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Jüdische Rundschau · 1920-11-30 · Heft 85 (30.11.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 85 (30.11.1920)
Date
1920-11-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 638 Bedenklichkeiten und Notwendigkeiten ״Alles, was Klötzel über die Vorbereitung zum Lchrerbcruf sagt, ist ungründlich und imdurchdacht. . . . Leichtfertig und ungründlidi sind all diese Reden von Scminarvorbercitung. . . . Bei uns kann niemand gründlieh und ungestört arbeiten, nichts lälit man ruhig reifen. Nicht nur, dali man nicht hilft, keine Unter- Stützung zuteil werden lallt, man greift da ein Wort auf und dort — obwohl inan sehr wohl weiß, wo man sich wirklich orientieren könnte, und schreibt dann über sehr ernste und Begründete Dinge uugriimllielie und hatbdurdwlachte Aufsätze in der ״jüdischen Rundschau“. Herr Dr. Buch holz möge verzeihen: ich hatte bisher von seiner Tätigkeit keine AJioung, und nichts von dem, was ich geschrieben habe, bezog sieh ,auf ihn. Aber auch wenn dem nicht so wäre, die ״wirkliehe Orientierung“ durch Herrn Dr, Buch holz hätte mir nicht genügt. 1 liugegen genügt mir sein Artikel, um ihm jede Eignung als Berufsberater künftiger Lehrer rundweg abzusprecheii. Um dem Leser die Möglichkeit zu geben, t'estzustellen, wer von uns beiden wenigstens den änderen Umständen nach imitmatUieh das größere Recht hat, über diese Dinge zu sprechen, muH folgendes gesagt werden: Ich liabe ein Lehrerseminar besucht und war vier Jahre lang Lehrer, darunter an Schulen, die sich ein wenig mit unseren zukünftigen ״Kolonialschuleu“ vergleichen lassen. Herr Dr. Buch holz, hat studiert und gedenkt, soweit mir bekannt ist, Hochschullehrer zu werden. Er hat im besten Fall Erziehungslehre als theoretische Wissenschaft kennen gelernt. Ob er auch mir eine einzige Stunde mit konkretem Unterrichtsziel zu erteilen in der Lage ist, muß ich nach der Lektüre seines Aufsatzes bezweifeln. Er enthält — außer allzu beweglichen Klagen — sehr viel Poesie und Romantik. Aber die ״klaren Augen und starken Hände“, die in seiner Lyrik eine so große Rolle spielen, scheinen ihm selbst am meisten zu fehlen. Herr Dr. Buch holz, der jungen Leuten, die Lclirer werden wollen und sollen, als ״Berufsberater" zur Seite stehen darf, schreibt folgenden Satz: ״Es fehlt an Menschen, die dem jüdischen Volk seine eigene Kultur und die der Welt deutlich machen können.“ Ich nenne das rund heraus eine verantwortungslose Schwatzerei, eine irreführende und gcfährliche Phrase. Sie offenbart mit seltener Deut• liehkeit den Geist, aus dem heraus in mehr als einem Fall ״Berufsberatung“ gespielt wird. Ist sich Herr l>r. Buch holz denn gar nicht dessen bewußt, welch große Versuchung solche ״Propaganda“ gerade für diejenigen bedeutet, die nie den Werten, aber stets den Worten folgen? Begreift er nicht, daß ein wirklicher, ein berufener ״Berufsberater“ sich ängstlich hüten würde, derartige Worte zu gebrauchen? Nicht als ob die kulturelle Mission des Lehrers irgendwie in Frage ״tändc, - obgleich man sich im allgemeinen schon mit weniger zufrieden gibt, als mit der ״Verdeutlichung der Wcltkultur“. Aber dem jungen Menschen, der Lehrer werden will, sagt man doch wohl besser, daß cs seine Aufgabe sein wird, Kindern das 1 >' 7 mul die Nebenflösse des Mississippi und die Präpositionen mit dem vierten Fall beizubringen. So sieht der