Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 72 (15.10.1920)
- Date
- 1920-10-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2651273-2652228-2652296--13469-2671197- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seile 548 JUEBISCHE RUNDSCHAU Nr, 2 ל gegen sich die Mehrheit auflchnte, war der von den Amerikanern gemachte Versuch, gleichzeitig mit der Proklamicrung der Sachliclikcit die /.ionistisclie Bewegung zu töten. Mit diesem Vorwurf soll nicht gesagt sein, daß »he amerikanischen Führer schlechtere Zionisten sind, vielleicht sind auch sie durch die Erkenntnis der tuigclK'iucn Aufgaben, die jetzt von lins zu losen sind, so überwältigt worden, daß sic in diesem Augenblick weiter gingen als richtig; jedenfalls hat es sich als Mangel erwiesen, dali sic den innigen Kontakt mit vier zionistischen Tradition und auch mit den Massen des jüdischem Volkes nicht haben. Wir zweifeln nicht daran, dal! gerade diesen Füllrem die Jalircskonfcren/ eine gewisse Lehre gewesen ist, dali auf sic die verzweifelte Stimmung eines grollen Teiles der aus den Ländern der Massensiedluiig kommenden Delegierten tiefen Eindruck gemacht hat. In der amerikanische״ Landes- Organisation wird die Opposition gegen die Füllrer iiimier stärker, 111 einem ,New Yorker Kabel wird jetzt von der Sitzung der amerikanischen Exekutive belichtet, dali dort an der Haltung der amerikanischen Führer heftig Kritik geübt wurde. Näheres lallt sich aus dem kurzen Telegramm bisher nid« 1 entnehmen. Aufschlußreich ist aber der gefällte Beschluß, daß die Integrität der Zionistischen Organisation unbedingt erhalten werden 1111111, Daraus gellt deutlich hervor, daß diese Integritiit in Gefahr gewesen ist, und dieser Beschluß klärt mehr auf als die langen offiziösen Artikel, ancl! der Fromvnsons, verschleiern wollen. Tatsächlich wollten die Amerikaner in gewissem Sinne die Kinheit der Zionistischen Organisation zerstören, und das ist der Punkt, wo sie bei der Majortät auf völliges Unverständnis stoßen mußten. Die Amerikaner haben Bedenken gegen die Existenz der zionistischen Weltorganisation aus Gründen, die zu Beginn der zionistischen Bewegung auch in Europa eine Rolle spielten. Man befürelitet, dali durch die Zugehörigkeit zu einer nationak'11 Weltorganisation der Anlaß gegeben werden könnte, den Patriotismus der Zionisten in Frage zu ziehen. Abgesellen davon glauben sie aber auch, dali sie durch die straffe Orgauisation in iluer Bewegungsfreiheit gehindert werden. Daher wünschen sie die Bedeutung der Zentrale möglichst Iierabzudrückcn, sie wollten aus ihr lediglich eine Exekutive in Koloiiisattoiisaiigelegei!- heilen machen, alle Angelegenheiten der Volks- Bewegung, alle geistigen und kulturellen Angelegenbeiten, sogar die organisatorischen Fragen, wollten sie aus dem Tätigkeitsgebiet der- Leitung ausschalten. Aber auch in der Palästinaarbeit wollen die Amerikaner möglichst selbständig sein. Immer wieder sprachen sic davon, dali sie unter Umgelnuig der Leitung von Amerika aus direkt kolonisivivn wollen. Sie wollen ihre Arbeit Tn Palästina dem llinfluII der zionistischen Zentralbehörden entziehen, ein Vorgehen, das in Palästina selbst schon sch!• schädliche moralische Wirkungen gehabt hat. Wenn daun noch die Zentralleitung durch Aufnahme lüehtzionistiselicr Persönlichkeiten vollends in eine Art Notabelukotiiitee umgcwandelt worden wäre, wäre zweifellos auch ohne formelle Auflösung die zionistische Weltorganisation belanglos geworden. Um diesen Punkt ging in Wahrheit der Kampf. Sehr deutlich sagt das auch Ruhen B rainin in dem hebräischen Organ der amerikanischen Zionisten, und der jetzt von der amerikanischen Exekutive gemeldete Beschluß bestätigt, daß solche Absichten vorhanden waren und nun aufgegeben wor. den sind. Die Jahreskoiiferenz hat bei allen Teilnehmern einen unbefriedigenden Eindruck!unterlassen, sic kann aber die gute Folge haben, daß jeder aus den Vorgängen in London und aus seiner dort ge• machten oder erneuerten Bekanntschaft mit den anderen Teilen der