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Jüdische Rundschau · 1920-12-03 · Heft 86 (3.12.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 86 (3.12.1920)
Date
1920-12-03
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Nr. 86 e Seite 644 teil. I>a>, palästinensische Judentum nullt aber, wenn es vorherrschend im Laude weiden will, sieh nicht nur aus Arbeitern, sondern audi aus grollen uml kleinen Unternelinieni ziisaminnisctzcii. Wenn die IbuOt) Mensehen, die nach Palästina im nächsten Jahr kommen sollen, alle ru Arbeitern weiden, wird dafür uugc'lieiiros Geld aiisgegeben 1 diese Arbeiter weiden i 111 übernächsten Jahic nach der bisherigen Mclhmle des Evpere.mentiercuי auch II «11 Arbeiter bleiben, die wohl vielleicht einen Debet sdiull von Arbeit schalten weiden, aber keim* neuen Arbeiter Wertteil narh/ieheii und beschäftigen können. Bringen wir in de» nächsten Jnlu nach Palästina! 10 500 Juden, von denen mir 5000 Meusdum /u Unternehmern werden, so we11N*n diese Unternehmer, wenn sie' Verdienste erzielen, als.» kapitalistisch Vorgehen, ihre Gesduifte und ihre Dtitcmcltmuuge״ erweitern, schon )111 übernächsten Jahr wenigstens zwei bis dtei Arbeitei beschäftigen kdnuen. Während die 11 500 Arbeiter keine neuen Emigranten naeh/iehen werden, werden die 51K10 Unternebmer schon int übernächsten Jahre 10001) -15 000 Arbeiter für ihre Betriebe brauchen, Einwanderer, tür die die z 1 o 11 i s t i s e h e l. c i t 11 n!׳ nicht in e h r wird s o 1 g e 11 m ii s s e n, \11er abgesehen von diesem einfachen Beispiel, ist die 1 l.iuptfrage unserer Kolonisation eine Frage der K a p i t a Ijies e 11 a f f 11 n g. Auf die Dauer ist eine genüge״ de Kapitalhesehaffimg für eine experimentelle sozialistische Wirtschaftsordnung׳ unmöglich. Die einz.ige wahre Kapitalbeschaffung is1 diejenige, die sieh rentiert. Kapital soll nach Palästina fliehen, um dort Mehrwerte durch die kapitalistische Wirtschaftsordnung zu schaffen, sieh dort so zu verzinsen wie Kapital sieh III der übrigen kapitalistischen Welt verzinst. Doll eine solche, wie überhaupt jede, noch so geringe Kapitalbeschitffiuie nur von dem bürgerlichen Zionismus geleistet werden kann, ist eine absolut klare Tatsache, die z. B. auch von dem linkesten Flügel der Paale- Zion anerkannt wird. IVr bürgerliche, der kapitalistisehe Zi,m;s:1imis der (iegcnwnrt kann sich von dein Vorwurf nicht retten, dall er, wirtschaftlich betrachtet, nicht echt ist, dall er, dtwohl er bürgerlich, nls« kapitalistKeh im (laluth. gleichzeitig «oz.itiisltisch in Palii* siin.1 sein soll, mit anderen Worten sozialistische Philatnhr.ipic׳ sclili.nnister Art auf Kosten der jüdischen Arbeiterschaft treiben will, sozialistische Wohltätigkeit, di»* ei im (iahith, von ihrer wirtschaftlichen Ergehiiisliisg keit uber/ciigl, nie treiben würde. Der bärgerliehe 7.1 mis 1111s vtll, wenn er in Palästina Wirtschaftliehe Fi folge erzielen will, auch dort bürgerlich vorgclua, als.» kapitalistisch, unternehmungslustig, Werte schaffend durch Beschäftigung von Arbeitskräften, wie er das m Europa mit bestem Erfolg tut. In dem Augenblick, m dem diese Notwendigkeiten von dem herrschenden bürgerlichen Zionismus anerkannt werden, wird ei :!lieh die einzig wirksame Methode, d. h. die kapitalistische, der Besiedlung Palästinas sich mieignen und dort mit Erfolg anwenden können. In dem; Augenblick wird auch dem