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Jüdische Rundschau · 1920-12-17 · Heft 90 (17.12.1920) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 90 (17.12.1920)
Date
1920-12-17
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 90 Seite 673 f in W m in in מ¬ ¬! ־״ in tu fr in in >a in er n- Rt!1• m w, ch %n 1e itv «־14 . 'ן ► m l!s סו ln Hi J I r lat eit ־e- |1f bi )1» ler ro an 'it hr en ,מ uc ler 31, ihr de >tz pi. w, fde rn- Seit icn jcii te fErez־ Israel Tätigkeitsbericht des Waad Iiazirim für das Jahr 5680 Der ־ Waad Iiazirim liat soeben einen Tatigkcitsbericht ״Skirnh“ für das Jahr 5(>S0 int Druck herausgegeben, der folgende zehn Abschnitte enthalt: Rechenschaftsbericht der Leitung über Erz.ieluiugs-, lamlwirtscbaftliche, kolonisatorische, technisch»', Hoden-, Eniigra■. tions-, rechtliche, statistische, informative und Millsfragen. Dem berichte der E r z i v 11 u n g s a b t e i 1 u 11 g entnehmen wir, «laß cs im Lande 111 Unterrichts,instalten. mit 002 Lehrern und 13 '113 Schülern gibt, für die die Erzielmngsabtcilung über 100 000 Pfund ausgegeben hat. Von den Schülcrellern gingen an Schulgeldern bloß gegen 8000 Pfund ein. Die Abteilung für L a 11 d w i r t s c 11 a f t und Kolonisation hat sich mit der Stärkung der einzelnen Mcshck-Siedlungen, Aufforstung, Versorgung der Immigranten mit Arbeit, Verbesserung der Lage der Jemeniten, der landwirtschaftlichen Erziehung und Förderung eines landwirtschaftlichen Museums belaßt. Die technische Abteilung befaßte sich mit dem Hau und der Reparatur von Häusern in verschiedenen Orlen ues Landes, Anordnung von Wasserziileilungcn mul saiii- Liren Arbeiten iu Jerusalem. Außerdem bat sie zahlreiche Vermessungen und Berechnungen durchgeführt, Die I m m i g r a 11 o n s a b t e i 111 n g «ahn! sich der Lin- Wanderer an, von denen im Laufe des Jahres 5680 •1725 im Hafen von Jaffa gelandet sind. Außerdem gelangten im September via Beirut und Haifa 625 Rückwanderer nach Palästina. Mit der Eisenbahn langten ()00 Ein- Wanderer Ü11 Laufe des Jahres an; im Laufe von zehn Monaten zusammen 6500 Mann, darunter 2-100 frühere Einwohner Palästinas, die das Land während des Krieges verlassen mußten und der Rest C11atuz.ini, davon 80 "/o junge Leute. Die Rechtsabteilung befaßte sich hauptsächlich mit der Anordnung der Friedensgeridite im Lande, deren es 18 gewöhnliche und 6 Bezirksgerichte ün Lande gibt. Auch das ganze Material über die Ausschrcitungcn in Jerusalem wurde von der Rcclilsabteiiung verarbeitet. Die statistische un d informativ« Abteilung sammelte wichtiges Material über die verschicücncn Erwerbszweige, Handel und Lcbensbedtirfnisse im Lande. Die Hilfsabteilung umfaßt folgende Zweige: Waisenliilfe, allgemeine Hilfe, medizinisclie Hilfe, Hilfe für Gelehrte, Anleihen und Arbeits- Vermittlung. (Wir werden auf den Bericht noch zurückkonimen. Red. d. ״J. R/‘) Luftdienst Cairo—Jerusalem. Nach einer Meldüng des ׳;l>oar Hajotn“ wird zwischen Cairo und Jerusalem ein Reise- und Postdienst per Luftpost eingerichtet. Die Reise wird einschließlich von Aufcnthaltnaliine in Alexandrien und Jaffa nur fünf Stunden dauern. (Z. K.) Entwicklung des Telephon Wesens. Das Iclephonwesen in Palästina entwickelt sich neuerdings sehr rasch. Eine Reihe von Behörde» und Handelshäusern in Jeru- Wie die Juden in Preußen die Autonomie elnbußten In der ״Denkschrift zu dem Entwurf einer Ver- Ordnung, die