Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1921-01-11 · Heft 3 (11.1.1921) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 3 (11.1.1921)
Date
1921-01-11
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2651273-2652316-2652318--13687-2671435
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Seite 16 J U E Dl SC H E RUNDSCHAU Nr. 3 Erez- Israel Wirtschaftliche Nachrichten ״Die Geschäftslage'in Palästina“, so schreibt die Paliistmacxportgcsrliseuaft Dr. N. Honig ö Go. in Berlin, ״stand im Dezember noch unter der Einwirkung der allgemeinen Absatzkrise, die die Unternehmungslust lähmte. Die Nachricht von Konkursen grober iigyptiseher Häuser trug zur Verschärfung dieser Stimmung bei. Im Gegensatz zu Aegypten, wo die Krise eine außerordentlich starke Form annimmt, halten jedoch einige Branchen in Palästina mehr und mehr eine Be'.c• lnmg erfahren. So geht besonders der Markt in Bau• materialieu einer Neubeiebung entgegen. Bevorstehende öffentliche und private Bauten, im Zusammenhang mit der Steigerung der jüdischen Einwanderung und Besicdhing veranlassen die dortigen Unternehmer, sieh mit Baumaterialien, wie Zement, Eisen, Bauhescbliigen, Glas, Holz usw. rechtzeitig einzudecken. Audi der Anteil Deutschlands an dem Export der genannten Waren wird zusehends lebhafter. Jn diesem Monat erfolgte die seit Kriegsausbruch erste Zemcntbestellung in Deutsch• land. Nebenher wurden Eisenträger und Drahtstifte in Deutschland bestellt. Im Vergleich zu dein Gesamtimport in Baumaterialien waren die Bezüge ans Deutsch• land jedoch verhältnismäßig gering. Mit Hilfe kulanter Zahlungsbedingungen gelingt es den ausländischen Hausorn, den Markt zu beherrschen, obgleich ihre Preise etwas liülter waren, als sie deutsche Firmen offeriert hatten. Infolge der stetig fallenden Preise aut dem internationalen Baumaterialienmarkt beschranken sieh die Einkäufe natürlich auf den notwendigsten Bedarf, Von anderen Artikeln, die Deutschland im Monat Dezember nach Palästina exportiert hat, sind zu nennen: Papierwaren, Eisen- -and Wirkwaren. Zumeist waren es palästinensische Kaüflcute, die zu Einkaufszwecken pers<"mlieh nach Deutschland kamen. Eine wirkliche Neuhelcbting des Geschäftes verspricht matt sieh in Palästina erst im Frühling kommenden Jahres, nachdem die Völkcrbuiiüsanleihe untergebracht sein und das große Sietlluugswerk iin Lande seinen Anfang genommen haben wird.“ (Z. K.) Die Geifabrik Schemen in Cäserea, deren Hauptnntcilhabcr Mr. Paiensolm ist, hat sieh endgültig entschlossen, außer ihrer großen Fabriksanlnjje in Aegypten auch noch eine kleinere Fabrik in Cäserea mit einem Kapital von 150 Oüü Pfund z.u errichten. Das Gelände ist bereits angekauft und der Bau wird in kurzem beginnen. Die Regierung will Cäserea durch eine Zweigbahn mit der Hauptstrecke Jaffa—Haifa vor- Fänden. Zemcntfabrik in Haifa. Eine Portland-Zemcntfahrik mit einem Kapital von 25000 Pfund wurde unter dem Vorsitz des Herrn Boris Goklberg in Haifa gegründet. Fs sind Vorbereitungen getroffen, tun das Kapital auf 100(100 Pfund zu erhöhen. Der Ankauf eines geeigneten Grundstückes am Hafen von Haifa ist im Gange, worauf sogleich mit dem Ankauf von Maschiiten und der Gebäudeerrichtung begonnen werden wird. Lagerhäuser in den Hafenstädten. Eine iigyptische Gesellschaft hat zusammen mit der Anglo- Pah stine-Company und den Herren Pcwsncr und Ca 110 in Haifa die Konzession zur Errichtung eines Waren/•• haiiscs erworben. Die Regierung ist bereit, auf einen Antrag hin auch für Jaffa eine solche Konzession zu I erteilen. I Die Entwicklung der Handelsschule in Jaffa. Ikr kürzlichc Bericht der Handelsschule ln Jaffa, einer Gründung der Kaufmannschaft von Jaffa, die ihren Zöglingen außer allgemeiner und jüdischer Bildung handclswissensehaftliciie Kenntnisse beibringt, besagt, daß diese Schule zurzeit aus vier Klassen besteht. Außerdem werden Abendkurse erteilt. Unterrichtsf.