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Jüdische Rundschau · 1920-11-12 · Heft 80 (12.11.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 80 (12.11.1920)
Date
1920-11-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Senf 606 jü EPISCHE RUNDSCHAU Nr. 80 Politische Nachrichten Oesterreich nach den Nationalratswahlen Von l>r. H. Ka(lisch. Da־ Wahlen in den österreichischen Nationnir.it Iv.iIk'11, wie vorauszusehi'ii war, nicht viel an der |*>litischen Lige geändert; wohl aher haben sie insofern ilvin jüdischen Volke in ( Xaterreieh einen׳ schwären Scilla׳» versetzt, als der frülu're einzige »a-tioiialjüdischc Vertreter Robert Stricker sein Nationnlratsmaiulat embüßte. Ls wäre alter ein Irrtum, die Niehtwalü des früheren Abgeordneten Stricker aut einen Stimmen־ Verlust zurück/« iiiinen; int liegenteil: Soweit* im Wahl* Ix'Zirkc Rohei t Strickers wie in ganz. Wien und Oestericici» ist ein beträchtlicher Zuwachs der iiationaljikliseiien Stimmen zu konstatieren Wenn trotzdem das einzige jütlischiwitionale Mandat an die CliristhdisqziaLn verloren ging, so ist dies einerseits auf eine reaktionäre Wahlordnung, ueldte die Wahl der Angehörigen kleinerer (iritppci ungeheuer erschw ert, im seihen ״Maße zurückzuiiilireu als aut die ungeheure Zersplitterung der jüirischen Stimmen. Pie jiulisdie Wählerschaft war gespalten in Anhänger der Jikiisdwation.ileii, Demokraten, Sozialdemokraten, Kommunisten, und ein Bruchteil wählte sogar christlich sozial. Pie ganze Wahlkampagne mit iluein Ergebnis hat deutlich bewiesen, wieviel poütisdie Aufklärungsarbeit in der österreichischen 'Gesamtbevolkemug, spczk'IU innerhalb der österreichischen Juden notwendig, ist Diese Aufklärungsarbeit ungcbäumt in Angriff zu nehmen, ist um so dringender notwendig, als man in nient allzu weiter Ferne abermals md Neuwahlen in den österreichischen Nationalrat rechnen muH. Pie wirtschaftlichen Zust.inde in Oesterreich werden für die zukünftige Entwicklung des Staates ui erster Linie bestimmend sein Pali bei den letzten Wahlen die Sozialdemokraten eine Reihe von Mandaten verloren und auch die Kommunisten schlecht abscimitten, ist darauf zuriickznführen, daß die Wirtschaftbene Not sich täglich steigert und ein Teil der lievölkeriing sich enttäuscht von den Marxisten aller Riehhingen abweudet, von deren Tätigkeit er eine Ver- Besserung der traurigen wirtschaftliche« Situation erwartete. Gut informierte Politiker prophezeien dem neugewählten österreichischen Volkshause eine kurze Lehensdatier und baldige Auflösung. Wohl haben die Christlich- ־-(iz.ialeu im jetzigen österreichischen Nationalratc dadurch eine relative Majorität erlangt, weid sie bei den letzten Wahlen eine Reiht von Mandaten auf Kosten der Sozialdemokraten mul Groß-deutschen erlangten. Allein die Cliristüehso/jaieit verfügen im österreichischen Nation.ilrate nieiit 1111er so viel Stimmen, um eine Christlichso/iale Regierung zu bilden und auf die Dauer gegen Sozialdemokraten und Groiideufsehe regieren zu können. Eine Koalitionsregierung aber ist für den Moment wenigstens darum unmöglich, weil sowohl die Sozi 11tlemokraieti als auch die Großdeutscheil eine Koalition mit den (:liristlieliso/iaien ablehneii. Unter solchen