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Jüdische Rundschau · 1920-10-22 · Heft 74 (22.10.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 74 (22.10.1920)
Date
1920-10-22
Page
– (sequence 4)
Language
German
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4( )יי JUEDISCH E RUNDSCHAU ■ויי eifcaimt Mite, welche wichtige Rolle die Fraucnorgnni• »nlion bei seiner gesamten Arbeit spielen könnte. Die Tatsache. da» einige Fivmcn, auf deren Mitwirkung der Keren hajessod besonderen Wert legte, dem Vorstatul *1er llistadrutli olamith sehet nasehim zioniolh (abgekürzt: llistadrutli nasdiim) angehörten, trug wesentlieh /u einer Verständigung mit der Frauenorganisntion bei. IMe llistadrutli nascliim hat nun in einem dem Keren liajessod vorgelcgteii Memorandum die yerpfliciitunp: übernommen, einen Frauen- Juwelen« fomls im Keren hajessod zu gründen. Von dem Erlös der gesammelten Wertgegenstände werden 57 0,״ dem allgemeinen Keren hajessod zugeführt; 33°/0 bleiben der Hisladrutli für ihre in obigem Programm aufgezahlten besonderen und selbständig auszuführendcu Arbeiten reserviert; auch erhalt sie 10»;« zur Deckung v*>11 Organisationsspesen. Neben dieser Klärung der Hauptfragen erfolgte auch die Klärung einer ganzen Reihe minder schwieriger Fragen. Die Organisation, die in der Person von Frau Rosa Gin/berg eine für dies*׳!! Posten besonders geeignete Sekretärin gefunden bat, geht *um unverzuglicli ans Werk. 111 England, wo Lady Herbert Samuel und Mrs. Herbert Cohen an der Spitze des Juwelenfomls stehen, ist es den Damen bereits gelungen, in zwei Drawingroom-iincüngs einen erheblichen fiuanriellen Erfolg zu erzielen. Sie werden nun sofort auch in den anderen Ländern — mit besonderem Eifer in den überseeischen -- zu arbeiten beginnen. In einigen Ländern stehen bereits weibliche Hilfskräfte bereit, die auf den Augenblick warten, da sie ihre Kraft im Dienste der llistadrutli nasehim entfalten können. Die Gründung und Befestigung des Histadruih olamith schel nasehim z.ionioth wird allgemein als 'ein Wendepunkt in der Geschichte zionistischer Frauenarbeit aufgcfallt. Nie zuvor ' vielleicht mit Ausnahme der Gründung der amerikanischen ״Harlassah“ -- war den Frauen Gelegenheit gegeben, in solchem Maße wie jetzt ihre Tatkraft und Opferwilligkeit zu erweisen. Nie zuvor bot sich ihnen eine ähnlich große Gelegenheit zur Ein- Stellung Ihrer besonderen Frauenarbeit in die gesamte Volksarbcit. Helene Hanna Colin. Einen bedeutsamen Beschluß, der beispielgebend wirken sollte, faßte die K 111111 s g c m e i 11 d c T r o p - pan (Tschechoslowakei). Dieser Ktilfusausschuß hat die Einsetzung eines besonderen Palästinakomitees bcschlossen, das sich mit dem Anteil der Gemeinde an den Aufbauarbeiten Palästinas befassen soll, uiul zwar in erster Linie mit der Aufbringung eines angemessenen Betrages für den Keren hajessod. Der Vorsteher der Gemeinde, Herr Gustav Finzi, führt den Vorsitz in diesem Komitee, das durch eine Anzahl von Cie- וזו ei ndemitgliedern erweitert werden soll. Ein offizieller Bericht über Ostgalizien In der Ministcrratssit/ung vom 30. September erstattete der polnische Ministerpräsident Witos Bericht über seine Reise in Ostgali/icn, dessen Bevolkertmg durch die bolrchewikische Invasion und *I um durch die Armee Petljuras stark gelitten hat. Der Miniskrrat geschädigte bewilligte hundert Millionen Land• und