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Jüdische Rundschau · 1920-12-22 · Heft 91-92 (22.12.1920) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 91-92 (22.12.1920)
Date
1920-12-22
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 91/92 Seite 683 * »r 11־, י-:1 i ,v» ־־\ ' M ou i \\ Ult, י1ין. ־ al־! 1;n* | 1e u (;1 U־!l, jn Soll, ik neu t vcrpr.idi :11 a I- Ir. - Samt- »!011• Sdit'11 Ir 1 ich Polen r k . Danzig — Ocstcrrcicli ן Paris, den 20. Dezember. (Telegramm der j ״Jüdischen Rundschau“.) Das Komitee der Jiidi-! selten Delegationen überreichte des sechsten Koni•! mission tles Völkerbundes ein Memorandum, worin j die Naturalisation der in Danzig wohj neu d e u J u d e 11 g e 1'ord c rt und!testen die! von der Dan/iger Regierung vorgesehenen Erschweruugen protestiert wird. Das Memorandum { verlangt für den Freistaat Danzig die Anerkennung des Minoritätenschut/.vertrgcs und den Schutz der. jüdischen Minorität. (ileichzeitig überreichte das Komitee dem Chef der Abteilung für Minoritätenfragen im Völkerbund ein ausführliches Memorandum über die Lage der g a l i z isc h e n Flüchtlinge in Wien, insbesondere über die den galizisclien Juden gemachten Erschwerungen bezüglich der im Friedensvertrag gewährleisteten Option zur Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft. ' ihre ßt/en f die fcann, lind- I '1 ׳5> ' ״1 « > II Id t: -'S 11' '11 1> .׳r I 1s 1 ■׳ ie ahne Benjetzt einidcn sctu füllt »aha acht von Jsen Zeit )9113 ' die 4cm cs- Jers י erist brtden feil. \ peh liug »RCk I für inte. [das V f Soziales Abbau der Hilfslätigkeit des Joint Der ״J. P. Z.“ wird aus Wien gemeldet: Immer mehr, werden die Ergebnisse der streng vertrauliche״ Konferenz bekannt, welche die Joi11t-I )irckt«1re11 sm vorigen Monat in Wien ahliielten. Der Konfcrcaz, welche ursprünglich rein administrativen Charakter haben seilte, lag ein New Yorker Telegramm vor, welches auf ei neu baidigen Abbau der Tätigkeit des Joint auf dem Gebiete der Linderung der äugenblieMiehcii Nut vorbereitet. Die Kasse des Joint in New York »erfiigt momentan nur über 3!Millionen Dollars, weicht• Summe bis zum 1. Juli 1021 ausrciclien soll. Nach Angabe von Kennern der Verhältnisse in Amerika, seien weitere Fonds nicht mehr zu erwarten, so 11,•1(1 an einen Abbau der Unterstützungs-Tätigkeit geschritten werden muß. Die- Mazzotlwcrsorgung muß eingestellt werden, ebenso werden für die Flüchtlingsfürsorge keine weiteren Mittel verfügbar sein. Die Konferenz beschloß in einer Resolution an die• .׳ltmirik,■mische ()Öffentlichkeit zu appellieren, neue Geldmittel aiifznbriiigen, tun die Fortsetzung des llilfs- Werkes weiterhin zu ermöglichen. Die Wiederaufbautätigkeil, aui die sich das Joint in Hinkunft beschränken will, soll vom Joint in Form einer separaten Aktion aufgenommen werden * Der Pariser Korrespondent der ״J. P. Z.“ berichtet: Der europäische Generaldirektor des Joint, Leutnant James Becker, ist nach Amerika verreist und dürfte auf seinen Posten nach Paris nicht mehr zuriiekkehren. Bis zur Ernennung seines Nachfolgers wird■ er■ von Dt. Bogen vertreten, Becker״, Demission eriolgtc teils aus persönlichen Grütulen, teils aus der Notwendigkeit, sich nach Amerika zu begehen, um persönlich Bericht über die Wiener Konferenz der Jo int-Direktoren und -Beamten .aus den einzelnen Liindcrn zu erstatten. Becker will versuchen, die amerikanische» Kreise zu weiteren Spenden aufziirüttcln, um so die katastrophale Einstellung der unmittelbaren Hilfstätigkeit des Joint ähzu wenden. Kleine Mitteilungen Ein Lebenszeichen Saul Tschernichowskis. Wie ״tiaarcz.