Vertialtnissen ist cs äußerst wahrscheinlich, daß ein parlaineiitariseh verbrämtes Itoamtenmiiiisterium genau wie in Isehechasl.iwakieii, so aueli in Oesterreich zur Regierung gelaugt, und falls dies nicht zustande kommt «Hier sich nicht behaupten kann, dann ist eben eate neuerliche Auflösung des Nationalrates imvermeidlicii, falls nicht bis dahin einige unerwartete Heberrasclumgen ein trete«. Ls w äre aber auch ein arger Irrtum, wenn man verkennen wollte, daß die rührige Propaganda gegen die ״Judenrepublik“ und gegen die nun ziirückgetretenen ״judcnsozialistischcn“ Minister in cliristlichsozialen und grolkleutsehen Versammlungen, besonders aber die Forderung nach Ausweisung der «istjüiiisc'ueii Ausländer, erfolgreich zu dem christlichsozialen Wahlsiege beigetragen haben. Paß auch die lirolSdciitsdicn eine eiiiplimtliche Niederlage zu verzeichnen hatten, trotzdem sie die Christlichsozialen i1!1 Antisemitismus zu übertrumpfen suchten, ist daraut zurückzuführen, daß breite katholisch.!eutsehe Volksschichten, besonders in den Alpenliitidern, -״ wenn sie auch einen Anschluß an Deutschland den heutigen Verhältiiisscii verziehen - einen solchen an ein Preußendeiitschlaml unter der Herrschaft der Hoheiizolle-rn ableimen. Tür alle Fülle gellt Oesterreich und gehen die österreichischen Juden schon mit Rücksicht auf die ungeklärten Beziehungen Ln den angrenzenden Sukzession«*- Staaten sowie der zu erwartenden inneren parlaiiicwtauschen Kämpfe bewegtet! Zeiten entgegen. Sache des in den nächsten Tagen zusamtnentretenden zionistischen Parteitages in Wien (auf den icit in. meinem nächsten Artikel zurück komme) wird es sein, nebst einer en.trgischen T'ördcrcng der Paliistinanrbeit die nädtsten Ziele der jiitlischöslerrcichischen Politik festznstelien. Ungarn Wieder ein judenmord Pein ״B. T.“ ward berichtet: L>ie in Wien erscheinende ungarisdte Tageszeitung ״Ikcsi Magyar Ujsag“ berichtet über einen von ungarisclicn Offi/ieren und Unteroffizieren verübten Mord, der große Aehnliehkeii mit dem an dem Weinhändleir Landau verübleu Verbrechen!tat. Vierzehn Soldaten der in Waitzen liegenden Abteilung des Grafen Par »kovielt, die unter dem Befehl des Oberleutnants Lcngyel standen, vorliaftcten in Nograd Verocczoe, zwei Stunden von Budapest, den reichen Kaufmann Emmanuel Loc wy in seiner Wohnung, fesselten ihn tuvd brachten ihn in die Kaserne nach Waitzcu. Dort wurde ihm erklärt, daß er wieder in Freiheit gesetzt werden würde, wenn er 150 000 Kronen bezahlen würde. Als Loewy sicli weigerte, das Geld zu geben, seine Unschuld beteuerte und erklärte, er werde sieh sein Recht schon verschaffen, übergab der kommandierende Offizier Loewy dein Feldvebcl Burk׳, der Loewy׳ stundenlang erst mit einem Ochsenziemer, dann mit einer Peitsche und schließlich mit dem Gewehrkolben prügelte. Dann wurde Loewy, aus unzähligen Wunden blutend, mit gebrochenen Gliedern in die Reitschule der Kaserne geschlcppi und dort von Burle in Gegenwart des Leutnants Pamogyvari, des Kadetten Everdvgh und des Korporals Horvath erschossen. Die Leiche l.oewys wurde von den Soldaten Eter, Boelun und Kelec/enyi in der Reitschule 3 verscharrt. Die Familie des Ermordeten hat in einer Eingabe an den Landes- Verteidigungsminister