ächer sind u. a. Hebräisch (Grammatik, Bibel, Literatur), Englisch, Französisch, Arabisch, Mathematik, Naturwissenschaften und 1 landelswissenschaften. Ziegelstein- und Tonröhrenfabrik in Mozza. Herr Steinburger, ein Kolonist aus Mozza hei Jerusalem, hat eine Gesellschaft gegründet zur Ausbeutung der Tonerde auf seiner Besitzung. Unter den Gründern befindet sich Herr S. J. Weinstein aus New York und van Vrieslantl aus Jerusalem. Die Gesellschaft hat ein Kapital von 25 000 ägypt. Pfund und beabsichtigt, bcsonders Dachziegel nach Marseiller Muster hcrzustelkn. Zu diesem Zwecke wird ein, besonderer Spezialist aus Marseille herangezogeu werden. Teppichindustrie. Die in Jerusalem begründete Tcppichgescllscltaft hat ein Kapital von 500 000 Dollar. Vorsitzender ist Herr Isidor Grünblatt aus Philadelphia, der nach Jerusalem übcrsiedelt. Die Kassengeschäfte leitet Herr Louis Topkis, Die Gesellschaft hat alle Geräte, Werkzeuge und Muster der Tepnichabteilimg des Knnstgcwcrbcinstitutcs ״Bezalei" angcKault, Beteiligt sind n. a. die Herren Schumann-Glasgow, isaakson- New York und Abraham Goldberg-Ncw York. Einführung der Geflügelzucht ln Palästina. In Pethnch-Tikwah hat sieh vor einem halben Jahre ein Engländer namens Sarezky niedergelassen, welcher dort eine Geflügelfarm in größerem umfang einrichten will. Er brachte die erforderlichen Einrichtungen sowie auch Rasschülmer mit, von denen jedes jährlich etwa 300 Eier legt. Sarezky nimmt an, daß seine Farm in fünf Jahren so weit gediehen sein wird, daß sic jährlieh 20000 Eier produziert und daß sich in drei Jahren bereits der Preis für Geflügel und Eier auf die Hälfte vermindert. Güterverkehr mit Palästina. Der Dampfer ״Aibcssinia“ der Deutschen Lcvautclinic, der am 15. Jatwar Hamburg und am 20. Januar Antwerpen verläßt, legt auf seiner Reise in Jaffa und Haifa an. (Z. K.) Palästinensische Zollbestimmungen. In Palästina stehen auf folgende Waren keinerlei Einfuhrgebühren: Persönliche Effekten, Toilettcartikel, gebrauchte Gegenstände und ähnliche Sachen in den Koffern der Reisen׳• den sich befindend und zum, eigenen Gebrauch gehörend (nicht inbegriffen and Fahrräder, photographische Apparate, Grammophone, Schreibmaschinen, Waren, die nicht konsumfähig sind, alle Sorten von. Tabakwaren); Muster, wenn cingeführt und solche Muster palästinensischtr Provenienz, welche einen Wert von 10 £ nicht überschreiten; Drucksachen und Bücher; Photographien, welche durch Postpakete zur Aiisenduug gelangen; Särge, Leichen enthaltend, Kunstgegenstäudc, Antiquitäten usw., für Museen importiert; Maschinen für Landwirtschaft, welche den betreffenden Farmern zum Sclbstgebrauch ausgefolgt werden; Chemikalien zum Sclbstgebrauch, welche an die Landwirte direkt ausgcfolgt werden. (Nachstehende Artikel sind als landwirtschaftliche Maschinen klassifiziert: Spreumaschinen, Rübenimd Bohnenscltncidcr, Stampfmaschinen, Mahlmascluncn, Schlagmaschinen, Dreschmaschinen usw.) (Z. K.) Der Verein der Apotheker Palästinas. Am 10. Kislew wurde in Jerusalem