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Jüdische Rundschau · 1920-12-03 · Heft 86 (3.12.1920) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 86 (3.12.1920)
Date
1920-12-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 642 JUEDISCKE RUNDSCHAU Nr. 8b Erez- Israel Die erste Gartenstadt Palästinas Im ,Haare/״ veröffentlichte kürzlich Davis i net sc’li, 11er siel! zurzeit in Palästina aufhalt, am•״ Artikel über den Hau der Gartenstadt Kirjat A.nnwmi, d>e eine halbe Stunde Autoniobiltahrt von Jerusalem entsernt, in der Gemarkung l)ilb errichtet wird. Del Hotlcn ist!:ii’vnfmn des N\1ti0n.1llY)1K]$, <1cr den Kau 'der Gartenstadt durch eine (ieiiosscnschatt von Ai־ beitem durehtühren läßt. Die einzelnen Ansiedhingen erhalten einen Lnud/iibehör von etwa 2•/״ Hektar l inlaut׳ Die (irölie der Siedlungen ist also daran! zugisehniiten, dali der Siedler und seine Familie sich neben der l'amlarlH'it noch gewerblich•.!' oder sonstigel l.itig• keil widmen, die sic hei der nahen Entfernung von Jeru- N.ilem mich dort aiis/tiiiben in der läge sein weiden, wogegen die Jerusalemer Bevölkerung Kirjat Anawim ab Soinineraufcntlialt benutzen kann Der Txntionalfomls wird die Gartenstadt voraussichtlich einer Mcdlergruppc ui Erbpacht gehen, die ihrerseits bei der Weiterverinie- :1!1;g an bestimmte Höchstsätze gebunden sein wird, Herl• Trietscli spricht den Wunsch aus, daß bald eine Weihe ,ähnlicher Siedlungen geschaffen werde. Dabei wird leider nicht erwähnt, daß infolge der Kürzung des landwirtschaftlichen Budgets aus Geldmangel gerade jetzt ein großer Teil der in Dilb beschäftigten Arbeiter entlassen wird und die (iefaltr der Einstellung auch dieser bislang noch bescheidenen Arbeit droht. Wirtschaftliches. ״l'he Near Last", ,London. י -,eiuv'iht: ,.B.'iläsliiia muß als Stapelplatz für die große iiiiu'nhr nach Trnnsjordaiiicn und dem Hatiran betrachtet wcrtlcn, w 11;1tslchii tt׳ K1trnü*UU־r (1wu1|>ts,ichlich Weizen und 1!erste) de» Reichtum eines (icluetes von der Größe Frankreichs bilden.. . Für die Einfuhr kommen hauptsächlich in Betracht Großbritannien, Aegypten und Frankreich, wahreml Großbritannien und Aegypten die Hauptmassi• der Ausfuhrwaren aufuehmen.. . Bauinwollgewebe sielten aut der Einiuhrliste obenan; es folgen '/ucker. Reis mul Petroleum. Die Ausfuhr beschrankt sich hauptsächlich auf Apfelsinen, Seife mul Wem; erster« werden nach t irofibritamiien und Aegypten ausgeführt. Biitisclie Fabrikanten haben jet/t eine großartige Oelegculseu, ihren Handel in Palästina ausz.udclmeii. Das I .!ml zeigt ein unvergleichliches (!«leihen, und das (je- Inet jenseits des Jordans ist bekanntlich infolge, der ausgiebigen Verucmhing iinserer arabischen Verbündeteil im Kriege unter der militärischen Oberleitung Groß brn.inmeiis reiclilich mit Gold verseilen. F.s herrscht großer Mangel an Baumaterial, wofür der Einfuhrzoll von eil Prozent des Wertes aut drei Prozent herabgesetzt worden ist Landwirt sehnt tliche Maschinen und Geräte- sowie shciiüsche Düngemittel werden in großen Mengen verlangt mul können /ollirei eiugehilirt werden, ebenfalls eiserne Bettstellen, Töpfergeschirr, Eiscmv.aren, Bekleidüng, Holz, Möbel und Heizmaterial jeder Art Es ist auch guter Absatz vaiiundeii für gesalzene Eisehe, Konserven und Kartoffeln. Vor dein Kriege wurden gesalzene Fische aus Cornwall für die Fastenzeit nach li.aik’ii ausgeführt, mul es ist nicht unwahrscheinlich (obwohl zuverlässige Angaben darüber fehlen), daß der Uebcrschul! verspätet und halb verdorben