Szeter, in der sie allerdings xlic Namen der Mörder nicht anzugebci» wagte, die Tat geschildert und die Erlaubnis erbeten, die (.vielte ausgraben und beerdigen zu dürfen. Hie Familie ist aber bis heute ohne Antwort geblieben. Gleichzeitig berichten die Biulapester Blätter über dis Verschwinden des Ofener Klavicrfabrikanten Reismanu, der in seiner Wohnung von vier Mitgliedern der Biulapester Militär|X)lizei verhaftet wurde und seither verschwunden ist Budapest, i Nov. Pas jüdische ״Joint Distribution Gdminittec'* in Nordamerika spendete eine Summe von 23 00(1 I )oll.ar (P 'K)O(KK) Kronen), damit die unbemittelten Kinder Budapests, ohne konfessionellen Unterschied, mit Wintersclinhen versorg! werden. Budapest, im Oktober 1111 vergangenen Monat sind bei der Budapestcr Stadlhatiptmannschaff 15 000 Juden um Reisepässe nach Palästina ciiigekomrnen. Warschau. Per ״Kurier Poramiv“ veröffentlicht eine Statistik der Bevölkerung Zentral-Liiauens. Nach dieser Statistik befinden sielt in Zentral-Litauen unter einer Gesamthevölkerimg von! 210 000 Seelen BK)(KD (15״«) luden. Völkerbund Eric Drummond Sir Eric Prummond, Generaldirektor des Sekrc tariatcs des Völkerbundes, hat bald nach seiner Ankunft in Genf einen offiziellen Besuch dem Grand Kabln!» von Genf, E. <i i 11 sb ur ge r, abgeslattet. Dieser U grüßte die Gäste namens der Juden seiner Gemeinde lind hieß sie als Vertreter des Völkerbundes herzlich willkommen. Fr sei freudig bewegt, da die Anwesenheit des Sekretariates des Völkerbundes die künftige Ver W'irkSidiuiig seiner persönlichen Hoffnungen der pol nischen, russischen und rumänischen Juden auf (ät rechtigkeil für die Verfolgten, Anerkennung der Minoritatsrechte für die einen und Erlangung der zivilen un:l politischen Rechte für die anderen!*.■deute. Sir Druminond sprach seinen Dank aus und gab der Versicherung seines Wohlwollens für die Juden Au-■ druck. Er erinnerte an die Taten Englands in Palästina und das Wirken Samuels. Er und seine Mit■ arbeiter werden sich zur Verteidigung der Juden vereinigen und er hege die feste Zuversicht, daß der Volkerbund seine.Pflicht gegen die Juden erfüllen werde England Kommentatoren l\־r ״Israelit“ gibt folgendes Zitat aus einem Buche wieder, das der ehemalige englische Arbcitsminsur Barnes vor kurzem hat erscheinen lassen. Es heißt darin in Bezug auf die B al f ou r• De k I a r a t i on : ״Diese Erklärung wurde sehr sorgfältig und nach eingehenden Erwägungen formuliert Sic bedeutet nicht einen jüdischen Staat, cs sei denn, daß in irgend einer fernen Zukunft die Juden die anderen Elemente in der Bevölkerung einmal an Zahl übertrefien sollten, ■ noch bedeutet sie einen überwiegenden jüdischen Ein fluß, es sei denn, daß ein solcher durch überlegen moralische und geistige Eigenschaften der Juden «11 stellen sollte. -Sie verkörpert die Anerkennung ihr•. traditionellen, sentimentalen uikJ religiösen Interc-wauf Seiten eines Volkes, lange unterdrückt in am׳.. Linde, das die Wiege seiner Rasse war. Sie schließt auch in sich die Ocifmrng eines unter türkischer Miji . Wirtschaft lange vernachlässigten und entvölkerte״ Landes für moderne Ideen und modernen Unternch■ mimgsgeist.