Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 6 (21.1.1921)
- Date
- 1921-01-21
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 36 Deutschland Religionswissenschaft und Zionismus Am 17. Januar hielt Professor W. Stacrck aus Jena an der Berliner Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums einen Vortrag über ״Das religiöse Pro- Wem des Judentums“. Der Redner, der selbst zugestnwl, als christlicher Rcligionshistorikcr nur approximative Ergehnisse bieten, in die letzten Tiefen der jüdischen Religion überhaupt nicht eimlriugen zu können, beschaftiglc sieh vorwiegend mit der Religiousstiftimg Moses, wobei er sieli im allgemeinen an die etwa von Kittel vertretene Richtung anschloß, Moses' Personlichkeit, au deren Geschichtlichkeit nicht zu zweifeln ist, hat gleichzeitig eine nationale und religiöse Netigriinduug vollbracht. Von hier beginnt schon der Kamp( zwischen der geistigen Idee und der historisch-politischen Form, ein Kampf, der den eigentlichen Inhalt der israelitischen Geschichte bildet. Stacrck charakterisierte eingehend die mosaische Religion, die er gegen die frühere und spätere Entwicklung ahzugrenzeii versuchte; die Religion des Moses war eine sittliche Willcnsreligkm, frei von jeder Myslifc, notwendigerweise exklusiv; und der Bund mit Israel bedeutet nicht eine nationale lieschränkuug im antiken Sinne, solidem das psychologisch• historische Mittel zur Durchsetzung der sittlichen Auf• gäbe. Das grolle Tragische in dieser geistigen Bewegung ist der Widerspruch zwischen dem materiellen und dem geistigen Prinzip in der Geschichte. In der Idee der neuen Religion lag es, dali das Materielle dem geistigen Prinzip dienen soll; doch mit der Selihaftwerduug des Volkes und mit der Begründung seiner politischen Macht überwucherte das nationalpolitischc Bcwußtwin, und der Gott des Moses wurde schlieiilich uufgcfnlU als der Garant für die materielle Krafi des Volkes, bis wieder Propheten die sittliche Idee dem materiellen Trieb ent• gegenset/.ten. In diesem Spaimtingsviriiältuis zwischen ״Mcssianis• mus“ einers.it•, und ״Rintulismus und Zionismus“ au• dcrcrseils sieht der Redner die Polarität des Judentums. Mit bewundernswerter l.eiehtigkeit machte er einen Sprung durch die Jahrtausende und landete plöt/lieh in der politischen Gegenwart. Er wirft die i־'ragc auf, ob diese Spannung noch heute vorhanden ist und kommt zu lolgendciii Ergebnis: Die erwähnte Polariiät hat durch die Geschichte des Judentums hindurch ihre eigenriimliche Dynamik je nach der Kultur, in welcher das Judentum lebt. Das Judentum neigt zu Ritualismus um! Zioni-oms dort, wo Israel sich einer niederen Kultur gegemihei'sieht, dagegen siegt der Messiamonus dort, wo das Judentum in einer höheren Kultur steht und zumal in einer Kultur, die in ihren geistesgesehichllieheu Grundlagen dem Judentum verwandt ist, wie dies etwa beim deutschen Idealismus der Falt ist. Deshalb, so schließt Professor Stacrck, ist die ziouistiselu: Idee für die deutschen Juden unannehmbar, auch deswegen, Weil der Zionismus die Juden in eine Verstrickung mit den politischen Mächten der Welt bringt. Nur für den Osten hat der Zionismus seine Bedeutung, um die Juden von slawischer mul elirisl'lidi-hvzauiinisdier Barbarei zu befreien. Es ist leider in letzter Zeit immer häufiger der Fall, dali wissenschaftliche Vorträge mit politischen Tendeii/en verbtuiden werden. Dies