Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 6 (21.1.1921)
- Date
- 1921-01-21
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 34 JUEDISC HE RUNDSCHAU Der Rücktritt Julius Simons \*>n II. J. Lcsscr, Mannheim. Die fuiclubar schwierige Lage, in 11er der Zionismus sich im Augenblick־ betindet, ist mit einem Schlage fü 1 den, der sehen will, aufgedeckt worden. Unter dem 29 IXzcmber kommt aus London die Nachricht, daß Julius Simon zurüi-kgetrcten ist, Julius Simon, einer unserer beslen Männer, liat deinisskmiei•!. Wir sehen niemand, der den Platz, den er leer liilit, so nusfiillcn wird, wie er es konnte. In diesem Augenblick erwarten wir von der führenden Zcitiuig des deutsdien Zionismus, daß sie möglichst objektiv ehe Ursache dieses Rück- Iritis .aufzeige Aber in dem Artikel der ״Jiid. Kundschau" vom 5. jan. 1021 ״Landesvorstand und Aktie,nskomitee" stehen leider wieder dieselben Phrasen, die wir aus dem Kampfe schon ausreichend kennen, den die ״J K.“ seit Monaten bald offen, bald verdeckt gegen die ״amerikanische Leitung“ führt. ״Prinzipielle Grundfragen“ des Zionismus müssen jetzt erörtert werden, meint der Verfasser des־ Artikels. ״Die Diskussion muß nach Möglichkeit von Einzelfragcn losgelöst und ins Prinzipielle gehoben werden.“ Geld wird nur zu bekommen seip, ״wenn die nationale Arbeit mit aller Energie fortgesetzt wird“, und so gellt es fort. Schon lange war vielen die Art der politischen Berichtcrstattung durch die ״J. R.“ unerfreulich. Wir meinten, im zionistischen Drama könne jene billige Rolle der Oppositionspartei saus phrase entbehrt werden (imjwtente Negation, pflegte Bismarck zu sagen). Wir liabcn sie ja im pscudopnrlamentnrischcn, wilhelminischen Deutschland ausreichend schätzen gelernt. Aber leider glaubten wir in all den Monaten des Kampfes gegen die Leitung mir die ingwtente Negation zu hören, und mit ihr den Wunsch, den breiten Massen zu gefallen. Was wurde denn Positives in der Kritik der Leitung vorgebracht? Wurde uns Einnahme und Ausgabe der Zionistischcn Organisation etatmäßig jemals mitgeteiit? Hat die ״J. R.“ uns belehrt, wie teuer jeder unbemittelt in Palästina Ein wandernde der Organisation zu stehen kommt? Ist unparteiisch untersucht Worden, ob es riehtiger ist, die geringen vorhandenen Mittel für Oialu/iin aiiszugebcn, oder für den Unterricht jxalästincnsischer Kinder, deren Eltern ein entspreelunul hohes Schulgeld!lieht zahlen können oder wollen? Hat die ״J. R," jemals ein Mittel angegeben, um den Etat, ohne noch schlimmere Defizite, zu balan/.ieren, wenn• mau nicht die Ausgaben aufs schärfste lu-schncklcn will? Es ist sehr bequem, Artikel gegen die Leitung za schreiben, die alles nationale, jüdische Leben in Palästina und Lm Gahith unterbinde, aber nie mitzirteilen, daß diese Leitung einfach nicht mehr in der Lage ist, das Budget für Schulen und Kwu/oth aufrecht zu erhalten, weil nun, weil die Amerikaner sich weigern, auch in Zukunft 95 ״/* des Palästinabudgets der Zionistischen Organisation /n «lecken. Das war aber die Lage, «lie ,Julius Simon vorfaml, als er in die Leitung eintrat. Er sagte sich: vor allem muß Ordnung in die Finanzen kommen. Es muß ein ordentlicher Etat aufgesteilt wurden, der "das Defizit verschwinden läßt. Sonst verlieren vvir jeden, nicht nur den geschäftlichen, Kredit Es mag sogar sein, daß er das Verbrechen beging, die Gesundheit «ier Chnluzim höher einzusehätzen, als die Reinheit ihrer hebräischen Aussprache. Idt glaube auch, daß er vielleicht für Leute, die ihm erzählt haben mögen, daß ״<lie cinwauderudeu Ma ׳,seil «lurch die guten |»lästim!11sischcn Schulen gehen müssen, um die nationale Qualifikation für Palästina zu bekommen“ (״J. R.