Lclirorberuf in der Praxis aus, das ist seine tägliche Kost, und wenn Herr Dr. Buch holz praktisch imstande wäre, diesen Beruf auch nur eine Woche auszuüben, würde er das Geschwätz von der verdeutlichten Kultur samt der Poesie von den starken Händen nebst den scharfen Augen beiseite fassen. Herr Dr. Buch holz will von der Seminarausbildüng nichts wissen. Auch Emst Simon meint, unsere ״Seminare“ seien der Blauweiß, das K. J. V. und die Turnerschaft. Ich wundere mich über Simon mehr als über Dr. Buch holz. Demi was Simon sagt, hat bis auf diese eine Ausnahme, Hand und Fuß. Er könnte genau so gut behaupten, das Spielen mit einer vortrefflich nachgebildeten Kinde reisenbahn befähige zum Beruf des fjokomotivfülircrs. Vielleicht gelingt es ihm, einen einzigen Tag an einem Seminar hospitieren zu dürfen, er wird seinen Irrtum schnell erkennen ln unseren Organi- Nationen ״erziehen'‘ war, so gut wir es vermögen, d. 11. ״ft schlecht genug. Im Seminar lernt man, wie, Wenn nicht zu erziehen, so doch zu unterrichten sei. Der Autorität des Herrn Dr. Buch holz aber darf ich vielleicht die eines Mannes entgegensetzen, der in unseren Reihen auf Beachtung seiner Meinung einigen Anspruch hat. Herr Seminardirektor pb c rli a r d t-Greiz' schrieb dem Verfasser einen längeren Brief, in dem ״die vortrefflichen Worte und Warnungen C. Z. Klötzels hinsichtlich der Berufsberatung und das dort Gesagte über Bcrtifseigming und die U ne rlä Blich keit metho (lisch - seminaristischer Durchbildung“ zum Ausgangspunkt einer Reihe von Betrachtungen über das Berufsethos gemacht werden, deren Abdruck sich die ״J. R.“ leider versagen muß. —• Im übrigen gestehe ich, daß ich die Orakek'ien von ״sicher werden“ und ״nicht sicher werden“ auf den Seminaren nicht verstehe. Wer in Deutschland das 1 X ל sicher beherrscht, be herrscht es auch in Palästina, wer es hier nicht unterrichten kann, ward auch dort hilflos vor seiner Klasse stehen. Man bemühe sich doch nicht, Dinge, die einfach sind, künstlich zu komplizieren. Daß unsere zukünftigen Lehrer nach Möglichkeit I auch die Universität besuchen sollen, braucht der nicht zu leugnen, der meint, daß sie das Seminar jedenfalls besuchen müßten. Ke deutsche Universität allein aher bildet den ״Oberlehrer“ heran; so wenig die deut* saven Pädagogen, die nur die Universität besucht haben, einer Volkssdtule braudibar sind, 80 wenig werden JUEPtSCHE RUNDSCHAU unsere Ijfur-Philologcn für die Kolonieschulen taugen. Die ,Notwendigkeiten Palästinas liegen im 1 >'.ל und den Präpositionen ,mit dem vierten Fall. Wen» Herr Dr. Bu eil holz ,und die von ihm ״Beratenen“ das nicht können, werden sie drüben Fiasko erleiden, sehr viel früher, als sic zur ״Verdeutlichung“ der Kultur der Welt gelangen dürften. Solches Können ist aber bis .auf den heutigen Tag in Deutschland nur auf dein S e 111 i - nar zu erwerben. Herr Dr. Buch holz hat kein Recht, über ״Störuug“ ,und ״uidit-rcif-vvcrdeii-lassen‘‘ sich zu bescliwere». , Dinge, wie diese Art der ״Berufsberatung", müssen gestört werden, man darf sie nidit ״reif“ werden lassen. Was Ernst Simon schreibt, hat, wie gesagt, Hand ,und Fuß. Aber es verschiebt das Thema ins Prinzipielle amd die Debatte in der ״Rundschau“ hierauf .