ist um so bedauerlicher dann, wenn der Vortragende seine Schlüsse in ein Gebiet erstreckt, das er ganz offenkundig nicht Iwherrscht. Es Ware nicht am Platze, mit dem Rcligioiisivistoriker von politischen Gesichtspunkten aus zu poleinisiercn. Aber halte er selbst seine eigenen Gedanken zu Ende gedacht, so hätte er zu anderen Resultaten kommen müssen, Tntsäcldich glauben auch wir, daß die Geschieht(; des Judentums viel stärker als die eines anderen Volkes (denn eigentlich ist AchnEchcs bei jedem Volk der Fall) durch einen Kampf der materiellen mit der geistigen Tendenz charakterisiert wird. Aber sclton dieser Kampf setzt die Existenz des Volkes voraus. In der mosaischen Offenbarung wird die religiöse Verpflichtung auf das ganze Volk gelegt, ״ihr sollt mir sein, ein Reich von Priestern und ein heiliges Volk“ Die Voraussetzung der Erfüllung ,aller messianisdien I loffjumgeii der Propheten ist die Stimm- Jung der Verstreuten nach Zion. Der Zionismus hat in der Gedankenwelt des jüdischen Volkes duirrli die Jahrtausende stets eine messianischc Färbung gehabt imil seine inotlcrm־ politische Ausprägung ist von dem Volksbewulitsein stetsnur als ein Mittel zur Schaffung der Voraussetzungen der Erfüllung des geistigen Berufes Israels erfaßt worden. Die gegensätzliche Gegenüber- Stellung von Messianismus und Zionismus zeugt bei einem Forscher, der zweifellos die Prophrleii kennt und der wohl auch die Bedeutung der Rückkehr Israels aus dem babylonischen Exil ganz anders einsehätzt, von einer geradezu verblüffenden Oberflächlichkeit, die ' einen beinahe grotesken Charakter annimmt, wenn der Redner die deutschen Juden als eilt Muster jener jüdisdicn Schicht hhistcllt, die religiös, vom ״Messianismus“ bestimmt ist und daher von den materiell-politischen rrieben uiiaiigeloehtei: bleibt. Pn״f. Stacrck hat offenbar m die Acrmhchkeit des religiösen Lebens der deutschen Juden noe,1 niemals Einblick bekommen. Und er übersieht da!! gerade innerhalb eines Volkes von höherer Kultur_ sofern dieser Begriff im geistigen Sinne auf das heutige von at deutschen Antisemiten geistig repräsentierte Deutschland uberhau.pt zutrifft - die Assimilation«- tendenz durchaus materielle und vielleicht auch politische keineswegs aber religiöse Wurzeln hat. Wenn ein deuü scher Jude deutscher Patriot ist und für Mehrung von Macht und Reichtum Deutschlands streitet, dann ist das nach Professor Stacrck keine materielle Tendenz, die seinem jüdischen Messianismus Eintrag tut. Wurde er aber für das jüdische Volk das primitivste Recht des Zusammenlebens auf eigenem Boden, das dsc Voraus- Setzung aller geistigen Schöpfung ist, anstreben, dann hätte er nach Stacrck den Messianismus attfgegehen und sich dessen Gegenpol, dem mit Ritualisnius verschwislerten Zionismus, /.!!gewandt, , Wie tief das Verständnis des Vortragenden für das ganze Problem reicht, gebt daraus hervor, daß er sielt im ganzen auf zwei Belegstellen beruft. Die eine ist ein Satz von Abraham Geiger, daß man Jude nicht durch Geburt innerhalb einer ethnischen Gruppe, sondern durch Konfession wird, so daß jeder Mensch ins Judentum eintreten kann, das andere ist ein Satz, eines Wiener Gelehrten aus dem fünften Jahrgang der orthodoxen Zeitschrift ״Jeschtirim“, wo gesagt wird, daß Religion und Nation im Judentum eine Einheit bilden. In diesen zwei Zitaten ist für Stacrck das Problem der von ihm charakterisierten Polarität