Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 1-2 (5.1.1921)
- Date
- 1921-01-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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JUEDISCHE RUNDSCHAU t 1 de üe em r»e r cre cn, 'CT •«״־.־ 1er len ein Uli als r *• uer!er», :tus ein r in sei» ^ht. ren zu der cht :Ui- ׳;k1jü- CkrC ten, Kon der and ilah der ►km cht ־en, iCTZ Nr. 1/2. ...._.__ ״Deutsche Chaluzim“ Erklärung Obwohl ein Irrtum kaum möglich ist, möchte ich nochmals ausdrücklich darauf hmwäsen, daß alle von mir mit vollem Namen gezeichneten Aufsätze lediguch meine eigene Ansicht wiedergeben und keinerlei offi׳• «iclle Meinung vertreten. C. Z. Klötzel, Erwidenngen l. Von Richard Lichthcim. ln Nr öl 02 der ״Jikl. Rundschau'‘ hat Herr C. Z. Klötzel'einen Artikel - nein, eine Lehrervereinsrede über — nein, gegen die zionistische Jugend drucken lasse«. , Da ich nicht zu dieser Jugend gehöre, vom Verdacht ideologischer Verbohrtheit und radikalistischer Phrasenmaclierei (hoffentlich) frei bin, mandiem der Jüngeren sogar als bourgeoiser Reaktionär gelte, so bin ich vielleicht der richtige Mann, tun mit der %׳on Herrn Klötzel vorgetragenen Meinung abzurcchnen. Nur scheinbar behandelt Herr Klötzel die Frage der ״Berufsberatung'‘, der ״I and wirtschaftlichen Ausbildung“ gewiß Fragen, die zu allerlei Erwägungen und Betrachtungen Anlaß bieten können. In Wahrheit schreibt er gegen die zio* «istischc Bewegung und ihre Jugend, und darum sind wir alle -■ das beißt alle diejenigen Zionisten, denen Zionismus keine Vereinsmeierei ist - von dem Stich getroffen worden, den Herr Klötzel dem Zionismus versetzt hat. Was Herr Klötzel z.inn besten gibt, ist von A bis Z falsch gedacht und unzionistisch empfunden. Er behauptet, die Blau-Weiß-Jugeml werde zur Landwirtschaft gepreßt mit der Begründung, daß nun hier als Zionist nicht leben könne und in Palästina nur Landwirte zu brauchen seien. Was das ״Pressen“ betrifft, so weiden die Jugendführer selbst wohl zu dieser Behauptung Stellung nehmen. Was ich im Markenhof bei Freiburg gesellen habe, widerspricht ihr durchaus. Aber wenn schon wenn wirklich eine Anzahl junger Leute zur Landwirtschaft gehen, die keine Eignung und Neigung für den Beruf haben, so beweist das gar nichts gegen den Wert der Bewegung, die unsere Jugend ergriffen liat. Die Ungeeigneten werden gewiß nach kurzer Zeit schon einschcn, daß sic auf dem falschen Wege sind und abschwenken. Denn harte Arbeit in freier Luft von morgens bis abends ist sehr geeignet, Illusionen zu vertreiben, Andererseits: Ich begreife nicht, warum gesunde junge Leute au der Landwirtschaft nicht Gefallen finden sollen. Es ist ein mindestens׳ so schöner Beruf wie der des Rechtsanwalts, Zahn• arztes <xlcr Zeitungsschreibers. Welch bedauerliche, noch immer nicht beseitigte jüdisch-kleinbürgerliche (ihctto-Besdiräiikthcit spricht aus der Meinung, es bedeute besonderes ״Heldentum“, wenn ein junger Mensch durch Ausübung des Landwirtschaftsberufs seine (ziouistische) Lebensauffassung verwirklicht! Kein Heldentum ist das, sondern Glück — reinstes Glück, in dieser verdammten Welt der Abhängigkeiten und Widrigkeiten endlich einmal tun zu dürfen, was mit der Sehnsucht des Herzens übereinstiimnt. Natürlich ■gibt es da allerlei ernste Fragen: Was wird in Palästina aus