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Jüdische Rundschau · 1920-12-17 · Heft 90 (17.12.1920) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 90 (17.12.1920)
Date
1920-12-17
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 672 Nr. 90 ׳ •IV J U*EDISCH E RUNDSCHAU o O וד! וה C ז! Tf jr ין/ r%4וןץן j $ JmL jU^, JmJI k *••■A J* Reden von Sir Alfred Mond und Weizmann Eine Riescnversammlung in Manchester Ein Vertrauensvotum für die Führer — Weizmann über Economic Council Das /. e n 11 11 k <> un t e e d e s Kort' 11 11 a j c s s o <i in Kurland veranstaltete am 5. Dezember in Man• ehester eine Konferenz, welelte der Organisierung der Kainpagiie für den Keren Hajessod im Nonien Englauds gewiilmot war. Die Konteren/, war nicht nur von zionistischen Delegierten aus einer grollen Reihe engtischer Städte besucht, sondern auch von Vertretern nichtzionistischer Körperschaft«,’ und speziell eiitgcladciier jüdischer Persönlichkeiten. Die Konferenz erhielt ihre besondere Bedeutung efurch »he rciltiahme des engtischen Ministers Sir Alfred Mond und Chajim Wei/maiins. Nachdem die Konferenz, den ganzen Tag über gedauert liaitc, fand sie den Abschluß durch eine grolle ot'lciitliclu• Demonstrationsversamnilung, deren Vorsitz Sir Altred Mond führte, welcher bei dieser Gi'lcgeulmt aullerordeiitlidi wichtige Erklärungen abgab. Die Vctsainniluiig fand in einem großen Theater statt, und das grolle Gebäude war von den Delegierten der Konteren/ und •der jüdischen Bevölkerung Manchesters dicht gefüllt restlicher Schmuck bctvillkoinmtc Gaste und Redner, Die Versammlung wurde durch Anzünden der (ihaiuikaliüditcr und Alisiugung der 1״ ikwah‘ leiedidi eiugeleilet. Die Rede Sir Alfred Monds. Sn All red Mond erklärte: Es ist wirklich cm bczeichnender Augenblick, <fen wir heute feiern, da das alte l est der Trend•c beginnt, ilurdi tlas unser Volk die Erinnerung an den grollen Sieg unserer Vorfahren feiert, «he 111 allen Zeiten Palästinas Unabhängigkeit gewahrt haben. Wie ernst du• Makkabäer, so haben wir heute eine Cieiegeiilieil, wie sie sich die Jalnhuriderte ItimlurcU •nicht wicdvrhoü hat, die Gelegenheit, das H c i 111 unserer A 1111 e n w 1 e d e r 11 e r / u s t e 11 e n, aus 11er Wüste wieder das Land zu machen, wo jeder Bürger unter seinem Feigenbaum und Wcinstock lebt und wo Milch und I lonig fließt. Für diese Wiederherstellimg 1s! der große Fonds geschallen, de! Keren Uajessod der Wiederherstellung Palästinas, der Fonds, den wir jetzt organisieren Fs ist wirklich eine schwere Aufgäbe und große Pfiidil, die aut unsere Schultern gelegt ist. Von dein Erfolg des Keren hajessod häng: die Zukuiift P.ilästinas, hängt die /ulcuult des jüdischen Volkes in der Welt und die Zukunft jedes Juden ab Weshalb ist es so wichtig, diesen grollen Fonds m diesem Augenblick zu beginnen? .Manche heute werden sagen, .!all es vielleicht der schlechteste Augenblick 111 der Welt ist, den Fonds ins Leben zu rufen. Es ist wahr, daß eine Krise im Handel und F1:1.1!1/Icbe» bestellt, aber es lx*steilt auch eine Krise in Palästina, in Polen und in Rußland, uml Krisis muß gegen Krisis gesetzt werden. Wir können nicht warten! Israel kann nicht stehen und an das To: klopien, ohne daß jemand ihm den goldenen Schlüssel reicht, der es cinkißt in sein nationales