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Jüdische Rundschau · 1920-12-03 · Heft 86 (3.12.1920) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 86 (3.12.1920)
Date
1920-12-03
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 86 3 U EPISCHE RUNDSCHAU Seite 643 r ך I V 4 יי'51( *ti' I ikv ־ t!ן t>-•׳״ «V. ,ז Jir 4׳ Hst! l ־*;י■' U 1 filiS 11׳ 1 יי! ׳.!11« יו 1 j '11 plt 111 « •ui.'l« 1!״1,1 I 111hl Bt<K!,!wird, 11,.111 eich!,׳ 4 ‘1,'l/j f Will pll.mu rr;>M׳, jjabe». 11 mit » nach 1, »1.» ünp: i '••׳• Ii M יק 1 1 ״.1| t » ti ' 1* j . ן 4 ־ > 14 er ־■! Imm iitäi 1 1 י, n »1 | ח 1 V, »r- "x!;ll! in ן tr ii :!41 i r Welt 1 k V er• | fsrh au, 1 l»n -׳ ן w i 1 י t übetfehl(! n von EiWi'►־ Spende t (\>m Drei wirtschaftliche Fragen Von זנו. Wtad. W K;1 phin-Kog;1 n , Breslau En gibt in der ganzen zionistische« Welt wohl keine Mcitscltenxcdc utelir, die nicht das bestimmte Gefühl lut, dalt die Verwirklichung der zionistischen Idee mich der bisherigen Methode nicht indir möglich ist. Den Einsichtigsten von uns wurde schon nach der Ikilfoiirsclicii Erklärung angst mul bange; San Kenio löste zwar eine frenetische Freude ans, die sich vielleicht nicht so stürmisch geäußert haben würde, wenn man genau umi sicher gewußt hätte, was man mit »lern Beschluß von San Rcmo tatsächlich anfangen körnte and mu.se Nun stehen wir vor der Verwirkhchung des Zionismus, aber und das soll klar und rücksichtslos ausgesprochen werden kehl ein־ zigcs Ressort unserer Leitung weiß, wie man - nicht »len jKilitisclien Zionismus, dessen Verwirklichung in Europa sich uodi vollzieht, - sondern den praktischen Zionismus als Ganzes in Palästina realisieren soll. I: inen s i e h e r c 11 Aul b a u p 1 a 11 Ihr 1» a 1 ä s t i 11 a gibt es nicht. Im wohltuenden Gegensatz zu den Juhelreden nach San Remo bahnte sich nach der Lon- »loner Konferenz diese bitiere Erkenntnis durch; die Konferenz, sehnsuchtsvoll erwartet, enttäuschte schon allein aus diesem Grunde. Auf die übrigen anders gearteten Ursachen kommt es hier nicht an. Ich bin nicht der Meinung, daß die Leitung allein diesen Zustand verschuldet hat; wir sind alle schuld daran, alle Zionisten aus allen Ländern, die östlichen niclit weniger als die westlichen und die westeuropäischen beinahe noch schlimmer mit schwerer Schuld belastet als die amerikanischen. Demi es ist nicht wahr, daß man sich in der zionistischen Leitung und 'in den zionistischen Kreisen aller möglichen Riehtungen mit der Schicksalsfrage des Zionismus nicht intensiv und in starker gedanklicher Arbeit befallt hätte. Es wurde genug davon gesprochen und noch beinahe mehr darüber geschrieben, wie man Palästina aufbauen soll, und wir liaben genug allerliebste Zukunftsbilder genießen dürfen, die uns sehr klar schilderten, wie »111־ echt jüdisches Palästina nach der Verwirklichung des Zionismus aussehen sollte. Die Londoner Debatten bewegten sich in derselben Richtung, aber es wird wohl keiner bcfiaupten können, daß unsere Vorstellung nber den Aufbau Palästinas um irgendeinen neuen proiliiktiveu Galuikcu in London bereichert wurilc, Es ist auch in London nichts herausgekotiuuen, außer einem eru/jgen Beschluß, der tatsächlich nach innen und außen lebendige Wirkung ausgelöst hat und der als bleibendes Ergebnis der Londoner Konferenz dastellt: der Beschluß!ur den Keren hajessod 25 Mül. englische Pfund auf- Zubringern Was ji-t/t not tut, ssi eine vollkommen andere Einstellung aut dem Gebiete der praktischen