die erste Tagung der palästinensischen Apotheker nbgchaltcn. Der Verein trägt internationalen Charakter. Es sind in ihm vertreten alle Apotheker Palästinas, Juden, Griechen, Araber, Amerikaner usw. Vorsitzender war der Grieche To.upnlos, der älteste Apotheker Jerusalems. IXc Tagung zerfiel in eine wissenschaftliche und eine praktische. IXc Debatten wurden hebräisch, arabisch, englisch und französisch geführt. Es wurden eine ganze Reihe wissenschnftlicher und administrativer Fragen erledigt. Der Apothekerverein wird viel zur Hebung der sanitären Lage des Landes beitragen. '״Ica“ und Zionismus Der palästinensische Korrespondent des ״Najer ll.ijnt“ hatte kürzlich ein Gespräch mit dem Chcfadministrator der der ״lea“ gehörigen jüdischen Kolonien in Galiläa, Herrn Kalwaryjski, welcher soeben von seiner Etrroparcisc zurück gekehrt ist. Kalwaryjski, ein organisierter Zionist, hat in den Kolonien wertvolle Arbeit geleistet. Vor allem ist seinem Einfluß und dem Vertrauen, das. er bei den Arabern genießt, zum großen Teile die Besserling des Verhältnisses zwischen Juden mul Arabern in Galiläa zu verdanken. Kalwaryjski hat auch eine hebräisch-arabische Schule errichtet, in welcher die Fellaclienkinder unterrichtet werden. In dem Gespräch erklärte Kalwaryjski, daß in der letzten Zeit die Beziehungen zwischen Baron Rothschild, dessen Kolonien die ״lea“ verwaltet, und der Zionistisehen Organisation viel engere geworden sind als früher. Für die künftige Arbeit in Palästina sei dem Baron und der ״Ica“ eine Reihe von Plänen vor. gelegt worden, welche die landwirtschaftliche Kolonisatioii, Industrie- und Fabriksprojekte betreffen. Den letztgenannten mißt der Baron große Bedeutung bei. Die landwirtschaftliche Kolonisation in Palästina hat ihm große Kosten verursacht; gegenwärtig kosten die Kolonien angesichts des Standes der französischen Valuta den Baron 15 Millionen Francs jährlich. Fabrikbetriebe würden dagegen keine weiteren Nachschüsse von großen Summen fordern. IXk.11 will der Baron die landwirtschaftliche Kolonisationstätigkeit nicht aufgehen, da er sich dessen wohl bewußt ist, daß sie die Grundlage für die Festigung der jüdischen Position im Lande bilde und auch weiterhin die Siedlungsgrundlagc bilden wird. Doch infolge der großen Summen, welche die landwirtschaftliche Kolonisation erfordert, müsse jetzt die Industrie die erste Stelle in der Palästinatätigkeit des Barons einnelimcn, lieber die F i ua n z f r a g e äußerte sich Kalwaryjski dahin, daß die vor kurzem nicht besonders günstigen finanziellen Aussichten des Palästina-Aufbauwerkes sich jetzt stark gebessert haben. Auch in den Kreisen der französischen Assimilationsjuden sei der Wille vorlianden, viel für die Palästinaintcressen zu tun. Für die weitere Besserung der finanziellen Lage sei viel dadurch zu erhoffen, daß die ״lea" sich bereit erklärt habe, am ökonomischen Rat (Economic Council) bei der Zionistischen Organisation teilzunchmen. Ihr Vertreter Herr Maiersohn bringe der Palästinaidcc großes Interesse entgegen mul von seiner Mitwirkung sei viel zu erhoffen. Der Eintritt der bisher assimilatorisch-philanthropisch geleiteten ״Ica", welche bekanntlich das Erbe des Baron Hirsch verwaltet, in den unter dem Vorsitz des englischen Ministers Sir Alfred Mond stehenden Economic Council der Zionistischen Organisation, die finanzielle Kontrollbchörde der gesamten künftigen Palästinaarbeit, wäre jedenfalls geeignet, eine wesentliche Stärkung