“ Dieser Kommentar stellt die private Meinung des Herrn Harnes dar, und wir sehen keinen Grund, ihn zum Gegenstand pessimistischer Betrachtungen zu machen, wie sie, laut ״Israelit“, ״Jcwish World“ angestelit hat. Die Balfour-Dekl.aration ist ־durch die Aufnahme in den türkischen Friedensvertrag ein völkerrechtlicher Akt geworden. Außerdem beweist die Praxis Herbert Samuels in Erez-Isrnd nicht minder als die erst vor kurzem erfolgten Aeußcntngcn der maßgebenden eng• lischeii Staatsmänner mit Lord Curzon an der Spitze, daß der Sinn der Balfour-Pcklnration ist und bleibt ״die Errichtung einer Heimstätte für das j ü ■ (lisch e Volk in Palästina.*' Uroncmami übrigens auch da, wo er das jüdische (Jehiet verläßt, Gutes zu geben vermag, beweist die von glänzender Beobachtung zeugende, mit großer Kunst gestaltete Szene zwischen dem deutschen lutherischen Pastor und den! russische« Gouverneur. Ls ist mehr als töricht, wenn jüdisch-assimiiatorische Bekrittler des Buches uns eiureden möchten, es -ei nur eine kalten Blutes zusanmicugctrageiie Sammlung herzlos witziger Einfälle! Wir wollen Gronemann gerade dafür dankbar sein, daß er als echter Humorist die ihm innewohnende, bisweilen schmerzliche Liebe zu den Dingen nur keusch im Untergründe ahnen läßt, statt schmalzig mit ihr zu kokettieren. — Noch drolliger wirkt es, daß ein anderer deutscher Kritikus jüdischen Glaubens, luclulcm er /!machst /.ugcstchcn muß, das Buch sei witzig, ״zuweilen glanzend‘1, schließlich in hilfloser Wut stammelt, das Schlullkapitel sei wegen dick auf getragen er zionistischer Tendenz ״einfach von tödlicher Lingeweilc“. Denn, lieber Leser, alles kann man meinetwegen von ״Tohuwabohu" behaupten oder denken, nur nicht, daß es in irgend einer Zeile lang* weilig sei! Und das ist auch ein Novum in der jüdischen Liteiatur, dessen Bedeutung wir denn doch nicht unterschätzen wollen: Ein jüdisches Buch von 432 Seiten, das man dreimal hintereinander lesen kann, und das einen immer wieder in seinen Lachend-'nachdenkliche« Bann zieht! Wir können daher auch denen, die es sonst grundsätzlich für guter ihrer Würde erachten, etwas Gedrucktes in die Hand •zu nehmen, das nicht bei S. Fischer erschienen ist, mit gutem Gewissen empfehlen, ״Icliuwaboltu“ bald zu lesert. Und garantieren gern m aller Form Rechtens, daß es keiner bereuen wird! — Und wenn der oben bcmeldete grämliche mosaisclic Kritikus sich am Schlüsse seiner Auslassungen erbost*): ,,Dieses Buch legt man aus der Hatul mit dem bitteren Nachgeschmack, daß cs, mag es auch nicht so gemeint *) R. C.rBUttcr 1020, S, 82 sein, irrt wesentlichen eine Denunziation der niehtzionislisclu'11 deutschen Juden darstellt, die an die Adresse der christlichen Mitbürger gerichtet ist.“ (Ebenso treffend könnte er behaupten, cs schädige den holländischeu Gemüsebau oder di.