dieser Jugend? Bekämpft werden muß das wirklichkeitsfremde Gerede der Kaffeehaus- Tolstois von der ״wahren Gemeinschaft“ und die kultur- und Hirn überströmt. Um so erschütternder und als flammender Ruf nach jüdischen Schulen für jüdische junge Menschen wirkt dann die Schülerzeit im christliehen Gymnasium, wo im Staub und in der Unjüdischkeit des materialistischen Alltags sowie unter den Hlinden verständnisloser, klobiger ״Pädagogen“ ein Stück nach dem anderen jüdischer Seele in des Knaben Brust erstidkt und zerstampft wird. Aus der Studentenzeit aber ragt turmhoch und packend ein nächtliches Gespräch hervor, in dem der, um dessen Gestalt die Buchschilderung sich rankt, in heißer, weher Leidenschaft um sein Judcsein ringt und schließlich, als ihm auch der andere — s״״st Vorbild und Jugendliebe — nicht das gehen kann, wonach es ihn verlangt, in sich die Erkenntnis aufkoniincn killt, daß jeder nur in sich und durch sich allein diesen Kampf um das Sichselbst-Bcwußtwerdcn ausfechten kann. Unendlich viel Seelenqual und Judentragik liegt über diesem Naehtgespräch ausgeschüttet. Gott ist' mir in der Gottcswclt zu finden. Erbauen wir sic nicht mit der jüdischen Nation und mit Gottes Recht, so ist auch Gott nicht in der Welt und unnütz ist das Klagen, daß wir ihn nicht finden. ״So wahr es ist, daß die jüdische Nation ,existiert‘, so wahr existiert auch ihr Gott, Die jüdische Nation ist der einzige Zeuge des jüdischen Gottes. 111 der Welt der jüdischen Nation ist Gott einzige Wirklichkeit. Aus Gott und Gottes Recht baut die jüdische Nation ihre Welt auf. Es hat wenig Sinn, wie das heute die meisten. Juden in Deutschland tun, sich erst aus allen möglichen — nur nicht jüdischen — Bestandteilen eine Verstandes- oder Herzenswelt auf zubauen und dann seufzend und wehklagend herumzitlaufen: ich finde Gott in dieser Welt nicht mehr. Wie kannst du Gott darin finden, wenn du ihn niemals hmeingetan hast?“ Fern von weichlicher Sentimentalität rührt dieses Studentengespräch auf dem nächtiichcn Schloßberge, in das die jugendfrohen Gesänge der unkomplizierten, robusteren deutschen Studenten hereindringen, an alle Wunden des jüdischen Körpers und Geistes. ״Jude sein, heißt: anders sein, als alle anderen.“. . , widrige (jeden starken Emzelwillen anwklemdc) Verhimmehmg des Kommunismus: Wahre Gemeinschaft ist überall da, wo aufrechte, ehrliche Menschen zu einem gemeinsamen Ziel streben. Die Häuser, Felder, Hühner und Weiber brauchen deshalb nicht kommunisiert zu werden. Unsere jungen zionistischen Landwirte sollen in Palästina selbständige Menschen werden, Bauern, Farmer und Pflanzer. Genossenschaft oder Einzel- Betrieb —- davon Hängt die Seligkeit nicht ab. Unsere Sorge — die Sorge der Organisation — muß darin bestehen, «len Chaluzim, die sich bewährt haben, in dieser oder jener Form zur Ansiedlung zu verhelfen, damit sie ein freies und würdiges (auch in den Dingen der äußeren Zivilisation eines gebildeten Menschen würdiges) Dasein führen können. Dies ist das Ziel. Kein Ziel für ״Helden“, mir für kräftige׳ junge Leute von festem Willen und gesundem Verstand. Daß sie als junge Neulinge in dieser Uebcrgangszeit allerlei schwere Arbeit in Palästina verrichten, schadet.ihnen nichts. Nur müssen sic wissen, daß sic eines Tages selbständige Landwirte sein werden. Herr