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Jüdische Rundschau · 1920-10-01 · Heft 67-68 (1.10.1920) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 67-68 (1.10.1920)
Date
1920-10-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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S *He 520 JU EDI SC HE RUN PS CH AU Nr. 67/68 I I Ri UL 0« .1 r beit v <! r b e i. Entweder wird großzügig gcarbeitet, oder überhaupt nicht. Unsere politische Lage ist ausgezeichnet. Der Mann, dem die Regierung im Luide übertragen wurde, wartet auf unsere Arbeit Es gibt kein politisches Hindernis. In allen Regicrmigskommissionen sitzen Juden. In der Uodcnkommission ist auch Kahvarisky und die Kommission arbeitet noch nicht, weil sie aut’ seine Rückkehr aus dem Auslande wartet. Auch in dem beratenden Komitee der Regieruug sitzen drei Juden, davon ein Vertreter der Arbeiter. In der Einwandertingskonunission werden zwei Juden sein. Aber der Gouverneur fragte: ״All dies tue ich, ״aber wo seid ihr, was tut ihr?“ Wenn wir heute mit grollen Geldmitteln kämen, wäre die Regierung genötigt, vor allem Juden! bei den Arbeiten des Landes zu beschäftigen. Immer wieder midi man wiederholen: Nur die Geldfrage, die Frage der Be- Schaffung grober Geldmittel steht jetzt auf der Tagesordnung. Ich fordere voll euch keine Unterstützung für mich. Aber ich fordere, daß ihr auf euren Posten steht, das bestehende zu stärken und das erforderliche Minimum für die Alijah aiifziibringen, deren Ein- Stellung au cli ich mich wid ersetze. Ich fordere von euch, daß ihr den Jischub organisiert und von dieser Last das Maximum dessen tragt, das der Jischub tragen kann. In später Nachtsitzung wurde folgende Resolution angenommen, worauf die Sitzung geschlossen wurde.. Die Resolution 1. Nach Anhörung des Berichtes des Mit* gliedes der Zionistischen Exekutive, Herrn Ussischkiti, über die schwierige Situation, welche׳ im Zionismus und in Palästina infolge der Sistierimg der Geldbeschaffung für die zionistische Arbeit in Palästina seitens der Zionistischen Organisation./Amerikas entstanden ist, fordert der Waad liasmani von der obersten zionistischen Leitung, sie möge sofort allfc zionistischen C)r* ganisationeii und Föderationen über die drohende Gefahr des Zusammenbruches unserer ganzen Arbeit im Laude informieren und möge alle Kräfte der zionistischen Weltbewegung angesichts dieser Situation mobilisieren. 2. Der Waad hasmaiji hält cs für eine Sünde, die niemals verziehen werden kann, wenn infolge mangelnder Bereitwilligkeit zur Beistei־ lung der erforderlichen Mittel auch nur ein einziger Zweig vom Baume der lebendigen Arbeit in Palästina abgebrochen weiden müßte; er bringt mit allem Nachdruck seine Gegnerschaft gegen jedweden Versuch der zionistischen Leitung zum Ausdruck, den geringen Strom der Ein- Wanderung, der in den letzten Monaten in das Land zu kommen begonnen hat, und auf den wir so lange vergeblich gewartet haben, abzustellen oder aufzuhalten. 