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Jüdische Rundschau · 1920-11-12 · Heft 80 (12.11.1920) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 80 (12.11.1920)
Date
1920-11-12
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Letzte Nachrichten י Zionistische Bewegung Beschlüsse des Schweizer Misrachi Jj'fniiyZ X* DefÜitef XJ״n:5!UC!e Vcrdr״,:;!.’r* Dcrlin C. Jt>ucU.*r. ג Telefon! Zentrum S6K1׳S. » F0it«chc:i'-«:1lo No. fTOä, Bcrito HW. T. RoMcnren/eUimö der D. 2. V. I. IX־r IXhegkrtcntag der Misradii-Lamlcsorganisa- 71011 der Schweiz vom 31. Oktober 1 *720 beantragt die alsbaldige Einberufung des Zionistenkongresses. I 1 kr Dclegicrtcntag der M i s ra cl 1 i - La tule sor gn 11 i sat,<»11 der Schwei/ vom 31. OktolH'11020 ׳ verlangt die baldige Verunstaltung des von der Londoner Jahrcskoufcrenz Ix-sehlossem'u alljiidisclien Kongresses. i. Ihn auch den gegenwärtig noch nicht organisier- 1 ,■n ihoratreuen ALtssen Gelegenheit zu geben, zu den ,1k titelten Fragen des Judentums Stellung zu nehmen, g.ht der De legierten tag der Schweizer Misradii-Landesxiganisatiou <Iie Anregung, daß die Initiative ergriffen wird zur Einberufung einer Konferenz, an welcher Del«- gierte aller thoratreuen Juden teiliielimen, zwecks Regtiberutig des religiösen Lebens in Erez-lsrneis und im י Tilotli. Soziales Rundschreiben der Exekutive der jüdischen Welthilfskonferenz Das f:\ck11tiv-K01nitce der jüdischen Welthilfskon-!nv’1w richtete an die jüdische Hilfsorganisation folgen- I1׳n Ziikiilarluief: Die jüdische WelthilfskonfcrciH in Karlsbad hat im Bewußtsein der grollen Aufgaben, die dem jüdischen 1 tiliswerke jetzt bevorstehen, dem .von ihr gewählten Zentralrat die Verpflichtung auferlegt, midi jeder Riehtimg hin alle erforderlichen Schritte zu unternehmen, 11111'die Arln-it der jüdischen Hilfsorganisationen zugunsten der Millionen von Juden, welche in Osteuropa i.'ideii, zu vereinigen und zu koordinieren. Es handelt sich darum, in das gesamte liilfswerk Einheitlichkeit und System zu bringen, wählend heute nach infolge vier Abgetrcunt- Wit und Spaltung /wischen den verschiedenen Organis.uioiien aut dem Gebiete der I lilfstätigkeit für die vom Kriege und den Pogromen Fctraffcn.il Juden im geu isseu Sinne ein chaotischer Zustand herrscht. Die Konk'ieiiz hat die jüdische Hill'sarbcit als eine allgemeine Angelegenheit des ganzen Volkes betrachtet, die durch die vereinigten Kräfte «les ganzen Volkes zu leisten ist und hat es für dringend erachtet, daß die Mauer vor- ■>citw iuilen soll, die heute noch den Teil des Volkes, der fällig ist, Hilfe zu bringen, von dem Teile, der die Hilfe braucht, trennt. Dm aber eine Einheitlichkeit zu erreichen und die .:,m/e tlilfsarheit auf planmäßige Grundlagen zu stellen, M es vor allem notwendig, daß die verschiedensten I lilfsorgaiiisationen in ständiger mul lebendiger Vorhindirug mit dem von der Karlsbader Konferenz gewählten Xentralliilfsorgiin stehen und durch seine Verinitth:;1g auch liiilereiiiaiulcr in Fühlung bleiben sollen. Dir Hilfs/entrale soll sich