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Jüdische Rundschau · 1920-11-09 · Heft 79 (9.11.1920) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 79 (9.11.1920)
Date
1920-11-09
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 79 JUED1SCHE RUNDSCHAU!Seite 509 I Polen Ein bedeutsames Handelsprojekt der jüdische» Abgeordneten in Pole״ Ein Privattclcgramm der ״Wiener Morgenzeitung“ mdt‘;. Deputierten Farbstein und Genossen haben tle1״ polnisciien Sejm einen Antrag unterbreitet, welcher von ׳Toller Bedeutung für die Entwicklmig des polniselien Handels werden kann. Von der Tatsache ausreisend daß Polen nach seiner Lage und seiner bisfierigcn wirtschaftlichen Entwicklung vorwiegend den Traiisitliandcl zwischen dem Westen und dem Osten Europas zu pflegen habe, schlagen die Antragsteller vor: 1. In Warschau und anderen geeigneten Orten Polens sogenannte Freiplatze für den Transithandel (nach Art des ״Freihafens“ in Hamburg) zu errichte»; diese sollen so angelegt werden, dal! sie außer großen Magazinen und Lagerplätzen auch kleinere Fabriken und Werkstritten aufnehmen können, welche für den Export arbeiten. Diese Transitfreiplätze wären mit dein Eisenbalinneiz in direkte Verbindung zu setzen, in Warschau am Wcichseluier anzulcgen. Sie hätten Plätze für den Freihandel zu bilden, zu denen die Einfuhr von jeder Art von Materialien und Waren aus dem Auslände frei von jedem Grenzzoll sein müßte. Diese Transitfreiplatze müßten Zollkabincn erhalten und mit ausreichenden Schutzmaßnahmen gegen Mißbrauch und Schmuggel versehen sein. Alle Waren, welche von dort ins Inland gebracht werden, unterliegen dem normalen Zoll, die Exportware ist zollfrei. 2. Die liediiigungcn festzustcl.en, unter denen die Fabriken, welche ganz oder teilweise für den Export arbeiten, von der Zahlung der Zölle für Rohstoffe und Materialien, die für den Export zu verarbeiten sind, befreit werden. 3. Von allen Staaten, mit denen Polen Handelsverträge schließt, nach Möglichkeit Meistbegünstigungen zu erhalten. 4. Die Handels- Verhältnisse aller europäischen Länder, vor allem des Balkans, genau zu studieren. 5. Die Frage der billigsten und schnellsten Verbindung mit dem Osten genau zu studieren, besonders die der Wasservcrbiiulung Danzig— Odessa, Danzig Wladiwostok, Danzig—lialkaii-1 Iä;c11. Zur Unterstützung um! Ausarbeitung dieser Vorschlage wird die Einsetzung einer sicbengliedrigcn Sejmkommission vorgcschlagcn, welche im Einvernehmen mit den Ministerien für Handel, öffentliche Arbeiten und Finanzen detaillierte Vorschläge zur Verwirklichung des Projekts zu machen hätte. Diese Kommission hätte an der Delegation, welche den Friedensvertrag mit Rußland bearbeitet, mit beratender Stimme in allen Wirtschaftsfragen teilz.unehmcn, A. W. Für die polnische Armee soll demnächst ein Oberieliliabbiner bestimmt werden. Pur diese Steile soll Herr Dr, M, Mieses aus Galizien auserselien worden sein A, W. Der jüdische Sejmklub hat dein Kriegsin inist er 1(1(1 Protokolle vorgelegt, die sieb auf den Raub jüdischen Eigentums durch polnische Soldaten beziehen. A. W. Dem jüdischen Sejmklub wurde folgende» Nachricht überhrncht: Die Juden, welche die Station Zahurg in Poimiierellen passieren, werden von den