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Jüdische Rundschau · 1920-09-10 · Heft 63-64 (10.9.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 63-64 (10.9.1920)
Date
1920-09-10
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 402 JUEÖ1SCHE RUNDSCHAU Nr. 63/64 1 I er nur alle Spielregeln beobachtet hat: wie gesagt: Play the game. Den Ausdruck ״play the game“ kennen wir aus■ wendig, aber auch ihn haben wir nicht verstanden. Wir dachten, daß diese Hegel de» Engländer, der einvvilligte, mit uns ein historisches Fußballspiel zu spielen, verpflichtet zu straucheln, wenn wir straucheln. Das ist Unsinn. Die Uebersetmng und Erklärung dieses Ausdrnckes ist: Beachte die Spielregeln. Und die erste dieser Regeln lautet: Schlage den Ball ab, und zwar mit Kraft und ohne das Ziel zu yerfehlen. Wenn du statt dessen zögerst und Komplimente machst, das große Britannien, das Land der Gerechtigkeit, preist und glaubst, cs wird dir ebenso begegnen, so irrst du, Iin Gegenteil: es wird das Spiel tortsetzen und dich schlagen, und wenn du auch dann weinst und klagst, so wird er dich «licht trösten, sondern wird dir eine Lehre für die Zukunft geben: ״Kick!“ — Das was für die Engländer gilt, trifft auch für die in England lebenden und erzogenen Juden zu; auch sie haben den Footballgeist von ihrer Jugend an in sich aufgenonunen; auch sie Lassen nur gelten, wer zu ״Kicken" versteht und verachten den Schlemihl; auch sic haben in sich die gesunde Atmosphäre der Insel; mitgenommen, die diese große!,ehrt׳ bcherrselit: das Recht gehört nur dem. der es fordert, (Aus ״Haarcz" für die ״Jüd. Rundschau“ übersetzt.) Die dritte Internationale und die asiatischen Völker ln der Hümanitd" vom 1. September veröffentlicht Marcel C a c h i 11 seinen Bericht über das Verhältnis der Moskauer dritten Internationale zu den asiatischen Völkern, Dieser Bericht eines führenden fr.'iu/ösisdH'ii Sozialisten scheint uns sehr wichtig zu sein, da zweifellos das Vordringen des Kommunismus in Vorderasien!xrlitisclic und soziale Veränderungen hervorzurufen geeignet ist, an deren Mögliehkeit wir nicht vorbcisclicn dürfen. Gacliin erinnert an die lächelnde Aufnahme, die die Anwesenheit des Japaners Su Katajaina bei dein Amsterdamer Sozialistenkongreß von 1904 gefunden hat und wie seine herzliche Umarmung mit Blechanoff, dem Führer der russischen Sozialisten zur selben Zeit als der Krieg zwischen Japan und Rußland wütete, Aufsehen erregte. Bei dem jüngsten Kongreß der dritten Internationale in Moskau haben zahlreiche Vertreter ׳ Koreas, Chinas, Indiens, der Türken, Perser,' Armenier und anderer asiatischer Völker tcilgenoniineii. Gegenwiirtig tagt in Baku ein von der dritten Internationale und der kommunistischen Partei veranstalteter Kongreß. Die Versammlung wird 4000 Personen umfassen, die von allen Völkern des ■ nahen Orients hin entsandt werden. Die Tagesordnung umfaßt unter anderem folgende Fragen: Die internationale Situation der Völker des Orients, die Kolonialpolitik gemäß den komm unistischen Ideen, die Agrarfrage und die ö ko 110mische Situation der Arbeitermassen in den Ländern des nahen Orients. Die Skeptiker und Unwisscnden könnten diese Mitteilung für ein gleichgültiges Ereiguis;tusche». Aber wohlunterrichtete Menschen werden dies gleich uns als eines der wichtigsten Ereignisse der Gegenwart einschätzcn. Asien schlummert seit Jahrhunderten wie erstarrt und zweifellos wäre cs verfrüht zu behaupten, daß der Zeitpunkt, wo