Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 81-82 (19.11.1920)
- Date
- 1920-11-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ג I ו) ־•’•״S |U IID ISC RUNDSCHAU Nr. 81/82 Verwundete iestgcstellt werden, die.-«* Zahl 11;1t siel« in- /.wischen vervielfacht. Oie Zahl der geschändeten 1'rauen 11ml Mädchen gehl in die Tausende, die Waisenkinder fidlen alle Stratum. Die einzig mögliche I tilfe w.iic eine energische I 111 e 1׳ v e 111 i <1 n der Großmächte. Sollte sie er• folgen, so wären folgende Malhinhmen notwendig. 1'äne hesondere 11ntersuchיו111וskmnmissioi» müßte zur Fest- Stellung׳ «ler Verhreeheii entsandt werden. Sodann miillte unter den Juden eine politisch völlig neutrale Selbst• sehnt/ o r g a 11 i s a t i <> 11 gegründet werden, die׳ unter .Aufsicht des Völkerbundes stehen tiiüllte. Ms sei daran erinnert, dali die Stadtverwaltung von Odessa!,)Id eine solche jüdische Selbslwchr von 1200 Mann gründete mul dail diese Truppewesentlich zur Verteidigung der Stadt beigetrage» hat. Ferner iniiütc sofort eine Hilfsurganisation des Ruten Kreuzes und der jüdischen HiHsgeSeilschaften״ nach der 'Ukraine gesandt werden. Polen Die Judenpogrome in des Armee Dalachowitsch Der ehemalige jüdische Abgeordnete 1י riluzki schildert eingehend itu ״Moment“ die durch die russische Armee Bulneli .»w׳itsehs veranstalteten Julien• pogroine Der erste Pogrom fand in Wlodawa statt, Es gal» viele Opfer, /.ahlreielu׳ jüdische Frauen und Mihi• eben wurden vergewaltigt, 7 Mädchen sind infolge• dessen verrückt geworden. In S/ack hestair.l d.'e jüdische Be Völkern ng aus 175 Personen. Jet/t sind mir noch lü am Leben geblieben Die übrigen!5(1 wurden ermordet. hi L.heclin wurden V), in Kriimio 17, in Ratno 2, in Knjiio II, 11: Wieika•. ihisz.a 22 Juden getötet. Auch m den Din fern Sipowo, D.itnto und Zamus/no gibt es eine grolle Zahl Opfer. Der Stadt Kamieti-Kaszirsk hatte der ()!»erst Darski emo Kontribution aiiieilegt. Als mau ihm das (leid brachte, sagte er; ״Fs ist zu spät, leb 11 ihe bereits den Pogrom aiigearJ.iet.“ Alle jüdischen Wohnungen wurden herauht. Alle Juden, die sich auf die Straße wagten, wurden get'it.-i. Viele Häuser wurden in Brand gesetzt und die sich ,ms ihnen rettenden Juden erschossen. Bis jetzt wurden die Namen \ ,111 '.15 vergewaltigten Mäd• eilen tcslgestvllt. Ls ist ein Lall von Vergewaltigm!,; eines .Mädchens durch II Soldaten bekannt. Es wurden u. a. auch eine ()!!jährige Frau mul ein 10 jähriges Kind vergewaltigt. Die Zahl der Getöteten beläuft sieh auf 75. Der Pogrom 11,■inerte drei Tage. Panik in Odessa K o 11* t a nt i וו o p e 1,,!. Nov, (J. C 11.) Zufolge hier eingelaiigter Nachrichten, ist,in der Umgehung von Odessa ein von f 11 r c 111 b a r e ri P o g r o 111 e 11 b e ־ gleit eie r B n 11 e 1 11 ,111׳ f s t a 11 d r,11sgeb10ehe׳u. Die Juden Ihiclilclcu mj1)1 *ktcvsa, wo eine grolle Pnnik herrscht. Die Stadl, ist bereits teilweise von den Militär- und Ziv ilbelmriJcu evakuiert. Auswanderung nach Rußland, A, W. Nachdem der I 1io;k: mit Rußland abgescnlossen wmd.