zu diesen! Zentral- Sammelpunkt entwickeln, woltin alle Informati men 11ml Nachrichten über die I lilfsarbeil geleitet werden, damit auf diese Weise ein Spc/.ialorgau für die Verwertung des ganzen Materials entstehen voll, nach dessen Vermittlung die Erfahrungen und Arbcitsmethoden der einzelnen Organisationen auch den au• deren zugute kommen werden. Deswegen bitten wir Sie, uns sobald als möglich alle Materialien zuzusdiicken, sowohl veröffentlichte als auch unveröffentlichte, die s!eh auf vergangene Tätigkeit ihrer Organisation seil ihrer Entstehung bis zum heutigen Tage beziehen (Aufrufe, I’lakate, Rechenschaftsberichte, Photographien, Braschüren usw.), sowie genaue Mitteilungen über den gegenwärtigen Ztislaud der Hilfstätigkeit in ihrem Orte im allgemeinen unter besonderer Berücksichtigung ihrer < )rganisation. Wir hoffen zuversichtlich, daß Sie unserer Aufforderung nachkoiniucn werden. Die Exekutive der jüdischen Wclthilfsorganisatioii tritt an ihre Arbeit in einer für das ganze jüdische Volk schweren und finsteren Zeit heran. Zu den alten Leiden und Verfolgungen sind in der allerletzten Zeit neue luii/ugekommen: die Zerstörung des wirtschaftlichen Lelvens des jüdischen Volkes in Polen, die durch den polnisch-russischen Krieg hervorge rufen wurde, und die Folgen, die sie für die jüdischen Massen in den hetreffenden Gegenden gehabt hat, die neue Reihe von Pogromen in Oslgalizieii usw. Wie noch niemals zuvor, ist jetzt eine vereinigte Anstrengung aller lebendigen jüdischen Kräfte notwendig, um das jüdische Volk wenigstcns vor dem physischen Untergange und-dem geistigen Niedergang zu retten. Die Exekutive ist sich dessen bewußt, welch grolle Verpflichtungen die Zeit und die Umstünde ihr auferlege 11, sic ist aber davon überzeugt, daß alle jüdischen Hilfsorganisationen dir helfen werden’ ihre wichtigen Aufgaben zum Wohl des jüdischen Volkes durdwifiiltren. Das- Exekutiv-Komitee bittet die jiklisehen Hilfsorganisationen, die bisher mit ihm nodi nicht in Verkehr getreten sind, ih;11 ihre Adressen mitteilen zu wollen. Man bittet die Korrespondenz an: Comitc Executif de In Conference Universelle Juive de Sccours, Paris, H) Place Edouard VII, ridden zu wollen. (gez.) M o » z k i n (Vors.) und Dr, S a 1 k i 11 d (General- Sekretär). Schweiz Ausnahmegesetz in Zürich Zürich, 3, Nov. Der Große Stadtrat nahm in seiner heutigen Sitzung den Antrag der Mehrheit der Jhirgerrechtsko״uniss:on an, demzufolge Ostjuden erst nach lSjühriger (sonst lOjhhn'ger) Karenzzeit Bürgerrecht erhalten dürfen. I!cbrif14i1e Lcicliflla *Set ttut!urd«xcm«t1 der B. Z, V. Dragoner»(!■. נג (Hof)• Geöffntl Ifigltch »011 10—1 und von 4—10 UKr. Fast alle tiebr&ladien Zeitungen und Monalihefle de» Well Heien au». — AutkanfHilclIe fttr hebrSUdie Angelegenhellen. — Hebf*l»d1e Lehrer• vermffilung. — Treffpunkt aller Freunde der bebttixhen Spradx. Blnirlll frei. Sonnabend, den 13. Norember abendi S Uhr Berliner pliirachl Gruppe Mllglleder»cr»ammlung Im Verwallunaigebjude der JfldUthen Gemeinde Ro.emlr. 2. Vortrag de» Redihanwalf» Dr. K LOb: Mlirachl und •eine Auffiabc Innerhalb der JOdliehen Gemeinde. GJile willkommen. Montag, den 15. November abenda 8 Uhr Vertreter-Versammlung der B.Z.V. Im bltiungiiaah Sadulitbe Slrake 8. Tage•Ordnung: 1. Wohl der Kommluloncn. X Be»thluhfa»»un« aber einen Antrag de» Vontande», betreffend Erhöhung der Normolbellr«ge der Jugendmllfilleder »owle der Beiträge der korporall» angeichlouenen Vereine. 