weiß, daß Eiez.-Israel und Pa• läsiina noch nicht identisch sind. Wir müssen dafür sorgen, daß Palästina wirklich Ercz-israel, das Land Israels, wird. Wir müssen uns selbst helfen, dadurch werden wir mich «unseren .arabischen Nachbarn helfen. Unsere Nachbarn mögen wissen, daß wir auch nicht auf ein«; ei:1zi״en Punkt unseres Auibntiprogramin* verziemen werden. Wir kennen und schätzen die Gefühle des arabischen Volkes. Aber wenn cs denkt, daß es sich auf unsere Kosten und mit unserem Blut vergrößern wird, dann ist cs in einem großen Irrtum. Wir lassen uns durch die rYohuiigcn ein.׳»,־lner Araber nicht cinschiielilern. Wir glauben an das arabische Volk und haben schon ein• mal friedlich mit ihm zusammengelcbt. Auch in Zu• lamft werden wir friedlich Zusammenleben,;!!her nur «als( selbständiges jüdisches Volk neben dem arabischen Volke, nicht aber innerhalb des arabischen Volkes. Die Fordenn:,eil des arabischen Volkes werden wir berücksic!;!;״e!1, nicht aber die der levantinischcn Hetzgcsellsei mit. 'Venn einst die Geschichte unserer Zeit von ß a 1 ז o u r b i s S a m u e 1 g e s c h r i e b e!1 w i r d, ,׳•ir.l!!:an vielleicht von uns sagen, daß wir keine 11er• ■>or.,!;;v!ideu Persönlichkeiten waren. Wir standen aber m einer schweren Zeit und haben alle Gcburtswehen der Erlösun!: zu erdulden gehabt.“ Die R׳,!de wurde mehrmals durch Beifallsaußmmgen unterbrochen. Alsdann ergriff U ss i s e h k i n das Wort. w»r der! n Das Schlußwort Usslsehkfns U ss is cli kin vergleicht diu Abschied-,feie!׳ mit der, die vor zehn Monaten st.iUgcfuirJen hatte und spricht aber die Ereignisse dieser zehn Monate. Manchmal zweifelte er daran, ob Weizmam! .noch derselbe ge• blieben war, als den er ihn wahrend der jahrzehntelangen zionistischen Arbeit kernten gelernt halte. Er war he• ivit, nötigenfalls ihn zu bekämpfen, falls es sich her• aus.lellcn sollte, daß Wci/maim dem transatlantischen Einfluß erlegen wäre. Er freut sich, daß W ci /.manu noch der Alte ge blieben ist und die alte zionisliseke Schulung nicht verkennen läßt. Auch Mond .;e:p!über hat er Befürchtungen gehegt. Der ganze Aufbau Palästinas seinen Händen auvcrlraut. Wer weiß, ob er nicht ׳illcn Schule entgegenarbeiten wird, ״einer Rede zeigt jedoch der prakrische und erfahrene Mond, welch tiefes Ver• stäudnis er unserer Kulturarbeit entge ge n bringt. Tatsächlich verhält cs sich so, daß alle u;e, die für die Kultur eintreten, seit Jahr und ' :G *«•י für die praktische Arbeit in Palästina waren, •",■י Lertecntcr der praktischen Schule haben uns vor■!.•«׳!יו: noch keine praktischen Tatsachen gezeigt Man S oCht.1 ׳um5. v״״ ,?'■[ Privatinitiative. Baron M,d«kl hat in Palästina Millionen investiert, ohne tu'' .*־״" Gpchafte zu machen. Wer nur Geschäfte -,W*r r"dn '11,A'c^ndrien bessere Geschäfte, ‘ל?,"‘ a)' f:,J*- / * alestiiia-Oi'-Co. ihre Fabrik statt ir AUit!n A1ex»11dr1c11 eröffnet Hier stehen wir vor einci riesigen Volksarbcit, imd in diesem Geiste muf t,cr״ Aufbau durchgcfuhrt werden. Auch Mond wil ü! Enalind tlic Vvird cr bcsst': tvu^wz—, *Rcdcn ״״»rer Gäste warei hart! eine Tat. Wir können unseren Aufbau ver trauensvoll m die Hand« von Mond legen. Unter großen Ovationen und den Klängen de Hotikwah wurde die Vemtntnhing geschlossen. Dir türkische Fricdcnsvcrtrag und die Mandate (Von unserem londoner Korrespondenten.) London, 17. Februar 1021. Am zweiten Tag der Parlamcntsdebattc stellte im Unterhaus Sir F. J o i 11 so n Hicks, ein Mitglied der Regiermigskoaütion, die