׳, set/t in einem bisher ungeahnt'.-ii Umfange die jiUise'he Auswanderung üiis Polen ein. Taiiseiidi׳ Familien sind im. Begriff, sofort 1 ölen zu verlassen Als Objekt der Prophetie lernen wir ״das Volk als sittliche Oeineinschaft" kennen, als ihr Ziel; Oe• wissen dieses Volkes zu sein, seinen Willen auf das sittlich siute zu k;M1A'.1tri׳ere11, seine Hinschaffimg /um ״(inttesvolk“. Ihr Orimtlgedankt* ist Gott als sittliche Idee. Sittliches Handeln ist Existenzbedingung des Volkerlebens: die Weltgeschichte ist das Weltgericht. . Das alles konnte ebensogut der Inha’t eines gelehrten Wälzers sein, wie des wenig mehr als BMI Seiten starken, Büchleins, in dem Auerbach diese Fragen behandelt hat. Es sei deshalb ausdrücklich gesagt: dieses Buch ist überraschend interessant. Wäre dieses Lob nicht, etwas kompromittierend, so konnte man sagen, es lese sieh wie ein Rain an. In der Tat ist Auerbach gelungen, Was sattst so selten zu finden ist; dall ein sehr respek* taliles Malt von emstcr, wissenschaftlicher Arbeit in eine ,so elegante, beinahe möchte mau sagen graziöse« form gekleidet Wurde, dali alle ,Mühseligkeit des Erarheiteiis dahinter verschwindet. Und mich eins muH von diesem Buche gesagt werden: dali es, int Gegensatz, zu so vielen anderen Erzeugnissen jüdischer Schriftsteller 111 Deutschland, in geradezu vorbildlich klarem, faßlichem und einwandfreiem Stil geschrieben ist. Es steht kein Wort־ zu wenig, keins zu viel. Alle Begriffe sind von. einer Präzision, au die man bei jüdischen Büchern fast schon nicht mehr gewöhnt ist. Am besten eliaraktcrisieit man cs wohl, wenn man es ein gesundes Buch: nennt Daß recht viele von unsern Jungen es lesen, möchte mau aus zwei Gründen wünschen. Einmal, weil hier Wirklich vom Wesen des Judentums gesprochen wird. Und dann, weil es in einer Form geschieht, die nach all dem unklaren, pseudo-mystischen,• geheinmisselndeu Zeug, das io der letzten Zeit bis zum Lehr rdriili immer wieder geschriebc'11 und g 1x1 ruckt worden ist, dieses Buch im höchsten Grade crzächcrisch wirken imdi, •— wie jedes Beispiel von Selbstzucht und Geschmack. Kl. Presse-Rundschau Das Mandat.. Vor längerer Zeit Veröffentlichte J>r. Leon Reich in ״Flazefirah“ (Warschau) einen Artikel, in dem er für die Veröffentlichung der ,Mandatshesliim’mtiigcn t!11t1.1t, In demselben Blatt wird mm ohne Guelleiiaugahe milgeteilt, dall die Aenderimgci) in den t1rsp1־iiugli1in11׳ Bestimmungen des Mandates auf fran/ö-Nibcii i iitfluli /tu,lick/iihihien seien. Die fran/ösiselu• Regierung widerset/e sieh einem aiisgesp! >c!u11׳ ״zi1>ms|jsd'u11׳" Mandat, da sie befürchtet, gezwungen zu werden, aus Syrien ebenfalls später einen xdhstanJigen Staat machen 'zu müssen. Sie bestelle d 111er auf einer Abfassung des Mandates, deren allgemein gehalteiie Wendungen England freie IFuul lassen, ״Haare/" (|1 nisalem j zitieit den oben erwihuien Artikel von Dr. Reich und verlangt ebenfalls die schnellste Veröffentlichung der Mamialsbestiiiiniimgcti. Zwar sei das Mandat nicht alles, aber es sei d »eh die Grundlage unserer Arbeit, mul wir miilJteii uns he• imilien, diese Grundlage so breit und tragfähig als möglich zu gestalten. In London habe man gesagt, e> müsse alles geheim gehalten werden, bis der tursisehe!