gegeben. Leider wurde keine Debatte über den Vortrag eröffnet. Vielleicht nimmt die Leitung der Lehranstalt die Anregung auf, in Zukunft auch Debatten zuzulassen. Die Abende würden dadurch wesentlich an Interesse gewinnen. So war nur ein Teil des Publikums bcfriedigt, der im Bewußtsein des ihm akkreditierten ״Messianismus“ zufrieden nach Hause gelten konnte. Robert Weltsch. Jüdische und christliche Schulen Katts Goslar batte im ״Hamburger Israelitischen l amilienblatt“ vor einiger Zeit einen Aufsatz für Einheit sf ront und jltdische Schulen veröffentlieht. Er batte sein energisches Eintreten für die jüdische .Schule darauf gestützt, daß die übergroße Masse in Unkeimtuis der Ueberliefeiamg und ihrer eigenen jüdischen Art heranwächst. , Darauf erwiderte vom liberalen Standpunkt Hermann Becker, Goslar hat jetzt im gleichen Blatt siel) mit seinem Gegner auseinandergesetzt. Er schreibt darin 11, ״Der Gnimlirrium, die Basis, auf der alle Milivcrstämluisse meiner Forderungen durch Becker erwachsen sind, Et seine schematische Gleichstellung von Judentum und Ghristcnium. Wenn man für jüdische ״Schulen lediglich das Staatsbürgcridcal und die ״Pilegc des religiösen Bekenntnisses" vor Augen hat, wenn man sieh darauf beruft, daß ja christliche Kinder in soundsoviel Stunden ihren Katechismus lernen und versiehe;! kimneu ״ dann allerdings wird man sich an allen Ecken mul Enden an meinen -- ein wenig weitgehenden - - Forderungen stoßen. Darum sei Herrn Becker erwidert: Das Judentum ist denn doch weit mehr aE ein Bekenntnis und greift in seinen Anfordcrungen an den Menschen ungleich Weiter in dessen Eigenleben ein, aK es eine Religion oder Koniession vermag. 1111 Judentum verbinden sich die Beziehungen zum '1 rans/.endcutalcn (das ״Religiöse“) und die zur Umwelt (das ״VölkiH'lic“, ״Stammeshafte", ״Nationale“) zu einer durch keinerlei anatomische Kunstgriffe zu trennenden Einheit. Ich darf wiederholen, was ich hier früher sagte, «laß die Konstruktion der vom bEhirisrIi-iiniiimaIru losgelösten ״mosaischen Konfession“!di r ״jüdi eiten Religionsgesell'cliaften“ die gleiche Assiinilatkni an - wesensfremde Begriffe mul Gedankenkomplexe der uiehtjüdisehen Umwelt bedeutet, wie die Hcrrichlung einer ohne das Religiöse denkbaren ״Nationalitiit“. ... 1 lerr Hermann Becker will deutsche Staatshiirgcr erziehen und daneben auch das religiöse Bekenntnis pflegen. Nim, I lerr Becker, der Staatsbürger ist gewiß, richtig verstanden, etwas Grolles und Wertvolles, aber es ist nicht das Letzte und Größte, vor allein nicht Endziel, sondern Begleiterscheinung. Das Hauptziel jeder Er/idniug und ganz besonders der jüdiselten, muß der Mensch sein. Erzielten wir Menschen, d. 11. junge L.eule, die nicht mir theoretische Kenntnisse jüdischer Sittenlchre besitzen,, sondern das Judentum tu ihrem Privatleben in religiöser, sexueller, berufsethischer, sozialer Art leben —: diese Menschen sind, Herr Hermann Becker, auch ohne weiteres und mit Naturnotwendigkeit Staatsbürger, und zwar bewußte. Denn aus dem Begriff des jüdischen Persönlichkeit!