3. Der Waad liasmani wendet sich an den jüdischen Jischub in Palästina, er möge in die Bresche springen und es auf sich nehmen, einen Teil der zur Fortführung der gefährdeten Kolonisationsarbeit!erforderlichen Mittel zu be* schaffen. Insbesondere obliegt ihm die Verpflichtung, die jetzt ins Land kommenden Ein״ Wanderer aufzunehmen lind ihnen Arbeit zu beschaffen. 4. Der Waad hasmani spricht seine Meinung aus, daß der Waad hazirim verpflichtet ist, die Verantwortung für die Beschaffung des Minimums der zur Fortführung der unerläßlichen Sicdlungsarbciten notwendigen Mittel zu übernehmen, wie: landwirtschaftliche Arbeit, Er- Ziehung und Versorgung der Immigration zumindest in ihrem heutigen gering-fülligen Maßstabe. Ein Zwischenfall. Wählend der Sitzung des Waad liasmani, inmitten der Rede Kuppins, drangen plötzlich mehrere Arbeiter in den Saal und forderten Ussischkin, Ruppin und Discngoff auf, ihnen sofort Arbeit zu verschaffen, da sechzig Arbeiter, in deren Namen sie sprechen, seit Wochen arbeitslos sind. Gleichzeitig veranstalteten die Arbeitslosen vor dem Gebäude eine lärmende Demonstration. Die itzung mußte unterbrochen werden und die Mitglieder des Waad hasmani versammelten sich in einem Nebenraum, um ׳mit den Demonstranten zu verhandeln. Die Verhandlungen führten zu keinem Ergebnis und mußten am nächsten Tage fortgesetzt werden. Harry Cutter gestorben. Laut einem Kabcltelcgram!» ist der Vorsitzende der ״jewish Wellfare Board" Oberst Harry Cutler, Ln London, wohin er sich vor zwei Wochen begeben hatte, gestorben. Cutler, der Generalsekretär des ersten amerikanisch-jüdischen Kongresses war, von dem er auch als einer seiner neun Delegierten nach Paris entsendet 1worden war, stand im Alter 10־n45 ־ Jahren. Er stammte aus Rußland (Jekatcrinoslaw) und war auf allen Gebieten des jüuischen öffentlichen Lebens in Amerika tätig. An der diesjährigen zweiten Sitzung des jüdischen Kongresses in Philadelphia konnte er sich krankheitshalber nicht mehr beteiligen. Schon während seines Aufenthaltes in Paris im Komitee der Jüdischen Delegationen war Cuüer ganz besonders um aas Wohl der amerikanischen jüdischen Soldaten besorgt Audi seine jetzige Reise die er schon in schwerem Krarikheitszustana antrat, oezweqctc den Schutz der jüdischen Soldatengräber. Berliner‘ ££o!cnder DOroi berliner Z!on(»tis£t« Vr re י ■י־י י Ttma, Berlin C. 19! äcydeUJr. J. Telefon 1 Zentrum 5614/15, « PosUthrckkonto Ns. 1200*, ßertln NW. 7, Kosscnvenwoliun« der B, t, V, HebrlDcbe Lcichaile de» Knliurdeseroali der &. Z. V. Dro0oncr»tr. 22 (Hof). Geöffnet MtfÜdi von 10—1 und *0» 4—10 Ukr. Fa»! alle hebrälsdrien Zeitungen und Monatshefte der Well liegen au»• — Auskunftsstellc für hehrälsdie Angelegenheiten. — HebräU<he Lehrer• Vermittlung. — Treffpunkt oller Freunde der hebrfiUdien Sprache. ______ . __ Eintritt frei __ __ Mltiwoth, den 6. Oktober «b«nd» H® Uhr Im ״Grünen Saal** des Melsleriftele», Köthener Strafte 38. Vcrlretcrveriommluntf Tagesordnung! t. Ergäfuungswfthlfft »um Vorstand, 2. Geschäftliches, ' 5. Beratung Ober die Durchführung der Keren ha• fessod-Akllon ln Merlin, mH elnlellendem Referat von Herrn Dr. Hantke und Herrn Julius ___ Der grr. _ . _____ Adrcssen-Vcrändcrungcn I Alle Mitglieder der 5, Z. V. werden gebeten, von Jeder Veränderung Ihrrr Adresse dein Büro sofort Mitteilung tu machen. f1׳j Donnerstag, den 7. Oktober abend» 8 Uhr Gruppe Nordwest, lm Tlergatlenhof, am Bahnhof Tiergarten Ordentliche Generalversammlung Tagesordnung! 