Verhältnisse der Juden betreffend“ vom Jahre 1817, heißt es u. a.: ״Wenn der Begriff eines ,,VoIkcs“ oder einer ״Nation“ eine gemeinsame, durch äußere Begrenzung, Gesetzgebung, Sprache und Religion von anderen Völkerscliichtcn geschiedene Stamtncs-Genossenschaft umfaßt, kann solcher auf die Juden keine Anwendung finden. Allein dennoch bleibt der! Juden eine fni gewissen Maße bewahrte Nationalität eigentümlich, welche auf ihre Steilung im Staate von Bedeutung ist. Zuvörderst besteht eine Religäjns- Verschiedenheit, welche nicht bloß auf besondere Glaubciisuoriiieii gegründet,_ sondern auch in mannigfachen äußeren, in die bürgerliche Gemeinschatt eingreifenden Geboten ausgeprägt ist, außerdem aber eine Stammes- Verschiedenheit, welche, 111 Verbindung mit ihrer Rcligion, den Juden unter den mannigfachsten Schicksäten die Eigentümlichkeit erhalten hat, wodurch sie inmitten der verschiedenen Völker, unter denen sie sich niedergelassen habe״, erkennbar sind.“ Dementsprechend waren die in § 2 des Entwurfes vorgesehenen Judeiisehafteii ursprünglich als Organisationen gedacht, welche nicht nur die besonderen religiösen, sonder» noch andere, den Juden eigentümliche Interessen ordnen sollten. Man darf wohl als den Verfasser dieser Denkschrift den Stantsmimster Dr. Eichhorn ansehen. Denn ton demselben Geiste scheint •die Begründung getragen zu sein, die er vor der Hcrrcn-Kuric des Vereinigten Landtages am 14. Juni1847 ׳ dem Gesetz auf den Weg gab: ״Das Gesetz will nichts anderes, als was sich bereits vorfindet, atiftielimcn, und das korporative Leben sicli entwickeln lassen, ohne daß es irgend der bestehenden politischen und bürgerlichen Ordnung nachteilig werden könnte.“ Es läßt sich nicht absehen, was ein auf solchen Grundgedanken aiifgcbautes Gesetz für eine Bedeutung für die Zukunft der preußischen Juden gehabt hätte. Aber unter den ״Vereinigten Fürsten, Grafen und Herren“ fand sich nur ein einziger, der dies erkannte, ts war der politische Fürst Radziwill. Er allein vertrat die Meinung, daß bei einer Organisation, wie der gedachten, den Juden, unbeschadet der allgemeine« Ver- Jlühmsse des Staates, in bürgerlicher Beziehung mehr Freiheit zuteil werden würde. ״Ich werde die Regierung überall unterstützen, wo sie es angemessen findet JU EDI SCH E RUNDSCHAU *;dein haben die Anlage vorgeiKumnca Auch in Jaffa ן hat mau umiinehr mit der Einrichtung des t clcphons begonnen,. Der genossenschaftliche Straßenbau. Ein Mitarbeitcr des ״l laarez“ gab kürzlich folgende Schilderung der Verhältnisse, welche unter den Arbeiter» bei den"' Slralleiibaute» herrschen, die der 11 a p <> e 1 - H a - •/a 1 r für Rechnung der palästinensischch Regierung übernommen bat. Hie Arbeiter am Straßenbau Haifa— Nazareth - über 300 — sind io verschiedenen Lagern verteilt. Pas erste ist 8 km von Haifa gelegen, in einer ber<׳im’11 Gegend, und beschäftigt (10 Erdarbeiter, junge MiiticTicn und Männer, welche vom Selimner Ha/air au-, Galiläa stammen. Die jungen Mädchen, von denen mehrere ״ehiUiot sind, weigern sich, die leichte Küchentrbeit zu machen 111141 ziehen es vor, Steine, z.11 klopfe» und die Wege Rücke» an Rücken mit de» Männern aus/ubaut׳u, in der Hoffnung, so den Kern der Aiheitsarmee zu'bilden, die von dem verstorbenen 1 rwnpekior erträumt wurde. Das zweite Lager, das 16 km von Haifa entfernt liegt, ist der wichtigste Mittelpunkt der Stationen und zählt 150 Arbeiter, darunter nur 4 Frauen. Diese Leute kommen aus Rußland, Galizien und 1 oic». Die־ Arbeit wird iu vollkommener Harmonie und unter Gesangbegleitmig aiisgeiührt. Die dritte Station betimtet sich 18 kn! von Haifa hei dem Pforte »etwa, und beherbergt 60 Arbeiter. 