(• ideals, des harmonischen Menschen mit Verantwortlichkeitsgefiihl, wie ihn das Judentum erstrebt, folgern Pfliehlbewußtsein, Opferfreudigkeit, Gemeinsinn, Treue und soziale Gesinnung, mi1 anderen Worten: Staatsbürgertum. Und weiter: Sie können vielleicht oder sogar wirklich mit dem Prinzip der ״Pflege des religiösen Bekenntnisses“ so ״neben“ dem anderen Christliehe Kinder erzielten. Denn hier handelt es sich um einen zunächst an Umfang unendlich geringeren Lehr- Stoff, üer durchgegangen werden soll, und außerdem kommt das Gros der christlichen Kinder aus christlichen, <l, h, aus mit den Grundgedanken des Christentums vertrauten Häusern und saugt außerdem in der Literatur und in anderen Lehrgebielcn des Sehulpla״s, ferner aber bei so vielen Gelegenheiten des — in praxi doch immer noch christlichen Staates so viel christliehe Austhaiiimgen und Begriffe in sieh auf, daß ihm nichts Clinsiltclic« Ireiml bleibt. Ganz anders Liegen be! uns die Dinge. Wir sind eine kleine zersplitterte Minorität unter einer glatibonsvorschiedencn Majorität, die nicht ans dem öffentlichen Leben um sieb herum, aus dem vieisi der Umwelt, ihre ständig wirkenden und erneuernden Impulse empfängt, sondern die sieh - in bewußter Reaktion gegen die nivellierende, abscbleifeiide, ehristiaiiisieremle Umgebung — immer wieder in jeder Generation aus Eigenem ihr Judentum erlernen muß,“ Lehrbuch der hebräischen Stenographie. In Jerusalem ist vor kurzem ein Lehrbuch der hebräischen Stenographie erschienen, das von Dr. Temes, Lehrer am hebräischen Gymnasium in Jerusalem, heraus׳• gegeben ist , ^cr Juweleneinfuhr in Palästina werden 8 «׳» bet Waren aus Aegypten und IO«/״ bei Waren aus anderen Ländern erhoben. Davis Trietsch Aber die Lage Von der Sicdlungsgescllschaft Degel Jchuda מ halten wir nachstehende Zuschrift: Die Siedlungsgcsellschaft Degel Jchuda entsandte lr11 Oktober eine Kommission nach Palästina, die am 2'J. (j;, in Jaffa eingeiroffen ist. Am 25. Oktober wurde Herr Davis T r i e t s e 11 von Sir Herbert S a m 11 et em|1f:1n. gen. Die Kommission eröffnen־ ein Bureau in j,|j, (Hotel Bella Vista) und erstattete einen vorläufigen h., rieht, dessen allgemein interessierenden Teil wir md,. stehend zum Abdruck bringen: ״Zuuäclist kann ich feststellcn, daß die Idee Garten Stadt-Kolonisation im ganzen L»m!t bereits akzeptiert ist, und daß es nunmehr unsere Auf׳׳ahf sein muß, die Formen dieser neuen Kolonisatlonsan für unsere Erfordernisse klarzustellen und diese Klar■ heit überall zu verbreiten. Ferner glaube ich, (lall wjr eine Hauptfrage darin sehen sollten, das gesamte Garten, stadt-lntercsse in Palästina und anderwärts im Rahmen einer Palästina-Gartcnstadt-Gesel 1 schaft zti vereinigen und atis/.iibuueii. Diese Gesellschaft ist in guter Vorhin,!,:!;^ eine Anzahl wichtiger Zustimmungen sind bereit-, ertol.-r,’ und wir haben als Initiatoren gute Chance, die Führung in dieser Organisation zu behalten. Ein Entwurf liegt btt. , 1111 allgemeinen möchte iclt auch noch bemerken, da;; wir alle die Verhältnisse im Lande viel gündi; r •;<;. ftimleu haben, als wir nach den Infonnationen, die uns״, Berlin zugänglich waren, haben glauben können. VicV, ist schlimm genug. Ungeheure Teuerung und < le'den: Wertung im jüdischen Kreise (im Gegensatz zum;»,,• bischen, wo die Teuerung sielt in viel, viel engeren < irc:׳,- zen hält). Aber doch — trotz furchtbarer Geklkiwj;• heit — eine geregelte Abwicklung des Einwanderung״ betrieb«, keine abnormale Arbeitslosigkeit, kein 1 Em. keine Revolten, keine Obdachlosigkeit. Die Verpi'egm; der Einwanderer ist sogar sehr gut, die Unterkmü!, Verhältnisse lassen vielfach sehr zu wünschen tilirig Aber auch das nicht eigentlich aus Mangel an Geld, sondern aus mangelnder