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Jüdische Rundschau · 1920-11-09 · Heft 79 (9.11.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 79 (9.11.1920)
Date
1920-11-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 600 J U EDI SC H E RUNDSCHAU Nr. 79 die Behauptung entgegen, daß, wie dem Einzclmcnschcn so auch dem Koücktivimlividmim, der Nation, für die Entwicklung fruchtbaren geistigen Lebens ein gesunder Körper nötig ist. Ich bin ganz derselben Ansicht. Ein Minimum an Klarheit hätte Holdhciin erkennen lassen, daß ich in naticmalökonomisclier Terminologie ausgedrückt habe, was er in medizinischer Terminologie behauptet. Selbstverständlich hätte der Geist nicht sein Exisien/imuitmiin, wenn ihm so wenig an gesunder körperlicher Grundlage geboten würde, daß er selbst nicht gesund bleiben kann. Darin sind wir vollkommen einig. Das Wesentliche ist aber, daß der Körper nicht mehr verlangen darf; und diese sittliche Forderung wird durch den Begriff ״Existeiizinininmm“ gefaßt, Von diesem Wesentlichen aber spricht Holdhcim gar nicht. _ Er wendet sich nur energisch gegen etwas, was niemand behauptet hat. Ich predige nirgends Askese, noch leugne ich, daß wir eine recht beträchtliche wirtschaftliche Ik'wcgungsfreiheit brauchen werden, um zu einer gesunden körperlichen Entwicklung zu gelangen. Was das Existenzmininumi im konkreten Falle eben bedeutet, kann nur in diesem konkreten Falle entschieden werden. Daran glaubt aber Hohlheim nicht. ״Was ist damit gesagt, daß man der Nation das Existcnzminünum zu׳- billigt? Es würde sieh doch nun fragen, wie niedrig oder wie hoch inan dieses Minimum bemißt.“ Diese Frage hätte Holdhcim nicht stellen müssen, wenn er mich nicht auch in meiner Ansicht von der individualethischen Lösung mißverstanden hätte. Er hätte es dann gleichzeitig auch erspart, gegen die mir zugeschricbcnc Anschauung zu polemisieren, daß politische Entscheidungen ״ausschließlich vom Standpunkt der Individualethik zu treffen seien“. Das habe ich ebensowenig behauptet, als ich je die Notwendigkeit der Sozialetliik — im meritorischen, objektiven Sinne bei Ent- Scheidungen übcrindividueller Fragen geleugnet habe. Dagegen bin ieli wohl der Ansicht, daß die konkrete Entscheidung auch über Fragen der Politik der Gemeinschaft, der Nation usw. nur nach der Methode der individualethischcn Entscheidung getroffen werden kann, d. h. also — u. a. — unter persönlicher Verantwortung des Einzelnen, unter Kontrolle des Gewissens, wie es nur im einzelnen lebt, und mit dem sittlichen Eifer und der sittlichen Anschauung, deren nur das Einzelin.lividinun in lebendiger, wagemutiger Entscheidung fähig ist. Nur so läßt sich eine konkrete Frage beanl- Worten, wie z. B. die, welche Holdhcim aufwirft, ob wir den Litanifluß beanspruchen dürfen, oder nicht. Es müssen alle Einzelpersonen, welche für die ■Nation zu bestimmen haben, mit der ganzen Kraft ihrer sittlichen Energie das Gute zu treffen suchen. Einen anderen Weg gibt cs nicht; wedgr allgemein für den Spezialfall brauchbare Nonnen, noch im Konversationslexikon der Moral. Aber ebensowenig gestattet es die Ethik, sich einfach auf natürliche Erscheinungendes Kollektivorganismus zu berufen. Nur dann kann auch die politische Entscheidung eine sittliche sein, wenn der Einzelne cs streng vermeidet, seine Verantwortung auf ein Kollcktivum abzuwälzen, oder sie auch nur durch den Gcdanken