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Jüdische Rundschau · 1921-01-18 · Heft 5 (18.1.1921) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 5 (18.1.1921)
Date
1921-01-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Pflege der gesamten jüdisdien Interessen“ angegehen, wälircnd es in der ursprünglichen Fassung Iicillt: ״seiner gesamten Interessen“, das heißt, den Interessen des deutschen Judentums. Der § (> war dahin abgeiindert, dal) die Fin/elgeineimlen nur in bezug auf Kultus und Unterricht autonom sein sollten, während ihnen ursprünglich die Unabhängig׳ keit in allen ihren Angelegenheiten, insbesondere auf Kultus und Unterricht, /!!gesagt war. Damit war eine Fassung gefunden, die der (Jcsamtorgauisation nach Abschaffung gewisser Landesgesetze eine Einflußnahme auf die Gestaltung des Wahlrechts der Einzelgenieinden wenigstens nicht verbaute. Daß Hunderte von kleineren und initiieren Ge• meinden dem D. J.G. B. schon vor Monaten ihre Zustimmung zu dem Entwurf erklärt hatten, ist bekannt. Von besonderer Bedeutung ist aber die Stellungnahme der Groligemeinden, ohne deren Zu׳ Stimmung die Organisation schon deshalb nicht zu schaffen ist, weil sie im wesentlichen die Kosten der Organisation zu tragen haben werden. Hier• bei zeigte sieh im allgemeinen, daß die Uepräsen« tantenversamnilnngcn den demokratischen Forderangen mit größerem Verständnis gegeiiiiberstandeu als der Vorstand. Eine Kommission der Hamburger Repräsentanten verlangte sogar das Finkanmicr• System. Es liegen übrigens Anzeichen dafür vor, daß sich so mancher Gcmeiiidcvorstand unter den! Druck der öffentlichen Meinung, wie sie auch in dem Votum der Reprüsentamenversaminlung zum Ausdruck kommt, zu weitgehenden Konzessionen hcrbcilassen muß. Von besonderem Interesse ist die Stellungnähme der Berliner Gemeinde, da diese etwa ein Drittel der gesamten deutschen Judeniieit ■umfaßt. Eine gemischte Deputation, bestehend aus drei Mitgliedern des Vorstandes *und sechs der Repräsentantenvcrsaminliing, entschied mit acht gegen eine Stimme für die Umwandlung des D. J.G, B. in die neue Organisation, Die IX־putation stimmte auch ■•־ von dem erwähnten jj 6 abgesehen ־— dem Entwurf des D. J.G. B. zu, einschließlich all der Abänderungen, in denen der Genieiiidcbuiid den Wünschen der Jüdischen Volkspartei entgegengekommen war. Der § 6 wurde allerdings in der alten Fassung, nach der also die Gemeinden ausschließlich, nicht mir in bezug auf Kultus und Unterricht, sondern in allen ihren Angelegenheiten autonom bleiben sollten, wiederhergestellt. Man darf indes in dieser Ablehnung unserer Fassung nicht etwa eine Stellungnahme zu Gunsten der noch bestehenden Klassenwahlsystcme erblicken. Vielmehr wurde allerseits der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß sich in einer jüdischen Genicinde, deren Mitglieder im Genuß des allgemeinen und gleichen Proportional Wahlrechts zum Bundestage sind, ein Klasscnwahlrecht zur Gcmeindevertretung nicht lange •würde halten können. Die Festlegung einer möglichst weitgehenden Autonomic der Gemeinde in allen ihren Angelegenheiten entspricht dem Wunsche der Konservativen, die sich auf solche Weise gegen den etw.aigen Versuch einer Vergewaltigung durch die liberale Majorität des Bundestages zu scliüt/cn