Bewegung Lehren für sich selbst zieht, indem er in erster Reihe nicht den (iegner, sondern sich selbst kritisiert, indem er den Gegner zu verstehen sucht. In Amerika scheint allen Anzeichen zufolge dieser Prozeß begonnen zu haben. Die Krise des amerikanischen Zionisums kann allerdings jahrelang dauern, da sic bedingt ist von dem Erwachen des nationalen schöpferischen Bewußtseins. Aus der heutigen Gärung werden aber die wertvollsten . Früchte kommen. Wir sind überzeugt, daß der amerikanisehc Zionismus seine Pflichten voll erfüllen wird. Immer wieder wird von den Amerikanern selbst diese Versicherung abgegeben, und die unvergessenen großen Leistungen Amerikas wiilirend des Krieges, ihr Einspringen für Palästina, lassen auch auf die Zukunft schließen. Aber nur als breite nationale Volksbewegung wird der Zionismus -- wie überall, so auch, in Amerika — bestehen und sein Werk schaffen können. R.W. ie Haltung der Amerikaner Sitzung der amerikanischen Exekutive Das Londoner Jewish Gorr. Bur. meldet aus New York: Auf einer Spezialsitzuug der Exekutive der Zionistischen Organisation Amerikas stand zur Diskussion die Haltung der am e ri ka n i - scheu Delegierten auf der z.ionistisch e n J a 11 res Konferenz in London. Mit Ausnahme der Herren Jakob de Haas, Professor F r a n k f 11 r t e 1־ und K a len, die die Taktik Louis Brandcis auf der zionistischen Jahreskoiiferenz, verteidigten, kritisierten alle Mitglieder der E x c k u t i v c d i e a 111 c r i k a 11 i s c 11 e D e 1 c - gation in London. Besonders scharf waren die Erklärungen Captain Tulins, ü. Sch weitzers und Rabbi Silvers. Brandeis selbst war nicht zugegen. Dagegen war Rabbi Stefen Wisc trotz seiner ursprünglichen Entscheidung, sich von der Exekutive zurückzuziehen, anwesend. Er wurde auch zum Vorsitzenden der Resolutionskonimission gewählt, ln die Resolution wurde die Feststellung einverleibt, daß der Zionismus von der Erzichungs. Periode in die Acra einer definitiven Aufbau, arbeit für Palästina übergegangen sei. Eine weitere Resolution drückt den aufrichtigen Wunsch der amerikanischen Zionisten aus, die Integrität der zionistischen Welt- Organisation zu wahren. Die Aktion für Keren hajessod Auf einer besonderen Sitzung der Exekgtivc der Zionist-Federation Amerikas wurde die Emennung eines Komitees beschlossen, das die unmittelbar in Palästina aufzunehmen, den' Arbeit e n festsetzen und sich «nit allen Fragen, betreffend die Aufbringung des 25 Millionen Piyiiü Sterlingfonds für den Wiederaufbau Palästinas befassen soll Offiziöse Pressestimmen 1111 <>Hi/ielIcn Organ der amerikanischen Zionisten ״The Maeeahaean‘1 veröffentlicht der Leiter des Publi* city Department der amerikanischen Federation, A. H. I ro m 0 n s o 11, unter dem Titel ,,Nach sieben Jahren“ eine ausführliche Kritik der Jahreskoiiferenz. Frontensoll schildert zunächst die Situation des Zionismus zur Zeit des Wiener Kongresses und die Zusammensetzung des europäischen Zionismus. Er leitet dann aus den allgemeinen Ereignissen der letzten sieben Jahre die innere Entwicklung des europäischen Zionismus ab, bei dem sich, wie er sagt, die ״Weltanschauung“ in seiner Auffassung des Palästinaproblems aüsdrückt. Er kritisiert die sozialistischen und natkmnlpolitischcn Bc- Strebungen, die inzwischen erstarkt sind, betont, daß auf der Konferenz zur ersten Male Palästina selbst als gewichtiger Faktor vertreten war, bespricht dann die Gruppierungen in Fraktionen und charakterisiert das Zentrum der ״Veteranen‘*, die als Träger der Zionist»• schau Tradition den Anspruch erhoben, auch weiterhin die Hegemonie in ne/uhalk'ii. Zu diesen Gruppen kamen als neue Macht die Amerikaner. Fromenson meint, daß die Haltung gegenüber den Amerikanern aus zwei Gründen zu erklären ist, einerseits aus der allgemeinen Abneigung Europas gegen Amerika und zweitens aus der geringen- Rolle des amerikanischen Zionismus vor «lern Kriege. Er weist darauf hin, daß noch bei dom Wiener Kongreß Amerika keineswegs repräsentativ vertreten war und fährt dann