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Jüdische Rundschau · 1921-02-15 · Heft 13 (15.2.1921) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 13 (15.2.1921)
Date
1921-02-15
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Seite 87 | ¬ז¬ 1t-! n;• er ' I ׳ ' 4v W * ־,f 1; ז -! <8 hr. B- B- B: t- S le 31 a. 31 1m 1t- D 11 a. in nit »• er tr ya He »r- In eil Jean PS kn «r nr ioel >ket, 1er ere“ Äh er- Bl. 1!tat md em :ist der das en- In 1er- «kr ait? Roicht ten nas X*r 2en end kdit l^ac Nr. 13 JÜED1SCHE RUNDSCHAU East, und das ist vielleicht gerade in Zusammenhang mit der Balfourschen Deklaration zu bringen. Das ist eben das Geheimnis der englischen Politik, Ein Märchen ist aucli die Behauptung, die Unzufriedenheit der arabisehen Bevölkerung Palästinas sei durch das Mandat hervorgerufen. Weit größere und gefährlichere Unruhen hat England in Aegypten, Mesopotamien, Indien und Irland, sowie Frankreich in Syrien zu unterdrücken, die doch gewiß nichts mit dem Zionismus zu tun haben. Der Zionismus dient nur gewissen Kreisen in London und hierzulande als ein Vorwand, um die eigentliche Quelle der Unzufriedenheit zu verbergen. Aus der Uebcrnähme des Mandates erwachsen England keine besonderen Ausgaben, im Gegenteil, dank der jüdischen Hilfe wird sich das Land schnell zu einem Kulturland entwickeln, das, von einem loyaler» und wohlwollend gesinnten Volke bewohnt, den Unterhalt der Armee bedeutend verbilligen wird. Das waren die Ideen, die einem weitsichtigen Politiker wie Balfour bei der zionistischen Orientierung vorgeschwebt haben. Die zionistische Politik Englands liegt im Bereiche seiner allgemeinen Politik und ist nur aus derselben zu verstellen. Erfüllt England ehrlich das übernommene Mandat und hilft dem jüdischen Volke, Palästina zu besiedeln, dann wird es seine Garnison in Palästina reduzieren können und den englischen Steuerzahler von übermäßigen Lasten befreien. 6rc! ־ Jsrael Vom Advisory Council Auf der letzten Tagung des Advisory Council wurde eine Reihe von wichtigen wirtschaftlichen Fragen l>e* sprechen. So vor allem die zum Teil bereits eiligetretenen Preisherabsetzungen der wichtigsten Bedarfsartikel. Die Einführung von Ochsen aus dem Sudan sei fast sicher. Durch Einführung von Pctrolzistcriien und Anschaffung kleiner Handwagen zur Naphta-Vcrteilung hoffe man den Preis um 20 Prozent zu ermäßigen. Der Oberkoiiuniss.ir teilte mit, daß das Tabakmonopol aufgehoben worden sei, womit der Vertrag mit der französischen Regie Verwaltung hinfällig geworden sei. Der Entwicklung der' Zigarettcniiidustric stehen also keine Hindernisse mehr im Wege. Auf der dritten Sitzung wurde die Frage der Gebührenfestsetzung für einlaufende Schiffe behandelt, in der vierten, auf Aufforderung Samuels, vom Leiter der landwirtschaftlichen Abteilung ein landwirtschaftliches Expose verlesen. Lauduirtscliaftskammern sollen gegründet werden. Der üerichtssekrctiir teilt mit, «fall die Verordnung über die Städtebaupläne, die der britischen Regierung vorgclcgt worden war, mit einigen mir kleinen Aenderuugen genehmigt worden sei. Die Festsetzung der Tabaksteuer wurde wegen noch nötiger Vor- Studien für die nächste Tagung verschoben. Der Direktor für öffentliche Arbeiten Generalmajor Grant wurde zum Direktor für