die 70f> Millionen, die dort noch in verschiedenen Formen der Sklaverei leben, zu revolutionären befreienden Akten■ übergehen werden, nahe sei. Kein Sozialist gibt sich Ähnlichen Illusionen hin. Aber cs wäre ein eben so schwerer' Fehler, nicht schon heute die beträchtliche Erschütterung aller dieser bisher so apathischen und resignierten Völker zu bemerken. Seit Moskau durch die ganze Welt seine Appelle ziiiii Kampfe gegen die uini'o 11110111׳ AilslM’iitmig unter jeder Form ausgesendet hat, hat Asien tatsächlich eine wichtige Umbildung erfahren. Dem Rufe von Moskau haben die Parias von gestern zuerst schwach, aber später stärker geantwortet. Die Stimme Asiens ist selbst in London im Auswärtigen Aint gehört worden. Es wird vor der künftigen Geschichte keine geringe Ui re für die russische Revolution sein, so aktiv 1111tearbeitet zu haben, die Aufmerksamkeit der ganzen Icnschlicit auf die Probleme Asiens zu lenken. Sie ist von dein leeren!,rötest der zweiten Internationale auch auf diesem Gebiete zur direkten und kühneren Tat vorgegangen. Sie vereinigt die unterdrückten Volker; sie nietet ihnen ihre moralische tuul materielle Unterstützung. Zum ersten Male in der Welt des Orients dringt ehe Idcedcr Befreiung wirksam in die Gehirne und die Hoffnung auf nationale Unabiiängigkcit und soziale Freiheit entsteht; es ist Moskau, das die Initiative für dieses Erwachen erdrückter Völker ergreift. Gelegentlich dieses Kongresses von Baku hat der letzte Kongreß im Kreml sehr humane und sehr weite Direktiven angenommen." ln der ״Humaiiitc“ Vom 2. September gibt nun C ach in eine Analyse der wichtigsten dieser Grandsätze: ״Auch diese Völker, Kolonialvölker, unter Protek- Io rat und Mandat sUlicml, streben wie die anderen nach der Freiheit. Sic werden immer ungeduldiger das Joch ertragen, das der gierige Kapitalismus ihnen aufzuerlcgeti trachtet. So geht es den Arabern, so geht es den Indern; so geht es den zahlreichen Völkern Asiens, deren Vertreter augenblicklich in Baku zusammengetreten sind. Die vom allgemeinen lmpcrialistnus unterdrückten Völker des Orients haben sich au die Sowjet-Republik gewandt, die ihnen ihre Unter- Stützung nicht absch lagen konnte. Sic bietet ihnen also ihre Hilfe an, und ihr Programm ist entgegenkommend und fest zugleich. Sie achtet natürlich ihr nationales Gefühl; sie anerkennt, daß die Unterdrückung durch Fremde, die Besetzung, die Fremdherrschaft alle Gesellochaftssehichtcu treffen. Aus diesem Grunde sind zum Bakucr Kongreß gleichzeitig Delegierte der Besitzenden wie der Besitzlosen, der Nationalisten und Kommunisten zugelassen. ■ Die Sozialisten von Moskau haben auf einen unfruchtbaren Radikalismus verzichtet; sic sind keine Doktrinäre, sic sind Revolutionäre. Allen diesen Menschen im Orient kommt immer mehr ihre nationale und wirtschaftliche Unterdrückung zu Bewußtsein. Die russische sozialistische Republik gewährt ihnen ihre Unterstützung, um ihre nationale Unabh ii n g lg k c i t wiederher/ustelleii. Gleichzeitig vermehrt sie ihre Anstrengungen, 11:11 /die Laudleute, die keinen Boden besitzen und die in diesen Ländern schon in großer Zahl proletarisierteil Industriearbeiter anzusiedcln; sie schafft unter ihnen Zentren von Propagandisten und Erziehern, die schon seit langem in Tätigkeit sind. Und so bekämpft sic gleichzeitig lebhaft und energisch den linperalismus des fremden Kapitals und die einheimischer: Ausbeuter, die diese unglücklichen, mit Füßen