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Jüdische Rundschau · 1920-10-19 · Heft 73 (19.10.1920) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 73 (19.10.1920)
Date
1920-10-19
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 556 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 73 Die Intervention des Völkerbundes Aus Paris wird uns gemeldet: Die erschrecken■ den Berichte, welclie während der letzten zwei Monate über die über ganz Polen sich ergießende Verfolguugswelle aus Warschau nach Paris gelangen, die Vcrriächtigtmg der polnischen Juden en masse, die‘ ganz besonders in den wicdercroberten Gebieten begangenen Ausschreitungen gegen die Juden und ganz besuiiders aber die iuternieruiig der jüdischen Soldaten in Jablonna und andere Aktionen,, durch welche die bürgerliche Stellung der Juden Polens bedroht erscheint, voranlallte das Komitee der jüdischen Dolegationen in Paris, heim Völkcrlmbd wegen Ab- Stellung dieser unhaltbaren Zustünde dringende Vor- Stellungen zu machen. Die E x e k 111 i v e d e s Völker- Wundes bat denn auch infolge dieser Intervention bei der polnischen Regierung wegen der inkrinunierteu Vorfülle telegraphisch Aufklärung verlangt. Unter dem Drucke des Einschreitens des Völkerbundes und der von einem Teile der polnischen Intellektuellen eingeleiteten Protestaktion hat sich die polnische Regierung gedrängt gefühlt, das Internierungslager in Jablonna aufzulösen (In welcher Weise diese ״Auflösung'1 erfolgt, darüber berichten wir an anderer Stelle. Red. d. ״J. R“) Jablonna in neuer Auflage! Jüdische Soldaten als Sträflinge. A. W. Der jüdische Scjni-Klub im polnisdien Landtage hat eine Interpellation cingebracht, die in einem!!riefe ihre Begründung findet, den Herr Godel Bordowski, Warschau, Leschno 3, von seinem im polnisehen Heere diensttue.!den Sohn aus Piotrkow erhalten und den jüdischen Laiidtagsabgcardncteu zur Verfügung gestellt hat, Er lautet wie folgt: ״Ich werde Euch die Leiden, die ich seit der Entlassung aus jablonna ertragen muß, beschreiben. Aus Jablonna wurden wir nach Kielce geschickt, wo wir zwei Tage im Zuge zurückgehaltcn wurden, von dort aus nach Piotrkow befördert, wo die Bedingungen tausendfach ׳ s c 111 i in m er sind als in Jab Ion na. Aus allen Juden wurde eine jüdische Abteilung formiert, die die Bezeichnung ״Jüdische S t r a f k o 111 pa g n i e“ erhalten hat, da man uns als Verbrecher betrachtet, lind da könnt Ihr Euch ein Bild davon machen, welche Behandlung wir als Vor- Brecher genießen. Eiir jede Kleinigkeit ־ Schläge; nachts geweckt und als Strafe zu den Uebungen geführt, . . . Niemand wird zum Arzt vorgelassen, es sei denn, wenn er gefährlich krank ist . . . Wir erhalten zehn Gramm Brot und nach stundenlangem Warten etwas Suppe, da die jüdischen Soldaten, diese Verbrecher, sich bis zun! Ende gedulden müssen. Am Versöhnungstage wurden wir nicht vom Dienst befreit, sondern bis zur zweiten Nachmittagsstunde zu den Uebungen gezwungen. Als der Rabbiner und die Ortsgcincinde einzugreifen versucht haben, wurde ihnen gesagt, daß Sträflinge nicht beurlaubt werden. Nach langen Bitten wurde uns doch erlaubt, ins Bethaus zu gehen.“ Am 28. September erschienen im jüdischen Sejm- Klub der Verfasser obigen Briefes Bordowski und. Rüben' Elba und erklärten: ״ln Piotrkow wurden wir der 5. Kompagnie des II. Legionen-Rcgimcnts zugeteilt. Diese Kompagnie besteht ausschließlich aus Juden, und sogar aus den frisch ausgehobenen Gruppen und den übrigen vier Kompagnien werden die Juden entfernt und der genannten 5. Kompagnie, 5״. Strafkompagnie“, cinvcrleibt. Die Leiden, die die Juden in dieser zu erdulden ־ haben, können unmöglich geschildert werden. Für die geringste Unpünktlichkeit auch nur eines Angehörigen der Kompagnie wird allen befohlen, sich sofort zu entkleiden und auf der kahlen Erde des Hofes eine volle St mute liegen zu bleiben. ff מ!