Anfrage, ob das Mandat für Mesopotamien dein Hause imterbi eitet werde und ver• langt, daß es nicht vor seiner Billigung durch das englisclie Parlament dem Völkerbund vorgelegt würde. Bonar Law antwortete für die Regierung, daß der Fricdcnsvcrtrag bestimmt habe, daß die Mandate zuerst dem Vö 1 k c r b u 11 d e vorgefegt werden müssen und daß die englische Regierung sich an diese Bestimmung halte; auf die weitere Anfrage, ob denn die Regierung beabsichtige, das Land in dauernde Ausgaben zu stürzen, ohne die Zustimmung des Parlaments sich vorher gesichert zu haben, gab der Sprecher der Regienmg die Erklärung ab, das Parlament habe die notigen Ausgaben schon durch die Annahme des Mandats auf sich genommen, ״die Bedingungen des Mandats sind nicht so wichtig wie seine Annahme“. Wenn jedes Parlament die Mamlalshcstimnuingen dis• kotieren wollte, statt die Entscheidungen dem Volker* bmtde zu überlassen, so wäre der Völkerbund nutzlos und könnte seine Funktionen nicht ausüben, wein nachher noch das Parlament eines Staates einen Teil des von dem Völkerbund genehmigten Mandates verwerfen könnte. Lord Robert Cecil griff hierauf mit der Frage ein, ob nicht das Mandat schon dem Rate des Völkerbundes in Genf vorgc'.cgt worden sei, Bonar Law erwiderte hierauf, daß dies seiner luforniaiion nach nicht zutreffc; er wolle aber die Angelegen• heit weiter untersuchen, und wenn cs möglich sei, für die Veröffcntiichu n g des M a n d a t s sorgen. Diese interessanten Erklärungen bezogen sich zuniielist nur auf das Mandat für Mesopotamien, gelten natürlich in ihrer formalen Seite auch für das P a 1 ii s t i n a Mandat. Daß das Palästina-Mandat nicht gleichzeitig erwähnt wurde, Hißt sich wahrscheinlich darauf zurüekführen, daß das englische Parlament von der Ucbernahmo des Mandats für Palästina nicht solche Ausgaben wie in dem Falle von Atesopotamien zu bcfürchten hat. Die Auseinandersetzung zeigt auch, daß Regierung und Parlament die Mandate für noch nicht veröffentlicht halten, obzwar sie schon durch die Presse bckanntgemaciit wurden. Diese inoffizielle Bekanntmaclumg wird ignoriert und kann natürlich nicht die Grundlage von Verhandlungen im Parlament sein. Lord Robert Cecil bat in seiner Aiifrage darauf hingewiesen, daß das Mandat doch schon dem 'Völkerbundrat in Genf /!!gegangen sei. Er ist mit seiner Annahme im Recht, aber auch der Rcgierungsvertreter kann seiner• seits behaupten, daß dies nicht eigentlich der Fall sei. Der Sachverhalt ist nämlich der, daß zwar die Mandat• entwürfe von der englischen Regierung dem Rate des Völkerbundes übermittelt wurden, aber der Rat des Völkerbundes hat es, soviel bekannt ist, abgelehnt, sie formell zur Beratung und Beschlußfassung zu stellen, so lauge der türkische Fricdcnsvcrtrag■ nicht ratiii• ziert sei. Die englische Regierung hat sich daher bisher auf den .Standpunkt gestellt, daß sie eine Veröffentlichung der Entwürfe nicht vornehmen könne, solange der Rat des Völkerbundes nicht die Entwürfe formell beraten und gebilligt habe. Es ist aber, wie sich aus der Antwort von Bonar Law ergibt, nicht ausgeschlossen, daß die Regierung diesen Standpunkt revidiert, wozu wahr* sciieinlicli auch der Umstand beitragen dürfte, daß die Mandate inzwischen auf unaufgeklärte Weise in die Oeffentiiclikeit gelangt sind. Andererseits ist es aller• dings wahrscheinlich, daß die Regierung eine Debatte über die Mandate unter dem Hinweis darauf ablehnen dürfte, daß vielleicht ein IJebereiiikominen mit den Griechen und