•'rieileiisvertrag veriöffentlirlit sei. Warum vvu.l das Mandat auch ’jetzt noch nicht bekanntgegeheii. Wozu diese ■Geheimnistuerei? In einem weiteren Artikel im ״Haart■/“ lieillt es: ״Wir stehen vor der wichtigste 1 Entscheidung Ihr unsere Zukunft, da muH es s mderbar amimteii, dal! die Öffentlichkeit nichts darüber er• fährt, was bei uns vorgeht. Schuld daran sind die Führer, die durch ihre allzu geheime Dipl nnatie das Interesse an den Dingen abgestumpft haben, 'N ׳»eh mehr Schuld aber hat unser Publiktu״, das sieh seu gutes Reiht nehmen lallt. Als die ägyptische Deputation mit Foul Mi II »er veihaiulelt!*, wurden alle Vorschi tge veröffentlicht, und erst nachdem die Oeffentliehkeit in zahlreichen Kundgebungen zu ihnen Stellung genommen hatte, wurden die Verhandlungen fortgesetzt. Bei uns hält man es nicht für notig, die Oeffentliehkeit zu informieren. I.Vr Völkerbund unterscheidet verschicdeiic Mandat-Alten, je nach der Eiitvvicklungs• stufe des Volkes, des Landes tisw. Zur erstell Gruppe gehören die ehemals türkischen Gebiete, denen die MamFitarmaeiit nur beratend zur Seite׳ stellen s >11, bis sie zur vollen Selbständigkeit fähig sind. IXesc Lander, und mit ihnen atieli Palästina, müssen gehört werden, bevor das Mandat, das über ihr Schicksal entscheidet, fertiggestellt wird. Werden die zionistischen Führer die schwere Verantwortung für einen vielleicht ungünstigen ASanditsvertrag nbvjnehmen wollen, ohne voilien* das jüdische׳ Volk über die Lage informiert zu haben':׳“ Die Graut"rage. ״New York Tribüne", eines der a11״eM'ln,ns;11־.־ republikanischen Organe, das stets in eilen׳ besonders t'muullieiien Sinne über französisch.• Angelegenheiten geschrieben hat, veröffentlicht einen Leitartikel über die (ireiizfragen in Palästina. Es steht fest, 11:111 die Jii.'IJen des Jordan und seiner Neben• fliisse mit dem Litau! unter der gleichen Flagge veveinigt sein nuiLt .-11. Der Sykes-Picot-Vertrag müsse aufgegeben werden, um Palästina vernünftige Grenzen zu sichern. ״Der Ei folg des palästinensischen Experime nt es" 1'ihrt das Blatt fort, ״würde saust getalmiet werden, und das Werk des jüdischen .Idealismus ver• krüppelt oder gänzlich zerstört. Die französische Dipl״• inatic ist niaiietnunt ■getadelt worden, weil sie sieh als zu hartnäckig erwueen hat, wenn es sich mit französische Dandel'interesse.i liaiuleit. Aber es ist uielit ,־mztiiieituieit, dall lias französische Aulkiiniiniste;imn Lust hat, diesem Fadel dadurch neue Berechtigung zu geben, dall cs Palästina verstümmelt*‘. Polnisch-jüdische Verständigung. ״Polen Int eäigesellen, dall die Juden in ihrer Gesamtheit nicht assimiliert werden können, wenn auch irgendein Einzelner assimiliert w ird. P!len hat