Klötzel irrt also zunächst in der Bewertung der Berufe und der menschlichen Natur. Er möge einmal seine Aufmerksamkeit der Frage zuwenden, ob unsere zahllosen Mediziner und Juristen für ihren Beruf in höherem Sinne prädestiniert sind, als die Blau-Weißen für die Landwirtschaft. Wenn er eine besondere ״Be• rufung“ zum Beruf für erforderlich hält, so muß er von der Höhe seiner pädagogischen Weisheit mindestens ÖÜ 0,״ der akademisch Gebildeten die Berechtigung zu ihrem Beruf bestreiten oder ihnen allen — Heldentum zubilligen. (In Wahrheit führt gewohnheitsmäßig ohne besondere Begabung und Neigqng ausgeführte Benifstätigkeit nicht ins Heldentum, sondern Ins stumpfe Banausentum, den Normalzustand des ״gebildeten“ Europäers.) Landwirtschaft ist in diesem Sinne ein Beruf wie jeder andere. Heute mag or dem städtischen Juden ferner liegen, aber von Jugend auf geübt, ist er nicht schwerer, wohl aber gesünder und erfreulicher als die meisten städtischen Berufe. — Aber dürfen wir Westjuden -- so fragt Klötzel — überhaupt nach Palästina gehen, während die ostjüdischen Massen noch vor den Pforten harren? Gewiß ist es besonders traurig, daß die Ostjuden nicht sofort in grollen Massen einwandern können. Aber cs ist nicht wahr, daß die Chaluzim aus Deutschland irgend einem Ostjuden seinen Platz im Linde fortnehmen. Wenn wir überhaupt zu einer nennenswerten Kolonisation gelangen, so wird für alle tüchtigen, landwirtschaftlich■ ausgebildcten jungen Leute in Palästina Raum sein. Und auf ihnen beruht die Zukunft des Landes. Die Beredsamkeit derjenigen, die nicht nach Palästina können <nler wollen und daraus eine Theorie des ewigen Golus- Zionismus machen, kann unsere Erkenntnis nicht erschütten!, d a ß die Juden nur dann Palästina besitzen werden, wenn sie das Land b e - b a u c n. Will ein Volk von Städtern, von Händlern, Schneidem, Advokaten und Schriftstellern das Wagnis solcher Kolonisation unternehmen, so muß es eine Jugend aben, die hierzu entschlossen und befähigt ist. Da gibt es keinen Unterschied zwischen Ost und West, Ist Palästina ein bestehendes, aber fertig eingerichtetes Asyl für verfolgte Ostjuden, so sollte kein Westjude dort eiuwaudcrn. Dies aber ist Palästina nicht. Jeder junge Landwirt in Palästina, der an der Erschließung des Landes mithilft, gibt drei städtischen Ostjuden die Mögliclikcit der Einwanderung. So wird Palästina Nach dem Zusammenbruch seines religiösen Gedaakcngcbätides landet Heinrich Thorning, der Kämpfer um Gott, im ״jüdisch-völkischen“ Lager. Es ist für Breuer schon viel, dal) er das starke jüdische Empfinden, die triebhafte Liebe zum Judenvolk der jungen Menschen dieses Kreises uneingeschränkt anerkennt, daß ihre Kritik weit mehr sich bemüht, zu verstehen und darum zu verzeihen, als vorher bei der Schilderung assimilatorischer Kreise. Und trotzdem ist auch dieser Teil ungerecht und innerlich mißlungen. Es ist ein Schemen, ein künstlichkonstruierter Begriff des ״Jüdisch-Völkischen“, oder doch zum mindesten wieder nur das Heranz.iehen und Verallgemeinern eines Typs aus einem ganzen Lager, was Breuer hier gibt und bekämpft. Es ist außerordentlich bequem, deutsch-völkisches und jüdisch-völkisches Studententum glcichzusetzen und mit den sich äußerlich (leider oft!) so ähnelnden Erscheinungsformen der beiden studentischen