des Aufbauwerkes herbeizuführen, und ließe auf eine charakteristische Sinnesänderung der ״lea“• Leitung schließen. Deutschland Jabotinsky in Berlin Unter ungeheurem Andrang haben in Berlin zwei große jüdische Massenmeetings stattgefunden, bei denen Jabotinsky über die Situation im Zionismus gesprochcn hat. Mittwoch sprach Jabotinsky in den Sophiensälen in russischer Sprache, ponnerstag iin Lehrervereinssaal in deutscher Sprache. Lange vor Beginn des Vortrags mußten die Zugänge gesperrt werden, so daß eine vielhundertköpfigc Menge keinen Einlaß mehr finden konnte. Den Versammlungen präsidierte Dr. Hantkc. Am Donnerstag begrüßte der Vorsitzende der Z.V. f. D., Herr Felix KoscnMüth, den Gast als ein Vorbild hingebungsvollster Tat im Dienste des Zionistnus. Jabotinsky betonte in der Einleitung seiner Rede seine große Freude, wieder mit deutschen Zionisten direkt in Berührung zu kommen. ״Ucberall, wo man den zionistischen Pulsschlag fühlen kann, besonders in Palästina, sehnt man steh darnach, den deutschen Zionismus wieder an der Spitze der Bewegung zu sehen. Wir haben viel von den deutschen Zionisten gelernt, viel in bezug auf Organisation, Tüchligkcit, Ernst und auch bürgerlichem Mut Viel Mut einmal zur Zeit des Sprachenkampfes und zum zweitenmal im Winter 1917. Die Gewichtsverteilung im Zionismus ist künstlich verschoben ■worden, aber ich hoffe, daß wir die deutschen Zionisten und das deutsche Judentum in der ersten Reihe der großen Armee sehen werden, die Palästina aufbaut." ln seiner groß angelegten Rede wandte sieh Jabotinsky zunächst gegen die vorsichtige Zurückhaltung, die im Zionismus Mode geworden ist an Stelle der kräftigen Betätigung. ״Wir bemühen uns ncuestcivs, möglichst sachlich und praktisch zu erscheinen und meinen, auf idealistischen Schwung verzichten za können.“ Er wendet sich heftig gegen die Beschlüsse der amerikanischen Föderation, insbesondere die Be- Schlüsse ■über die Teilung des Keren hajessod, und betont die große Bedeutung der Tatsache, daß jeder einzelne, selbst der kleinste Spender, nicht mir Spender, sondern gleichzeitig Investor in Palästina ist. Wir müssen darauf gefaßt sein, daß wir eine große Menge von Ausgaben machen müssen, die sich nicht rentieren können. Das Schulwesen ist bei uns nicht vergleichhar mit dem anderer Völker. Fs ist ein großer Fehler, wenn die Zionistische Organisation das Schulwesen vexi sich abwäl/en will. Redner ist der Ansicht, daß auch die englische Garnison in Palästina von einer jüdisehen Garnison abgdöst werden muß, deren Kosten wir zu tragen haben werden. Bezüglich der Aufbringtmg des Geldes müssen wir vor dem ganzen Volk den Gedanken des Maasser vertreten. Die ernsteste Stunde unseres Volkes ist da, jetzt fordern wir von jedem ein Zehntel seines Vermögens und seines Einkommen.,. Fs gellt nicht an, daß die Zionisten in der Diaspora sich mit den Taten der palästinensischen Helden brüsten, aber selbst nicht einmal zahlen wollen. Jeder Tropfen Blut und jeder Tropfen Schweiß in Palästina ist eine Mahnung an die cialuthländor. Redner schildert die Entwicklung in Palästina seit der Okkupation und schließt mit einem dringenden Appell, alle Kräfte in den Dienst der Sache zu stellen und vor allem als erste Voraussetzung den Maasser zu zeichnen. Die Versammlung bereitete Jabotinsky eine große Ovation und nötigte ihn nach dem Schlußwort Dr. Rosenbergs zu einer kurzen und eindringlichen hebräische:! Ansprache. Dritter Kartelitag des