polnischen Eisenbahnbeamten schikaniert und gemartert. Mehrere von ihnen hat man nackt in Fässer mit kaltem Wasser gesetzt und darin eine Stunde lang gehalten, sodann wurden sie arg mißhandelt und mußten dafür noch je 20 M. bezahlen. Zwei von diesen Herren sind infolgedessen schwer erkrankt. Pogrom in Minsk A. W. Nach in Warschau eintroffenen Meldungen veranstalteten i;1 Minsk bolschewistische Truppen einen Pogrom und plünderten hierbei eine große Anzahl .jüdixcher Läden und Privatwohuuiijjcn vollkommen aus. leiten kann. Das uralte Problem ist also dahin vere:11 facht, daß es nur;joch eia Raumproblem gibt, da die Zeit nur die vierte Dimension des Raumes ist. Merkwürdig ähnlich ist Oppenheimers Entdeckung, daß der Mehrwert sich in der Hauptsache mit der Grundrente deckt, von der der Kapitalprofit nur eine Folge ist. Der Hydra des Kapitalprofits allein die Köpfe abz.itschlagen, kann nie zum Ziele führen, weil sic immer wieder nachwachseti. Ist aber die Wurzel, die Grundreute, ausgebrannt, dann schwindet der Profit von selbst. Nicht als ob nun alle Einkommen gleich sein werden, das der Tüchtigen und der minder Tüchtigen. Aber die Uiiniögiicliniachnng der Grundrente wird genügen, um den allgemeinen Standard so zu heben, daß er einem Hocl^cbirgstafeiland vergleichbar ist. Auf diesem Tafel-!and erheben sich als höhere Bergkuppcn die Einkommen der besonders Tüchtigen, Fleißigen- und Wa״emutigen. Die Arbeiter, besonders die deutschen, sind nun aber von ihren Führern in einseitigster Weise dazu angelcitet worden, wie hypnotisiert immer nur auf den Profit als auf den Havptfcind zu starren, und darum sägen sie nun nach der Revolution mit der Industrie den Ast ab, auf dein sic sitzen, und wollen Gleiches auch in Palästinadurchführen. Ein besonders lehrreiches Erlebnis hat Damaschke in seiner letzten Zirkus Busch-Versammlung erzählt. Der bekannte, bereits verstorbene Sozialpolitikcr Benedl kt Fricdländcr, der einer deutschen großindustriellen Familie angcfiörtc, war zuerst Bodenreformer, ging dann zur Sozialdemokratie über und landete schließlich beim Kommunismus. Gelegentlich einer Amcrlkarcisc fand er a*!s Mitglied seines Hauses ohne Schwierigkeit Zutritt in die sonst recht exklusiven Kreise der dortigen Großindustriellen, die seinen persönlichen Standpunkt nicht kannten. Als nun einmal im intimsten Kreise über einen gerade abgebrochenen Arbeiterstreik gesprochen wurde, sagte ein Groß- Ungarn Die ״N. Z. Z.“, deren Budapester Korrespondent vor einiger Zeit den Antisemitismus in Ungarn ״begreiflich“ zu machen versucht, bringt folgende Meldung:• Sarospatak, im Oktober. Ein aus 73 Mann bestehender Truppenteil der berüchtigten Sondcrabtcilung Hejjas ist am vergangenen Freitag in unsere Stadt eingezogen. Die Soldaten stellten ein Verzeichnis aller in der Stadt ansässigen Juden auf, und in der folgenden Nacht wurden die Wohnungen und Läden sämtlicher Juden erbrochen und ausgeplündert. Seither ist die Stadt allabendlich in der größten Aufregung, da die Soldaten ihre Raubzüge Nacht für Nacht wiederholen und die Bürger (zum größten Teil Juden), deren Wohnungen sie plündern, entsetzlichen Folterungen unterwerfen Tschechoslowakien Legionäre gegen Preßfictze Prag, 2. November. (Tcl.