fünfzig Millionen Mark für die für *lie Stadt- Bevölkerung; er beschloß auch, den Bericht des Premiers 7.11 veröffentlichen. Diese Veröffentlichung i<ft jetzt erfolgt Ihr sind einige charakteristische Stellen zu entnehmen: Die Bevölkerung ohne Unterschied der Konfession hatte den Premier freudig erwartet und die Delegationen der Polen, Ruthcnen und Juden, welche den Ministerpräsidenten überall, wohin er kam, bcgrüßten, gaben ihrer Freude über die Befreiung von den Bolschewiken Ausdruck. I>ie Bolschewiken haben bei den Einwohnern alle Habe weggeschleppt: Pferde, Wagen, Getreide, Lebensmittel, Kleider, Stiefel. Ucbcrall hat die Bevölkerung vor dem Premier über unerhörte Mißbräuche und Gewalttaten Klage gcführt, welche die ukrainische Armee begangen hat. In einigen Orlen Baben die Bauern die Bol sehew i k c n gebeten, sie von Petljuras S ö I d - nern zu erlösen. Was die Bolschewiken übrig gelassen haben, haben die Petliura-Soldatcn und -Oifiziere geraubt. In Pnihuszna haben sie einen Pogrom veranstaltet, zwei Juden erschlagen, 15 schwer verwuüdet und '.10 jüdische Frauen geschändet. Der Premierminister konnte feststellen, daß Petljuras Söldner einfach die ganze Bevölkerung beraubt haben. Sic haben einige tausend Pferde über die Grenze geführt, welche sie bei den Einwohnern weggeschleppt hatten. Der offizielle Bericht erzählt weiter: An allen Orten, welche der Premier besuchte, kamen jüdische Delegationen zu ihm, um ihm ihre Freude und ihren Dank für die Befreiung von den Bolschewiken auszudrücken. Die Juden haben sich während der bolschcwikischen Invasion patriotisch verhalten, ln Zloczow Haben sie an einem Tag zwei Millionen Kronen gesammelt, um den von den Bolschewiken arre: tierten katlvolischen Geistlichen zu befreien. In׳ K o p y - czyncc zogen die Juden dem Premier in feierlichem ׳Zuge, welchem eine Thora vo ränge tragen wurde, ent• gegen. In Stanislau hat die" jüdische Delegation dem Premier ihren Dank für die Befreiung ausgedrückt und ihn. gebeten, die Regierung möge die Fürsorge über die Witwen und Waisen übernehmen, welche nach den dreißigvon den Pc tl j 11 ra - Ba nden ermordeten Juden!unterblieben sind. (Der offizielle Bericht bestätigt die loyale Haltung v der jüdischen Bevölkerung, während man von ge* wissen Seiten die geschehenen Ucbcrgriffe• gegen die Juden mit ihrer angeblichen Unterstützung der Kölschewikcn .zu begründen suQhtJ);...... ־ ,! ■ u ,!,!י ßmtmmm*.■■׳•, י ■וווו•..'•'• I •) j Glossen Die ״Weltbii 1111 o“ vom M. (Vstoher biingt eine Glosse über I lorihy-Ungarn und erwähnt die Hut antisemitischer Gesetze, die dort ersonnen werden. Da/u bemerkt *ler Verfasser (er ist nicht kenntlich - wir können nicht annehmen, daß die (Busse \\>:1 Jacobs:)!!•״ stammt): ״Das braucht uns nicht sonderlich aufzuregen. Denn wem! *lie englischen und amerikanischen Milliardäre semitischer Rasse vorziehen, mit ihre 11 Mitteln und ihrem Einfluß einen lc bens u n f ü 1t ige ״ Staat in Asien zu gründen, um noch einer englischen Kolonie einen neuen Deckmantel zu geben weil es mit Aegypten nicht mehr recht klappen will ־ statt ihre finanzielle und materielle Macht cirizusetzen, um *len elenden Mördern im Staate des Heiligen Stephan das Handwerk zu legen: so brauchen die Juden Mitteleuropas, *lie von ihren Wirten kaum übertrieben verwöhnt sind, nicht vor fremden Türen z» kehren,•• Zu dieser schiefen Auffassung des