getretenen Völker unterdrücken,‘‘ Dr. Tobias Hindes Der Tod von Dr. Hindes erweckt eine Reihe wertvoller Erinnerungen an eine Zeit, welche in vieler Hinsicht der Geschichte aivgehört, welche jedoch zugleich in aktuellen Folgeerscheinungen wcitcrlcbt. Dr. Hindes hat die drei letzten historischen Epochen des osteuropäische» Judentums nacheinander durchgem.'ii'lit und :111 ,.ich ».elleit erlebt, Die Zeit der Auf■ klärmig der sechziger und siebziger Jahre, der Citowewezionismus der achtziger und neunziger Jahre und der organisierte politische Zionismus seit IS97 — diese drei Stadien bilden auch die drei Wendepunkte üi seinem reichen Leben, Er gehörte zu jenen eifrigen Anhängern des Zionsideals, die sclton .vor 30 Jahren den Versuch machten, aus den nationalen Lehren auf palästinensischem Boden die Konsequenzen zu ziehen. Nur widrige Verhältnisse waren es, welche ihn nach einem längeren Aufenthalt im Lande zwangen, wiederum in das (iolus zurückzukehre» und dort seinen Gesinnungen getreu fortzulcbcn. I )1'.!lindes genoß wegen seiner tieliiioialisehcn Anhänglichkeit an die Idee, wegen des Frustes seiner Gesinnung und wegen der Wahrhaftigkeit seines Wesens sowohl in den Kreisen der Gesinnungsgenossen, als weit darüber hinaus ein sehr großes Ansehen. Die erstaunliche Tatsache, daß Hindes, der schon zu Anfang der neunziger Jahre eine sehr große Popularität besaß, keine Kongreßfigur war, ist für die Eingeweihten kein Rätsel: er wurde Jahre hindurch durch die Verfügungen des zaristischen Regiments aus dem Lande nicht lierausr gelassen. Nur an dem Warschauer Zionistischen Delegiertentag des russischen Landesverbandes, der am Vorabend des zweiten Kongresses stattfand, beteiligte er sich in sehr aktiver Form, indem er die Organisierung dieser wichtigen Konferenz unter den damaligen, nicht ungefährlichen Verhältnissen übernommen hatte. Wenn er jedoch den zionistischen Kongressen fernbüeb, und bis zu einem gewissen Grade schon auf Grund seiner Jugcnderlebnisse mehr den Traditionen des Chowcwc- Zionismus huldigte, so setzte er doch in allen wichtigen Fällen auch für die modernen zionistischen Aktionen seine Tatkraft ein, Was speziell seine Leistungen in Warschau anbetrifft, so soll insbesondere daraut hingewiesen werde», daß er der Schöpfer der einflußreichen Gruppe B’nc-Zion von Warschau war, und daß er in den verschiedensten Formen für die hebräischen Sprachvereine und für die hebräischen MiistersclmU'ii wirkte. Der Komplex der verschiedenen Zweige der nationalen Gegenwartsarbeit trieb ihn sowohl auf das Feld wirtschaftlicher Unternehmungen, als in die politischen Kämpfe hinein. Als im Jahre ,1912 der heftige Kampt um die Vertretung der Stadt Warschau in der russischen Rciclisduma ausgcfoclitcn wurde, stellten die Juden Warscliaus und ihre Vertreter, die damals in der Majorität befindlichen Wahlmänncr, Dr. Hindes als Kandidaten■ für die Duma auf. Im vollen Bewußtsein jedoch des Ernstes des Problems lehnte er selbst die absolut sichere Kandidatur ab und bewog die jüdischen Wahlni.äiiiier, *len s״/tali׳.lKclu11׳ Vertreter Jagielkr, den etilzlgcn polnischen Vertreter, der den Antisemitismus ablehnte, zum Abgeordneten von Warschau zu wählen. Auch bei vielen anderen Gelegenheiten betätigte er sich bei den politischen Entscheidungen der Juden Wolhyniens und Warschaus. Noch fruchtbarer jedoch waren seine Arbeiten auf dem Gebiete der wirtschaftlichen! Regcncricrutvg der jüdischen Massen. Als Stifter einer Reihe von Artellen (Genossenschaften) und ajs Organ!