•luszmkhnen, ist aus äußeren Gründen nicht angängig. Doch brauchen war eine sehr intensive und .allseitige Auss.p1־ a eh 1• über diese Fragen. Ich möchte zum eigentlichen Ausgangspunkt zurückkommen. Die ״PropagmuLa“, wie ich sie schilderte, hat, trotz, aller Ablcugmmg, stattgcfuiulcn. Ich bin nach wie vor bereit, weitere Fälle zu kennzeichnen, nur dürfte die ״Rundschau“ hierfür nicht der geeignete Platz sein. Ich habe die Genugtuung, fcststellcn zu können, daß meine Zeilen ihren wesentlichsten Zweck erfüllt haben, einige der zukünftigen ״Lehrer" haben inzwischen gemerkt, daß das doch eigentlich nichts für sie ist. Die ״Sdiuldfrage“ im Sinne der Urheberschaft dieser frisch-fröhlichen ״Lchrerprop.agamla“ ist danach unerheblidicr;11s je. Es bleibt die prinzipielle Frage der Verantwortung,!wie Simon mit Recht fcststellt. Sie soll jetzt hier nicht erörtert werden. Um aber mich selbst ,vor dem Vorwurf zu schützen, dem Prinzipiellen vorsichtig ,ausgcwidien zu sein, sei folgendes gesagt, rein als Bekenntnis und ohne den Versuch, hier eine Begründung geben zu wollen: ״Berufsberatung ■muß sich darauf beschränken, die Möglichkeiten zu finden lind zu vermitteln, unter denen junge Menschen denjenigen Beruf ergreifen können, von dem nach ihrer Art und Neigung erwartet werden kann, daß er ihnen neben den notwendigen materiellen Lebenshedürfnissen möglichst viel innere Befriedigung gewährt, ltn Idealfall also: daß Beruf zur Berufung ward. Jedes andere Kriterium lehne ich ab. Es gibt hier keine entscheidenden Notwendigkeiten außerhalb des Menscheu selbst — auch dann nicht, wenn es die ״Notwendigkeiten Palästinas“ sind. C. Z. Klötzel. Zweierlei Opposition Von Dr, Siegmund Kaznelson, Rerhn (Schluß,) Und hei uns, dem angeblich von Europa gar nicht infizierten Volke des Orients, ist es genau wie bei den andern. Wir unterlagen derselben Entwicklung, und der Geist unserer politischen Oeffcntlichkeit hat die gleiche Wandlung zur undisziplinierte» Geistlosigkeit durchgemacht. Opposition ist wohl die Energie, welche die träge Materie der entgegengesetzten Pole mit der Kraft lädt, ,aus deren Spannung dann der Funke des Geistes lind der schöpferischen Tat schlägt. Der Krakeel von heute abend und der zwei letzten Jahre ist aber keine Opposition; hat dich je bei der Berührung mit ihm auch nur ein Fünkchen lebendiger Kraft durch-. zuckt? Ist es dann noch zu verwundern, wenn die Leitung diktatorisch wird, vielleicht nicht einmal so sehr aus eigenem Wollen, als einfach aus Not; weil dies das einzige Mittel gegen dauernde kleinliche Hemmungen, unausgesetztes leeres Geschwätz und gedankenlose Kritik scheint? (Es ist eine psychologische Erfahrung, daß andauernde und geringfügigere Schmerzen einen Menschen rascher erschöpfen und in seiner Verzweifhmg zu unsinnig gewaltsamen Mitteln treiben, als eine grolle Verletzung. Ich will nicht unhöflich sein, aber ich denke da auch an Insektenstiche.) Das unmittelbare Unglück sind wohl diese von dir so warm geschildertc» Querulanten, das tiefere aber ist der Mangel an wirklichen Gegnern für unsere Führer (ich meine auch unter diesen nur die wirklichen), die ihnen sach lieh und persönlich gleichwertig sind. Ich möchte fast glauben, daß die Führer selbst sich solche Gegner wünschen; nicht nur, weil sie besser sind als die Schreier und nnserümpfeudea Uuber!egeuheitsa|K>stel von heute, sondern weil sie sich sagen müssen, daß auch , sie und ihre Arbeit mit größeren Gegnern wachsen müssen. Die Zionistische Organisation hat das ja im Kampf nach ,außen nicht nur einmal erfahren. Warum aber