nach Palästina gelangt ist. tun zur Fastenzeit an russische Pilger ver• kauft zu werden." Die ״Haboneh•‘ (Anglo Palestinc-Bau-Companv) n.iuint nun mehr in Palästina den ll.iust tb.au auf, Sie wird in der ersten Bauperiode nur Cottages (Häuser, bestehend aus 3 4״ Zimmern und Badcratitn), sowie Arhe.tcrwohutingon errichten. Von den im Bauplan zu• midist vorgesehenen MJO Häusern sollen schon in den midisten Wochen 100 Häuser gebaut werden. Gleichzeitig nimmt die Palästinensische Steinbruch-Gesdlsduift mit einem Kapital von 20000 X. ihre Tätigkeit in Paktstin'a auf. Pädagogische Rundschau Vom jüdischen Schulwesen in Litauen , Es ist ein Zeichen unserer ungebrochenen Lebenskraft und ein guter Trost in unserer düsteren Zeit, daß gerade, während des Krieges, unter den widrigsten! Umständen, das jüdische und insbesondere das hebräische!schul- und Unterrielitswcsen sich außerordentlich entwickelt hat. Was nun vor dem Kriege für unmöglich gehalten hätte, ist Tatsache geworden. Es existieren letzt im Osten zirka 15 hebräische Gymnasien (viele sind außerdem in der Ukraine von den Bolschewik! geschlossen worden), die sehr gut besucht sind und ohne jede Subvention, nur ans Schulgelder unterhalten werden. •Außerdem existieren noch mehrere Lehrerseminare und zahlreiche Volksschulen. Von den Schwierigkeiten, mit ih nen die infolge des noch immer mangelhaften Verkehrs getrennt arbeitenden Schulen zu kämpfen haben, spricht' d׳ r vorliegende Bericht des ersten hebräischen Gyinnnsiums in Litauen zu Maria mpol'), das unter der Leitung ■des ehemaligen Redakteurs der ״Jüdischen Rundschau‘‘, Herrn Dr. Max Meyer, steht. Außer den statistischen Angaben über Zu- und Abgang der '31/2 Schüler und Schülerinmut (in diesem Gymnasium ist die Koedukation cingcführt) und über das Budget (im Jahre PU8/IQ Einnahmen 113 000 M., Ausgaben 170(WO M., im Jahre 1010/20 Einnahmen 321 (MM) M., Ausgaben 306000 M.) ist besonders der Lehrplan interessant, in (lern sämtliche Lehrgcgcnstände eines humanistischen Gymnasiums mit den jüdischen Lehrgegenständen ltaimouieren. Bibel, Grammatik, Mischna, Talmud; Aggada, Neultcbräisch und Literaturgeschichte werden ausgiebig *) ״Qymnassion Iwri, Mariatnpol*'. Herausgegeben vöm Schutkomitce. Bef Bronstein, Cbartottcnburg. Holzhäuser für Palästina. Infolge des großen Häuscrmaugels in Palästina ist das Wohnen dort sehr teuer geworden. Ein Haus, das vor dem Kriege in Tel- Awivv ’30000 F'rcs. 1150 X. kostete, kostet heute 1000 .C, Vor dem Kriege brachten Häuser 5-0 Prozent Z.insen des Friedenswertes ein, jetzt 12 Prozent des heutigen Werks, Der Bau eines Dreizimmcrhauscs mit Küche, Bader,mm und Nebe-ngelaß kostet heute 1000 £; dagegen werden 1 lolzliäuser aus Deutschland in gleicher Grolle mit 230 C offeriert. Derartige Häuser haben sich bereits gut bewährt. Die vor 20 Jahren ciiigewandcrtcn deutschen Templer brachte») schon Holzhäuser mit, die sie heute noch benutzen Die Elektrifizierung Palästinas. Wie aus Haifa gemeldet wird, sind die ersten Schritte <1 er Verwirk- Itchimg des Rnteuhergscheu Projektes für die Elektrifizierung Palästinas bereits gemacht. In Ga’.iläa wurden Messungen für die Ausgrabungen eines Kanals vorge• r.omincn, durch welche dem Jordan Wasser entnommen werden soll. Die Länge des Kanals wird SO km betragen;;111 seinem Ende wird ein HK) m hoher Wasserfall gebilde( werden, welcher elektrische Kraft von 30- 35 P. S. liefern soll. Diese Krafdnenge wird für die ersten Bedürfnisse Palästinas genügen. Elternbeiräte. Auf Anregung der