eingesehen, dali es mit der jüdischen Bevölkerung, die uineilialh seiner Greii/e.1 lebt, rechnen 11,1111. Daher muß P )len einsehen, '11:111 es dieser Bevölkerung, soll sie für de!» Aufbau des Staates ein nützliches Element sein, die Rechte gewähren muH, welche jedem Dovölkermigsieile gebühren, ihe laktische Gleichberechtigung der Juden, ihr Recht als Miiulcihut innerhalb dieses Staates muH endlich gewährleistct werden. Die Normen dazu hat der Friedensvertrag entwarfen. Zu ihrer Ausführung aber ge• hört vor allem eines: die sozusagen psychologische Ein- Stellung der nialigehendeii Faktoren dieses neuen Staates auf eine wirkliche Losung des jüdischen Problems, die von keinerlei Voreingenommenheiten und keinerlei parteipropagal ■oriseheu Inteiessen bestimmt wird, sondern einzig und allein vom (iesaiiUinteressc des Staates und aller seiner Burger, Um diese sozusagen pgych.)logische Voraussetzung zu eneiehen, ist es vor allem notwendig, dall jene unheilvolle Atmosphäre zügellosen und il.ireh keinerlei Recht uml Gesetz gehemmten Hasses schwinde, der über die jüdische Bivülkeiniig Polens so viel hintiges Leid, filier Polen selbst und die Mogliehseiien seiner Entwicklung zu einem demokratischen, geo.Jtiefen Staaisvvesen so viel Milllratien in der g0*111/1׳ Welt hervorgebracht hat. Darum ist der Gedanke einer poliiis; 11-jiidiseiieii Verständigung, welcher in den Tagen der grollen Gefahr für diesen Staat geboren wurde, zu begriilien. Diese Verständigung kann mir eine von Volk zu Volk sein.“ (״Wiener Morgenzeitung״.) Das Schicksal Wilnas. Der ״Mcnient" (Warschau) schreibt: ״Die litauische Regierung zählt sehr auf die jüdische Bevölkerung Palästinas. Wenn die polnischen Politiker einsehen würden, dal) man in guten Beziehungen v.ur jüdischen Bevölkerung stehen null) so würde sie in ihr eine wesentliche Unterstützung bei der cndgiiltigen Regelung dieser Frage finden.“ — ״Nayer Haint“: ״!Allen hat nicht versucht, die Juden an sieh hcranzu- /.sehen. Seine Vertreter in Wilna selten die Notwendigkeit dessen ein, aber die Zentral regicrimg, das Heer und die Gendarmerie hindern sie daran, eine Politik zu machen, die auch, den Juden annehmbar wäre.*‘ Die ostgalizischa Frage. ״l>ic Ententemächte h ibe 1 Pulen einen sehr schlechten Dienst erwiesen, als sie ihm Ostgalizien infolge ihrer völligen Unoricntierthcit übcrgclK!n haben, Eie Stellungnahme der Ententepnlitik zur nstgaüziselk'ii Frage widerspricht allen Prinzipien der Gerechtigkeit und der Selbdbes'inimung, Was jetzt in Ostgalizicn geschieht, ist smiib.5. Di.* Lade(» der Pcvütkeriing infolge des f.irlvv iliremleii WeelmuK (j(.r Okkuoalion innerhalb der letzten sechs Jahre sind itirch'.hu äpulemieu uml Hunger raffen Tausende dahin. Derkum- .tuende Winter wird schrecklich werden, denn «rst jetz׳ ist Ostgalizicn van den Petijiira-Baudcn, welche das Laml vnllst.inilig ansgeplinidert mul ausgcratibt Inbim, befuit worden. Niemand schützt dort die (ieieelitigkeit u ul dn■ Zivilisation. Der Grund dieser schwierigen I age liegt hauptsächlich xl:1 rin, dali iinn in der Entente über da• ostgali/isihe Frage entwuler ganz falsch »der schlcelit unterrichtet ist. lieber Belgien, N >«xll’r;mk1c:c!1, Serben und sogar Polin 11 ibe.1 ilaliin eiitsemleie Kmnnussiom•״ und nie besten Sih'utstcller des Westens beuchtet. F11 Osten dagegen lallt man eine ganze Nation ztigrun ic gehen.