dieser Mangel einer wirklichen Opposition? Fehlt cs uns an Menschen, an — in menseh• liebem Sinne — großen Persöulidrkeite», die, mögen sie bisher auch noch unbekannt sein, die Berufun, /.um FührerUtm in sich tragen? Ich kann es nicht glauben, ohne den Glauben an die Kraft der nicht nur die besten Herzen gewinnenden, sondern auch die schlechten verwandelnden zionistischen Idee zu ver• tieren. Die Ursache ist eine andere. Der Zionismus, der selbst aufgehört hat, Partei im früheren Sinne zu sein, hat nicht mehr die Parteien in sich gebildet (oder den schon bestehenden eine neue Eindellung gegeben), die die Fälligkeit und die Verantwortung zur Uebcrnahme der Leitung oder der Opposition haben. Die vorhandenen Parteien können es nicht. Und so verschwinden unter den vielen einzelnen, die sielt parteimäßig überhaupt nicht oder nur ganz peripherisch Nt. 85 gebunden haben, auch diejenigen, die in ihrer Isolierung zu schwach zu vviikliclicr Opposition sind und denen «•>. zu neuen Parteibikhmgen zwar selbst nicht an Kraft, aber bei der gegenwärtigen Geistesverfassung der Mehrzahl, die Geschrei, doktrinäre Prinzipicnreitcrci und be triebsames Gezänk für Opposition hält, an Lust ge bricht. -- Daß es keine wirkliche Opposition gibt, hat die Londoner Jahreskoiiferenz deutlich erwiesen. Du sogenannte Linke ist dort nicht zusanunengebrochen. sondern ganz einfach zusammengeknickt Anstatt polilisch f.u denken und zu handeln, d. h. sich auf die heute im Zionismus (wenn sie wollte, auch im amen kanischen) einzig maßgebende Leitung einen entsprechenden Einfluß zu sichern, hat sic sich in ihrem doktrinären Kampfeseifer hauptsächlich mit Resolutionen über die Nationalisierung des Bodens beschäftigt, du• unverkennbar vorwiegend demagogischen Wert hatten. Ja, cs spielte sich sogar das groteske Schauspiel ab. daß die Linksparteien aus ״taktischen Gründe»“ die Kandidatur eines von ihnen scharf bekämpften Gegners für die Leitung unterstützen. Ihrer ganzen Siniktui nach sind die heute vor allem als oppositionelle Kristaüi sationspunkte in Betracht kommenden Parteien für dies! Aufgabe ungeeignet. Die Po.ale-Zion, die trotz des unlösbaren Widerspruchs zwischen ihrem materialistisehen Marxismus tmd dem unmöglich materialistisch zu er klärenden Zionismus zu großen Erwartungen Anl.u gaben, sind durch den Kampf um den Kommunismus in ihrer Partei vollständig lahmgclegt worden. De! Kampf dürfte auch jetzt, nach der Spaltung, nicht aut hören; er steckt in ntice in ihrem Programm tmd ist ein fach der Konflikt zwischen konsequentem Marxismus• und konsequentem Zionismus. Der H a p o e l - H a z a i r. in Palästina bisher eine wenig politische, durch tietä und edle, vor allem seelische und geistige Grumt Stimmungen verbundene Gruppe, ist infolge der Schaffung einer Diasporaorganisatioii, die mit seiner ursprüi.g liehen Bestimmung so gut wie nichts zu tun hat, und seiner Vereinigung mit den Zci'rc-Zion ei» momtrüia Kompromiß geworden. Daß sich ein Zionist im G.iiutli gegen Entrichtung eines Mitgliedsbeitrags ״junger Ar heiler" nennen darf, auch wen» er weder mit Jugend »och mit Arbeit etwas zu tun hat, entbehrt nicht de! Ironie. Und wie über der Koppelung der europäisch■ sozialistischen und der palästinensisch-nationalen Grundsiitze in ein im übrigen damit auch nicht klarer gc wordenes Programm die ursprünglichen Ideen des Pkmicrtums und des Opfers in Theorie