}*■**, i 0 Zu allen Arbeiten \verd־־'׳ r.usschliciiücli Juden herangezogen. Her Sergcin hat das Ansagen 41er ״Icfilin" und das Beten überhaupt verboten. Auch das Jiddisch r e d e!1 ist von verboten worden. Eines Tages sagte der Sergeant unseren Soldaten: Vom Schandfleck ״Jablonna“ werdet ihr erst nach einem vollen Jahre tüchtiger Arbeit befreit, und wenn Ihr Euch als wirklich tüchtige Soldaten erweisen werdet, wird es Luch erlaubt sein, mit den christliehen Soldaten zusammen zu dienen.“ Der Sejm-Klub hat eine Bestätigung dieser Vorgange bekommen und erhielt darüber hinaus auch separate Nachrichten aus glaubwürdigen Quellen. Aus alledem ist ersichtücli, daß die Militärkreise nach wie vor der Ansicht sind, daß Jablonna keinesfalls eine harmlose, zur Verteilung der jüdischen Soldaten bestimmte Snmmelstclle, wie es eine Erklärung des Kriegsiiiinistei'iuins nachzuweisen versucht, sondern ein Konzentrationslager, also eine Strafanstalt, war. Obwohl das Internierungslager in Jablonna aufgelöst wurde, schuf man eine zweite Auflage dieses Lagers in der Form spezieller Strafkompagnien. Diese Abteilungen werden wie Verurteilte behandelt und müssen physische und moralische Leiden ertragen. Auf Grund obiger Tatsachen beantragen die Interpcllnnten, eine Untersuchung zwecks Feststellung der Mißbrauche* einzuleitcn und die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen, sowie ferner Anweisungen zu geben, damit die jüdische Strafkompagnic aufgelöst wird und solche Vorfälle nicht mehr in Erscheinung treten. Sabotierting des Mmoritätenschutzvertragcs Die jüdischen Deputierten G r ü 11 ha uin, Dr. Tlio 11, Färbst ein und Genossen haben an »len justizminister und den Minister des Aeußereii eine dringende Anfrage über die Nichtveröffeiitlichung des vom polnisehen Sejm noch im Juli Idlü ratifizierten Minorit ä t e 11 s c 11 u t z v e r t r a g e s gerichtet. Die Anfrage weist darauf hin. daß nach SS ' und 2 des Gesetzes vom 31. Juli über das Reichsgesetzblatt der polnischen Republik die internationalen Abmachungen und Verträge Rechtskraft erst nach ilwer Publizicrung im Reichsgeselzblatt erlangen. Auf eine frühere Anfrage der jiidisehen Deputierten vom II. Mai 1020 an den Justizminister traf am 2$. September die Antwort nicht vom Justizministerium, sondern von der Redaktion des Reichsgcsctzblattos ein, daß ״der Vertrag über den Minoritätenscliutz deswegen nicht zusammen mit dem ganzen Friedensvertrag von Versailles verlautbart werden konnte; weil er sich 11 i c 111 im Besitze der Redaktion befindet“. Die Interpellanten legen daher 41er Regierung zur Last, daß sie absichtlich <1 i e Verlautb a r u 11 g 41 i e s e s Vertragszusatz«'s hintertreibt, was sowohl den cingcgangcncn internationalen Verpflichtungen als auch dem durch den Sejm bcschlossencn Gesetz wulerspricht und den Minoritätenschütz willkürlich aufliebt Die amerikanischen Juden intervenieren für die polnischen Juden New York, 10. Oktober. (Jcvvisb Corr. Büro). Auf einer außerordentlichen Sitzung der Exckutfvc des Kongresses der a ni e r i k a 11 i sehe 11 Juden wurde die unverzügliche Einberufung einer Konferenz aus den Delegierten aller Staaten beschlossen behufs Beratung von Schritten, die zugunsten der Juden in Dole 11 zu unternehmen seien. Gleichzeitig wurde der politischadministrative Ausschuß beauftragt, ungesäumt eine Abordnung nach Washington zu entsenden, um der Regierung der Vereinigten Staaten das Tatsachenmaterial zu unterbreiten und rasche Abhilfe 7.11 verlangen. Grundlagen des Keren hajessod Die bisherigen Besprechungen,' welche die Arbeit für den Keren H.ijessod. in den verschiedenen Teilen des deutschen Reiches und der übrigen zentrakruropäisehen Gebiete einleiteten, haben gezeigt, daß über manche bereits feststehenden Einzelheiten der Einrichtung des Keren Hajessod noch Zweifel herrschen. Es sei daher von neuem darauf hingewiesen, 41aß die folgenden Gründungen nach einstimmiger Annahme der Londoncr Jalircskonfcrenz bereits feststehen: Der Keren Hajessod (Grundfonds) wird mit dem Charakter seiner eigenen juristischen Person konstituiert. Von seinen Einnahmen dürfen keinerlei Beträge für die Administrationskosterl der Zionistischen Organisation verwandt werden, mit Ausnahme derjenigen laufenden Verwaltungskosten, welclie der Bildung des Fonds selbst dienen. Uebcr jeden Beitrag z.um Keren Hajessod wird ein Zertifikat ausgestellt.. Aus den Eingängen werden mindestens 20 0/0 dem Jüdischen Nation'alfonds für Boden kauf zugeführt. Von den weiteren Eingängen soll höchstens ein Drittel für laufende Ausgaben der Einwandcrerfürsorge, der sozialen Fürsorge, des Bildungswesens und׳ ähnliche öffcntlidie Zwecke des Aufbaus der jüdischen, nationalen Heimstätte in Palästina verbraucht werden, während mindestens zwei Drittel für dauernde nationale Anlagen und Wirtschaft* liehe Betriebe zu verwenden sind. Die Inhaber der Zertifikate sind an der Verwaltung des Fonds und an den Erträgnissen der aus dein Fonds geschaffcncn wirtschaftlichen Betrieb«* zu beteiligen. Die Feststellung der geeigneten Form dieser Beteiligung ist der Exekutive überlassen worden, mit der Maßgabe, daß die Verzinsung des produktiven investierten Kapitals eine angemessene Höhe nicht überschreiten soll. Das Statut wird hierüber die endgültigen Fest Stellungen bringen. Es soll von dem Fonds keine Unter- Stützung oder Anleihe für Privatuiiternelunungeii ge geben werden, es sei denn, daß ein gemeinnütziges Interesse damit verbunden ist. 111 jedem Jahre erfolgt öffentliche Rechnungslegung. Es erscheint notwendig, auf diese bereits feststehenden Einzelheiten, über die mancherlei Zweifel herrschen, wiederum hinzuweisen. Mit der Arbeit für den Keren Hajessod in erster Linie werden sich auch die Gruppenverbandstage be- •schäftigen, die am 24. Oktober in Elberfeld und am 31. Oktober in Karlsruhe stattfinden. Audi in den übrigen mitteleuropäischen Staaten schreitet die Arbeit lebhaft lort. Der tschechoslowakische Landesverband hat als besondere Sekretäre für die Keren Hajessod Arbeit •die Gg. Dr. Hugo Herrmann und Dr. Wald, stein gevyonnen, Die Schandtaten der Petljura-Banden J Ein Kopcnhngcner Freund unseres Blattes hat m I dortigen Vertreter der ukrainischen Regierung i Nr. 05 0>׳ der ״Jüdischen Rundschau“ vorgele V lmj erhielt darauf ein Schreiben, tlas er uns zur V!lüg,ן :״ stellt. Wir erachten es als einen Akt der Loyalität, י Brief vollinhnlt’.icli abzmlrucken und bemerken dazu nur 1. Die Pogrome in Ostgalizien sind so grauen■ halt, daß niemand sie in Abrede zu -׳teilen w,i kann, daher!1111» aticn die ukrainische!,res*•.• sie ver• urteilen; immerhin sei ■;•■ידי. ,יי! •׳■•;׳ •י; ö .u1lr1ehtig״ vorgellt, als die polnische Press« in analogen l all«! > 2, Es ist uns nie eingefallen, die ״ganze ukrainisch( Nation“ zu beschuldigen. Solche Verallgemeinerungen liegen uns fern. Wold aber müssen wir eine R e g j c. rung dafür verantwortlich machen, was ihre Soldateska!: verbricht, wenn sie auch «Lese Folgen ihrer k>ivjrs. | Politik vielleicht selber nicht gewünscht hat. Ih־r Brief lautet folgendermaßen: i ״Euer Flochwohlgcboren, Flcrr Doktor! Auf den Artikel in der ״Jüdischen Rundschau׳ Berlin, 2<>. <). 1*420, Nummer <13,06, unter «lern TiuJ ״Das Wüten der Petljura-Banden in Ostgalizien“, den Sie mir persönlich am 24. d. Mts. vorgezeigt halxr. beehre ich mich aiikiuipfend an unser uuüidlkhes (n spräeli, noch das folgende Ix11׳.!״ fügen. Zu meinem größten Bedauern kann ich nicht ahleugnen, daß im vorigen Monat« die Judenpogrom!