Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 63-64 (10.9.1920)
- Date
- 1920-09-10
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 63/04 JU EDI SC HE RUNDSCHAU Seile 490 s.iiiimltmg jüdischer Vertreter aus drin ganzen fr.n1■ zösiseheu Reiche cinberufen und rann; ihnen unter Anilrolumg der bürgerlichen Entrechtung die Formel der nationalen Selbstverleugnung ab. (״Aujourd’hui que!es juifs ne Sorment plus 'une nation et qu’its «nt l’avautage il’i'tre inrorpores »laus la grumte nation“..) Das Pariser Synhedrion stand vor dem Dilemma: entweder das Judentum zu einer Nationalität und nicht Konfession zu erklären und der Wohltaten der bürgerlichen Freiheit, die sich aut das gesamte nnpolconischc Reich erstreckte, mit einem Male verlustig zu gelten, oder aber, sich durch das Eingeständnis, nichts weiter alsitestandteile der umgebenden Nationen des' jeweiligen Staates zu sein, von seiner Nationalität loszusagen und auf diese Weise die (ilddiberechiiguiig zu erringen. Die utilitären Erwägungen gewannen die Oberhand, und der Abüikationsakt wurde unterzeichnet. Uebrigens konnten viele einen derartigen Akt für sieh und für ihre Gesinnungsgenossen bona fide unterschreiben, denn die Zahl der kulturell assimilierten Juden im Westen war schon damals sehr bedeutend und nahm mit jedem Jahre zusehends zu. Eine der wichtigsten Ursachen dieses Wachstums der Assimilation bestand darin, daß die gebildeten Klassen der deutschen und der fran/ösisdi-elsiissischen Judcnhcit ihren Volksdialekt anfgegeben hatten, was durch die Propaganda der Meiidelsohnschen Schule seit der deutschen Bibcliiher* set/uug vorbereitet worden war. Die allgemeine Landesspräche ebnete der Verdeutschung und Franzdsiertiog den Weg in die jüdische Familie und die jüdische Schule. Die neuen Generationen wurden "schon durch die Erziclumg dem Judentum entfremdet. Die Generationen des ״Berliner Salons“ -- Börne und Heine; Lassalle und Marx — das sind drei Etappen einer mehr und mehr zunehmenden Entfremdung. Wahr ist es allerdiugs, daß sich eine parallel laufende Strömung in der Generation der Aufbauer des erneuerten Judentums, der eines Fricclliiiuler und Jacobsohn, eines Rivßcr und Geiger hcrausbildete, aber was war es denn, was diese den umgebenden Nationen inv Namen des eigenen Volkes sagten? Sie wiederholten (las Losungswort des Pariser Synhcdrions: ״Wir gehören der Nationalität nach den umgebenden Nationen an; es gibt keine jüdische Nation, sondern nur Deutsche, Franzosen, Engländer, die sich zur jüdischen Religion bekennen.“ In diesen Erklärungen, die für gewöhnlieh im Eifer des Kampfes abgegeben wurden, verwachsen humanitäre und rein utilitäre Erwägungen derart miteinander, daß es schwer wird, zu ermitteln, wo die einen enden und die anderen beginnen. Ucbcrall, wo die Emaiizipationskämpfer des völligen Vor- Schwindens des Judentums als Nation nicht ganz sicher waren, befahl ihnen ein gebieterischer Instinkt: so soll geredet werden ־— sonst werden wir nicht imstande sein, für die Gleichberechtigung zu kämpfen und den Kampf glücklich durchzuführen. Der Gedanke, daß eine Nation ohne Staat und selbst ohne Territorium berechtigt sei, staatsbürgerliche Rechte in vollem. Malte samt solchen nationaler Art zu fordern, ist in den Köpfen noch nicht aufgedämmert. ln der ersten Hälfte des 19. Jahrbimderts ist die nationale Frage in der politischen Geschichte Europas noch nicht an die Reihe gekommen; sie tritt erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts nach den vielen, im Jahre 1818 ciusctzenden nationalen freilieitskäinpfeii in den Vordergrund. Für einen Moment konnte es den Anschein gewannen, daß das 19. Jahrhundert in der jüdischen Geschichte eine tiefe Furche gezogen habe. Es schien, daß die älteste Nation, die ihren Bestand im Verlaufe von Jahrhunderten durdi alle Stürme der Weltgeschichte hindurch rettete, gegen den Ansturm des 19. Jahrbimderts nicht mehr aufzukommen vermochte, daß sie nachgab, sich selber verleugnetc und zu einer religiösen Sekte degradierte, deren Bruchteile in die umgebenden Nationen versprengt sind, Es schien, daß die bona fides der einen und die pia fraus der anderen den Erklärungen der nationalen Selbstverleugnung•, oder richtiger gesagt, die aus diesen beiden Elementen besichende Mischung von den Völkern in gutem Glauben liiugenonunen wurde, daß die im Westen bereits zustände gekommene Krisis auch im Osten ihrer Verwirkliehuiig unvermeidlich entgegenschrcite. Hier aber vollzog sich eine Krise der Krise. Der angehende Prozell des nationalen Zerfalls wurde durch zwei Faktoren, von denen der eine negativer, der andere positive!; Natur war, gebieterisch zum Stillstand gebracht — durch den westlichen Antisemitismus einerseits und durch das Schicksal des Kerns der Judcnhcit in Rußland andererseits. Die Antisemiten aller Länder sagten den Juden, die die Emanzipation auf dem Wege der nationalen Selbstverleugnung erwogen hatten: ״An Eure Selbst- Verleugnung glauben wir nicht; bei all Euren Beiniiliungen, mit uns zu verschmelzen, bleibt Ihr uns fremd. Ihr seid nicht nur Andersgläubige, sondern auch Frcmdsiämmige.“ Das Schicksal der russischen Judcnhcit wiederum, verhalf viel zu einer klaren geschiehtliehen Erkenntnis, die sie eingebüßt hatten. Seit der kulturellen ׳Umwälzung der Epoche Mendelssohns und der französischen Revolution gingen die Wege der westlichen und östlichen Judcnhcit auseinander; die früher auf einer strengen bürgerlichen und nationalen Absonderung 'aufgebaute Vorherrschaft der deutschpolnischen Juden erfuhr eine Entzweiung ihres Wesens; die deutschen Juden verwarfen ihre alte Grundlage und sdtlugcn den Weg der 'Aufklärung und der Assimilation ein; die polnischen Juden hingegen, die inzwischen unter vornehmlich russische und österreichische Herrschuft gerieten, bewahrten ihre Eigenart und erwiesen sich den neuen kulturellen Einflüssen schwer zugäriglieh. Diese vom Westen hinübergekommenen Einflüsse, die auch in den Osten cinilrnngeii, verschafften mich liier der Assimilation, dem Kampfe tun die bürgerliche Gleichhcreclitigiuig und sogar den bewährten Methoden der Selbstverleugnung Eingang. (Die Periode zwischen 18(10 bis 1880.) Aber kaum faßte die kulturelle Krise in den tieferen Schichten der Gesellschaft festen Fuß,;11:; die Reaktion der Jahre 1 SSI —1903 mit ihren mittelaiieriidieit Verfolgungen und Pogromschrccken ausbrnch. Die Schläge hagdleu'auf den östlichen Kern der Judenheit in einem Momente nieder, als einerseits in der dichtesten Masse der Bevölkerung der alte Vorrat an nationaler Energie noch nicht versiegt war, andererseits an den intelligenten Spitzen der Gesellschaft sieh ein gewisses Quantum neuer sozialer Energie ansammelte, die zu einem Kampfe um die Freiheit drängte. Die Verbindung dieser beiden Elemente rief eine konvplizicrtcre Form des Daseinskampfes ins Leben, als es sin Westen der Fall war: die