dringenden Bedürfnis der jüdischen Arbeit(rmassen entsprochen, indem in Palästina auch für sic ausreichende Vcrilienstinoglichkeiten geschaffen werden. Die grollen jüdischen Wanderungsiuassen werden sieh dann nicht in die übrigen kapitalistischen, Welt zerstreuen, sondern im kapitalistischen Palästina ansiedeln können, dall, wenn es auch kapitalistisch Wird, doch allen anderen ('1ah1thläm!e1׳n, wenn sie auch sozialistisch werden, vorzuziehen ist, Deytt letzten Endes ist doch dakapitalistische Palästina für die Juden, und nicht nur vom wirtschaftlichen Standpunkte ans, für die ganzen jüdischen Atensdien, für jüdisches Lehen im (iahith, nicht zum mindestens für jüdische Kult 11 r, von der viel gesprochen wird, ohne für geht: 11. *ich den Aufbau nicht anders als in, den Formen bisheriger Wirtschaft vorstelieu können, jeden Vorschlag dankbar begrüben würden, der irgendwelche ״koukreteren“ Möglichkeiten bietet, die entsetzlichen Formen der (’iirop.ii-H'h-amvrikaiiischcn heutigen Zivilisation beim Aufbau Erez-Israels zu vermeiden. Alle die werden hei der Lektüre von Max Broils ״Sozialismus im Zio• nisinus“') nicht auf ihre Rechnung kommen. Dieses Buch ist, bei nlleai äulieren Anschein, durchaus tinkoakivt. Brad gellt nicht von «len Begriffen ״Produktivität, schneller Aulhau‘' usw, aus, sondern von der augenblicklich in! Zionismus unpopulären Problemstelhing;: ״Erneuerung aus dem (icistc (der zugleich der des Judentums wäic), von den Fragen: ״Ziel mul Wesen der nationalen jüdischen Erfüllung“ aus. Nicht um sozialisfische Koloipsation, um Praxis der Sozialisierung, nicht um historische ,־«ler theoretische Betrachtung geht cs, sondern um die Kernfrage, ob ein irgendwie ge* artet er Aufhau schon Erfüllung sein kann. So erhält «las Br,ulsche Buch zwar keine praktische, sozialistische, ״ökonomische“ Bedeutung, führt aber doch;p! die ent* scheidenden Probleme jeder Rcnaissanccbewcguug heran. Für die Verpflanzung ״edomitischer Greuel" nach Lrez-Israc! auch nur einen Finger zu rühren, erscheint nicht der Mühe wert; das Neue, das im; Entstehen ist, t imili den Charakter wahrer Erfüllung und wahren Me.1• ' sclumtnms tragen. So verwirft Brod folgerichtig alle mechanischen Systeme, ׳Marxismus ebenso wie Taylorisums, und kommt auf der Orundlagc des Poppersehen Mininuunsystcms, das jedem in sozialisierten Betrieben das Lehensminimum sichert und darüber liinaus Freiheit für ׳Produktion und 'Erwerb läfit, zu dem Vorschläge, daR man Erfindungen nicht zu sinnlosen Produktion«‘ Steigerungen benutzen solle, ־־׳• sondern in verschiedenen Abstufungen, je nach der Beteiligung der Arbeiter am ־ *)'H, Lüwit, Verlag,' Beflin und Wien 1920, ju E D I s CHE RUNDSCHAU sie die unbedingt nötigen wirtschaftlichen (inuuilngeu zu schaffen, besser und in jeder Beziehung Itoffnungsvidier als etwa *das sogar kommunistische Rußland!, (Aber von diesen Kultur fragen, die im Zusammenhang mit der Kolonisation Palästinas stehen, soll liier nicht die Rede sein; ebensowenig Von den Gesichtspunkten, die un Interesse einer echten jüdischen soz.iulJeniokrati* scheu Arbeiterbewegung hier geltend geinacht (Werden können. Nur 111 aller Kurze d.iil vielleicht augedculet weiden, dal! die üuvhteiliehe Misere, gegen die alle jüdischen Arbeiterparteien bis jetzt vergeblich ankämpften, doch letzten Endes van dem Umstand herrührt, dali alle diese l’arfeien sich auf kein jüdisches Proletariat in ihrer Arbeit stützen konnten. Erst ein kapitalistisches Palästina wird das jüdische Proletariat liervoibringcn können und erst diese im jüdischen Kapitalismtis fest eingewurzelten, starken jüdischen Prolctarier, die keine Literaten sind, werden .