öffentliche Arbeiten ernannt. Er wird die zivilen und militärischen öffentlichen Arbeiten kontrollieren, für die jetzt ein großes Programm vorbereitet wird. Die Arbeiterbank ln Palästina soll demnächst die erste jüdische Arbeiterbank eröffnet werden, als eine der ersten Unternelmumgen, die von der ' unlängst in Palästina gewesenen zionistischen Kommission organisiert wurde. Erez־Israe! für rituelle Küchen Jerusalem. Das Präsidium des Waad leumi richtete einen Brief an die Leitung der Achduth-Haawodah-Küche, in dem sie ersucht wird, gemäß dem Beschlüsse der zweiten Sitzung des Waad leumi, die Küche rituell zu führen. Ferner schreibt das Präsidium, daß es mit dem Waad hair Fühlung genommen hat, eine Genossenschaftsmetzgerei zu eröffnen, um der Küche koscheres Fleisch zu billigen Preisen liefern zu können. Ein Geschenk der jüdischen Gemeinde Roms an das Museum des Bezalel Professor Ansclmo Colombo, der Palästina besuchte und die Botschaft Luigi Luzzattis an die Arbeiter- \ schaft Palästinas überbracht hatte, überreichte dem Be- י zale! ein sehr wertvolles antikes Thoramäntelchen, das | die jüdische Gemeinde von Rom dem Kunstgewerbe-! museum an der Kunstgewerbcschule Bezalel als Gci schenk sandte. Im neuen Tempel in Rom sind sehr f wertvolle antike Kulturgegenstände aufgestapett, die aus allen bei dem Bau des neuen Stadtteils in Rom zerstörten Synagogen dorthin geschafft wurden. Es ist ein wahrer Schatz an jüdischer Kunst versdiiedener Jahrhunderte und verschiedener Stilarten.. Diese Schätze werden in der Synagoge in Kisten und eisernen Schränken aufbewahrt, ohne daß sie jemand zu Gesicht bekommt. Als Boris Schatz, der Leiter des Bezalel, während seiner Anwesenheit in Rom diese Schätze gesehen hatte, äußerte er den Wunsch, man | j möchte sie in den Räumen des Bezalel ausstellcn, jt u,.mit sie bei der Schaffung des neuen jüdischen Stils ] uno bei der Wiederbelebung unserer neuen jüdischen 1 Kunst verwertet werden. Die jüdische Gemeinde ver- | »pneh, diesen Vorschlag in Erwägung zu ziehen, und als Resultat dieser Verhandlungen wurde dieses Ge- י schenk als die erste Sendung nach Palästina! gebracht. ’ Dem Geschenk lag ein hebräisches Schreiben des Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde von Rom, Signore Mordechai Serini, bei. . ״ ו 4 Von der jüdischen Natioualbibliothek in Jerusalem ן im Laufe der letzten zwei Monate sind der Bibliothek 1 ÜSü Bücher, 130 Dokumente und 6 Hand- 1 Schriften geschcnkvvcisc zugegangen. Unter den j Spendern sind zu erwähnen: Elkan Adler, American Jewish Congrcß, Norman Bentwich, Efraim Deinard, 1 Verlag Gesellschaft und Erziehung, Jüdischer Verla«׳; (Alle Publikationen der Kriegszeit), Verlag I. Kaufmann-; Frankfurt. Ürei-Masken-Verlag, Verlag Neue Erde, Hebrcw Publishing Company, A. Asriel (6 Handschriften, die durch ihr hohes Alter, zirka 500 Jahre, besonders wertvoll sind), Central Zionist Office, London, Comite des deKgations juives Colm-Portheim, Oberrabbiner M. Ehrenpreis Mary Fels, Jacob Fiehmann. Oberrabbiner Kuck, Rob, Nechcs, Rabb. Siewitz, Ministerium für | öffentliche Arbeiten Mexico, Verlag Rowohlt, Radler- ן Eeldmann, de Sola-Pool, Andre Spire, Union pour Ia j Vcrite, Volksvcrbaud der Juden für die Slowakei. Für S die Popularität der Bibliothek spricht «1er Umstand, dab viele neue Einwanderer Bücher aus ihrer Heimat mitbringen. So brachte der Chaluz Schcriva wertvolle russische Neuerscheinungen der letzten Zeit, Herr Ziziaschwili zionistische Literatur in grusinischer Sprache. Anklagen gegen die A. M. U. Hadnssah ״Hator“, die 111 israchistisclie Zeitung JcrusaScms, veröffentlicht einen stark kritischen Artikel über die amerikanisch-medizinische Gesellschaft (A. M, U.) ״HadassaJi‘׳ in Palästina, dem wir nachstehende Ab- : schnitte entnehmen: Die ״Hadassah“ hat cs erlebt, daß man sich in der letzten Zeit mündlich und schriftlich mit üir sehr eiagehend beschäftigt. Der Höhepunkt ihrer Tätigkeit war die Schließung des von Nathan Strauß begründeten Gesundheilsinstitutes in Jerusalem. Die ״Hadassah“ war immer schon ein Rätsel. Auf allen Schilder» und Inschriften der ״Hadassah‘'-Stationen prangte stolz inmitten des Magen David das große ״A“ — Amerika, als Wahrzeichen der Unabhängigkeit und Selbständigkeit der amerikanischen ״Hadassah“. Da «loch der größte Teil des Budgets der Zionistischen Organ»- sation ebenfalls von Amerika gedeckt wird, so war cs nicht recht verständlich, warum gerade dieses Institut mir von New York abhängig bleibt und nicht ebenfalls zugleich mit anderen Instituten London unterstellt wird. Die Selbständigkeit der ״Hadassali“ ist nur im Zusam* inenbang mit dem Verhalten der Zionistischen Organssatiou von Amerika nt verstehen. Es ist ein Mißtrauens- Votum der Weltorganisation gegenüber. in iiircr Tätigkeit zeigte die ״Hadassah“ keine Spur von nationalem Schwung, kein Bestreben, das Land planmäßig zu sanieren. Sie beschränkte sich auf medizinische Hilfe für die ״armen'׳ Palästinenser, und diese Beziehung von oben herab kommt auf jedem Schritt und Tritt deutlich zum Ausdruck. Der Jischuw mißtraut der ״Hadassah“. Der Jischuw liat zu den lokalen Aerzten größeres Vertrauen, die mit ihm ins Land kamen und mit ihm zusammen die Stunden dir Not und der Hoffnung durchgemacht haben. Der Jischuw betrachtet die ״Hadassah“ als ein philantropisches Luxusunternchmeii, das auch jetzt während der Krisis von den mittleren Bevölkerungsschichten fünf Piaster für einen Besuch verlangt. Die ״Hadassah“ hat es soweit gebracht, daß manche sanitäre Institute, die ihr Budget fast vollständig durch lokale Mittel gedeckt hatten, ihren Betrieb schließen mußten. Die zionistische Kommission, die neulich Palästina besucht hat, hat überall Fehler gefunden, und alte Budgets gekürzt. Die Erziehungsarbeit z. B. hielt sie für überflüssig. Nur das ״Hadassah“-Budget blieb unberührt, nur in der ״Hadassah“ fand man keinen einzigen Felder. Der Jischuw verlangt die Uebcrgabe der ״H a d a s s a h“ - V e r w a 11 u n g in die Hände des Waad leumi. Man hofft, durch die Anstellung von bei dem Jischuw beliebtem und billigerem Sanitätspersonal, statt der teuren Amerikaner, große Summen zu ersparen und in die Arbeit großzügigere Gesichtspunkte der zukünftigen Sanierung des Landes hineinzubringen. Alle Einwände des Jischuw blieben aber bis jetzt von der amerikanischen Verwaltung unberücksichligt. Tintenfabrik in Jerusalem. Der aus der Krim nach Palästina eingevvanderte Tintenfabrikant Elchanan Brüll hat in Jerusalem eine Tintenfabrik ״Chilason“ eröffnet. Hebräische Stenographie, ln der