hrztehungs- Abteilung der Zionistischen Kommission wurden die Eltern der Schüler von den Schulleitern zu einer gemeinsaineu Versammlung cingeladen, in der entschieden wurde, für jede Schule einen aus fünf Mitgliedern bestehenden Aul'sichtsrat' zu ernennen, von welchen zwei die Elfern, eines das Schulkomitec und ein Mitglied den Kindergarten vertreten, und dem auch der Direktor der Schule;111 gehören soll In größeren Schulen soll dies Komitee aus sieben Mitgliedern Ix-steheii, Die Pflicht des Komitees ist, die Beziehungen zwischen Schule und Eitern zu kräftigen, das Scluileigentuni zu beaufsichtigen und zu vermehren, tcilziinehmen an der Festsetzung des Budgets, das Lehrgeld zu bestimmen und einzit/tehcn und au der Konleienz des |.111!׳kö1'p.-1s teil/uncllmen Der Schuldirektor kann nicht Präsident des Aufsicht*־ rates sein. Der Auf sichtsrat ist berechtigt, beim Er¬ Ziehungs-Departement die Einführung von Verbesscrangen, Aenderuiigen, Entlassung und Ernennung von Lehrern usvv anzntvgen. jedes Mitglied darf die Klassen, besuchen. Die Nachbarländer Die Lage in Aegypten. Die ökonomische Lagebleibt imsirher. Das Streikfieber erschüttert auch Aegypten. Der Gasarhciterstreik in Kairo und Alcxandrien hat viel Unheil angesliftet, die Zeitungen einige Tage am Erscheinen verhindert. Die Teuerung der dri׳:gtihi benötigten Lebensmitiel ward immer unerträglicher. Augenblicklich leidet die Bevölkerung unter der Eleischtcuening. Die Preise für Fleisch situf bis zu <10 Piaster die Oka (etwa 12 Fr. das Kilo) gestiegen. Die iv'<!׳ier111)g ergreift energische Maßnahmen dagegen, namentlich wurde beschlossen, mehrere Tausend Stück Schlachtvieh aus dem Sudan und aus Australien einzuführe.i, 11m durch öffentlichen Fleisclneikauf auf die Preise zu wirken, Andererseits ist das Geschäft in allen Zweigen, 1111t geringen Ausnahmen, noch immer sehr flau. Nach fachmännischen Urteilen wird die Krise erst allmählich im Laufe dieses Jahres verschwinden. Die Kohlenstreiks in England haben natürlich auch nicht ermunternd «ingowirkt, (Neue 7.1i rieh er Zeitung.) Kleine Mitteilungen Paris. Die französische Regierung hat angeordnet, daß eines der neucrbaulen Unterseeboote den Namen ״Robert Haibronn•• tragen soll. Es ist dies der Name eines jüdischen Hauptmannes im Ing-crieurkorps, der heim An-probieren eines von ihm konstruierten Fhig/en״- typs tuilliih veriingliiekte. Naturalisierung von Fremden i» England. Im Laufe des Monats Oktober erhielten in England 130 Fremde nie Naturalisienmgspapiere, Darunter sind 14 Polen, 60 Russen, \y!Sv romi die übrigen Juden sind. Mitteilungen der Palästina-Reiseu. Transport-Ges. a) Unsere Geschäftsstelle in Palästina teilt uns mit, daß sie ab 1. Oktober d. Js. die Ausbootung in cigene Regie übernehmen werde, um dadurch den Kalamitäten, die bis dato die Passagiere bei ihrer Ankunft in Jaffa angetroffen haben, ein Ende zu machen. Es werden von mm ab nur solche Leute ausgebootet, die von unseren Filialen aus mit Ausbootungstickets versehen wurden Diese Passagiere haben den Vorzug, daß sie __raschest ausgebootet werden und ihr Reisegepäck mach Stückzahl übernommen wird, wodurch cs verhindert wird, daß Dichstähle Vorkommen. Das Gepäck wird auch im Zollamt gesondert behandelt. Der Ureis solcher Auslxootunyx. tickets beläuft sich pro Person und Karte auf 20 Piaster und 30 Piaster, falls der betreffende Passagier die Be nützimg eines Wagens in Anspruch nehmen sollte. Kinde! unter 0 Jahren werden frei ausgebootet, WU1 (>—12 Jahre!! zahlen die Hälfte b) Was das Gepäck ■uibelungt, so muß besonn■ hervorgehoben werden, dafi jeder Passagier nur da- Recht auf 70 kg Freigepäck hat, während für je weiten 70 kt; eine Gebühr von S Piaster zu entucbten js• Die Passagiere sind auf diesen Umstand ganz besonder, aufmerksam zu machen, um zu verhindern, daß Reklun, tionen in dieser Hinsicht Vorkommen, die langes!!;״! unnötiges Verhandeln mit sich bringen. c) Es ist unbedingt notwendig, daß jedes Mn.