׳pich den jüdi sehen Sozialismus in Palästina verwirklichen.) Die dritte wirtschaftliche Frage des ZJonismus kann in Anlehnung;»״ die erste ebenfalls nur angedeutet weiden: Wenn der bürgerliche Zionismus Farbe bekemü, sich von der echt spießbürgerlichen Phantasie befreit, sozialistisch in der Ferne (in Palästina) zu wirken und zwar mit gütigen und grollen Geldspenden, die er in kapitalistischer Ausbeutung, auch der jüdischen Arheiter •- sieh im Galutli zuriickgolegt hat, uni sich auf diese Weise unbewußt oder bewußt eine schöne seelische Befriedigung zu verschaffen und aufäugen wird, Paliistina nach seiner natürlichen, also kapitalistischen Methode auf/ubaiicn, dann wird eine Frage sofort zu lösen sein: Wo nimmt er Führer, wo die dazu nötigen Unternehmer her? Diese Frage ist rein praktisch und kann bei einer richtigen Einstellung richtig gelöst werden. Die Begründum; des L'c.rihuiüc Council in London!•*t vielleicht der erste Schritt auf dem Wege zur richtigen Lösung des Problems. Diese Anfähuingcn, rein wiitschaftlich gedacht, die. keinesfalls irgendwelche Parteiaiischaiumg wiedergehen sollen (vs ist deshalb auch ab.-ulut gleichgültig, welcher Partei der Verfasser angehmt), werden mir sicherlich stark verübelt werden. Dieser Mangel an Idealismus?! AJ)er hier handelt es sich wahrhaftig nicht 11m idealistische eder materialistische, sondern nur um wirtschaftliche Notwendigkeiten, und diese sind allerdings g raus am. Sie müssen aber anerkannt werden; xvir können den Kapitalismus als eine Teuielssrliöpfung betrachten, aber er herrscht und ahne kapitalistische Methrulen lassen sieh einstweilen in der kapitalistischen Weltwirtschaft, in der wir leben, wirtschaftliche, Gemeinschäften nicht nufbaucn. Unsere persönliche seelische (‘:,.er parteimätlige Stellung /um Kapitalismus spielt bei diesen wirtschaftlichen Notwendigkeiten gar keine Ralle. Wir werden allerdings versuchen müssen, innerhalb des Kapitalismus, an dem wir nicht vorbei können, an vernünftiger Sozialpolitik das Möglichste zu erreichen. Ebenso wie die jüdische Bourgeoisie auf dem Altar des wirtschaftlichen Aufbans Palästinas ihre schönen Träume von der Verwirklichung des Sozialismus wird opfern müssen, werden dib■,'jüdischen Arbeiter sich dazu entschlichen müssen,;uicli in Palästina in kapitalistischen Betrieben zu arbeiten, anstatt dazu verdammt zu sein, von einer kapitalistischen Wirtschaft zu einer anderen durch Wanderungen hcrum/uirreu ■oder in der östlichen I lulle in Pogromen ganz unter/ttgeheu. Im übrigen müssen wir uns zu dieser neuen Ein- Stellung in unseren wirtschaftlichen Angelegenheiten entschlichen, nicht aus dem (irimde, weil wir den O-tjttden unbedingt in Palästina eine neue Existenzmöglichkeit verschaffen wollen. Die östliche Judenfrage wird schaumig nicht schriftlich, in Berlin verticten durfte, k.'iiüsche“ Zionismus m laten viel zu unklar und vom Zionismus, wenn er in den nächsten Jahren auch die gröBien Erfolge erzielt, docli nicht gelüst werden, Es handelt sich hier vielmehr um die Frage, ob Palastin;* überhaupt aufgehnut, d. h. jüdisch aufgeb itit, und oh es ein anglojudi-ches oder a11gl־.