Heim. Deshalb wird der Fonds jetzt begonnen. Wir verlangen große Summen. Mali spricht von 2« Millionen P1 u n »I Viele lullten das für eine unerreichbare Sinn nie. Wenn man das Ziel über die Sterne setzt, erreicht man sein Ziel, stellt man cs hei, kommt nun ihm niciit 11:111, Kein Ideal ist imerreichbar für unser Volk, wenn wir fest entschlossen sind, es zu rireichen. Es gibt kein Opter, das /!! groß ist. Wn keinen z.uriick zu einer verwüsteten hrbsdiaiS, Das Land ist verwüstet, aber alle Elemente seiner Wiederherstellung sind vorhanden. Das alte Klima ist da, das unsere Almen traten, nachdem sie 10 Jahre durch die* Wüste geirrt waren, dasselbe Land, das sie .mlgeiiomnien hat, kamt wieder gut bearbeitet werden. Wenn das f and wieder ,bewässert und behaut wird, wird cs Ernte und Frucht iicrvorbringeti wie irgendein l-and in der Weis um» sich der industriellen Hm- Wicklung öffnen. Palästina verlangt Straßen, Häfen, Häuser, elektrische Kraft, Irrigationswerkc und Fabriken, alks mögliche Sachen, eie notwendig sind, um eine Entwicklung nach modernen Idealen und um modrrne1׳ Mitteln z.u schäften. Das ist der goldene Schlüssen Er liegt in eurer Tasche, Die Entwicklung des Landes durch die Juden wird 11n!ihrigen der ganzen Welt zum Wöhle sein. Zentraletirapa und Rußland leiden heiiie unter einer okouomischen Krise und sind ein lihciTüllles tiehtei, außerstand«•, seine Bevölkerung zu ernähren. Es Ware daher eine Erleichterung, so viel Menschen als möglich in «.“m Land zu pti.-uuen, wo sie sich selbst erhaben können, ein Land m׳t wachsenden Erträgnisse(! Wohin sollen die Leute heute gehen? Sie leben in sdireckitehcn Vcrhältii.sscn Sie werden hierher und nach ,Amerika kommet! Heute körnten wir noch nicht alle in Palädma unterbringe•«. Ist es «ich! ein« große Sache, sie; sfait in fremde Länder, in üim-reigenes I-itud zu bringen? Statt in schrecklieli überfüllte Arbeitsmnrkle in ein Land, das selbst em neuer Mrtikt .wird, konsumiert und den Rest der Welt mit unterstützt? Die Barrieren sind ge faßen und eine gerechte und billige Regierung ist eingerichtet, die einem ’unserer Volksgenossen, Sir Herbert Sa 1n־n c I, anvertraut ist» und diese Regierung verlangt jetzt von uns Juden, die Arbeit zu beginnen. Wir haben eine solche Ge- Icßcnheit mdil erträumt, vielleicht haben wir ihre Grüße auch jetzt noch nicht begriffen. Viele, die von diesem Z«tt geträumt 1 iahen, sind heut« gelahmt. Durch schöne *’rasJ־n 11״d sdhöne Stimmung wird Palästina nicht amgebaut. Wir brauchen Organisation und Geld für den Aufbau der Heimat. Die braven jüdischen SohlaU‘1! die mit den britischen | Soldaten zusammen für die Eroberung Palästinas gekämpft haben und gefallen sind, sie haben das größte Opfer gebracht. Was verlangt man jetzt von uns? Materielle Opfer uml daß wir uns Beschränkungen aulerlcge»! Tausende unserer jungen Leute arbeiten in Palästina im. schweren Werk der Hände und der Muskeln, ein gefährliches tmd 11 «gesundes Werk, um das national« Heim zu bauen. Wir müssen jenen die Arme stützen, die die Verantwortung für die Durchführung des Werkes frage!! Nach Jahrhunderten ist uns wieder die .Möglichkeit'geschäftet! unser« Heimat herzustcllcn. Nichts wird mich überzeugen, drill das nicht möglich ist. l);c Rede Sir Alfred Monds wurde mit stürmischem lkifall