1. Bericht des Vorstandes X Berich! der Kössenrevlsore», 5. Erteilung der Decharge. 4. Wohl de» neuen Vorstandes. 5. Wahl der Kossenrevlsoren. F3| 6. Anträge. II Donnerstag, den 7, Oktober abend» 8 Uhr Gruppe Nord, In der Konditorei Weber, Rosenslrobe 18. Berldil über die )»hrcikonfcreiu In London. Donnerstag, den 7. Oktober Abend* 8 Uhr Gruppe Charlottcnburg, Im Kaslno*Re»!aurd»f, Wilmersdorfer Strobe, Ecke Nlebuhrstrafee. M i t ft 11 c dcr-V er s*m rolun Forisettung der Generalversammlung von Donnerstag, den 25. September. Tagesordnung! I. Wohl eine» neuen Vorstandes. 2. Wahl von Dele♦ gierten sur Veitreterversammlung. 3. Aussprache Ober die weitere Arbeit. Donnerstag, dm 14. Oktober abend» 8 Uhr Gruppe Nord, ln der Konditorei Weber, Koienstrefse 18. Ordentliche General Versammlung Tagesordnung: 1 Beruht de» Vorstand2 .«־׳. bericht der Kassen• rcvHoren. 3 lirlellunft der Detharfte. 4. Wahl de* neuen Vorstandes. 5. Wahl der Kascen׳ev|»orrn. 6. änträwe _ KuHurdczernat der D. Z. V., Seydelslr. 5. Hcbrilsche Kinder-Splclnachmlttage. 1. SplelnathmUtag Weit bei S. Weltmann, Halemee, Nestantr. 4. Donnerstag» von $ 5 Uhr. X Spklnachmlttog Nordwest bei Fr!. Wagenhelm, Leislngstr, 2X Mlttwodi* von H4~H6 Uhr. 3. Splelnnchmlttag Sftd, lm Helm, PflntensJr, 42. Montags von Y%\ 26 י Uhr. 4. Splelnathmülog Südwestliche Vororte, bei Schalem, Friedenau, Wteiandstr. 4, Montags und Domtersfogs von H4- Y%6 Uhr. Jüd. Turnverein bar Kodibo E. V. bQro Heillgegetstsfr.SX Zentrum 1610 1. Männerabtellung: Dienstag und Sonnabend, 8—10 Uhr, Gr. Hamburger Sir. 27 2. Männerabtellung: Donnerstag, •—tO Uhr, Sybelstr. 2*4. X Männerabtellung: Montag und Mittwoch, 8-10 Uhr, Ktlbeistr. SX . Jugendebtellungr Montag und Donnerstag, »-10 Uhr, Wetkenbufger Str. 4a, 1, Schülerabteilung: Wei6enl>urger Str, 4a. SchQlerabtellung! 6—• Uhr, Sybelstr. 2*4. t. Frauersabtellung: Donnerstag, 10״א!/י Uhr, Zlegelstr. tX Frauenabteilung: Montag, •-10 Uhr, Sybelstr, .4•!־. Frauen« btellung: Mittwoch, 8 -10 Uhr, Ifflandstr. (MargaretemLy».). Mädchenabtcllung! Donnerstag, Uhr, Zlegelstr. 1X Mädchenobieltungi Mittwoch, \\ 6-H• Uhr, Ifftanditrale Fechte rschaft; Donnerstmj, H- 10 Uhr, ür, Hamburger Str, 27. SporlsblelSung lm Verband Drandcnhurttisdifr Athletik-Vereine und I» BrandenburgUchen Hackeyverband. Alle Anfragen sind direkt an das Büro <u richten. Montag und Donnerstag, 6—• Uhr, Dienstag, Uhr und Donnerstag. Berliner Zionistische Vereinigung Gruppe der ״Südwestlichen Vororte" Gäste abend Donnerstag, den 7. Oktober, abend! 8 Uhr lm Saal des Albreddshofs, Steglitz, Albrethlsfr. la (gegenüber dem Steglitzer Rathaus). Vortrag von Herrn Regierungsrat Han* Goslar über: «Die Zukunft der deutschen Juden*׳. Eintritt zur Deckung der Unkosten Hk, 1.—. f.M||||HiT"""1||||||I.״u1|״!!||||^«15״״.nj,n|||11״״״i.