Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 74 (22.10.1920)
- Date
- 1920-10-22
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 562 JUEDISCHE RUNDSCHAU 1. ein Verkauf neuer Aktien des t. C. X. «ad der A.1י. C stntttinilen, 2. willen (leider aufgebracht ■»׳erden, um die Sdnnden der Zionistischen Organisation und der ״Zionist Commission“ abzuzahlen, 3. sollte eine I nmlhank gegründet ■werden, um die Immobilien der A. P. C. zu erwerben und in Zu- Ktmlt oidmuigsgi'inälle Hypotheken auszatgebc.it. Der Verkauf der Laudbaiikakticn, ebenso ■wie der der Anteile des I.C. T. und der A. P. C. müßten sehr• bedeutende Summen erbringen, Diese Aktien müßten Gewinn bringen lind cs müßte von vornherein eine mäßige Dividende gezahlt werden, so dall der Gewinnüberscltnli dazu verwaiult werden kann, einen Reservelonrls zu bilden Baugclder. Es ist eine dringende Notwendigkeit, daß in den Städten für die Neuankömmlinge einfache Behausungen ״uschaffen werden Es sollte das auf Hoden geschehen, der für das jüdische Volk erworben worden ist. Die Haukosten für solche Hauser sind infolge tles Krieges und der dortigen primitiven Verhältnisse heute um ein Vielfacltes teurer, als sie voraussichtlich in ein paar Jahren sein werden. Bewohner von Hausern, die unter gegenwiirtigen Verhältnissen gebaut werden, werden jetzt und immer eine abschreckend hohe Miete zu zahle« haben, um die Zinsen und die auf dem Boden ruhendeu Lasten aufziibringen. Ein Teil der Kosten dieser neuen Hauser «null billigerweise als eine ״Kriegsausgabe“ betraclttet werden, und muH als solche vom Diaspora-Judentum getragen werden. Mit andern Worten: Die Gegenleistung für diese Summen muß geringer sein als sie zu sein hatte, wenn matt die ganze Summe als eine lieutc gemachte Investierung^ ansiihe. Es ist daher nur eine geringe Gegenleistung zu erwarten, in Form einer Dividende auf Aktien, durch welche die Baukosten dieser Häuser aufzubringen wären. Aber den Käufer« solcher )Lauser sollte stets klargcmaclit werden, daß diese Häuser später in bezug aut den Atietsertrag zu konkurrieren haben werden mit Häusern, die später unter günstigeren Bedingungen gebaut werden. Forschungs-Institute. Auch hier müssen Beiträge aus der Diaspora beiten, sowohl als Kapitalsanlage wie zur Deckung der laufemlen AttsgalH■«. Die Erforschung eines •neuen Emdes ■־ das Kcitncnloriivn seiner Hilfsquellen, seiner Möglichkcitcn. Sdiailen und Eährnissc und wie ihnen zu begegnen *G ist zweifellos eine Aufgabe, die vom Gemeinwesen selbst erfüllt Werden sollte. Ls ist eine Ausgabe, die von jeder klugen Verwaltung z.« fordern wäre und sollte eigentlich von der palästinensischen Vcrwalltmg ebenfalls geleistet werden. Aber viele nette Länder vermögen sieh seihst so nütz.liclie Ausgaben nicht zu leisten, d. h. sic können die Steuerlast nicht tragen, die ihrer spärlichen und darlrenden Bevölkerung auferlegt werden müßte, um die Kosten solcher Eorschlingen aufz.tihringen. In solchen Fällen kann Armut ein Land in verhängnisvoller Unwissenheit.halten. Gelder für diese« Zweck müssen unbedingt aufgebracht werden, wenn nicht die wünschenswerte Kenntnis der lokalen Verhältnisse allzulange aut sich warten lassen sollen. Bis zu einem gewissen Grade mag auch Geld für die Erziehung einzelner Personen, insbesondere im höheren Schulwesen und Fachstudium aut gleiche Weise beschafft werden. Doch müssen in dieser Fiuisicht ganz enge Grenze u aus folgenden Gründen streng beobachtet werdeu. die Internationale Zionistische Organisation und damit auch die Amerikas sollte sich solchen Arbeiten zuwcttdeit, die sofort als aufb.iui'tHie Maßnahmen gewertet werden können. Mit .