nationale Frei- 11 c i t s b c w c g u n g. Die neue Bewegung fiel in zwei Richtungen auseinander: Die eine ist auf die Ausscheidung der Judcnhcit oder eines Teiles derselben aus der Welt der Diaspora zum Zwecke einer Reorganisation auf autonomer Grundlage gerichtet (Zionismus, Territorialismus); die andere, die eine derartige Ausscheidung in einem Maße, das fähig wäre, das ganze Leben der Nation zu beeinflussen, ffür undurchführbar hält, strebt auf dein Wege eines gleichzeitigen Kampfes um bürgerliche und nationale Rechte in jedem Lande eine nationalkulturelle Wiederbelebung des jüdischen Volkes m der Diaspora an. Die Vertreter der beiden Richtungen sind sich darin einig, daß die Juden den Kampf um ihre Freiheit nicht als Partikeldien fremder nationaler Organismen, sondern als Teile einer geschiehtlieh einheitlichen jüdischen Nation auszufeehten haben. In! Momente der russischen Revolution des Jahres 1905, als der Kampf um! 'die Emanzipation von der Mehrheit der jüdischen politischen Parteien unter jüdisch-nationaler Flagge geführt wurde, fanden diese Bestrebungen in bestimmten politischen Losungen ihren vollen Ausdruck. Wenn diese ganze Freiheitsbewegung durch die fatalen Bedingungen der russischen Wirklichkeit nicht diesen schweren Stoß erlitten hätte, so wären wir Zeugen einer dritten ״Emanzipation“, der russischen, geworden, einer Emanzipation, die nicht unter einem, russischnationalen Deckmantel, sondern Millionen russischer Bürger jüdischer Nationalität dargeboten worden wäre. Aber das Schicksal wollte cs, daß der Moment dieser dritten Emanzipation hinausgeschoben, und einer neuen grausamen Reaktion der Weg geebnet wurde. Die innere Krise hat sich jedoch vollzogen. Der kulturelle Einfluß des jüdischen Westens auf den Osten machte gegen das Ende des Zeitalters dein entgegengesetzten Einfluß des Ostens auf den Westen Platz; die assimilatorische Strömung überläßt nach und nach der nationalen in ihrer modernen Gestalt die Führung; die erstere war typisch für das 19״ die letztere verspricht es für das 20, Jahrhundert zu werden. H. St. Ciiamberlain (Eine Charakteristik.) Von Fritz Kahn. Die Armada, unter deren papiernen Segeln der moderne Kreuzzug gegen die Juden geführt wird, sind die Schriften Houston Stewart Cliamberlains, die allein in Deutschland in annähernd einer Million Exemplaren verbreitet sind. ״Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts“ ׳gehören trotz ihres erheblichen Umfangs und ihres wissenschaftlichen Anflugs zu den gelescnstcn Büchern der Zeit, sind in fast: alle Kultursprachen übersetzt und haben nach ihrem beispiellosen Erfolg in der Gelehrtenweit durch besondere Volksausgaben ihre Verbreitung linier den Massen Europas gefunden. Sic waren Liebtingsbiieher des .früheren Kaisers, der den Verfasser in seinen Freundeskreis hineinzog und sein Werk mit Vorliebe zu Geselienkzwecken verwandte. Es wurde auf seine Anregung ein besonderer Fonds gegründet, aus dessen Mitteln die ״Grundlagen“ an Bibliotheken, Schulen und Vereine abgegeben wurden — alles in allem ein Erfolg, zu dem man, wenn auch nicht das deutsche Volk, so doch den Verfasser und Verleger beglückwiiiisehen muß. Cliambenlains Buch ist in einem brillantere Stil geschrieben, glänzt in allen Farben eines vielseitig geschliffene!