״n|,||j|״l״am|״|||l״Tn11T| Zionistischer Jugend verein Berlin ן : Sonntag, den 10. Oktober, nachmittag* 5 Uhr | . Gesellschafts-Abend < lm Brüdervereinshaus | Kurfürslcnstr. 115/116 | Zionistische* Kabarett / Tombola § BaUtmislk S. Trandateur I Autttellung; Da* Judiiche Buch =? K »rton 11« Vorvorkauf Mn 7. Oktober M. 14.—. (Kaate 1 I? M. 15.-) im Büro der Z, V. f. D., ä&ehaUebe Str»B# 8. | Büro de« Z. J. V., HoUIgo«eI«Utr. 52, X. Bür» dor B.Z. V., p: HeydoUtr. U, du •uob •nt «obriftlich« und t«Uphoui,oho; S Beitollung (Ceutrum 6114)15) Karten untor Ntobatbm• I | voreondet. 1 ..'|1|||11[1]|ilW1j1 Dr. Nordau hat am 16. September London verlassen und eich nach Paris begeben. Auf dringende ELnia• düngen hin, wird er ־wahrscheinlich in nächster Zeit Amerika besuchen. ׳ / Jakob H. Schiff Mit Jakob H. Schiff, dessen Tod aus New York gemeldet wird, ist eine der markantesten Gestalten nicht nyr des amerikanischen Judentums, sondern des Judentums überhaupt, dahingeg.mgc». Schilf war ein Philanthrop ganz grollen Stils, der nicht mir Geld gab und die zu unterstützenden Zwecke stets genau ahwo״ und prüfte, sondern sieh auch persönlich in der Wohltätigkeitsarbeit geradezu nuigoopfert hat. Das amerikanische Judentum hat ihm außerordentlich viel /1t danken, au allen öffentlichen Institutionen war er in hervorragender Weise beteiligt; er fühlte sieh ganz als Jude, sein Interesse galt allen jüdischen Angelegenheiten und auch in seiner politischen Stellungnahme ließ er sich in ew!r Reihe von seinem jüdischen Empfinden bestimmen. In! russisch-japanischen Krieg stellte er die Macht sc.nes Bankhauses den Japanern zur Verfügung und auch dk seinerzeitige Kündigung des russisch-amerikanischen Handelsvertrages ist auf seinen Einfluß /urückzufuhrcii. Dies war seine Antwort auf die russischen Judenverfolgütigen. Schiff ist ein Repräsentant einer Methode der Jtidenpolitik, die erst du reit die moderne jüdische Volksbewegung überwunden wurde. Er glaubte, daß dein jüdischen Volk am besten durch die Fiirspreehpoütik einzelucr einflußreicher und mächtiger Persönlichkeiten geholten werden kann, für die Selbsthilfe des Volkes durch demokratische jüdische Volkspolitik hatte er kein Verständnis. Zur Erkenntnis, daß die Judentrage eine nationale, politische Frage ist und daher in ihrem ganzen Umfang nur durch politische Mittel nt lösen, hat er sieh nicht mehr diirchgermigen. Aus dieser seiner Auffassung folgt auch seine Sti hing zum Zionismus. Sciiit'f war ein ausgesprochene!׳ Gegner des Zionismus, den er für eine Gefahr hielt und von dem er eine Bedrohung der luirgerliclicn Poetionen der Juden befürchtete. Die letzten Ziele der Ilewegring der nationalen Wiedergeburt waren ihm fremd, wohl aber hat er Interesse für die kolonisatorisch( 11 Bestrebungen in Palästina gehabt. Dieses Interesse 1-t schon vor dem Kriege immer intensiver geworden,;e mehr die Entwicklung des jüdischen Palästina Fortschritte machte mul Aufmerksamkeit erzwang. Schiff hat sich auch wiederholt an palästinensische Gründungen beteiligt, so zum Beispiel an der Gründung des Tcchnikunts in.Haifa, dessen Kuratorium er angeliörte. Als der Sprachenstreit ausbrach, hat Schiff gegen den Zionismus Partei