׳indem Worfelt: es ist wünschrnswert T~ sofern es zu erreichen wäre daß die Für* sorge für die Einwanderer vom Tag ihrer Ankunft bis zu ihrem Eintritt ins wirtschaftliche Leben aller Art, andern Organisationen Vorbehalten büche. Das ist vielleicht nicht ganz folgerichtig, aber die Gefahren, die bei anderer Lösung der Frage entstehen, sind sehr groß. Andererseits mag es ratsam sein, einige laut!- wirtschaftliche Projekte sofort zu. verwirklichen, von denen Einwanderer dauernd absorbiert werden können. So sind wir überzeugt davon, daß Balfouria ein Erfolg werden wird. Die dort und anderswo gesammelten Erfahrungen!mögen den Weg zu jenem erfolgreichen Landwirtschaftsbetrieb weisen, der in Palästina durch uns geschaffen werden soll. Es ist politisch und Wirtschaftlieh wichtig, daß Palästina weitgehend ״Selbstversorger“ wird Paliistina-Natlonal-Anleihc. Die Regierung Palästinas unter dein Oberkommissar ist dabei, eine ״Paliistina-National-Ankihe“ von 2 500 (100 Pfund Sterling aufzulegcn. Es ist unerläßlich für den Erfolg unseres ganzen Werkes, daß diese Anleihe pünktlieh und ausreichend gezeichnet wird. Das amerikanische Judentum muß seinen Teil übernehmen. Und die Zioriislisciie Organisation zusammen mit allen andere«, die an der Entwicklung Palästinas interessiert sind, muß dem sofort all ihre Energie vvidmea Fonds. Aus dem Vorhergehenden ist ersichtlich, daß die Zionistische Organisation einzelne Fonds für folgende Zwecke zu errichten hätte: A. Fonds mit dem Charakter wirklicher K a p 11 a 1 s a n 1 a g e tu I. Palästinensische Regierungsanleihe. '2. I. C. T., A.C. P. und die Landesbank. B. Fonds für Quasi-Kapitalsanlage■. 3. Zionistisches Gemeinwesen. 4. Aktien für Wasser-, Elcktrizitüts- und Beleuchtungswerke, Irrigation und Drainage. 5. Bauprojekte. - ö. Verschiedene landwirtsdhaft’iehe Unternehmungen. C. Spende n-Fonds. 7. Acrztlichc 1 lilfe. 8. Institute für Forschung und angewandte Wissenschäften. <). Aufforstung. H). Universität, Bibliotheken. Museen usw. II. Landkauf. 12. Laufende Erziehungsausgahcn, die jedoch eng bcgrenzt 'sind, so daß ein erheblicher Tcit von den Palästinensern selbst aufzubringen ist. ' Verwendung der Fonds. Es muß daraut gesehen werden, daß diejenigen Fonds, die wir errichten, auch zweckmäßig verwendet werden. Soweit es sieh als nötig erweisen sollte, müssen wir die Verwaltung dieser Fonds durch Gesellschaften, Institutionen oder Beamte durchführen lassen, die von uns kontrolliert werden. Es ist jedoch zu hoffen, daß in der Verwaltung der internationalen Organisation eine durchgreifende Verlsesserung bald slattfindet, so daß׳ solche Sonderaktionen im allgemeinen nicht notwendig sein wcrilen. Zusammenarbeit. Wir dürfen nie aus dem Auge verlieren, daß unsere Pläne stets die Möglichkeit der Zusammenarbeit aller Juden bieten müssen, auch jener, die zwar nicht die zionistische Organisation attfzubaucn haben, aber mit jt)r Anteil nehmen sollen am Wiederaufbau Palästinas. Scharfe Kritik in Amerika 5 Itn New-Yorker ״Jüdischen Tagblatt“ unterzieht J. l. f Dali da tt sky die amerikanische Delegation auf der j Jahreskonferenz einer scharfen Kritik. Er schreibt u. a.; j ״Die amerikanische Delegation hat ihre grolle Be- ן deutung gefühlt und ist nach London mit großem Pomp t cingczogcn. Man fuhr von New'-York mit festen Pl,m!