■ wirklich in Ostgali/icn stattgefunden haben. Nach den mir ziigekonimcncn Nachrichten wurden folgende Vir■ brechen konstatier!: 111 Tysmymycia wurden 3 Juden getötet, 3 vci• wundet, 23 Jüdinnen vergewaltigt und an 3 Millionen polnischer Mark Schaden angerichtet; in Bolsziqki 5 ge■ tötet, 7 verwundet, 33 vergewaltigt, 13 Millionen Mark Schaden; in Halitsch 4 getötet, 2 verwundet, 13 ver gewaltigt; in Mariainpoi 3 getötet IS verwundet, 0 rergewaltigt, De Millionen Mark Schaden; in jesupil 5 vcr• wundet, 4 Millionen Mark Schaden, in Stamslaviv '1 gv•• tötet mul 3 verwundet — insgesamt 17 getutet, 4Ü vn• wundet, S2 vergewaltigt, 24'j Millionen polnischer Mark Schaden Alle Diese Schandtaten wur41en durch eine Abteilung der ukrainischen Division verübt, die durch alle die,. Stiidie marschierte. Die Greueltaten dieser Abteilung waren nicht nur gegen die jüdische Bevölkerung, sondern auch gegen f die einheimische ukrainische Bevölkerung gerichtet. 11! j Buknczaree ist von dieser Abteilung 41er ukrainische Pfarrer getötet, in Jammica die ganze Gemeinde au-• j geplündert, über 40 ukrainische Bauern getötet mul viele Frauen und Mädchen vergewaltigt worden. Auch in vielen anderen Dörfern wurde geplündert. D.cse Abteilung war nicht aus ukrainischen, sondern meistenaus russischen ״Freiwilligen“ zusniiiinerigeset/t, die tinur der Vorspiegelung gegen die Bolschewiken zu kämpfen, 11 Wirklichkeit, wie sich später hcrausgestellt hat, 111 der einzigen Absicht zu plündern und zu rauben uiv.t die Unordnung in die Reihen der ukrainischen Armee zu bringen, sich der ukrainischen Armee anjzeschlossen hat. Die ukrainische Armeeführung ist mit voller Strenge gegen die Schuldigen vorgegangen. Vier Offiziere sind in Stanislaviv an Ort und Stelle ohne Gericht erschossen worden, und weitere 40 Offiziere und Mannschaften wurden für diese Schandtaten durch das Militärgericht zum Tode verurteilt, und 4las Urteil wurtle gleich an allen ausgeführt. Die ukrainische Regierung hat sofort über die stattgefundenen Vorfälle ihr Bedauern ausgcdrückt und sich bereit erklärt, den vollen Schäden gut/umaclten Der Minister für jüdische Angelegenheiten itn ukrainischen Ministerium, P. Krnsnyj, wurde mit der Untersuchung ilieser Sache betraut. Auch die politischen ukrainischen Parteien Galizien- 111141 41ie ganze ukrainisch« Presse wie ״Wpcrcd“, 11/0״- nladskoja Dtunka“ ״Wola“ und alle anderen lialv« diese Schandtaten auf das schärfste verurteilt und di schärfste Bestrafung der Schuldigen verlangt. , Am l(>. d. Mts. erschien die Delegation des ukraimscheu Nationalrates, in der Redaktion des jüdischen Tagblattes ״Chwila“ und übergab zu Händen der jüifischeu Vertreter die Gefühle der höchsten Entrüstung über die letzten Vorfälle. Sie erklärten, daß diese Vorfälle unbedingt nicht auf die Rechnung 41er ukrainischen Nation eingetragen werden können, und daß die gesamt ukrainische Nation einen jeden als Verbrecher brand• marken werde, Melcher den Willen der ukrainischen Nation, im besten Einvernehmen mit der jüdischen Nation leben zu wolle״, auch im geringsten stören würde Dr. Zipper antwortete im Namen der jüdischen Vcr• treter daß er nicht einen Augenblick gczwcifelt hätte, daß an den stattgiTiindcncn Pogromen nicht die ukrainischc Nation schuldig wäre und dankte für das ausgesprochene Beileid. Diese Vorfälle sind also nur auf die schon sech- Jahre dauernden Kriegszustände in Ukraina zurückzu׳ führen; die ukrainische Regierung und die ganze ukrai• nischc Nation bedauert sie aufs entschiedenste. Es ist aber auch bedauerlich, daß die jüdische Presse die Schuld für diese Vorfälle in manchen Fällen, wie eben in der ..Jüdischen Rundschau“ auf die ganze Nation überträgt, was natürlich eine Erbitterung hervorrufe» und das bis jetzt so gute Zusammenleben beider Nationen beeinträchtigen kann. Es ist mir angenehm bei der Gelegenheit, Ihnen den Ausdruck meiner vollen Hochachtung übersenden zu können. Dr. D in i t r ö L e w i t s k y , Chef der diplomat. Mission in Kopenhagen.“ Sokolow bei Millerand Paris, 10. Oktober. (Jcwish K. B.) Präsident .Mille ran d hat den Vorsitzenden der jüdischen Delegationen, Nahum Sokolow, in längerer Audienz empfangen. Präsident Millerand hatte mit Herrn Sokolow eine eingehende Be• sprechung über zionistische und allgemein jüdische Fragen. ׳

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