“ Ungarn und die Entente. ״In Ungarn wütet e:m tollgewordouv Gentryhorde, die offenbar nicht eher zm Ruhe kommen will,’ als bis sic die Juden n.1\::orntl>׳, hat. Und die Machte, welche Vorgehen, die Pachter de« Rechtes und der ,Menschlichkeit zu sein, welche sieb das hohe Amt;iiimaliten, in Europa wieder Recht und Ordnung ein/iituhren, diese Mächte fallen nicht 1111, diesen Würgengeln des Jiidenttnis nullt in den Arm, somlciii bevor/ngen ostentativ gerade diejenigen Na• honen, weiche mit ihrem jndeiiliasse voramnarseltiercii. Sieht denn die Entente noch immer nicht, dall /.wisch«־,! der D.tltlucg 11:111 vielleicht gar Förderung der 11tde!!- Verfolgungen mul JiideiH'iitrechtiingen in dem' ein.■״ I.antl und dem Aiisbimii der systematischen Au. sehreitinigeii gegen Juden in einem anderen Lande c.1׳ innerer Zusammenhang besieht? Es muH endlich eimn.1l über die Stellung der Entente zu diesen J.1.K ini«׳!/!■■ leien volle Klaihcit geschaffen werden! Alan miili 011J• lieh wissen, oh di«׳ Ententeiuärhle mit dieser Sehmau des Jahrhunderts einverstanden sind, >b die ju.kn-1;.>r; in ihr p ililiseh.-s Prnginmm aiügenoinu.i'ii wurden, od , ob sie nur deshalb nicht einschreitet, «veil vir \,1״ iliien Vertretern in Budapest, Warschau, Kiew und dm aiuE-riu Städten falsche l'eiiehte eshält, denen •n■ niehi־ Glaiiheu schenkt als den Belichten miparteiivviiu K.j:!־- niissioneii. Wie immer den. auch sei, si macht sieh die Entente durch niese leichtieräge Art der Beh.iiidhin ׳ eine« Wellprobleius mitschuldig an all dem Al.mim. Rauhen und Plündern, an all den s )listigen Schändlich• keilen, welche geradezu unter ihrer Patronanz .וור d«v, Juden verübt werden. (״Wiener Morgenzeitung".) Das Jubiläum der französischen Republik, ״i dritte lianzovisihe Republik, geschaffen von einem Staatsmann /iuhsclier Herkunft (t imnbclta), feien 111 diesem Jahre ihr Jubiläum unter einem anderen Stalls■ nimm jüdischer Abstammung (Millerand). Auch der Anteil Lre;t1i«׳u\ an ihrer Gründung sei nicht vergessen. Wir .messen dem keine übertrieben.׳ Bedeutung hei,.,־ aller die Erwähnung dessen scheint uns 1111111־ iiiiange• bracht als Beweis für «len guten Willen und das poli• tische Verständnis clor Republik. Mit einer ciii/igen sehr bedauerlichen Ausnahme, der Dreyfusaitaie hat Frankreich sieh stets auf dem Wege p ׳liUschcr Rcchischatfeiilieit gehalten. Dieser denkwürdige l’ail vc!- suchte Frankreichs Seele, aber es kam aus diesen Bram! heraus, ohne dall seine Freue zu den alten ideal(!! erschüttert worden wäre. Als Juden griilieri wir da« fran/üsisrhe Volk her/hchst als den Pi.mier der ju- «tischen Freiheit." (״Jewish Chromcle׳ ׳.) Ein deutscher Bericht aus Palästina. .,«>hw '11 tl;e Grenzen zwischen Palästina und «lern fr.m/ ׳'".