-Komp.) Die jüdischen Legionäre der tschechoslowakischen Armee haben dem Präsidenten der Republik una dem Ministerpräsidenten ein Memorandum überreicht, in welchem die gegen die Judenschaft gerichtete Schreibweise eines Teiles der tschechischen Presse verurteilt wird. Völkerbund Vereinheitlichung der Paßvorschriften. Brüssel, 27. Oktober. (Ag. Havas.) Die von der Transitkommission des Völkerbundes gefaßten Beschlüsse wurden am Dienstag vom Völkerbundsrat geprüft. Sie sehen einen einheitlichen Paß vor, dessen Text und Kosten in allen Ländern gleich sein sollen. Der Text wäre französisch mit der Uebersctzimg in der Sprache des Ausgabetuudes. Ferner wird die Verein- IsciÜichung der Zollformalitäten vorgesehen. Man glaubt, daß das neue System in drei Monaten in Kraft treten könnte. Die Beschlüsse der Transitkommission sollen allen Regierungen zur Kenntnis gebracht werden. Ai» eine Unterdrückung der Pässe konnte noch nicht gedacht werden. Die Ausstellung von Pässen soll keine staatliche Einnahmequelle Bedeuten. Der Paß soll zwei Jahre gültig sein. Das von einigen Ländern geforderte vorherige Visum soll unentgeltlich erfolgen. ,Die Konimission beantragt ferner Aufhebung des Ausreisevisums. Die Kosten des Einreisevisums sollen 10 Frcs. nicht übersteigen. Transitreisegcpäck soll keiner Zollbeliand- 11mg unterliegen. Hinsichtlich der direkten Billette wird eine Verständigung zwischen den Eisenbahn Verwaltungen direkt empfohlen. Alle diese Beschlüsse erfolgten unter E i n s f i 111 ni i g k e i t. Soziales 111 London fand vorige Woche eine vom Verband der ukrainischen Juden in England cinberufcnc Hilfskonfcreiiz statt, an der gegen 40 Vereine, Organisationen und Synagogcn-Vcrtrctungcn Englands siel» beteiligten. Auf den mehrtägigen Sitzungen wurden erschütternde Berichte über die Lage der Juden in der Ukraine erstattet. Die Konferenz, faßte eine Reibe wichtiger Ent- Schlüsse, vor allem hinsichtlich der Vereinheitlichung; der llilfsarbcit itiidier Ukraine, wobei der Verband auch der leidenden Juden in anderen Ländern sich annelmien soll, soweit ihm dies seine Hilfsmittel gestatten. Ein Komitee, in dem die tätigsten und einflußreichsten Juden Englands, \Vestlcr und Oestier vertreten sind, soll die weiiere Arbeit leiten. industrieller lachend: Mögen doch die Arbeiter ruhig eine Lohnerhöhung durchsetzen, so lange sie nicht das Wesen der Grundrente begriffen haben, werden wir ihnen das Erreichte ohne Mühe immer wieder abnehmen. Der Eindruck dieses Erlebnisses auf Fricdländcr war so stark, daß er sofort wieder zur Bodenreform zuriickkchrtc. D!csc Anschauung, daß nur der nicht beliebig vermehrbare Boden mit seinen Schätzen (Kohle, Mineralien, Wasserkräfte usw.), nicht aber a-llc, auch die von Menschen produzierten und stets von neuem produzierbaren Produktionsmittel, dem schrankenlosen Privatbesitz entzogen werden müsse, nennt sich mit Recht ״Sozialliberalismus“ (den übrigens auch die sözialdemokratischen Aktivisten vertreten). Was bisher unter dem Namen Liberalismus auftrat, ist nur scheinbar eine Arena mit gleichen Bedingungen für alle Kämpfer, ln Wirklichkeit ist den! größten Teil des Volkes durch den Mangel an Boden ein Bleigewicht an die Füße gcbuttden, und es muß ihm wie Hohn