׳! des Reisegepäcks mit einem Gejiäck/ettcl versehen um! welcher den Namen des Besitzers und seinen endgültig■-!! Bestimmungshafen angibt, da auf diese Weise eine kidi׳■ Kontrolle des Gepäcks ermöglicht wird. d) Ferner ist den Passagieren bckanutzugvbcn, d1׳ jeder Emigrant an die HnfriibchörHe eine (»ebübr n,״ 21 Piaster zu entrichten hat und außmlcm im Z״!Uv, für jedes Gepäckstück 1 Puster zahlen muß. Die Tax!, die Touristen der Ifafcnhdiörde zu entrichten hals*« beträgt 1 Piaster, . e) Wir lenken Ihre Aufmerksamkeit;ml die 1! letzi! /eit mit dein Llovd abgesehlassene Veremharinig, Inn! welcher wir ennäciuigt sind, Passagieren, welche die Eil Streckenlinie Triest - Alexandrien resp. I riest Port-Said benützen, Anweisung auf Schiffskarten »ux/ufolgvii. «•״. durch diesen Passagieren die •M) "״vge Ermäßigt!»״ tut die Weiterreise nach (,alastina gowährh-kt■׳: wird. U!! heben ganz besonders hervor, daß dies« Reduktion tu» dann erfolgt, wenn der!,assagier mit dem nächsten nach Palästina abgehcink״־ Dampfer weiterrcK! Eine am irgendweiclieiu (!runde erfolgte Verzögenmg der Weiterreise zieiit den Verlust der Ermäßigung nach sieh. Ferner sind die Passagiere zu verständigen, 11,■f. behiffskarten, welche für den darin verzeichnet er! D.unpii nicht benützt wurde-n, als verfallen zu betrachten sind F'iir ausgestellte und von Passagieren nicht benutzt■ Sihiffskartcn wird keine Vergütung riiekerstattet, wenn rieht ganz besonders zwingende Gründe voriiegen, und muß sich der Passagier in diesem Falle rechtzeitig (einige Tage vor Abgang des Dampfers) mit der he• treffenden Gesellschaft «1er unserer Filiale in Verbindung setzen. Von der jüdischen National- und UnRenüiäVxbihliothek in Jerusalem, Die Bibliothek ist in den letzten Monaten durch Spenden erheblich bereichert wor-| den. Die palästinensische jüdische Bevölkerung alkin hat gegen zweitausend, wim Teil sehr wertvoller timl seltener Bücher, ges,u1!melt. •Aus allen Teilen der Weh beginnen wiederum Büchcrspendcn einzniaiifen Die Ver läge A. J. Stybel in New York und Warschau, sowie der Verlag R. Löwit in Wien haben ihre samt■ liehen Erscheinungen «Jcr Bibliothek zur Verfügung gestellt. Aus Deutschland haben eine große Zahl von Ci« lehrten und Schriftsteller» Juden und Nichtjuden - ihre Wcike der Bibliothek iihersantlt Israel Zangwid hat seine sämtlichen Bücher mit der Verfügung über saudt, «lall sie zur Erinnerung an Jakob H. Sclnt! aulget.teilt werden Die zionistische Organisation v■* Holland hat von den gelelirten Cesellsch.illen und Ikblie theken in Haarlem und Ulrecht eine grolle Bütherspemit erhalten, die von der Royal Nethoriands Ste.miboat Uom panv kostenfrei nach Jaffa verschifft wurde l\ ־ heltandelt mul zeigen, wie man bei genügendem Interesse allgemeine Bildung mit hebräischer Erziehung vereinigen kann, ohne daß die Kinder dadurch in ihrer kulturellen Entwicklung geschädigt würden. Durch den Turiiunteirieht und reichliches Wandern ist für das körperliche Wob! der Kinder gesorgt. Das Interessanteste in diesem Bericht ist wohl die Tatsache, daß der sogenannte ״Religionsuuterricht" ein unserer Religion ganz fremder Begriff - im Lehrplan vollständig fehlt, Da dem Elternrat auch der Rabbiner von Mariampol angchört, so ist daraus zu schließen, daß es nicht etwa aus einer Ne;;a* tion der Religion geschah; wo Religion noch wirklich lebt, braucht inan sie nicht zu unterrichten. Am Schlüsse des Berichtes sind noch einige Heiträge der Lehrer veröffentlicht, von denen der wichtigste ein zirka 550 Namen umfassendes. Verzeichnis von Pflanzcnartcn in hebräischer, deutscher, russischer und lateinischer Sprache vnti Dr. Joel (aus Hamburg) ist. Eines der größten Hindernisse für die neuen hebriiisehen Schulen ist der Mangel an Lehrmitteln, besonders Lehrbüchern. Man ,behilft sich mit hektographisch vervielfältigten Heften, von denen in Mariampol zirka 20 000 Stück ausgegeben wurden. Um diesem Uehd abzuhclfen, hat der Jüdische Nationalrat manche Lehrbücher aus Palätinas und anderer Herkunft lithographisch vervielfältigen und hellen lassen. Es liegen uns vor: 1. ein Auszug aus der in Palästina erschienenen hebräischen Zoologie von Hern! Aharoni; 2, zwei 1 leite einer Geometrie von Kapit; 3. Rechenaufgaben nach Böhme von Silntar. Solche Berichte und Veröffentlichungen sind in unserer Zeit des schlechten Verkehrs ein gutes Verständigungsmittei zwischen den verschiedenen hebräischen Schulen, die auf Grund ihrer Erfahrungen und durch gegenseitige Hilfe eine eigene Methodik und. Didaktik für die hebräische Schule der Zukunft schaffen wenden. K2 Erziehung zum Handwerk Das ״Hamburger Israelitische 1 * m 111 c n b I a 11" veröffentlicht in Nr. •IS einen Le«■ artikel unter dem Titel ״Berufswahl‘‘, in dem mit Nad! druck darauf!angewiesen wird, daß zur Gesundung da heutigen Verhältnisse in erheblichem Maße eine jüdisch«■ lierutMimsdiichtung stattfinden müsse. Abgesehen vo׳ der bekannten materiellen Notlage der StitdentonscM' ist besonders zu betonen, daß auch die katifmänniichi Berufe vielleicht eine augenblickliche Konjunktur biete•־■ aber in nicht mehr ferner Zukunft sicherlich eine imnr schwierigere Position haben werden, weil das w׳’ listischc Prinzip in immer größerem Maße den Zw »sehe: liandcl ansschaltet Im Gegensatz hierzu stehen ■k Zukunfts.nissichten für den jüdischen Handwerker auß. ordentlich günstig. Das Blatt empfiehlt daher mit all׳ Eindringlichkeit, daß alle Knaben, welche sich g״<; und körperlich für das Handweik eignen, diesem 4מ': führt werden, da das Handwerk in Zukunft der arö seltenste .und nutzbringendste Beruf sein wird. Wir geben diese Stimme aus• einem unseren son>! gen Anschauungen über die Judenfrage fernstehend«■' Lager mit um so größerer Genugtuung wieder, als daran die Hoffnung knüpfen, daß gerade in den emin׳' wichtigen Fragen der Berufsausbildung der jüdisch. Jugend eine Zusammenarbeit aller jüdischen Kreise m; lieh wäre, ln unserer zionistischen Jugendbewegung. I: der vor einigen Jahren eine große Zuwendung m 'D landwirtscliattiichen Berufen aufkam, ist die BcdeuW׳'■■ des handwerklichen Berufes bisher noch nicht genüge^ erkannt. Das Handwerk bietet auch die einzige keit der Pnoduktivienmg jener jüdischen Massen, die a״• den Hämllerberufen ve!drängt werden tmd für die Lan« Wirtschaft ungeeignet sind. Die Organisation dieser & rufsumschichtung liegt allerdings ent i:1 den allererste Anfängen. Aber cs ist erfreulich, daß die Erken*«11' f ■ 1 I d 1 L 1 '* I ׳‘ 1 .L I s; n! a d ':׳ r ' h '׳ h;! ( '־ Z' '1 S1; d,; 1i I g ׳ s i 1 d! I al 3 F 1 l. I A

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