Türken so nahe bevorstündc, daß hierauf eine unverzügliche Ratifizierung des türkischen Eric• densvortrages vorgenommen werden könne, Wäre dies der Fall, so könnte auch der Rat des Völkerbundes einen endgültigen Beschluß über die Mandate fassen, und dann würden die Mandate in Kraft treten und könnten den interessierten Parlamenten zur Besprechung vorgelegt werden. Inzwischen hat sich über die Frage der Ratifizierung des türkischen Fri ■d׳ensvcrtragcs eine Zeitungspolemik zwischen der englischen und französischen Presse entspönnen. Der ״Tuinps“ vom 10. Februar lenkt die Auf• merksamkeit auf eine Erklärung des diplomatischen Korrespondenten des ״Daily Telegraph“ vom 15. Februar, daß Italien den Vertrag von Sevres durch ein königliches Dekret ratifiziert habe. Der ״Tcmps“ fragt, ob diese Erklärung richtig sei und fügt hinzu: ״Wir zögern trotz alledem, dieser Erklärung Glauben zu schenken, da wir sehen, daß gerade jetzt ein türkischer Kongreß in Rom abgcha'.tcn wurde und daß die Türken von Angora in einem italienischen Schiff nach Europa kommen“. Der ״Temps“ zweifelt auch daran, daß Großbritannien bereit sein sollte, den Vertrag von Sevres in seiner gegenwärtigen Fonn zu ratifizieren und erklärt, vom französischen Standpunkt aus gegenwärtig solche hypothetische Annahmen, wie sic im ״Daily Telegraph" von einem diplomatischen Korrespondenten angeregt worden seien, nicht diskutieren zu wollen. Diese hypothetischen Annahmen aus englischer Quelle sprechen von einer Ratifizierung des Vertrages von Sevres durch England, Italien und Japan, die zu einer Ratifizierung durch den Sultan und zum Inkrafttreten des Vertrages ohne Billigung des französischen Pariamentes führen würden. Aber die französische Zeitung macht die französische Regierung darauf aufmerksam, daß diese sich eventuell werde entscheiden müssen, <* sie größere oder kleinere Modifikationen des Vertrag wählen und sich an der Ratifizierung des Vertrag beteiligen solle «oder ob Frankreich an der RatifL zienuig des Vertrages sich wirklich nicht beteilig solle. Es ist kaum anzunchmen, daß die französische Re. gierimg angesichts einer solchen Situation wirklich in. t r a n s l n g c n t Verhandlungen über Modifikationen de* türkischen Vertrages ab'.ehncn und auf der vollständige, Revision des Vertrages bestehen sollte, da sonst tat. sächlich die Situation entstehen könnte, daß der Friedensvertrag ohne die Beteiligung Frankreichs in Kraft treten und daß dann unter anderem Frankreich zur gleichen Zeit wie England in die Lage käme, Mandat über Syrien völkerrechtlich in Kraft tnte, zu lassen. Die hypothetischen Kombinationen des diplomst!, scheu Gewährsmannes des ״Daily Telegraph“ haben daher wohl den Zweck gehabt zu erreichen, der Iran, zösisclicn Regierung iiahe/ulegcn, ihrerseits dafür zu sorgen, daß das Inkrafttreten des türkischen Vertrages nicht weiter lünausgcscl'oben werde. Es ergibt sich so die Möglichkeit, daß im Laufe der nächsten Woche, da der Oberste Rat der Alliierten und die Konferenz mit den Türken und Griechen in London und der Rat des Völkerbundes in Paris tagen, die definitive Erledigung des Palästinamandates erfolge. Die nächste Woche kann so für Palästina und den Zionismus historische Bedeutung bekommen. Es jiihrt sich zum zweitenmal der Tag, da Weizmann, Sokolow und Ussischkin vor die Pariser Friedenskonferenz traten. Es wäre möglich, daß die definitive Erledigung des Palästina• mamiats genau zwei Jahre später erfolgt. Die englischen Anil-Zionlslen