3. Bericht de» Vontande» und der »hm Voolande »orge»<b!agenen Keren hajestod Eackullve aber die Keren haje»»od Arbelf. 4 Evrnfualla. Montag, den 15. November abend» 8y$ Uhr )üdlichcr Natlonalfondi, Berlin, JeydeUlr. 3 UI. (am Spllltlmaikl) Sitzung der Nallonalfond» - Kommt •tion für Graf - Berlin. — .. Tage »Ordnung! 1. Oie bUberige Arbeit de» N.-F In PalSstlna nach dem letzten Berich! de» Hauptbüro». Rifcrenl: Dr. Albert Do er. ג Au«»prache aber die Berliner א •F.־ Arbeit. Wir erwarten beillmtnl da» liriirelnen eine» Jeden Verlrauemmanne». Alle Ge1lnnung1geno>»er׳, die fdr prakllnhe Palästina- und N.-F. Arbeit Inlere»»e haben, »Ind eingeladen. _ Dlemtag. den 16. November abend» 8 Uhr Zloniilltcher Jugendvercln Berlin, Helllgegeltltlr. 52 A. Wclnlraub: »Wie bauen wir untere Zukunft." Gruppe Charlotienburg im Katino-Retlauranl, Wllmersdorfer Sir. 108 (Ecke Nlebuhrilrabe) _ Dr. Georg Woll»lein: Keren hajcaiod._ Adrcuen-Veränderungen I Alle Milglieder der D. Z. V. werden gebeten, von Jeder Veränderung Ihrer Adrc»1e dem Baro »oforl Mltiellung zu machen I fi C Mlltwodi, den 17. Novembe r abend» 7 yj Uhr Gruppe Nord In der Aula der Sophien■ (Mädchen■}Schule, Welnmclilertlr. 16/tr Güttcabend. Herr Direktor Kare »kl •ptichl Ober: ״Die Verwirklichung der ztonliihchcn Forderungen.** Gruppe Oil Union*־Säle, Qrelfiwalder Sir. 111213 (Slliungnaal pari), abend» 8 Uhr Dr. Paul Michaeli»: ״Der ewige Jade.‘* Donneritag, den 18. November abend» SH Uhr Gruppe Weit Zahnirilehau». Batow.lr. 10«, (Gullmann ■ Saal). Alfred Marku»: Die Oiijudenfrage in Deuhdbland. Hebrßbcher Chor der D. Z. V. Rr»lm1׳ant Clrünh»11!n, Berlin N, Oranienburger Sir. 36. " 1 Jeden Montag und l>on«er*lng ahrrnl» a Uhr: Vorproben. Anmeldungen an den Uebungiabenden bei dem Dirigenten. Herrn Kopl oder Im DOro der B. Z. V. Hebrfiltcher Kindergarten Weil. Charloltenbur!!. KOitrlner Slr. 7. Im Keslaurinl Berliner Kindl. Fanlmal wödierdild» von 10—1 Uhr vormtll»(!». Eröffnung de» hebrölichen Kindergarten» In Gruppe Weil am Montog, den 15. November In der Wodientag» Synagoge. Manrhener Slrabe 37. 9 Uhr vormittag». Kebriilitäcr SplclnadimllUfi Weit, Charlollenburg. KQMrinerSlr. 7, Im Rednuranl Berliner Kindl. Mittwoch von W4 Uhr. Hebrälrcher SplelnnchmütaH Süd, Montag und Dannenlag *׳on )^4 bl* 6<׳י Uhr Im Helm der Gruppe Sad. i’rlnienslr. 43. HcbrSiicher SpicluachmlübgiOdwetiliche Vororte, bei Frau Sdiotem, Frbdennu. Wlelond»1r. 4. Monlax u. Donnertlog nachm, von Jrj3 - b^7 Uhr. Hcbräiiclicr Spiclnachmlllag Nord, bei Frau Grflrsbeum. Invaliden- »trabe 14X Vorläufig Montag und Donncrdag von ‘6,(*—4«־׳ Uhr. Jüd. Turnverein Bar Kodtba E, V. BUroHelllgegel>t»lr.S3. Zentrum 1610 I, M6nnerohte1|ung: Dlentiag und Sonnabend, 8—10 Uhr. Gr. Hamburger Slr. 27. 