“ vom 5. Jan, 1921, S, 4), kein williges Ohr mehr gehabt hat. Weil er die Forderung de י Tages in Palästina mit dein Auge des gcscliäftskun• digen Mannes sieht, weil er weiß, «laß nur durch wirtsci'.af;lieh•selbständige, van jeder Galuthuntcrstützung unabhängig werdende Einwanderer, das jüdische Uebergewicht in der Bevölk«׳nmg Palästinas erreicht werden kann, darum hat er, im Bewußtsein «Ier Verantwortung seiner Aufgabe «las Opfer seiner Popularität gebracht. Denn gerade er war bis zum Jahre 1919 einer der popu- Lärsten Führer, gleichmäßig verehrt von Ost• und Westjutlen. Die deutsche zionistische Presse von heute alter sielrt in ihm nur den Prokuristen «les amerikanischen Kapitalismus. Die Frage, wie Palästina am raschesten jüdisch besiedelt wird, mag von Nationalökonomen erörtert werden. Ob «lieses jüdische Palästina dann orthod«x, kapitalistisch «Ier sozialistisch aussehen wird, «las wird von dem Willen jener Juden abhängen, die cs bcwohnen werden. Heute sind freilich viele deutsche Zionisten so an die Parteien assimiliert, welche in der deutschen Revolution gesiegt haben, daß sie, je nach ihrer Parteistellung in Deutschland, Zionismus mit Sozialismus oder Kommunismus verwechseln. Die Erlösung des Menschen vom Materialismus und Mechanismus ist ihnen wichtiger als die Besiedelung Palästinas mit Juden, Wer weiß harte, ־wie viele von ihnen, wenn die geistige Strömung in Deutschland nach «k׳r anderen Seite zurückgeschlagen sein wird, reuig wieder zum Individualismus zurüdkkehren werden? Von ihnen, die von jeder Woge, die im Wirtsvolkc aufbraust, mitgezagen weiden, wollen wir uns nicht mehr über die Eignung und Auswahl unserer Fülwer belehren lassen. Dean heute wie gestern und morgen muß das jüdische Volk leben, und Palästina muß sein Land werden. Wir haben die letzttm Wochen mit Arbeit für den Keren liajcssod vcibracht. Wie oft konnten wir einen Einwand zurückweisen, mit einem Sagte, mit einem Namen. Man sagte uns: ja, wer garantiert mir aber, daß mein gutes Geld auch vernünftig verwendet wird? Dann brauchten wir nur zu erwidern: Julius Simon hat 51 »ft der Stimmen im Direktorium1 des Keren hajessod. Ob der Name eines Literaten, der etwa eine sozialistische Utopie vom Aufbau Palästinas geschrieben hätte, «las gleiche bewirkt haben wurde? Vor allem aber: wer soll Jtüiits Simon ersetzen, und worin wird er von dessen Programm abweichen können? Der Artikel der ״J. R.“ behauptet zwar, «laß «lic Vorschläge, die Simon aus Palästina mitgebracht Habe, den umuittelbaren Anlaß zu seiner Demission gegeben Italien ״dürften“. Eher möchte ich vermuten, daß Simon nicht «lie Verantwortung für alles übernehmen will, was W e i z - 111 1111 ״ in Loiulon angeordnet hat, während Simon in Palästina war. Denu ganz im Gegensatz zu dem Artikel in der ״J. R.