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Jüdische Rundschau · 1920-08-24 · Heft 58 (24.8.1920) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 58 (24.8.1920)
Date
1920-08-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 456 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 5$ .stand. Die ganze Aktion des Joint wird an den iAJussprüehen dieser Konferenz unmöglich vorübergelicn können. Die Judenheit hat hier seht klar verkündet, wie sie das für sie gesammelte Geld verwendet wissen will. Auch in der Hilfsaktion muß das demokratische Prinzip eingeftihrt werden, und hier ist cs) eingeführt worden. Und in dieser Richtung de'r Demokratie liegt endlich noch ein großer Erfolg dieser Konferenz. Was hier auf dem Gebiete der Hilfsaktion möglich war, muß auch für das allgemeine wirtschaftliche, politische, kulturelle und nationale Leben der Juden möglich werden. Es ist der Gedanke,! den Sokolow am Schlüsse seiner letzten Rede aussprach: ״Die Welthilfskonfercnz ist der erste erfolgreiche und fruchtbare Schritt zum allgemeinen jüdischen Weltkongreß.‘.‘ Felix Weltsch. Rückblick auf die Jahreskonferenz Von Richard Lichtheim. III. Kommissionen, Beschlüsse und Parteien Ls wurde auf der Londoner Tagung als Fortschritt cmpliNidfii, daß die Arbeiten der Konferenz im wesentlichen in die Kommissionen verlegt waren. Bei unseren früheren Kongressen wurden, zwar auch Kommissionen ״ewählt, aber nur eine Minderheit der Pelegierten gehörte ihnen an. Das Plenum tagte eine \ollc Woche, verbrachte die Zeit mit langen Referaten und Debatten, die von Stunde zu Stunde an Interesse verloren, wahrend hinter den Kulissen die Kommissionen hastig arbeiteten. Diesmal waren alle Delegierten in acht Kommissionen aufgeteilt. Jede Landsmannschaft oder Frakti«m entsandte entsprechend ihrer Stärke eine Anzahl Mitglieder in jede Koiiuiirssioiv. Die Ifeselilusse der Kommissionen kamen dann vor das Plemim. Hier w׳ar (he I lebatte in der Weise beschränkt, daß zum Antrag der Kommissionen, sowie zu etwaigen Anträgen einer zuweilen auftretenden Minderheit der Kommission und schließlich zu Amendements, die im Plenum cingebracht viuden, nur ein bis zwei Redner pro und contra das Wort erhielten. Dann erfolgte die Abstimmung. Im großen und ganzen hat dieses System sich bewahn. Während einer Woche arbeiteten die Kommissionen. ohne daß das Plenum in dieser Zeit zusantmentrat. Es wurde!im allgemeinen tüchtig und gründlich gearbeitet. Wichtige Fragen der Kolonisation und der Finanzen wurden geklärt, so daß die Leitung sich ui den Dingen der praktischen Arbeit auf die von der Jahreskonferenz gezogenen Richtlinien berufen kann. Manche Beschlüsse freilich haben mehr den Charakter frommer Wünsche, und hier offenbart sich die Schwache der Unvollkommenheit des Kommissions- System■«, (iewisse Kommissionen, die sich mit Spezialfragen befaßtem waren so zusammengesetzt, daß sie mehr der Verfechtung einer Idee als ihrer sorgfältigen Prüfung dienten. Es war nur natürlich, daß beispielsweise die Ariliängcr des Gedankens eines Weltkongresses kn die Kommission delegiert wurden, die zur Prüfung der Weltkongreß-Frage eingesetzt war. So kam dann ein Antrag vor die Konferenz, der den Weltkongreß forderte, obwohl das Plemim für den Gedanken keineswegs gewonnen war. Mit Rüoksicht hierauf hatte die Weltkongreß-Kommission unter dem Einfluß skeptisch gestimmter