an ein Kollcktivum zu erleichtern, und wenn ein jeder auch bei Entscheidungen sn/ialctliischcr Natur seine persönliche Verantwortlichkeit >0 fühlt, wie wenn er der einzige wäre, der zu entscheiden hätte, Prag. T>r. Felix Weltsch. Kleine Mitteilungen Hilfsarbeit des Joint in Sowjetrußland. Den Be- ־nuihungen des ״Joint Distribution Committee״ ist cs endlich gelungen, die Möglichkeit der Aufnahme seiner fiilfstätigkeit in Sowjcirußlamf zu erwirken. Das ״J. f). C “ erhielt vom Staatsdepartement in Washington di« Erlaubnis, auf Grund der seinerzeitigen Abmachung von Fisher und Pine mit der Sowjetregierung, in Vcrkehr mit Rußland zu treten, wobei auch erklärt wird, daß alles, was nicht für Kriegszwecke gebraucht werden kann, ausfuhrfrei ist. Das Staatsdepartement gestattet, daß amerikanische Bürger, d. h. die Vertreter des loint, sich nach Sow jetrußhind begeben, allerdings ohne Pässe und auf eigene Gefahr. Auf Grund dieser Erlaubnis hat das J. D. C. an seinen Vertreter für Rußland, Frank Roscnblntt, gekabelt sich nach Rußland und der Ukraine zu begeben und dort die Leitung der Hilfstätigkeit für die Kriegs- und Pogromopfer zu übernehmen, Chiefrabbi Dr. Hertz. Am 6. Oktober fand in London unter Vorsitz von Lioncl Rothschild das Abschiedsbankctt für den Chiefrabbi Dr. Hertz statt, der sich auf eine Reise, die länger als ein Jahr dauern soll, nach den verschiedenen englischen Kolonien begibt, um einen engeren Kontakt zwischen der dortigen und der englischen Jmlcnheit hcrzustelkn. Reden wurden u. a. gehalten vom Kolonialminhter Lord Miilncr, Lord Kcading, Dr. Gaster und Prof. Weizmann. General Wrangel bat die zionistische Organisation in der Krim anerkannt und Befehl gegeben, den Auswanderern nach Palästina alle Erleichterungen zu gewähren. Czcrnoxvitz, 31. ‘Oktober. (Jewish Corr. Bur.) Die Wiederaufbaugesellschaft für die jüdische Bcvölkerung der Bukowina hat ihre Tätigkeit begonnen. Große, überseeische Kapitalien sind der Gesellschaft zinsenfrei überlassen worden. Kischinew, 20. Oktober. (Jewish Corr. Bur.) In ganz Beßarabicu hat «ine große Bewegung für die Reaktivierung der jüdischen Gemeinden und die Anerkennung von deren Autonomie durch die Regierung eingesetzt, Die jüdischen politischen Organisationen sind mit der Ausarbeitung eines Statuts sowohl für die Einzel- und Kreisgemeinden als auch für den Landesgemeindenverband beschäftigt. A, W. •ln der Zeit von Januar bis Oktober 1920 dtSrtCA l^Uswandcw*<:ntrale Danzig 35 000 jü* Zionistische Bewegung Konferenz der skandinavischen Zionisten In Stockholm fand die dritte Konferenz der skandi-!mischen Zionisten statt. Anwesend waren außer den Mitgliedern der Leitung des skandinavischen Zionistenverbandes Vertreter von Stockholm, Kopenhagen, Kristiania und Drontheim. Begrüllungstclegrammc waren aus verschiedenen Städten Skandinaviens sowie von der Leitung des Keren hajessod aus London cingegangcn. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung war die Aussprache über «ine gemeinsame Aktion der skandinavischen Zionisten für Keren hajessod. Nach Er- Öffnung der Konferenz erstattete der bisherige Vorsitzende des Verbandes, Herr Isaak F c uc r r i n g, Stock• liolm, einen eingehenden vertraulichen Bericht über die Londoner Konferenz sowie über die augenblickliche Lage der Organisation und Palästinas. Seine Ausführungen gipfelten in der Forderung eines sofort seitens der Lei• tung zu unternehmenden offiziellen Schrittes zur Gcwinnuiig aller in Frage kommenden jüdischen Instanzen für das Palästinawerk, Was bisher darin unternommen wurde, genüge nicht. Die letzten Wochen hatten gc• zeigt, daß die Paliistiuaaufgab« die Kräfte der Organ!