Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 88 (10.12.1920)
- Date
- 1920-12-10
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 83 Presse-Rundschau r eit? wkr, lank• Max Nordau als Historiker des Zionismus 11 n ״IV-upW Juif“ schreibt Max Nordau eine Artikelserie über die Geschichte des Zionismus, die auch diejenigen Zionisten, welche seit lautem zu Nuvdaus AJ1sd».nuu»«ett ' im Gegensatz stehen, nur mit sämicr/- lichem lkdaue.n1 lesen könne». Nordau verschmäht es nicht, in diese sclieinkir historisch-sachliche Ikurstelhuig die subjektivsten Empfindungen herein/utragen. Die «r- «;mische Enlvickiung der zionistischen Bewegung, ihre alliiidhlidie Durchdringung mit den nationale» Impulsen des jüdischen Volkes und die Ausweitung ihres Gesichtskreises und Titti-gkeitst'ekJe'i hält Nordau, für Ranküne einer ״Coterie“ von kleinliche« Etirgei/Iinge», die sich ■wibst in den Besitz der Macht setzen wollten und darum innere Kämpfe iin Zionismus entfesselt haben, t-.r bekämpft die ״Fraktion“ ebenso wie Achad Haatn imd die Vertreter des Programms der Gegenvartsarbeit uiKt richtet heftige Angriffe gegen da■; Berliner Aktion׳;- Komitee, das 1011 in Basel gewählt wurde (und nicht, wie Nordau luibegreitlicherweise immer wieder sagt,!013 m Wien. Wie kann einem Historiker des Zionismus so ein Irrtum unterlaufen?) Uebcr die Bemühungen, die praktische Arbeit in Palästina in die zionistische lühgkeit ein/nhe/ieheu, urteilt Nordau folgendennalJen: ,,Kk-iiw F.mpuirköiiimiinge (urrivistes), eitle Tröpfe (vaniteux) in Oesterreich und Deutschland, welche sich mit Herz! nicht hatten messen können, sahen ihren Tag gekommen, sobald ihnen nur noch WoHt'sahn gegciiülmrstand. , . . Tr war zu fein, ein zu guter Menschenkenner, um nicht zu verstehen, daß die heftig- -ten seiner Gegner nicht durch die gleichen idealistischeu und selbstlosen Motive bewegt werden wie er, sondern dalt sie nach seinem Platz schielten, nach der Eroberung der Macht in der, z.ionistischeu Organisation; ,!her er glaubte, ihr Programm wenigstens bis zu einem gewissen ibinkt muiehmen zu müssen, denn er hatte den l imlruck, daß die völlige Stagnation der politischen Aktion in gefährlichem Malle die zionistische« Massen entmutigen und den Tod der Bewegung lierbetfiiiircn könnte.“ In ähnlicher Weise und mit ähnlichen ehrenden Bezeichnungen kritisiert Nordau die ganze Tätigkeit des Berliner Aktions-Komitees (״ces nicssieurs de Berlin“). Ihre organisatorische Leistung habe nur den Zweck gehabt, in allen lokalen Organisationen servile, der Leitung ergebene Subjekte an die Spitze zu bringen, die Gemeüulepolitik (zu der er, Nordau, den Anstoß gegeben habe) habe nur auf die Besetzung von eintragiiehrn Porten abgczielt, und die nationale Politik sei nur geeignet, eine Quelle von Konflikten zwischen Juden und ihren Mitbürgern zu sein. Aber auch die gegenwärtige Leitung wird nicht geschont. Vor allem hat es Nordau scheinbar auf Wcizmaiu! abgesehen, dessen Leistung mit der sonderbarsten Argumentation und unwahrscheinlichsten Gexchicbtsdeiitnng herabgesetzt wird. Nordau verweist «lie Ansichten über die Verdienste Wei/manns in das Getuet der Legende und behauptet, dali vier eigentliche Anstoß für die zionistenfreundbciie Politik Englands auf ein Gespräch zurüekgeht, das