Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 67-68 (1.10.1920)
- Date
- 1920-10-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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,11־11'.' e:1 011!11■;!Her wir der St, jllten nicht ii'iw'n iber tun irtcn, Wien wir iaht wir sein. CUH1 (lickt >, rrwir Er- .s e 11 i c 11. ■iptin vereinet :ioum v. ir re. 11 tu 11. /am rumher־ D-;Hi t c r- VG-lt 'war rii-llt tp»tliert. י1!וי1ג P; n; «er sc 11 ult Ina- {ah. Und Bie. le ivu Nr. 67,08 j u e 1׳y\ sc 11 e r u א nsc hau Seite 519 immer tiulir nusgcsponiicn wird; wir sind mit den Amerikanern einig in ihrer Kritik. In dein Augenblick, als Ussisclikin, Weizmnnn und Sokolow ihre rta na ״ e g en die Nati o n ״ I י s»c r« 111 ' ‘1 <■'? 6 ° “ s erhoben haben, wurde das Schicksal dieser rubrer entschieden. Uns war tlas frühere Palästina-Amt viel lieber als der Wand I In/irim, der Millionen aiisgcgcbeii lut, die keine l'riidite!:einigen habe״. 'Uedaier 11es|׳nc!n die Zustande im Lande nml greift Ussisclikinlielu!.׳, an. Wenn die Leitung abtritt, weide eine neue Volksiiewegung entstellen. Aber im Wand Hazirini netten Arbeit zu sein, ist unmöglich. Es sprechen hieran{ Jahnieli, Sdicrniann, Hierauf ergreift das Wort Dr. Arthur Ruppin: Wir dürfe״ nicht vergessen, daß׳ ährend des Krieges den Jisdiub gerettet Punkt liehen haben legt nugelangt, wo das Ziel der politischen, der tvest- Zionisten erfüllt ist. 111 den Jahren des Krieges wir ■den Schwerpunkt in die politische Arbeit vermm der Sie;; der Politik erreicht ist, wissen zu sitze״ und Sclieinliin. die war haben mehr Ihre jetzige Amerikaner ]laben; Sie cclan, ais wir damals erwartet haben. Ansicht ist irrig, ist ein .WillVerständnis, aber unsere Sache ist, sie nicht zu vergewaltigen, sondein sie zu überzeugen. Wir müssen Ihnen erklären, daü es fiir uns geschäftlich c 1111 d 11 i eh t geschaltliehe Angel e g c 11 heit e n ״ibt Eine Agrarba 11k z. B. ist ein rein geschäftliches Unternehmen, aber wem sic Kredit zu gehen hat, - dies ist eine I rage der Vorbereitung der Arbeiter, eine iiiditgesclialtliciie Angelegenheit. Es gibt Hinge, die beute keinen l'roiit geben, ’aber später viel einbringeii Werden. Dies sind zum Beispiel die 1־;innen. Wir können auch uuseieii Kindern keine solche Erziehung geben wie die Araber. Wenn wir sie zu guten Bauern und I fandwerkern erzielten wollen, <1:11111 ist eine größere Bildung nötig als die in den Regiermigsscliulen erreichbare. Wenn es uns nicht :■dingt, den Amerikanern die Notwendigkeit der nichteeseliätt liehen Arbeit zu beweisen, dann wollen wir ihnen die rein geschäftlichen Arbeiten übertragen und die übrigen Länder werden sich bei der_ Befriedigung unserer anderen Bedürfnisse beteiligen. iäusciicii wir uns nicht über die nutcrikaiüsdie Masse, auch sie hat kapitalistische Begriffe. Wenn wir die Auierik u 11 e r ״ i c h t ״ ״ c 11 i 11 r 1* 11 B e g ri f f e n i in L a 11 d e a r beit e n las s e 11, w erde 11 w i r k e i n U e l d aus A 111 e r i k a b ek A m 111 e n. Ich frage che Arbeiter; Sie haben sieli «loch an die Massen in Amerika gewendet, imd wie groll sind die Summen, die sie bekommen haben? Auch der Nation,ilfonds hat statt einer Million nur SO 000 bis »)0 000 Lst. eingenommen. ' Das private Kapital der aiucriknuisclicti Zionisten hat nicht die Absieht, den Jiscliub ausziibcuten, denn er wird sich mit kleinen Gewinnen begnügen: so war es auch bei der I*. L. I). C., privates Kapital zum Zwecke der Er- Schließung des!