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Jüdische Rundschau · 1920-10-08 · Heft 70 (8.10.1920) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 70 (8.10.1920)
Date
1920-10-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 534 Palästina Arabische Ucberfälle Wie der llnifaer Korrespondent von ״llnarcz“ (degraphisch mit teilt', ereignete sich, dort ein arabischer 1 (eherfall auf eine Anzahl von Chalu/.im, welche aus Jemnia nach Mexclia wnmlcrtCn. Die, Araber hatten die Absicht, die Maultiere 11er Juden zu rauhen. Einer der C.haluzini, welche bei dem Straßenbau in Nazareth beschäftigt sind, namens Sol 0 w c i t s ch i k , wurde durch eine! i e w e 11 r k 1! g 0 I getötet. Die Angreifer konnten nicht festgeuommen werden. Das Opier war ein junger Mann von 22 Jahren, welcher 5 Wochen zuvor aus Dolen nach Palästina gekommen war. Die Rabbiner Fischmann und Sion im, sowie der bekannte amerikanische Misrachist Bublik und Dr. Angel wollten die Hohle Machpelah bei Hebron besuchen. Plötzlich wurden sie von Arabern überfallen, welche den Rabbi Slonim heftig schlugen. Als sich die Besucher der Höhle näherten, rottete sich eine Anzahl junger Araber zusammen und begann sic heftig mit Steinen zu bewerfen. Darauf warfen sie sich auf Rabbi Slonim mul schlugen ihn in grausamster Weise. Der Geschlagene flehte seine Peiniger an, ihn frcizulasseu, aber sie hörten ihn nicht und schlugen ihn immer mehr. Schließlich kam die Polizei auf Veranlassung des Sohnes des Uebeifallenen und führte die Besucher zum Wacht• posten, leimte es aber ab, auch die Araber zu verhaften. Auf der Waclitstubc wurde ein Protokoll aufgenomincn und ein Arzt gerufen, billige Tage später wurde Rabbi Slonim vom High Commissioner empfangen, der die Versicherung gab, daß in Zukunft solchen Vorkominnissen vorgebeugt werden soll. Zur Assefath haniweharim Der vorbereitende Ausschuß der Assefath liariiwcharim setzte sich, einer Meldung von ״Haarez“ znfolge, ins Einvernehmen mit den Vertretern der () rtho - doxen, um mit ihnen über die Frage der Anerkennung der orthodoxen Wahlen zu verhandeln. Man ist der Meinung, daß es in dieser Frage zu einem gegenseitigen Einverständnis kommen wird. (Bekanntlich Italien die Orthodoxen sieh seinerzeit an den allgemeinen Wahlen nicht beteiligt, weil sie mit der Wahlordnung, die auch den Frauen das Wahlrecht zuerkannte, nicht einverstanden waren. Sie hnhen jedoch separate Wahlen veranstaltet, bei denen die Frauen ausgeschlossen waren. - Anm. d. Red. d. ״J. R.“) * Am 27. 11111 versammelten sich die in Jerusalem befindlichen Mitglieder des Waad hasmani, um die Vor- Bereitungen zur Assefath haniweharim *zu besprechen. Es wurde beschlossen, daß die Versammlung in dem Saal der Alliauzschuk־ abgehalten werden soll, deren Direktor sich zu allem möglichen Entgegenkommen bereit erklärt hat. Fs soll ein zweiter Eingang gemacht werden und die Direktion ühernahm es, diese Arbeit auf Kosten des ,Waad hasmani aus/uführeii. Die Kosten der Versammlung werden auf 273 Pfund präliiiiiniert, dazu die Diäten der Delegierten mit 375 Pfuml. Die Iiereinbri.iigiing dieser. Kosten ist folgendermaßen gedacht: BvsteMerimg der Städte und Kolonien 300 Pfund; Besteuerung verschiedener Institutionen 230 Pfund; Eintrittskalten für (Fiste, sowie Erlös verschiedener Materialkn 100 Pfund. An alle