aufgcnomiuea. Hieran! beantragten Professor Jafte uml Professor Dr. Brodet/.ky «ine Vertrauensresoiution für die zionistischen Führer und eine Resolution, durch welche sich die Versammlung verpflichtet, die zionistischen Führer tatkräftig und aus ganzem Herzen bei der Verwirklichung des jüdischen nationalen Heims zu unterstützen. Die vorgeschlagencti Resolutionen wurden vom Vorsitzenden nochmals verlesen uml mit stürmischem Beifall angenommen. Hierauf nahm das Wort Chajim Weizmann. Die Aufgabe, die uns gestellt isf, heißt, die Ent- Scheidung von San Rcmo ins Reale zu übertragen. Es ist nnliirlirl! daß, wenn eine Bewegung aus den« Stailium des Kampfes um ein Prinzip in «las Stadium der Verwirklichung tritt, Schwierigkeiten entstehen und offenbar werden. D׳es ist u!n s<> mehr hei einem nervösen ‘Volk, wie dein jüdischen, der Fall, so daß es nicht wumkrnimnit, hier und dort manche I)epression zu rvciuerkcn. Heuie, im Glanz der ■Chanukahlichtcr, beginnen wir mit dem großen Werk der Arbeit für unseren großen nationalen Fonds, der bestimmt 1s! Palästina wieder autzubauei! , Diepalästinensische Verwaltung, die eine billige Verwaltung ist und sicherlich gegen keine Nationalität voreingenommen Ist, wiewohl ihr Chei ein Jude und ein Zionist ist, die Verwaltung wird ein« Anleihe herausgeben, um verscliinK-ne Institutionen in Palästina zu nehafien und zu entwickeln, die notwendig sind Diese Anleihe wird vo:1 der Verwaltung Sur •las Fand ausgegeben. das gegenwärtig eine Majorität von Nichtjudeu und bloß z.eim oder /wißt Prozent Jud,׳n hat. I!nd doch bin ich sicher. daII ich im Namen aller luden liier und außerhalb dicsci Versammlung spreche, daß jeder Jude es als seine!־,flieht betrachten wird, durch diese Anleihe der Verwaltung Paläsiinns Mittel zur Verfügung zu stellen, obzwar sie nicht nur z.um Nutzen der Juden, sondern der ganzen Bevölkerung des!..indes «er« endet werden sollen. Zwei Arten von Arbeiten und von Geldmitteln brauchen wir für die Wiederherstellung Palästinas. Wir brauchen Geldmittel für :1111• Zmeke der Er- / 1e 11 u n g , der sozialen Wohlfahrt und aiulerei Institutionen, welch«•, goscltaftlieb gesprochen, keine Zinsen bringen. Schulet! und Universitäten, Iiospitäler und soziale Institutionen geben keine Zinsen, aber säe ־-tmi nicht wenig«'!' \« iehtig als Eiscithalmci! Postämter und Irrigaiioitswerko Die Immigranten, «tu• ms Limit kotiimci! fragen zuerst nach einem Zeh «Hier nach filier Baracke, um sich vor «len Unbilden der Witterung zu sehüt/«:11. Ihre /.weite. I rage isi: Habt ihr eine richuie, wohin :;11 meine Kinder senilen kann: Sie veriau״•1״ nicht mir eine Schule, sondern eine gute Schule, deren t '!ilerridi: in hebräischer Sprache geführt wird, <1.11111! die Kinder im Geiste des neuen Palästina erzogen werden. Das alles ist so notwendig tue den Aufbau eines Landes wie Zement und Ziegel für de« Ingenieur und /Architekten, Di« nntlcre Form der Geldmittel, I die wir hrauclu-n, ist durch die Zinsen charakterisiert, die das investiert«• Kapital;nich im geschältliehen und privaten wirtschaftlichen Sinne bringt. Das Immigratioiisjirojekt, da•• «lurehg.efiihrt werden soll, kann auf geschäftlicher Grundlage In•111111־■s! und so gib« es eine große Reihe von Arbeiten :111! dieser Omm!läge. 1 tesvecgcii lialv» wir geglaubt, jenen Teil unserer Arbeit, tler sich aut der t irimdla״«• gesellseh.ittlidier Inveslicrimgen vollzieht, einer Gruppe von Menschen übergeben zu sollen, die die Siche verstehe» lind Könnt- »isst* und Erfahrung haben, sw erfolgreich «lurchzufuhren. Der Vorsitzende unserer heutig«•» Versammlung wird an der Spitze einer solchen < iriippe. des Economic Council, steiieu, weiches darauf sehen wird, daß die Fonds, weidic für <iic Wiederherstellung Palästinas aut Her Grundlage gvsdi.