und Praxis der neuen Partei verloren gingen, ist nicht ohne Schmerz für den Betrachter. Eine andere, in Entschiedenheit des Wollens stärkere, im Programm klarere, bewußtere um! aufrichtigere, in ihren Forderungen weitblickendere und in ihrer Selbsipriifimg und -Wertung strengere Parte existiert aber bisher im Zionismus nicht. Und ein Ln glück ist cs, daß andere, die ebenso empfinde» \v׳c ich, nicht allein bleiben und schweigend warten, scfiwci gend Weiterarbeiten wollen, daß sie vielmehr das G< fühl der Einsamkeit, jenes ebenso schmerzliche wu fruchtbare Gefühl, so unbedenklich beschwichtigen durch den Anschluß an eine Verlegeuhcitspjrtci. . Schließ lieh kommt es aber gar nicht aufs Rede», auch nicht auf das Reden vom Tun, sonder!', nur auf das Tun selbst an.“ Presse-Rundschau Zangwili zweife.lt an Palästina tn ״Jewish Chronick“ schreibt Israel ZangwG unter dem Titel ״Palestinc-Irredenta“ einen ausfülu liehen Artikel, in dein er die heutige Situation im Zaum, nujs als hoffnungslos iHveieluiet. Zangwili meint, da" die britische* Regierung die Haliour-Deklar.ation als einen ״Fetzen Papier“ betrachtet und einen englisch •arabischen Staat in Palästina gründen will. Der Beweis dafür sei de» Text des in Vorbereitung befindlichen Mandatsvertrages ■ Zangwili richtet eine scharte Anklage gegen Weizmann und die zionistischen Führer, daß sic sich unter dieses Joch Lengen. Nach Zangwilts Ansicht ist die lloffnung atu eine Lösiuig der Juden frage durch den Zionismus gc scheitert, und es bleibt nur die alte terrifonaJüdische Aussicht auf eine Zuflucht in Amerika, ״Jewish Glm׳ nick••‘ nimmt in seinem Leitartikel selbst zu diesen von ihm veröffentlichten Ausführungen Stellung und stellt im Gegensatz zu Zangwili fest, daß die Balfour Deklaration im Jahre 1017 ehrlich gemeint sei, daß aber die britische Regierung in ihrer Erwartung, daß de Deklaration im ganzen jüdischen Volk Enthusiasmus auslösen werden, durch das Verhalten der Juden getäuscht w'urde. Im Gegenteil, die Regierung wurde von eine! Anzahl prominenter mid einflußreicher jüdischer Gruppen mit Protesten gegen das zionistische Programm bom bardiert. Die englische Regierung war daher gezwungen, eine Linie des geringeren Widerstandes zu suchen und versuchte, Palästina als arabisches Land zu verwalten, was leichter ist. als es in ein jüdisches Gtnneinwesen zu verwandeln. (Gemeint ist offenbar die proarabische ante zionistische Haltung vier englischen Militärbehörden vor der Entscheidung von San Remo. — Real. d. ״Jüd Rdsch.“.) Zangwili sei daher ungerecht, wenn er de britischen Regierung unterschiebe, sie habe das jüdische Volk mit Absicht getäuscht. Wenn die britische Regierung und die anderen Mächte nicht den unschätzbaren Wert de' Lösung der Judenfrage erkannt haben, so seien nur die Juden selbst daran schuld; allerdings habe an dieser Schuld auch die Schwache der zionistischen Führer ihren Anteil. ״Jcvvish Chronicle" wendet sich ferner mit Ent schiedenheit gegen die Anschauung, Zangwills, daß Pal:•־ stina in Zukunft keine große Bedeutung für die Juden haben werde. Das Blatt betont die ungeiveure Bedeutung der öffentlichen Anerkennung Palästinas als nationale Heimstätte für das jüdische Volk. Es sei Aufgabe des jüdischen Volkes, das Bestmögliche aus dem Mandat her n 1׳ \J r; ח d S .1 l k f b ר d>!1 I s - •A z ־ t i! Hl I i

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