wünschten. Der definitive Entwurf des D. J.G. B. behält daher die ursprüngliche Fassung des § ö bei. Da die gemischte Deputation aus Angehörigen aller drei Parteien (der liberalen, der Jüdischen Volkspartei und der konservativen) und in seiner Mehrheit aus Liberalen bestand, so ist das Gestirntorgebnis ihrer Beratungen von unserem Standpunkte aus als durchaus erfreulich zu bezeichnen. Es ist anzunehmen, daß das Ergebnis der Beratungen im Plenum der Repräsentantenversammluug von den! der gemischten Deputation nicht wesentlich abweichen wird. Auch der Vorstand wird sich, soweit sich dort andere Strömungen geltend machen sollten, früher oder später dem öffcntlicncn Willen beugen müssen. Auch jene Kreise, die etwa an dem Wortlaut des § 1 in übertriebener antisemitischer Aengstliclikcit Anstoß nehmen sollten, werden, wenn der Wortlaut des Entwurfes auf dem Gemeindetage zur Annahme gelangt, hieran das gesamte Werk nicht scheitern lassen. Niemand würde cs wagen können, eine soldic Verantwortung auf sich zu nehmen. Darüber freilich muß man sich im klaren sein, daß sich in gewissen Gemeinden einige in tränsigente Liberale, deren Votum für den endgültigen Vorstandsbeschluß von Bedeutung sein dürfte, nicht scheuen würden, an der Frage der Karenzzeit für Ausländer den Entwurf zum Scheitern zu bringen. Es ist freilich durchaus nicht anzunehmen, daß cs ihnen gelingen würde, das Zusammenkommen des Gemeindebundes auf der Grundlage der Umwandlung des D. J.G.B. zu verhindern, um hinterdrein die Schaffung der Organisation durch Vermittlung der Großgemeinden zu versuchen. Vermutlich würde ihr Widerspruch nur die Folge haben, daß die betreffenden Gemeinden dem Bunde nicht beiträten. Wenngleich eine solche Sclbstausschaltuug einer einzelnen Mittel- oder Großgemeindc kaütn von Dauer sein dürfte, so wäre ein solches Ergebnis 1101*11' außerordentlich betrüblich, Die Erkenntnis scheint in manchen Kreisen noch nicht durchgedrangen zu sein, daß, wenn der wahrhaft erhaben»! Gedanke von K״!׳l Jisrod auf deutschem Boden n.uit Jahrzehnten zum erstenmal eine festere Form auneluiien soll, als unerläßliche Voraussetzung dafür gefordert werden muß, daß die einzelnen Parteien ihre Sonderwünsche nach Möglichkeit zurückstellen. Wie' anders sollten sonst die, mannigfachen politisehen und religiösen Gegensätze zum Ausgleich gebracht werden? Die deutschen Zionisten haben in dieser Beziehung das erste und größte Opfer gebracht. Auch sie hatten einen von Dr. Victor ausgearbeiteten Entwurf der Ocffcntlichkcit unterbreitet, von dem auch die Gegner zugeben müssen, daß er den Vorzug hat, aus einem Guß gearbeitet zu sein, und daß er das Problem einer wahrhaft demokratischen Gcsaintorgaiiisation und eines demokratisclien Aulbaues der Gemeindeverwaltung restlos und konsequent löst. Ein Vergleich dieses Entwurfes mit dem des D. J. G.B., auf dessen Boden sich die deutschen ZionEten .stellen dürften, lehrt, daß sich die Zionisten ihrer Pflicht, eigene Wünsche im Interesse der Schaffung des Werkes zurückzustellcn, vollauf bewußt waren. Setzt sich dieses Bewußtsein nicht auch auf der Gegenseite durch, so fehlen allerdings die Voraussetzungen für eine gemeinsame Arbeit. Jene Kirchturmpolitik, die die Erfüllung aller Parteiwünsche und die sorgfähige Pflege aller