׳n J fort; der reiche Onkel aus Amerika verlangte obin;״! zu sitzen und dies wurde ihm von allen Anfang einj geräumt. Es ist aber ein offenes Geheimnis, daß die | amerikanische Delegation ein Durchfall .war und es dazu brachte, daß die ganze Konferenz ein Durchfall wurde. Die De.egation ähnelte den bekannten Broudwayauifu)!. rungen mit einem ״Star“. Mit Ausnahme von Brnmkis befand sieh in der Delegation kein einziger Mann van Einfluß in Amerika, geschweige denn von europäischem Ruf. Dieser eine aber hat nicht die Rolle gespielt, die man von ihm erwartete. Der große Führer von : Amerika hatte keine bestimmte Politik, änderte jedes : Tag seine Taktik, zerstritt sich mit den besten russischen j. Zionisten, brachte selbst nichts zustande und führte > es soweit, daß die ganze Konferenz ein Durchfall wunk Die Reise Brandeis nach London ist ein verkleinert!■> Spiegelbild der Reise Wilsons nach Paris. Der Friede in Paris war nicht Wilsons, sondern Ciemeiiceatis Friede. Genau so war es init Brandeis. Er kam• als Führer | und kehrte still heim, nachdem alle über ihn enttäu ׳.ht | waren. ... j Wenn die gegenwärtigen Führer durchgefallen mmiI, müssen andere an ihre Stelle treten. Nach europäische«! System könnte kein Premierminister nach einem safefteti Durchfall im Amte bleiben. Die Führerschaft tun׳-, Mannes, der niemanden verantwortlich ist, eines Mannes, der sich von jedem abschließt und keine Kritik und Klage hören will, sie war nicht erfolgreich. Seine \\cfhoden haben der Bewegung nicht genützt. Wir haben eine neue Leitung nötig, mit weniger Phrasen und mehr Takt. Wir brauchen auch neue Programme, der ZFmi»- mus in Amerika muß auch auf eine festeix* und breitere Grundlage gestellt werden und muß uns luilier stellen als einzelne Persönlichkeiten. Der Erfolg des ganze» Zionismus hängt von den Juden Amerikas ab. Daher müssen diese alle in unserer Bewegung Platz und den richtigen Platz finden, I>ie Aufgabe ist sehr groß. Und wenn die bisherigen Führer dabei versagt haben, müssen andere'an ihre Stelle treten.“ Es zeigt sich also bereits, daß weite Kreise mi amerikanischen Zionismus mit der von Brandeis und seinen Freunden in London verfolgten Politik nicht anverstanden sind. Und es wird mit diesen noch eine weitgehende Auseinandersetzung geben müssen, ehe die amerikanische Exekutive in» November bindende Ent- Schlüsse fassen wird «! f V! ״Kein leichtes Leben in Palästina.“ Die Entwicklung, die wir erstreben, ist unmöglich ohne eine im wesentlichen sieh selbst erhaltende Bcvölkcrung. Die Notwendigkeit schneller Besiedlung im Verein mit den Bedingungen des Landes erlauben uns nicht, eine Bevölkerung dadurch heran zu ziehen, daß man die Siedler sielt selbst überläßt, so daß nur die Besten sich durchsetzen und daran! zu vertrauen, daß der Selbstcrhaltungstrieh zu den notwendigen Opfern zwingen werde. Wir sind durch de gegenwärtigen Verhältnisse im Lande und durch die politischen Erfordernisse gezwungen, selbst jene neuen Bedingungen zu schäften, unter denen Selbsterhaltung allein möglich ist. Aber wir müssen dabei vorsichtig sein und! keinen Schritt weitergehen, als notwendig ist, sonst