K. J. V. ia Leipzig Vom 2ft. bis 28. Dezember des vergangenen Jahrefaiid in l eip/ig der drilte Kartelitag des Kartells Jüdischer Verbindungen statt. Diese Tagung des K. J. V., das sich immer als starke Stütze des deutschen Zionismus gefühlt und jederzeit innerlichsten Anteil an seiner gedanklichen und praktischen Entwicklung wie an allen seinen Aktionen und Arbeiten genommen hat, bot ein klares Bild von der Stimmung und vor allem dem Arbeitswillen unserer akademischen Jugend. Was an Mängeln infolge der starken Inanspruchnahme durch den Krieg und seine Folgeerscheinungen im Kartell aufgetreten war, das ist jetzt einem deutlichen Zuge zur inneren und äußeren Festigung gewichen, und die glücklicke Harmonie zwischen jugemHidiem Idealismu, in den Forderungen an das eigene Ich und kühler lUsonnenheit in der Auffassung von der Notwendigkeit bester fachlicher und sachlicher Vorbildung ist ein recht erfreuliches Zeichen für die zionistische Erziehung der K. J. V.-Jugend. Man konnte fcststcllcn, daß das Kartell, das jetzt zirka 1800 Mitglieder umfaßt, und das an fast allen deutschen Universitäten, an denen Juden studieren, wie auch in Wien durch seine Verhiiulungen vertreten ist, mitten im zioivstischcn Leben steht und starken Anteil an seinen Arbeitest nimmt. IXe spezifisch studentische Vertretung gegenüber Universitäten und Behörden wurde in einem kurzen grundsätzlichen Referat behandelt, das deutlich die Wege wies, wie man die Interessen der jüdischen und insbesondere auch der zahlreich gewordenen ostjüdischen Studenten wahrt. Für diese ist auch eine großzügige Hilfsaktion in Angriff genommen, die wirtschaftliche Unterstützung, Beschaffung von Arbeitsgelegenheit, Wohnung und Büchern, Rechtsschutz und Berufsberatung umfaßt und vom Kartell weitgehendst unterstützt werden soll. Ein weiteres Referat legte die Grundzüge der Mitarbeit von K. J. V.crn in den jüdischen Arbcitsamt cm klar, die sich die Fürsorge für Ostjuden zur Aufgabe gesetzt haben und für ihre Vertretung bei Behörden wie auch für ihre Unterbringung in möglichst werktätigen Berufen sorgen Aus der Erfahrung solcher pflichtgemäßen Tätigkeit konnte berichtet werden, wie erzieherisch und die Voikszusammcnh.'ingc wieder anknüpfend dieses Zusammensein mit Ostjuden wirkt. Um der Z. V. f. D. leichter Arbeitskräfte zur Verfiigung stellen zu können, beschloß man, am Orte jeder K. J. V.-Verbindung eine zionistische Arbcitsstelle einzurichtcn, die die Vermittlung geeigneter K. J. V.cr als Mitarbeiter für die Bezirkssekretariate zu übernehmen haben. Fernerhin beschloß das Kartell weitgehendste Unter- Stützung des Keren alijah, vor allem aber gab cs anläßlich seiner Tagung noch einmal einmütig kund, daß für jedes Mitglied in vollstem Umfang die Verpflichtung — nicht nur zur selbstverständlichen eigenen Zeichnung —, sondern auch zur intensivsten Mitarbeit an der Werbung für den Keren hajessod besteht. In vorläufiger Ausführung des Dienstpflichtgcdankens soU sich jeder auf Anforderung des Präsidiums vier Wochen der Organisation zur Verfügung stellen, und das Präsidium wurde beauftragt, durch ein neu zu schaffendes Ressort für Dienstpflicht und Keren hajessod I Ü1C organisatorische Ausführung zu beginnen. ן Den breitesten Raum nahmen, wie es in einer I Erziehungsgemeimchaft selbstverständlich ist, die Spezialreferate und sachliche Debatte über die Fragen des Unterrichts, der Erziehung und der Berufs-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.