er, Nordau, am• 5. Dezember PU3 mit Herrn Pichon am Quay d’Orsay gehabt. Während des Krieges habe man sielt an dieses Gesprach erinnert, und der iraiwösischc Vertreter beim toreign Oftice, Picot, habe die Initiative z.ur Aui'roHung notenfälscJicr Albert Scharnagl, nach dessen Rückkehr;ms dem Gefängnis aus dem Hause gejagt und lebt mit den Armen und Bedrängten ihr mühseliges und notvolles Lehen, verklärt und verklärend; beseelt und Ix־- seligend durch die erhabene Güte und müde Grölte seines erneuerten Herzens. Jetzt beugt sich Achat, der ms hoffnungsloser Sehnsucht Skeptische und Ver- /weife!ude, vor ihm. Jetzt ist wahr geworden, woran er mehl glautien wollte; ״Nur ein einziges ,Mal Güte ohne Bedacht, malilose Liebe!“ Int vierten Akt erfolgt daun Ihm Gelegenheit der Versteigerung von Barkas Nachlaß Achathat in der Presse die Nachricht vom Tode des truhereu Präsidenten während einer Schiff scxplosion verbreiten lassen - der Ausbruch der Revolution, ״die grolle Veränderung" ohne Gewalt t.itt ein. Barka, der als Dienstmaua unerkannt beim Verkauf seines eigenen Gutes mitgewirkt hat, findet sn den Armen Olivins sich und die Welt 7.u einem r.euen Leben wieder. ״Es war ein Nichts,“ sagt Achat, ״das er unternahm; einem einzelnen Menschen helfesi, abseits, klein aber Hilfe bis zum äuIHrstcu — ln sie sprang er wie du Schwimmer ins bitte-,׳. Meer, nichts van sich fiel lieh er zurück in der Hand. - Wie staunt da die alte Fälsdierband־׳ ,Mensch‘, da« elmnal etwas arideres, etwas ganz und gar arideres geschah.“ In einer Selbstbiographje Hat Brod einmal als das *im am tiefsten bewegende Problem die Frage erwähnt, wariuu das Gute in der Welf nicht verwirklicht wird. Von einen! äußersten ludiffcrcflüsmus kommend, hat Brod im Judentum jenen unablässigen ethischen Opftmis-, mus gefunden, der im unerschütterlichen Glauben an das Gute es immer wieder, allen Mißerfolgen und der grausamsten Enttäuschung am eigenen Leibe ziun Trotz, realisieren will. Als Dokument dieses urjüdischcn Glaubens muß auch Brods neues Stück betrachtet und gewertet werden. ״Im Kampf um da« Judentum“ lu diesem Buch* *), das seinen Mitkämpfern und Tmuuka im jüdischen Nationalrat für die tscbecho- *j!Erschienen im Verlage R. Löwlt, UZk«. Geh. M*., feb. 14.— M. Ju EPISCHE RUNDSCH AU_ der zionistischen T rage ergriffen. Dr. Weizmau»!labe dalni keim.־ Rolle gespielt, und auch die BaUour-Dekla»■ r.'1fK;ni sei ohne seine Mitwirkung zustande gekommen. Wollte mau auf das von Nordau gewühlte Niveau der Betrachtung lierabsteigeii, so Läge es nahe, anzunelunci», daß die Motive dieser Geschichtsauffassung von pcr.xönlieber Eitelkeit nicht frei sind. Wciztnaim - so supjt Nordau ׳ - sei in seinem Innern ״Chowewe-Ziomst“, er war ein Gegner Hcr/k mul Wolf f.sohns, er glaubte!1,11•;11; ״praktischen Zionismus“ und an das ״geistige Zentrum”Acliad Haams“ und sei zu potitisvher Führung ״anz ungeeignet. Was immer man gegen die Londoner Konferenz vom Juli einvvenden mag (tuvd es ist gewiß sehr viel dagegen einzuwenden), die persönlichen und gehässigen, in keiner Weise der tatsächlichen Sachlage gerecht werdenden Anfeimlungen Nordaus Reger. Wemmanu sind so unsachlich, daß es in Zukunft schwer fallen wird, Nordaus Wort in der zionistischen Bewegung überhaupt!»ch ernst zu