“ vom 2. Dezember jnitfeilt, erhielt Dr. Klausnor in Jerusalem über Bulgarien einen Briet aus Odessa vom hebräische« Dichter Tschemidiowski. Fr teilt mit, d;1lt dir tiruppe der < Messner Schriftsteller sich .wohl befindet, da sie sehr viel arbeitet. Es wurdet» sehr viel eigene Werke gesell rieben wie auch Uebersetzimgen aus der WdtliteratitT gemacht. Auch haben sie viele OlR'riitoxlc für die hebräische Bühne Chisajom übersetzt. Sie ]iahen aller keine Möglichkeit, ihre Arbeiten zu veröffentlichen. Der Brief ist vom 14. September datiert. tcl- B1W ßer re» Eheser Slcinmann lebt. Die Kisdiinewcr jüdische Zeitung Der Jid“ vom 5. Dezember teilt mit, daß der junge liobr.iisclu: Schriftsteller Eli e se r Stet itnunn, von dem die Zeitungen mitgeteilt hatten, dal! er ge- Worben sei, sich numnehr in K i s c 11 i ne w befindet. Stetnmami wohnte bis vor kurzem in Odessa, wo er in dein von ihn! gegründeten Verlag ״F.rcz“ gearbeitet l'1*■ *n,0Lfe der ln:kannten politischen Umstünde konnte der Verlag niclu mehr als ein. Heft herausgeben. Steinmann hat wahrend der letzten Zeit eine ganze■ Reihe neuer Sachen geschrieben. Er beabsichtigt, sich demnächst nach Amerika zu begehen. Cltassidisclie Rabbonnn gehen nach Palästina. ,,IXiar Hajoin‘ teilt aus Jerusalem mit, da fl, wie aus Dien berichtet wird, die Rabbiner aus Griz und Warka sowie <11c Zadikim aus Cur und Sekolow sich anschicken, nach Palästina zu übersiedeln. Sie beabsichtigcn, zunächst eine Reise nach Amerika wkI England zti unternehmen, wo sie bei ihren zahlreichen wohlhabenden Chassidim größere Summen für den Aufbau Palästinas sammeln wollen. ieu־ JD;■:••. ׳:־CM C RUN DSC HAU Cäiitäc’ic GiaUizim , in Ercz-Israd «־,ind die ersten deutsche״ Clialii/itu! cnigciroiieu, Am Tage nach ihrer Landung stellte ״Haare/.“ fest, dal! sie ausgezeichnete Leute seien» ihr Handwerk verstehen und dem Leben dort einen neuen wertvollen Impuls geben werden. Den deutschen Chaliizim ist dieser Vorsehulllorhecr wollt zu gönnen, sofern sie nicht seihst darüber goläclielt haben, IJns sei es erlaubt, über dir Findigkeit timl 1 ixigkeit zu staunen, mit der die liebr.iisclu־ Presse Feststellungen macht, zu denen mau gewöhnlich erst im Laufe eines längeren Zeitraumes gelangt. Wir geben wohl nicht fehl, im Wunsche den Vater des Gedankens zu erkennen. Noch niemand in Palästina vermag zu sagen, wie die Ankömmlinge sich bewähren werden. Alicr man 11:1t offenbar drüben ein großes Bedürfnis iiaclt Menschen der Art, wie ״I laarez“ sie in den deutschen Clialu/iin zu erkennen glaubt. Und das muß jedem von uns ais eine Frage von großer Bedeutung erscheinen. Unter der ziouistisclicn Jugend Deutschlands gibt cs seit ’ Kriegsende im wesentlichen nur eine Parole: ״Ihr müßt Landwirte werden!