Sitzung des Waad leumi vom 26. Januar und in der Sitzung der Lehrervereinigung wurde zum ersten Male die hebräische Stenographie angewandt. Die genauen Protokolle wurden von Stenographistinnen aufgenommen, welche Schülerinnen des Erfinders des heoräisclicn Stenographiesystems, Herrn Temes, waren, dessen Lehrbuch der Stenographie wir vor kurzem angekündigt haben. ״Haarez“. Die erste Nummer der von uns bereits angekündigten Kinderwochenschrift in Jerusalem, ״Haarcz“, die vom Verlag der Tageszeitung ״Haarez“ herausgegeben wird, ist erschienen. Sie enthält Beiträge von Fiehmann, Ben-Zion, Brach, Asch, sowie Ucbcrsctzuugcn von Tolstoi und Ana toi France. Französische Ausgrabungen In Palästina. ״Haarcz“ teilt mit, daß m der Umgebung des französisehen Frauenklosters in der Nähe des Dorfes Abu- Gosch bei Jerusalem seitens der Franzosen während des ganzen Winters Ausgrabungen vorgenommen wurden, hei denen viele wertvolle Funde gemacht worden sind. Die Ausgrabungen werden geheim gehalten. Zwanzig Meter rings um die Ausgrabungen ist alles abgesperrt. Telegraphenbau. Die Poale-Zion-Orgamsation m Palästina schloß mit der Regierung einen Vertrag ab, wonach sie den Bau einer Telegraphenhnie übernommen hat. Auf dieser Linie waren bis jetzt 300 ägyptische Arbeiter beschäftigt. Choreographische Studien ln Palästina. Wie wir aus palästinensischen Zeitunganseraten entnehmen, wurden In Jerusalem Kurse für plastische Tänze von Herrn Agadati eröffnet. Besondere Gruppen sind für Kinder, Kindergärtnerinnen und Lehrer eröffnet. Oie Einwanderangsbiil vor dem amerikanischen Senat New York, 10. Februar. Die Einwanderungskommission des Senates hat der Johnson-Biß, die ein Verbot der Einwanderung, außer für nahe Verwandte, für die Dauer eines Jahres be׳weckte, nicht ziigestimmt und schlägt vor, daß, konfonn 0;:m Vorschläge Diüngham, ab 1. April die Einwanderung aus den verschiedenen fremden Staaten zahlenmäßig beschränkt werde, und zwar mit 5 Prozent der in Amerika bereits sich befindenden Angehörigen dirser einzelnen Staaten. Die gepanzerte Faust Von Berthold Cohn-Vossen*). Mau sagt mir, Jabotinsky sei ein hinreißender Redner; ich glaube es gern. Er muß einen wahrhaft hypnotischen Einfluß auf seine Berliner Zuhörer ausgeübt haben, sonst wäre die lammfromme Diskussion unbegreiflich, die seiner Militärrede nachgeplätschert ist. Der Zionismus soll seine Menschen und sein Geld hergeben, um - unsere erste Kulturtat in Erez- Israel! — ein von englischen Offizieren befehligtes Judcnheer unter Ausschluß der Araber aufzustellen. Welchen Zweck soll das Heer haben V Natürlich einen friedlichen •Zweck wie jedes Heer. Si vis pacem, para bellum! Der jüdische Soldat ist zwar im Bedarfsfälle ein Heid, sonst aber die verkörperte Sanftmut und Sittsamkeit. Die Araber haben keinen Grund zur Beunruhigung. Sie können das Heer einfadi ignorieren. Ist es wirklich denkbar, daß ein Mensch, daß ein deutscher Jude nach den Erlebnissen der letzten Jahre derartige Redensarten immer noch anhören kann, ohne zu lachen oder sich zu empören? Kann ein ernsthafter Mensch bezweifeln, daß die bloße Aufstellung dieses Heeres automatisch, mechanisch in jedem Araber einen leidenschaftlichen, nachhaltigen Haß gegen uns auslösen muß, daß man im letzten Beduinendorf diesseits und jenseits der französischen Grenze Waffen sammeln wird gegen die stammverwandten Eindringlinge, deren erster Gruß die Drohung mit der ,ge* panzerten Faust“ ist? ״Wer «las Heer hat, der hat die Macht.