demoralisieren wir die Siedler, hindern jede Entwicklung und schäften überdies eine Bevölkerung von Unerwünschten, Es muß daher unser Bestreben sein, zu ermitteln, in welcher Fl insich I Hilfe gewährt werden kann, ohne bei den einzelnen Ansiedlern das Unabhängigkeitsgefühl oder die Selbstverantwortung zu stören oder gar zu zerstören, ich bin der Meinung, daß wir gerade soweit gehen dürfen, die oben geschilderten neuen Bedin- «ungern zu schaffen, aber auch nicht um Haaresbreite weiter. Das heißt wir müssen sorgen für Land, Wasser, Gesundheit, Aufforstung, Krediterleichterung, ge* ■wisse Wohngelegenhcit, Institutionen für nötige Forsr.hung und für einen begrenzten Betrag für Erziehung, ohne die Siedler zu entnerven und zu demoralisieren. Wir können unser Ziel, eine möglichst sich selbsterhaltende Bevölkerung zu schaffen, nicht erreichen, wenn man den Siedlern nicht beibringt, sotohe Schwierigkeiten auf sich zu nehmen, die denen gleichen, welche kühne Pioniere in andern Ländern ertragen haben. Die Parole muß sein: ״Man kann nicht leicht in Palästina Geld verdienen“ und ״Es ist kein leichtes Leben dort für irgcitdwen“. Und die zionistischen Beamten müssen das Beispiel geben in einfacher Lebensführung, hoher Denkungsart und harter Arbeit. Die Einwanderung. Es ist klar, dall die Zionistische Organisation als solche weder direkt noch indirekt irgendwelche Hilfe gewähren sollte, um eine Einwanderung nach Palä* stina zu veranlassen. Das bedeutet aber nicht, daß sie nicht denjenigen eine zeitweilige Hilfe leisten soll, die augenblicklich ins Land kommen. Es ist jedoch im höchsten Grade wünschenswert, daß insbesondere die Zionistische Organisation in Amerika solclve Hilfe nicht eher leistet, als es unbedingt nötig ist Im Augenblick ■wäre es besser, sie dem Joint n überlassen und Diejenigen, *welche zu einem der obengenannten Zwecke Mittel hergi'ben, müssen die Sicherheit haben, daß 'die von ihnen aufgebrachten Gelder, ob sie nun als Kapitalsanlage oder als Spende zu betrachten sind, auch wirklich ihrer Bestimmung gemäß 'verwendet werden. Es ist deshalb folgendes zu fordern: 1. Die Vcrwaltungskosten der Zionistischen Welt- Organisation in allen ihren Teilen, sowohl in Palästina wie in der Diaspora, müssen durch die Schekolim gedeckt werden. 2. Die Verwaltung der Zionistischen Organisation in Amerika und der örtlichen Organisationen müssen durch die Lanilcsbeiträge gedeckt werden oder durch besondere Spenden zugunsten der Verwaltung und Propaganda. 3. Von dein Golde, das als Kapitalsanlage oder Spende einflicBt, dart nichts für die Unkosten verwendet werden, welche durch die Aufbringung des Geldes entstehen, Es sei denn, daß der Iticrfür bestimmte Prozentsatz rechtzeitig und ausdrücklich in den Prospekten der!«treffenden Sammlung angegeben ist. Auch muß häufig und in weitestem Maße Rechnung gelegt werden. Die Organe, durch welche diese Sondcratifgabeu direkt oder indirekt seitens der Zionistischen Organisation zu unter* nehmen sind, wcrilen verschieden sein je nach dem Charakter der betreffenden Aufgabe. Als oberste Instanz sollte ein mallgebcndcs Board ot Trustees gegründet werden, das der Zionistischen Oiganisation von Amerika verantwortlich wäre und dem Joint, sov**it es sich um die Arbeit der Hadassah handelt. Reorganisation. Ich sehe davon ab, über die Form zu sprechen, welche die neu zu organisierende