Zionismus, auf die die Literatur des Zentrulvcrcins abgefärbt zu haben scheint, haben wir nur zu bemerken: 1. Der Aufbau des jüdischen Palästina ist *lie Erfiillung des zweifausendjährigeit Scltiisuchtstraumcs des gesamten jüdischen Volkes, auf die alle jemals im Volke vorhandenen lebendigen Kräfte stets gerichtet blieben. Speziell in den letzten ■10 Jahren ist die zionistischc Bewegung in verschiedenen Formen, aber stets als die lebendigste jüdische Voikssache, immer dcutlieber in Erscheinung getreten. Die breiten Massen des Volkes in ihren heutigen unermeßlichen Leiden er• Micken ihre Erlösung• einzig und allein in der Schaffung einer Heimat, in *kr sie endlich Ruhe finden können. Die jüdischen Milliardäre haben sich nur sehr schwer entschlossen, dieser Volksbewegung Rechnung zu tragen. Sie stehen, <1.1 sie dem Volke zumeist entfremdet sind, auch beute nur sehr bedingt und zum kleinen Teil hinter dem Zionisimts. Es zeugt von völliger Unkenntnis der Tatsachen und Strömungen, wenn man den Zionisums so hinstUlt, als ob er eine Erfindung der Milliar- (IFire gewesen wäre, die einer englischen Kolonie einen neuen Deckmantel geben wollen. 2. Die Teilnahme am Aufbau eines jüdischen Pal. stina kann keinen Milliardär verhindern, seinen Einfluß auch zugunsten *ler verfolgten Juden in Ungarn einzusetzen. Im Gegenteil, die Erfahrung lelirt, daß gerade diejenigen einflußreichen Inden, die ein Verhältnis zum Zionismus gewonnen haben, dadurch auch an *lern jiidischen Volksleben überhaupt iii weit höherem Malle, interessiert worden sind. Jedenfalls ist primär die Selbsthilfe des Volkes, das dann erst auch seine ,,Milliar■ däre‘• niit/ureilici« vermag, wenn es selbst stark ist. 3. Ueberh.uipt ist es bei demokratisch empfindenden Menschen ein verblüffender Standpunkt, daß ein Volk sein Wohl und Wehe dem Einfluß oder der zufälligen guten Laune einiger Milliardäre anvertrauen soll. Dem jüdischen Volke kann auch in Ungarn nur dadurch geholfen werden, daß die Juden *ler ganzen Welt sich zmn Selbstschutz auf demokratischen Grund Eigen organisieren und zusarmnenschliellen zu einer Poli tik, die ausschließlich jüdischen Interessen dient. Da von sich aus/uschliellcii, noch dazu mit *lein Hinweis auf die Untätigkeit *ler ״Milliardäre“, hat keine jüdische Gruppe ein Recht Das einzige, irgendwie belangreiche politische Eintreten für die Juden der Pogromlämlcr erfolgte durch das Komitee der jüdischen Delegationen bei *Ier Friedenskonferenz in Paris, das auf zionistische Initiative zurückgelit und die Delegierten der demokratischen Landesvertretungen der Juden umfaßt, und durch die Exekutive des amerikanisch-jüdischen Kongresses, der gleichfalls auf Anregung jüdisch-nationaler Kreise als demokratische Institution ins Leben trat (daß trotz der zahllosen Interventionen und trotz dem durch sie icranlallten Eingreifen der Westmnchte die Pogrome nicht aufgehört haben um) auch Ungarn sich nicht stören läßt, liegt an ganz anderen Gründen, vielleicht überhaupt an *1er chaotischen Zerrüttung aller internationalen Politik und an der Machtlosigkeit *kr auch untereinander nicht einigen Wcstniächtc in Osteuropa) Dies ist in unserer Zeit die einzig mögliche, einzig ehrliche und einzig moralische Art, Politik zu machen. Wir hätten gerade beim Kreis *ler ״Weltbühne“ mehr Verständnis (iir diese Einsicht vorausgesetzt Die Grenzen Palästinas Die Nord- und