17er Gesundheitszustand ist im r»;1!1/c» befriedigend. Fine Sanitätsvnche der I•ladassah“ begleitet die Arbeiter ständig, und Aer/tc von der amerikanischen Aer/tekommissioii statten von Rutlieiiberg über sein i‘ai!istina־Elc׳ktritizicrungspmjekt. Vor seiner Abreise aus l.owfon gewährte Ingenieur Ruthe 11 be rg, laut ״Haarez", ein interview, iu dem er ausführte, daß die Arbeit au seinem lilcktrifizicnuigsproiekt im nächsten Frühjahr, sofort nach Beeivdigmig der Regenzeit, beginnen würde. 1111 Laufe des Winters hoffe er. zwei elektrische Stationen in Jerusalem und in Jaffa fertigzustellen. Die jüdischen Arbeiter hätten sich bei ähnlichen Arbeiten glänzend bewährt. Ihre iu Jaffa ausgefülirten Bauten seien ausgezeichnet und mit großer Ausdauer licrgcstcUt, auch stelle sich ihre Arbeit insgesamt nicht teurer als die arabische. Nach Erhalt der Konzession, wahrscheinlich Anfang 1021, will Ruthenberg nach Amerika gehen. Reiseweg via Hamburg. The Palcstine Company ,,Hiram“ Ln)., Hamburg, schreibt uns: Regelmäßige Passageniügliclikeite» von Hamburg nach Palästina bestellen nicht. Die etwa zweimal monatlich verkehrenden Fraelitdampfer der Deutschen Levante-Linie bieten keine Uiiterkiinftsemrichtungen für Passagiere. I» sehr seltenen Fällen werden Extradatnpfer eingestellt, welche wenige Passagiere (6—8) in Unterkünftsräunten befördern können, die etwa der 11. Kajüte entsprechen. Als Passagepreis wurden in solchen Fällen 3000 M. einschließlich Verpflegung ohne Getränke berechnet, bei einer Fahrtdauer von etwa 17 Tagen. Da die Linie jedoch häufig int letzten Moment die Fahrtroute der Dampfer ändert, so daß Dampfer mit Passngierunterktmft beispielsweise statt nach Jaffa, nach Piraeus berufen werden, während die an Stelle der erstcren Dampfer nach Palästina laufenden Frachtdampfer keine Passagier- Unterkunft bieten, ist «liit der Passagetnögliclikeit über Hamburg selbst dann nicht fest zu rechnen, wenn solche von der Linie in Aussicht gestellt war. Von dem Reiseweg über Hamburg muß daher abgeraten werden, wen» solche Zufälle nicht mit in den Kauf genommen werden sollen. England Zwei Interpellationen im Unterhaus Keren ltajessod — Der amerikanische Zionismus Im Hute (hause interpellierte ein Mitglied den!־‘־ח׳ mierntinistcr über den Keren ltajessod. Ls fragte, ob dem Premier das Programm des Keren üajessod bekannt sei, der zurzeit iu Manchester eine I.u11dc»v»׳.rsanuul11»g unter der Leitung des britischen ArbeitsininkU'is abhalte, ferner, ob der Minister wisse, daß das Ziel dieser Organisation die Aufbringung erheblicher Summen sei, zu denen aus Deutschland 7!,., Mül. bereits beigetragen worden seien, tun die jüdische Siedlung in Palästina zu fördern und eine Grundlage dafür zu schaffen, sich auf die länger das Recht der Ernennung des Oberkomtiiissars iu Palästina zu sichern. Ls wurde des weiteren gefragt, ob die Tatsache, daß diese Ziele von einem Mitgliedc der Regierung gefördert werden, dabin zu detüen sei, daß das Kabinett mit diesen I’Linen einverstanden sei, und ob sieh die Regierung im Hinblick auf die luteressen der überwiegend arabischen Bevölkerung bereits auf eine bestimmte Politik für