klingen, wenn der ״Liberalismus“ zum ״freien“ Wettbewerb mit den Grundlicrrcu auffordert. Der wahre Sozinllibcralisinus aber 41ictct die Vorbedingungen eines wirklich freien Wettbewerbs unter gleichen Bedingungen, ohne doch, wie der sozialdemokratische Beamtensiaat, Fleiß, Unternehmungslust und Wagemut zu hemmen, die allein Kulturfortschritt ermöglichen. Er warte» nicht, wie La ndauer, bis die menschlichen Urinstinkte ausgetilgt und alle Menschen Engel sind, sondern stellt'den gcsundeu Egoismus des Einzelnen in den Dienst der Gesamtheit. Nur so kann es aufwärts gehen. Es gibt keinen primären kategorischen Imperativ. Sowie Einstein die Relativität des gestirnten Himmels über uns gezeigt hat, haben Spinoza und Freud uns gelehrt, daß das moralische Gesetz in uns keine primäre Kategor* ist, sondern nur allmählich zur Entwicklung gebracht werden kann. ״Nichts Tierisches ist mir fremd“, sagt Freud. Primär und allen Trieben sowohl wie Nationalismus und Judentum Eine Antikritik. In Nr. 53 der ״Jüdischen Rundschau“ Lat Gerhard Holdheim meine Broschüre ״Nationalismus und Jddcntum“ besprochen. Ich muß gestehen, dal! die erstaunliehe 1» Mißverständnisse, auf Grund deren Hokliicini mein Büchlein beurteilt, mich nicht allzusehr verlocken, auf diese Kritik naehträgUch noch einzugehen und ich würde dies auch sicherlich nicht tun, wenn cs sich nur um meine Schrift handeln würde, und. wenn s;dv Holdheim nicht mit großer Heftigkeit gegen Anschauungen wenden würde, die sicherlich nicht nur ich für die Grundbedingung des jüdischen Nationalismus sowie aller jüdisehen Politik überhaupt halte. Meine Auffassung des Begriffs Nation ist Holdhcini allzusehr aufs Geistige gerichtet. Außerdem, so schreibt er, weiß ich keine treffendere IX'finition der Nation zu geben, als sie sei ein ״sittlicher Begriff“. (Da ich auf S. 15 eine vollständige exakte Definition des Begriffcs Nation entwickle und aufstcllc, kann ich, da ich ein so oberflächliches Lesen nicht voraussetzen kam«, nur annetiimn, daß Holdhcini dagegen Stellung nimmt, daß ich ״Nation“ überhaupt als einen Begriff der Ethik zu konzipieren suche.) Das sind also die Ansichten, gegen die siel» Holdheim hauptsächlich wendet, und er kritisiert diese meine Auffassung 11. a. folgendermaßen: ״Allzusehr schaut aus ihr der »!!»lebendige, blutleere, durch Ghetto'.eben uns imprägnierte Geist heraus“; er nennt es ein ״verteufeltes Beginnen“, eine ״Eisenbartkur“. Er sieht darin eine Askese und strapaziert sogar die in diesen Dingen schon etwas abstrapazierte Psychoanalyse, um dann etwas von unbewußtem Schuldgefühl und Sclbstbcstrafung zu murmeln. Obwohl ich einschen muß, dal! eine so gut fundierte und wohlüberlegte Verwcnd»1ng der Psychoanalyse im Dienste der Kritik wissenschaftlicher oder politischer Ansichten sehr unterhaltend sein kann, und mindestens der Phantasie des Rezensenten einen großen Aktionsradius bietet, so verzichte ich doch meinerseits in dieser Antikritik gern darauf zü untersuchen, welche unbewußten Regungen oder infantilen Erlebnisse menen Rezensenten veranlaßt haben, die Sünde, einen Begriff ״zu“ geistig oder ״zu“ ethisch gefaßt zu haben, mit׳ so temperamentvoll vernichtender Kritik zu verfolgen. IJcberdies kann ich ja mit den zwei