Parteien und Organisationen wurde!» Briefe geschickt, mit dem Ersuchen, Redner für die auf der Tagesordnung stehenden Fragen zu nominieren. Der Vorsitzende Dr. Thon hat den General Dccdcs, den Zivilsekretär des iOberkonunissiirs, besucht und ihm über die Vorbereitungen zur Assefath haniweharim Mitteilung gemacht. General Deedes hat großes Interesse bekundet und die Vorbereitungen gebilligt. Fs wurde beschlossen, daß alle in Jerusalem anwesenden Mitglieder des Waad hasmani als perinanentes Vorbereitungskomitee zu fungieren haben. Gleichzeitig wurde folgende Resolution gofaßt: Die Versammelten drücken ihr lebhaftes Bedauern aus über die Propaganda, tlie in gewissen Kreisen gegen die Assefath haniweharim betrieben wird, in einer Zeit, in welcher der ganze Jischub einhellig die erste Dclegierteiiversammlung begrüßen sollten welche jetzt nach so vielen Hindernisse» und Aufschiebungen Wirklichkeit werden soll. Die erwähnte Propaganda wird der Assefath haniweharim nicht schaden, aber sie kamt Verwirrung in die Kopfe tragen, die eine Ent* fremdung der verschiedenen Kreise des Jischub zur Folge haben wird. (Diese Bemerkung bezieht sieh offenbar auf die der Jerusalemer Zeitung ״Doar Hajom“ nahestehenden Kreise. Die erwähnte Zeitung hat wiederholt Artikel veröffentlicht, in denen sie den Wert der Delegiertenversammlung anzweifclt. — A. d. R.) Der Misrachi in Palästina Am 24. August wurde die erste Sitzung des Zentral- Waads des Misrachi durch Rabbi U zi el eröffnet. Rabbi Fishmanu berichtete über die• Londoner Konferenz, wie auch über die Arbeiten des Misrachi in der Vergangenheit und dessen Aufgaben für die Zukunft. Für den Zcntral-Waad wurden gewönnen: Chachambasciü Jaleob Meir, Rabbi Ahrain« witz, Rabbi Schapiro und die Herren Kahaiie und Kük. In den neuen Waad Hapocl wurden u. a, gewählt: Rabbi Uziel, Rabbi Fisbman, Rabbi Abramoxvitz, Rabbi Zitrimi. Rabbi Ostrowski. Vorsitzender ist Rabbi Fishtnati. In den Aufsichtsrat (Waad Hamfakcueh) für das orthodoxe Erziehutigswesen wurden gewühlt: Rabbi Uziel, Rabbi Ostrowski, A. M. Lifsdutz und Dr, Mirldn. Es wurde beschlossen, die JU ED ISCHE RUNDSCHAU Arbeit zugmiste,1 der Immigranten zu erweitern und Herbergen und koschere Kuchen zn .gründen, wofür besondere Komitees in allen!Hafenstädten und Jeiusalein gebildet werden sollen. Der Misrachi in Amerika soll ersucht wc'rden, auf die dortigen Hilfskomitees ciii/tiwirken <!<‘111 |־.al.:isti!!t׳nsisrJ1e11 Misrachi bei der Gründung der koscheren Küchen zugunsten der orthodoxen Einwanderer Unterstützung zu gewähren. Auiicrdem wurde» zahlreiche wichtige Beschlüsse in den Fragen der Organisation, Erziehung und der Kolonisatkmsarbeit gefaßt. Sowohl die Wcltzciitrale als auch tlie Landcszeiitnile werden im Anfang des nächsten Jahres naelt Palästina übertragen werden. Ein Brief des Rabbi Kuck. Vor Rosehliascha.nah voröffenilichie Rabbi Kuck zwei gedruckte Briefe. Der erste Brief ist eine Mahnung zur Beobachtung des Sabbat und der Speiseges-'t/.e und eine heftige Verurteilung der Dehcrtretung dieser Gesetze in den Städten und Kolonien. Der zweite Brief ist betitelt ״Sendbriet an meine lieben Brüder, die Bauern und Weinbauern der Kolonien, in allen Teilen unseres .geheiligten Landes“ und fordert sie auf, die nach Palästina kommenden neuen Einwanderer als Arbeiter aiifztmelimen. 