und das Mandat Bereitschaft zur Mitarbeit für den Auf. bau P a 1 ä s t i n a s. Das Organ der englischen Antizionisten und Sprach• rohr der ״Lcague of British Jews“, der ״Jewish Guar• dian“ knüpft an die Veröffentlichung des Mandats eine Reihe sehr bezeichnender und mit Rücksicht auf die Stellung der Zeitschrift sicherlich sehr bedeutsamer Bcmerkungen. Die historische Bedeutung des Mandats für das jüdische Volk wird anerkannt und der große Erfolg der Zionistischen Organisation, insbesondere Dr, Wc i z m a n n s und Nachum S o k o! o w s, rückhaltlos zugegeben. Der Zionistisch«! Organisation sei anläßlich des erreichten Erfolges Glück zu wünschen, und es müsse ausgesprochen werden, daß angesichts der ge• schafJenen Situation ^Jie Juden aller Anschauu’n. gen sic 11 mit den Zionisten zu gemein• sanier Arbeit vereinigen müssen. Der ״Jcwisli Guardian“ wendet sich ausdrücklich gegen eine Bemerkung der antisemitischen ״A10rni1!g. Post“, welche die Vermutung ausgesprochen hat, die Veröffentlichung des Mandats werde de Gegensätze im Judentum verschärfen. Das Organ der Antizionisten erklärt wörtlich: ״Diese Anschauung steht voll und;:;atz im Gegen* satz zu der unsrigen, und wir werden, soweit unser Ein• fluß reicht, alles tun, was in unserer Kraft steht, am durch die Tat zu zeigen, daß sie falsch ist. Wir be• grüßen den Mandatvntvvurf mit seinen Versprechungen, seinen Sicherungen und seinen Durchfüliningsbestimmungen als eine ungeheure Gelegenheit für alle Juden, zusammenzuarbeiten für jüdische Ziele.“ Im übrigen erklärt das nichtzionisiische Organ, daß natürlich die britischen Juden insbesondere alles tun müssen, um ihre Pflicht gegenüber der großen gemein• samen jüdischen Aufgabe zu erfüllen. ״Das tfcislijre Uganda“ Auf der in Jaffa unter Teilnahme von Wei zm a 11 n, Ussischkin und Dr. Lurie stattgefund.mn Sitzung der Zentrale des Waad hachinuch gab der Vorsitzende Dr. Mos sin soh n der allgemeinen Erbitterung der Lehrer Ausdruck, über die große Gleichgültigkeit dar zionistischen Kommission (Simon, de Ltenu1 ־!tvd Szold) gegenüber den kulturellen Fragen im Lande. Y eil in führte aus, daß sich die Zionistische Organisation abrolut nicht der Erziehungsarbeit in Palästina entziehen köiu.e, habe ja selbst die Regierung die Erziehung in ihr Tätigkeitsgebiet eingezogen. Rabbiner Fi sh man erklärte, daß, wenn die Erzk'lnmgsfragen nicht mehr in das Tätigkeitsgebiet der Zionistischen Organisation fallen werden, werde der Misrachi auf diesem Gebiete zusammen mit der Agudas Jisroel vorgclicii. Weizmann erwiderte: Vor wem wollt Ihr cigcotlieh Eure Erbitterung Vorbringen und wett beeinflussen? Wißt Ihr nicht, daß ich seit meiner Jugend einen Kampf für die Kultur führe? Nur dank der Kultur• arbeit sind wir zur jetzigen großen poDtischen Bedeutung gelangt. Zwischen lmmi* gration und Erziehung braucht es keine Konkurrenz zu geben. Die Kommission hätte die Erziehungsfragen nicht berühren sollen. Es gibt allerdings Leute in unserer Bewegung, die, wie vor ungefähr zehn Jahren, vor einem neuen Ugandaproblem, einem geistigen, stehen, Us s i s c h k i n erklärte, daß cr sich über diese Aufklärung freue, da cs im Lande ein Häuflein Leute gäbe, die die Atmosphäre vergiften. Ungerechtfertigter Weise habe man die Leitung für die Sünden der Kommission verantwortlich gemacht. Nur ein kleiner Teil der Exekutive ist gegen uns, und da der Partei Präsident mit uns ist, hoffen wir auf den Sieg. f

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