3 Mtnncrabteijung: Donnerstag. 8—in Uhr, SybeUlr. 2-4. 3. Mgnnerableilung: Momog und Mlllwoch. 8-10 Uhr, Keibelalr. 32. I. J u g c n d a b! e 11 u n g: Montag und Donneritag, 8—10 Uhr, Weihenburger Slr. 4a. 1. SchOlerabiellung: Monlag und Donncrdag. 6—8 Uhr, Weihenburger Sir. 4a. 3. SchOlerabiellung: Dlendag, JZ7 —H9 Uhr und Donnerdag, 6-8 Uhr. Sybel»lr. 2-4. t. Fr auenabtellung: Oonnertlag, ^8—10 Uhr. Zlegelslr. 12. 3. Fraue nabtellung: Monlag. 8-10 Uhr, SybelUr. 2-4. 3. FreuenableUung: Mlllwoch.8—10Uhr,llflandur.(Mergarelen-Lyz.). 1. MSdchenableilung: Donnerstag, Uhr, Zlegelslr. IX 2. MSdchenoblellung: Mlllwoch. H6-H» Uhr. Ifäandslraie Fechter »ehafl: Donnerstag, 8—10 Uhr, Gr. Hamburger Slr. 27. tportibleliuag Im Verband BrondenburgHcher Alhlellk-Verelne und Im Brandenburg!sehen Hodreyverband. Alle Anfragen »ind direkt an dat BQro tu richten. . . . ״ Voranielgel Sonnlag, den 28. November jadlicher Frauenbund För Turnen und Sport im Brüder- Vereinthau», Kurfürtlentlrabe 115/116 Zehnjährige» s!lf!11nj;1fc»t. E , ®er v,"T*raÄ von Dr- *leSfaled Berafcld über tozialltUtdie Erziehung Fallt aut. üusbililungskurs für hebräische KindcrjjärUierinncn Vom Kultur d <• z e r!1 a t d c r Berliner Zion is t i x c h c n V c r c i 11 i g u 11 jf wird bcal)sicl1tif׳t, Foi j;c* iuigciulcr Bcteiligunjr einen Kursus cinzuriditcn, in• dem Damen, die das Hebräische vollkommen lnherrschen, zu licbräisclicn KiiHlergärtacrinnen ausgcbildet werden. Nach Absolvierung des Kursus besteht für die Damen die Aussicht, beruflich mit der Leitung von hebräischen Kindergärten und KiiKk-rspielnachmittagen in Berlin oder in der Provinz betraut zu werden. Damen, die an einem solchen Kursus teilnehmen würden, werden gebeten, sich sofort jacrsönlidi oder schriftlich zu melden beim K u l tu rd eze rn a t der Berliner Zionistischen Vereinigung. Berlin C. 10, Seydelstr, 3. Tel. Zentrum 3üI4,15׳. BüHostunden von Uhr. Ein Interview mit Weizmann Das Ostjordanland ־ Der Libanon Der Hauran — Aegypten -- Die Ein- Wanderung Warschau, S. November. Frofessor Weizmann, Präsident der Zionistischen Organisation, äußerte sich iu einem Oespräche, das ,,Najes fun Hajnt“ xvieilcrgibt, über verschiedene aktuelle Palästina-Fragen, unter anderetn auch im Zusammenhang mit einer Rede Sir Samuels vor den Notabein von El Salt über die Ostgren/e von Ercz-Israel und die Einflüsse des von Frankreich initiierten Libanon-Cinoßstaates auf die Gestaltung der Nordgrenze Palästinas, wie־ folgt: Aus Herbert Samuels Rede geht klar hervor, daß das Ostjordanland zeitweilig eine spezielle Verwaltung haben wird, obwohl es wirtschaftlich mit Ercz-Israel verbunden sein wird. Englands Erfahrungen in Mesopotamien legen ihm die Pflicht auf, vorsichtig zu sein. England will im Ostjor-danland die lokale Initiative wecken. Und gebe Qott, daß wir so viel Geld hätten, wie wir Boden im Ostjordanland kaufen könnten. Für uns ist iu dieser Frage alles von unserer Expansion