äftlidier Untersuchungen bestimmt sind, richtig verwendet werden, rationell verwaltet und so behandelt werden, daß sie entsprechende Sicherheiten, und Zinsen«!inist versprechen .Ich stelle fest, «laß «U׳r KTrcu hajessod ein Drittel seiner freiet! Mittel für die Zwecke von Investitionen zur VerSüguug stellt und «fieses Drittel unter tl 1 c Kont r ס r I e e 1 11 c r 1) e s o n 11 e r e « Gruppe von a u t o - r 1 ז a 11 v e 11 C i e s c 11 ä t t s I e u t e 11 11 n «I F i n a 11 z. - männern stellt, die sieh unter dem Vorsitz von Sir Alfred Mond z.u einem Wirtscliaftsrat zusammenschließen. Das Kapital» «las für die Unternehmungen verwendet wird, wind ■ Zinsen tragen, so daß jeder, der den Beitrag zum Keren hajessod gibt, mit einem Teil seines Beitrages an dem Ertrag dieser Investitioneit teilnimmt Wir sind mit unserer Ehre gebunden, «Laß kein Pfennig des englischen Steuerzahlers für das jüdische Heim verwendet wird. Das jüdische nationale Heim wird gebaut ausschließlich durch jüdische Arbeit Heute gilt unsere Arbeit der. Beschaffung von GeI<1, morgen kann sie eine andere Form aaneiunen, und wir werden auch dann dem Apjiell zu folgen haben. Die Juden Palästinas haben ihre Aufgabe verstauden. Sie haben sielt seinerzeit in die Bataillone eingereiht uml stehen jetzt, wenn es notwendig «st, in «ler Keila• der Arbeiterbafailloiie, welche «lie Straßen legen und «lie Wüste «rohen! Die Juden, die liier leben, gctwrgeu und unter den Fittichen eines Staates, der sie vor Angriffen schützt, haben kein Recht, zu vergessen, daß Millionen in Jammer und Unglück in Zentral- und Osteuropa vergehen. Auf jctlcr Straße liegen und irren sie hin und her. In zwei Jahren sind 200 000 Juden in der Ukraine zugrunde gegangen und 500 000 jüdische Waise», kinder wandern ohne Obdach über den Erdball färi.rn sic nach Palästina und laßt sic aufwaciisca zu autrechten Menschen, zu eurer eigenen Ehre und zu eurem eigenen Ruhm Wir haben Nachrichten aus Palästina, «Iah limitierte jener Juden, von denen ich zu euch sprach, an seine Tore klopfen; Au» den Straßen Palästinas arbeite» 3000 junge jüdische Leute, welche im Laufe der letzten drei Monate angekoumu■(« sind, Leute mit Universitätsbildimg, aus freien Berufen, viele, welche angesehene Familien verlassen haben, um unter Regen und Sturm die Straßen von Palästina zu bau«:! Sie verlangen nicht mehr als die Möglichkeit, zu arbeiten, und die palästinensische Administration sagt uns diese Möglichkeit zu Wenn ihr 1ms weiter«• 200 000 Pfmul geben könnt, so können wir weitere 8000 Arheiter beschäftigen und so das produktiv«• Element vergrößern Es komm«» Menschen und sag«»! «laß dis Mandat nicht gut genug, daß «he Grenze» Palästinas nicht weit genug s.nd oder «laß <111■ englische Regierung nicht gering grl.m 11.1t Mi',ne Antwort ist: Zeigt, was ihr