“ Die Begründiing lautete so: Zionismus bedeutet» daß inan selbst sobald als möglich nach Ercz-Israel geht. Denn w i r können in Europa, in Deutschland nicht leben, w i r können dort keine Volljuden werden, wir streben nach Erlösung unserer jüdischen Seele, die uns nur in Erez- Israel zuteil werden kann. Wir brauchen Palästina. Es ist aber nicht möglich, als Kaufmann, Rechtsanwalt, Gelehrter, Künstler nach Erez-IsracI zu gehen: die können vorläufig •drüben nicht existieren. Das kann man nur als Landwirt. Danun: wer ein wirklicher Zionist ist, werde Landwirt! Dieser Parole sind ein paar Hundert junge Leute gefolgt. Sicherlich sind unter ihnen «ach Wollen und Anlage Mensche» besonders tüchtiger Art. Und gerade weit dein so ist, umli ein;!;׳■־!;;!!׳gesprodien werden, wie wein';;׳ richtig!״•׳.: ' ״ '■ ׳' ׳׳; linc; erheb--, lidieii Tii'.e, d.v :׳ . .... mit ihnen Die I;, ... .;,■ 1 bläh Landwirt werden ״uuiii'•, i;!:: 1c ä. : י!״;,;;!, beißt flieht ״so bald als iiU.öieh ״״׳oi P.,iä ge;)", ganz besonders daun uiciu, wenti ciä -e ״Verwirklichung‘' nicht so sehr dazu dienen soll, den Notwendigkeiten Palästinas tmehziikoimiK'i), ab der vermein 1 lieben ״Unmöglichkeit‘• eines z.ionistisdieii Lebens im (iaiulli aus dem Wege zu gehen. Wir wissen heute besser als je, wie Wvriig bei all unserer Paliistfnnarhcit in Frage kommen darf, was wir selbst für uns wünschen, daII allein die Not- Wendigkeiten des Landes wir meinen liier die wirkliehen, nicht die eingebildeten ausschlaggebend sein dürfen. Diese Erkenntnis allein kann uns die Verantwortung dafür tragen lassen, daß wir sagen müssen: ״Palästina ist keine Antwort auf das namenlose Elend der jüdischen Massen, sie dürfen noch nicht nach lircz- Israel!“ Wenn also selbst tilas Martyrium des Pogromflüditlings keine sachliche Anwartschaft auf schnellen Einlaß gewährt, dürfen dann westeuropäische Juden sagen: ״Wir müssen nach Palästina, denn wir können im Galuth nicht leben!“? Sie dürfen es offenbar nicht, und wenn nicht das Land sic braucht, haben sie kein Anrecht auf das Land, el»e nicht der letzte Ostjude dort ein Asyl gefunden hat. Ist schon Palästina keine Antwort auf die Not der jüdischen Massen, so noch viel weniger auf die Problematik der jüdischen Seele in Deutschland, - wo allein bisher in dieser Weise argumentiert worden ist. Man ״muß“ also keineswegs Landwirt werden, um als junger Mensch die letzten Konsequenzen aus seiner ziouistisclicn Gesinnung zu ziehen. Eime andere Frage, ob man nämlich überhaupt aus äußeren Bedingungen 11eraus nioraliscii verpflichtet werden kann, einen bestimmten .Beruf zu ergreden, sei liier ausgcschnitct. Der Vcrfasscr selbst verneint sie auf das Entschiedenste. Es bleibt also nur noch die Frage: sollen unsere jungen Zionisten Landwirte weiden? Hier läßt sich nicht mehr mit einem bedingungslosen ,Ja־‘ oder einem bedingungslosen ״Nein‘‘ antworten. Zweifellos s-d'en es alle, et ie es von Haus ans wollet), vor! Haus aus, nidit vom Blauweiü aus! Wer Lust und Liebe zur Landwirtschaft fiat - zur Landwirtschaft, nicht zu einem imaginären ״erdauiahen“ Leben auf kommunistischer Basis in Palästina , der soll zur Landwirtschaft gehen. Ilm wird es weder moralisch »och materieil zerbrechen, wenn es ihm nicht so bald gelingt, nach Palästina zu kommen. Er wird auch hier, in Amerika, wo immer Ihr wollt, Landwirt werden! llun lasse num jede nur erdenkliche