* Intellekts und• ist vom Feuer eines lebhaften Temperaments durchglüht. Seine faszinierende! Wirkung auf die unkritischen Köpfe der Halb-, Viertel- und Achldgebildcte» ist begreiflich und begründet Cliamberlains Stimme besitzt in den Kreisen der gekrönten und ungekrönten Ignoranten den Klang des Meisterwortes. Autos epha! und halb Europa jubelt frenetischen Beifall. Chamberlain ist ein hochbegabter, mit allen Waffen des geistigen Kampfes trefflich gerüsteter, ebenso phantastisclicr wie fanatischer Gegner, eia BoskoBiati-Kann- Alles, der der Welt das Unnatürlichste natürlich, das Ui wahrscheinlichste wahrscheinlich und das Uhmoralischste moralisch erscheine» läßt. Eia großer Hypnotiseur, der nicht nur die Sdiar seiner willigen Hörer spielend in seinen Bann zieht, sondern — und das ist sein stärkster Triumph — selbst den widerstrebenden Gegner, das Opfer, das er Lähmen will — den Jude», in Folio kämmt der Band auf den Schreibtisch des Gelehrten, in Luxus und Leinen fliegt er auf den, Tee tisch des ästhetischen Salons — wer kann vermuten, daß er Pamphlet ist? Fast mit dem Gefühl des Stolzes sieht der Jude hier das Problem seiner Rasse von ״ersten Forschem wissenschaftlich behandelt“, und wenn er sonst beileibe auch nie ein Buch, das über Juden spricht,. in die lläiwle nimmt, so greift er doch zu diesem. Chamberiauis ״Grundlagen" sind für die Mehrzahl der Juden das einzige Buch, das sie über Rassenstelluug und Kulturgeschichte ihres Volkes gelesen. Ach, die Betrogene»! Urnen ergeht cs wie den Reisenden des Hauffsclicn Märchens, die nachts in eine Herberge zu treten meinen und des Morgens gewahr werden, daß sie in eine Räuberhöhle geraten. Wie in den diplomatisehen Noten glaubt man einen Bündnisbricf zu lesen und hält eine Kriegserklärung in den 1 Finden. Mit dem Ausdruck vorzüglichster 1 lochachiun.: und aufrichtigsten Wohlwollens empfängt man sein TodesurteiL Rattenfutter. Es schmeckt süß, aber im Bauch beginnt cs zu gären und zerreißt die Gedärme. Niehl Worte klingen ins Ohr, Bilsenkraut träufelt ein tückischer Ueherlistcr seinem Opfer in den Körper. Und cut moralisches Siechtum fällt es an, von dem es keine andere Erlösung gibt als Selbstmord, den Rasseuselbstmord: die Taufe. Und wie mit allen Giften ist’s auch mit dieser Autointoxikation: den Besten fällt es am heftigsten an. Je empfindlicher und empfänglicher da# Herz, um so stärker wird es getroffen. Wie eine Pest grassiert die Rassenseuche unter der Jugend und rafft die Blüte des Nachwuchses hin. Ein einziges Beispiel: Wcininger, unzweifelhaft eine der glänzendsten Erscheinungen der jungen Generation: ein Meteor, am Himmel aufgeflammt und dann zerstoben in der ־ trüben Atmosphäre des Rassenantisemitismus. Ganz im Banne Chnmberla'msclier Lehren zerfleischt dieser Apo stat in wütendem Haß gegen ״die Sünde in sich“ sein eigenes Ich. Ire dem Kapitel über das Judentum in dem, man kann sagen, monumentalen Werk des eben Zwanzigjährigen über ״Geschlecht und Charakter“ — wohl das bedeutendste Dokument pathologischer Frühreife in der ganzen Weltliteratur -- vollzieht sich vor den Augen des Lesers eine geistige Exhibition, die in ihrer Schamlosigkeit nur durch eine moralische Gleichgcwichtsstörung schwersten Grades erklärlich ist. Nachdem der Verfasser sich eingangs ausdrücklich selbst als Jude bekannt, schreibt er: ״So wenig, wie es in Wirklichkeit eine ״Würde der Frauen“ gibt, so unmöglich ist die Vorstellung eines jüdischen ״gcntleman“. Dem echten Juden gebricht es an jener, inneren Vornehmheit, welche Würde des eigenen und Achtung des fremdere Ich zur Folge