Nordostgrenzen Palästinas, die mit Frankreich zu vereinbaren sind, sind noch nicht festgestellt, und cs ist notwendig klar «uszusprcclien, wir die Dinge jetzt stehen, Die vom jüdischen Volk bc• an spruch teil Nord- und Nordostgrcii/cn sind durch wirtschaftliche Erwägungen bestimmt: erstens, die Not• Wendigkeit, Wasserkräfte für Bewässerung und Krafterzeugung zu erhalten, zweitens die Einfügung eines angemessenen Teiles *kr. Hau ran, von dem Cisjordanien jetzt mehr als je abhängig ist, was du• Hrotcr/eugung milangt. Die in Frage kommende״ Wasserquellen sind: der Litani, der Jordan, die Schneefehler des Heriron, *ler Moroni- und der Tibcriassce und der jarimtk, Der Einschluß dieser Gebete roll! keine historisch-politische Teilung auf: der Libanon, w * er durch Verträge zwischen de 11 Großmächten und der Türkei definiert ist, bleibt gänzlich außcrlialb. Die Linie kreuzt keine ethnologischen Ansprüche und Rechte: M•: einer Befragung *kr Bevölkerung, würde sie ganz sichet für den Anschluß an Palästina stimme״ (längst wird «lieser Wunsch von vielen Seiten der britischen Regierung gegenüber ausgesprochen); auch wirtschaftlich würde diese Grenze kein Unrecht bedeuten, die b<■• treffenden Gebiete gehören zu Palästina und nicht auliei• halb Palästinas; und natürlich würde, wenn ein b - reebtigter Anspruch auf einen Anteil an dem Wnss!* und der erzeugten Kraft erhoben würde, diesem ohne weiteres Rechnung getragen werden. Das einzige G״ wässcr, bezüglich dessen ein solcher Anspruch erhoben werden könnte, ist der Litani. Bei der Ablehnung *kr gerechten Nord- und Nordostgrenzc Palästinas stützen sieb *Le frattzösisehen Diplomaten auf zwei Gründe: ersten■, eine geheime Zusage, die mehreren libanesischen Poli• tikeru gegeben wurde, ein G r o ß -1 i b a n o u zu scbalfeii. Die letzten Maßnahmen General G״uraud> haben diese Zusage allgemein bekanntgemneht. Dieses Groll-Libanon existiert weder ethnologisch noch sozial noch politisch. Es ist ein diplomatisches Kunstpro.luki, dem die Lcbcnsintercssen Palästinas geopfert werde! sollen. Zweitens der S y k c s P i co t - V e r t r ag. Ge• will, dieser Vertrag wollte von Palästina *len größten Teil Galiläas und fast alle Wasserkräfte abschneiden. Aber die Sykcs-Picot-Linie ist längst als unhaltbar erkannt und wurde auch von den Franzose;!, wenn nidu theoretisch, so doch praktisch aufgegeben Während der Verhandlungen stellte Lloyd Georg* die Formel auf: ״Von Dan bis Bcerschcba" Sie ist weit entfernt davon, eine glückliche Lösung darzustellen, und hat sehr wenig historischen und son- Ihc ״Kölnische Zeitung'• beschäftigt sich am 15. Oktober nochmals mit der Ostjudenfrage, und zwar unter lk/tignahmt• auf eine Reihe von Zuschriften, die ihr auf ihre« vorigen Artikel (s. ״Jüd. RinuKrh.iu“, Nr. 72) zugegangen sind. Die Replik beharrt im wesentlichen aut dem Standpunkt, den *ler erste Artikel eingenommen hat. Auch aus ihr geht hervor, daß es sich in diesen Kreisen nicht um die Bewältigung des ernsten Problems der Ostjuderocnndcrung handelt. Darum wird auch die Darlegung der Arbciterfürsorgcstelk Duisbürg, daß die jüdischen Arbeitsämter fortgesetzt ■bemüht sind, die Bedürfnisse der Flüchtlinge mit den Interessen der deutschen Volkswirtschaft in Einklang zu bringen, einfach abgvlehnt und die Schädlichkeit der Einwanderung betont, ohne iiberivaupt auf die Kernfrage cinzugchen, daß die Unterbringung