Mitglieder ihren Beschluß recht allgemein und vorsichtig formuliert: Die neue Exekutive der Organisation soll ein Komitee von fünf Personen einsetzen, welches srcli bemühen soll, ein Kongreßkomitee zu schaffen. Von diesem Beschluß bis zum Weltkongrell isi noch ein weiter Weg. Anders verfulvr die Kommission für nationale Er- Ziehung in der Diaspora, die naturgemäß auch überwiegend die Vorkämpfer solcher Erziehungsarbeit vereinigte. Die Beschlüsse dieser Kommission gingen sehr wert, sic forderten ein besonderes Erziehüngs-Zcntralbiiro mit Sitz in Osteuropa und großem Budget. Die Forderung, daß' das Büro sich im Osten befinden solle, wurde dann fallen gelassen und die Exekutive ermächtigt, das Büro in London einzuriditen. Der Beschluß hat aber keinen praktischen, sondern nur demonstrativen Wert, da die Hauptsache — die Geldbewilligung — aus den früher geschilderten Ursachen zifrlickgesicllt wurde. Es ist die Ewige, ob eine Kommission gut daran tut, sich mit Demonstrationen dieser Art zu begnügen. Weniger wäre in diesem Falle trtelur gewesen. Ein klar durchdachter und formtlierter Antrag, der — unter Berücksichtigung der finanziellen Lage — gewisse konkrete Forderungen bezüglich der Erhaltung oder Schaffung bestimmter kultureller Institutionen enthielt, wäre gewiß vom Idenum angenommen und gewisse Summen wären bewilligt worden. Der weitgehende Antrag der Konvmixsk» wurde zwar auch angenommen, aber unter Protest und bei Stimmenenthaltung der Amenkaner Und ohne daß zugleich die nötijrcn Gelder bewilligt wurden; mit anderen Worten: der Beschluß ist praktisch wertlos. Audi die politische Kommission wies *len gleichen Mangel der Zusammensetzung auf. Hier hatten *Me an Zahl sehr geringen Anhänger der von Nordau, Marmorek, Fischer geführten Gruppe alle ihre Kräfte konzentriert und übten so einen Einfluß aus, der *rer *omtigen Stellung auf der Konferenz nicht ent- ^prach. Die Folge war, daß die politische Kömnussion oL;. 21?״ Debatten der Parteien - Are t verkw, anstatt in Ruhe die vorliegenden Dokumente zu prüfen* Mit knapper Not gelang es, in dieser Kommission einen Antrag *jiirchzitbrüigen, der der Leitinv£ Dank und Verbauen ausspricht tffld die Zustimmung zu der bisher befolgten Politik';!!»drückt. Das Plenum nahm diesen Antrag ohne Debatte unter großen Ovationen für die poEtische Fülinuig an. Die politische Kommission war eben ganz anders zusammengesetzt, ats es der Stimmung der Jahreskonferenz entsprach. Aus diesen Vorgängen sollte man für die Zukunft lernen. Die Landsmannschaften *tnd Parteien sollten strenger als es in London geschah, darauf achten, *Laß nicht jeder Delegierte, der an einer Frage interessiert ist, Ln die betreffende Kommission entsandt ward, sondern daß überall die besten Sachkenner arbeiten. Andernfalls werden die Kommissionen zum Hilfsmittel der politischen Intriguc oder unsachlicher Demonstration. Zeigten sieh so gewisse Schwächen des neuen Systems, so waren doch auch die Vorzüge unverkenbar. Es wurde, wie gesagt, int ganzen doch recht grümilieh gearbeitet mul die Kommissionen für Organisation. Finanzen und Kolonisation leisteten gute!und fruehtbare Arbeit. Für die u׳eitere Oefk'iatlichkeit ist es von Interesse, zu wissen, daß der Schekel künftig 1 Dollar oder 5 Schilling beträgt. Es winde der Exekutive überlassen, für die Länder mit schwacher und schwankender Valuta einen