nehmen. Wir schreiben dies mit schwerem Herzen nieder, da die Erinnerung an die erste Zeit des Zionismus und an Nordaus Kämpferschaft an der Seite I ler/k allen Zionisten teuer ist, Aber in der gegenwärtigen Situation des Zionismus wäre es außerordentlich verfehlt, sich bei politischer Stellungnähme von Sentiments leiten zu lassen, die im heutigen Zustand nicht mehr gerechtfertigt sind. R. W. Seite Cf>9 Die Grenzfrage In einem Leitartikel mit der Ueberschrift ״Ein freiwilliges finanzielles Opfer“ treten die ״Times” anläßlich der Zuschrift Jabotinskys dafür ein, daß Palästina iin Norden zum Litanifluß Zutritt haben müsse, und daß beide Ufer des Yarmuk um jeden Preis, ebenso wie Mezcreb, in seine Grenzen mit eütbe/.ogen •werden müssen. Indem sie hervorheben, daß dies in keiner Weise die Interessen Frankreichs in Syrien beeinträchtigen wird, fährt der Leitartikvl fort: ״Die Frage ist, ob Frankreich uns heben will, die Bedingungen zu schaffen, unter welchen der Zioirismus in die Lago gesetzt wird, in Palästina erfolgreich zu arbeiten. Abgesehen von unserem moralischen Interesse am Zionismus, haben wir ein unmittelbares Interesse daran, unsere eigenen Verpflichtungen in Palästina zu begrenzen. Manche Leute Ln diesem Lande lehnen es noch immer ab, das zionistische Ideal in bezug auf Palästina ernst zu nehmen; doch von dessen Verwirklichuiig bängt unsere beste Chance ab, unsere VerpOichtungen in diesem Teil des allen türkischen Reiches zu vermindern; denn ohne die Mitarbeit der Juden ist auf die Schaffung einer palästinensischen Nation nicht zu!!offen. Alle Konzessionen, die Frankreich bezüglich Palästinas machen wird, wird es daher nicht dem britischen Imperialismus machen, sondern der Politik, die j seit Sau Reino ebenso die seine wie die unsere ist. Gegen den Sykes-Picot-Vcrtrag. Eine aus .Mitgliedern der Exekutive der Zionistischen• Föderation für Kanada und der Exekutive des Jüdischen Kongresses bestehende Alxmhiung überbrachte dem kanadische!! Premierminister die Forderung der dortigen Judenschaft, daß bei der Bestimmung der Nordgrenzen Pa 1 ä - stinas der Vertrag von Sykes-Picot nicht anerkannt werden soll. Der Premierminister versprach, den Wunsch der kanadischen Judensdiaft der englischen Regierung bekannt zugeben. Albert Einstein und der Zentralverein Dez ZentralvcTcin hatte /.u Beginn dieses Jahie■• die jüdischen Dozenten der Berliner Uiuversität^ zu e*' Besprechung eilige laden, die sieh mit den Möglichkeiten einer Bekämpfung des sieh ständig mehrende!» Anti semitismus auf den deutschen Hochschulen befassen sollte. U. a. erhielt auch eine solche Einladung Profcsxor Lin stein. Er lut die Teihuhme an der Kon ferenz in einem Schreiben an den Zeuttahcrein abgelehnt, indem er gleichzeitig seine prN»/ij>»cUe Stellungnähme zum Standpunkt der ״deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens" in sehr prägnanter Form keimzeichnete. Von diesem Brief hatten wir bereits seit geraumer Zeit Kenntnis. Da es sich um einen Privatbr.et haudelte, glaubten wir, aus Gründen der Diskretion vou einer Veröffentlichung absehen zu müssen. Hingegen ist der ״Einstein-Brief" in zahlreichen Zeitungen des In- und Auslandes, duirunter auch melirereu zionistischen Blättern erschienen, dcttcit er von uns unbekannter Seite, offenbar tmter Bruch der Diskretion, /»»geschickt worden war. Nunmehr veröffentlichen die ״K. G.