111 diesem Briet heißt es: ״Eine doppelte Pflicht liegt jetzt aut dem ganzen Jischub und besonders auf Euch, die Ihr in unserem Lande .Bürgerrecht •erworben habt und es bebaut. Jetzt ist die Zeit gekommen, wo wir uns alle für die )iid i 9 c h c Arbeit ei n z ti s e t z e n Im ben. Unsere Lebensfrage ist heute die Frage der jüdischen Arbeit und bei allein Wohlwollen gegen unsere stammverwandten! Nachbarn, die arabischen Landesbewohner, müssen xvir doch bedacht sein, unseren eigenen Brüdern gegenüber die doppelte Pflicht, die Bruderpflicht gegen den Volksgenossen mul die Pflicht des Aufbaus des Volkes auf seinem Boden zu erfüllen.“ Der Wandervogel. Am 15. Einl wurde in Jaffa die zweite Jahresversammlung der Wamlervogclorg.inisntion ״llazophch“ eröffnet. Anwesend waren etwa •Hl Delegierte, meist jugemllichen Alters, Vertreter von 15 Gruppen, die insgesamt etwa 100'J Genossen umfassen. Audi die Vertreter des gaiizischcn ״Schonicr I Inznir“ nahmen, teil. Dr. Mossinsohn begrüßte die Versammlung namens der Lehrerschaft, und sprach sein Bedauern darüber aus, daß die Vertreter der pa'ästi- »eiiMselien Wandervögel sich nicht an der allgemeinen Versammlung der Waiiderbiinde der Welt in London, beteiligt haben. Aus den Berichten der Butidesleitung und der Gruppen gellt hervor, daß beinahe alle Gruppen :111 letzten Jahre Fortschritte aiifzuweiscn haben, ln der Diskussion wurde die Frage der Vertiefung des Wundervogelgedankens besprochen und ein Beschluß gefaßt, wonach das Element der Arbeit im Leiten des einzelnen Wanderers gestärkt werden soll und betont wird, daß sich die Jugendlichen in den Ferien an verschiedenen Arbeiten, insbesondere an der landwirtschaftlichen Arbeit beteiligen sollen. Die Versammlung gab ferner die Anregung, mit den Jugendbiindcn in der Diaspora in Verhuulung zu treten, u!n der, Boden für die Schaffung einer Weltorganisation für die jüdische Jugend vorzubereiten. Auf Anregung von Prof. Ged des wurde eine Pro-KarmcFC1ese!lschnft mit ähnlichen Zwecken wie die Pro-Jerusalem-Gesellschaft gegründet.' Zum Sekretär wurde. Dr. Ci ff rin. Haifa, berufen. Die Bekämpfung der Malaria. Der ״W. M.Z.“ wird von Dr. K. M, geschrieben: Englische wissensehaftHche Zeitschriften (Jaurn. of the roy. army med. cor! s) berichten jetzt, auf welche Weise die Engländer beim Palästina-Feldzug im Jahre 1618 die Mal.iri.v gefahr zu bekämpfen suchten. Etwa 60 01)0 bis SO 000 Mann, zum Teil Earhige, befanden sich in einer ungesunden Gegend Süd-Palästinas. Schon während des Winters kam es bei Truppen, die in der Nähe verdächtiger Brunnen untergebnent waren, zu Malariacrkrankungen.' 111 den Brunnenschächten fand man schon um diese Zeit lebende Anopheles und Larven im Brunnenwasser. Da griffen sofort die Engländer zu radikalen Mitteln. Es handelte sich um Beseitigung der Brut- Gelegenheiten für Mücken, also in erster Linie um Trockenlegung des Geländes. Man staunt, wenn man die Zahlen liest. 