Institutionen der eigenen Gemcindc in den Vordergrund stellt, aber die Darbringung von Opfern, und nicht nur finanziellen, im Interesse der Gesamtheit scheut, ist ein Ucberblcibscl aus der liberalen Acra der letzten Jahrzehnte und zeugt von einem bedauerlichen Mangel an Verständnis für den (lang der inncrjiidischen und außerjüdiseheii Entwicklung. Wir zweifeln indes nicht, daß die Mehrheit auch des liberalen deutschen Judentums auf dem Gemeindetngc beweisen wird, daß sie sich zur Höhe dieses Verstandnisses in ähnlicher Weise cm|X)1׳gen111ge11 hat wie die Mitglieder der gemischten Deputation der Bcrlirver Gemeinde. Die deutschen Zionisten, denen man auf der Gegenseite mit Vorliebe eine verblcndete und einseitige Parteipolitik vorwirft, haben ihre Pflicht im Interesse der Gesamtheit getan — mögen unsere Gegner die ihre tun! Trotz der gerade in den letzten Wochen verstärkten antiz.ionistisehen Agitation von seiten einzelner Gegner des Entwurfes besteht doch bei der überwiegenden Mehrheit der deutschen Juden der feste Wille zur Schaffung der Gesamtorganisation auf der vorgeschiagencn Basis, Dieser Wille wird sich, so hoffen wir, trotz alledem in der kommenden Tagung durchsetzen. Oie Plenarsitzung des Komitees der jriciischen Delegationen Voll unserem Pariser H. K. - Korrespondenten. I. Am 8. Januar abends cröffnete der Vorsitzende N. Sokolow die Plenarsitzung des Komitees der jüdisdien Delegationen in Paris. Ls galt rar allem, die in Genf anläßlich »1er Tagung des Völkerbundes erfolgreich begonnenen Aktionen zur Wahrung der Rechte des jüdischen Volkes weiter auszubaucn und an Stelle des Komitees der jüdischen Delegationen allmählich eine feste mit den L־uulesorganis,1־tkme11 in stetem unmittelbarem Kontakt stehende Vertretung des jüdischen Volkes auf demokratischer Grundlage zu schalten. Den Sitzungen wohnten außer dem Vorsitzenden und dem Generalsekretiir, Leo Mot/kin, noch folgende Herren bei: Sir Stuart Samuel (England), W. Teinkin, Boris Ooldberg, II. Sliosberg, A. Alpcrin, Dr. D. Pasmanik, A, Goldstein, M. Hindcs (Rußland), 1!ans Kolm (Tschechoslowakei), Dr. Ktae• m e r (Bukowina) sowie Vertreter der polnischen und amlerer Judenschnftcn. Die Sitzung wurde eingeleitct thireli ausführliche Be richte Sokolows und Motzkins über die Tätigkeit der Delegation des Komitees der jüdischen Delegationen in Qenf. Trotzdem diese Tätigkeit twr ein Anfang war, so bedeutet sic doch ilcn Beginn einer neuen Epoche in den internationalen Be- Ziehungen des jüdisdien Volkes. Die erzielten Erfolge, insbesondere in der Angelegenheit Finnlands, sind von großer prinzipieller Bedeutung für die' Zukunft. Das Komitee der jüdischen Delegationen war bestrebt, in diesen wichtigsten Lebensfragen des jüdischen Volkes wie in der Abwehr der Pogrome mit allen anderen jüdischen Organisationen zusnmmcnzugchen. Leider war das Komitee gerade iw der letzten wichtigsten Zeit, wo es galt, die größten Schwierigkeiten zu überwanden, all c in in Genf, ln seinem allgemeinen Bericht über die Tätigkeit des Komitees in dem letzten Halbjahre betonte der Vorsitzende und auch der Generalsekretär die Wichtigkeit des Komitees der jüdischen Delegationen, das die einzige interterritoriale Vertretung des jüdisdien Volkes auf demokratischer Grundlage sein will, wo