Voraussicht. Sobald es za spät ist, ordentlich zu bauen, findet sich das Geld,!1»! hierzu gereicht hätte und wird daun zu schnellen •dt sehr elenden, aber stets teuren - Provisorien verwendet Der Mangel an rechtzeitiger Vorbereitung, den wir steh 1 beklagt haben, rächt sich Eiglich und stündlich. Immerhin aber sind die rund 10 000 Einwanderer des soeben :!hg scblossenen ersten Jahres der neuen Einwanderung (ui m! rechnet es vom Eintreffen des ersten Transportes vorn Dezember 191G mit dem Dampfer ״Ruslan“) irgend«ii untergebracht. Ueber die Hälfte dieser Zahl sind ChaU• zim. Während unserer Anwesenheit gab cs Einzeltagi, an denen 700, gelegentlich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ‘XX) Einwanderer kanten. Das Arhcitercleimmt darunter wird von den Arbeiterorganisationen in Empfang genommen, untcrgcbraQjit und nach wenigen Tagen mit Arbeit im Lande versorgt. Auch hierbei Mängel genug, aber doch im ganzen so, daß die ״bürgerlichen" Einwohn er von der Sache kaum etwas merken. Es scheint, als ob die Einwanderung in starkem Steigen begriffen Et jetziger Stand dürfte 2600•—2500 im Monat sein. Wie e> weiter mit der Unterbringung gehen wird, ist zweifelhaft Unsicherheit ist überhaupt der Hauptzug in der ganze» Situation. Aber die Regierung (God bless Herbert Samuel!) scheint bereit, die zirka S000 ägyptischen Arbeiter (höhere Ziffern sind übertrieben), die man mangels ju• discher Einwanderer bei den öffentlichen Arbeiten bc• schäftigt, nacli Hause zu schicken.“ Soweit der Bericht. Wir gehen nocit die Richtlinien der in Gründung begriffenen ״Palästina-Gartcnstadt-üe- Seilschaft“ wieder und bemerken, daß sich Interessenten an das Büro der ״Sicdltingsgesellschaft Degel Jeluula m. b. H.“, Berlin-Wilmersdorf, Gasteiner Str, 7, wenden können. (Amt Pfalzburg 0074 von 12 bis 4 Uhr.) Palästina-Gartenstadt-Gesellschaft. Die P. G. G. bezweckt die allseitige Förderung der Gartenstadt-Kolonisation in Palästina. Als Gartenstadt-Kolonisation betrachtet sie diejenige! Formen der Siedlung, die auf städtischer und landwirtschafüicher (speziell gartenbaulicher und sonstiger hoch■ intensiver) Produktion beruhen, bei denen keine Heim• statte ohne Nutzgarten eingerichtet wird, bei denen die produktiven städtischen Berufe (besonders Handwerk umi Industrie) vollste Berücksichtigung finden, und bei denen die Vorteile städtischer und ländlicher Amiedlung «1 der höheren Form der Gartenstadt vereinigt sein '•>!’>!־■• Zu diesem Zwecke will die P. ü. G. alle an dieser Kobw• sationsform interessierten Gruppen und Einzel• Personen in Palästina und im Auslände za einer starken Organisation ztisatnmenfasscn und ihnen «Be folgenden Vorteile zur Erreichung ihres Zieles bieten׳ Vertretung ihrer Interessen bei der Landesregierung und bei den jüdischen Institutionen. Erleichterung der Durchführung von Landkauf, Vorbereitimg von Heimstätten, Hausbau usw. durch . technische Vorarbeit, einheitlichen Bezug von Mtterialien sowie Kreditbeschaffung. 4 Vertretung der Interessen abwesender Mitglieder. Sammlung und Sichtung aller die Gartenstadt-Kolom• sation und sonstige dichte Siedlung, betreffenden Erfahrungstatsachen und Materialien sowie Fühlung• nähme mit allen ähnlichen Bestrebungen in der Welt Die Mitgliedschaft kann von Gruppen und Einzel- Personen mit besonderen Vertretungsformen cnvorlx״ werden. Als Oberform für beide wird ein Direktorium ein־ gesetzt.