zionistische Organisation Amerikas anzunehmen hat. L>ie Entschlüsse für die Reorganisation müssen das Ergebnis der Beratung kleiner Arbeitskomitees sein, die alle Vorschläge zu prüfen haben und der Exekutive einen reiflich durchdachten Plan vorlegen werden. Selbstverständlich wird die Organisation danach trachten müssen, sich der neuen Probleme wirklich anzunehmen. Unter allen Umstiinden muß die zu treffende Neuorganisation so sein, daß sie uns befähigt, die Zionisten direkt an die drängende Frage des praktischen Wiederaufbaus heranzubnngen. Sie muß uns dazu führen, daß wir die Phrase vom ״Scheidewege“, an dem wir uns befinden sollen, wahr machen und uns nicht mehr als Propaganda-Bewegung empfinden —, nur die werbende Kraft gilt «och, die aus Unternehmungen und praktischer Arbeit stammt. Politische Nachrichten 1 Frankreich und der Zionismus. ln ״Lei nr" j1 schreibt in, einem Leitartikel de Monzie: ״Frankreich *•;;» hat den Fehler begangen, den Angelsachsen die Rolle des Beschützers des Zionismus zu überlassen. '1 rotzdem darf es nicht zugeben, daß Palästina vom übrigen , , Syrien getrennt wird. IXas jüdische Interesse deckt I*; sich da mit dem französischen. De wachsende Zahl fc! englischer Kolonien nach Art von Litauen und l'a- I ־, lästina erregt mehr und mehr bei aller Welt Anstoß. | Das Ghetto wird dies bezahlen müssen! Ohne Frank- |ן reich, dem die Juden die erste Verleihung der ■Bürget* Ij rechte verdanken, wird das jüdische ״Foyer Nation•'''' p ein Kontor oder eine Kolonie sein.“ ..... Die polnischen Verleumdungen. Der jüdische Deputierte Farbstein, welcher B i a 1 v s t o k besuchte, hat einen Bericht an den Sejm ausgcarbeitet. I>arm | stellt er fest, daß alle ״Tatsachen“, welche die polnische ״ Presse über die Haltung der jüdischen Bevölkerung gegen die Polen und über ihre angebliche Teilnahme an den Kämpfen gegen die in die Stadt cindrlngenden polnischen Soldaten brachte, von Anfang bis zum Ende ' erlogen sind. Sogar die christlichen Mitglieder des ncugcbikleten Bürgerkoinitces in Bialystok haben!>*• [ stätigen müssen, daß die Beschuldigungen der ,,!>«« Groszy“, der ״Rzeczpospolita“ und anderer polnischer Zeitungen jeder tatsächlichen Grundlage entbehren. De polnische Prcßhetzc wirkt auch jetzt noch in Bialystok f; nach. Auf einem Meeting der dortigen nationalsoz.uihstisehen Partei (eines Abfegers der Nationaldcmokrat! 11) . wurde beschlossen zu fordern, daß gegen die Juden j Bialystoks die schärfsten Maßregeln ergriffen werden, I vor allem sollen alle jiddischen Aufschriften aut ihn f Geschäftsschildern und die jiddischen Plakate beseitig* i; werden; die Juden sollen aus den munizipalen und Re ’ gierungssteilen in Bialystok entfernt werden. Seit einige" ן Tagen besucht die Polizei die jüdischen Läden und for* | dert die Inhaber auf, die jüdischen Schilder ab* zun eit men. F'erner ist den jüdischen Zeitungen das Erscheinen verboten. ״Solange nicht die furchtbare Bcschuldigttng gegen die Btalystoker Juden zurück* I genommen wird“ — endet Farbsteins Bericht — ״gib' j es keine Aussicht aut Verbesserung der polnisch-judisehen Beziehungen in Bialystok.“ Die Antisemitcnkrawallc an der Budajtester Universität. Mit Rücksicht darauf, daß die Schlägereien und Skandale an der hiesigen Universität sich tägbd* wiederholen, rechnet man damit, daß die fcchiießwtg fj*r das laufende Jahr erfolgen wird