in produktiven Berufen jedenfalls keinen positiven Schaden für die deutsche Volkswirtschaft bedeutet. Zum Schluß weist das Blatt auf den Bericht des Hilfsvcreins hin, wonach noch eine halbe Million Juden im Osten zur Auswanderung bereitstehen. Dies ist aus der Schilderung der grauenhaften Lage der Juden im Osten def einzige Satz, der auf die ״Kölnische Zeitung“ Eindruck gemacht hat. stigen Grund. Aber nach langem Hin und Her hat der französische Vertreter Berthelot die Formel angenommen und es wurde in San Remo vereinbart, daß Palästina bis Tynis reichen und Banias, MctuIIa u.id einen Teil des Hormon entschließen, bezüglich de* Litani aber gewiss*• Rechte erhalten solle Die Linie *Wt• lieh vom Jordan blieb in Schwebe, Diese Vereinbarung sollte der Genehmigung M i 1 k• ra n *I s unterbreitet werden. Millerand erfuhr bekanntlich heftige Angriffe seitens der radikalen Nationalisten im französischen Parlament Man warf ihm vor, daß er die französischen Interesse.1 den britischen geopfert habe. Eine Folge dieser Agi• tation war es, daß er dem Berthelotschcn Hebere• ח - kommen die Billigung verweigerte, und 11»• mittelbar vor Spaa legte er eine Denkschrift vor, die *len französischen Gesichtspunkt herausarbeitete, f rank• reich habe, betonte er, bezüglich der Sykes-Picot-Lime nicht weniger als drei Konzessionen gemacht, ohne dafür etwas von England zu erhalten. Et forderte für Syrien eine Grenze, die südlich der Bucht von Tyrus begann, die Wasserscheide kreuzte, südlich von Banias auf das Ostufcr des Jordan überging und diesem sowie dem Gstufer des Sees von Merom um! Tiber..1* bis zur Jarmttkmündung folgte. Diese Linie würde nicht mir einen Teil Galiläas und den ganzen H a ז 1ז a n von Palästina a b s c h n e i <1 e n , son- .dern cs auch aller Wasserkräfte berauben Palästina hätte kein Wasser für Bewässerungsanlagen und keines für Kraftanlagen, Ohne Bewässerung kann Palästina das unbebaute Land nicht unter den Pflug nehmen, sein Ackerbau ist gelähmt. Ohne elektrisch ■ Kraft \Kohle und Oel sind nicht vorhanden) kömun keine Industrien geschaffen werden. De französisch*■ Grenzlinie würde Palästina also jede Hoffnung auf wirt• schaftliehen Aufschwung rauben.!>ies und nichts wenige ist ihre Bedeutung, Diese Forderung wurde in Spaa nicht *lisk ttiif! Man hielt es für richtiger, die Verhandlung mit Rück■ sicht auf die französische Politik in diesem Augenblak zu verschieben. Aber die Grenzfrage muß b.iki geregelt we/deti und in der Zwischenzeit sind wichtige politisch: Ereignisse «ingetreten. Die Franzosen haben sich h Damaskus festgesetzt und ihre Verwaltung auf ganz Syrien erstreckt. England hat ein Ik'bereinkonumm mit den ägyptischen nationalistischen Führern getroffen, dessen ■ Durchführung Palästina in Zukunft zum Angel־ puirfct der britischen Politik im nahen und mittleren Orient machen wird. Frankreichs Interesse an Pak!- stina ist geringer, das Englands unendlich stärker g*״ worden. Von britischer Seite wurde die Behandlung der Grenzfrage bisher allzu sehr in den Händen unter• geordneter Organe gelassen, die für die Bedeutung der Angelegenheit weder die nötige Autorität noch da* genügende Verständnis hatten. Nach den letzten ägyptischen Ereignissen gibt es keine Entschuldigung mehr dafür, diese Frage als eine untergeordnete zu behandeln. ••״ '■..״Palestine“.

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