die iudcnschaftc» der einzelnen Llimlcr sich nicht an ausindischen Judcnschaften um Hilfe wenden, sondern wo sie selber als stimmberechtigte Mitglieder über die Vertretung ihrer Wünsche und Beschwerden enj. scheiden. Mot/kin besprach hierauf im einzelnen die Aktionen des Komitees it» der verflossenen Periode imi ״׳־. kommenden Pläne in Verbindung mit »kr Keorga,*. satiuii des Komit»׳»*•!. Fs gilt vor a!t<-m, »•inen In! 1i,:»•reu Kontakt mil »len EuiilvMng.imsatiouen!lerlH'i/ululirt•» in den Uitukrn, wo die Jmlensehaftcn noch nk;!1 organisiert sind, auf eine derartige Organisierung /j, dringen, und »lie finanzielle Basis für »las Komitee sieherziistellcn mul atis/ubauen, denn nur das Vorhanden, sein genügender Gelder kann cs dem Komitee »ler!11• disdten Delegationen gestatten, seine Arbeiten in dem nötigen Umfange zu führen. Die Berichte über die Aktionen des Komitees vor dem Völkerbünde sollen ü! einer eigenen Broschüre französisch, englisch und deutsch erscheinen, ein Abtcilungsbuienu in Genf errichtet werden und auch das schon längere Zeit geplante Schwarzbuch über die Pogrome in der Ukraine, ei:־.;-• ausführliche Studie über Minoritätsrechte von einer j ersten Autorität des Lntern.1tion.tlen Rechts und der I nusfühiliche Bericht über die Tätigkeit des Komitee, \ seit seiner Gründung sind bereits abgeschlossen und 1 werden in der wichsten Zeit im Drucke in mehreren I Sprachen zugleich erscheinen. Neben den politische« : Verhandlungen, über die der V'orsitzende interessant,•! Einzelheiten mitteilte, ist es vor alU-in »lie L r t ge ׳'.,! Pogrome, die »las Komitee ausführlich iH-wlt.ifti, t r IXis Komitee der jüdischen Delegationen hat m1'׳ j dieser Frage mit anderen bekannten jüdisdwussLch»•« ן Politikern, die kein Mandat für das Komitee hedt/en, ( in Verbindung gesetzt, und diese Beratungen hak,! f neben anderen wichtigen Re,ult:!1en auch " die ו,,א ' Wendigkeit ergehen, an die Qründtin ׳■ einer j ü d i s c h e u! Vereinigung für den Völkerbund heran/;:• r gehen, die das Komitee auch schon auf seiner Karlsbader I Plenarsitzung beschlossen hatte. Das Komitee be-ch.Vj tigte sich in »1er letzten Zeit auch mit der Fra;׳«׳; des rechtlichen Schutzes der Lmigratio'«; und der Sicherung ihrer geographischen Möglichkeit und unterstützt die von dem Exekutivkomitee der ja- «lischen Welthilfskonferenz organiderte Reise seim■-. Mit• gliedes W. Teinkitt nach Bellarabien. um den ukraiib• sehen Flüchtlingen Hilfe zu bringen. ־ In der Diskussion über den Bericht über »be Aktion*•!! in Genf fragte Herr Borris Ooldberg, wieso das i< nu1:ee | der jüdisdien Delegationen als eine repräsentative inte־■ » territorialeOrganisation, die »Ins Mandat von!2 0!XM:ü;); Juden besitzt, die erste Eingabe wegen der Pogrome 1 an den Völkerbund gemeinsam mit der jüdisrh-tenv 1 toi irilen Organisation gezeichnet Eibe, obwohl diese Orf ganisation in Wirklichkeit nicht mehr existiert. Sokoln, erwiderte darauf, daß Zangwill eigens nach Genf gekommen sei, um die Eingabe mitzuuntcr/eichncn und i man in einer so wichtigen Lebensfrage des jüdisdien Volkes, wie es die Pogrome sind, die Privatinitiative nicht ausselmiten dürfte. Herr Hindcs fragte, »b das Komitee der jüdisdien Delegationen irgendwelche Beziehungen zu dem bedauerlichen Briefw c c