“ werden in dem offiziellen Telegramm Differenzen sachlicher Art mit Wcizmann als Gründe für den Rücktritt angegeben. Andere als sachliche Differenzen kann es aber zwischen zwei Männern wie Chaini Wcizmann und Julius Simon, die durdi jahrzehntelange, enge Freundschaft verbunden sind, nicht geben. So können wir immer noch über die ׳Gründe, die Julius Simons Rücktritt veranlaßten, nur Vermutungen äußern. Ob die Leitung wirklich wesentliche Fehler gern acht hat, wissen ׳wir nicht. Wir haben sie noch nicht am Werke gesehen. Simons neue palästinensische Vorschlüge kennen vvir nicht. Höchstwahrscheinlich wird aber sein Nachfolger nichts anderes tun können, als sie auszuführen. Vorläufig hoffen wir noch mit Bestimmtheit, daß Simon seine Demission zurücknehmen wird. Die Differenzen zwischen ihm und Wcizmann ■werden vielleicht noch in Orehnmg zu bringen sein. Wir können keinen von beiden in der Leitung missen, weder den glänzenden Diplomaten und Politiker, noch den vorsichtig abvvägemlen Finanzmann. Hoffentlich sehen wir beide bald wieder in der Leitung zu gemeinsamer Arbeit vereint. Dann werelcn auch wir froh wieder an die unsere gehen.!impotente Negation Ich will auch diesmal versuchen, die Erwiderung auf die Ausführungen des Gesinnungsgenossen Lesser nach Möglichkeit ״von Personenfragen loszulösen und ins Prinzipielle zu heben“. lieber den Rücktritt von Julius Simon ist nichts in die Oeffciulichkeit gedrungen als die in der ״Runlschau“ veröffentlichte Meldung des ״Jcwish Corrcspondencc Bureau“. Es ist daher nicht möglich, mehr als Vermutungen über ihre Gründe anzustcllcn. Wenn in tliescr Meldung Differenzen zwischen Simon und Wcizmann angedeutet werden, so liegt in der Tat der Schluß nahe, daß Wcizmann das Auftreten «ier Reorganisationskonimission in Palästina nicht oder wenigstens nicht in allen Einzelheiten gebilligt hat. Ob nicht vielmehr, was auch ilurchaus möglich ist, Srinon mit Verfügungen nicht einverstanden war, «üe Weizmann in London getroffen hat, «las sehe int uns wahrliaflig unwichtig. Daß andere als sachliche Differenzen vorliegen, ist von uns niemals bcluuptct worden, da geratle wir, was Lcsscr für ״impotente Negation“ erklärt, auf die Aufdeckung der p r i n - zipiellcp Gegensätze alles Gewicht legen. Wir Imben in dein zitierten Artikel ״Landesverband und Actions-Connte“ in Nr. 1/2 versucht, diese Gegensätze so objektiv wie möglich nebeneinander zu stellen Wir haben ausdrücklich gesagt, daß die Auffassung des Zionismus als nationale Aktion heute vor einem unge-!teuren Problem stellt, da die Beschaffung der Geldmittel für die teure, weil nicht immer mit den wirtschuftltclum Vorteilen im Einklang stehende nationale Kolonisation ungeheure Mittel braucht und das jüdische Volk in seinen wichtigsten Teilen verarmt ist. Schon aus dieser Feststellung geht hervor, daß wir «lie Auffassung «1er andercn'Gruppe, die, von der Schwierigkeit der Lösung der Finanzfrage ausgehend, andere Wege sucht und ihre Methode durch aus dem privaten Wirtschaftsleben über non! mene Analogien zu finden bestrebt ist, nicht einfach mit Piirasen der Negation, alvtun, sondern zu verstehen versuchen wollet*. Jedenfalls haben wir niemals den zionistischen. Ernst dieser Richtung, die durch Julius Simon repräsentiert wird, in Zweifel gezogen. Aber wir haben diese zkuvistische Richtung bekämpft, weil wir sie für falsch halten, und gerade der Artikel «les Gesinnungsgenossen Lesser scheint uns ihre Unrichtigkeit wieder in hellem Lichte zu zeigen Lesser wirft uns vor, daß wir nichts Positives in der Kritik der Leitung vorgebracht haben und belegt dies mit dem Satz: ,)Wurde uns Einnahme und Ansgäbe «Ier Zionistischen Organisation jemals ctatgeinäß mitgeteiit?