*‘ Wahrhaftig, aus jüdischem Geist ist dieser ebenso böse wie dumme Gedanke nicht geboren. Wenn wir schon allesamt Assimilantcn sind und keinen sittlichen Widerstand gegen die Phrasen eines in Europa bereits veralteten Militarismus aufbringen können, so sollten wir wenigstens durch die Erfahrungen unserer Wirtsvölker klug geworden sein, Haben wir immer noch nicht gelernt, daß man sich heutzutage mit Waffengewalt nur vorübergehend, aber nicht auf die Dauer Macht über eine fremde Bevölkerung verschaffen kann? Wir wollten doch Erez-Israel für die Dauer begründen. Aber jene militaristische Scheinwahrheit paßt nicht einmal auf den vorliegenden Fall. Wer würde nach Jabotinskys Meinung ״die Macht haben“, wenn das englisch geführte Judcnheer aufgestellt würde? Die Engländer oder die Juden? England, das mächtigste Volk der Erde, hat ״die Macht“, auch ohne Jabotinskys Fremdenlegion. Und wenn England etwa einmal aufhöreu sollte, ״die Macht zu haben“, würden wir Juden sie dann besitzen mit Jabotinskys Heer? Es gibt heute Waffenfabriken auf der ganzen Welt; die Fabi kanten sind ״streng neutral“; sie würden ihre Waren mit Vergnügen auch an die Araber absetzen. Würde nicht unfehlbar — selbst bei guter Besiedlung Palästinas — der erste Ansturm eines feindlichen Groß- Arabiens unsere gesamte Armee nebst Zivilbevölkerung ins Meer schwemmen trotz unserer Heldenhaftigkeit und unserer Maschinengewehre? ״Wir sind England gegenüber dazu verpflichtet, den Waffenschutz der jüdisch-nationalen Heimstätte selbst zu übernehmen.“ Ich bitte, bei Bemessung unserer Pflichten -- wie dies vernünftigerweise auch bei der Bemessung unserer Rechte geschieht — zwischen dem englischen und dem jüdischen Palästina wohl zu unterscheiden. Für England ist Palästina, abgesehen von seinem handelspolitischen Zukunftswert, das nördliche Festungswerk über dem Suezkana!, ein strategisches Ausfatlstor, von wo aus Truppen nach Aegypten, nach dem Kanal, in den breiten Korridor zwischen Afrika und lnncrasien geworfen werden können. Ob England im Interesse seiner Großmachtspolitik, die uns nichts angeht, Truppen in Palästina zu konzentrieren wünscht, ist Englands Sache; wir haben kein Widerspruchsrecht. Stellt England eine palästinensische Kolonialtruppe auf, so mögen neben arabischen Freiwilligen auch Juden, die nichts Besseres zu tun haben, die Uniform anziehen! Sie müssen freilich damit rechnen, gelegentlich in Aegypten oder gegen Afghanistan verwendet zu werden, aber ein ehrlicher Soldat fragt nicht danach, gegen wen er schießen soll, und auch Jabotinskys Judcnheer könnte ja von seinen englischen Leitern zu jeder beliebigen Unternehmung kommandiert werden — und würde natürlich im Bedarfsfälle dazu kommandiert werden —, ohne daß Jabotinsky ״die Macht hätte“, das zu verhindem. Daß England ohne die jüdische Fremdenlegion *) Wir geben nach dem Grundsatz freier Diskussion dem nachfolgenden Artikel Raum, obwohl er unseres Erachtens nicht alle von Jabotinsky vorgebrachten Argumente voll würdigt — Die Red.

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