hat. . . . Der echte Jude hat wie das Weib kein ich und darum auch keinen Eigenwert...; Was dm Weibe wie dem Juden durchaus abgeht, das ist Größe, Größe in irgendwelcher Hinsicht, überragende Sieger im Moralischen, großzügige Diener de» Antimoralischc» .... Der absolute Jude ist seelcnlos ... . Der jüdische Monotheismus hat mit echten» Glauben an Gott nichts, gar nichts zu tun, er ist vielmehr seine Negation, der Afterdienst des wahren Dienstes unter dem guten Prinzip.... Hier ist keine Religion aus reiner Vernunft; eher ein Altwcibcrglaubc aus schmutziger Angst... Dem niederen Lebe» ganz zugevvandt, hat er kein Bedürfnis nach der persönlicher» Fortexistenz: es fehlt ihm das wahre, unveränderliche, metaphysische Sein, er hat keinen Teil am höheren ewigen Lehen.... Der Jude hält nie wirklich etwas für echt und unumstößlich, für heilig und unverletzbar. Darum ist er überall frivol.... Christentum ist höheres Heldentum; der Jude aber ist nie einheitlich und ganz. Darum eben ist der Jude feige, und der Heros sein äußerster Gegenpol“ Mar* kann sich ausmalen, mit welch ausführlichem Behagen die politischen 'Anthropologen die durch nunmehr 19 Auflagen ebenfalls in alle Welt verbreitete Selbstkritik dieses modernen Pfefferkorns zitteren! Wäre Wcininger eine Einzelerscheinung, 90 wäre er nur ein interessanter Fall von psycho-patlvologischcm Interesse. Aber Wcininger ist ein Typus! Wcininger ist nur der zu einer traurigen Berühmtheit gelangte Repräsentant einer ganzen Richtung, die Ciiamberlain im modernen Judentum hochgczogcn oder besser gesagt, entwurzelt hat. Vor der Erscheinung eines Mannes, der einen derartig faszinierenden Eindruck auf das junge Geschlecht seiner Feinde auiszuüben versiebt, müßte mail selbst als Gegner Achtung empfinden — Bertran de Bora! Hier aber wirbt ein Agitator unter dem Visier der Wissenschaftlichkeit für eine dunkle Tendenz; hier lockt ein großer Kinderverführer, der virtuos auf der Flöte der Gelehrsamkeit zu spielen weiß, wie der Rattenfänger zu Hameln, seine harmlosen Opfer ins Wasser, indem er ihr Vertrauen auf die Gerechtigkeit der Wissen- Schaft und die Heiligkeit der ׳Wahrheit mißbraucht. Man hätte nicht nötig, auch; nur eine Zeile von diesem Manne zu lesen, um ihn zu richten; Leben und Leuniund sprechen ihr Urteil über diesen schon verdächtig populären Modeliebliug der־ Zeit. Ist es am Platz, einem Manne, der ״der unvergleichlichen und durchaus eigenartigen germanischen Treue“ in seinen Büchen! Heldenlieder singt und selbst als der Sohn eines englischen Admirals in Deutschland während des Krieges an der Spitze der spezifisch england-feindlichen Presse stand und, nachdem er noch keine sedis Monate seine englische Nationalität aufgegeben hatte, sein bisheriges Vaterland ״ein Nest von Hehlern, Heuchlern, Lügnern und Falschspielern“ nannte — ist es am Platze, einen solchen desultar patriae die Juden, die der Welt seit drei Jahrtausenden das einzigartige Beispiel nationaler Treue gaben, ein ״Bastardvolk“ nennen zu Lassen, das seine Entstehung einem ״blutschänderischen Verbrechen gegen die Natur“ verdankt? Sol! man einem Manne aus dem Hause Wagner, das der Welt das häßlichste Beispiel moralischer Zerrüttung gegeben hat, das je den Namen eines Genies befleckte, die Qualifikation erteilen das Sittengesetz der Juden als ein״ ׳direkt verbrechen.- sebes Attentat auf alte Völker der Erde“ und sie selber als ״einen offenen oder versteckten Feind jedes