• sation angesichts der augenblicklichen wirtschaftlichen Lage des Ostjudentums übersteige. An das Referat schloß sich eine sehr eingehende Aussprache. Nachmittags leitete Oberrabbiiier Dr. Ehrenpreis die Diskussion über die Arbeit für Keren hajessod in Skandinavien mit einer ausführlichen Ansprache ein, in der er die Grundziige der zu leistenden Samtnclarbeit skizzierte. Wir dürfen niciit warten, sagte der Redner, bis die Juden zu uns kommen, sondern der Zionismus bat die Pflicht, wegen Palästinas zu den anderen Organisationen zu gehen, an das gesamte Judentum heranzutreten. Das Manifest der Londoner Leitung würde daher seinen Zweck vollständig verfehlen. Ein weiteres Referat erstattete Herr Grüngard. Im Anschluß an die Referate und Aussprachen wurden folgende Resolutionen angenommen: 1״, Mit Rücksicht auf die allgemeine Lage des Zionismus sowie die bedeutende praktische Arbeit, die sciion in allernächster Zukunft in Palästina zu leisten ist und überzeugt davon, daß der Aufbau Palästinas nur durch die Mitwirkung des gesamten Judentums verwirklicht werden kann, fordert die dritte Konferenz der skandinavischen Zionisten, dal! die Exekutive der Zionistischen Organisation unverzüglich einen offiziehen Schritt zur Erlangung eines gesamtjüdischen Zusammenschlusses für die Errichtung der jüdischen Heimstätte in Palästina unternehme. Die Konferenz betont hierbei gleichzeitig die Wichtigkeit der Erhaltung der Zionistischen Organisation. 2. Die dritte Konferenz der skandinavischen Zionisten beschließt die Gründung eines besonderen Komitees für die Arbeit für den Keren hajessod unter Hinzu* Ziehung von Vertretern des gesamten skandinavischen Judentums. Die Konferenz betont die Wichtigkeit der baldigen Veröffentlichung des Wortlautes des Mandats und die Verbreitung von weitgehenden Informationen über Zweck und Organisation des Keren hajessod als Voraussetzung für das Gelingen der Sammlung.“ Aut Abend erstattete Herr Isaak Feuer ring den Bericht über die Arbeit des skandinavischen Zionistenverbandes und legte ein Programm für die weitere Arbeit vor. Trotz der bestehenden vielen Schwierigkeiten wurde die Aufrcchtorhaltung des Verbandes nach lebhafter Ausspräche beschlossen. Die finnischen Gruppen sollen aufgefordert werden, sich dem Verbände anzuschließen. In die Leitung des geschäftsführenden Ausschusses mit dem Sitz, in Stockholm wurden die Herren Feuerring, Lapidus und Tarches gewählt. Es wurde beschlossen, mit den Sammlungen unter den Zionisten für Keren hajessod sofort zu beginnen. Die bisherigen Zeichnungen bctragen etwa 3U00 .£. Mit einem herzlichen Dank an Herrn Feuerring für die bisher von!11111 geleistete Arbeit wurde die Konferenz unter dem Klange der ״Hatikwah“ geschlossen. Die erste Tagung der italienischen Zionisten mb. R o m, den 26. Oktober. Die italienische zionistische Föderation wurde bis jetzt von einem Ausschuß geleitet, der siel» 1()10 in Bologna gebildet hat. Da seitdem um diesen Ausschuß herum etliche Kräfte sich gesammelt haben, wurde die Notwendigkeit einer wirklichen Organisation immer stärker empfunden. Es wurde deshalb auf den 17. Oktober nach