Förderung angedeihen: jeder einzelne dieser Menschen ist, wo immer er auch sei, unendlich wertvoll. Niemand wird behaupten wollen, daß auch nur für einen erheblichen Teil der '200 :100 zionistischen Landwirtsehaftsschüler in Deutschland diese Voraussetzung zu trifft. Der größte Teil kommt zier Landwirtsciiaft auf dem Wege über den Verstand. Sie werden Landwirte nicht um der Laiidwirtscliaft willen, sondern um des Zionismus willen. Außerdem spielt eine sehr starke Assimilation an Ideen eine Rolle, die zurzeit unter der freiheitlich gerichtete« deutschen Jugend sehr vcrbreitet sind. Sozialismus, Siedlung, Gemeinschaftsleben sind die Ke an Worte, die diesen» Gedankenkreis grob umreiflon. Diese Assimilation zu schelten, wäre töricht, denn sie scheint unvermeidlich. Aber heute dürfte selbst für die von ihr Befallenen Zeit sein, m erkennen, daß Freideutsehtum und Worpswede nicht jüdisch werden dadurcii, dal! man sie in Palästina verwirklichen will. Soll also ein junger Mensch nicht das Recht halten, Landwirt zu werden, weil er glaubt, nur dadurch zur Verwirklichung seiner Auffassung vom Lehen zu gefangen? Sicherlich! Mehr noch: wir werden solchen Menschen, wenn er sein Ziel erreicht, bewundern, denn er ist wirklich ein H c 1 d Aber wollt Ihr uns erzählen, daß es im deutschen Zionismus nicht zwei bis drei, sondert» zweihis dreihundert solche l ickten gibt? Wollt Ihr uns glauben maeheii, daß hier zwei- bis dreihundertmal sich »las Wunder der heroischen Psyche wiederholt oder liegt es näher, an eine Masse!» P s y e 11 o s c zu glauben? Wie werden denn bei 1111s diese ״Helden'‘ geschaffen? Im Blauweiü wird ihnen jahraus, jahrein erzählt: ״Ihr müßt Landwirt werden“ Da diese ganz jungen Menschen eigenes Urteil nur in sehr geringem Maße Baben, gelingt es der Dialektik der Führer, sie zu überzeugen. Diese Ueherzeuguiig wächst» je näher irgendein Prii hingst errnin auf der Schule hcrannalit. Wieviele Schüler gibt es, die nicht zwei Monate vor dem Examen plötzlich entdecken, sie taugen nicht zum Studium und mit Gewalt von der Schule »vollen. Diesen gegenüber hat die HcUlemnacherei leichtes Spiel. Wenn man doch Landwirt werden will und muß. — wozu dann das Examen?*) Die meisten fassen ihren Entschluß unter dem Einfluß einer moralischen Pression. Es ist typisch, wenn man auf die Frage nach dem zukünftigen Beruf so oft die Antwort erhalt: ״Ursprünglich wollte ich .... werden, aber ... .י‘ So macht man keine Helden, noch niclu mal Konvertiten, so macht man Lügner zuliebe einer Konvention, — ein Typ, den es schon vorher gegeben hat, und der doch wohl so recht eigentlich zu jenem ״Dreck Europas“ gehört, dein man ja gerade zu entfliehen wünscht. Alte diese sollen tmd dürfet» n i c U t Landwirte werden! Nicht nur um ihretwillen nicht, die aus einer begreiflichen, aber darum nicht minder falschen Scham nicht »vagen, »vider de» blauwcillet» Stachel zu löken» und weil man ״muß“, sich zu einem Beruf nötigen lassen. Sondern vor allem um 11,ilüsün.1 willen, für das diese Menschen selbst dann einen Verlust bedeuten, wenn sie »vider alles Erwarten wenigstens mittelmäßige La ml wirte werde» sollte». Aus Gymnasiasten imd Realschülern landwirtschaftliehe Arbeiter zu machen, heißt denselben Geniestreich