־״indes mH geschäftlicher Cirtmdkige. Ich glaube auch, daß wir uns viel mehr an Selbstslämligkcit gewöhnen müssen. Jede Gesellschaft, die gegründet wird, wendet sieli gleich um Unterslütr.iing an den Waad Hazirim. Das dürfte aber nur in Ausnahme• fallen geschehen. Der Waad I kisiuani oder die Assefat Haitiweliaiim wird eine Wirtschaftskommission cinsetzen, wedle slich mit der Entwicklung von geschäftlichen Ooseltscliafton im Laude zu befassen haben wird. Die (iesellsehaften haben sieh auf der ganzen Welt in 1111gehen rem Mulle entwickelt. Eine Gesellschaft, die in Amerika 1111 Jahre 1')()*) mit einem Kapital von. 2000 Dollar gegründet wurde, hatte nach sieben Jahren ihr Kapital auf über eine Million Dallar gebracht. Es gibt viele Möglichkeiten, Transportgesellschaften, Hypothekenbanken, Industrie-, Ballgesellschaften usw. Ich habe mit dem Gouverneur über alle diese Fragen gesproelum, und er ist 11er eit, allen derartigen Gesellschaften zu Hilfe zu kommen. Die Einkünfte aus den Steuern können hier hcrangezogen werden. Wenn der Jisdiub vergrößert wird, werden auch diese tiesellscludten sieh entwickeln. Es muß eine neue Ordnung in unsere Arheit kommen. Der Waad 11 a z i r i m 11111 (1 u 111 g e s t;111 e t werden. Alle geschäftlichen A 11 g e 1 c g e 11 heit e n in it s s c n ihm entzogen werden, und er soll sieh nur mit nichtgescliaftlichen Angelegenheiten befassen, für die iuiiuer auch die Unterstützung einzelner Faktoren des Auslandes lierangezogen werden sollen. Selbstverständlieh werden auch die Leiter der verschiedenen Gesellschafton einen gemeinsamen Rat schaffen müssen, damit!keine Anarchie in ihrer Arheit einreißt, und sie bedürfen auch der Aufsicht bezüglich der Steuern und der Ge* winne. Ich hoffe, daß auf diese Weise ein E i 11 v e r 11 e h m 0 n z wi sc 11 e 11 u n s u 11 <1 den A m crika nern zustande kommt, und habe mich auch in diesem Sinne in London geäußert. Der Gouverneur wird demnächst ein Gesetz erlassen, das als Reglement für alle Arten der Gesellschaften gelten soll. Rednererwartet viel von der Wirtschaftskommission, die von der Assefath Haniwdiarini eingesetzt werden soll, nm der bevorstehenden Regelung tles Sleucrwesnis, von der Unterstützung der genossenschaftlichen Institute, wie ״I lamasi'hbir“, usw, Die Assefath Elaniwdiarim wird solche Gesellschaften anregen müssen, weiche das öffcntlidie!״eben im Lande erleichtern und ntich den Aktionären Nutzen bringe״, Wenn im Lande selbst der Anfang gemacht wird, werden die Kapitalien von außen kommen. Zum Schluß betont Redner, daß nach Ablösung der wirtschaftlichen Angelegenheiten vom Waad Hazirim wieder ein Amt geschaffen werden muß, wiedas Palästina-Amt vor «lern Kriege war, welches sieh mit politischen Angelegenheiten nicht befaßt hat. Allerdings brauchen wir vor allem verantwortliche Fachm.-inner. Der Jisdiub muß lernen, auf eigenen Füßen ׳" stehen, auch die Hilfe von außen dürfen wir mir Provisorium ansehen, ebenso wie die gegen- Krise eine temporäre ist Dr. Schniarjahu Lewin: Wir gehen nicht einer Krise entgegen, sondern wir stehen mitten in ihr. Sic kommt ner nicht aus einer Meinungsverschiedenheit zwischen an n ^1nrr',l״Hcrn und der Zentrale, denn auch 1 1 ro/eiit der Amerikaner sind russische und gal irische juüen. Die Spaltung kommt von den zwei verschiedenen /umassungen des Judentums: der östlichen und der westiiciien, die uns schon früher in ״politische“ und ״praktische ' Zionisten geteilt hat. Warum gehen wir nacn 1 alasuna? Jene sagen: ׳uni; aus der Galutli herauszuKormnen, und die anderen sagen: uns erfüllt der messiamscbe Gedanke, wir müssen eine innere Umwalzung vollziehen, uns erneuern. Nun sind wir an einem die Politiker nicht, was noch zu tun wäre. Die Amerikaucr fürchten sieh vor der nationalen Kultur. Der Be- ,rciff Amerika verwischt «len Charakter nationaler Gruppen und erzeugt einen umfa■■ •emleil Bi'p.uff ,1‘"י Amerikanismus; Nationalität bedeutet bei ihnen politische Selbständigkeit, *lamm verstehen sie uns nicht. Ferner: wir haben uns manchmal eingebildet schon ein Staat zu sein und haben große Departements geschaffen. Die Amerikaner beanstanden die Büros in London und lernsalem (das in New York -״ Splitter im eigenen Auo-c .sehen sie nicht). Es ist aber gut, daß wir wieder ei,!sehen lernen, daß wir in kleinen Schritten vorwärts .