angemessenen Betrag fcstzusetzen. Der Schekel soll in Zukunft alle organisatorischen Bedürfnisse der Zentrale *lecken, was sehr wohl möglich ist, da wir jetzt mit annähernd 4 MiUion Scliekelzahler rechnen können. Ke Finanzierung der Kommission soll durch den Keren Hajassod erfolgen, dessen Aufbringung zur Lebensfrage des Zionismus werden wird. Die Zahl der Kongreßdclegierten soll auf etwa 350 beschränkt werden. Entsprechend den eingegangenen Schekeln sollen die Landsmannschaften und Parteien diese 350 Delegierten nach einem von der Exekutive aufzustcllenden Schlüssel wählen. Wenn die Wahlen zum Kongreß kn nächsten Jahre ordnungsgemäß vorgenommen werden sollen, so müßte die Zentrale darauf dringen, daß die Scliokclcm/icliiing ».oforl gnimllieh oignnKieit wild, Die Kommission für nationale Arbeit in der l>ias!>ora sprach ihre Billigung zu den bisher in Paris vom Comite des Delegations Juives unternommenen Schritten aus und begrüßte den Gedanken der nationalen Gcsamtrepräsentanz (Waud Haarazoth). Die zahlreichen Beschlüsse der Kommission für Emigration und Kolonisation können hier nicht aufgezählt werden. Die Probleme der Siedlungsarbeit sind gründlich beraten worden, und Cs ist eine KLärtntg der Hauptfragen erfolgt. Dabei machte sieh ständig der Gegensatz;zwischen den radikalen Parteien und der gemäßigten Mehrheit bemerkbar. Doch wurde wiederum deutlich, daß die Einteilung in ״bürgerliche“ und ״sozialistische“ 7ioni«ton nicht zntrifft. Da der Zionismus keine Bewegung einer Klasse, sondern der national-idealistisch gesinnten Juden verschiedener Klassen ist, da die ״intellektuellen" ihm *Las Gepräge geben, so herrscht bei der überwiegenden Mehrheit der Zionisten der Wille, das künftige jüdische Palästina nicht für eine kleine reiche Oberschicht, sondern für das Volk ciiwurichten. Aber das Volk sind nicht nur die Besitzlosen, zumal nicht bei den Juden, die überwiegend Mittelstand sind. Dies muß den radikalen Parteien im Zioivismus deutlich beigebracht werden, denn es hat sich dort bereits in Anlehnung an den europäischen Sozialismus eine Phraseologie gebildet, die ״das Volk“ ganz und gar mit^lem besitzlosen Arbeiterstand identifizieren möchte. So wurde der sonderbare Antrag gestellt, daß die nationalen Institute nur den besitzlosen Arbeitern ihre Unterstützung zuteil werden lassen sollten. Der Antrag wurde abgeiehnt, aber er zeigt, bis zu welchen Verirrungen unsere Radikalen geraten. Man kann cs begreifen, daß die sozialistischen Gruppen im Zionismus eine Bevorzugung der selbstarbeitendcn Eiemente wünschen, ja sie begegnen sich hier durchaus mit der Meinung aller Zionisten, die aus nationalen und wirtschaftlichen Gründen wünschen, *laß in Palästina intensive Wirtschaft überwiege, und daß das jüdische Land nicht von Arabern, sondern von Juden bestellt werde. Warum aber diese selbstarbeitendcn Juden auch besitzlos sein sollen, um sich der nationalen Unter- Stützung würdig zu erweisen, isf das Geheimnis derjenigen, denen radikale Phrasen unter allen Umständen die Hauptsache sind. Es schwächte die Position der sozialistischen Gruppen auf der Jahreskonferenz, dail sie dem Wortradikalisinus noch allzu sehr unterliegen. So gerieten sie häufig in Gegensatz nicht nur zu wirkbellen Gegnern ihrer Anschauungen, sondern auch zu Männern wie Adolf Böhm und anderen, die ,durchaus sozialistisch denken, entschiedene Gegner