die Verwaltung Palästinas fcstgclcgt habe. B o 11 a r L a w antwortete: ״Ich weilt, daß cs der Zweck des Keren hajessod ist, von den Juden in aller Welt Mittel zu erhalten, die-der wirtschaftliche» Lnt- Wicklung Palästinas dienen sollen im Zusammenhang mit der Errichtung einer nationalen Heimstätte für die Juden. Dieser Plan steht im Einklang mit der Politik der Regierung gemäß der Deklaration vom 2. November )617. icli bin darüber unterrichtet; daß ein Anspruch, wie er im zweiten Teil der Anfrage gekennzeichnet wird, einen Teil des Programms vier betreffenden Organisation nicht bildet. Irrt übrigen werden durch die Hestiutmungeit der Deklaration und durch die Politik der Regierung alle Teile der Bevölkerung Palästinas geschützt. Es scheint unanzweifelbar, daß das Hereinströmen von Kapital zürn Vorteil aller Landcsbcwolmr gereiche» wird. Die Konferenz von Manchester wird nicht unter den Auspizien der Regierung abge'naLen. Mein verchrter Freund (Sir Alfred Mond) wohnt ihr jedoch bei, da er natürlich am Erfolg der Organisation iutercssiert ist.“ Eine zweite Interpellation des gleichen Parlamentsmitgliedes fragte an, ob die Vorlage eines Berichts über die erreichbaren Bedingungen in Palästina beabsic’ntigt sei, che irgendwelche Schritte imternonimen werden, die Verwaltung des Landes ITsi/iiset/»» oder die systematische Siedlung der Juden dort in die Wege zu leiten, und wann ein solcher Bericht erwartet werden dürfe. Ferner wurde gefragt, oi> die Reg׳'erm1gsp»lilik hinsichtlich der Zionisierung Palästinas b.'.n'Urt werde durch den gemeldeten Beschluß der Führer 'es anicrikanischen Zionismus, sich von dem Plan zu trcitneu, da hunderte gut vorgebiklcter jung ■r Leute das Heilige Land aus Arbeitsmangel verlassen una nach Amerika gelten. Der U1nerstaatssckret.tr für auswärtige Angelegentauten, Mr. 11 armswortli, antwortete, der erste Teil der Anfrage sei zu verneinen. Die zweite Frage erledige sich damit von selbst. Was die dritte angehe, so sei ihm von dem angeblichen Beschluß der amerikanischen Zionistenaus dem bis jetzt beobachteten bevormundenden Grundsalz iicrauszutretcn und in verschiedenen Beziehungen mehr die Sei bstregie rung, eine größere a u t©!1 o in i $ c h e Freiheit zu begünstigen.“ Das waren Worte, die ihrer Zeit weit vorauseilten, ihr Sprecher bemerken swerterweise der Angehörige einer nationalen Minderheit. Hierfür hatte die Mehrheit der Versammlung kein Verständnis. Ihr Bestreben ging dahin, ans dem Gesctzesvorschlage alles zu entfernen, was über das religiöse Prinzip iünausging. Aus de« einzelnen Reden spricht unleugbar ein starkes Wohlwollen für die Juden, nicht aber für das Judentum. Einer der Hauptredner, Fürst zu Lynar klagte, daß die Jude» i» ei» politisches Korixmdkmswcsen hineinge/.wangt werden sollten, welches ein moralisches Ghetto für sie werde» würde. Statt des tausendjährigen Hasses predigt er Liebe und Versöhnung, um die Jude» aus den Reihen der Völker auszulösclien. ״Aus «lern Borne der Liehe möchte ich schöpfen, tun de» Juden die Taufe zu geben.