Triest der erste zionistische Delegiertentng einberufen, auf dem über 2000 Schekelzahler vertreten waren. Es bildeten sich schnell zwei Parteien entsprechend den beiden Strömungen, die im italienischen Zionismus vorhanden sind. Das waren einerseits diejenigen, die dein Zionismus mehr einen gcschäft'.icli-philanthropischcn Charakter geben wollen; an sie schließen sich solche an, die in die Organisation nur mangels eines anderen jüdischen Zentrums in Italien eingetreten sind; und endlich stalcbc, die übrigens den Zionismus nur dazu brauchen, um eventuell der üalienisehen Regierung Dienste zu erweisen. Das Programm dieser Partei ist, der Organisation möglichst lokal-itaüeni׳■ sehen Charakter zn verleihen, den Zionismus seines ßeistigen Gehalts zu berauben und ihn der Denkweise des halbassimilierten׳italienischen Durchschniüsjudcn anzupassen, und somit die Föderation zu einer weiten allgeine'n-iüdi׳• sehen Partei unizuforincn. Die andere Partei hingegen, die sich der erneuernden Bedeutungdes Zionismus hewuGt ist, ist nicht geneigt, auf sein Wesen zu verzichten nur um der Quantität willen, und zieht cs vor, lieber die Organisation etwas kleiner, aber iinnerlich stärker zu gestallen und den Anschluß an der Weltbewegung zu finden. Diese Gegensätze sind nun auf dem Dclcgicrtentage mit aller Scharfe hcrvorgctrctcn, und es waren zeitweise so starke Zusammenstöße zu verzeichnen, daß Zweifel entstanden an der Möglichkeit, die Einheit der Organisation zu bewahren. Endlich ist man aber doch zu einem Kompromiß gelangt, indem der neue Ausschuß aus je fünf Mitgliedern der beiden Gruppen gebildet wurde, außer dein Vorsitzenden Rechtsanwalt Felicc Ravenna, der den radikalen Zionisten angehört, Der frühere Sekretär, Rabbiner Dante Lattcs, wurde in seinem Amte bestätigt. Der Bericht, den Lattes über die zweijährige Sekretariatstätigkeit erstattet hat, bewies, daß eine große Arbeit unter teilweise recht ungünstigen Verhältnissen geleistet wurde, was speziell Propaganda, Aufklärung, Organisierung der zionistischen Kräfte und Hüfstätigkcit zugunsten der Kriegsgefangenen, Flüchtlinge und Palästina-Emigranten anbetrifft. In Italien, wo noch vor zwei Jahren selbst das Wort ״Zionismus“ fremd klacg, und kein Sclickel bezahlt wurde, gibt es jetzt in jeder größeren Stadt Gruppen von Gesinnungsgenossen und Nationaifondskommissionen (die in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres etwa 100 000 Lire gesammelt haben). Ausgedehnte Aufklärungsarbeit wurde durch Bücher, Broschüren, durch die Wochenschrift ״Israel" und zum guten Teil auch durch die allgemeine ita’icnisclu■ Presse geführt. Ein gutes Stück Arbeit wurde mich vom Palästinaamt in Triest geleistet (von dem Giuseppe Fa ne berichtete), das 1920 über 3000 Clultiziin nach Palästina befördert hat, wozu die Triestiner Juden etwa 65 000 Lire beigesteuert haben. Der Dclegiertcntag wurde ohne besondere Bcgeisterung geschlossen, da allgemein bezweifelt wird, ob die gemeinsame Arbeit so heterogener Elemente wirklich möglich wird. Die nächste Zukunft wird es zeigen, ob es, auch vom rein praktisch-finanziellen Standpunkte aus, nicht besser gewesen wäre, den ״Mitläufern“ der» Eingang in die Organisation etwas schwerer zu machen. Organisierung der bulgarischen Judenschaft (Von unserem bulgarischen Korrespondenten.) in. b.. Oktober 1920. Auf dem im Anschluß an die Tagung der bulgarischen Zionisten stattfindenden Jüdischen Kongroß, der aus völlig demokratischen Wahlen hervorgegangen war, und wo eine absolute zionistische Mehrheit ohne nennenswerte Gegnerschaft vorhanden war, wurde das von der zionistischen Konferenz vorgeschlagene Programm angenommen und den Statuten der Gesamtorganisation cinverleibt Das Programm lautet folgendermaßen: 1. Das bulgarische Judentum organisiert sieh auf Grundlage des nationalen Prinzips und nicht nur auf religiöser Basis. 