der Boden- Spekulation sind, für Erbpacht und Nationalisierung des Bodens eintxateik jedoch nicht jede Aeuöcrung ״radikaler Gesinnung“ blind unterschreiben wollen. Von solchen umglücklichen Uebertreibungcn abgesehen, richtete die Linke ihr Bemühen hauptsächlich auf grundsätzliche Ausschalteig jeder Privatinitiative i;v Palästina. Hier stehen wir vor einem unserer ernstesten Probleme. Ke Lomdotier Konferenz hat sich zwar gegen diesen extremen Standpunkt ausgesprochen — die Mehrheit trat für die Formel ein, daß die Privatinitiative, •soweit, sie sich den Garantien und Beschränkungen unterwirft, die das nationale Gesamtinteresse fordert, ermutigt und gefördert werden solle -־, aber in Palästina selbst ist damit noch nichts entschieden. Die Arbeiterparteien aller Riehhingen sind grundsätzliche Gegner jeder Privatinitiative, die ein Lohnverihältnis schafft. Ein Beispiel: In den jüdischen Kolonien könnten jetzt viele jüdische Arbeit«■ ihr Brot finde». Die Kolonisten sind bereit, den jü*Üscheu Arbeitern höheren Lohn zu zahlen als den Arabern, wenn die Organisation einen weiteren Zuschuß (in bar oder durch Beschaffung biüiger Wohnung und Nahrung) bietet, damit das für den jüdischen. Arbeiter nötige ExLstenzniinimum herauskommt. Dieses System leimen die Arbeiterorganisationen ganz entschieden ab. Sic wollen nichts von einem System wissen, dessen praktische Vorteile klar sind, das aber mit ihren!>״״. zrpim in Widerstreit ist. Die praktischen Vorteile beruhen darin, *laß für die Einwanderer einige tausend Arbeitsplätze sich bieten, daß der vom Kolonisten g*.. zahlte Lohn jüdischen, nicht arabischen Arbeitern /u. fließt, daß die Organisation mit einem vcrlültnismäftj, kleinen Zuschuß tausenden von jüdischen Arbeitern die Existenz, in den Kolonien ermöglichen könnte, daß *jje Arbeiter dort Erfahrungen und Kenntnisse sannn*. die ihre Ansiedlung erleichtern würde. Für die Gründüng eigener Arbeiterbetriebe sind natürlich weit größere Mittel nötig, die vorderhand nicht zur Verfügung stehen. Die Arbeiter wollen aber von diesem ״Protektionssystem“ nichts wissen. Es hat nun wenig Zweck, sich über die Haltung der Arbeiterparteien zu entrüsten. Es steht hier Auffassung gegen Auffassung, und da wir ohne Mitwirkung der jugendlichen, auf Sclbstarbcit drängenden Eiemente, deren guter Wille und idealistische Gesinnung nicht angezweifelt werden kann, Palästina nicht ko Ion 1■ sieren können, so muß der Weg zur Verständigung gesucht werden. Eine wirkliche Verschmelzung der Ansichten ist freilich nicht möglich. Ihe Arbeiter glauben an die Schädlichkcit des Kapitalismus, auch wenn er durch («•■ setze ■umschränkt ist. Sie erblicken in jedem Lohnverhältnis — handele es sich auch um einen kleinen Bauern oder Pflanzer, der einen oder zwei Arbeiter benötigt - den ״Aussauger“ und den ״Ausgesaugten“. Dem steht die Meinung derjenigen entgegen, die grundsätzlich die Richtigkeit der sozialistischen Lehren zumindest für die Landwirtschaft bestreiten, die Notwendigkeit der Privat• . initiative wegen der Geringfügigkeit unserer nationalen Mittel, dann auch aus wirtschaftstechnischen Gründen betonen, die ferner die Existenz, von Betrieben für nötig halten, in denen mehrere Arbeitskräfte tätig sind (nicht das ganze La ml kann in Kleiiipar/elleii bewu Uiliaftet werden) und an die Möglichkeit der Produktivgenossanschaft als ständigen Ersatz des