h & c 1 habe, »len Herr Luden W o 1 f f, der Sekretär des Joint Foreign Committee, mit Paderewsky geführt habe. Herr Sokolow erwiderte darauf, »lall die-er Briefwechsel vor der Ankunft der Delegation des . Komitees der jüdischen Delegierten nach Genf stattgefuniUm habe. Herr Dr. Pasmanik »־rklärte, er hob»• Nach l iebten, *laß die Stimmung in Genf unter den Mitglietlern des Völkerbundes eine sehr a nt Demij tische gewesen sei. Er fragt den Vorsitzenden, ob der Grund dieser Haltung nicht die Beschuldigung »k׳s Bolschewismus sei, die gegen die Juden erhoben werde.; Herr Sokolow erwiderte, daß »las Komitee bei seiner Arbeit in Genf zwar auf •ehr große Schwierigkeiten gestoßen sei und es nur äußerster Anstrengung ״e!m cn sei, diese Schwierigkeiten zu überwinden,' daß aber der Grund dieser Schwierigkeiten nicht so sdirim Antisemiti*• mus der Mitglieder »!es Völkerbundes lie;t, als vielmehr in der völligen U 11 i n f o r m i c r 1111׳ i t der nuLtcn Mitglieder des Völkerbnniles über das Judentum, un» nicht wiindernehineit könne, da »lie meisten aufente-t sii»!amerikanischen oder asiatischen Ländern k»e.nu\««, wo cs eine Jmlcnfragc nielt! gibt. Auch sei natiirüch, *lie a 11 g e nt e ine r e a k t i o 11 ä r »• Welle, die iteti'e durch die Welt gehe, den Forderungen der Humanit.1t unil der Gerechtigkeit für ein kleines Volk nicht günsti. in seiner weiteren Erwiderung betonte Herr Sokolow unil auch 'Herr Motzkin, daß die Beschuldigung de- Bolschewismus nicht etwa der einzige Grund des Ant:■ semitismus sei. Es sei nur sein modernster Vorwand. Eine Verteidigung gegen dic-c Besrlmldigung wäre ent• würdigend und auch gänzlich zwecklos. D.is Komitee der jüdischen Delegationen könne nur in jüdischen Frage!! ■ umgreifen, müsse aber sonst in allen Fragen der ,111• gemeinen Politik, wie in allen Kämpfen zwischen ein• /.einen Völkern, Klassen, wirtschaftlichen Systeme״•, strengste N e 111 r a 1 i t ä t wahren. Sir S 111 a r: Samuel warf einen Längeren Rückblick auf seine wr• gangetve Tätigkeit, im besonderen auf seine Reise ilntch Polen, wo er führenden polnischen Politikern erkört habe, daß er die Haltung der östlichen Juden be• greif!;»■!! finde. Die englischen Juden seien treue Söhne ihres Vaterlandes, weil es ein Land der Freiheit für jeden Bürger ist. Die Juden werden die treuesten söhne ihrer Länder sein, wenn diese ihre wahren Mütter so'n werden. Was die Lächerliche Beschuldigung der Juden im Z.arcnmordc anhetrifft, so wundere er sieh, daß die luden den tyrannischen Zaren, der viele Tausende unschuldiger Menschenleben auf seinem Gewissen habe, nicht schon früher umgebracht haben. Audi das eng- Esche und das französische Volk hat ähnliches seinerzeit mit viel milderen und viel weniger tyrannischen Königen gemacht. Den zweiten Teil »1er Verhandlungen eröffneten Berichte aus den einzelnen Ländern, von »lenen insbesondere die genauen Schiklenmgen der Pogrome de* Generals Ba 1 acho w it sch, der die von Borris Sawinkoff organisierte russische Armee befehligte und c»n sehr interessanter Bericht des als Gast anwesendem Herrn Itzkobitsch, Vorsitzenden des jüdischen National rats in Balai, über •das Schicksal der kaukasi sehen Juden während des Krieges hervorgehoben seien.

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