Vorzügen, die er mir zuerkennt, vollauf zufrieden sein: Ich ״verwende geschickt bekannte Argmuentc aus der Rüstkammer unserer zionistischen Theorie“ und habe einen bcsicror» Stil, als Holdheim in seiner Unvoreingenommenheit erwartet hat, genauer, als der ist, mit dem ״Schriftsteller des ähnlichen Anschauungsbezirks gewöhnlich zu beglücken pflegen“. Ich weiß nicht genau, 11» welchen Schriftstellcrkreis ich da gerechnet werde, nach all dem, was idi aber aus Holdheinis Andeutungen erfahre, könnte ,ich wohl zufrieden sein, wenn ich in einen solchen ״Bezirk“ gehören würde. Holdhcini wendet sieh hauptsächlich dagegen, daß ich das innere kulturelle Wachstum der Nation als das primäre ansehe, während ich das äußere, materielle Wachstum nur insoweit für sittlich halte, als es das innere Wachstum als sein Existenzminimum unbedingt benötigt. Ich glaube damit nicht zuviel neues gesagt zu habet»; ich habe nur eine klare Formel aufstcllen wollen, in welcher jener Nationalismus, dem eben das äußere Wachstum Selbstzweck ist, und der infolgedessen zum Imperialismus und brutalen Nationalcgoismus führt, abgclchnt wird. Ich kann den Kampf Holdheims gegen diese Ansicht nur so verstehen, daß ich an-nehmc, daß er meine Anschauung nicht ganz versteht. Das geht aus seiner Argumentation auch hervor. Er hält mir allen von außen kommenden Impulsen überlegen Ist der Wille des Individuums von der Einzdle bis zum Menscheu: sich durchzusetzen. Nicht auf dem Gipfel, sor»• dern unten am Fuße des Sinai standen wir, als uns das Sittengesetz gegeben wurde, das uns den langen und mühsamen Weg aufwärts wies. Um das Volk auf diesem Wege weiterzuiülireii, soll eine weise Regierung nicht die unabänderlichen Urinstinkte ausmerzen wollen, sor»■ dern durch Verhinderung von Bodeiiutonopolen das Wort ״Freie Bahn jedem Tüchtigen“ lebendig machen. Für den Sozialismus der Sozialdemokratie ist das Zick, zugunsten der Masse die vorwärts und aufwärts strebende Persönlichkeit, den Geist, ein zuebnen. Landauer sieht die schöpferischen Genies aus der Um• gebung als etwas ihr Wesensfremdes sich entwickeln. Nietzsche will diesen Ucbermcnschcn aus der Masse heraus bewußt züchten. Alle drei irren. Wie der weise Arzt, der sich bewußt ist, daß nur die Natur selbst heilen und Zerstörtes regenerieren kann, deshalb sic!» begnügt, ihr dabei Hindernisse aus dem Wege zu räumen, so ist es auch im Lehen des Volkes nur notwendig und möglich, die den inneren Entwicklungstendenzen im Wege stehenden oder in den Weg gestellten Hindernisse fortzuschalfen. Je ungehemmter alle Kräfte sich regen dürfen, desto eher Wird der höhere Mensch sich entwickeln können. Aber nicht auf Kosten der Gesamtheit, deren geistig-sittliches Niveau sich vielmehr dann zugleich heben wird. Darum ist es ja auch so kindlich, außerhalb Palästinas eine neue jüdische Kultur, eine autochthone Kunst schaffen oder die Jugend durch Entwurzelung zu neuen, ganzen Juden »m»formen zu wollen. Bauen wir erst das Volksleben auf, dann erfüllt sich das von selbst. Schon Henry George, der große amerikanische Bodenreformer, hat es ausgesprachen; ״Hinter den Problemen des sozialen Lebens hegt da« Problem des individuellen *Lebens.“

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