in der Ostjordangegend abhängig. Sicher ist, daß in kurzer Zeit eine englische Verwaltung in diesem Gebiet vorhanden sein wird, und wir werden vor Angriffen vom Osten her keine Angst haben müssen. Formell ist noch nicht entschieden, ob das ״jüdisch-nationale Heim“ sich iin Osten bis an den Jordan oder darüber hinaus• erstrecken wird. Jedenfalls wird das Ostjordanland keine Verbindung mit Syrien haben. Was den Liba non-G ro ß s ta a t betrifft, sind die Siidgrcnzen dieses neuen Staates nach nicht feststehend, doch hat es den Anschein, daß wir die Grenze, die wir brauchen, haben werden. Die Frage des Hauran bleibt noch offen, da es diesbezüglich Meinungsverschiedenheiten zwisehen Syrien und Libanon gibt. In der geplanten Unabhängigkeit Aegyptens sehe ich für uns Vor- und Nachteile. Einerseits sehen wir, daß unter e»1gliscl1er Herrschaft ein Volk frei werden kann, andererseits gründet sich an der Schwelle von Erez-Israel ein großer arabischer Staat. Zum Glück ist Aegypten gänzlich uninteressiert am Schicksal Palästinas. Aber um den Suezkanal zu schützen, wird die englische Regierung ihr Augenmerk Paüistina stark zu wenden. Indessen stehen vor uns brennende praktische Fragen: Jetzt kommen schon ungefähr 1000 Chaluzim monatlich nach Palästina. Damit sie im Lande bleiben können und nicht etwa wieder auswandem müssen, muß ihnen Arbeit entweder durch Häuserbau oder auf Jiciterworbenem Boden oder durch öffentliche Arbeiten gegeben werden. Um diese möglich zu machen, müssen wir gewisse Kapitalien erhalten. Ich beabsichtige deshalb, eine Konferenz englischer Juden zusammenzuberufen, welche diese Fragen studieren soll. An-ski gestorben Warschau, V. Nov. Der bekannte jüdische Publizist und Schriftsteller An-ski (Ralnnowitsch) ist gestern hier gestorben. Deutschland Beratungen über den Minoritätenschütz Der ״Ausschuß für Minderheitsred.te“, in dessen Vorstand auch ein Vertreter der ,,Deutschen Liga für Völkerbund“ seinen Sitz bat, hielt im Ok:׳>ber eine Tagung von Vertretern der deutschen Minoritäten im Ausland ab. Es wurde gegen ganz wenige Stimmen eine Resolution angenommen, aus der die nachstch.cnden Absätze auch für uns von einigem Interesse sind: ״Die Tagung für Minderheitenrecht fordert die Durchführung eines Schutzes nationaler Minderheiten auf G ru n d 1,1 gc vö I k c r re c h 11 i ch verbürgter, vollkommener Gegenseitigkeit um! unter Garantie eines wahren Völkert>undes, der auf Gleichberechtigung aller Völker beruht.“ ״Die staatliche Gesetzgebung hat den M ißbrauch wirtschaftlicher Mittel , ״ Zwecken des na tionalen Zwanges und der nationalen Unduldsamkeit zu bestrafen und den wegen ihrer Nationalität Beschädigten Schadenersatz zu!rewährlcisten.“ ** Einhaltung der vorstehenden Bestimmungen einem tu allen Garantien der Unprteilichkeit versehenen G . rieh t sh o f des Völkerbundes, und solara ern solcher nidit wirksam in Tätigkeit getreten l emem permanenten Schied shof nach Art d, laut Vertrag vom 13. Oktober 1907 im Haag errichteten

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