begehen, als wenn man Blumentöpfe aus Meißner Porzellan machen »sollte. Solche Dummheiten pflegt man im allgemeinen nur im Kriege zu machen, wo der Wert des Menschen als Kanonenfutter scheinbar alle Unterschiede aufhebr. Daß ein Volk, das an seinen Aufbau denkt, ein immerhin rares Menschenmaterial, statt es sorgsam für die Zeit aufzusparen, in der cs seiner Anläge entsprechend verwertet »»־enden kann, cs so schnell als möglich im ersten Anlauf verbraucht, dürfte noch nicht vorgckoimnen sein. Alle Völker haben bisher mit dem Ueberschuß ihrer Volkskraft zu kolonisieren begonnen. Bei uns sucht man nach Landwirten — nein! vorläufig sogar mir nach Chausseearbeitern und nimmt dazu die verhältnismäßig’ wenigen jüdischen Menschen, die national gesonnen sind und Zugang haben zu allen Quellen des europäischen Wissens, »venn schon die europäische• Kultur in Bausch und Bogen für nichts gelten soll. Dabei kann sich kein Palästinaamt ü» Wien, Triest, Konstantinopel und sogar in Berlin der zahlreichen ostjüdischen Chaliizim erwehren, die nach Palästina »vollen und in jeder Hinsicht mehr An- Spruch darauf habere. Hätten »vir eine innerpolitische Leitung unserer Weltorganisation, so »väre eine solche Kräftevergeudüng nicht möglich. Dann hätte man \׳on oben herab schon längst das erlösende Wort gesprochen: ״Nein, Ihr müfit nicht Landwirte werden,■» und wenn Ihr cs nicht aus innerem Drange »verden wollt, so sollt und dürft Ihr es nicht einmal »»׳erden! Ihr habt die Ge« legcnlicit, an deutschen IJniversitäten, Hochschulen, in» deutschen Wirtschaftsleben unendlich viel von dem zu lernen, »vas die Millionen des Ostens nicht lernen dürfen. Ihr habt die Pflicht, in Europa, in Deutschlaud zu bleiben, bis Erez-lsrad Euch braudicit kann. Das wird kommen — früher oder später. Und wem» Ihr als Rechtsanwälte, Wissenschaftler, Künstler, Kaufkute oder was es sei, keine Existenzmüglichkciten drüben fi»- det, so schenkt dem jüdischen Volke ir» Europa Kinder und gebt ihnen die besten Wissensmöglichkeiten. Bis sie hcrangewaehsen sind, ist Erez-Israel sicher in der Lage, eine mannigfaltigere Berufswahl zu gestatten und — zu verlangen. Wer heute in Erez-IsracI Steincklopfer »Grd, wähnend er in Europa etwas lernen oder seine Kinder lernen lassen kann, das, »venn nicht jetzt, so doch mit unfehlbarer Sicherheit später einmal drüben unentbehrlich sein wird, hat seine zionistische Pflicht schlecht verstanden!“ Da von der Leitung so. etwas nie gesagt wird — sie hat ja nie etwas für oder gegen diese Dinge gesaRl 1 tnuß es einmal von uns gesagt werden. Denn mit der Zeit werden wir doch wohl zu einem Zionismus gelangen müssen, in dem die Illusionen nicht mehr die entscheidende Rolle spielen. . C. Z. Klötzel. *) Ich »veil!, diese Darstellung vvira von den Betroffen«! leidenschaftlich angegriffen wenden. Man wird versuche» zu er»veisen, daß all diese Dinge falsch seien, oder zum mindesten doch schief geselle!». In der Tat sind die wirklich Verantwortliche!» vorsichtig genug, um sieh ncrsönJ:cli so wenig Blöße» als möglich zu gehen. Für die Echtheit dieser Scfülderung werden aber itotige»- falls die Eltern und zun» Teil sogar Blauweiite selbst Zeugnis ablegen wollen.

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