- safor verschiedener Handwerks-Unternehmungen wird er bei den jüdischen Massen Warschaus ebenso wie als aktiver Anhänger des jüdischen Befreiungsgedankens dauernd forlleheu. Leo Motzkin. Jabotinsky in London London, 2. September. (Tel. d. ״J. R.“). Jabotinsky ist am 1. September in London eingetroffen,!und es wurde ihm von einer großen Zahl von Freunden ein herzlicher Empfang auf dem Bahnhof bereitet. Wilkansky nach Palästina zurückgekehrt. Nach Durchführung seiner wissenschaftlichen Arbeiten in* Amerika und speziell in Kalifornien, wohin er vom A.-C, entsandt worden war, um die agrikulturellc 111dustrie zu studieren, hat Agronom Wilkansky Arnerika verlassen, um nach Palästina zurückzukclucn. Da das Klima Kaliforniens so ziemlich dem Klima Palästinas entspricht, dürfte die Einführung so mancher kalifornischer Einrichtungen in Palästina von Wert sein. Rabbiner Zlotnik in Amerika. Zusammen mit de» nach Amerika zurückgckchrtcn Misrachi-Dclcgierten der Zionistischen Jahreskonferenz, ist mit der ״Adriatic‘‘ auch der bekannte Mnsrachiführcr in Polen und Sekretär des dortige» Zentralbüros, Rabbiner Zlotnik, in Amerika eingetroffen, um in der Propagierung der Mis׳■ raehi-Idce hei den amerikanischen Juden sich zu betätigen. Zugleich mit ihm kam auch das Mitglied der polnischen Misrachi-Exckutivc und Gründer des Misrachi-J-ugendverhandes ia Polen, Riwkind, nach New York. Erez-Israel Bericht (Von unserem Korrespondenten.) J. G. Jerusalem, 11. August 1920. Erziehung. Der Waad Hachinuch eröffnet mit dem kommenden Schuljahr eine hebräische Schule für die Kinder der Schomronim in Nablus. Trotz der wiederholten Bitten des Hohenpriesters der Schomronim ist bisher die Sache immer wieder aufgeschoben worden, da es ja für Juden bisher kein kleiner Entschluß war, Nablus auch nur zu betreten. Den Unterricht in Nablus hat Herr David Miller freiwillig übernommen und wird für die erste Zeit der einzige Jude in Nablus sein. Die Unterrichtssprache in der Schule wird Hcbräisch sein. Auch der Hohepriester wird sich als Lehrer betätigen. Bisher sind 25 Schüler und 15 Schülerinnen aufgenommen worden. — Am Gymnasium ״Herzliah“ in Jaffa haben in diesem Sommer 10 Schüler das Reifezeugnis erhalten. Das Lehrerseminar Italien 9 Kandidaten beendigt, die Kindergärtneriimenschule 9 Kindergärtnerinnen, die sämtlich bereits a»gestellt sind. —- In Jerusalem ist der erste hebräische Kure für IT'ldilli ••rtt i beendigt wurden. Voll den '.״) Abaul vcnteii wurden 9 sofort in Jerusalem angestcllt, 20 Feldmesser werden in Gazah am Regierungsamt tätig sein. Einteilung des Landes. Aus lialboffiziellcr Quelle wird gemeldet, daß Erez-Israel anscheinend in zwei Teile zerfallen wird: in Palästina mit der Hauptstadt Jerusalem und Phönizia mit der Hauptstadt Haifa. Das Regierungsgebäude in Haifa trägt bereits den Namen ״Phönizia“. — Es wurden Nachforschungen diesbezüglich angestcllt und hat man erfahren, daß das Land anscheinend in fünf Teile geteilt werden wird: Judäa mit der Hauptstadt Jerusalem, Palästina mit der Hauptstadt Jaffa (Pileschetli), Samaria mit der Hauptstadt Nablus, Samaria mit der Hauptstadt Nazareth, Phönizia mit der Hauptstadt Haifa (das alte Phönizien mit Zor und Zidon). (Die Ausdrucksweise unseres Korrespondenten ist hier etwas unklar. Es handelt sich wohl um die Zerlegung Palästinas in administrative Bezirke. — Anm. d. ״J. R.