“ Ich will nur in Parenthese bemerken, daß die Veröffendiclumg des Etats der Leitung jedenfalls nicht Sache der ״Jüdischen Rundschau“, sondern Sache der Leitung ist. Der Vorwurf Lessers geht also gegen die Leitung, ist somit — impotente Negation. Aber ohne auf diese Frage einzugehen, scheint es mir durchaus charakteristisch, daß dieser Punkt als der einzig ausschlaggebende zur Beurteilung dta־ zionistischen Leitung aufgesteilt wird. Es zeigt sich darin dcutbch, wie weit bereits jener Entwicklungspiozeß vorgeschritten ist, der aus der Zionistischen Organisation eine Art Akticngesellsdiaft oder ülinUdien Unternehmens machen will. Bei einer ErwerbsgeseUschaft .׳nag die Bilanz da» einzige Kriterium der Leistungen sein. Bei einer politischen Bewegung ist es möglich, «licse Leistungen zu bewerten, ganz unabhängig von den Fragen der Bilanz. Der Zionismus ist für die jüdischen Massen eine Bo freiungsbcwcgnng kn umfassendsten Situ» dieses Warte» gewesen. Das jüdisdie Volk hat sich unter inneren und äußeren Kümpfen van den Ketten der Knechtsduft befreit, dieser Prozeß ist auch ticuto noch keineswegs beendet, er kann nur seinen Ausdruck finden in einenn Erwachm der jüdischen Seele, bi einor neuen Ent* ־־״׳r-• lältung der im Judentum so lange untcrdiucktcn schöpf rischen Keime. Die Wiedergeburt des jüdRdien Volk«, ist nur möglich «iurch «las ungestüme Drängen, dieser schöpferischen Kräfte, die zum Lidit streben.!*.. Zionismus als jüdisdie Volksbewegung muß diesezu wecken, zu erfassen, sein politisches Zk-l ihnen dienst, bar zu machen suchen. Er muß dem Volk Mut U1vj Schwung geben. Eine Leitung, der es nicht ge’äat den Kontakt mit dem Volke herzusteilen, hat nach Un«*/״ Auffassung versagt. Damit ist aber keineswegs q«׳ ,״! daß ein Mann wie Julius Simon, der in «1er Tat. wie Herr Lesser mit Recht konstatiert und wie übrigens auch Ussischkitt in seinem letzten Interview bemerkte . stets die größten Sympathien in den Kreisen «kr w«m. liehen und östlichen Zionisten genoß, und dtr w früheren Perioden des Zionismus gerade in den Kämpft!, gegen «las Volksempfüiden verletzende, wenn auch ״e. schäftsmännisch einwandfreie Tendenzen stets auf Ä1/.n der östliclien Zionisten stand, die Erkenntnisse, «l^- w; aus der Wirtschaftslage zieht, um der Popularität | zurücksteUcn soll Wir meinen nur, «Laß er zu ,tndca■! praktischen Ergebnissen hätte kommen müsse», j er den Charakter des Zionismus als Volksl*»■«;״.»»,, respektiert lütte. Ist diese schmerzliche Feststellung ~ impotente Negation? Wenn wir die Leitung wegen der Einstellung national bedeutungsvollsten Arbeiten in Palästina an«, griffen haben, haben wir niemals verschwiegen. t!g sic kein Geld hatte. Wir sehen natürlich «lie sein«ier;׳! Finanzlage, die besonders durch die Haltung Amenh. entstanden ist. Aber wir können nicht begreifen, da., «lic Leitung, die «liest• Zustände voraussehen niui.u, . nun bereits seit bald einem Jahre nicht den gering-.ur. j. ernsten Versuch der Finanzierung unternommen iia: j Seit Jahren war es klar, «Laß für den Augenblick de, I politischen Erfolges große finanzielle Mittel benötigt \ werden. Aber man hat weder nach der Baliour-lX-kiaration, noch nach dem 27. Februar 1910, noch utdi San Remo in der entsprechenden ernsthaften Weise an das Volk appelliert. Man hat auch, nachdem bei dar Jahreskonferenz unter den feierlichsten und nachdruekv vollsten Kundgebungen aller Lanilesorganisationen u::.l Föderationen die Schaffung des Keren hajessod insdilosscn worden war, Monate verstreichen lassen, ohne für «be Einhebung dieser Steuer etwas zu tun. Gerade «lic geschäftskundigen Männer der Leitung lütten kei-mi Augenblick verlieren dürfen. Keren hajessod bedeutet die Forderung einer Abgabe von 1()״״ vom Vermögen und F.iiikotiiuien jedes Juden. Die Erträgnisse dicker Steuer sollen das ganze Aufbauwerk finanzieren, und die heute bedrohten Zweige unserer Tätigkeit, SriiuVa, Kwuzoth usw., wären nur ein verschwimicnder le!i dieses Gcsanitlnulgets. Es ist aber lx-inaJu■ nichts geseliclien. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehre:, daß die Leitung der Aufbringung dieses Fonds zumindest mit einer gewissen Skepsis gegenüber,tcht. Ihr fehlt der Glaube an das Volk. Diese Haltung ist aber nicht geeignet, die Gebe freudig keit des Volkes zu er■ höhen, und sic lut ihre direkte Wirkung bereits in Amerika gehabt, wo man die Londoner Beschlüsse korrigieren zu müssen meinte. Wenn «lie Finanzlage bedrohlich ist, soll die Leitung sich unter Darlegung «Ier Situation und unter Schilderung der drohen len Gefahren an das Volk wenden. IXis jüdische Volk ha; in solchen Augenblicken, wenn man ihm rückhaltlose Wahrheit bot, noch niemals versagt. Doli dies seitens der Leitung nicht geschieht, das beweist nur, daß der Leitung die Auffassung des Zionismus als nationaler Bewegung fremd geworden ist und sie keine anderen als geschäftliche Maßstäbc mehr kennen will Darum lut sie auch keit» Autorität im Volke. Ist «lies« Fest- Stellung ״impotente Negation“? Wir stehen vor einem Werk von ungeheurer nationaler Bedeutung. Wir haben uns bei jeder Aktion zuerst zu fragen, ob sic national trelnngvoll ist oder nicht Billigen wir ihr einen positiven Wert zu, dann müssen die Mittel beschafft werden. Von vornherein verfugen wir nidit über einen einzigen Pfennig, Wir bekomm«■» das Geld immer nur, wenn wir etwas leisten und das Geld «Lafür fordern. Bei keinem anderen Volk würde man es verstehen, wenn nun nationale Leben «.!rewea 9 keiten aus Geldmangel aus dem Budget striche. Man könnte beinahe den Vergleich militärischer Aktion heran, ziehen. Ein Feklherr kann niemals fragen, ob eine van ihm für «len Sieg für unentbehrlich gehaltene Al a 1:׳ geinacltt werden, oder wegen Nichtvorhaiidcnseüis der Mittei unterlassen werden 9011. Sie muß gemacht werden, und die Mittel müssen geschaffen werden. Wenn man diese Auffassung nicht hat, dann bleibt aller«!־■:'״ mir der Weg des ״Klctnzionismus“, die Schaffung eu;• zelner kleiner wirtschaftlidier Unternehmungen durch Privatleute. I>azt1 kann man wohl, wie es in Amerika voigeschlagen wurde, auf nationale Propaganda verzichten Aber eines möchten wir mit allem Nachdruck unterstreichen, weil es einem in derartigen Polemiken imm«1 wieder begegnet: Unsere Auffassung vom Zionismus stellt in keinem Widerspruch mit wirtschaftlich und geschäftlich einwandfreier, ökonomischer Verwendung vier Gehler Wir halten diese für unbedingt erfurelerlich, aber sie kann nicht das einzige Ziel sein. Wir wissen sehr wohl, d.!l' in der Verwaltung, insbesondere in Palästina, Felder ge• »dachen sind, und wir haben niemals mit diesem Urteil zurück-gehalten. Dur«h die weitgehenden Angriffe der Amerikaner und einzelner Mitglieder der ,Exekutive gegen den nationalen Charakter der P.alästinaarbcit lud def Ranze Kampf aber einen grundsätzlichen Charakter tut:;«•• nomine», «ier die sachliche Kritik einzelner verfehlter Maßnahmen in den Hintergrund schob. Selbstvenriuußidi müssen wir «ka größten Wert darauf legen, daß mit de׳• Oeidcre de« jüdiäd»n Volke» mit größter Sparsamkeit