222 800 Arbeitstage und Millionenspesen erforderte diese Aufgabe. Der Erfolg blieb nicht ans. Im Hochsommer waren die Mücken schon ganz spärlich. Die Truppen waren auch sonst durch Netze geschützt und wurden tlie Lagerplätze möglichst weit vom Wasser verlegt. Das Endergebnis der Arbeit war, daß nur 10 ״,״ der Leute an Malaria erkrankten, was relativ sehr wenig ist. flmulel und Verkehr. Wie uns gcsrhrichc» wird, ist die Palästina Aktieselskabet ״Chiratn“ in Kopenhagen, welche seit über einem Jahr den Ex- und Import naelt und von Palästina betreibt, in eine englische Gesellschaft umgewandelt und in London unter der Firma ״The Palestitu• Oomjuny Tlirmnl Ltd“ mit einem Kapital von 100 (XX) ,C registriert wurden. Die neue Gesellschuft hat die sämtlichen Geschäfte der alten Palästinafirnu ' Pewsner fr Kahan, sowie deren ausgedehnte Speicheranlagen in Haifa übernommen. Herr Pewsner ist in die Leitung der Gesellschaft eingetreten. Das Hauptbüro der Gesellschaft in Europa unter Leitung des bisherigen Direktors Herrn William Periis befindet sich in Paris, während das unter Leitung der Herren Samuel Pewsner und Josef Salzmann stehende Hauptbtiro für den Orient nach Haifa verlegt ist; das Büro in Jaffa wird als' Filiale weitergeführt. Für Deutschland hat die Gesellschaft eine eigene Filiale in Hamburg 36, Große Bleichen 67, errichtet, die von Herrn Leopold Landau geleitet wird. Dadurch, daß cs der Gesellschaft gelungen ist. die Erlaubnis für die direkte Befrachtung von deutschen Gütern auf deutschen Dampfern von Hamburg nach Palästina zu erlangen, ist der direkte Verkehr von der Deutschen Levante-Linie wieder aufgenommen, worden. Die Gesellschaft befrachtet all- ׳monatlich größere Dampfer undl ist dadurch in der Lage, besonders Umzug mit zu günstigen Frachtsätzen ohne Umladung nach Palästina zu befördern, über welche die deutsche Filiale in Hamburg Auskunft erteilt Nr. 70 Soll Zion zum Spott sein . . .? Vor einigen Tagen fand in Wien eine öffentliehe Versammlung statt, welche sich mit <lt>r Lage in Frez-F.rae! befaßte. Aus der dort gehaltcneu Rede des palästinensischen Arb.iters Zw! Je hu da (I lapoel-Ha/air) gibt tlie W en.-r ״j״. dische Zeitung“ den nachstehenden Auszug wieder: Ich will so mit euch sprechen, wie jeder von ״״s in seinem Herzen zu sich spricht. Hier ist nur eine Frage: was tun wir? Seit tausend Jahren reden wir von Rückkehr und jetzt, w<, man uns eüuhl Weg zeigt, unser Schicksal selbst zu bestimmen, wo sind wir? Jetzt, wo die Welt und das jüdische Volk wissen, daii wir ein Volk sind und Erez-lsr.iel unser sein muH um! kann, jetzt, wo wir gezeigt haben, daß w:r aus den! Land und den Steinen von Erez-Israel fruchtbaren Boden machten, jetzt, wo wir bewiesen haben, daß wir aus der babylonischen Sprachcnverwirruiig unsere Sprache erneuern konnten, jetzt, wo es uns gelungen ist, neue Formen von Leben und 'Arbeit zu schaffen, jetzt müssen wir all unsere Kraft anstrengcn, um unser Wollen zu ver• wirklichen. Ich 11 a b e k e i ti e F o r d e r ti n g e!1 ״!! Aktionskomitees und dergleichen. Rh frage, was tun wir? Was ist die Arlieit, die jeder von uns schon heule tun muß? Fs ist richtig, das Volk ist arm! Wir haben keine Mittel. Dennoch, wenn in der ganzen jüdischen Gas.