-BL1tter“, .«iso das Blatt einer dem Zentralverein sehr eng liierten Organisation, den Brief Einsteins. Wir halten uns daher für berechtigt, nunmehr diesen Briet gleichfalls im ungekürzten Wortlaut unseren Lesern zur Kenntnis zu bringen. Die ״K. C.-Blätter“ behaupten in einer Fußnote, daß die zionistischen Blätter einen Satz, der die GefültU? der Orthodoxie zu verletzen geeignet scheint, vor dem Abdruck heram-seskamotiert hätten. Wir stellen fest, tfaU der Satz in der von der erwähnten Seite verbreiteten Vervielfältigung des Briefes ausgelassen war. Einsteins Brief A. April IVA) Au cku Zentralvereiu deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens Berlin. Ich erhalte heute Ihre Einladung zu einer Sitzung am 14. d. Mts., welche der Bekämpfung des Antisemitismus in akademischen Kreisen gewidmet sein soll. Ich würde gern kommen, wenn ich an einen mög liehen Erfolg eines derartigen Unternehmens glaubte. Zuerst aber müßte der Antisemitismus und die knech• tische Gesinnung unter uns Jude!» selbst durch Aufk'.inmg bekämpft werden. Mehr Würde und Selbstiiiuligkeit in unseren Reihen! Erst wenn wir es wagen, uns selbst als Nation an Zusehen, erst weru» wir uns selbst achten, könne!» wir die Achtung anderer erwerben bzw. sie kommt dann von selbst. Antisemitismus iro Sinne eines psychologischen Phänomens wird es geben, solange- Juden mit Nichtjuden in Berührung kommen — was schadet es? Vielleicht verdanken wir es ihm, d.»U wir :un als Rasse erhalten können; ich wenigsten« glaube cs. Wenn ich zu lesen kriege, ״deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens“, so kann ich »nie!» eines schmerzliehen ■Lächelns nicht erwehren. Was steckt in dieser schonen Bezeichnung? Was Ut dem» jüdischer Glaube? Gibt es eine Art Unglauben, krait dessen mau aufhüri, Jude zu sein? Nein. In jener Bezeichnung stecken aber zwei Geständnisse schöner Seelen, nämlich: Hl slowakiselie Republik׳ gewidmet ist, vereinigt Br nt eine Anzahl zumeist politischer Essays, die vorher in verschicdcneii deutschen und tschechischen Zeitschriften, hesonders der ״Neuen RtmJschau", dem Wiener ״Frieder.‘• und der Prager ״Selbstwelir“, erschienen sind. Trotzdem ist es keine der üblichen Zusammenstellungen von iiwie.'lich nicht /1is.111!1!!engehörit;en Aufsätzen, wie sie heule leider im deutsche!• vselirif'*um «.lir pcbräuddH! geworden sind. Das Buch ׳macht vielmehr einen durchaus einheitlichen Eindruck. Brods Art, politische Doge zu. sehen lind zu beurteilen, ist neu. Alle Aufsätze könnten de״ Untertitel ״Eine menschlich-politische Betrachtung“ führen, den der erste Essay ״Juden, Deutsche und Tschechen“ trägt, der noch vor dem Umsturz in der ״Neuen Rundschau“ erschien und die Völkerversöhnende, anticliauvinistisdie Ueberzeugung Brods, die er dam! im politischen Kampfe gegen deutsch- und tschechisch-jüdische Assimilantcn verfocht, mit tapferer Klugheit und;:״bedingter Rückhaltlosigkeit nun Ausdruck brachte. Diese Offenheit macht auch vor der »igelten Partei •*:Hit halt, tunt in mehreren Beiträgen des Bur!u-s wendet siel! Brod ankkigend, kritikübeiui mul mit dem liebevollen Willen zu bessern, gegen Erscheimu!