Erörterung der Verwirklichung des Zionismus. Die Art, die bis jetzt üblich war, war weniger von■ der Natur des KolonisatioiiNui'rkes bestimmt, das wir vor uns Italien, als vielmehr von »len Momenten, die vollkommen außer־ halb dieser, letzten Endes wirtschaftlichen, Angelegenheit liegen. Schon vor der Revolution ging man dabei von der Anschauung aus, daß der Zionismus vor allem eine Erlösung aus »ier seelischen Not bedeutet, in der stell die östliche und. die westliche judenlieit befindet umi daß der Zionismus als eine vollkommene,;dies m sich enthaltende Lebensanschauung gelte. Nach der Revolution in Rußland tmd in Deutschland kamen hierzu eiitsclieideiuk׳ soziale Momente. Die sozialistische f emienz, die im Zionismus immer vertreten war, wurde nunmehr noch stärker ausgebaut. , Vor allem wurde zum tragenden Gedanken aller Aufbauvorschläge der, jdü■ rt!.»«־ \ Nach »!: g »ln . |i: lischt1׳ f!, vor kn schaß tisdw I bieten, j immf i sozir ischeii n »1• außer t alb1׳ geid״ zu; anf SOU■־*'; :hend‘1 als |n1i!u״J' lisch e tu1 ■ mg. ״' zu deii IcutuiV nügrti•1 Ögl«־‘1־ die ״'ג IW! er 1:' Jt res er»׳‘״ liier Notwendigkeit sich in allen jüdischen Kreisen H din bricht. litt Zusammenhang damit geben wir nachstehende •Ausführungen über das Simonsche Seminar für Gartenbau und Handfertigkeit in!,eine wieder; ״Die Schulbehörden bis hinauf zum Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung fordern dringend eine Fortbildung der Lehrer auf dein Gebiet des Gartenbaues und der Handfertigkeit. Die erste re Fortbildung gibt einzig und allein in deutschen Emden »las Situ oti sehe Seminar in Peine; für die f ortbildung ist Handfertigkeit sind auch andere Ausbilduiigsmögliclikeitcn vorhanden. Keine der bestehenden Einrichtungen ist aber so wie das Seminar in Peine auf ilk■ wirkliche Lehrerbildung eingestellt, außerdem aber erwachsen allen Teilnehmern aus dem Besuch der anderen f-'ortbiklungsinstitute weit höhere Kosten, als Nie das Sinioitsche Seminar erfordert Christliche Lehrer melden sicli in großer Zahl, für Freistellen sowohl wie ״teil als zahlende Teilnehmer; wo aber bleiben! fi e jüdischen Lehrer, für die.wir,die Linnehfung in erster Linie geschaffen!1:1ben? Nur sehr wenige scheinen das Verlangen zu Alben, sich für die Arbeit in der neuen Schule die nötigen Grundlagen zu schaffen, um ersprießliche Arbeit leisten ,u können. Wenn geklagt wird, daß die Zahl der jüdi- H'hctt Schulen beständig geringer wird, so sehen wir doch andererseits in verschiedenen Städten vielklassige lüilischc Schulen entstehen und hören von mancher Neu- Kründung jüdischer Schulen. Die Zahl der jüdischen Schulen sei aber 90 gering wie sie wolle, die jüdische Schule muß in ihrer Leistungsfähigkeit mindestens mit den anderen auf gleicher Stufe stehen, soll sie ihren altem guten Ruf behalten. Wie aber wird sie tl: : ß'oriierung in der Folge erfüllen können, wer,:! »'.״׳.:!»hrvr das Rüstzeug fdtJt, die Schularbeit den 11״:;:.,: Anforderungen entsprechend zu gestalten! Dann vzßd dal) Palast.na ke!m׳s1ve״ > diejenige wirtschaftliche Grdmim;׳ erhalten dürfe, die wir als vorherrschende in der •übrigen Welt [;»11•־!