2. Die oberste Instanz der national-kulturellen Oranisation des bulgarischen Judentums ist der üdiscltc Kongreß, welcher aus Delegierten bcsteht, die direkt von der Bevölkerung für die Dauer von drei Jahren gewählt werden, und weicher permanent tagt. 3. Das Konsistorium wird vom Kongreß für die Dauer einer Kongreßperiode gewählt. Er ist das repräsentative und exekutive Organ der nationalkulturellen Organisation des bulgarischen Judentums. Dem Konsistorium untersteht die Verwaltung (Administration und Finanzen). Ihm ist auch eine Sehulzentrale angegliedert, die die Aufgäbe hat, das Schulwerk einheitlich zu gestalten. 4. Beim Konsistorium wird eine oberste religiöse Instanz eingerichtet, an deren Spitze ein Rabbiner steht, der vom Konsistorium gewählt und vom Kongreß sanktioniert wird. Diese Instanz, steht unter der Aufsicht des Konsistoriums. Sie sorgt für alle religiösen Bedürfnisse der Bevölkerung und für die Einrichtung einer jüdischen Gerichtsbarkeit. Der Oberrabbiner ist dem Konsistorium verantwortiieh. Das Rabbinat ist von der Administration des Konsistoriums getrennt. Seinen Verkehr mit den Behörden vermittelt das Konsistorium. 5. Für die jüdischen Gemeinden werden folgende Institutionen vorgeschlagen: Ein Kultuskomitcc, welches die synagogalen Angelegenheiten leitet und ein Schulrat, dem die Schuiangelcgenheiten unterstehen. Alle anderen Fragen, die der Ko:npetenz des Kultuskomitces und des Schulrates nicht unterstehen, werden vom Gemeinderat bcschlossen und durchgefiihrt; dieser besteht aus Kultuskomitee und Schulrat Ke Zahl der Mitglieder des Kultuskomitces und Scliulkoniitces ist gleich. Die Wahl für beide* Institutionen findet gleichzeitig statt 6. Die Wahlen zum Kongreß, zum Kultuskomitcc und zum Schulrat werden nach den» Verhältnis- Wahlrecht vollzogen, 7. Di« Zionistische Organisation hält die Einriehtung einer religiösen Gerichtsbarkeit für unentbchrlich. Die Richter müssen würdig und fähig sein, ein objektives Urteil zu fällen. 8. Alle Juden sind Bürger der Gemeinde, in der sie zuständig sind, ln jeder Stadt gibt es mir eine Gemeinde, mit Ausnahme der Städte, in welchen bereits askenausche Gemeinden bestehen, Ke Schule gehört beiden Gemeinden. 9. Das bulgarische Judentum soll - sich bestreben, das Budget für das Bestehen der jüdischen Schulen zu sichern und die Subventionierung der jüdischen WohSfahrtsinstitute durch den Staat und die Stadtgemeinden zu erreichen. Ke zionistische Konferenz ist der Meinung, daß dies die wichtigste Aufgabe der jüdischen Institutionen!und Organisationen ist, 10. Die jüdische Gemeinde soll darnach streben, eine direkte Gemeindesteuer (Haradia) festzusetzen, indem die Bürger ihrem Einkommen entsprechend progressiv besteuert werden, Auch die י indirekten Steuern müssen, solange sie bestehen, in der gleichen Weise eingeaogen werden. ״k 11a!;;ich »1 ־•«rhin ‘!ionm״ »!in \ Jt

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