heute tun könnt, da ihr vor «ler größten Prüfung steht. Nach euren laten wtnlet ihr geprüft werden. Die Situation is! geschaffen, und niemand kam sich der Antwort entziehe». Es wird ein Tag kommen, wo ihr im-ht durch du* jüdische Gasse gehen könnt, wenn Für nicht zeigt, was ihr getan habt für Palästina. Wir werden euch zeige». «laß dieser Tag näher ist, als ihr glanin Dann wird cs nicht nötig sein, Resolutionen zu fassen, wenn die jüdische Gemeinschaft in PaläsLn.i w.ichsi als ein Segen nicht nur für die Juden, sondern litr alle Völker «ler Welt. Wir bauen eine neue Gemeinschaft Wir werden sicherlich manche neue Fehler machen, aber wir werden alte Gefahren vermeiden, uml «las Volk, «las der Welt de Propheten und ihr höchstes Gut, dire Religion, gegeben ha! wird imstande sein, ei» neues und reines Palästina aufzubauen trotz aller Verdächtigungen, «lie uns entgegengeworfen werden. Nach dieser mit Begeisterung aufgenommenen, außerordentlich eindrucksvolle» Rede Wei/maivns wurde eme Resolution angi iioinmen, durch die die Versanunhing in Anerkennung «ler «וזי!scheidenden Notwendigkeit einer äußersten geeinten Anstrengung des englischen Judentums für den Wirde rau ihn 11 von Erez-Isracl sich verpflichte!, ׳.lein Keren hajessod die vollste Unterstützung zu gewähren Keren hajessod-Arbeil in der Schweiz Der Schweizer Zionistenverband willniete in letzte׳• Zeit den Hauptteil seiner Arbeit «1er Kc'ren ha j e s so «1 - A k t io n. Es galt in erst« Linie, durch allgemeine Propaganda eine günstige Atmosphäri* zu schaffen. Die Herren Dr. S. Brun• s e 11 w i g, jaajiics M a r \ und Dr. M. Sc 11 a b a d vom Zentralkomitee traten in Zürich, Basel und Bern in Fühlung mit zionistische» Vertrauensmännern. ln Biiien tra! das Landeskomitee zusammen, um die Sammelarbei! zu vereinheitlichet«. I» Genf hielten die Vertreter des Zentralkomitees in französischer uivd ikutscher Sprache Vorträge über den Keren lujessod. So!die Vorträge wurden von Mont/ 1 evy, Delegierten der Schweiz an der letzten Jahreskonfcrciu, und Dr. M S «־,h a ha d , Zentralsekretär des Ziorvistenverbandes, auch ln andere» Städten gehalten. Besondere Taxierungskomtnissionen sind /um Teil bereits eingesetzt, zurs Teil in Entstehung hegriffci*. ln St. Gallen machte sieh Herr K a «I i s c h e w i t s eh sen. um de» Keri-n hajessod verdienstlich. Die ersten Zeichnung«־» in Basel, Zürich und St Gallen ergäbet* über 30 000 Franke«• Das ״Israelitisch«• Wochenblatt für die Schweiz“ unter־ stützt die Aktion in dankenswerter Weise. Die Hoffnung ist begründet, daß die in der Schweiz ansässige«1 Jude» sich der großer* Zeit würdig erweisen und ün* Pflicht restlos uml freudig erfülle» werden. Das Zentralkomitee des Keren hajessod in Ko!»• stantinopel hat beschlossen, alle Konst,mtinopler Jude« zugunsten des Keren hajessod zu besteuern« DieGemetrufemitgliedcr sind in Listen «■»*getragen, nach Vereinen eingeteik, und einige erfahrene Mitglieder aus jedem Verein sin«! zur Mitarbeit an der Bestellen»!!' herangezogen. Als Maßstal« der Besteuerung gilt einerscits «lie Größe unserer Arbeit in Palästina, andererseits die Leistungsfähigkeit «ler öemeindenütglicder. Man nimmt an, daß zirka 6000 Personen zumindest 200000 türk. Pfund aufbringen werden.

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