״»r.׳־hiw׳he* l.;«m| werden wird. Meine Freunde keimen mich, aber es ist möglich, dal;' Andersgesinnte mir Anlehnung an den ,,,'imerikamM hea״ Zionismus vorwerfen werden. Ich darf ilaian eiimieni, dali ich schon im M.uz P/17 im (irmule dic-clhe An •omlcm in einer Vcr-ammhin״ Aulierdeai j>t mir der ״anu׳n seinen wirtschaftlichen Postu• ich weil! nicht, ob die Amenkauer mit mir einverstanden sein werden. Ihre Behaiidlung der Kulturträgern im Zionismus finde ich völlig verkehrt uml unverantwortlich. Der Zweck dieser Ausführungen ist, die Aufmeiksamkeit der zionistischen Ocffcntlichkcit auf wirtschaftliche Dinge zu lenken,• von einem (iesichtspinikt aus, der bis jetzt wohl von vielen unbcwulit e upi'undcn wurde, jedoch nicht gehend gemacht, werden konnte uml dürft(. Denn er ist noch so unpopulär, so wenig* salonfähig!!! den führenden Kreisen unseres schöngeistigen s »zialistiseh-pa/ifistischcn «kutschen Zionismus; aber ich 11.־du trot/dem das Gefühl, «lall gerade die Zurückfuhnm. der wirtschaftlichen Probleme des Orundlagc, auf ihre kapitalistische guten bürget liehen Zionisten als empfunden wird. Jedenfalls ist mir ein So/ialdeniökrat, der in der richtigen Erkenntnis der vve!(wirtschaftliche- Gcsamtlage für den kapitalistischen Aufbau Palästinaeintritt, viel lieber als ein bürgerlicher Zionist, der mi Oalulii, also im täglichen Leben, kapitalistisch, m Palästina aber, also für ihn in der Theorie, sozialistisch siel* gejaärdel. 11« übrigen ״her: Studien Wirtschaftsgeschichte, ju- «fische und allgemeine, und laßt euch in wirtschaftlichen Dingen• nicht yon Literaten, Tagesschriftstellern, Literaturhistorikern und Rcligbnsphilosophcn fai-dt iH-lelmm' Zionismus auf ihre Natur, Von vielen eine Art Erio-un״ t I I 1 .# 1 I Ukraine ln 1, u b a u dauerte der Pogrom fünfzehn Tage. M Juden wurden getötet, 200 schwer verwundet, von denen täglich einige nri den Folgen ihrer Verwundungen sterben Annähernd 700 Frauen wurden auf den Straßen v»»n den Kosaken Dudenys öffentlich geschändet *Die Malterungen übertrafen an Grausamkeit alles bisher bekatmt Gewordene, Das ganze jüdische Vermögen wurde geplündert. In Ostropol, Gouvernement Wolhynien, <rw%<r■ deten die Kosaken vom bolschewistischen Re ״*ment Kasowsky II Juden und schändeten 70 Franc,». In S t a ro - K an s t a 11 t i n ermordeten die B )1- 'newüsten einen und veiwundctcn mehrere Juden, In Po I o 11 o j e wurden 10, in W o s e h u o p .»I <!, in Dt an an 10 Juden in grausamster Weise ermordet Die Juden dieser Orte wurden ihres ganzen VerinOgeiiN beraubt, sind vollkommen obdachlos und wati■ dem in grollen Scharen nach P den .־ms. Sie sind häufig den größten Gefahren ausgesetzt, denn auf den Land• Straßen entgeht keiner den Räuberbanden Pctljm.o. Die-( haben jetzt eine neue Handhabung für ihr Mordwvrl Sie stecken die Hauser an, und während diese in Hammer ,uitgehvn, rauben und morden sie, Bis alle- «lern B.xlen gleiehgcmacht ist. 1 I :1 '4 '/ il Werke, ihnen aus der ersparten Arbeit Zeit zur Verftigung stellen solle. Nur «fie ganz attt Werk' beteiligten Arbeiter haben das Recht, beliebig lange zu arbeiten; alle andern müssen aus der Produktivicnmg des Arbeits- Prozesses ‘Arbeitszeitverkürzungen erhallen, s:> dall dem Fabrikanten nur die Möglichkeit bleibt, entweder den! Arheiter aus jeder Produktivitätssteigerung Zeit und damit Freiheit zur