‘‘) Aus einem Brief q Rischon le Zion, den 19. August 1920. ... Es ist hier in Palästina noch sehr wenig getan worden. Das ״Lind" befindet sich noch immer im Stadium der Vorbereitungen. Die beiden wichtigsten Gesetze: Das Bodengesetz und das Einwandenmgsgesetz, deren Veröffentlichung schon für den 1. August angekündigt worden ist, sind noch immer nicht in Wirksamkeit getreten. Die Einwanderung bewegt sich daher noch in ihren bescheidenen Grenzen. Doch soll die Ein- Wanderung in der nächsten Zukunft eine bedeutende Er- ' ieichterung erfahren. Es wird vom Waad 1 Lei um aus eine Art jüdisches Konsulat eingerichtet werden, daß die Befugnis haben wird, den jüdischen Einreisenden ein Visum aiiszustcllen. Die englischen Behörden werden diese Pässe ihrerseits visieren, wogegen tler Wand 11azirim die Verantwortung dafür übernimmt, daß der Einreisende Beschäftigung im Lande hat und politisch ein-■ wandfrei ist. Man nimmt an, daß der Einreise von deutschen Juden wohl nichts im Wege stehen wird , Der Handel liegt im Lande noch darnieder. Es wird wenig und ׳meist minderwertige Ware eingeftihrt. Infolge des geringen Umsatzes sehen sich die Kauflcute veranlaßt, die Preise aufzuschlagen. Dicslm Aufschlag berechnen sie von Fall zu Fall ganz willkürlich. Der Mangel an Baumaterialien und insbesondere an Eisen macht sich sehr fühlbar. So wird der ״HaboneU" in ein!war Wochen zwar scholl beginnen, Aufträge ent gegcii/imchmcn, bis ziiiii »;»Ustcii Baujahr ■sich alx-1 wahrscheinlich .darauf beschränken müssen, Baumateria lien vorzubcrcitcn. Bezüglich der im Baufach vorgegaiigerien Veratiderimgen wäre noch nüt/uteilcn, daß der ״Haschachar■‘ seine Bautätigkeit jetzt aufgegeben hat. Dagegen besteht seit ein paar!Monaten iuTiberias eine Gesellschaft ״Adiusath-bajit*', deren Mitglieder Einwohner von Tiberias sind und die Gründung eines Stadtteils auf einer An höhe bei Tiberias im Auge haben. Sie sollen bis jetzt zirka 1350 Dunam Boden besitzen, von denen I01K1 Dutiam vorgeschcnernwiilen nicht als Bauplätze benutzt werden^ sollen. Professor Gcddes, 11:1t den Plan Kn diese Stadt entworfen. Es bestehen aber noch Difie■ renzen teils finanzieller, teils prinzipieller Art, Eine Wiener Gesellschaft will Boden erwerben zwecks Erbauung einer Drei-Zonenstadt (Zentrum: Geschäftstcil, 1. Ring: Wohnteil, 2. Ring: Vorstadt.) Die Gesellschaft besteht vorläufig aus 300 Mitgliedern, Ihr Vermögen ist noch keineswegs ausreichend, wenn mw in Betracht zieht, daß der Boden in der Nulte von Stadien nicht unter 50 C pro Dunam, an etwas abseits gelegenen unbebauten Orten eventuell für vier bis fünf £ pm Dunam zu kaufen ist. in Ber-Sebah und an manchen anderen Stellen kann man noch einstweilen Boden im 2 .C pro Dunam erwerben. Die technische Abteilung im Waad Haziritn hat mit dem Bau von Baracken für die neuen Einwanderer begonnen. Eine Baracke i,n Jaffa ist erbaut, die 60 Mensehen Unterkunft bieten wird. In Dilb und Kalctidu, den beiden Zentren der Chaluzim, will man acht Baracken für 250 und vier Baracken für 150 Menschen errichten. Die Baumaterialien für die Baracken wurden von jüdischen Kaufleuten in Jaffa gekauft und die Arbeit den kooperativen Tischlerwerkstätten übergeben. Die Baracken in Haifa ,wurden fertig gekauft. Herr Rabinovvitz-Haifa hat eine Baracke im Werte von 100 £ dem Keren Hageulah geschenkt, und die Kotnhtission des Keren Hageulah hat sic der technischen Abteilung zu Gunsten der Einwanderer überwiesen.

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