׳•׳hsyrischen ,Mandatsgebiet noch immer nicht festgcstelb sind, haben sich im Ost jordangebiet auf Wmiscli de llevölkcrung Beamte . «ler Pal istinaregierung niedergelassen und kleine S,h;1t/tr:1ppenveri1ä!r,ie gebildet, um «11-11 F'inw .'11:11111־ Sielierlii 1( gegen Rauh 11110 l'lüiiiler!in > zu bieten. Es Is'tindcn sielt solche;111 allen I inuptoeten von Kerak,!ווי Sin! »steil «les Toten Meeres, Ins Irbiti unweit I)c1a,1, Kn .teitpimkt der Mekkab.'ihn. Die bev«'.Ikf׳rtste11 Orte sind Salt, Adsihlun und Amman. Die Ve!- eiuigiing dieses /um Teil sehr fruditharea Gebietes ist fiir Palästina von groliter Wichtigkeit, nicht nur wegen des Grenzschutzes gegen nomadische Hcdui.ieii. sondern midi wegen des Getreide- und Vielihaiid! N. Ir׳(/ «ler diesjährige!« guten Ernte - auch die Uio«:lenin: ist ausnehmend gut - ist die Lebensführung 11iu.1!:s lener und nicht weniger groll die Wohnungsnot. Au man trotzdem Tausende aruter Juden ins laml Iaht, ist schwer zu begreifen. Oh dieselben tüchtige Arbeiter sind, die viel bisher unbebautes lai'id fruchtbar machen werden, wie die Zi misten behaupten, niiiB dtc Zukunft lehren.“ Am h. Oktober hat der Landverweser I lerhert Sannt«1 im früheren Auguste-Viktoiia-Stiü seine Berater mit s!1!1 versammelt, um ihnen Rechenschaft zn gehen über tl.1u r drei Monaten \ 1׳rsproeln11׳e 1111:1 dessen bisherig. Ausführung, sowie über seine zakiinftigim Plaue zun• Wahle des I;indes, welelu׳ er zur Besprechung stellte Da die Berater nicht aus irgend einer Volkswahl Iiciwm gegangen, sondern vom Landesverweser selbst, ueilic'i aus allen Klassen und Religionen, gewählt Waiden waten, konnte an heftige Kritik nicht gedacht werden; dennoch wurde der Wunsch ausgesprochen, «lal) in höhere H< - amtcnstcilungen nicht ausschließlich Engländer berate u würden, sondern auch Palästinenser. Dal) der!,:111(11- Verw eser den entschiedenen Willen hat, allen gcgeiiul»( ־׳ gerecht zu sein, und daß die bereits erreichte:! Erfolg: zahlreich sind, ist unleugbar. Zudem gibt es hier Schwie■ rigkeiten ganz ungewöhnlicher Art. Wie kann man / B. Staatssehulen einrichten, die zu gleicher Zeit LhtisWn wie Moslimen und Juden genügen? Man will deshaFi ganz von solchen abstehen und die Schulen den cin/elnei! Körperschaften unter staatlicher Unterstützim:׳ übcilassen.“ (״Kölnische Valks-Ztg.“) Albert Einstein. Das ״Athenäum״, eine a'geselle״( wissenschaftliche Zeitschrift in England, macht den V וי• schlag, Einstein einen Lehrstuhl in England a.i/iihieteii. ״Wir haben nicht die Absiehtt.“ sagt das Blatt, ״de Deutschen diesen bedeutenden'Mann wvg/.ih >!v״, aber es müßte ihnen gezeigt werden, daß wir ihn mein zu sHiätz.eii wissen als sie, und dal) unsere Kultur höher ist als die ihre, Einstein würde zwar dem Rufe wahrselieimich keine Folge leisten, jedenfalls wünLm wir abe ein Anerbieten gemacht haben, das unser Ansehen •mi Jahrzehnte steigern würde.";tr t V