״;׳. di־• kapitalistische, ln Ihdästina soll eine neue Genmusduft auf einer neuen sozhlen Gnmdlnge geschaffen werden, ohne jegliche soziale Kämpfe. Palästina soll von Idealisten aufgebaut werden und als ein Musterbeispiel einer idealen Wirtschaft auf die übrige, tief im Kapitalismus schmachtende Welt einen reinigenden, missioiisartigcn Einfluß ausübe«. Die vom Sozialismus angehauchten Richtungen errangen einen viel zu großen Einfluß im bürgerlichen Zionismus, der dadurch in seinem Wesen vollkommen, verändert wurde. In diesem bürgerliche״ ilcutschcii Zionismus eroberte sieh schließlich »licjcnige Gruppe eine ihr imäit gebührende Vormachtstellung, die bürgerliche und so/ialistisdie Momente iu einem geradezu klassischen Kompromiß verunstaltend vereinigt: Hapoel-Ha/ai'r. Nur Analphabetenim deutschen Zionismus wissen nichts vom ״gottbezogenen“ Leben, das im ״gottbc/ogenen“ Lande die Juden in ״wahrer Menschengemeinschaft“ begründen wollen. (Bul• er: Die jüdische Bewegung, zweite Folge, Berlin p. 181.) Diese Einstellung ist absolut f a 1 s c I» und muß, wenn wir den Zionismus tatsächlich verwirklichen wollen, grundsätzlich und radikal a u f g e g eben w erden. Wollen wir die f rage über »len wirtschaftlichen Aufbau Palästinas, denn darauf kommt’s nur an, — auf Grund der vorhandenen Tatsachen betrachten, so ergeben sich drei Fragen von ungeheuerer Bedeutung, von deren richtiger Stellung und durchschlagender Lösung die Zukunft des Zionismus allein abhängt. Die erste Frage ist theoretischer Natur, über die wir uns aber trotzdem klar werden müssen. Das jüdische Volk ist nach seiner bisherigen Gebarung innerhalb der Wirtsvölker■ zweifellos nicht nur das Volk des Geistes und des Buches, sondern ein in wirtschaftlichen Dingen eminent begabtes und erfolgreiches Volk gewesen. Das jüdische Volk hat auf die Gestaltung der Wirtschaftliehen Verhältnisse der ganzen Welt einen nicht unerlieblichen Einfluß und in einigen Fällen eine geradezu entscheidende Bedeutung geliabt. In Westeuropa denke man nur an die Verwirklichung des Kapitalismus und! in Osteuropa au die Ausgestaltung des Großhandels. T> e r Zionismus des Augenblicks ist zweifellos eine Kolonisationsfrage jede Kolonisation war bis jetzt in »Ier Geschichte, ist in der Gegenwart mul wird zweifellos auch in der Ziiktmit nichts anderes als eine wirtschaftliche f rage sein und bleiben. Was wir wollen, ist die Schaffung eines jüdischen Palästina, also die Besiedelung Palästinas: mit einer möglichst großen Anzahl von Juden, die iu Palästina so viele Betaugungsinöglichkeiten haben sollen, daß sie davon, ohne auf Spenden angewiesen zu sein, zunächst rein wirtschaftlich existieren können, vor Hunger, Kälte und Hitze, vor Krankheit und jedem Unheil einigermaßen geschützt sind. Diese einfache Frage narb der Hcriibcrbringmig einer größtmöglichen Anzahl v»m Juden nach Palästina kann nur wirtschaftlich betrachtet und wirtschaftlich gelöst werden. Daß »las jüdische Volk dank seiner wirtschaftlichen Fähigkeiten im Galuth sich mit *Erfolg abgesehen von Ländern, wo cs mit Gewalt unterdrückt wurde durchsetzen konnte, ist gut bekannt. Die entscheidende Frage des Zionismus besteht darin, ob jüdische Menschen diese wirtschaftlichen Fälligkeiten in demselben starken Ausmaße auch in Palästina werden entwickeln können, kurz, ob auch in Palästina Menschen von Wirtschaftlieber Durchschlagskraft eines Ballin, Rathen au, Alfred Mond, Schiff usw. werden entstehen können, oder ob vielleicht erst der Kampf mit der anders gearteten wi r t s c 11 a f t liehen Umgebung man sich niclit mehr wundern dürfen, wenn der Auflösungsprozcß mit Geschwindschritt vor sich geht, die jüdischen Schulen, noch schneller verschwinden als bisher, die Aussichten der Lehrer auf Anstellung immer uugünstiger werden, die