- gen und Typen des Monistischen Partciiebcns. \m Schlüsse des Buches steht ״Die Elegie an die abgefallencn Juden“, ein aus tiefer und schmerzlicher Empfindung gt Ixireuex Gedieht der Klage um die Abgefallenen und um uns selbst, d.c ־.vir Ge nicht genug geliebt habei^ so daß sie von uns gingen. Der Essayist B׳״xi ist dem Dichter zum mindesten ebenbürtig. ' Die Frische tuxl Unmittelbarkeit seiner S chrei b w ei se, sein Teinperament und Witz geben den! Leser stets neue Ai»- rcgiing uml fasse!» seine Aufsätze als kleine Meisterwerke erscheinen. Aber über die ästhetische Freude, die sie gewähren, hinaus geben sie wertvolle Einblicke, insbesondere in das Gebiet der Nationalitätenfrage, mul ein schönes Zeugnis von dem Kämpfen »u»d Streben des nationalen Judentums in der Tschedtostowakei, an dessen Erfolgen dem Politiker Brod ein sehr wesentbehex Anteil zufällt. Denn dies muß noch an dieser Stelle gesagt werden, daß Brods Arbeit sich nicht im Literarischen erschöpft, sondern daß er einer der leider nicht aUzti lüufjgen Zionisten ist, die sich immer und restlos zur Verfügung stellen, wo auch praktisdie Arm־“, mag sie auch noch so kleinlich und zeitraubend ־,ein, erforderlich ist. Nidtt ohne Ergriff1־nhv;t liest gerade s׳iner, der mit Brtxl geldimpft und gearbeitet und «lab! : seine Opferwi'Jigkeit niid ''׳;'v...bc Keimen urul sclul/iti geleint hat, »ik־ Zeikn >eines Ge'aitWortes, c!:•.־ Rückschau auf Vergangenes unJ Verpflichtung für «lie Zukunft zugleich betievten: ״.Meine Fieimde, an wieviel Tagen, in wiev.el Nächten haben wir unsere Nerve« aufgewühlt bb auf den Grund, wie־ hat uns die gemeinsame Sorge anetnandcrgeklammert, wie haben wir Seite an Seite gebebt, gehaßt, gehofft, gelitten, gelacht, gekämpft! Erinnern wir uns! Blattern wir zurück: Dann vollen wir wieder an unser Werk gehen.“ S. Kzn. * Ueber die Uraufführung der ״Fälscher“ in K״m׳׳sberg, der der Dichter persönlich beiwohnte und die einen großen Erfolg brachte, schreibt die ״l<ü!ripxber״er Allgemeine Zeitung“ u. a.: ״Die große Sehnsucht nach Friede!!, Güte, Liebe, die, als natürliche Reaktion auf das jahrelange große Hassen jetzt durch tlie Welt geht, mußte ihre Wellen auch im Herzen eines so geftihkfeinen, gütig-!;״־״:״.׳ Dichter» wie Alav Brod schlagen. ...D.esem gesumien Grundgedanken mög- Iichs: dnrdklitngeude Werbekraft zu!edlen, scheut sich Brod mUit, «liesniaf mit stärkeren »Iramatischen Effektmittein zu arbeite«, als man es von ihm gewohnt ist Er gibt, nehein Zartem, Ly risch-Besinnlichen! (wie in nein wnikiervolien Licbesgespräch zwischen Barka urnl Ohvia) ndibges theatralisches, z. T. recht krasses Theater treiben minier mit einer seelischen iitid dein Exprcssjomsmus a!!genäherten Stilisierungskunst, <!i.־ auf dichteriseli-syjiiboüsclte Ucberhöhung der Wirklichkeit bcdaclit ist unu ach am stärksten, erfolgreichsten wohl in der spukhaft phantastisdien, von Wedekiiidisch grotesker Huniortragik umwitterten Transzcnc zeigt, wo die Falschmun/erwerkstatt zur Kapcdle und der mepliistopheüschc Freund ziun Priester wird.“ Zu der Vorlesung des Dichters, die an» Sonntag df" 1.2 . Dezember m der ״E w e r־‘ - B u e h h a n d 1 u n g statffmdet, sind Karten bei Wertlwüti, Bote ik Bock. Kauflvaus des Westens und an der Kasse der Buchh״.d lung, Knesebeckstr. 54/55, selbst erhältlich c“hAnd