Mittel- oder Großbetricbes nicht glauben, weil nach ihrer Meinung die Produktivgenossenschaft entweder unrentabel wirtschaftet und schließlich (auch aus psychologischen Gründen) au*- einandcrfallen muß oder selbst zum kapitalistischen Bvtrieb wird, der später Lohnarbeiter beschäftigt. Es gibt eigentlich nur einen Berührungspunkt dieser gegensätzlichen Meinungen. Beide Gruppen stimmen der Schaffung von Kleinbetrieben zu, in denen die Arb*« von einer Familie besorgt wird. Es wird sich dabei großenteils um Obst- und Getniisegärtner handeln. ■״׳ übrigen steht die Organisation vor der schwierigen Aufgäbe, beiden Parteien einigermaßen gerecht zu werden. Wer die Kräfteverhältnisse in der Organisation kennt, der weiß, daß ein prinzipieller Ausschluß, der Privatinitiative nicht möglich ist. Lkmim sollten die Arbeiter- Parteien sich darauf •beschränken, die Kontrolle und Einengung des privatkapitalistischen Systems *turchzusetzen, wofür weite Kreise der Organisation zu gewinnen sind Ke Arbeiterparteien sollten aber auch iu dieser Zeit der ersten Versuche ihre prinzipiellen Bedenken soweit zurückstcllen, daß sie zu gemeinsamer Arbeit mit den nichtsozialisti.sct!en Elementen im Zionismus gelangen. Wenn beispielsweise die Unterbringung und Arbeitsbeschaffung für tausende von Einwanderern davon abhängt, so sollten sie jetzt, wo alles auf schnelle Einwanderung ankommt, auch in den jüdischen Kolonien arbeiten. Sie schädigen sich selbst an Zahl 1111*1 Einfluß, wema sie dies verweigern. Ke Organisation verfügt nicht über die Mittel, um die Kolonisation ganz unabhängig von der Privatinitiative gemäß den Wünschen der Arbeiterschaft durch nationale Institutionen durchzuführen, und• sie hat auch nicht das Recht, ihre Institutionen nur für die Arbeiter zu '׳erwenden. Zeigen diese sich bereit, Konzessionen zu machen, so wird andererseits die große Mehrheit der Zionisten damit einverstanden sein, daß den Institutionen der Arbeiter (Genossenschaften, Leiltkasscn .usw.) Mittel: der Organisation zu fließen. Dagegen wird es auf die Dauer nicht angehen, daß die Mittel der Organisation vorwiegend im Sinne der Wünsche der Arbeiterorgamsationen verwandt werden, wenn diese gar keine Kon- Zession an die Kolonisationsmethoden machen wollen, die mit der Förderung der Privatinitiative verbunden sind. Ke neue Leitung wird in diesen Fragen Klarheit zu schaffen haben. Neben den sozialistischen tiruppen trat auf Jet Konferenz wie rn früheren Jahren der Misrachi als Sonderpartei hervor. Es gelang, in der für den Misrachi schwierigsten Frage, der Schulfrage, eine Formel zu finden, die dem Wunsch der gesetzestreuen Kreise nach einem in ihrem Sinne verwalteten Schulwesen weitgehend Rechnung trägt, ohne doch das Prinzip der Einheitlichkeit der obersten Verwaltung zu opfern. So konnten die Anträge der Kommission für die Erziehung in Pa• lästina ohne Schwierigkeit angenommen werden. Keren Kajemeth — ig. Das erste Halbjahr Jänner/Juni 1620 hat für die Keren Kajemeth in Palästina 1500 Sterling (cngL) ergeben. Diese Summe ist im Verhältnis zur Gesamtsumme, die der Nationalfonds in der ganzen Welt während dieses Halbjahres aufgebracht hat, eine »ehr bedeutende, besondere wenn wir berücksichtigen, daß die Geulah-Sanuniungen die allgemeinen Einnahmen der Keren Kajemeth ungünstig beeinflußt haben.

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