Erziehung der jüdischen Jugend immer mehr leidet und dem Judentum der schwerste Schaden zugefügt wird. Alle Arbeit au der Jugend im späteren Alter in Vereinen kann keine starke Wirkung haben, wenn die Erziehungsarbeit nicht schon die Grundlagen geschaffen hat. Das Seminar in Peine, unter Autwand großer Mittel gegründet, einfach, aber den neuzeitigen Forderungen entsprechend 'eingerichtet, ausgestattet mit allen praktischen Einrichtungen zur Unter- Stützung seiner Fortbildungsarbeit will auch vveil»־r seine Aufgalic erfüllen, in erster Linie den jüdischen Lehrern eine gediegene Fortbildung im Schulgartenbau und in Handfertigkeit zu bieten. Trotz der gewaltig gestiegenen Kosten für den Betrieb werden den jüdischen Lehrern sehr weitgehende Beihilfen eingeräumt; denn es gilt einer großen Idee zum Sie/•;« zu verhelfen, dann muß aber auch erwartet werden, daß unsere Lehrer von der getrofferien Einrichtung weitgehend Gebrauch machen. Das ist ater bisher nicht geschehen; nur wenige kanten, wo viel erwartet werden mußten. Wenn dieser Zustand bestellen bleibt, wenn stets nur wenige־ jüdische Lehrer zwischen zahlreichen christlichen von der Einrichtung Gebrauch machen, so muß die Stiftung zu der Ansicht kommen, daß die großen Aufwendungen nicht im Verhältnis stellen zu der beabsichtigten Wirkung, und dadurch eine Fortsetzung der Aushilduiigskursc in Frage gestellt wird. Daher hat der Verstand auch eine Acnderung in der <!::״•:״״.־׳ ׳"׳ ״ . •״׳: h־-׳.ch'0SRcn; es ״;•11 ׳ von! , י ' -. H .r, t .־ :- ׳-«. * s v. Cl f t HU־ ik'II eine erfolgreiche Betätigung der jüdischen wirtschaftliche» iViten/en ermöglicht? Denn es ist wohl möglich, daß mir »Ier Stachel des Kampfes und das Vor• handensein eines zweifellos anders gearteten Milieus die Juden zur Entfaltung ihrer wirtschaftlichen Energien Inl'üliigt hat. *Werden die Jude!! auch unter den Juden in der lein jüdischen Sphäre noch dieselben ökonomischen Fnergieii im praktisch 11 i eben mit so ungeheuerem Erfotg offenbaren können V - Daß das ictzi^e Geschlecht mir auf die IVeiiiflusstmg einer anders ge־ arteten Umgebung und mir auf das Zusaitmi« mvirhcji mit den Angehörigen der Wirtsvolker eingestelH war, ist klar. So w ird es ein gutes Stuck erziehe rische wir(• schalrtiche Arbeit kosten, die jüdische wirtschaftliche Begabung iu Palästina in eüier absolut jüdischen Sphäre zu erhalten, damit sie sich auch dort produktiv ausleben und erfolgreich betätigen kann Die zweite wirtschaftliche Frage d»־s Zionismus ist piaktischer Natur und lautet; Wollen wir in Palis 1111 a v s p e r i 111 enliemi n »11׳ r null e n w 11' P .11 ä s t i n a kolonisieren? Experimentieren heißt; Auf Grund der sozialistischen Wisvrnsihnft »kr Ver• gaiigenhcit und der Gegenwart im heiligen Lande eine wirtschaftliche Ordnung entstehen lassen, die bis jetzt in der ganzen »ihrigen Welt noch nie »!;»gewesen ist. Experimentieren heilit: Auch in wirtschaftlichen Dmgeu nach rein idealen Prinzipien vergehen, in ungeheurer /Arbeit und unter starke« Entbehrungen zunächst int kleinen Maßstabe unter /Ausschaltung aller derjenigen, die von diesem idealen sozialen Geist nicht «.