׳cheu müssen; für uns ist die heutige Phase cm An-?an׳• wir ,müssen mit unseren Kräften reciinen. Die Vorschläge Ruppins sind gut, aber wird der Jiscliuw wir den Nach Land nur die Kraft haben, allein die Heimstätte atifzubatien i meiner Meinung nicht. Wir sind der Quantität und der Qualität nach gering; darum müssen wir unsere Zain vermehren, Juden ins Land bringen. Demagogen unter uns haben gefordert, Millionen Menschen 111s zu bringen, wir waren vorsichtig und verlangten zehntausend*', aber wenn wir jetzt, nach einigen hundert, die Einwanderung einstelieu, dann begeben wir ein Vor* brechen. Das müssen wir liinausnifen •nach Amerika, nach London und überall bin. Ich glaube, daß bis zum Winter etwa 5000 Mann kommen werden, die müssen wir unterbringen und ihnen Arheit verschaffen. Dies ist unsere Selbsthilfe, das Beispiel, das wir dem Ausland geben müssen. des Landes getan, pflanzten Dünen in rechnet, daß bei 7011000 Duuani ein Pfund zu erzielen ist, sicht man nicht diese als cm wärtige den Zionisten aus der Provinz Posen! Alle Gesinnungsgenossen, die Im letzten Jahre aus der Provinz Posen nach Berlin verzogen sind, werden hierdurch dringend gebeten, sich zu einer Besprechung am Montag, den 11, Oktober, abends S Uhr, im ״Heidelberger" Friedrichsir.l 43/149 (Nähe Bahnhof Frledrichstrafje), Parlaments• zimmer, einfinden zu wollen. Do cs sich um eine aufterordenilieh wichtige zionistische Angelegenheit handelt, erwarten bestimmt zahlreiches Erscheinen. wir Berliner Zionistische Vereinigung S o tn u e I. Namens der Posener Gesinnungsgenossen: R. A. Kotlenscher Georg Beer Fritz Bernstein. Geld zu sammeln ist eine schwere Arbeit. Unser Volk hat noch eine Gnluthseele, vir müssen ihm erst die Bedeutung der Stunde klarmachen. Die Parteien in Amerika haben uns bei der Geldsainmlung nicht gehalfen, uns vielmehr nur geschadet. Von rechts und links ist man über die Leitung hergefallen. Die Poale- Zion in Amerika sammelten 100000 Dollar für ein iidischcs Tageblatt, wieviel ,aber sandten sic der Krankenkasse in Palästina? Aeimlieh verhielt sich der Alisradii. Wenn heute die Krise da ist, ist sie zum großen Teil eine Folge der inneren Kämpfe, die die amerikanische Organisation lebensunfähig gemacht haben. Jch selig das Heilmittel nicht in ätank und! Empörung, sondern wir müssen ein Manifest des J i s ch u \v in Amerika verbreiten, das ausführlich und, klar die Situation darstellt. Wir müssen mit den Amerikanern zu einem Einvernehmen kommen. Ich rate jedem Menschen davon ab, ohne Einverständnis der dortigen Führer nach Amerika zu gehen. Sie müssen uns einladen, und sie werden es tun. Allzuviel haben wir uns auf Amerika verlassen. In Polen hätten wir nach dem Friedensschluß mindestens eine lialhe Milliarde Mark sammeln können. 