׳ andahisische Pferdezucht!), so hoffen wir alle« Frustes, daß dieser Nachgeschmack zur besseren Hälfte nur ein Vorgeschmack gewesen ist, daß Grone manu sieh entschließen möge, uns eine Fortsetzung zu ״Tohuwabohu“ zu schenken, die auch die Kriegs- und Nachkriegszeit behandelt. Solche Bücher sind uns nötiger als mancherlei andere. Sagt doch Milton mit Recht, daß nur der eine Pflicht wirklicli erfüllen kann, der sic heiter erfüllt. Conrad Kaiser. Orientierung über den Zionismus Die Zionistische Vereinigung für Deutschland und der Verlag der ״Jüdischen Rundschau“ haben in letzter Zeit verschiedene Schriften 11c raus; »eg eben, die als Pr*»• pagntickiiiiuterial ganz außerordentlichen Wert besitzen. Wer Material zur Orientierung über den Zionismus sucht ward diese Schriften nicht entbehren körnten, Lin übersichtliches It!id über dk* (.)rund fragen des Zionlsmus!gibt Dr. Hermann Le lewer in seiner Schrift ״Was will der Zionismus?“ In einer Broschüre von 45 Seiten schildert er die Entstehung des Zionismus, weist auf die Not im Osten hin und beleuchtet alsdann die Erscheinungen des Antisemitismus, der Assimilation, sowie das Verhältnis des Zionismus zum Rcligionsjudair tum und zum Kosinopolitismus. Ein Schlußkapitel gilt dem Aufbau des jüdischen Palästina, ln einer Sdtrift ״Schicksalswende“ wendet sich Dr, Hans Rath he*ar.tl״>r8 eindringlich an die deutschen Juden. Es gibt, &o verkündigt er, nur ein einheitliches Judentum, das Lebens- und Weltanschauung zugleid» ist, das den Menschen nicht mir 1m kirdvtidi-konfessionellen Sinne beeinflußt sondern, ilm völlig, mit. Gib und, Seele, in das Weltbild citigliedert. Eine Trenuung des Nationa Religiösen hat es int Judentum niemals geben I Der konsequente Jude kann mir Zionist Win. ludtsdte len vom können. Mit den Fragen des Aufbaus im einzelnen befaßt sich Dr L, Weinberg in seiner Schrift ״Das jüdische Palästina.“ Hier werden die Gnmdfragen des Siedlungs- Werkes von allen Seiten beleuchtet und ein Bild des künftigen Palästina entworfen Eine weitere Broschüre gleiche« Namens endlich enthält die politischen Do■ kuinent« zum Beschluß der Konferenz von San Rcino über die Einrichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina. Hier sind die Aeußemngen sämtlicher Staatsmänner mul Politiker registriert, die vor jenem denkwürdigen Beschlüsse, sowie im Anschluß an ihn, das Entstehen dijüdischen Palästina propagieren und begrüßen Ausgestaltung der Buchhandlung Ewer Die Buclihaudlung F. w e r, die Verkaufsstelle d, s Jüdischen Verlags für Groß-Berlin, hat ihre in der Kncsibeckstraße gelegenen Räume bedeutend erweitert An das bisherige Verkaufslokal schließt sich nunmehr cm geräumiger, heller Bü1׳.׳1[־rsa;tf und daran weiterhin cm Lesern um an, in dem die wichtigsten jüdischen und literarischen Zeitschriften atislu-gcn. Die neuen Räume sind in sehr geschmackvoller Weise hergcstellt, so daß der Aufenthalt zur Einsichtnahine der aufliegenden Zeit• Schriften und der ausgestellten Bücher, der während der Vcrkaufsstuiidcn allgemein gestattet ist, einen wirkliehen Genuß bietet. Die Buchhandlung Ewer in ihrer heutigen Gestalt repräsentiert das nette jüdische Leben Berlins in würdigster Form und ist geeignet, auch fernerstehende Kreise für den neujüdischen Gedanken zu intercssiercn. Sehr zu begrüßen ist es, daß die ansprechenden neuen Räume zur Ablialtung literarischer Abende benutzt werden solle«, in denen jüdische Schriftsteller Vorträge und Vorlesungen halten werden. Für solchc Abende haben sich u. a. bereits Stephan Zweig, Martin Buber und Ltulwig Strauß zur Verfügung gestellt. Näheres wird noch bekanntgegeben.

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