■1 füllt sind, Aufbauarbeit leisten, die vielleicht als .Musterwerk dastehen wird, aber von vornherein mit einer äußerst kleinen Anzahl von Menschen rechnet und alle wirtschaftlichen Methoden der übrigen kapitalistischen AVeh mit Bann belegt. Kolonisieren heißt: Unter Anwendung der Erfahrungen »Ier hinter uns liegenden AVirtsehaifsgeschichte, aller derjenigen rcinkapitalistisdicii W:rtschattsprin/ipien, nach denen wir alle Idealisten umi Materialisten im Galuth leben, weil wir sonst ver■ hungern würden, in Palästina unter Anwendung aller Errungenschaften der modernen Sozialpolitik in großem Maßstabe viele Menschen ansiedcln, die dort nicht für ein hehres wirtschaftliches Ideal arbeiten wollen, sondern sich dort nur auf Grund des V»>rl1;mdcnscins kapitale stischcr Verdicnstinagliclikeiten ansiedeln. Experiment tieren heißt: ln Palästina durch komimmistiscln• Genosvensehafteii und audeiv mehr oder weniger sozialistische Unternehmungen einer beschränkten Anzahl um Menschen unter Anwendung von ungeheueren Kajütalmitfcln, die daiieniil nur durch Spenden werden aitfgebracht wcrilcn können, ein schweres Dasein verschaffen. Kolonisieren heißt: 111 Palästina für »las jüdische Volk Verdieustmöglichkeiten schaffen, die »lort auch Unternehmer hervorbringen. L>aß die bisherige Methode der Aufbauarbeit kerne größere Anzahl von Juden nach Palästina bringen konnte, um »lort eine balifigc Verwandlung »les ethnographisch arabischen Palästina in ein jüdisches zu erzielen (eine der Kernfragen unserer Auibaupolitik) beweise» die genug bekannten Nachrichten aus Palästina über die Misere, die dort infolge der im Grunde noch viel zu schwachen Einwanderung entstanden ist und die noch viel schlimmere Mitteilungen über die Größe der jüdischen Aus Wanderung aus Palästina, de die bisherige Einwanderung mit Recht als nutzlos erscheinen läßt. Für Jeden, der nationalökonomisch. vorgebildet ist und tiefer blicken kann, sind diese Zustände, deren Wirkung; die unbelehrbaren Optimisten und Idealisten noch garnicht übersehen können und wollen, nur dadurch zu erklären, weil wir bis jetzt i 1t Palästina nur Arbeiter und keine Unternehmer *»sie־ d e 11 e ti. dort unterhielten und kultivier־, Kursus 1M21 angenommen werden und um di»• Mitte des Mounts Dezember sollen die Meldungen bereits ab-, geschlossen sein, damit wir eine Ueborsicht gewinnen und die Vorbereitungen getroffen werden können. An di« jüdischen Lehrer ergeht daher der Ruf, die Forderungen der Zeit nick» außer Acht zu lassen, sich selbst und der Schule durch die Fortbildurig zu dienen und dazu bei/utragen, daß die Aufgabe des Fortbilduugsscminars auch wirklich erfüllt werden kann, indem zahlreiche Meldungen cingeheti. Es wäre sehr zu bedauern, wenn die Stiftung sich entschließen müßt«, die aus der Forderung der Zeit entstandene und für die Fortentwicklung׳ der Schule so überaus wichtige Ausbild u n g s s t ä 11 e f :111 e n z u 1 a s s e 11.“ ' Wir weisen noch mit Nadidruck darauf hin,’ daß iur diejenigen unserer Gesinnungsgenossen, die Lehrer sind oder es ernsthaft zu werden gedenken, sich in Peine eine Ausbildungsstäue ersten Hanges bicti-t, um sich die gerade für Palästina unerläßlichen Fertigkeiten in Gartenbau und Handwerk anzueignen. literarische ftVitteilung Sozialismus im Zionismus Eine Buchbesprechung von Walter P r e u ö. Die Realisation des Zionismus macht alle Versuche dankenswert, irgendwie auf Grund praktischer Vorschlüge die Gestaltung' des Wirtschaftslebens in Palästiiia zu beeinflussen. Mit besonderer Freude werden von vielen Seiten derartige Versuche begrüßt werden, falls sie uns einer gerechten und idealeren Lösung■ der Aufbaufragen näher führen. Denn wir müssen annehmen, daß viele Zionisten, die ״Realitäten“ hinge-

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