Kreise diese Erkenntnis zu belegen. Aber weiß Breuer nicht, oder will er nicht wissen, daß ein großer Teil unserer Jugend nicht ein ״völkisches“ Judentum im Sinne der übrigen Nationen erstrebt, nicht ״die Last unerträglichen Andersseins von sich abschüttcln und am Tisch der Nationen!,!atz nehmen will“, daß ihr Ideal durchaus nicht ist, ״nicht mehr gottbewußte Juden, zu sein, sondern selbstbewußte Juden“, daß vielmehr von ihm die Synthese des Göttliehen und Menschlichen im Judentum ganz im alten und echten Sinne erstrebt wird? Das heiße jüdische Sehnen, das die nationaljüdische Jugend in ihrem wahrlieh nicht schlechtesten, ja vielleicht auch in einem zahlenmäßig sehr bedeutenden Teil in unser Lager drängt, ist in keiner Weise mit dem chauvinistischen Kraftmciertum verwandt, das heute große Massen deutscher Jugend in das nationalistische Lager schärfster Tonart und erbitterte Gegnerschaft gegen die demokratische Re» publik treibt. Unser Nationalismus hat mit Imperialismus, Revanchegedanken, völkischem Dünkel und aufge» btaseoer, unduldsamer Sdbstfibertiebung nicht das mindestc zu tun; ihm liegt zuletzt doch nur die seelische Sehnsucht nach dein Judentum überhaupt, nadi Seite 5 aulgebaut werden, nicht durch mechanische Einfüllung von ostjüdischen Flüchtlingsmassen. Klötzels Satz, daß der junge Landwirt aus Deutschland kein Anrecht auf das Land habe, ״ehe nicht der letzte Ostjude dort ein Asyl gefunden hat‘, ist nationalökonomisch grundfalsch. Genau so falsch wie etwa die Behauptung, kein Unternchincr dürfe nach Palästina gehen, ehe dort nicht alle armen Juden untergebracht sind. Genau so, wie Intelligenz und Kapital des Unternehmers erst die Mögliclikcit gibt, den Besitzlosen Arbeit zu schaffen (die Frage der Kontrolle des Privatkapitals hat damit nichts zu tun; theoretisch kann es sich auch um staatlich kontrollicrtes oder geleitetes Unternehmertum handeln) genau so gibt erst die Arbeit unserer Chaluzim aus Ost und West die Möglichkeit, größere Massen nach Palästina einströmen zu lassen. Der Landwirt schafft den inneren Markt und bestimmt die politische Zukunft des Landes. Die Zahl unserer jugendlichen Kräfte, die gewillt und imstande sind, Palästina zu erschließen, is* nicht zu groß, sondern zu klein. Bei den Zuständen in Osteuropa ist es dort nur wenigen möglich, sich schon vor der Einwanderung gründlich auszubilden. Eben darum, hat die Zeitung ״Haarez“ die Ankunft der Chaluzim aus Deutschland so freudig begrüßt. Soviel über Klötzels Irrtümer im Gebiet der Tat- Sachen. Ich rekapituliere: landwirtschaft ist kein Mysterium, sondern ein Beruf, der wie jeder andere erlernbar ist und dem gesunden Durchschnittsmenschen nicht geringere Befriedigung gewährt, als irgend ein anderer Beruf. (Aufstieg zu selbständiger Existenz ftatürlich vorausgesetzt.) Heldentum ist nicht erforderlich, nur Wille und Tüchtigkeit. Palästina schreit nach Arbeit und Kapital, schreit vor allem nach jungen Landwirten. Was in der Welt an zionistisch gesinnten, landwirtschaftlieh geschulten Kräften da ist, die den Namen Chaluzim verdienen (von Literatur-Kwuzoth ist nicht die Rede), aus Ost und West, Nord und Süd, sic alle können, sollen, müssen in Palästina angesieddt werden. So, nur so wird das jüdische Palästina werden. Aber Klötzel hat noch einen Einwand: Wenn schon