•• die Frauen den Schmuck, der sie schändet, zum Aufbau ihres Lebens in Erez-Israel geben werden, so wird dies nicht allein materielle Hilfe sein. Denn unser Glaube an unsere Mütter wird wachsen und wir werden ver• gessen, wie lange sie uns allein gelassen. Recht zu fordern hat nur der, der selbst Recht tut. Wir alle müssen einen Weg finden, die Mittel herbeizuschaffen. Da, der dein Teil, das isf alles, v,,״ du konntest, gegeben, geh zu dem, der mehr hat und 'fordere von ihm. Jener tue desgleichen. Wenn ihr von Selbstmord in Erez-Israel gehört habt, so wisset, es ist nicht wegen Hungers, lliiuusgegangen sind sie, unsere Kinder, Knaben und Mütchen. Erez-Israel aufzubauen. Nicht Hunger noch Elend können diese Kinder schrecken, zu sehr sind sie daran geu״h»!. Wenn sie aber sehen sollten, daß ihr sie vereinsamen lasset, dann kann es leicht geschehen, daß wir alle vor dem Selbstmord stehen. Höret und höret es wie einen Fluch! Wenn ilu nicht ausstrecken werdet die Hand den Versinkenden entgegen, so werden jene untergeben und die Hand wird verdorren! Wenn ihr euch nicht schämen wollt. Gottes Erde mit Füßen zu treten, so müßt ihr all eure Kraft an• spannen zur Tat! ,׳? Sollen wir dastchen, wie Schwindler und Betrüger, die schreien, sie wollen ein Volk sein und arbeiten umt jetzt, wo die Arbeit, nach euch schreit, stehet ihr abseits, treibt Handel mit der Arbeit der anderen! Schande über uns! Schmach und Schande, ein Volk will werden und es fehlt an Mitteln, zu einer Zeit, wo Juden in Automobilen fahren, in Theatern sitzen und mehr essen als der nackte Hunger fordert. Gehen wir doch, reißen wir ihnen, die Larven v״n Gesicht, daß sie sich schämen, auf die Gasse zu gehen, weil jeder mit den Fingern auf sie weist, als Verräter an der Zukunft ihres Volkes! Oh! Meine Ohnmacht! Könnte ich doch eine hohe Mauer ziehen um die ganze Stadt und alle Juden dort zusammentreiben und sie nicht ziehen lassen, ehe sie nicht antworten auf die Frage: was habt ihr schon für die Zukunft eurer Kinder getan? Könnte ich ein Kleineres tun, ich würde alle jene, die Zions Namen mißbrauchen, mit Bändern und Farben, mit Nadeln und Worten, in einen Saal sperren und sie nicht ziehen lassen, bis sie nicht antworten auf meine Frage: Was tut ihr für Zion?! Noch kleineres würde ich tun. Nur jene, die sich Führer nennen im jüdischen Volk, die würde ich in ein Zimmer sperren mul nicht enden mit meiner Frage: Wohin führt ihr das jüdische Volk?! Seht dir den Abgrund, auf den sie zueiicn? Helfet, rettet das jüdische Volk!! Weinet mit mir, jüdische Kinder, Zion will erwachen mul die eigene Mutter erstickt cs Im Schlaf. Oder Lachet, lachet über den Hohn! Jisraci will sich ein Haus halten, und es fehlt an — Gehl. Verflucht seid ihr um des Geldes willen, gejagt und gepeinigt seit 2000 Jahren, nun sollt ihr es geben zum Aufbau eures Landes und da haltet ihr es fest in den Taschen! Jüdische Kinder in Erez-isracI wollen ans der Wüste einen Garten machen, trotz Fieber und Krankheiten und großer Hitze, und es fehlt an — Geld für diesen Zweck. Jüdische Kinder wollen Straßen hauen in Erez-Israel, und es fehlt an — Geld für diesen Zweck. Jüdische Kinder wollen leben und arbeiten in Erc/• Israel, aber es ist kein Geld für die Reise da. Verflucht ein Volk, das schlemmt und praßt un<i nichts übrig hat für die Not seiner Kinder. Höret! Die ihr mit dem Herzen hört, was aus dem Herzen zu euch kommt Gehet hinaus in alle Straßen und Plätze, in äße Tempel und Bethäuser, in jede Gemeinschaft zu Lust oder Trauer, überall, wo Juden zusammen sind, dort redet zu ihnen. Erwecket sie zur Tat! Soll unsere Hoff• nung zuschanden werden, soll Zion noch immer zu» Spott sein für alle Nationen? Das jüdische Volk muß leben, denn wir wolle■ leben 1

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