1 n Deutschland koniit.e man zweihundert Millionen sammeln. Es war ein großer Fehler, daß wir während der letzten Jahre nicht in diese Linder gegangen sind. Heute müssen war zum Volke gellen und ihm die Krise darstellen; wir müssen ein Heer von jungen Leuten <1,1/11 nufbieten. Wenn vir dein Volke nicht ans dem Becher des Leidens zu kosten geben, werden wir kein Geld bekommen. Und wisset, daß ohne kulturelle Entwicklung Wir nicht bestellen können. Warschau, Wien, Lodz sind in den letzten Jahren weitergekommen als wir. Wir müssen uns hüten, das Sdiutoudget zu kürzen. Nicht eine einzige Schute darf geschlossen werden! Und auch auf die' Alijah dürfen wir nicht verziduen. Es muß. «ein Arbeitsplan ausgearbeitet werden, die Leiter der zionistischen Arbeit, Wcizniann, Simon und Sokolow müssen iherkommen. Ferner mutt ein Manifest des Waad ilinsmniii herausgehen, das die Lage schildert und erklärt. Auch Abgesandte müssen in alle Länder fahren. Ich glaube fest, daß die Lage Besseren wenden wird. Wochen hielten wir dies für ein , Minimalprogramme Wenn mail das jetzt aufsdiiebl, da״" geschient es für lange Zeit. Auch für die Jemeniten müssen sorgen, damit sie nicht gezwungen sind, nur bei Kolonisten zu aibciteu. Wir brauchen große Sinn- 111 e 11 , 11 in A r h e i t f ü r die Ein w a n de r n <1 e it zu scha f f e 11; iiiiiukstiuis TI OOO Pfund für jede hundert lu'ite Menschen, im l aufe dieses lahrcs. I ur die IniilhiiiKlcrt vorhandenen lur die Aiisieillting ausgebildeten Familien uiussen wir 175 001) Pfund ausgellen. Und alk! diese Summen sind schon uiedrigst angesetzt. Jedes andere Volk gibt viel mehr aus für Versuche und ' Siedlungen wie diese. Im Laufe des letzten Jahres haben wir viel für die Aufforstung Prof. Ged des sah die be- Nadialath Jchiida und hat heeiner bepflanzten Fläche von Gewinn von fiinf/ebn Millionen als nationales Vermögen. Warum Arbeiten, ebenso die AuiforsUmg am Karmel, die Trockenlegung von Kineretli? ihr sprecht immer mir mit Geringschätzung von unseren Defiziten, aber eine beträchtliche Anzahl Kwuzoth wird das Jahr ohne Defizit nhschließeu. Auch die alten Kolonien mußten ja vom Baron und der lea unterstützt wurden. Manche Arbeiter in den Kwuzoth arbeiten fünfzehn Stunden täglich, weil sie die Vorantwortung und Verpflichtung fühlen. Jede lamkvirtsehaftliehe Kolonisation an jedem Ort wird von der Regierung ■unterstützt; ein weites Gebiet für das private Kapital ist die Industrie, der Handel, der Straßenbau, Transportwesen 11 sw. Auf die Frage der privatwirtscliattliehen, landwirtschaftlichen Betätigung will ich hier nicht eingellen, aber klar ist, dal! das nationale Kapital sich in der Landwirtschaft betätigen muß, andernfalls ist kein Platz, für uns im Laude. Wenn wir auf die Assefath haiiiwcliarim oder auf das Kommen von Wcizmann und Sokolow warten wollen, daun verlieren wir ein Jahr. Wenn der Waad hasmani die Notwendigkeit der Beschaffung von Arbeit erkennt, muß er mit außergew'öhulidicr Anspannung arbeiten und■ der Oeffeutliclikeit zeigen, daß viel geschaffen wurde, beweisen, daß. der neue Jischuw unbedingt erhalten werden 111111k Dr. Mossinsolin warnt davor, in dieser Stunde der Krise I'artcistreitigkciten liereinziibringen. I >ie Jisdiub müsse geschlossen dastdien und seine eigenen Kräfte mobilisieren. Wenn nur eine Millian außerhalb Amerikas gesammelt wird, dann wird sich das Verhältnis der Amerikaner z.u uns ändern. Nachdem noch mehrere Redner gesprochen haben, resümiert der Vorsitzende Dr. Thon das Resultat der Diskussion u״d fügt hinzu: Während des' Krieges hat das Actions-Cotnite die Zionistische Organisation gerettet. Jetzt hat die Londotier Konferenz, viel zerstört Es wurde eine gewisse Kombination geschaffen, aber keine wirkliche Zentrale. Es isi jetzt unsere Sache hier 1 m Lande, ein wirktidics Zentrum aufztihauen. Wir haben beschlossen, ein Manifest an das Volk zu erlassen, weil wir an das Volk glauben. Aber wo ist heute der Schwerpunkt des Volkes? Auf Hilfe von außen' dürfen wir uns nicht verlassen. Unser eigenes ■Verantwortungsgefühl muß wachsen. Die Einwanderung muß zumindest in dein geringen Maße aufrecht erhalten werden, schon aus politischen Gründen. Die zionistische Leitung darf nicht die Krise lange Zeit andauern lassen, sie muß an den» Ort der Gefahr erscheinen, d. 11. in Palästina und hier die Arbeitspläne aufstellen.. 