fort: ״. . . Inzwischen haben aus wohl bekannten Gründen die Amerikaner die erste Stellung in der Bewegung erlangt. SO ״'׳ aller für Palästina und für die Bewegung aufgebrachten Gelder wurden während des vorhergehenden Jahres in den Vereinigten Staaten gesammelt. Von einem Zwerg von zirka 12 000 Atitgliedern hat es sich zu einem Riesen mit über 150 000 organisierten Mitgliedern entwickelt. Die amerikanische Delegation war ganz aus überzeugten Zionisten zusainiiK’iigeset/t, mit tiefem Verständnis für die Grundlagen und Imponderabilien der Bewegung, und umfaßte viele, deren Namen in diesem Lande mit dem Zionismus so verknüpft sind wie die Namen einiger Führer in Europa mit dem dortigen. Alter nichts schwindet so schwer wie Voreingenommenheit und Vor• urteile Und die europäischen Delegierten aut der Kon• ferenz. ließen sieh von «lern wirklichen Charakter der anwesenden Delegation nicht überzeugen. Der normale geistige Zustand der amerikanischen Delegation, ihre Freiheit von den geistigen Verwickhingen und Verwirrungen, die Europa bedrängt haben, wurde gegen sie ausgelegt. Dies wurde hier als Kalthiütigkeit, als Mangel art Begeisterung, als Mangel an Eifer für die Sache gedeutet. Ihre Weigerung, sidt in die verschiedenen ״Wendungen“ zu verwickeln, und ihr resolutes Festhalten an einem rein palästinensischen Programm *wurde als Beweis für 111 re zionistische Oberflächlichkeit bezeichnet •־• dieser Zionismus wäre nur eine Wohltütigkoitsaktion, ein philanthropischer Wunsch, dem Elend des europäischen Judentums ab* zuhelfeii, Die kürzlich erworbene Stärke, numerisch und finanziell, wurde anerkannt, aber mit gemischten Gefühlen, in welchen die Furcht vo»herrschte, daß sie wegen ihrer linaiv/ielleu Stärke eine bevorzugte Stellung in der Bewegung beanspruchen wücde, ־ Ihre Forderung, daß sich die Konferenz nur mit konkreten Plänen beschattigen solle, ihr Beharren darauf, daß nichts in Betracht gezogen werden solle, was nicht dem Prüfstein des Lehens und der Bedürfnisse |>a. I;is1in.1s stamllialten kann, daß Reden um der Re!<• uiileii und Theo!ioncii um der Theorie willen cu!. fallen soll, wird als die Anmaßung, den Herrn spick•״ zu wollen, hingestellt, ihre Forderung, dali Sachlichkeit in der Palästinaarbeit und in der Fmmuig der Organ,, satiuii Platz greifen möge, wurde als ״IX»r1״rd1kta!nr• bezeichnet. Als schließlich die amerikanischen Vorschläge der Konferenz vorgelegt wurden,'wurden sie mit IL-stur/uu., mul mit Feindseligkeit entgegcngcnonimcii I He aim-ri• ka!lischt׳!! Vorschläge waren unzweifelhaft revolutionär Sie brachen mit vielen zionistischen Traditionen, gingen aus auf die Entfernung von Männern von ihren bisherigen Posten, welche von sich seihst und ihn״ Anhängern als sakrosankt betrachtet wurden, und hatten keine Achtung vor den ״Weltanschauungen•• u.,a .,Wendungen׳‘ der lies teilenden Parteien und brakti.Mn 111 den! Geburtsprozell innerhalb der Bewegung. Ebern,!• wenig nahmen sie Rücksicht aut d:c ״Gegeiiwartsarb. :t“, welche in den Augen so mancher europäischen /׳o nisten die höchste Stellung in der Tätigkeit der Bc\w gung eingenommen hat. Um diese Pläne kurz;■in! bündig zusammeiizufassen: sie forderten, daß •alle / nistiSclicn Bemühungen sich aut die Entwicklung i’.iiästinas als nationale jüdische Heimstätte beziehen sollen; daß die Organisation so geführt werden soll, drill sie die größte Anstrengung und die größte Unter■ Stützung für diese Entwicklung tiervorbringe, mul »laß die ganze Aktion sachlich und von Männern durchgeüihrt werde deren Namen schon eine •Bürgschaft sei, daß die Arbeit so geführt werde. Soweit war cs gut. Aber der Plan, wie er ursprünglich lautete, sali vor, daß, da einige von den für diese großen Aufgaben am besten ge» ׳״• neten Männer nicht innerhalb der Reihen der Orgn-.11• sation standen, die Konferenz genehmigen sollte, >/e «außerhalb ihrer Grenzen zu suchen. Einige dieser Männer waren bereits gefunden, und obgleich e.v in »Ie« meisten Fällen ausgesprochene Zionisten unr.n, waren es einige andere nicht, wenn sie .