Landwirtschaft erlernbar, für Palästina nötig, Verdrängung der Ostjuden durch die Westjuden nicht zu bcfürchten ist: Treiben wir nicht Raubbau mit den Kräften der Nation, wenn wir ausgereclmet junge Leute aus Deutschland in die palästinensische Landwirtschaft führen? Mit demagogischer Wendung spricht er dann plötzlich von Chaussecarbeitern und Steinklopfern und tut so, als ob solche Berufe von irgendwem für unsere Jugend erstrebt würden. In Wahrheit sind die Chaletzim aus Deutschland Nchon jetzt in Palästina in der Land- Wirtschaft untergebracht, aber es kann natürlich vorkommen, daß sie in den ersten Jahren schwere Pionierarbeit leisten müssen, leb sagte schon, daß cs unserer Jugend — aber auch der östlichen, Herr Klötzel! - kein Lebensziel bedeuten soll und darf, Tagelöhner zu werden. Für Aufstieg müssen wir sorgen, das ist ja die eigentliche Aufgabe der Organisation. Dies vorausgesetzt: Ist es wirklich Raubbau, Materialverschwendung, wenn wir unsere Jugend auf diesem Wege ermutigen? Zugegeben, daß es sich auf den ausgetretenen Straßen europäischer Großstadtbcrufe leichter geht, daß manche Schwierigkeit und Enttäuschung zu überwinden sein wird: Vom Standpunkt des jüdischen Volkes und des jüdischen Landes ist jedenfalls zu antworten: Es muß gewagt werden, auch Opfer dürfen nicht schrecken; wo man Holz hackt, fallen Späne. lind vom Standpunkt der jungen Menschen selbst, die, wie Klötzel so schön sagt, ״Zugang haben zu allen Quellen des europäischen Wissens“, und - - so vollenden dem Wiedcrverschmclzen mit ihm und seinem von ilun nicht zu trennenden Gottesgedanken, nach dem Wiedereinswerden mit der alten, starken, in s.ch ausgeglichenen Vätcrart zugrunde. Generationen vor uns haben schon die Bande zerschnitten, die sie mit dem jüdischen Gesetz, mit ״Gottes Recht“ verbanden. Wir, die Jugend, müssen diese Kluft von drei, vier Generationen Überbrückern entwickeln uns langsam zu etwas zurück, das uns nicht mehr überliefert ist, das wir uns vielmehr erst selbst mühsam und unter Rückschlägen und Widerständen äußerer und innerer Art erkaufen müssen. Es wäre nur gerecht und — jüdisch, wenn Breuer auch diese Jugend gesehen und geschildert, wenn er sich gefragt hätte, was ohne den jüdischen Nationalismus als Anreger, Lebensspender und Etappe auf dem Wege zum Volljudentum aus dieser Jugend geworden wäre, die beim Judentum zu halten oder es ihm erst einmal zu übermitteln weder die Gesetzestreuen noch die Ncologcn eine Kraftanstrcngung gemacht haben. So kann denn Breuers Buch, so sehr uus ihm des Autors starke, eigenwillige, aber auch unnahbarstarre Persönlichkeit spricht, nicht das abgeschlossene, die ganze Wirklichkeit jüdischen Lebens und jungen Lcbcnssprossens spiegelnde Bild geben, das die Schöpferkraft, innere Glut und Intelligenz des Verfassers hätte schaffen können, wenn er nicht in gewollter oder ungewollter Verständnislosigkeit gegenüber organischem Werdegange bereits abgeschlossene Entwicklungen und überstürzt erzielte Resultate von einer neuen Jugend verlangen würde, die nicht das Glück gehabt hat, als Enkel eines Samson Raphad Hirsch all dieses Wissen und Wollen gewissermaßen als Patengeschenk empfangen zu haben, sondern die erst einmal den steinigen Weg, der üb«־ anderthalb Jahrhunderte zu uns führt, zurückwandem muß. Hans Ooslar.