111 später Abendstunde erhält sich bald zum Agronom O.ettinger: Wir werden auf das Nationalvermögen, welches in der Landwirtschaft steckt, nicht verzichten. Wir dürfen nicht vergessen, daß außer den Schulen und der Alijah cs noch Hunderte von Arbeitern im Lande gibt, welche von der Ansiedlung im Lande träumten, ihnen gegenüber bestellen Miß- Verständnisse auch hier ini Lande. Man kritisiert die Kwuzoth; ich will nicht alles verteidigen, aber sie sind ein (großes;menschliches Kapitel und wir müssen das Bestehende schützen, jetzt könnte nun bereits an den Aufbau neuer Kolonien gehen, in Daganiah, in Ben- Scheinen, in Huldali, Kineretli, Kfar Milel, Kirj.ith jearint (Dilb) u.!a. Wir liaben bereits das!vorbereitete Menschenmaterial, etwa fünfhundert Familien. Noch vor einigen Ussischkin das Schlußwort: in kurzer Erwiderung auf die Angriffe, bemerkt er, daß gerade die Elemente, die ihm jetzt zunu'cn, er müsse abtreten, ihn in London gezwungen haben, in die Leitung c-inzutreten. Die Krise, die jetzt ausgebrochen ist, ist weder eine geistige, noch eine moralische, noch eine politische, sondern eine finanzielle Krise. Wäre ich aus London mit vier Millionen Pfund in der Hand zurüekgekelirt, hätte mau inieu mit iiiiunpii empfangen. Aber warum geben die Amerikaner kein Geld? Weil sie nicht zufrieden sind mit eurer Arbeit, meine Herren vom linken Flügel!!Litte der Wand Hazirim eure Forderungen nicht erfüllt, dann halten die Amerikaner Gekl gegeben. Sie sagten, die Kwuzoth sind eine IX'inoralisation und wir sind schuld daran. Sie sagten, die Leiter der Ressorts beschäftigen sich mit Politik und mit Sozialismus und wir sind schuld. Und ferner: die Verteidigung von Galiläa sei filierflüssig gewesen und habe Schaden gebracht. I>ie Summen, die wir für die Selbstwehr gegeben haben, auf eigene Verantwortung, ohne vorhergehende Bewilligung, sind bisher nicht bestätigt worden. Auch in bezug auf di»' Aljait hatten sie eine andere Meinung als ihr. Sie sind mir für husiucss und business-Mensehen. Sie, die alle mit Ausnahme von Brainin gegen die Nationalisicrimg des Bodens gestimmt hatten,' sagten, ein saldier Waad Hazirim, der derartige Summen herausgeworfen hat, habe keine Daseinsberechtigung. Darum waren sie gegen mich und gegen Dr. Ruppin. Ich aber habe meine Meinung über die Kwuzoth weder nach der einen noch nach der andern Richtung geändert. Ich sehe in ihnen eine Einrichtung des. Ucber■ gangs. Einer von den Lobreduern der Kwuzoth, Herr Octtiiigcr, hat mir zugestimant, (Zwischenruf Oetttingers: ״Nicht in allein“) und in dem Programm, das wir nach London gebracht haben, beantragten wir, d i e Kwuzoth in Arbeitersiedlungen (Moscha w c o w d i m) u in zuwandcln, ln der ersten Sitzung des Actioiis-Gomites war ich cs, der die Kwuzoth verteidigt hat Und noch eins: Nicht für den Waad Hazirim und nicht für mich und nicht für Dr. Ruppin habe ich gekämpft, sondern für die Vertretung des zionistischen Judentums der ganzen Welt. In dem Mandat ist eine solche Vertretung erwähnt. Aber die Amerikaner erklärten sie für unnötig und nannten dies die Schaffung eines ״Staates im Staate“. Wir weiden weiter für unsere Anschauung kämpfen, aller nicht gegen die Amerikaner, denn der Prozeß, den der russische und deutsche Zionismus durchgemacht hat, wird auch 111 Amerika kommen und ihre Anschauungen werden sich klären, Der Waad Hazirim wird alles tun, um Mittel aufzubringen. Ich habe immer auch die kleinste Arbeit hochgeschätzt, aber jetzt ist die Zei t der Klein-