־use 1 Je! aut• richtigsten Wunsch hatten, mit den Zionisten 1.1 :;!reu Bestrebungen, die jüdische nationale Heimstätte in p.« liistina zu errichten, zusammenzuarbeiten. Wenn man die verschiedenen Elemente der K. ■ferenz betrachtet, so ist es leicht zu verstehen, warum der revolutionäre Qtaraktcr der amerikanischen Vor• schlage nichts anderes als Verstimmung und l־c:ml• Seligkeit hervorrufeu konnte. Wären diese Vorschläge von anderer als von amerikanischer Seite erfolgt, so hätten sie nicht einen Moment Lebensdauer gehabt; und seihst wenn sie von sei teil der Aiticr.katier ohne da, l'restige ihrer I!ihrersehaft gemacht worden wäre 11, und ohne das eifrige Verlangen der ganzen Konferenz, das Prestige der amerikanischen Führerschaft für die ganze Bewegung zu gewinnen, so würde man ihr kaum Aufmerksamkeit geschenkt haben. Die Persönlichkeit- »los Urhebers des Planes und die Bedeutung jener P׳ rsonlichkcit innerhalb des Welt/ioiiismus erzwang die ernsthafte Aufnahme, die ihm zuteil wurde Aber die Traditionen der Bewegung sowohl in bezug aut die Methoden wie auf die Persönlichkeiten bewirkten zu• sammen den ernsten Kampf, welcher gegen die amerika• nischen Vorschläge eingcleitet wurde Seitdem scheint der Eindruck entstanden zu sein, daß die amerikanische Delegation eine Niederlage er• litten hat, und es ist nötig, diesen Eindruck zu /er• stören. Es ist sehr richtig, daß das Protokoll zeigen wird, daß die eine oder andere Resolution der Amenkalter nicht angenommen wurde; daß zeitweilig die Strömung ausgesprochen gegen sie war. Wenn mau jedoch das Fazit der Konferenz zieht, so ist cs ganz augenscheinlich, daß die Amerikaner gesiegt haben.' ihr Plan, der Brennpunkt der Konferenz, mußte in Einzel• Weiten den Traditionen der Bewegung Konzessionen machen. Aber in seinen wesentlichen Punkten drang er durch, lütter gewissen Bedingungen, denen du aimiikanisehc Delegation nicht entsprechen konnte, wäre er vollständig angenommen worden. Aut jeden ball wer C tlie Berechtigung der Forderung nach ״Sachlichkeit" schließlich anerkannt und, wenn de Amerikaner e> gewollt hätten, s!> hätten sie die vollsr.nni ge Leitung (״controi••) der Bewegung iiberne'i'iiea können. Aber soweit gingen die Wünsche der Amerikaner nicht. Ste wünschten nur den ihnen gebührenden Pütt/ in der Bevegung; den Vorzug, Schulter au Schulter mit den Zionisten der ganzen Welt für d e Errichtung Palästinas als der jüdischen nationalen Heimstätte zu kämpfen, und zusammen mit ihnen zu beweisen, daß sic der darge• botenen Gelegenheit und des jüdischen Volkes wiirilg sind. Die Zionisten Europas mißverstanden »he Zioiii't n Amerikas; die Zionisten Amerikas mißverstanden d:c Zionisten Europas Gewiß, tlie Mcinungsvcrsehie.Vn• beitet» auf der Konferenz hätten genügt, lim eine Menge von anderen Konferenzen zu sprengen. Aber sc waten nicht stark genug, um die Zionistische Konferenz zu sprengen. Hei verständiger Ueborlegiwg w inl the Rückkehr normaler Verhältnisse in Europa, »!er neue Antrieb, den die Bewegung von der Einführung de! ״amerikanischen Sachlichkeit“ erhalten wird, das schnelle Fortschreiten der palästinensischen Entwicklung, eine engere Ucbereinstimmung, ein besseres Verständnis, ein innigeres Zusammenarbeiten mit sich bringen. Aut der festen Grundlage des Basler Programms sind alle Zionisten eins und werden eins bleiben.“ I 14 In dem hebräisch geschriebenen offiziellen Or^an der amerikanischen zionistischen Föderation ״Hatoren“! Nr. 21־ veröffentlicht Ruhen Brainin einen Leitartikel , über die Londoner Konferenz, in dem er sich sehr abfällig I über die, Haltung der amerikanischen Delegation äußert. Er charakterisiert ihren Vorschlag als einen neuen Versuch, in den Zionismus Elemente der ICA und der Alliance hereinzubringen. Dieser Geist sei aber dem Zionismus fremd. ״Man bemüht sielt, dem Zionismus, welcher heute durch eine äußere Kraft auf seine Bahn gedrängt wind, seine Weihe zu nehmen, ihm die geistige Lebenskraft zu rauben, die Gestalt seiner hebräischen Kultur zm