genommen. Während des Krieges hat er jedoch in vielen Punkten seine Anschauungen revidiert, die Ereignisse sind auch nu ihm nicht spurlos vorülwrgegangen. Symptomatisch dafür ist die Tatsache, daß er vor kurzer Zeit des Gebäude des Technikums erworben und der Zionistischen Organisation geschenkt hat. Aus denselben Gründen wie gegen den politisch r! Zionismus war Schiff auch gegen die anierikatiisch-ju• dischc Kongrel'bewegung. Er glaubte nicht, daß eine große öffentliche politische Bewegung mit demokrauselten Wahlen eines jüdischen Parlaments der jüdischen Sache von Nutzen sein könne. Zu Kriegsbeginn hat er sogar unter den amerikanischen Ostjudeu eine Kam• pigne gegen den jüdischen Nationalismus zu führen begönnen, mußte aber infolge der allgemeinen Entrüstung die Agitation aufgeben und sogar die öffentliche fr- Klärung ah,;eben, er werde sich in Zukunft in der f rage iles jüdischen Nationalismus Schweigen auferlegen. Kurz darauf kam es zum Abschluß des Kampfes in der Rongreßfrage, der bekanntlich einen vollen Sieg der demokratischen Richtung brachte. Der nmerikaiiisch-jüdiwhe Kongreß hat seinen hohen Wert für die jüdische Sache bald erwiesen; trot/dein haben sich bei der letzten Tagung Schiff, Marshai! und ihr Kreis wieder vom Kongrell zurückgezogen, die Agitation gegen ihn haben sie aber aufgegeben. 111 den letzten Jahren hat sich Schiff lats.idilicli der zionistischen Auffassung des Palästi!1apr>>blc״׳s immer mehr aiigetiahert. Hcrrorgehobcn muß auch ץ werden, daß Schiff den Versuchen, nach der Bali mr- Erklärung eine antizionistisclic Aktkni in Amerika citizuleitcn, scharf entgegengetreten ist. Er hat sowohl hei der von Rabbi PhilippsYHi in Cincinatti für den äh Oktober PH8 cinberufenen antizionistisehen Koufeicnz, als auch bei der bekannten Aktion des Kotigreßdelegierten Kahn jede Beteiligung abgelchnt. Die Philipp• son*Ko!1fere!1z mußte dann wegen der ablehnenden llaltung der führenden jüdischen Persönlichkeiten wie Schilf, Oskar Strnuss und Louis Marshall, abgesagt werden. Schiff hatte damals geschrieben: ״Ich fühle jetzt, daß die Schaffung einer jüdischen Heimstätte in Palästina außerordentlich günstig ist." Gleichzeitig betonte er die Verpflichtung gerade der amerikanischen Judenheit, gemeinsam mit den englischen und französischen Juden auf die beabsichtigte Schaffung des Zentrums hinzuwirken. In Palästina könnten Hundorttausende, vielleicht Millionen von Juden eine glückliche Heimat finden. Seit dem Jahre 1QIS hat Schiff auch der Zionistischen Organisation Amerikas wiederholt Beträge zur Vcrfügung gestellt, z. B. für die hebräischen Schulen und für die Acrztc-Expcdition in' Palästina. Er betrachtete den Aufbau Palästinas als eine gesamtjüdische Angelegen• heit, an der teilzuneluneu er für die Pflicht jedes Juden erklärte. Er hat wiederholt Kundgebungen und Reden in diesem Sinne gehalten. Sein Tod ist gerade in diesem Zeitpunkt, wo das Werk des Attfbaus unmittelbar bevorsteht und die materiellen Mittel dafür bereitgestellt werden sollen, für die Sache des jüdischen Volkes ein großer Verlust.

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