“ Wo die Juden bis dahin etwa nicht nur religiöse, sondern auch politische Vereine gewesen waren, sollten sie jetzt authören, letzteres zu sein. Mau nahm dnlier and! an dem Worte ״Judenschaft“ als zu politisch Anstoß. Freilich fiel es nicht leicht, hierfür eine andere passende Bezeichnung zu׳ finden. Die diesbezüglichen Bemühungen der Grafen Zicteri, Itzenplitz, York tt. a. entbehren nicht eines humoristischen Beigeschmacks. ״Jüdischer Kultmsvcrem“ ״Svisagogcn-Oezirk", ״Jüdische Kirche“, ״Mosaischer Verein“ wurden vorgeschlagen, ohne daß der Bericht ״Stürmische Heiterkeit“ verzeichnet. Schließlich ciuHte mau sich, dem Vorschläge der Abteilung, entsprechend, aut ״Synagögen-Vereni“ und brachte hiermit zum Ausdruck, als was man da.s Judentum auf fassen wolle. Nur Fürst Radziwill stimmte für Beibehaltung des Wortes ״Judenschaft“. Fast noch verständnisloser als die Herren zeigte sich die Kurie <!c! Stunde, A\un sucht hier «ml 11er Kcrr!cn111frs* seite ebenso vergeblich einen Staatsmänner Eichhorn wie unter de» Abgeordneten einen Fürste» Radziwill Finstimmig war man liier der Meinung, daß nur zu'kultureuen Zwecken, wenn überhaupt, die Bildung von Judenschaiten in Frage käme. An dem Worte Judenschaft 1 nahm man auch liier Anstoß und ersetzte es durch I ״Syiiagogcn-Gcmcimle“. Diese Bezeichnung hat der § 35 der endgültigen Fassung, der dem § 2 des Ent- Wurfes entspricht, beibehalten. ' | Der Entwurf hatte die Anerkennung der preußischen I Juden in ihrer volklichen Sonderart bedeutet; daraus 1 wurde ein Gesetz gemacht, das dem Kriminalrat Brand alle Ehre gemacht hätte, ein gut «״schlagendes Mittel, zwar nicht die Juden, wohl aber »las Judentum totzuschlagen. Die Jude» selbst batten zum ״Vereinigten Landtag■ noch kein Wahlrecht. Sie nahmen »faher nicht miinittelba an seine» Beratungen teiL So konnte« sie sich n» außerhalb des Parlaments in Wort und Schrift“ - blamieren. Wilhelm v. Humboldt hatte einst die Jude als eine kirchlich-politische Verfassung bezeichnet, i welcher die^ Rehgion i» ihrer reinen Beieliaifcirheit fas K.apf,.a,*-s ■'11*fgehr, und Zertrümmerung diese kirchlichen Form verlangt. Lind die Jude» selbst uatci stutzten Bestrebungen, die sich in der von dem grüßte Gegner des Judentum s gewiesene» R'iehtu׳.״ bewegter tune ,.Juilenschaft, womit man nach ihrer Ansicht vo jeher »len Begrill einer politischen Körperschaft verband‘ war nicht »ach ihrem Geschmack (vgl. die Schrift eine ungenannten Verfassers ״Das gute Recht der Preuße jüdischen Bekenntnisses“, Leipzig, 1817). Daß es abe gar eine jüdische Nutkmalit.it der preußischen Jude geben solle, erregte Ihren höchsten Unwillen. Bezeich tiend ist eine bchriit ״Die gegenwärtig beabsichtigt Umgestaltung der bürgerliche» Verhältnisse der Jude in Preußen“, Breslau, 1812, als deren Verfasser nao Proiessor Brami Wilhelm Freund auzmsehc» ist Die Vor atissetzung der besonderen Nationalität, beißt cs darir sei cm besonderes Vaterland. Nun hätte» die hule zwar mal vor Jahrtausenden ihr Vaterland in Asio gehabt — gleich den Urahnen der Germ ־men. De heutige Jude stände zu Palästina aber nur »odi in rei historischer uiki religiöser Beziehung — wie ta *11111־ die preußischen airiste״ des heiligen Landes i» fromme Allda» 11t gedenke». Hierfür schlagender Beweis■ ehrisÄ״״1 ״• Svfic1>' ״' eine.!‘״'״״־ ,i■hr ftld v'.cIf״ch an dm Regierungen'״ gangen: die Gründung eures jüdischen Staates ist we»le r8.־t;Ä״r ir^:o bca,t Ülusoriseiien Hoffnungen hi׳ ״ibt•“ so^c "7cn Insel, hofft kein Jude, daß er erwartete, er X sdn Nachkommen werden jemals i» den Besitz vor, Pal'isßn äü־s *-"י*■* iäsiir?•! lhrh^ri‘rHi״!f evangelischen Bistums in lasuna habe den Juden die Aussicht auf den Be. des L*uk1c$ gaiuhch abjjcschnittcn.

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