Verfügung zu stellen oder seinen Betrieb zu sozialisieren. Zweck de:- ganzen ist ausschließlich, die Werkgegenüber den (ievvinniiiteresseii zu stärken, Geist und Seele zu entbinden aus den Fesseln mechanischer Wirtschaft und Staatsgctügc. Nur so, und das ist Br,»d das Entscheidende, wird der innerste Sinti jüdischer Geschichte und Zielstellung erfüllt, 1 Brod gibt also weder, wozu der Titel vielleicht verführen könnte, eine Darstellung des ״Sozialismus itti Zionismus״ ,״.»eil konkrete Vorschläge im Sinne ״realer Politik“, sondern, was gerade in diesen Tagen vielleicht wichtiger als je ist, einen hinreißenden Appell an das Kulturhewulitscin des /imiisiiuis, das auch in seinem Wirtschaftsprograiniii zur Geltung kommen nvuB, l.eider ist das Buch sehr abstrakt und abseits aiigenhücklicher Möglichkeiten, worauf *doch hingewiesen werden imili, da es sieh an reale sozialistische Plane 'klammert; viele Dinge, die in einem, wenn auch bewußt einseitigen Buche über ״Sozialismus und Zionismus“ hätten nicht fehlen dürfen, so Hinweise auf Bedeutung des Kwii/othgcdankens, der Moschawe ,nvdim, Fraget! der Sozialisierung u, a. tu. Trotzdem bleibt es wertvoll, daß gerade in diesen Tagen die prinzipiell sozialistisch-kulturelle Einstellung wieder einmal betont wird. Heute, wo die Amerikaner den Kampf gegen den Kulhirzionismus eröffnet haben, wo die Fanatiker des ״reinen“ Zionismus und der Phrase .vom Kumpf gegen die Phrase das Feld beherrschen, ist es notwendiger als je, zu betonen, daß weite Kreise des Volkes in einem Palästina de? Privat- Kapitalismus und (k'r Amerikanisierung keine wirkliche Erfüllung erblicken können. Sie sind Brod dankhur, dall er, vom ()ökonomischen ausgehend, gezeigt hat, daf nationale Kultur mir aus seelischer Bereitschaft entstehe: kann. Der Zionismus ist in Gefahr, seinen Ch.1־r.1kM ן als revolutionäre Idee der Erneuerung zu verlieren; •ans , notwendiger ist es, immer wieder und von allen Seit»'״ 'zu zeigen, daß die• /ioni-iisehe Aufgabe mit der politischen Erfüllung erst ihre eigentliche Bedeutung gewinnt. De ״Zeit“״problen1, verknüpft aus innersten Gründen nut allen Problemen jüdischer Zielsetzung, kann, tuul dieser Gedanke bleibt wichtig, zum Angelpunkt der neuen Win• schafr werden. Ein Impuls, immer von neuem die Er• neuemng des jüdischen Geistes als Ziel Ales Aufbau» zu betrachten auf t!er Grundlage eines Wirtschaftslebens das, in sich gerecht, geistigem Leben die Möglichkeit zw Entfaltung bietet, wird von Brods Buch auf die ideal! stisehe zionistische Jugend misst r,ihlcn. Ein Preisausschreiben zu Dubnows 60. Geburtsttj• Der Jüdische Nati-malrat von Litauen erläßt «•in Pri -; aussehiviben für eine Monographie, welche irgendein( Epoche in 'der Geschichte der litauischen Juden b<' , handelt und setzt drei Preise von O00ü, 3000, beziehung!•׳ weise 2000 Mark aus. Das Werk, welches in beliebige' Sprache abgefaßt weiden kann, wird in einer der ju di sei teil Sprachen vom Nationalrat heratisgegeben werden Die Herausgabe dieses Werses erfolgt als Erinnerung an den 00. Geburtstag des berühmten jüdischen Hisw rikers S. M. Dubucnv. Das Manuskript ist bis zu״ 1. Januar 1921 einzureichen. Der Natbiialrat übernimm' die Verpflichtung der Drucklegung des preisgekrönten Manuskripts innerhalb dreier Monate nach dem ib" nannten Termin. i |י ' i I i!׳’ #;

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